Die Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) gilt für die Nachrüstung von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie

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1 Kundeninformation 50,2 Hz Umrüstung Datum PM IN Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Information - 50,2 Hz Umrüstung 2. Garantie und Gewährleistung 3. Strangwechselrichter der VS- / IPG S- / T-Serie 4. Zentralwechselrichter der VC WL- / IPG K-Serie 5. Zentralwechselrichter der VC- / IPG C-Serie 1. Allgemeine Information - 50,2 Hz Umrüstung Im Zuge der 50,2 Hz Umrüstung müssen sämtliche Photovoltaik Anlagen in Deutschland so umgerüstet werden, dass sie der Verordnung zur Gewährleistung der technischen Sicherheit und Systemstabilität des Elektrizitätsversorgungsnetzes (Systemstabilitätsverordnung - SysStabV) entsprechen. Mit der Verordnung wird die Rechtsgrundlage geschaffen, um Wechselrichter von Bestandsanlagen in der Weise umzurüsten, dass sich die Anlagen nicht alle bei einem Frequenzwert von 50,2 Hertz, sondern bei unterschiedlichen Frequenzwerten ausschalten. Anwendungsbereich: Die Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) gilt für die Nachrüstung von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie im Niederspannungsnetz mit einer installierten maximalen Leistung a) von mehr als 10 kwp, die nach dem 31. August 2005 und vor dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen wurden, sowie b) von mehr als 100 kwp, die nach dem 30. April 2001 und vor dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen wurden. im Mittelspannungsnetz mit einer installierten maximalen Leistung a) von mehr als 30 kwp, die nach dem 30. April 2001 und vor dem 1. Januar 2009 in Betrieb genommen wurden. Technischer Hinweis: PV-Anlagen, die bereits die "VDE Anwendungsregel 4105" oder die entsprechende BDEW-Übergangsregel aus dem Jahr 2011 einhalten, sowie Anlagen, deren Wechselrichter gar nicht nachgerüstet werden können, sondern durch neue Geräte ersetzt werden müssten, sind unter bestimmten Voraussetzungen (siehe Systemstabilitätsverordnung SysStabV) von der Nachrüstung befreit. Durchführung der Nachrüstung: Die Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen sind verpflichtet, die Nachrüstung nach den 4, 5 und 7 (SysStabV) durch eine Elektrofachkraft nach DIN VDE (VDE ): , die 1. als Installateurin oder Installateur oder Angestellte oder Angestellter eines Installationsunternehmens, in das Installateurverzeichnis eines Betreibers von Elektrizitätsverteilernetzen eingetragen ist, oder 2. Angestellte oder Angestellter oder Beauftragte oder Beauftragter von Wechselrichterherstellern (fachkundige Person) ist, durchführen zu lassen. Die Eintragung in das Installateurverzeichnis nach Satz 1 Nummer 1 (SysStabV) darf der Netzbetreiber nur von dem Nachweis einer ausreichenden fachlichen Qualifikation für die Durchführung der jeweiligen Arbeiten abhängig machen. Wünsche der Anlagenbetreiberin oder des Anlagenbetreibers bei der Auswahl der fachkundigen Person sind angemessen zu berücksichtigen, sofern die Anforderungen des Satz 1 (SysStabV) erfüllt werden und sofern der Wunsch innerhalb des von dem Betreiber des Elektrizitätsverteilernetzes nach Absatz 2 (SysStabV) gesetzten Frist mitgeteilt wurde. Wird dem Wunsch der Anlagenbetreiberin oder des Anlagenbetreibers nach Satz 3 entsprochen, sind die durch die Beauftragung der betreffenden fachkundigen Person zusätzlich entstehenden Kosten von der Anlagenbetreiberin oder dem Anlagenbetreiber zu tragen. Falls zur Vorbereitung der Nachrüstung Informationen der Anlagenbetreiberin oder des Anlagenbetreibers in Bezug auf den Wechselrichter erforderlich sind, hat der Betreiber des Elektrizitätsverteilernetzes die Anlagenbetreiberin oder den Anlagenbetreiber schriftlich aufzufordern, diese Informationen innerhalb einer Frist von mindestens vier Kalenderwochen nach Zugang der Aufforderung zu übermitteln. Der Betreiber des Elektrizitätsverteilernetzes hat der Anlagenbetreiberin oder dem Anlagenbetreiber einen Zeitpunkt für die Durchführung der Nachrüstung vorzuschlagen und diesen mindestens vier Kalenderwochen im Voraus schriftlich anzukündigen.

2 2 50,2 Hz Umrüstung Fristen: Wechselrichter von Anlagen nach 2 (SysStabV) 1. mit einer installierten maximalen Leistung von mehr als 100 Kilowatt sind bis zum 31. August 2013 nachzurüsten, 2. mit einer installierten maximalen Leistung von mehr als 30 Kilowatt sind bis zum 31. Mai 2014 nachzurüsten, 3. mit einer installierten maximalen Leistung von mehr als 10 Kilowatt sind bis zum 31. Dezember 2014 nachzurüsten. Pflichten der Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber: Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber sind verpflichtet, die für die Vorbereitung der Nachrüstung erforderlichen Informationen innerhalb der nach 8 Absatz 2 (SysStabV) gesetzten Frist in der angeforderten Form an den Betreiber des Elektrizitätsverteilernetzes zu übermitteln. Weiterhin sind Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber verpflichtet, die Nachrüstung des an die Anlage angeschlossenen Wechselrichters durch eine vom Betreiber des Elektrizitätsverteilernetzes beauftragte fachkundige Person zu dem nach 8 Absatz 3 (SysStabV) vorgeschlagenen Zeitpunkt zu ermöglichen oder mindestens eine Kalenderwoche vor diesem Zeitpunkt einen neuen Zeitpunkt zur Durchführung der Nachrüstung vorzuschlagen; der neue Zeitpunkt darf nicht mehr als 3 Wochen nach dem vom Betreiber des Elektrizitätsverteilernetzes vorgeschlagenen Zeitpunkt liegen.

3 3 50,2 Hz Umrüstung Global 3 50,2 Hz Umrüstung 2. Garantie und Gewährleistung Die Gewährleistungs- und Garantieansprüche für die umzurüstenden Voltwerk bzw. Conergy Strang- und Zentralwechselrichter bleiben aufrecht erhalten, sofern die ausführende Elektrofachkraft die Umrüstung fachgerecht und ordnungsgemäß, entsprechend dieser Kundeninformation 50,2 Hz Umrüstung, ausgeführt hat.

4 4 50,2 Hz Umrüstung 3. Strangwechselrichter der VS- / IPG S- / IPG T-Serie Eine Umrüstung von Voltwerk bzw. Conergy Strangwechselrichtern ist grundsätzlich ohne Öffnen des Geräts einfach durch ein Update durchzuführen. Es wird keine Schulung oder ein spezielles Zertifikat benötigt. Dazu benötigen Sie nur das Service Tool InverterSetup und die aktuelle Firmware. Das Tool können Sie im Fachhandel beziehen. Informationen, bei welchen Händler Sie dieses Tool beziehen können, finden Sie unter: Hier können Sie ebenfalls die aktuelle Version des InverterSetup samt Software herunterladen. Die aktuelle Firmware, in der die Richtlinien implementiert sind, lautet: Geräte VS 8, VS 11, VS 15 Firmware A20 (DSP V1.20) Geräte VS 3, VS 4, VS 5 Firmware A13 (DSP V2.12) Das InverterSetup Tool besteht aus folgenden Komponenten: 1 USB Can Bus Adapter 1 Abschlusswiderstand 1 Software Um zu überprüfen, welche Firmware auf dem Gerät installiert ist, gehen Sie bitte in das Service Menü unter Firmware. Wenn Sie dort eine DSP Version für: VS 8, 11, 15 kleiner V (Firmware Paket A16) bzw. VS 3, 4, 5 kleiner V2.7.0 (Firmware Paket A09) finden, müssen Sie den Wechselrichter mit der unten genannten Methode aktualisieren. Sie sollten dann die auf der Website befindliche Firmware verwenden. Vorbereitung Inverter Setup Bitte installieren Sie die InverterSetup Software 2.0 und schließen Sie ihren Computer, wie in der Bedienungsanleitung (Do_BA_2010_Setup_1GER_Avo) beschrieben, an den Wechselrichter an. Stellen Sie sicher, dass der Wechselrichter betriebsbereit ist (DC-Spannung vorhanden). 1. Firmware aufspielen 1.1 Melden Sie sich mit dem Passwort P_tpoEwgi unter Anmeldung an. Es erscheinen weitere Reiter, die zur Einstellung bzw. zum Update der Wechselrichter erforderlich sind. 1.2 Wählen Sie nun die Geräte aus, die Sie Updaten möchten. Mehrfachauswahl ist möglich, allerdings nur Geräte gleicher Art. 1.3 Wählen Sie den Reiter Update und klicken auf Hinzufügen 1.4 Wählen Sie aus dem entpackten Ordner die aktuelle Firmware und wählen den Ordner, der Ihrem Wechselrichtertyp entspricht. Fügen Sie nun die folgenden 5 Dateien, die sich in dem Ordner befinden, hinzu: _0004_cps_V1_4_0_voltwerk_VS _0004_dsp_V1_19_0_voltwerk_VS _0004_lpi_ID0002_voltwerk_VS _0004_sld_V1_3_0_voltwerk_VS _0004_spv_V1_6_0_voltwerk_VS15 CPS DSP LPI SLD SPV Abbildung: Hier beispielhaft die Firmware-Dateien für den Voltwerk VS 15

5 5 50,2 Hz Umrüstung Global 5 50,2 Hz Umrüstung Abbildung: Hier beispielhaft die Firmware-Dateien für den Voltwerk VS Aktivieren Sie die Check-Box Update erzwingen und klicken anschließend Start Update. Nun erfolgt ein automatisches Update der ausgewählten Wechselrichter, dieses kann einige Minuten dauern (pro WR ca. 15 Minuten); je nachdem wie viel Wechselrichter angeschlossen sind auch über eine Stunde. Jeder Wechselrichter, der aktualisiert wurde, führt danach einen Neustart durch. Bitte beachten Sie, dass ein Update der Wechselrichter nur bei genügend Einstrahlung durchgeführt werden sollten, da die Wechselrichter nur über den PV Generator versorgt werden. Ein Update in den frühen Morgenstunden oder Abendstunden ist nicht ratsam. 2. Zurücksetzen der Parameter Um den neuen Parameter für die geforderte Richtlinie einstellen zu können, muss der Wechselrichter zurückgesetzt werden und neu konfiguriert werden. 2.1 Wählen Sie den Reiter Anlagensetup Abbildung: InverterSetup Tool Reiter Anlagensetup

6 6 50,2 Hz Umrüstung 2.2 Wählen Sie den Reiter Anlagensetup 2.3 Klicken Sie auf das Drop Down Menü Netznorm und gehen Sie bis unten zum Punkt Zurücksetzen 2.4 Klicken Sie nun auf den Button Übertragen. Alle ausgewählten Wechselrichter werden nun zurückgesetzt. 2.5 Wählen Sie nun die für den Wechselrichter erforderliche Netznorm (siehe Tabelle 1) wieder aus dem Dropdown aus und drücken Sie auf Übertragen. Nun sind alle Wechselrichter mit der ausgewählten Richtlinie konfiguriert und schalten sich wieder auf das Netz. Richtlinie BDEW Mittelspannungsrichtlinie* VDE-AR-N 4105 Niederspannungsrichtlinie <13,8 kva VDE-AR-N 4105 Niederspannungsrichtlinie >13,8 kva VDE Übergangsregelung Niederspannungsrichtlinie Parametersatz GERMANY(MSRL) GER(NSRL)<13,8 kva GER(NSRL)>13,8 kva GERMANY(VDE) GERMANY(NSRUER) *Dieser Parametersatz ist nicht in den Voltwerk VS 3, VS 4 und VS 5 bzw. den Conergy IPG 3 S, IPG 4 S und IPG 5 S integriert!! Tabelle 1: Aktuelle Tabelle der implementierten Parametersätze Hinweis: Folgende Strangwechselrichter können die Anforderungen einer Umrüstung nicht erfüllen. STW STW 5000 IPG 2000 IPG 5000

7 7 50,2 Hz Umrüstung Global 7 50,2 Hz Umrüstung 4. Zentralwechselrichter VC WL- / IPG K-Serie Eine Umrüstung von Voltwerk VC WL bzw. Conergy IPG-K Zentralwechselrichter betrifft nur Geräte, die ab dem unten aufgeführtem Datum und der dargestellten Seriennummer gefertigt wurden. Datum: / Seriennummer: Es wird keine Schulung oder ein spezielles Zertifikat benötigt. Mittelspannung: Die Einstellung der Frequenz erfolgt direkt auf der Sinuskarte (INV SIN4-Karte) des Kartensatzes (Abbildung 1), der sich im Zentralwechselrichter in dem integrierten Steuerschrank befindet. Der Frequenzbereich wird über DIP-Schalter (Abbildung 2) (OFF ON ON OFF -> 47,5 bis 51,5Hz) eingestellt. Die DIP-Schalter befinden sich auf der vorderen INV SIN4-Karte vom Kartensatz. Hinweis: Beachten Sie die Betriebsanleitung des Zentralwechselrichters. Niederspannung: Die Einstellung der Frequenz erfolgt direkt auf der Sinuskarte (INV SIN4-Karte) des Kartensatzes (Abbildung 1), der sich im Zentralwechselrichter in dem integrierten Steuerschrank befindet. Der Frequenzbereich wird über DIP-Schalter (Abbildung 2) (OFF OFF ON ON -> 47,5 bis 51,0Hz) eingestellt. Die DIP-Schalter befinden sich auf der vorderen INV SIN4-Karte vom Kartensatz. Hinweis: Beachten Sie die Betriebsanleitung des Zentralwechselrichters. Abbildung 1 Abbildung 2

8 8 50,2 Hz Umrüstung 5. Zentralwechselrichter VC- / IPG C-Serie Mittelspannung: Eine Umrüstung für die Zentralwechselrichter der VC / IPG C -Serie ist im Sinne der SysStabV bei Anschluss am Mittelspannungsnetz nach MS BDEW 2008 nicht notwendig. Niederspannung: Eine Umrüstung für die Zentralwechselrichter der VC / IPG C -Serie ist nicht notwendig, da diese Geräte nicht am Niederspannungsnetz angeschlossen sind. Anschrift Bosch Power Tec GmbH Sachsenkamp Hamburg GERMANY

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