BWWP 01 Grundlagen der Psychologie I: Lernen und Motivation. Grundlagen der Psychologie I: Lernen und Motivation. Pflichtveranstaltung

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1 BWWP 01 Grundlagen der Psychologie I: Lernen und Motivation Modul-Nummer/Code Modulbezeichnung Semester oder Trimester Dauer des Moduls Art der Lehrveranstaltung (Pflicht, Wahl, etc.) BWWP01 Grundlagen der Psychologie I: Lernen und Motivation 1. Semester 1 Semester Pflichtveranstaltung Ggfs. Lehrveranstaltungen des Moduls - Häufigkeit des Angebots des Moduls Zugangsvoraussetzungen Verwendbarkeit des Moduls Modulverantwortliche/r Name der/des Dozenten Lehrsprache Jedes Studienjahr Keine Das Modul dient insbesondere als Vorbereitung aller anderen psychologisch orientierten Module Prof. Dr. Carsten C. Schermuly Prof. Dr. Carsten C. Schermuly Deutsch Zahl der zugeteilten ECTS-Credits 5 Gesamtworkload und ihre Zusammensetzung (z. B. Selbststudium + Kontaktzeit) 150 h (63 h Kontaktzeit + 87 h Selbststudium) SWS 3,5 Art der Prüfung/Voraussetzung für die Vergabe von Leistungspunkten Klausur (1,5 h) Gewichtung der Note in der Gesamtnote 3,57 % Lern-, Qualifikations- und Kompetenzziele des Moduls Lernziele Den Gegenstand und Anspruch der Psychologie kennen Wissen, welche verschiedenen Disziplinen die Psychologie besitzt SRH Hochschule Berlin 43

2 ethische Grundlagen des psychologischen Handelns kennen verschiedene Methoden der Psychologie kennen (Befragung, Experiment, Beobachtung etc.) die neurobiologischen Grundlagen des Lernens und Denkens kennen die Grundannahmen des Behaviorismus kennen Anwendungsgebiete für die klassische und operante Konditionierung sowie das Modelllernen kennen Phasen und Merkmale des Modelllernens kennen Schematische Abläufe des Denken und Problemlösens kennen Wissen, welche verschiedene Heuristiken und Urteilsfehler existieren Wissen, was einen Experten von einem Novizen unterscheidet und wie Expertise (z.b. Schachexpertise) entsteht Verschiedene Gedächtnistheorien kennen und anwenden Verschiedene Perspektiven auf das Thema Motivation (z.b. Behaviorismus, Psychoanalyse) und die jeweiligen theoretischen Annahmen kennen und anwenden Theoretische Hintergründe zu spezifischen Motivationen (z.b. Neugier, Affiliation, Macht, Aggression) kennen und anwenden Verschiedene Zugänge zur Messung der spezifische Motive kennen Qualifikationsziele verschiedene Perspektiven (Behaviorismus, Psychoanalyse, humanistische, kognitive und evolutionäre Perspektive etc.) der Psychologie unterscheiden den allgemeinen Forschungsprozess zur Beantwortung einer Fragestellung nachvollziehen ein psychologisches Konstrukt operationalisieren Haupt- und Interaktionseffekte interpretieren Vor- und Nachteile verschiedener psychologischer Methoden differenzieren Lernen definieren und die Relevanz des Themas für die menschliche Existenz begreifen Den Behaviorismus kritisieren Wichtige Lerneffekte und Begriffe beschreiben (z.b. primäre und sekundäre Verstärker, Bestrafung, positive und negative Verstärkung, Preparedness, Chaining ) SRH Hochschule Berlin 44

3 Den Unterschied zwischen klassischer und operanter Konditionierung sowie Modelllernen verstehen Verstärkerpläne und das SORCK-Schema anwenden Verschiedene Gedächtnistheorien beherrschen und anwenden Beschreiben und definieren, was Denken ist und menschliches Denken besonders macht Deduktives und induktives Schlussfolgern unterscheiden Die Relevanz verschiedener spezifischer Motivationen für die menschliche Existenz, die soziale Umwelt und die Praxis einschätzen Kompetenzziele Die Psychologie als Fach und ihre spezifischen Methoden kennen und anwenden lernen Die theoretischen Grundlagen in den Bereichen Lernen, Denken und Problemlösen, Gedächtnis und Motivation beherrschen und diese in den späteren Anwendungsfächern (z.b. Personalentwicklung, Arbeitsmotivation) anwenden Inhalte des Moduls In diesem Modul sollen die Studierenden zunächst den Gegenstand und Anspruch der Psychologie kennen lernen. Sie sollen einen Überblick erhalten, welche verschiedenen Disziplinen das Fach besitzt und welche Fragestellungen in diesen behandelt werden. Darauf aufbauend sollen die Studierenden neben ethischen Grundlagen des psychologischen Handelns verschiedene Perspektiven kennen lernen, die die Historie des Fachs geprägt haben (Behaviorismus, Psychoanalyse, humanistische, kognitive und evolutionäre Perspektive etc.). Auch erhalten die Studierenden eine Einführung in das methodische Vorgehen der Psychologie. Verschiedenen Methoden werden genauso vorgestellt wie der allgemeine Forschungsprozess. Im Zuge dessen lernen die Studierenden auch, was die Besonderheiten eines psychologischen Experiments sind und wie z.b. Haupt- und Interaktionseffekte interpretiert und Konstrukte adäquat operationalisiert werden. Die Studierenden bekommen die neurobiologischen Grundlagen des Lernens vorgestellt. Die Grundannahmen des Behaviorismus werden vermittelt sowie im Anschluss die Fundamente der zentralen Lernarten: Klassisches und operantes Konditionieren sowie Modelllernen. Sie lernen zentrale Begriffe des Lernens zu beherrschen und anwenden zu (z.b. primäre SRH Hochschule Berlin 45

4 und sekundäre Verstärker, Bestrafung, positive und negative Verstärkung, Preparedness, Chaining ). Weiterhin sollen die Studierenden die Fähigkeit erhalten, Verstärkerpläne und das SORCK-Schema anwenden zu. Darüber hinaus sollen sie verschiedene Gedächtnistheorien beherrschen und anwenden. Sie sollen beschreiben und definieren, was Denken ist und menschliches Denken besonders macht sowie deduktives von induktivem Schlussfolgern voneinander unterscheiden. Unterschiedliche Heuristiken sollen definiert und in ihrem Einfluss auf das menschliche Entscheidungsverhalten eingeschätzt werden. Darüber hinaus soll vermittelt werden, was die Unterschiede zwischen Experten und Novizen sind und wie sich Expertise entwickelt. Das Thema Motivation wird aus unterschiedlichen theoretischen Blickwinkeln dargestellt. Zentrale spezifische Motive wie das Neugiermotiv, das Affiliationsmotiv, das Machtmotiv, das Aggressionsmotiv werden theoretisch behandelt sowie deren Relevanz für die menschliche Existenz, die soziale Umwelt und die Praxis. Lehr- und Lernmethoden des Moduls Besonderes (z. B. Online-Anteil, Praxisbesuche, Gastvorträge, etc.) Literatur (Pflichtlektüre/zusätzlich empfohlene Literatur) Vorlesungsteil zur Einführung des Lernstoffs Analyse verschiedener Organisationen und Besuch einer der Organisationen Fallstudien Übungsaufgaben und Gruppenarbeiten aktive Mitarbeit der Studierende durch Diskussionen und Präsentation der Ergebnisse der Übungsaufgaben/ Mini-Fallstudien Praxisbesuch in Organisation Grundlagenliteratur jeweils in aktuellster Auflage, weitere aktuelle Literatur und Quellen in Absprache und auf Empfehlung der Dozenten, Beispielempfehlungen zu verwendender Literatur dieses Moduls: Anderson, J. R. (2001). Kognitive Psychologie. Berlin: Spektrum Akademischer Verlag. Beller, S. & Bender, A. (2010). Allgemeine Psychologie. Göttingen: Hogrefe. Brandstätter, V., Schüler, J., Puca, R. M., & Lozo, L. (2013). Motivation und Emotion: Allgemeine Psychologie für Bachelor. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag. Horstmann, G., & Dreisbach, G. (2012). Allgemeine Psychologie 2 Kompakt: Lernen, SRH Hochschule Berlin 46

5 Emotion, Motivation, Gedächtnis. Weinheim, Basel: Beltz Verlag. Lefrancois, G. R. (1995). Psychologie des Lernens. Heidelberg: Springer. Pawlik, K. (2006). Psychologie als Fach und Wissenschaft. In K. Pawlik (Hrsg.), Handbuch Psychologie (S. 5-16). Heidelberg: Springer. Rudolph, U. (2009). Motivationspsychologie kompakt. Beltz: Weinheim. Rustenbach, S. J. (2006). Psychologische Forschungsmethoden. In K. Pawlik (Hrsg.), Handbuch Psychologie (S ). Heidelberg: Springer. Schmalt, H.-D. & Langens, T. A. (2009). Motivation. Stuttgart: Kohlhammer. Sokolovski, K. (2013). Allgemeine Psychologie für Studium und Beruf. München: Pearson Studium. Aktuelle Artikel aus: Cognitive Science, Journal of Experimental Psychology, European Journal of Cognitive Psychology, Psychological Research, Psychological Science SRH Hochschule Berlin 47

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