LÖSUNGEN ZUR ÜBUNGSPRÜFUNG

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1 LÖSUNGEN ZUR ÜBUNGSPRÜFUNG im Fach VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE für CAS 1. / 2. Semester PHW Hochschule Wirtschaft Seite 1 von 7 Übungsprüfung_VWL_Lösungsskizze.doc

2 Teil I: Multiple Choice Fragen (70 Punkte) Lösungsblatt Aufgaben Typ A Antwort Ihre Punkte Punktemaximum 1. A B C D E 1 2. A B C D E 1 3. A B C D E 1 4. A B C D E 1 5. A B C D E 1 6. A B C D E 1 7. A B C D E 1 8. A B C D E 1 9. A B C D E 1 Aufgaben Typ B Antwort 10. A B C D E A B C D E A B C D E A B C D E A B C D E A B C D E A B C D E A B C D E A B C D E 1 Aufgaben Typ E Antwort 19. A B C D E A B C D E A B C D E A B C D E 3 PHW Hochschule Wirtschaft Seite 2 von 7 Übungsprüfung_VWL_Lösungsskizze.doc

3 Antwort + oder - Aufgaben Typ Kprim (A) (B) (C) (D) Ihre Punkte Punktemaximum TOTAL 70 PHW Hochschule Wirtschaft Seite 3 von 7 Übungsprüfung_VWL_Lösungsskizze.doc

4 Teil II: Offene Fragen (30 Punkte) Aufgabe 1: Preisbildung 9 Punkte Wir befinden uns auf dem Markt für Bier. Nehmen Sie an, dass die Bierkonsumenten auf Preisänderungen nicht sehr stark reagieren. Die Anbieter (Gasthäuser, Restaurants) hingegen reagieren auf Preisänderungen elastisch. a) Zeichnen Sie in unten stehendes Diagramm den oben beschriebenen Biermarkt, unter Berücksichtigung der Elastizitäten. Bezeichnen Sie alle Kurven korrekt und bezeichnen Sie den Gleichgewichtspreis und die Gleichgewichtsmenge. Kennzeichnen Sie das Gleichgewicht mit A. (2 Punkte) Preis A2 B A1 P2 P1 A N M2 M1 Menge Angebotskurve (elastisch) und Nachfragekurve (unelastisch) (1), Marktgleichgewicht mit Gleichgewichtspreis und -menge (1) b) Nehmen Sie an, es wird eine neue Biersteuer eingeführt. Die Anbieter werden mit zwei Franken pro Liter Bier belastet. Zeichnen Sie diese neue Situation in das Diagramm unter a). (2 Punkte) Linksverschiebung des Angebots (1) Neues Gleichgewicht (1) PHW Hochschule Wirtschaft Seite 4 von 7 Übungsprüfung_VWL_Lösungsskizze.doc

5 c) Beschreiben Sie, welche Marktseite letztendlich mit der Steuer belastet wird. Begründen Sie Ihre Aussage. (3 Punkte) Die Steuer kann zu einem grossen Teil an die Konsumenten überwälzt werden, weil sie unelastisch sind. (2) Einen kleinen Anteil an der Steuer haben auch noch die Anbieter. (1) d) Eine Senkung des Preises von CHF 10.- auf CHF 9.- bewirkt eine Senkung des Angebots von auf 750 Stück. Wie gross ist die Preiselastizität des Angebots in diesem Bereich der Angebotskurve? (2 Punkte) Der Preis senkt sich um 10%, die Menge sinkt um 25%. Preiselastizität: 25%/10% = 2.5 PHW Hochschule Wirtschaft Seite 5 von 7 Übungsprüfung_VWL_Lösungsskizze.doc

6 Aufgabe 2: Geldpolitik 9 Punkte In der NZZ vom 11. Juni 2007 steht folgende Meldung über die Türkei: Der seit über vier Jahren auf Hochtouren laufende Konjunkturmotor der Türkei wird dieses Jahr wohl um einiges langsamer laufen.... Der Auslöser für die drastische Verlangsamung ist rasch gefunden, die hohen Zinsen. a) Erläutern Sie in einigen Sätzen, wie sich die Wachstumsrate der Wirtschaft aufgrund hoher Zinsen verlangsamen kann. Verwenden Sie für Ihre Argumentation folgende Grössen: Investitionen Privater Konsum Exporte Importe BIP (Für jeden Faktor 1 Punkt: 5 Punkte) Die hohen Zinsen verursachen einen Rückgang der Investitionen. (1) Bei hohen Zinsen wird mehr gespart und weniger konsumiert, daher geht der Konsum zurück. (1) Hohe Zinsen verursachen eine Aufwertung der inländischen Währung. Dadurch werden die Exporte teurer und gehen zurück. (1) Die Aufwertung der inländischen Währung verbilligt die Importgüter und die Importe steigen. (1) Da alle Nachfragefaktoren zurückgehen, verringert sich das BIP. (1) b) Weiter heisst es in diesem Artikel: Es besteht wenig Hoffnung auf eine rasche Wende. Der Chef der türkischen Zentralbank, Durmuz Yilmaz, erklärte unlängst, er werde die Zinsen auf absehbare Zeit nicht senken, denn dies bedeutete, sich den inflationären Tendenzen zu beugen. Erläutern Sie in einigen Sätzen anhand der Wirkungen der Geldpolitik, weshalb bei einer Senkung des Zinssatzes die Inflationsrate weiter ansteigen würde. (4 Punkte) Eine Senkung des Zinssatzes würde die gesamtwirtschaftliche Nachfrage ankurbeln. (1) Die Investitionen würden steigen, der private Konsum würde angekurbelt und die Exporte würden erhöht werden, weil die inländische Währung abgewertet würde. (2) Die steigende Nachfrage würde in der Folge zu Preissteigerungen führen. (1) PHW Hochschule Wirtschaft Seite 6 von 7 Übungsprüfung_VWL_Lösungsskizze.doc

7 Aufgabe 3: Wechselkurs 7 Punkte Im Bericht Konjunkturtendenzen Sommer 2007 des seco (Staatssekretariat für Wirtschaft) wird die konjunkturelle Entwicklung der Schweiz für das Jahr 2007 als sehr positiv eingeschätzt. Auch die vorherrschende Frankenschwäche (vor allem gegenüber dem Euro) wird erwähnt. a) Es wird in diesem Zusammenhang von stimulierenden Impulsen der Frankenschwäche auf die schweizerische Wirtschaft gesprochen. Erläutern Sie diese stimulierenden Impulse in einigen Sätzen. (4 Punkte) Ein schwacher Franken verbilligt die schweizerischen Exportprodukte für das Ausland. Da sich der Franken vor allem gegenüber dem Euro abgewertet hat, kann in den EU-Raum mehr exportiert werden. Dadurch wird im Inland mehr produziert, es werden mehr Beschäftigte eingesetzt, die Arbeitslosigkeit gesenkt und damit die Konsumnachfrage im Inland erhöht. Da die Nachfrage insgesamt steigt, erhöht sich auch das BIP. b) Es wird in diesem Zusammenhang aber auch davon gesprochen, dass es Inflationsrisiken gibt. Erläutern Sie in einigen Sätzen, welche Inflationsrisiken in der Schweiz auftreten können, wenn der Schweizer Franken weiterhin eine Abwertung erfährt. (3 Punkte) Bei einem abgewerteten Franken werden die Importgüter teurer. Da im Landesindex der Konsumentenpreise die Preisentwicklung aller Konsumgüter - auch der importierten Güter - erfasst werden, fliessen die Preissteigerungen in den LIK ein und somit steigt die Inflationsrate. Aufgabe 4: Konjunkturpolitik 5 Punkte Ordnen Sie folgende Aussagen einem der drei Konzepte der Konjunkturpolitik zu: dem keynesianischen (K), dem monetaristischen (M) oder dem angebotsorientierten Konzept (A): Aussage K M A Die Arbeitsmärkte müssen liberalisiert werden, damit die Wirtschaft sich wieder besser entwickeln kann. Der Staat muss die Nachfragelücke mit erhöhter staatlicher Nachfrage schliessen. Die freien Handlungsspielräume der Unternehmer sind viel zu stark eingeschränkt. Die Notenbank muss für ein Gleichgewicht zwischen Geldmengenwachstum und realem Wachstum sorgen. Die Staatsquote muss drastisch gesenkt werden. PHW Hochschule Wirtschaft Seite 7 von 7 Übungsprüfung_VWL_Lösungsskizze.doc

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