Theatre Theatre als Empowerment für Berufliche Erstausbildung

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1 Lifelong Learning Programme Leonardo da Vinci Transfer Of Innovation Theatre Theatre als Empowerment für Berufliche Erstausbildung HANDBUCH Deliverable 18 WP4 Ref. num: IT1-LEO Cup: G33D

2 This project has been funded with support from the European Commission. The author is solely responsible for this publication and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein. 2

3 Inhalt Einführung... Fehler! Textmarke nicht definiert. Das THEATRE PROJEKT... Fehler! Textmarke nicht definiert. Wie dieses Handbuch entstand... Fehler! Textmarke nicht definiert. Für wen ist dieses Handbuch?... Fehler! Textmarke nicht definiert. Hintergrund... Fehler! Textmarke nicht definiert. EUROPA Ziele und Herausfordeungen in allgemeiner Bildung und Berufsausbildung.. Fehler! Textmarke nicht definiert. Das THEATRE Projekt als Modell... Fehler! Textmarke nicht definiert. Allgemeiner Überblick... Fehler! Textmarke nicht definiert. Zielgruppe... Fehler! Textmarke nicht definiert. Identifizierung und Aktivierung von Schülern vor dem Schulabbruch in Beruflicher Erstausbildun... Fehler! Textmarke nicht definiert. Identifizierung... Fehler! Textmarke nicht definiert. Aktivierung... Fehler! Textmarke nicht definiert. Theatre als Empowerment für Schüler mit Dropoutrisiko... Fehler! Textmarke nicht definiert. Die Cosquillas Methode...20 Der Cosquillas Workshop... Fehler! Textmarke nicht definiert. Hauptziele... Fehler! Textmarke nicht definiert. Die Methode... Fehler! Textmarke nicht definiert. Eine Gruppe gestalten und lebendig halten...23 Improvisation... Fehler! Textmarke nicht definiert. Einzelne Schritte und Aktivitäten... Fehler! Textmarke nicht definiert. Weitere Aspekte zur Anwendung 5 Schritte... Fehler! Textmarke nicht definiert. Während und nach der Einführung der Cosquillas Methode...38 Kreatives Gruppenschreiben...39 Fragen an Erwachsene... Fehler! Textmarke nicht definiert. Performance...41 Die Verbindung zu ICT und digitalen Kompetenzen...43 Lernen durch neue Technologien...44 Zielgruppe... Fehler! Textmarke nicht definiert. Integration durch das Modell THEATRE...45 Schritte...47 ICT und Multimedia in Verbindung mit THEATRE...48 Zusammenarbeit der Professionen (THEATRE Experten und ICT Lehrer)...48 THEATRE und allgemine und berufliche Bildung

4 Praktische Lebensfertigkeiten...49 Schlüsselkompetenzen...51 Berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten...54 Weitere wichtige Kenntnisse in der Berufsausbildung...60 Evaluation und Nutzung der Ergebnisse...61 Der Evaluationsprozess als Untertützung eines THEATRE Workshops...62 Die Rolle von Lehrern und Ausbildern... Fehler! Textmarke nicht definiert. Testen der Methode mit Trainern und Praktikern... Fehler! Textmarke nicht definiert. Charakteristiken und Fertigkeiten von Trainern und Praktikern...Fehler! Textmarke nicht definiert. Der THEATRE Lehrer...70 Lehrer/Trainer...71 Berufsberater...72 Bildungsberater...72 Netzwerke...73 Anhang

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6 Einführung Das THEATRE PROJEKT Dieses Handbuch ist das Ergebnis des Leonardo da Vinci Transferprojekts für Innovationen mit der Bezeichnung THEATRE - Theatre als Empowerment für Berufliche Erstausbildung (IVET Initial Vocational Education Training). Das Projekt zielt ab auf den Transfer eines Modells, welches das Centro Studi Don Calabria (der italienische antragstellende Partner) seit vielen Jahren praktiziert, um mit Dropouts und Schulabbrechern (ESL Early School Leaving) in IVET Kursen zurecht zu kommen. Das Modell basiert auf Theateraktivitäten, die Schülern in der Berufsausbildung angeboten werden. Diese Kurse werden durch professionelle Erzieher, Pädagogen und Künstler nach der Cosquillas- Methode durchgeführt, die viel Erfahrung mit sozial Benachteiligten haben. Das Projekt, finanziert durch das Lifelong Learning programme, begann im Oktober 2013 und dauerte zwei Jahre. Es wurde durch die Kooperation von sechs europäischen Partnern realisiert: Centro Studi Opera Don Calabria, Ferrara Italy Centro Ricerche Documentazione e Studi, Ferrara Italy Bogazici University, Istanbul Turkey Grodzki Theatre Association, Bielsko Biala Poland Evangelische Akademie Bad Boll, Bad Boll Germany The Cedar Foundation, Belfast United Kingdom Um den Transfer des Modells zu erreichen, waren verschiedene Workpackages zu bearbeiten A) Forschung und Vergleich Zu Beginn des Projekts erstellte jeder Partner einen Forschungsbericht über die jeweiligen Hauptcharakteristika seines Landes zu einen Überblick über IVET (nationale Gesetzgebung, öffentliche und private Einrichtungen und Organisationen zur Berufsausbildung, Hauptgründe für Dropout) Vorhandene Strategien gegen Schulabbruch (staatliche Unterstützungs- und beratungssysteme; Modelle in den Partnerländern, die auf die Reduzierung von Schulabbruch ausgerichtet sind; Modelle unter Einsatz von künstlerischen Aktivitäten und ICT/Multimedia) Mögliche Einsatzgebiete für die THEATRE Methode, um den Transfer in Gang zu setzen Auf der Basis der nationalen Untersuchungen wurde ein vergleichender Bericht erstellt. Der Vergleich war nützlich, um gemeinsame Indikatoren für die Übertragung des Modells zwischen den Partnern zu ermöglichen und das italienische Modell durch die europäische Zusammenarbeit zu verbessern. B) Definition eines innovativen und alternativen Lernmodells Dieses zweite Workpackage galt der praktischen Transferplanung in unterschiedliche Kontexte. Jeder Partner bezog verschiedene Interessenten mit ein, um die Implementierung der THEATRE 6

7 Methode zu diskutieren. da die Partner unterschiedliche Arbeitsfelder und Erfahrungsbereiche abdecken, suchte jeder nach der passendsten IVET Einrichtung. Durch diese Vernetzung wurden fünf Implementationspläne realisiert, mit je unterschiedlichen Nutzern, Methoden, Zeitplänen und Organisationen. Auf der Basis dieser unterschiedlichen Implementationsplänen wurde ein gemeinsamer Implementationsplan entwickelt mit dem Hauptziel, Indikatoren und Vorschläge zu unterbreiten, wie - einschließlich eines zusätzlichen EU Mehrwerts - man die THEATRE Methode für IVET übertragen könne. C) Ausbildung von Praktikern Dieses dritte Workpackage zielte auf die Verbreitung der Inhalte und Methoden des Modells ab unter Berücksichtigung des lokalen Kontexts. Der Einsatz von Trainern und Praktikern war auch als Feststellung gedacht, am Ende eines Trainings eine erste Auswertung mit ihrer Hilfe vorzunehmen. Die Ausbildung der Praktiker fand statt durch einen EU Workshop in Deutschland, wo verschiedene Anwender aus unterschiedlichen Partnerländern die Methode ausprobierten und diskutierten durch Trainingseinheiten in den Partnerländern mit mindestens 20 Stunden. Abhängig vom Partner nahmen unterschiedliche Berufsgruppen teil, sowohl von innerhalb als auch von außerhalb der Partnerorganisation. Insgesamt 85 Anwender machten mit. D) Pilotseminare Die Partner selbst oder mitwirkende Organisationen wandten die Cosquillas Methode an in Schulen, Berufsausbildungszentren und anderen Institutionen, die sich um die poersönliche und berufliche Weiterentwicklung von Schülern kümmern. Alle erzielten gute Erfolge. Mehr als 200 Schüler nahmen teil in Italien, Deutschland, der Türkei, Nordirland und Polen, um die Cosquilas Schritte mit Personen aus der Projektleitung oder Trainern auszuprobieren. Die Schüler waren zwischen 15 und 30 Jahren alt und besuchten in der Regel IVET Schulen oder nahmen an speziellen Programmen teil, die auf die persönliche und berufliche Entwicklung ausgerichtet sind. Auf der Basis der Ergebnisse solcher Pilotseminare beschrieben die Partner die Hauptergebnisse mit Schülern sowie die Stärken und Schwächen des Modells. Mit Hilfe dieser zweiten Auswertung wurde das Modell überarbeitet und eine endgültige Version produziert. Diese endgültige Version liegt in diesem Handbuch vor. E) Verbreitung und Nutzung (Dissemination and Exploitation) Während des gesamten Projektverlaufs standen die Partner in Kontakt mit Interessenten, Praktikern und Trainern, um Ergebnisse festzuhalten, die zukünftige Verbreitung der Methode zu planen - sogar nach Beendigung des Projekts. Wie dieses Handbuch zustande kam Auf Grund der Resultate jeder Aktivität während des Projekts, durch das Festhalten von Zwischenergebnissen (Benchmarking) und durch die internationalen Vergleiche, konnte die Ausgangsversion des Modells durch die Partner und mitwirkender Einrichtungen verbessert werden. 7

8 So konnten drei Hauptberichte realisiert werden: Einer auf der Basis des internationalen Vergleichsreports, einer nach dem Versuch mit Trainern und Praktikern und einer nach Beendigung der Pilotseminare. Die Endversion des Modells, wie sie in diesem Handbuch vorgestellt wird, berücksichtigt die Erfahrungen von Partnern und Fachleuten aus verschiedenen Ländern und auch einige Erkenntnisse aus dem gemeinsamen Implementationsplan. Die mehrfach überarbeitete Version ist ein gemeinsamer Führer für die Weiterentwicklung beim Transfer des Modells ist ein gemeinsames Hilfsmittel, um den Transfer zu steuern gibt zuverlässige Hinweise für einen effektiven Transfer Wofür ist dieses Handbuch? Die Hauptaufgabe dieses Handbuchs besteht in der mehrfach überarbeiteten Beschreibung des THEATRE Modells und gibt klare Hinweise für den Transfer zwischen unterschiedlichen IVET Systemen. Das Handbuch soll verstanden werden als flexibles und zugleich weiterentwickelbares Werkzeug, um die Methode im jeweils eigenen Land testen zu können. Das Handbuch dient folglich als umfassende Richtlinie für Ziele, Pläne und Aktivitäten und für alles, was man wissen muss, um das Modell in anderen Ländern zu nutzen. Alle Personen und Organisationen, die das THEATRE Modell in ihrem Land anwenden wollen, können dieses hier vorliegende Dokument als Leitfaden für den Transfer benutzen. Es enthält alle wesentlichen Inhalte, auf der das Modell beruht und liefert einen Master- und Rahmenplan im Sinne eines Nachschlagewerks. Dem Handbuch beigefügt ist eine CD Rom, die alle Tools und Dokumente enthält, die nützlich für das Verständnis des THEATRE Modells sind, um Dropout zu verhindern. 8

9 Hintergrund EUROPA 2020: Ziele und Herausforderungen im Bereich von Allgemeiner und Beruflicher Bildung Europa 2020 ist die auf zehn Jahre angelegte Wachstumsstrategie der Europäischen Union. Dabei geht es um mehr als nur die Überwindung der Krise, unter der viele unserer Volkswirtschaften nach wie vor leiden. Es geht vor allem darum, Mängel unseres Wachstumsmodels zu beheben und die Grundlagen für eine andere Art von Wachstum zu schaffen ein Wachstum, das intelligenter, nachhaltiger und integrativer ist. Um dies zu konkretisieren, hat sich die EU fünf Kernziele gesetzt, die sie bis Ende des Jahrzehnts erreichen möchte. Diese Ziele umfassen die Bereiche Beschäftigung, Bildung, Forschung und Innovation, soziale Eingliederung und Armutsbekämpfung sowie Klimawandel und Energie.Besserer Zugang zu Bildung und Ausbildung (besonders im beruflichen Bereich) bereits vom Anfang der Schulzeit an ist definitiv einer der Faktoren, der Phänomene reduziert, wie Schulverweigerung, Schule schwänzen und Motivationsmangel und der Schülern eine zweite Chance eröffnet. Der "typische" Schulabbrecher kann nicht beschrieben werden, wenn man bedenkt: in Europa brechen jährlich ungefähr sechs Millionen junge Menschen die Schule ab (14% der Gesamtschülerzahl) und setzen sich einem höheren Risiko aus im Hinblick auf Arbeitslosigkeit, Armut und der Gefahr, zur Randgruppe zu werden. Das Phänomen betrifft hauptsächlich junge Leute im Alter von 18 bis 24 Jahren, wobei sie in der Regel nicht einmal einen Hauptschulabschluss besitzen. Außerdem behindert der zu frühe Schulabbruch das wirtschaftliche Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit und benachteiligt die Einzelnen. Moderne und technologisch fortschrittliche Wirtschaftssysteme benötigen ausgebildete Arbeitskräfte, so dass Schulabbrecher mit großer Wahrscheinlichkeit vom Sozialsystem abhängig sind auf diese Weise auf Staatskosten leben. Der EU Plan, den vorzeitigen Abbruch beruflicher Ausbildung anzugehen, zielt darauf ab, dieses Phänomen bis zum Jahr 2020 auf weniger als 10% zu reduzieren. Er drängt die Mitgliedstaaten dazu, Strategien zu entwickeln, das gesamte (Aus-)Bildungssystem unter die Lupe zu nehmen, diejenigen Faktoren zu beseitigen, welche vorzeitigen Schulabbruch befördern, neue Probleme bereits an der Ursache bekämpfen und jungen Menschen eine zweite Chance ermöglichen, die in die Schule zurückkehren möchten. Der Plan beruht auf drei Achsen: Prävention Bereits in früher Kindheit gleiche Chancen auf qualitativ hochstehende Bildung zu ermöglichen. Maßnahmen sollen ergriffen werden, um sicher zu stellen, dass alle Schüler am Unterricht teilnehmen können (z.b. Sprachförderung für Migrantenkinder). Intervention Auf der Basis von frühen Warnsignalen (Fernbleiben vom Unterricht, schlechte Noten etc.) müssen persönliche Stützmaßnahmen geplant und die Zusammenarbeit mit den Eltern intensiviert werden. 9

10 Kompensation Junge Menschen, welche die Schule abgebrochen haben, sollten die Gelegenheit bekommen, zu einem späteren Zeitpunkt wieder in der Schule aufgenommen zu werden. Die "Zweite-Chance- Schulen" sollten kleinere Klassen anbieten mit mehr individuell ausgerichteten Unterrichtsmethoden, die flexibler sind als in herkömmlichen Schulen. Die Reduktion der Schulabbrecherzahl ist eine der Hauptziele der EU im Rahmen der Strategie für Wachstum und Arbeitsbeschaffung. 10

11 Das THEATRE Modell Überblick Ein Modell ist eine Methode oder Technik, die unveränderlich bessere Ergebnisse gezeitigt hat als andere Vorgehensweisen und die als Richtwert angesehen werden kann. Ausgehend von dieser Definition sucht das THEATER Projekt ein Lernmodell zu verbereiten, das in der beruflichen Ausbildung am Centro Studi Opera Don Calabria mit Erfolg läuft, um das Risiko des Dropout bei Jugendlichen zu reduzieren. Die Methode des "Lernens durch Theateraktivitäten und Spiel" ist eine echte Lehrmethode, die von einem humanistischen Ansatz herrührt, der in eine Unterrichtstechnik mündet, die mit Spiel und Freizeitmethoden arbeitet. Bei einem humanistisch-affektiven Ansatz spielt die emotionale und beziehungsorientierte Aspekte der Schüler eine zentrale Rolle, sowie die Charakteristika der individuellen Persönlichkeit und die Beachtung der Individualsphäre. Der Focus liegt auf allen Faktoren, welche die Lernfähigkeit des Individuums befördern oder beeinträchtigen mögen. Auf diesem Hintergrund hat das Centro Studi Opera Don Calabria seit vielen Jahren Theateraktivitäten für Schüler am Beginn ihrer beruflichen Ausbildung organisiert. Diese Kurse werden von der Theaterassoziation Cosquillas durchgeführt, die aus professionellen Erziehern, Lehrern und Künstlern besteht und dies sich seit vielen Jahren um sozial Benachteiligte kümmern. Theaterworkshops können auch mit anderen beruflichen Feldern verknüpft werden, so mit einer digitalen Webkamera, oder Ton- und Filmaktionen, die nicht nur das digitale Wissen fördern, sondern auch die Selbstwahrnehmung oder Kompetenzen bei der Herstellung von audiovisuellen Dokumentationen unterstützen. Der Kern liegt in der interdisziplinären Zusammenschau alternativer Lernformen, der Unterstützung von Bildungswegen durch Theater und einer 360-Grad-Nutzung neuer Medien. Die Methode kann auf unterschiedliche Wissensbereiche angewandt werden und ist besonders nützlich, Lernende beim Spracherwerb, sowie beim Erlangen von Schlüsselfertigkeiten und übergreifenden beruflichen Fertigkeiten zu unterstützen. Die Methode auf der Basis von Theater ist besonders nützlich für junge Lernende mit dem Risiko des Dropout von beruflichen und allgemeinen Bildungswegen. Die Methode soll Schüler vorgeführt werden als etwas Besonderes im Vergleich zu sonstigen Berufs- und Bildungswegen. In einem beruflichen oder allgemeinbildenden Kontext verliert sie den typischen Schulcharakter: Tische und Stühle werden weggeräumt, neuer Raum wird geschaffen. Die Lernenden verstehen umgehend, dass s i e die Hauptakteure sind und jeder seine/ihre Rolle spielen soll. Disziplin soll gewährleistet sein, auch wenn das Klima insgesamt spielerisch und offen für jeden ist, so dass er seine Gefühle ausdrücken kann. Die Methode ist in erster Linie hilfreich, um Bedingungen zu schaffen, die für das Individuum und die Gruppe eine Umgebung schaffen, in welcher der Schüler selbstsicher und motiviert ist, in seiner Persönlichkeit zu wachsen und lernen zu wollen. Erst an zweiter Stelle geht es um 11

12 fachliche und Berufliche Inhalte, die allerdings ebenfalls von der Methode abgedeckt werden können. Das Modell basiert auf zwei Leitlinien: 1) Dem ethischen Wert einer pädagogischen Methode mit Aspekten, wie Der Schüler steht im Zentrum Der Schüler wird als Individuum betrachtet Der Beachtung von individuellen Unterschiden hinsichtlich Geschlecht, Herkunft oder Religion Der ständigen Suche danach, wie dem Lenenn und den Lernaktivitäten Sinn geben kann Anteilnehmen und Kooperation beim Lernen und Handeln Der Fähigkeit, richtige Lösungen zu suchen und zu finden. 2) Der Qualität des Lernens mit Aspekten, wie Der Sorge für eine personalisierte Lernumgebung, die ständig mit den Schülern ausgehandelt wird Dem Befähigen der Schüler, führende, verantwortliche und kooperative Handelnde zu werden, die an ihrer eigenen Bildung arbeiten Den Erwerb und die Weiterentwicklung von Schlüssel- und übergreifenden Fertigkeiten zu ermöglichen Das Bewusstsein für das Lernen zu schaffen und zum Lernen lernen ermutigen. Die voraussichtliche Zielgruppe ESL und Dropout betreffen Schüler aus verschiedenen Gründen und auf Grund verschiedener Situationen. Auch spielen Verhaltensweisen mit hinein zwischen schwacher Schulleistung, Feindseligkeit, Beziehungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten. Wenn man über Dropout spricht, dann ist damit gemeint: Schulschwänzen, Nichterfüllung der Pflichtschulzeit, Wiederholen, oder patchworkartige Bildungsbiografie, was alles die Wahrscheinlichkeit des Dropout oder der Rückzug aus dem Bildungsgang mit sich bringt. Das Phänomen ist folglich sehr komplex und unterschiedlich, sogar zwischen Gegenden und Ländern. Sich in der Schule nicht wohl fühlen und Dropout wird jungen Menschen oft als grundlegende Lebenserfahrung zugeschrieben, was dann zu mangelnder Motivation, schwacher Konzentration und Selbstbewusstsein führt. Tatsächlich spielen viele intrinsische und extrinsische Faktoren bei schulischem Versagen eine Rolle. Mehr als alles andere soll das THEATRE Modell dem Schulabbruch in IVET entgegensteuern: 12

13 a) The education and training system Bildungs- und Ausbildungsmethode Entfremdung und Dropout aus Bildungs- und Ausbildungspfaden sind manchmal durch abgeflachte Standarderziehungs- und Lehrmethoden und Schwierigkeiten bei der Planung von individualisierten Curricula hervorgerufen, welche die Kenntnisse des konkreten Schülers ins Auge fassen würden. Beziehung zu den Lehrern Was diese Variable betrifft, gibt es zwei Hauptgründe. Der erste liegt im System und betrifft die inadäquaten und knappen Schulressourcen, verspätete Lehrerzuordnung, Lehrerwechsel, mangelnde schulische Integration, als auch diskriminierendes Verhalten einiger Lehrer gegenüber benachteiligten Klassen. Der zweite liegt in der Person und liegt an Beziehungsproblemen zwischen Schülern, ihren Familien und den Lehrern. Beziehung zur Klasse /Gruppe Individualismus und Wettbewerb mögen Rivalität und Spannung in der Klasse hervorrufen. Die Angst, beurteilt und niedergemacht und von Klassenkameraden geärgert zu werden, mag bei Heranwachsenden den Eindruck von Bloßstellung erzeugen. B) Individuelle Faktoren Persönlicher Bereich Psychologisch -emotionaler Bereich In diesen Bereich fallen die häufigsten Charakteristika, welche das Risiko von Dropout berühren. Diese Variablen helfen, das Profil von Gefährdeten zu definieren. Probleme, die sich auf psychisches, soziales und pubertäres Geschlecht: Dropout ist eher männlich Alter: Der massivste Dropout passiert jeweils zu Beginn einer Schulstufe, wiewohl auch durchgehend durch alle Schuljahre hindurch. Patchwork Bildung: Bildungswege, gekennzeichnet durch regelmäßigen Misserfolg und Unterbrechungen sind notwendige, jedoch nicht hinreichende Bedingungen für Dropout, da sie ihn nicht ausreichend erklären können. Relevant, wenn mit kultureller Inadäquatheit, Familienproblemen und Benachteiligung verbunden. Post-Dropout: eine beträchtliche Zahl junger Leute kehren zurück ins Bildungsystem ( berufliche Ausbildung, Abendschule, Lehre, Ausbildungsverträge); in anderen Fällen gehen sie arbeiten, oft in niedrigqualifizierten Jobs oder solchen am Rand der Legalität. Behinderung, spezielle Lernstörungen: Eine Kategorie von Schülern, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, um Dropout zu vermeiden. Ausgang kann eine alternative gute Berufsausbildung sein. Migrationshintergrund: Junge Migranten tragen ein höheres Dropoutrisiko als italienische Schüler. Dies hängt mit sozioökonomischen Aspekten, der Familiensituation, sowie mit sprachlichen und kulturellen Faktoren zusammen. Der Beginn der Pubertät richtet die Aufmerksamkeit der Schüler auf nichtschulische Ziele und reduziert so Zeit und Energie für traditionelles Lernen. Die Entwicklung des hypothetisch-deduktiven Denkens bringt 13

14 Unwohlsein beziehen und zusammen mit anderen Faktoren dazu führen, dass Schüler ihren Lernweg nicht gehen können, um effektiv zu lernen und das Beste aus ihren kognitiven, affektiven und beziehungsrelev anten Fähigkeiten zu machen. jungen Leuten intellektuelle Autnonomie und den Wunsch, eigene Meinungen zun äußern, was manchmal zu offenen Konflikten mit Lehrern führt, die nicht immer andersartige Sichtweisen akzeptieren, Die Pubertät verlangt nach Konfrontation mit den Regeln der Erwachsenen (einschließlich der Lehrer). Viele junge Leute haben keine gute Lernmethode entwickelt (strategische Probleme auf Grund falscher Lernkonzepte, schwache metakognitive Prozesse) und sind deshalb unvorbereitet wenn es in der höheren Schule schwieriger wird. Falsche Zeiteinteilung und Wochenplanung führen zur Unfähigkeit, Schularbeiten zu Ende zu bringen. Durch die Flexibilität der Methode und der Wertschätzung, die sie den individuellen Charakteristika entgegen bringt, kann das Modell auf verschiedene Typen von jungen Leuten in Dropout-Gefahr oder nach einem Dropout aus IVET angewandt werden: junge Schüler in IVET Curricula, die auf Schwierigkeiten stoßen und Probleme haben, ihre Lernziele zu erreichen Schüler, die zwar ihren Lernweg ausgewählt haben, aber im momentanen oder zukünftigen Niveau in Probleme geraten junge Leute in Förderprogrammen für IVET, die denjenigen helfen sollen, die in der normalen Ausbildung nicht mitkommen würden junge Leute, die weder in Ausbildung, noch in Arbeit oder Ausbildung sind (NEETS junge Leute mit Behinderungen, welche die üblichen Ausbildungsziele nicht erreichen und deshalb spezielle Ausbildungsprogramme mit besonderen Unterstützungsmaßnahmen durchlaufen Schüler oder junge Leute mit Migrationshintergrund (auch Roma) mit verschiedenen Problemen, den Zugang zu zum Mainstreambildungssystem oder zu beruflicher Ausbildung zu erreichen Die THEATRE Methode kann sogar auf gemischte Gruppen junger Leute mit unterschiedlichen Benachteiligungen angewandt werden, da THEATRE auf die gleichzeitige Wahrnehmung von Individuum und Gruppe ausgerichtet ist. Identifizierung und Heranziehung von Schülern mit Dropout-Risiko 14

15 Identifizierung Die stärksten Prädiktoren ob ein Schüler seinen IVET Pfad zu Ende gehen wird, sind Leistung und Regelmäßigkeit der Teilnahme zu Beginn der Ausbildung. Weitere Indikatoren können Lebens- und Schlüsselkompetenzen bei Schülern und junge Leuten im allgemeinen sein. Die Identifizierung möglicher Risikofaktoren ist die Einschätzung durch Lehrer und Ausbilder oder andere relevante Praktiker, die mit jungen Leuten zu tun haben (Berater bei Menschen mit Behinderungen oder Sozialberater, bei jungen Leuten mit sozialen Problemen, Berater in der Arbeitsagentur bei Arbeitslosen). Abgesehen von den Indikatoren Leistung und Regelmäßigkeit der Teilnahme können auch bestimmte Tests zu Schlüssle- und Lebenskompetenzen benutzt werden. um ein präziseres Warnsignal zu erhalten. Um diese Eigenschaften heraus zu arbeiten, muss das Testinstrumentarium die Vielfalt der Aspekte des Schülerverhaltens berücksichtigen und nicht Hierarchien konstruieren, und dadurch Komplexität und Vielfalt künstlich reduzieren die Charakteristika und persönlichen Erfahrungen jedes Individuums in Betracht ziehen unter Berücksichtigung der Andersheit der Erfahrung, der Lebensgeschichte und dem Kontext aus dem jeder Schüler herkommt der Sichtweise des Schülers auf seine Einschätzung seiner bisherigen Bildungserfahrung Raum geben auf Indikatoren bauen, die funktional und nützlich im Hinblick auf die Arbeit in Erziehung und Bildung sein allgemein anerkannt und transferfähig in unterschiedliche Kontexte sein. Es gibt eine ganze Reihe von Hilfsmitteln und Methoden für die Identifizierung von Faktoren, die das Dropout-Risiko vorhersagen (z.b. Observation Questionnaire IPDA, Child Behaviour Checklist - CBCL Questionnaire, SDQ Questionnaire - Strengths and Difficulties Questionnaire, TMA test- Evaluation multidimensional of self-esteem usw.) und die international durch verschiedene Fachleute für den pädagogischen Prozess eingesetzt werden können: Ausbilder/Lehrer, Familien und die Schüler selbst. Hinsichtlich des THEATRE Modells und im Hinblick auf Testergebnisse, dürfte der ICF classification (International Classification of Functioning, Disability and Health) allen oben genannten Notwendigkeiten entgegen kommen und leicht für einen THEATRE Workshop zu administrieren sein. Bei der Identifizierung von Schülern mit dem Risiko auf Schulabbruch können folgende Bereiche bedacht werden: 15

16 Teilnahme am Unterricht Anzahl an Fehlzeiten Teilnahmezahl in Tagen Schulleistung Nicht erreichte Schulleistung Durchschnittsnoten Zeugnisentwicklung (z.b. erreichte Punktezahlen, Teilnahme an Tests und Examen) Key and life skills Schlüsselkompetenzen: Kommunikation in Muttersprache und Fremdsprachen, Kompetenz in Mathematik, Wissenschaft, Technologie, Umgang mit Digitalisierung, Sozialem, Bürgerlichem, Initiativeergreifen, Unternehmerschaft, kultureller Wahrnehmung und Ausdrucksweise. Lebensfertigkeiten: Umgang mit Emotionen, Stressmanagement, kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Problemlösung, Flexibilität, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Interaktives Verhalten. Engagement und Mitwirkung der Schüler Wenn einmal eine Reihe von Schülern mit dem Risiko auf ESL identifiziert sind (oder bereits ausgestiegen sind), können mit Hilfe von Lehrern, Ausbildern und Bildungsberatern Strategien entwickelt werden, wie das Engagement der Schüler durch THEATRE in die Wege geleitet werden kann. Passend zu der speziellen (beruflichen) Ausbildungssituation, könnten das Engagement und die Mitwirkung folgendermaßen aussehen: Pflicht Die Teilnahme am Theaterworkshop könnte Pflicht sein für die Schüler/jungen Leute, wenn sie eine Qualifikation, ein Zertifikat für ihr Können oder ein Abschlussdiplom erreichen wollen. In diesem Fall würde das Modell dahingehend angewandt, dass es integraler Teil der übrigen beruflichen und allgemeinbildenden Teile der Ausbildung wäre am Ende der Übungen das Erreichen einer bestimmten Qualifikation beinhaltet die Überprüfung bestimmter Leistungen vorsieht in einer Kooperation zwischen den Ausbildern/Lehrern und den Theaterpraktikern Leistungsbescheinigungen bietet 16

17 Die gesamte Klasse oder auch nur ein Teil davon könnte THEATRE als dazugehörigen Teil des Curriculums erleben. Die Schüler müssen das Theaterseminar besuchen und dadurch Fertigkeiten und Kompetenzen erwerben, die für die berufliche Ausbildung nützlich sind ( Schlüsselkompetenzen oder berufliche Fertigkeiten). Beispiel: Schüler nehmen normalerweise an speziellen Förderprogrammen teil wegen ihrer Probleme in der normalen Ausbildung mitzukommen. Im allgemeinen sind solche Programme dafür ausgelegt, ihnen einen Platz innerhalb eines normalen Ausbildungsplatzes zu ermöglichen. Viele dieser benachteiligten jungen Leute kommen von Misserfolgen in der Sekundarstufe 2 her und stehen in hohem Dropoutrisiko. Normaler Unterricht würde sie weiter entmutigen, während eine alternative Lernmethode sie dabei unterstützt, effektiv notwendige Leistungen zu erreichen. Auf diese Weise könnte THEATRE d i e alternative Lernmethode sein, welche den Lernenden zusammen mit zusätzlichen anderen Kursen, praktischen Aktivitäten, Workshops und Laboratorien ihre Schlüsselqualifikationen vermittelt. Freiwillig Wenn die Teilnahme der jungen Lerner am THEATRE Workshop freiwillig ist, dann können Schüler nach ihrem eigenen Gutdünken entscheiden, ob sie mitmachen wollen. In diesem Fall könnte das Modell mit IVET Kursen verknüpft werden als außerunterrichtliche Aktivität als Wahlmöglichkeit innerhalb der unterrichtlichen Fächer. In beiden Fälle, insbesondere aber in ersterem, verpflichten sich die Ausbilder, Theaterleute und Lehrer, die Schüler nicht nur von der Teilnahme zu überzeugen, sondern auch es zu vermeiden, dass die Teilnehmer vorzeitig die Teilnahme abbrechen. Besonders im Falle der außerunterrichtlichen Aktivitäten, die oft außerhalb der regulären Unterrichtszeit stattfinden, sollen die THEATRE Veranstaltungen regelmäßig durchgeführt werden (und insofern verpflichtend, als man regelmäßig mitmacht, wenn man sich dazu entschieden hat) und den Focus auf dem Individuum und der Gruppe haben. Da das Modell ausgerichtet ist auf die erneute Motivierung von Schülern mit Dropout-Risiko oder auf NEETs, könnte ihre regelmäßige Teilnahme problematisch sein, da ihnen Motivation, Selbstwertschätzung und Interesse an Bildungsaktivitäten fehlt. Ausbilder und Künstler müssen Antworten finden auf die Frage: "Was motiviert Schüler zur Teilnahme an außerunterrichtlichen Aktivitäten und was erhält ihre Teilnahme?" Die Antworten und die entsprechenden Handlungsweisen könnten unterschiedlich ausfallen. Beispiele: Man charakterisiert die Workshops der darstellenden Kunst als ausgehend von den individuellen Bedürfnissen und Interessen der Schüler (Filme, Nutzung spezieller Technologien, Musik, Tanz, Sport, Comics etc.) Am Ende des Theaterlabors steht eine Aufführung/Performance vor einem gleichaltrigen Publikum oder auf einem wichtigen Platz in der Stadt 17

18 Die Interaktion unter den Schülern geht dahin, dass bis dahin marginalisierte Schüler jetzt mehr Zugang zur "Elite" haben und die Schwachen dadurch Kontakt mit den Starken bekommen Verlassen Sie sich nicht darauf, durch Aushänge die Theateraktivitäten zu bewerben! Sprechen Sie von Angesicht zu Angesicht mit den jungen Leuten da, wo sie in den Pausen sitzen, sprechen Sie sie in Schulversammlungen an oder bauen Sie einen Stand in der Eingangshalle oder dem Mensabereich auf, bieten Sie telefonische Hilfestellung an und berichten Sie regelmäßig über die nächsten Ereignisse, informieren Sie über soziale Netzwerke und andere ICT Tolls, die hauptsächlich von Jugendlichen genutzt werden. Organisieren Sie Meetings noch vor dem Workshop und illustrieren Sie die Inhalte und die Eigenarten der Theaterworkshops. Versuchen Sie positive Beziehungen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen aufzubauen. Garantieren Sie positive Effekte im Unterricht und bei den Noten oder Prüfungen, wenn man regelmäßig mitmacht. Verbinden Sie berufliche Qualifikationen zusammen mit den Theateraktivitäten (z.b. im Bereich ICT oder digitale Medien - siehe unten). THEATRE als Empowerment für Schüler mit Dropoutrisiko Das frühe Verlassen der Schule oder gewohnheitsmäßiges Schwänzen kann schädlich für die soziale und persönliche Entwicklung sein und beeinflusst auch die berufliche Weiterkommen. Das Abbrechen der Schule kann die Fähigkeiten verhindern, die man braucht, um "in gewissen Umgebungen zurecht zu kommen". In der Schule erreichen Schüler nicht nur akademische Ziele, sondern auch wichtige soziale Skills, so z.b. wie man in einer Gruppe agiert und wie man sich in vorgegebenen sozialen und institutionellen Grenzen benimmt. Das schulische Umfeld setzt Schüler auch mit verschiedenen Ethnien, Persönlichkeiten und Sichtweisen in Beziehung. Wenn also ein Schüler zu früh die Schule verlässt, dann fehlen ihm die Verhaltensmuster, um in der Gesellschaft mit vollem Potenzial teilzunehmen. ESL führt auch zu dem erhöhten Risiko einer Teenagerschwangerschaft, krimineller Aktivität und psychologischer Schäden, wie Depression und Angstzuständen. Alternative Lernprogramme, besonders solche, die auf Kunst basieren, können ein spannender Faktor sein, wenn sich eine Gesellschaft um die Verhinderung von Dropout bemüht. Tatsächlich werden so die häufigsten Aspekte des Schulabbruchs öffentlich angesprochen und gleichzeitig den Teilnehmenden ermöglicht, Schlüssel- und Lebensqualifikationen zu erlangen, die man mit Mainsteamunterricht (potenziellen) Schulabbrechern nicht ermöglichen könnte. Darstellende Kunst und Theateraktivitäten insbesondere erlauben: Rekrutierung der Zielgruppe mit mutiplen Risikofaktoren Langzeitaktivitäten,welche Jugendliche hinsichtlich Verhalten, Emotion und schulischen Entwicklung mehr beeinflussen als eine Drop-in-Kultur Eine Betonung des Umgangs mit der realen Welt mit Hilfe des Durchspielens Ein strategischer Plan auf Gemeindeebene zur Dropoutprävention Programmatische Inhalte, die so zugeschnitten werden, dass bessere Schulleistungen und sozialverträgliches Verhalten hervorgerufen werden, wie z.b. Kommunikation, Initiative, Problemlösen, Motivation und Selbsteffizienz. 18

19 "Lernen durch Theater", was das Projekt transportieren möchte, ist eine Lehrmethode in sich selbst, ausgehend von einem humanistisch-affektiven Ausgangspunkt, der Lerntechniken ermöglicht, die auf Spiel und Kunst basieren. Bei diesem Prozess ist der Vorrang der Emotion, den Beziehungen und der individuellen Sphäre der Schüler eingeräumt. Der Focus liegt auf allem, was die individuelle Lernfähigkeit beeinflusst: Das Bedürfnis, so weit als möglich individualisierte Wege zu gehen, um das Potenzial des Schülers zu erforschen und die Einbeziehung in die Klassengemeinschaft zu gewährleisten, und auf alle Faktoren zu verzichten, die Angst und Unwohlsein hervorrufen könnten. Das Modell intendiert, solche Faktoren zu stützen, welche die individuelle und psychische Sphäre wie Motivation und Selbstwahrnehmung stärken und alle äußeren Hindernisse (sozioökonomischer Kontext, soziale Schicht etc...) abschaffen, die das Risiko des Leidens und Dropouts im Bildungssystem hervorrufen könnten. Auf Grund des Einsatzes der darstellenden Künste und der Theateraktivitäten ist es für Berufsausbildunseinrichtungen möglich, wirklich wieder Bildung anzubieten und die Schüler zu remotivieren, einen beruflichen Anfängerkurs zu besuchen. Junge Leute können so nach der Sekundarstufe Aufholphasen erleben, und auch diejenigen können profitieren, die weder in Ausbildung noch in Arbeit sind (NEETs). Des weiteren können diese alternativen Lernmethoden Menschen mit Behinderungen helfen oder jungen Migranten mit schwacher Sprachfähigkeit. Traditionelle Unterrichtsmethoden haben offensichtlich nur einen begrenzten Wirkungsgrat. Aktive Methoden funktionieren besser, ermöglichen Aktionen und man kann die Wirkung seines eigenen Verhaltens besser wahrnehmen. Berufliche Ausbildung verlangt nach Praxis, Lernen besteht vorrangig aus spezifischen Informationen. Die Aktion oder die Evaluation seines eigenen Verhaltens und die Konkretheit von Aufgaben, gehören alle zur Theatermethode. Es gibt noch einen zusätzlichen Vorteil - das Rollenspiel. Theaterworkshops erlauben den Teilnehmenden, eine andere Person auf der Bühne zu sein und ganz andere Erfahrungen zu machen als in den üblichen Alltagssituationen. Auf der anderen Seite mag man auf sich selbst aus einer ganz anderen Perspektive schauen, ganz andere Dimensionen seiner eigenen Probleme erkennen, seine Fähigkeiten und noch verborgene Kraft wahrnehmen. Künstlerische Tätigkeiten sind nachweislich effektive Werkzeuge, um Menschen zum Lernen zu motivieren und ein nützlicher Weg, ihr Wissen zu formen und zu entwickeln. Workshops, die auf eine Performance abzielen, motivieren Teilnehmende, spezifisches Wissen zu erwerben, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Fachliche Workshops, die aktive Lernmethoden anwenden, nutzten solche Wege. Theater und Theateraktivitäten produzieren manchmal überraschende und unerwartete Ergebnisse. Lehrer und Ausbilder sollten dieses Medium häufiger nutzen, denn damit kann die künstliche Welt des Klassenzimmers in eine quasi-reale Sprachsituation umgewandelt werden und stellt unendlich viele Gelegenheiten für das Wachsen des Schülers zur Verfügung. THEATRE und Theatermethoden offenbaren Aspekte des Menschseins. Durch Spiele beginnt der Schüler die Wichtigkeit eines gemeinsamen Raumes wahrzunehmen, der Zeit, der Aufmerksamkeit, der Information und der Ideen. Die darstellenden Aktivitäten lassen Spontaneität und Selbstbewusstsein aufleuchten. Wenn diese fehlen, ist Lernen behindert. Spiele sind ebefalls nützlich für die Entwicklung von Konzentration und Vertrauen in das Klassenzimmer. Während die Schüler ihr Vergnügen haben und sich auf eine vor ihnen liegende Aufgabe konzentrieren, entwickeln sie Koordinations- und Nachahmungsfähigkeiten. Die Improvisation ermöglicht den Schülern, ihre emotionalen, mentalen un dphysischen Muskeln in sicherre und konrtollierter Umgebung zu beugen. 19

20 Die Cosquillas Methode Der Cosquillas Workshop Das Centro Studi Opera Don Calabria Città del Ragazzo arbeitet seit vielen Jahren mit der Assoziation "Cosquillas Theatre" zusammen. Diese Drama Workshops begannen Ende der 90er Jahre innerhalb eines breiteren Schulprojekts, bei dem es um soziale Integration von Kindern mit angeborenen Behinderungen ging. Die positive Erfahrung führte zur gesetzlichen und formalen Gründung der Assoziation (2004), genannt "Cosquillas", welche im Laufe der Zeit eine Gruppe von Personen mit unterschiedlichem professionellen Hintergrund (Lehrer, Sozialpädagogen, Theaterexperten und Regisseure) dazu brachte, ein Woskshoptheater aufzubauen und mit verschiedenen Organisationen der Umgebung von Ferrara und Modena zusammen zu arbeiten. Die Assoziation organisierte einige Experimente mit Menschen mit (geistigen) Behinderungen, mit Grundschulen, mit Eltern und ihren Beziehungen, mit Oberstufen und Berufsschulen, die Schüler mit Dropoutrisiko unterstützten und solche die unter dem erwachsenwerden litten. Seit 2010 arbeitet das Cosquillas Theater mit unterschiedlichen Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, einschließlich der Universität, zusammen, um Künstler und Lehrer im Bereich Theater und Schule auszubilden. Die Cosquillas Methode bewegt sich parallel auf zwei Schienen: Der Theaterschiene und der Schulschiene. Dies bedeutet, dass die THEATRE Workshops durch darstellende Kunst und Drama Bildungs-, Ausbildungs- und Sozialziele verfolgt. Das Cosquillas Theater hat sich Bildung auf die Fahne geschrieben im Sinne eines Werkzeugs zum persönlichen Wachstum - noch vor einem Werkzeug, um sich beruflich zu entwickeln oder eine Arbeitsstelle zu bekommen. Dies ist so, weil die Ausbildung nicht von der Verbindung zweier fundamentaler Elemente getrennt werden kann, der Motivation und der Technik. Der Erfolg einer Person ist mit diesen zwei Faktoren verknüpft. Es ist nicht genug, stark motiviert zu sein, wenn es an der nötigen Technik fehlt. Auf der anderen Seite genügt eine Technik nicht, wenn man nicht bewusst an der Motivation arbeitet. Persönliches Training ist ein lebenslanger Prozess. es bedarf der Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und ständigen Aktualisierens des Wissens. Hauptziele Das Cosquillas Theater benutzt das Drama als Aktivität und als Tool für persönliches Wachstum, um damit das Erreichen von Bildungszielen zu fördern, besonders Schlüsselqualifikationen und Lebensfertigkeiten. Persönliches Training ist eine lebenslange Angelegenheit und fordert Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und kontinuierliches Aktualisieren seines Wissens. Jede Person in der Theatergruppe ist für sein eigenes Wachstum verantwortlich, aber auch für das der Gruppe. Ein wichtiger Teil der Aktivitäten des Cosquillas Theaters fördert die leitende Rolle von Heranwachsenden bei der Schaffung, Nutzung und Bewertung von Wegen zur Selbsthilfe, wobei 20

21 eine signifikante Verbesserung des Wohlbefindens in der Schulgemeinschaft entsteht. Das vorgeschlagene Interventionsmodell zielt auf die Verbesserung der Schulbeziehungen ab, indem sie junge Leute zum Lernen motiviert und methodische Unterstützung liefert, Selbstbewusstsein und Selbstgenügsamkeit zu erreichen. Was dieses Modell von einem "einfachen" Theaterworkshop unterscheidet, ist, dass es in seinen Prozess Antidropout-Aktivitäten einbezieht, wie z.b. eine Willkommenskultur, Lernen fördern, Workshops und außerunterrichtliche Aktivitäten, sowie alternative Lernmethoden. Die Aktivitäten wenden sich an die jungen Leute, die Schwierigkeiten haben, sich nicht wohl fühlen und kurz vor dem Schulabbruch stehen: Ihnen kann man eine andere Lernumgebung bieten. Die Tatsache, dass THEATRE auch innerhalb eines beruflichen Ausbildungsweges eingesetzt werden kann, ist ein weiteres herausragendes Merkmal. Das Modell soll Schulzufriedenheit bei den Teilnehmern fördern und insbesondere beeinflusst es die folgenden sozio-kognitiven und schulischen Bereiche: Lernen: wird aufgefasst als Selbstfeststellung der schulischen Leistung und die Wahrnehmung der Verbesserung Zwischenmenschliche Beziehungen Mit den Klassenkameraden: Die Methode agiert auf der Wahrnehmung von Isolation vs. Inklusion, in welcher jeder Schüler lebt im Sinne von Nähe und direkter Beziehung und der Fähigkeit, eine nicht-feindliche Einstellung zu schaffen und weiterzuentwickeln mit anderen Mitgliedern der Klassengemeinschaft. Mit den Lehrern: Die Methode berührt die Wahrnehmung und das Image des Lehrers als "significant other" (bedeutsamen Erwachsenen), als einem Referenzpunkt für den Schüler, um eine Beziehung aufzubauen, die über das reine Unterrichten hinausgeht und eine leitende Rolle für das Dasein und das Handeln einnimmt. Außerhalb des Mainsteamrahmens: Die Methode möchte zwischenmenschliche Beziehungen in einem außerschulischen Kontext aufbauen (sogar innerhalb des Schulcurriculums). Sie unterstützt die Interaktion zwischen zwei "Welten" (Schule und außerschulische Aktivitäten). Diese Bedingung trägt dazu bei, eine positive Einstellung anzustoßen und die Bereitschaft zu verstärken, das Netzwerk von Beziehungen zu erweitern und auf diese Weise die Bedingungen für jeden Lerner zu verbessern, ein eigenes Trainings- und Lebensprojekt zu verwirklichen. Die verantwortliche Teilnahme an schulischen und beruflichen Ausbildungswegen: Die Theatermethode ermutigt zu Verantwortung, da sie Hindernisse wegräumen soll, durch welche das Unwohlsein hervorgerufen wird, das zum Schulabbruch führt. Die Methode gestattet den Teilnehmenden, Faktoren herauszufinden, die mehr als andere zum Lernen motivieren. Andere Stärken des Modells aus der Erfahrung von Teilnehmenden: Das Gewicht, mit der das erzählerische und therapeutische Tool nützlich für die Sorge um Menschen ist Die Bevorzugung von humanistisch-psychologische Methoden, die zur Erforschung der Motivation und des Selbst ausgerichtet sind und mehr den Blick auf die Gegenwart als auf die Vergangenheit gerichtet haben Die Wichtigkeit, welche der Analyse und dem Engagement im Wechselprozess des Systems entgegen gebracht wird, in welchem Menschen sich selbst finden - ausgehend von der Familie 21

22 Die Wichtigkeit, die dem Ausdruck, dem Theater und der Kunst beigemessen wird, auch im Hinblick auf Unterrichten Die Wichtigkeit des Konzepts der Autonomie, der Selbstvergewisserung und Selbstwertschätzung im unterrichtlichen Prozess Die Betonung der Gruppe als weiterer Möglichkeit und zugleich als Ziel der unterrichtlichen Aktion Der Theaterworkshop nach der Cosquillas-Methode innerhalb einer Berufsausbildung stärkt Motivation, Orientierung, Tutorierung und die Prävention von Dropout, da die grundlegenden Skills geweckt werden sollen und die Aufmerksamkeit auf risikogefährdete Jugendliche garantiert wird. Die Teilnahme an Theaterworkshops sollte die Lerner in die Lage versetzen, Schlüsselqualifikationen zu erlangen, da die Unterrichtsmethode sowohl das Schulcurriculum als auch die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt. Die Methode ist nützlich, um die Lernbedingungen für den einzelnen, die Gruppe und die Umgebung so zu verbessern, dass Motivation entsteht und erfolgreiches Lernen und Arbeiten möglich ist. Indem man im schulischen und beruflichen Umfeld Vertrauen und Anregungen schafft, hilft die Methode Schüler, zu glauben, dass sie Erfolg haben werden und berufsbezogenes Lernen nützlich ist für ihr persönliches und berufliches Vorankommen. Die Methode Die Cosquillas Methode besteht aus einer Serie von Schritten. Die Methode ist generell sehr flexibel und die unterschiedlichen Ebenen können angepasst, erweitert oder umgestaltet werden je nach den Notwendigkeiten und Charakteristiken der Teilnehmenden. The methodology relies on two main parallel tracks: Die Methode basiert auf zwei parallelen Schienen: Dem Individuum Der Gruppe Die Aktivitäten richten sich aus an dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen mit besonderer Betonung der sozialen Skills. Die Ziele unserer Theaterworkshops leiten sich von zwei Grundannahmen her. Eine ist die spezifische Kompetenz, welche die THEATRE-Ausbilder entwickeln möchten, und die andere ist das starke Bemühen, spezifische Probleme heraus zu arbeiten, welche für eine Gruppenintervention wichtig sind. Dadurch entsteht eine natürliche Dynamik im Workshop. Probleme und Schwierigkeiten, die sich in einer Gruppe zeigen, kommen von einzelnen Personen her. Daher die Notwendigkeit von individualisierten Interaktionen. Nur dann kann man die Schwierigkeiten überwinden. Die durchgeführten Aktivitäten haben immer im Blick, dass man während einer Arbeit an der Gruppe mit jedem einzelnen Teilnehmer tätig ist. Die Arten, wie man Individuen anspricht, sowie ihre Aufgaben und Rollen, die Bewertung und die Lenkung müssen stets individualisiert sein. 22

23 Wie man eine Gruppe bildet und sie am Leben erhält Die pädagogische Arbeit beginnt meistens mit der Suche nach alternativen Kanälen, in denen man sein Unwohlsein ausdrücken kann und die besser zum Kontext passen. Als Regisseur/Lehrer, die den Workshop leiten, sind die Theaterspezialisten (seien Sie Ausbilder, Regisseure, Psychologen oder Lehrer) die ersten, die ihren Teil im "Spiel" übernehmen müssen, indem sie mit allen Verteidigungsmechanismen der Teilnehmer umgehen müssen. Der Respekt vor dem Individuum, seinem/ihrem Charakter und Ängsten wird dadurch verwirklicht, indem ihre Grenzen akzeptiert werden und man danach weiter und alternative Wege gehen kann. Die Theaterleiter sollten die Stärken herausstellen und die Schwierigkeiten als "Geschenke" und Gelegenheiten, damit zu arbeiten. Aus diesen Erkenntnissen, die aus vielen Beobachtungen über lange Zeit bei verschiedensten Gruppen von Teenagern herrühren, kann man annehmen, dass folgende Notwendigkeiten auftreten werden: 1. Benehmen: Die Verantwortlichen müssen von Anfang an Regeln aufstellen, die von allen Teilnehmenden respektiert werden. Es ist wichtig, dass lernende wahrnehmen: Ihr Verhalten spiegelt sich in der Gruppe wider und jeder Einzelne ist sowohl für sich selbst, als auch für die gesamte Gruppe verantwortlich. Die Regeln sollen klar und wenige sein und mit Konsequenzen verknüpft sein. Beispiel: Pünktlichkeit. Wenn ein Gruppenmitglied zu spät kommt, können keine Aktivitäten starten und die Gruppe muss auf den Zuspätkommer warten. Nach dreimaligem Zuspätkommen soll die Person die Gruppe verlassen. Auf diese Weise wird die Verantwortlichkeit geteilt und jeder Teilnehmer ist verpflichtet, die Kollegen zu respektieren. 2. Stabile und konsistente Zielvorgaben: Dies betrifft die Leiter und das Arrangement. Von Anfang des Workshops an sollen Zielvorgaben den lernenden klar präsentiert werden. Theaterleute und Ausbilder, die das Laboratorium leiten, sollen sich selbst vorstellen und selber die Aktivitäten bis zum Ende begleiten. Dies verlangt nach intensiver Kooperation zwischen Ausbildern und Theaterleuteim Hinblick auf Ziele und Methoden. Gleichzeitig ist auch das äußere Arrangement wichtig: Ein besonderer Raum soll stets für das gesamte Laboratorium zur Verfügung stehen. 3. Angemessene Zeit zum Erarbeiten neuer Kontexte: Die Theaterleute sollten jedem Teilnehmer Zeit zugestehen, sich einzugewöhnen, da die Aktivitäten ein intensives Engagement sowohl vom Individuum als auch von der Gruppe verlangen. Die Anpassung ist deshalb notwendig für den Einzelnen und für das Team. Aktivitäten können unterbrochen und wiederholt werden, je nach den Ergebnissen, die der Theaterleiter sich vorstellt, entsprechend den individuellen Bedürfnissen und der Gruppendynamik. 4. Mediation durch wichtige Erwachsene beim Verständnis unterschiedlicher emotionaler Sprachen: Um den sehr verschiedenen Bedürfnissen entgegen zu kommen, mögen zusätzliche Interventionen notwendig werden. In einem solchen Fall sollten Psychologen, Kulturmediatoren und Berater für Menschen mit Behinderungen herangezogen werden, um mit den Theaterleuten und Ausbildern zusammenzuarbeiten. 5. Beziehungsaufbau auf dem Hintergrund freier Ausdrucksweise: Arrangieren Sie die Umgebung so, dass die Teilnehmer sich an eine freie Ausdrucksweise gewöhnen. Dazu ist 23

24 gegenseitiges Vertrauen notwendig zwischen Theaterleuten und Teilnehmenden, wobei letztere sich weder von Erwachsenen noch von Gleichaltrigen verurteilt fühlen sollen. 6. Die Tür steht offen: Man kann gehen und kommen, um Stimmungen herauszufinden: Sogar wenn man die Regeln für die Teilnahme aufstellt, müssen sich die Theaterleute im klaren darüber sein, dass es Hindernisse und unangenehme Gefühle gibt, denen junge Leute mit Dropoutrisiko im Mainstream-Schulsystem begegnen. Um diese nicht zu übergehen oder um keine Chance zu verpassen sollen die Theaterleute Individuen und Gruppendynamik so steuern, dass man darin immer eine zweite Chance und Möglichkeit zur gegenseitigen Hilfe erkennt. 7. Unterstützung in harten Zeiten: Junge Leute, die an den Workshops teilnehmen, zeichnen sich normalerweise durch Schwierigkeiten im Leben und in ihrer Persönlichkeit aus. Die Theateraktivitäten lassen Brüchigkeiten und Schwächen, aber auch Begabungen und Sehnsüchte hervortreten und zeigen sich den Gleichaltrigen und Erwachsenen. Dies mag weitere Schwierigkeiten hervorrufen. Und weitere Probleme können auftauchen. Theaterleute und Ausbilder sollten dies im Blick haben und die Aktivitäten daran anpassen, sowie individuelle Unterstützung leisten. 8. Lesen und verstehen individuellen Verhaltens: Zwischenmenschliche Beziehungen spielen eine fundamentale Rolle in der Theatermethode. Einige der Aktivitäten sollen Beziehungsskills stärken. Theaterleute und Ausbilder sollen vorsichtig das Verhalten jedes Lerners beobachten, aberauch wie sich sein Verhalten in der Gruppe niederschlägt, und intervenieren, falls nötig. 9. Einen Schlüssel, um echte Bedürfnisse herauszufinden: Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Arten, ihre Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen. Dies gilt insbesondere für junge Leute mit Dropoutrisiko. Trotz der Theateraktivitäten und ihrer Möglichkeiten, zwischen Lernenden und Ausbildern gegenseitiges Vertrauen herzustellen, sollten die Theaterleute in der Lage sein, latente Bedürfnisse zu erkennen und sie anzusprechen, sowohl auf der individuellen Ebene als auch auf der Gruppenebene. 10. Nicht-beurteilende Umgebung: Wie vorher angemerkt, die Schaffung einer nichtbeurteilenden Umgebung ist fundamental. Diese Bedingung soll sowohl zwischen den Lernenden als auch zwischen Lernenden und Theaterleuten hergestellt werden. Wenn z.b. einige Lerner ein Gruppenmitglied verspotten, könnte man sie in eine ähnliche Situation versetzen und ihr Verhalten spiegeln und gemeinsam mit ihnen nach ihren Motivationen fragen. Die Theatermethode ermöglicht dies. 11. Gemeinsame Regeln: Sowohl die Regeln zu Beginn als auch die Regeln, die sich aus der Gruppenbeziehung ergeben hat, soll für alle Teilnehmenden gelten - auch für Theaterleute und Ausbilder. Besondere Fälle müssen gemeinsam in der Gruppe diskutiert werden und das Gleihe soll während der gesamten Laufzeit des Theaterworkshops gelten. 12. Die Fähigkeiten verfeinern (insbesondere die verborgenen): Die Theateraktivitäten ermöglichen den jungen Teilnehmern ihre Gefühle, Skills und Fähigkeiten kennenzulernen, die oft den Schülern selbst, aber auch anderen verborgen sind. Die Schaffung einer vetrauensvollen und offenen Umgebung ist grundlegend, um die Stärken eines jeden wahrzunehmen und zu verbessern, so dass sie genutzt und in die Entwicklung der Aktivitäten eingebaut werden können. 13. Ein weiterer Weg zur Participation: Manchmal kann es passieren, dass einige Schüler mehr Zeit als andere benötigen, um richtig integriert zu werden und mit den anderen Schülern zu kooperieren. Um die Teilnahme nicht zu verpassen, könnten einige Schüler fachliche Aufgaben bekommen, die zu den Theateraktivitäten passen. Einige der effektivsten Wege sind die Herstellung von ICT- und Multimediamaterial auf der Basis von Theateraktivitäten ihrer Peers (s.u. ICT und Multimedia). Andere Aufgaben könnten solche sein, in denen man ein Skript, 24

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