OÈ ffnungszeiten: MO±FR 07.30±17.30 Uhr Spitalgasse 10 Tel: Horn Fax:

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1 50 Jahre

2 OÈ ffnungszeiten: MO±FR 07.30±17.30 Uhr Spitalgasse 10 Tel: Horn Fax: Das MR-CT Diagnosezentrum Horn ist ein selbststaè ndiges Ambulatorium, welches in Kooperation mit dem Landesklinikum Horn ambulante Patienten versorgt. Das Leistungsspektrum umfasst die bildgebende Diagnostik in saè mtlichen KoÈ rperregionen mittels Magnetresonanztomographie (MR) und Computertomographie (CT). Die Magnetresonanztomographie ist besonders fuè r Erkrankungen des Bewegungsapparates, naè mlich der Gelenke und der WirbelsaÈ ule, geeignet. Die MRT stellt die optimale bildgebende Diagnostik bei Sportverletzungen bzw. Verletzungen des Bewegungsapparates dar und wird an unserem Institut mit groûer Expertise durchgefuè hrt.

3 Vorwort Landeshauptmann Dr. Erwin ProÈ ll Als Landeshauptmann von NiederoÈ sterreich gratuliere ich der Union Handball Horn zum 50-jaÈ hrigen Bestehen sehr herzlich und sage den aktiven Sportlern ebenso wie den FunktionaÈ ren von einst und jetzt ein herzliches DankeschoÈ n fuè r ihr Engagement. Die Union Handball Horn ist seit fuè nf Jahrzehnten ein fixer Bestandteil des gesellschaftlichen und sportlichen Lebens in dieser Stadtgemeinde. Und damals wie heute leistet die Union Handball Horn einen wichtigen Beitrag, dass die BevoÈ lkerung, vor allem die Jugend, ihre Freizeit sinnvoll und entsprechend ihrer BeduÈ rfnisse gestalten kann. Der Sport in NiederoÈ sterreich hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Dies ist auf die mehr als SportstaÈ tten in allen Landesteilen und die Bereitstellung entsprechender oè ffentlicher FoÈ rdermittel zuruè ckzufuè hren. Der groûe Erfolg fuè r unser Bundesland im Spitzensport, mit jaè hrlich fast 250 Staatsmeistertiteln, wurde nur moè glich, da es auch eine sportbegeisterte Jugend und ein professionelles Umfeld fuè r den Breitensport in unserem Land gibt. Das 50-jaÈ hrige Bestehen der Union Handball Horn ist ein sehr guter Anlass, dieses JubilaÈ um mit einem Spiel des oè sterreichischen Herren-Handball-Nationalteams gegen Algerien in Horn zu feiern bzw. die Geschichte dieses Vereins zu dokumentieren, wie dies in der vorliegenden Festschrift auf informative Art und Weise getan wird. Mit meinem Dank fuè r die erfolgreiche und vorbildliche Jugendarbeit verbinde ich auch die besten WuÈ nsche fuè r die Zukunft und wuè nsche den Mannschaften der Union Handball Horn schoè ne und erfolgreiche Wettkampfauftritte sowie dem Publikum aus nah und fern unvergessliche EindruÈ cke. Ð1Ð

4 50 Jahre SPORTUNION Handball in Horn Als die SPORTUNION in Horn im JaÈ nner 1946 gegruè ndet wurde, waren die Sektionen Tischtennis und Handball die ersten sportlichen BetaÈ tigungen des jungen Vereines, der auch bald in der Meisterschaft des NOÈ Handballverbandes mitspielte und von Prof. MuÈ ller und Prof. Thoma gefuè hrt wurde. Dem Handballsport sowohl bei den Herren als auch bei den Damen wurde leidenschaftlich entsprochen. Doch 1954 musste der Handballbetrieb eingestellt werden. Nach fast 7 jaè hriger Spielpause gelang es Edgar FuÈ hrer im Sommer 1961 den Handballsport wieder zu aktivieren und in den Meisterschaftsbetrieb des NOÈ Handballverbandes einzusteigen. Der Bau des `UÁ NION Platzes'' in Eigenregie konnte zahlreichen Jugendlichen als langjaè hrige SportstaÈ tte dienen. In den 70er Jahren setzten sich Prof. Dr. Ernst Pleûl und Erich Schmudermayer (der auch viele Jahre SPORTUNION NOÈ Landesfachwart fuè r Handballsport war) besonders fuè r die jungen Handballerinnen und Handballer ein wurde der internationalen Entwicklung Rechnung getragen und vom Groûfeldhandball zu Gunsten des Kleinfeldhandballes der Sportbetrieb umgestellt. Im Jahre 1986 bildete sich der UNION Handballclub Horn als Zweigverein der SPORTUNION Horn. In den Jahren darauf konnten auch in der Landesliga gute Platzierungen erreicht werden. Im Jahr des stolzen JubilaÈ ums gilt es Dank zu sagen, all jenen PersoÈ nlichkeiten, die am Aufbau des Handballsportes engst beteiligt waren. Als Sektionsleiter standen in diesen Jahrzehnten Prof. Franz MuÈ ller, Prof. Josef Thoma, August Zuha, Josef Sybal, Edgar FuÈ hrer, GuÈ nter SchoÈ nhacker, Erich Schmudermayer, Walter Kogler und in der Zeit als Zweigverein ab1986 als ObmaÈ nner Dr. Ernst Pleûl und Herbert Raab an der Spitze der Handballer. Die SPORTUNION NOÈ ist stolz auf die langjaè hrige Tradition des Handballsportes in Horn und den UHC als wertvolles Mitglied in den Reihen der SPORTUNION NOÈ zu wissen. Dank auch den beispielhaften Leistungen der Handballspielerinnen und Handballspieler die weit uè ber Horn und das Waldviertel hinaus wirken. MoÈ ge es dem jetzigen Obmann Herbert Raab sowie den Handballerinnen und Handballern und allen FunktionaÈ rinnen und FunktionaÈ ren gelingen den Weg des Erfolges auch in der Zukunft fort zu setzen. Ihr Raimund Hager PraÈ sident SPORTUNION NOÈ Ð2Ð

5 Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Handballfreunde! Ein Vorwort fuè r die Festschrift ¹50 Jahre Union Handball Horn`` zu verfassen, hat mir viel Freude bereitet und war eine dankbare Aufgabe. Wie viele von Ihnen/Euch vielleicht wissen, stand ich lange Zeit bei diversen Mannschaften des UHC Horn im ¹Kasten`` und versuchte, diesen so gut es ging ¹sauber`` zu halten... WaÈ hrend meiner Tormann-Zeit habe ich viele Teamkameraden und FunktionaÈ re kennen gelernt und aus diesen Bekannten sind gute Freunde geworden. Daher fuè hle ich mich mit dem Handballsport in Horn auch nach dem Ende meiner aktiven Karriere eng verbunden und werde immer ein offenes Ohr fuè r die Anliegen ¹meiner`` Handballer haben. Handball ist ein Sport, der vom Teamgeist lebt. Herausragende Einzelleistungen koè nnen zwar hin und wieder knappe Spiele entscheiden, im Endeffekt sind aber nur jene Mannschaften erfolgreich, die auch tatsaè chlich als Team auftreten. Teamgeist, Gemeinschaft und ZusammengehoÈ rigkeitsgefuè hl, aber auch Toleranz, DurchsetzungsvermoÈ gen, Konsequenz, Selbstbewusstsein und Siegeswille werden im Handballsport vermittelt. Das sind Eigenschaften, die man auch im taè glichen Leben gut brauchen kann. Hinzu kommen natuè rlich noch der Spaû und die Bewegung, ebenfalls unerlaè ssliche Inhalte im Leben eines Menschen. Diese Werte und Eigenschaften werden bereits den Kindern und Jugendlichen in den Nachwuchsmannschaften naè her gebracht. Wie in jeder Sportart ist die Jugendarbeit natuè rlich eines der vorrangigsten Vereinsziele. Auf der einen Seite sind Bewegung und Gemeinschaft fuè r Kinder und Jugendliche ganz wichtig in ihrer Entwicklung, auf der anderen Seite kann der Verein durch eine gute Jugendarbeit immer wieder auf Nachwuchsspieler zuruè ckgreifen, die eines Tages dann StuÈ tzen des Vereins darstellen werden. Dem UHC Horn gelingt dies hervorragend, wie die groûe Zahl der Jugendmannschaften und die Einbindung von Nachwuchsspielern deutlich beweist. Dazu gratuliere ich herzlich. Es freut mich, wenn ich sehe, dass in ¹meinem`` Verein tolle Arbeit geleistet wird. Eine Festschrift bietet natuè rlich immer die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und auf die vergangenen Jahre zuruè ckzublicken. Da die Ereignisse der letzten 50 Jahre im vorliegenden Druckwerk ausfuè hrlich und mit viel Liebe zum Detail abgehandelt werden, moè chte ich lieber den Blick auf die Gegenwart und die Zukunft richten. Die Errichtung der Sporthalle, in welcher seit der Saison 2005/2006 die Heimspiele ausgetragen werden koè nnen, beendete die lange Zeit der ¹Heimatlosigkeit`` und war ruè ckblickend sicherlich ein wichtiger Impuls fuè r den Handballsport in Horn und mitverantwortlich fuè r den Aufschwung der letzten Jahre. Die zwei Erwachsenenteams und vor allem die vier Nachwuchsmannschaften, die in der Saison 2010/2011 an Meisterschaften teilnehmen, beweisen, dass der UHC Horn auch im JubilaÈ umsjahr gut aufgestellt ist und dass man sich um die Zukunft des Horner Handballs keine Sorgen machen muss. NatuÈ rlich wird auch die Stadtgemeinde Horn den Verein weiterhin bestmoè glich unterstuè t- zen. Erfolgreiche Vereine sind AushaÈ ngeschilder einer Stadt und diesbezuè glich hat der UHC Horn schon viel geleistet und wird auch noch zahlreiche Erfolge fuè r Horn einfahren. Ich wuè nsche daher allen Spielern, Trainern, FunktionaÈ ren, Helfern, Mitgliedern, Fans und Handballfreunden alles erdenklich Gute fuè r die Zukunft und viel Erfolg bei allen Ihren/Euren weiteren Vorhaben! LAbg. JuÈ rgen Maier BuÈ rgermeister der Stadtgemeinde Horn Ð3Ð

6 Liebe Handballfreunde! ¹Handball du allein sollst meine Freude sein!`` Ein Lied das schon in den 60er Jahren von den heute etwas aè lteren Handballern gerne gesungen wurde. Hat dieser Text heute noch GuÈ ltigkeit? Als Obmann der Horner Handballer und einer der dieses Lied selbst auch gesungen hat, stelle ich heute nach 50 Jahren fest, dass der Geist dieses Liedes uè ber 50 Jahre weitergetragen wurde. Handball, eine Randsportart, hat sich in der Stadt Horn einen fixen Platz im Sportgeschehen erkaè mpft. Als Mannschaftssport ist Handball sicher der schnellste und kampfbetonteste Ballsport. FuÈ r Jugendliche auf jeden Fall attraktiv, aber nicht ganz einfach zu erlernen. Darum bieten wir bereits ab 5 Jahren Kindern an die ersten Schritte mit den Handballern gemeinsam zu tun. Die NachwuchsfoÈ rderung ist fuè r uns immer einer der wichtigsten Aufgaben im Verein gewesen und das gilt auch heute noch. Es freut mich, dass wir Handballer es geschafft haben, dieses Angebot an unsere Jugend uè ber einen so langen Zeitraum, ohne Unterbrechung, anbieten zu koè nnen. Der Bau der Sporthalle war eine wesentliche Voraussetzung dafuè r, um weiterhin Jugendliche fuè r diesen interessanten Sport begeistern zu koè nnen. An dieser Stelle sei den Verantwortlichen der Stadtgemeinde herzlich gedankt. Unser Verein hat neben den sportlichen Zielen auch die Gemeinschaft immer ganz groû geschrieben. Ich moè chte nur die vielen Handballerreisen, Teilnahme an internationalen Turnieren und natuè rlich den Handballerheurigen der in Horn bereits als Institution gilt und allseits beliebt ist, erwaè hnen. Anscheinend ist diese Mischung von AktivitaÈ ten ein Rezept, um 50 Jahre bestehen zu koè n- nen. Der Verein steht auf gesunden Beinen, dank der UnterstuÈ tzung der Horner Wirtschaft und der Stadtgemeinde Horn. Unser Verein lebt praktisch von lauter Idealisten, die in Horn zu Hause sind und in ihrer Freizeit, so wie vor 50 Jahren, den Handballsport foè rdern. Diese Energie, die uns die letzten 50 Jahre begleitete, wuè nsche ich uns Handballern auch fuè r die naè chsten 50 Jahre. Mit sportlichen GruÈ ûen Herbert Steinhauser Obmann Union Horn Handball Ð4Ð

7 Liebe Freunde des Handballsports! Als PraÈ sident der Sportunion Horn ist es fuè r mich eine besondere Ehre das Vorwort fuè r 50 Jahre Handballsport in Horn schreiben zu duè rfen, nachdem der Handballsport mittlerweile fast drei Jahrzehnte meines Lebens mitgepraè gt hat. Ich durfte die HoÈ henfluè ge des Handballsports in Horn ± die Staatsliga B ± miterleben, musste aber auch den Abstieg daraus sowie den absoluten Tiefpunkt mit dem RuÈ ckzug der Herrenmannschaft aus der Meisterschaft mitmachen. Es war verwunderlich, dass trotz aller zusaè tzlicher MuÈ hen (Heimspiele in Eggenburg, Waidhofen/Th. und Zwettl) die Handballer solange durchgehalten haben. Umso mehr hat mich die Errichtung der Sporthalle in Horn gefreut, welche nach jahrzehntelangem Warten endlich im Winter 2004/2005 Wirklichkeit wurde und dem Handballsport in Horn zu neuem Aufwind verhalf. Viele Jugendliche konnten fuè r den Handballsport gewonnen werden. Eine neue Mannschaft (viele ehemalige Spieler der Staatsligamannschaft) unter Obmann Herbert Steinhauser hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Handballsport in Horn wieder an vergangene Tage heranzufuè hren. Der Weg dorthin ist ein langer und steiniger und wird viele Jahre dauern. Ich wuè nsche den Handballern auch weiterhin Alles Gute und viel Erfolg fuè r die naè chsten ¹50 Jahre''. Abschlieûend gilt es Dank zu sagen:. Der Leitung des Zweigvereins, den Mitgliedern und den Mitarbeitern fuè r die gute Zusammenarbeit bei den gemeinsamen Veranstaltungen.. Allen Eltern, die uns ihre Kinder anvertrauen und die allzu oft auch Hand anlegen, wenn der Verein ruft.. Allen GoÈ nnern und Sponsoren, ohne die ein Sportverein heutzutage nicht mehr leben kann.. Der Stadtgemeinde Horn, allen voran BuÈ rgermeister LAbg. JuÈ rgen Maier und Stadtrat Mag. Gerhard Lentschig.. Besonderer Dank aber gebuè hrt all den freiwilligen ehrenamtlichen Mitarbeitern, welche sich tagtaè g- lich bereit erklaè ren aktiv am Vereinsgeschehen teilzuhaben. Herbert Daberger Ð5Ð

8 Zum Inhalt dieser Festschrift In den Festschriften der UNION zum 30-, 40- und 50- und 60-jaÈ hrigen Bestehen wurde vom langjaè hrigen Chronisten Josef Kindl auch aus der Sektion Handball jedes Spiel und jeder Spieler erfasst und dokumentiert. Alle diese Daten sind auf einer CD zu finden, die 2006 zusammengestellt wurde. Diese CD ist zum Preis von 10,± beim Kassier der UNION, Hr. Franz Schleritzko noch erhaè ltlich. Seit 2004 hat Herbert Daberger jaè hrlich alle Mannschaften, Spiele, Tabellen und Spieler in einer JahresuÈ bersicht zusammengefasst. Diese sind im Internet jederzeit nachlesbar: Dort sind auch nahezu jede Ausgaben der ¹Handballzeitung`` zugaè nglich. WaÈ hrend der 6 Jahre in der Staatsliga B wurden jaè hrlich die ¹schwarzenª Hefte aufgelegt. Diese enthalten Spielerportraits, Ergebnisse etc. und koè nnen ebenfalls im Internet nachgelesen werden. Diese Datenflut wollten wir hier nicht nochmals abdrucken. Einzig im Statistikteil wurden einige Mannschaften dokumentiert, die in oben genannten Verzeichnissen nicht zu finden sind. Gemeinsam mit Internet und dieser Festschrift sollten alle Personen, die einmal Handball gespielt haben, damit sichtbar sein. Was koè nnen wir Ihnen dann hier anbieten? PersoÈ nliche EindruÈ cke von Handballern ¹mit Leib und Seeleª sollen als Vorbilder fuè r alle sportbegeisterten Kinder und Jugendliche dienen. Wie unser Sport zum Lebensinhalt, zu Lebensfreundschaften fuè hren kann, wie stark diese gemeinsamen Erlebnisse in Siegen und Niederlagen praè gen, all dies wollen wir hier aufzeigen. Und hoffentlich greifen viele Jugendliche unsere schoè ne Sportwelt auf, um selbst moè glichst viel Lebensfreude daran zu finden. Im Schlussteil ¹Seinerzeitª haben wird noch die AnfaÈ nge des Grossfeldhandballs in Horn eruiert. So gesehen sind wir ja schon 81 Jahre alt... Wir bemuè hen uns in zahllosen unbezahlten Stunden als FunktionaÈ re und Trainer diese Visionen noch vielen weiteren Generationen zu ermoè glichen. Durch die neue Sporthalle ist seit 2004 wieder ein ¹Handballboomª in Horn zu spuè ren. Hoffentlich koè n- nen wir und alle nachfolgenden Generationen unsere Freude verstehen und selbst ein hohes Maû an Lebensfreude durch Teilnahme und Mitarbeit am Handballsport erlangen. Sollte uns dies gelingen, dann waren unsere Arbeit und die Kosten nicht umsonst. Euer Redaktionsteam Ð6Ð

9 Handball du alleine... Dieses schoè ne Lied ± wir haben es von deutschen Handballfreunden uè bernommen ± war in unseren ersten Jahren unsere ¹Hymne``. Sie wurde bei allen moè glichen Gelegenheiten mit Begeisterung gesungen. Als mich meine Handballfreunde zu meinem 70. Geburtstag uè berraschten wurde dieser Gesang nach Jahrzehnten spontan wieder angestimmt. Ich werde mich noch lange gerne an dieses Fest erinnern. Und nun werden einige Statistiken, Spielergebnisse und Mannschaftsaufstellungen aus der Groûfeldzeit von 1961±1970 angefuè hrt, die den Bericht von Franz Schleritzko vervollstaè ndigen sollen. Auf einem Mannschaftsfoto in den alten Dressen unseres VorgaÈ ngervereines (s. Festschrift 40 bzw. 50 Jahre UNION) sind Spieler zu sehen, welche nur in der Startzeit bei Trainingsspielen mitwirkten, spaè ter in der Meisterschaft aber nicht mehr. Es zeigt allerdings vom groûen Interesse damals am Handballsport. Die ersten Spiele (Ausnahme Trainingsspiele gegen das Konvikt) wurden im August 1961 gegen Eggenburg 1b ausgetragen: 1. Spiel 3:13. Tore erzielten Janko, Grulich und Berndl. Das 2 Spiel einige Tage spaè ter endete 6:15. Aufstellung und Tore: Hofbauer Kurt, Schleritzko Franz, Sochourek Josef, FroÈ hlich Walter, Kellner Kurt, Janko Tassilo (1), Grulich Bernd (1), Schmudermayer Erich (1), Wunderbaldinger Hans (1), Berndl Josef (2), Fally Wolfgang, Koller Fritz. Das 1. Meisterschaftsspiel fand am 3. Sept in Horn gegen ATV Laa statt. 2:17 war das Ergebnis: Hofbauer, Koller, Schleritzko, Rudolf, Bareis Josef, Fally, Berndl (2), Wunderbaldinger, SchoÈ nhacker, Grulich, FroÈ hlich, Richter. Im Herbst wurden noch alle Spiele verloren. In der RuÈ ckrunde im FruÈ hjahr lief es schon besser: 2 Siege, 1 Unentschieden. DenkwuÈ rdig unser 1. Sieg in Mistelbach mit 7:6 Toren, das 12:12 gegen GaÈ n- serndorf und das 7:6 gegen ATUS Gr. Siegharts. In unserer 1. Meisterschaft belegten wir zwar den letzten Platz mit immerhin 5 Punkten (TorverhaÈ ltnis 96:206), fuè r uns war dies trotzdem ein Erfolg und Erlebnis. Folgende Spieler wurden eingesetzt: Im Tor Hofbauer; Wunderer, Rainer (Ranftl); Abwehr: Strommer, Schleritzko, Schmudermayer, Rudolf, Bareis Josef, FuÈ hrer, Kleinfelder, FroÈ hlich, Richter. Angriff: Fally, Berndl, (Ranftl), Koller, SchoÈ nhacker, Grulich, Janko, Wunderbaldinger, Fengler, Gebert. 2. Meisterschaft 1962/63: Diesmal konnten wir schon am 7 Spieltag den ersten Sieg feiern mit 5:4 gegen Gr. Siegharts: Wunderer, Strommer, Schleritzko, Schmudermayer, Janko, Rudolf, Fally, Ranftl (1), Berndl 2), Fengler (2), SchoÈ nhacker. Im 2. Jahr erreichten wir den 8. Platz von 10 Vereinen mit 7 Punkten (3 Siege, 1 Unentschieden, Tore 102:178). Insgesamt waren 16 Spieler im Einsatz, die TorschuÈ tzen waren: Ranftl (24), Fengler (20), Koller (19), Berndl 11), Fally (10), SchoÈ nhacker (7), Schmudermayer (5), Rudolf (4), Kleinfelder und Schleritzko je (1). Im 3. Spieljahr 63/64 hatten wir schon am 4. Spieltag einen groûen Erfolg: ¹Lehrmeister`` Eggenburg 1bwurde erstmals mit 10:3 auswaè rts besiegt! Groûes Echo in der Presse!! Aufstellung und Tore: Sprung, Strommer, Schleritzko, Schmudermayer, Richter (1), Bareis Josef, Janko, Rudolf, Kynast (5), Fally (2), SchoÈ nhacker (2). Es wurde wieder ein 8. Platz mit 4 Siegen und 8 Punkten, Tore 111:139 erreicht. Eine Reservemannschaft wurde mit ebenfalls 8 Punkten FuÈ nfter (Tore 48:54). Das 4. Spieljahr brachte mit einem 5. Platz einen weiteren AufwaÈ rtstrend: 6 Siege, 1 Unentschieden, 7 Niederlagen, 13 Punkte bei 96:99 Toren. Ein besonders Ereignis war das letzte Spiel gegen Gr. Siegharts. Beim Stand von 5:5 wurde Edgar FuÈ hrer, der als Schiedsrichter fungierte von einem Gr. Sieghartser Spieler insultiert, das Spiel wurde abgebrochen und mit 6:0 fuè r uns gewertet!! Aufstellung und Tore: Sprung; Lintner, Strommer, Wist G., Rudolf (2), Richter, Berndl (1), SchoÈ nhacker (1), Schmudermayer (1), Moser, Guby. Im 5. Spieljahr haben wir es geschafft: Meister in der Gruppe Nord und Aufstieg in die NOÈ Landesliga! In 12 Spielen erreichen wir 9 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen: 19 Punkte bei 120:78 Toren, erzielt von Fally (47), Langer (23), Guby (14), Rudolf (12), SchoÈ nhacker (8), Lorenz und Schmudermayer je (5), Richter (3), Lintner, RaabLeopold, Wist Gerhard je (1). Die Reserve wurde ebenfalls 1.: 6 Spiele mit 4 Siegen, 1 Unentschieden und 1 Niederlage ergibt 9 Punkte bei 37:25 Toren. 1966/67: 6. Spieljahr und erstes in der NOÈ Landesliga: 1. Spiel = 1. Sieg mit 9:2 in Tulln! Aufstellung: Spung, Newerkla; Strommer, Schleritzko, Lintner, Rudolf, Schmudermayer, Lorenz (1), Ledwina (3), Fally (3), Wallisch und Guby je (1). Weitere HoÈ hepunkte in der Liga waren gegen ESV Obergrafendorf ein 9:9, in Korneuburg 10:110 und gegen Badener AC ein 8:8. Mit 4 Siegen, 4 Unentschieden und 10 Niederlagen wurden wir Vorletzter. Im Herbst 1967 gab es eine Zwischensaison, welcher als NOÈ Cup ausgetragen wurde. Mit 6 Siegen und 1 Niederlage wurden wir 2. im Cupbewerb. Ð7Ð

10 Hier moè chte ich meinen Bericht beenden, da ab 1968 die Feldmeisterschaft nur mehr im Sommer durchgefuè hrt wurde und der Hallenhandball bereits immer wichtiger wurde und in den Wintermonaten meist in Turnierform abgewickelt wurde. Ich hoffe Sie, als Leser, mit den vielen Zahlen und Namen nicht allzu sehr zu langweilen, aber bei einer RuÈ ckschau soll man sich auf nette Handballkameraden und besondere Ereignisse erinnern. Euer Erich Schmudermayer Stehend v.l.: Edgar FuÈ hrer, Josef Rudolf, Franz Schleritzko, Leopold Langer, GuÈ n- ter SchoÈ nhacker, Heribert Strommer. Hockend v.l.: Wolfgang Lorenz, Erich Schmudermayer, Gerold Sprung, Josef Lintner, Alfred Raab. v.l.: Schleritzko (Bayer) Christine, Stirling (Ranftl) Camilla, Tippl (Fally) Monika, Fritz Gerti ², Strass (Lorenz) Grete, Linder Christa. 3. v.l.: Rudolf Josef, Kienast Kurt, Lintner Josef, Strommer Heribert, Schmudermayer Erich, Cap Edgar, Nussbaum Hermann, FuÈ hrer Edgar, Sprung Gerold, Langer Leopold, Guby Hans. Ð8Ð

11 50 Jahre Handball Horn Dieser RuÈ ckblick auf die WiedergruÈ ndung der Sektion Handball der Union Horn ist meine persoè nliche Sicht, natuè rlich aus der Erinnerung vielleicht ein bisschen verfaè lscht. Sollte ich Personen vergessen haben oder sollte ich gar jemand mit meiner Darstellung verletzen, so entschuldige ich mich dafuè r. Eigentlich wurde die Sektion der Liebe wegen wieder belebt. Edgar FuÈ hrer zog es damals nach Eggenburg zu einer Handballspielerin (Frieki Hauer) und damit auf den Handballplatz. Und daraus entstand dann die Idee, wir wollen auch in Horn Handballspielen. Im April oder Mai 1961 gingen wir (Edgar FuÈ hrer, Erich Schmudermayer, Stefan Bayer und ich) auf eine Sitzung der Union Horn und bekundeten unseren Willen, die Sektion Handball wieder aufleben zu lassen. Zur ErklaÈ rung: Bis 1957 wurde ± recht erfolgreich ± mit einer Herrenmannschaft (praktisch ein Maturajahrgang) Handball gespielt. Nach der Matura zerstreuten sich die Spieler in alle Winde und mit Handball war es vorbei. Der Vorstand der Union (Dir. Wernisch, Willi Goritschan, Otto Zuntner, etc.) war sehr erfreut. Uns wurde auch gleich gesagt: ¹Lasst Euch nichts dreinreden, macht's alles selber!`` (Bis heute glaube ich, dies war nicht nur gut gemeint, die Herren wollten eher nichts mit Training etc. zutun haben!). Wir begannen in den darauf folgenden Monaten mit dem Training. Zum besseren VerstaÈ ndnis: Handball wurde damals auf Groûfeld = Fussballfeld gespielt! Eine Mannschaft bestand aus 10 Feldspielern und einem Tormann und 2 Austauschspieler. Das Spielfeld wurde gedrittelt. Das Mitteldrittel waren praktisch ein neutrales Drittel. Im Angriffs- bzw. Verteidigungsdrittel durften sich nur je 6 Angreifer und 6 Verteidiger aufhalten. Der Wurfkreis war 13 Meter vom Tormittelpunkt entfernt. Der Strafwurf war ein 14 Meterwurf. Die Freiwurflinie war ein Halbkreis von 19 Meter. Damit genug zum technischen Teil, zu Statistiken gibt das Archiv von Erich Schmudermayer besser und genauer Auskunft. ZuruÈ ck zum Training: Mit dem UNION-Sportplatz Hopfengarten hatten wir ja sofort eine HeimstaÈ tte und daher jede TrainingsmoÈ glichkeit. Das Problem war: Wir hatten im Grunde keine Ahnung von Handball!??! Wir ± das waren in erster Linie Fuûballer, einer der schon Handball gespielt hatte (Heri Strommer spielte bei ALTTURM Wien, ein VorgaÈ ngerverein von Rapid) und einige ziemlich unsportliche wie ich. Ich konnte nicht Fuûballspielen, habe aber bis zur 3. Klasse Hauptschule VoÈ lkerball gespielt und daher eine gewissen Bezug zu Handball gehabt. Die ersten Trainer waren Eggenburger Handballer die uns zu mindest ein bisschen etwas beigebracht haben. Mit September 1961 begannen wir Meisterschaft zu spielen. Als ¹Vorbereitung`` auf das 1. Spiel fuhren einige (auch ich) zu einem Heurigenbesuch nach Gr. Riedenthal. Das Ergebnis (UNION Horn gegen SV Laa 2:17!!!) spricht fuè r sich! Aber es konnte doch nur besser werden ± wurde es auch. Wir bestritten immer wieder Trainingspiele gegen eine Gymnasiumauswahl mit Dr. Ernst Pleûl und ¹Bandi`` Nemeth als Spieler beim Gymnasium. Zuerst verloren wir diese Spiele meist, aber dann gewannen wir auch hin und wieder. Wir wurden auch immer wieder von den Eggenburgern eingeladen als Vorspiel vor der Staatsliga (Eggenburg spielte zu der Zeit in der hoè chsten oè sterreichischen Liga) gegen die Ibzu spielen. So sammelten wir Spielpraxis. Und dann war es soweit! Wir siegten das 1. Mal ± und zwar auswaè rts in Mistelbach. Das musste natuè rlich gefeiert und begossen werden. Aber dies war nicht so einfach. Das Spiel war auf einem Samstag vor einem Wahlsonntag. Zu der Zeit durfte vor einer Wahl am Samstag nur bis 20 Uhr Alkohol ausgeschenkt werden. Daher fand die Feier in der Betriebswohnung von Edgar FuÈ hrer ihr Ende. Bei einem Versuch mit einem ¹Doppler`` die richtige Haltung beim 14 Meterwurf darzustellen war ein Luster im Weg. Der nachfolgende Lichtausfall konnte aber wieder repariert werden. Sportlich kamen wir schoè n langsam in die GaÈ nge. ATUS Gr. Siegharts loè ste sich auf und einige Spieler (Karl Ledwina, ¹Beda`` Wallisch und Kurt Kienast) kamen als VerstaÈ rkung zu uns und im Jahre 1965 wurden wir Meister in der Klasse und stiegen in die Landesliga auf. Mein persoè nlicher sportlicher HoÈ hepunkt war das Erreichen des NiederoÈ sterreichischen Cup-Finales, dass wir leider in Wr. Neustadt verloren haben. Immerhin haben wir Kaliber wie UHK Krems geschlagen. Aber wieder zuruè ck ins Jahr 1962! In unserer Begeisterung organisierten wir mit EURO- Sport eine Handballreise nach Holland!!! (EURO- Sport ruè ckblickend: Welch vorausschauender Name!) Wir traten in Harlem gegen eine Stadtauswahl an. Durch ein MissverstaÈ ndnis wurden wir als Mannschaft der ¹hoÈ chsten`` oè sterr. Liga angekuè n- digt! Wir ± AnfaÈ nger in der letzten Klasse. UÈ ber das Ergebnis will ich schweigen. Als Vorspiel sahen wir auf Groûfeld 2 Damenmannschaften spielen. Ich glaube jede dieser Mannschaften haè tte uns geschlagen! Stichwort Damen: Die Begeiste- Ð9Ð

12 rung von uns Herren hat auch auf MaÈ dchen uè bergegriffen und so wurde auch eine Damenmannschaft gegruè ndet und Meisterschaft gespielt. Die Damen spielten auf ¹Kleinfeld``. Es wurde ein Teil des Sportplatzes markiert, 2 Tore aufgestellt und schon war ein Spielfeld vorhanden. Mit der Damenmannschaft kam es auch bereits zu ¹stillen`` Sponsoren. Sepp SchmoÈ ger und Gerhard Ruthner stellten sich als Fahrer zur VerfuÈ gung. Noch einige weitere ¹Sponsoren der 1. Stunde`` moè chte ich nennen: Alfred Stich als MaÈ dchen fuè r alles, Hermann Wist sen. mit Werkzeug fuè r die UmzaÈ unung, Hubert Zach (Fa. Wenzl-Hartl) mit Holz fuè r die Tore, Gerhard NoÈ bauer mit TruthaÈ hnen und sonstigen Dingen, Ludwig und Gerti Schleritzko mit Spanferkelbraten, Ernst Korcowicz mit ¹feuchter`` UnterstuÈ tzung. Noch einmal zuruè ck in die Jahre 1961 und Von uns hatte kaum einer ein Auto. Ich erinnere mich an eine Autostopfahrt nach Stockerau in einem VW- Bus. Das Problem war: Der Bus hatte hinten keine Sitzgelegenheit und ich saû bis Stockerau auf einem Hocker. Ein AuswaÈ rtsspiel in Gr. Siegharts faè llt mir wieder ein. Ein recht schoè ner Platz aber keine Waschgelegenheit. Man musste sich an einem Gartenbrunnen waschen! Das Sporthaus im Hopfengarten ± zugleich die Wohnung des Platzwartes ± hatte 2 Umkleidekabinen aber waschen und duschen konnte man sich nur kalt in der WaschkuÈ che. Aber wir waren erfinderisch. Im Sommer halfen wir im Gutsbetrieb Strommer beim StrohfuÈ hren und fuè r unsere geleistete Arbeit konnten wir eine gasbetriebene Warmwasserdusche ± was fuè r eine Errungenschaft ± installieren. Ich war vom Anfang an FunktionaÈ r (SchriftfuÈ hrer) und ich hatte das zweifelhafte ¹VergnuÈ gen`` ± wenn der Platz nicht bespielbar war ± das Spiel abzusagen. Da keiner ein Telefon hatte (1961) wurde vom Gasthaus Blie aus telefoniert. Einmal vergaû ich am Samstag abzusagen (Gegner war Langenlois) Als ich am Sonntag vom Blie aus in Langenlois anrief war bereits ein Teil der Langenloiser nach Horn unterwegs. Ich ging auf dem Sportplatz und wirkte auf den Platzwart (Leo Barth) ein, dass er den Platz fuè r unbespielbar erklaè rte. Der bereits erschienene Schiedsrichter verlangte aber eine Passkontrolle. Ich musste daher unsere Spieler ± die wussten ja von der Absage ± auf den Platz lotsen, damit die Passkontrolle moè glich war. Gott sei Dank ist mir dies gelungen. Finanzielle NoÈ te machten uns erfinderisch und wir uè bernahmen den Verkauf von Eintrittskarten am Britax-(Leru-, Nord-, etc.) Ring in Fuglau. Sepp Rudolf als Kassier und ich als berufsbedingte ¹GeldzaÈ hlmaschine`` waren fuè r die Abrechnung zustaè ndig. Von Mitte der 70-er Jahre bis 1990 hatten wir selbst schoè ne Vereinseinnahmen erarbeitet. Dieses Inkasso war eine echte Familienveranstaltung der Handballer, mit ¹Kind und Kegel`` waren wir auch abends im Radetzkykeller der Familie Maurer in MoÈ dring noch lange taè tig. Damit genug der ¹Gschichterln``. Ich betrachte die Horner Handballer noch immer als groûe Familie und ich habe viele Freunde gewonnen. Mir hat der UNION Handballclub Horn viel gegeben und ich habe ihm auch einiges zuruè ckgegeben. Franz Schleritzko Ð10Ð

13 Zu obigem Zeitungsartikel aus der NOÈ N vom Mai 1972: am 29. Mai 1971 konnten wir als dritter Verein in NiederoÈ sterreich unseren eigenen Asphalt- Hartplatz am Sportplatz Hopfengarten eroè ffnen. MoÈ glich war dies nur durch die Initiative und die tatkraè ftige Mitarbeit des damaligen Union-Obmanns Heribert Strommer. Ohne diesen Hartplatz waè re das folgende nicht moè glich gewesen. Im April 1972 erhielt ich einen Anruf von Stadtamtsdirektor Herbert Chromy, dass eine MoÈ glichkeit bestehe, gegen eine rumaè nische Spitzenmannschaft ein Freundschaftsspiel in Horn auszutragen. Wir muè ssten die Mannschaft von Universitea Bukarest mit ihren Betreuern (darunter auch zwei Sicherheitsbeamte, von denen niemand genau wusste, wer es ist) aus Tulln abholen, fuè r zwei NaÈ chtigungen und die entsprechende Verpflegung aufkommen und sie dann bei der rumaè nischen Botschaft in Wien wieder abliefern. RumaÈ nien war damals im Handballsport eine der fuè hrenden Nationen (Weltmeister 1964, 1970 und 1974 ± Olympia Bronze 1972, Silber 1976 und 1980). Im Fuûball wuè rde das in etwa dem Angebot entsprechen, gegen Real Madrid oder eine aè hnlich Mannschaft zu spielen. Weil wir damals eine sehr junge Mannschaft hatten, zoè gerte ich etwas. UÈ berzeugt hat mich das Argument von Heribert Strommer, dass es mir die Mannschaft nie verzeihen wuè rde, wenn sie erfaè hrt, gegen welchen Gegner sie wegen meiner Bedenken nicht spielen durften. Und so kam es dann tatsaè chlich zu einer echten Demonstration von Spitzenhandball, wie man ihn damals in OÈ sterreich nur selten zu sehen bekam. In der Gastmannschaft befanden sich ausschlieûlich Spieler aus dem WM-Kader, WM-Hoffnungskader und Olympia-Kader. FuÈ r Horn spielten u.a. Pistracher, Newerkla, RaabAli, Cesak, Schmidberger, Leeb, Korcowicz, Lorenz, Strass, Wist Hermann, Hranek und Hofegger unter ihrem Betreuer Erich Schmudermayer. Das Ergebnis war eigentlich unwesentlich. Nicht vergessen werde ich die Worte des KlubsekretaÈ rs bei der Verabschiedung vor der rumaè nischen Botschaft. Mit TraÈ nen in den Augen sagte er: ¹Gott schuè tze uns``. SchoÈ nhacker GuÈ nther (Sektionsleiter 1969±1974) Ð11Ð

14 Ist das wirklich schon wieder so lange her? Mein Vater nahm mich zu allen moè glichen Sportveranstaltungen mit: Auto- und Motorradstraûenrennen, Moto Cross, Speedway, Tennis, Tischtennis, Fuûball und natuè rlich auch zum Handball. An vielen Sonntagvormittagen bewunderte ich vor allem die TormaÈ nner: Rainer, Koller, Hofbauer, Wunderer, Ranftl und Sprung. Die Namen der Spieler dieser Mannschaft waren mir bald gelaè ufig: Janko, Bareis J., SchoÈ nhacker, Liebhart, Schleritzko, Grulich, Vlcek, Sochurek, Kellner, Koller, FuÈ hrer, Wunderbaldinger, Schmudermayer, Strommer, Wunderer, Hofbauer, Ranftl, Fally, Rudolf, Kleinfelder, Berndl, Richter, FroÈ h- lich. Ich selbst ging zu dieser Zeit Turnen bei Herrn Stich und Tischtennis bei Herrn Kindl. Mein Lieblingssport damals war aber Tennis, wo eine Gruppe von SchuÈ lern dabei war sich zu organisieren. Dennoch zog es mich bald zum Mannschaftssport Handball hin wurde von Wolfgang Fally eine SchuÈ lermannschaft ins Leben berufen ± das Kleinfeldspiel streckte nach Horn seine Finger aus. Trainiert wurde im Hopfengarten quer zum Hauptfeld. Tore waren in den Boden gerammte Speere. Fally gabmir an Samstagnachmittagen spezielles Tormanntraining. Schoss er daneben, musste er den Ball holen, lieû ich den Ball zwischen den Speeren durch, war ich mit dem Ballholen dran. Bei hoè heren WuÈ rfen waren wir oft nicht der gleichen Meinung, obtor oder nicht! 1964 hatte ich meine ersten EinsaÈ tze in der Reservemannschaft auf Groûfeld. Oft waren Betreuer und Schiedsrichter, FuÈ hrer E. und ich, unterschiedlicher Meinung. Wie ¹boÈ se`` mir Edgar sein konnte zeigt das Beispiel aus Mistelbach: Ein Reservespiel wurde von Schiedsrichter Edgar FuÈ hrer gepfiffen. Wir lagen in FuÈ hrung. Nach einem fuè r mich fragwuè rdigen Pfiff gegen meine Person ± ich hatte schon vorher einige Male lauthals protestiert! ± konnte ich meinen Mund wieder einmal nicht halten. Die logische Konsequenz: 10 Minuten Hinausstellung. Mit einem Mann weniger ging natuè rlich die FuÈ hrung dahin, was Edi nach 3 bis 4 Minuten dazu veranlasste, mich wieder ins Spielfeld zu winken. GruÈ ndung einer Damenmannschaft durch Trainer Fally W. Wir durften oft mittrainieren. FuÈ r die meisten von uns der erste naè here Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht! Meinen ersten Einsatz in der Herren Kampfmannschaft hatte ich unter Trainer Goggo SchoÈ nhacker. Er bereitet mich auf das Spiel besonders gut vor. Nach einer langen taktischen Besprechung in der Florianigasse in seinem Auto um 5 Uhr morgens gaber mir den Rat: ¹Leg di oba nimma hin, sonst bist nocha z`miad!``. Das Spiel fand um 10:00 Uhr statt. Ich befolgte seinen Rat, schoss drei Tore und fiel nach dem Spiel wie ein Stein ins Bett. Mit Goggo verbinden mich noch viele Erinnerungen. Eine weitere erzaè hlenswerte ist folgende: Da Goggo als sicherer und routinierter Autofahrer bekannt war, fuhr ich meist mit ihm und seinem VW KaÈ fer mit. Wir waren wieder einmal Richtung Weinviertel unterwegs und kamen durch Groûnondorf. Da meldete sich sein DraufgaÈ ngerherz: ¹Jetzt zeige ich euch, dass diese Schikane Vollgas vertraè gt!``. Sprach's und stieg voll auf den Hebel. Die Kurve hat Vollgas vertragen, der rechte Hinterreifen nicht. Wir standen nach der S-Kurve neben ihm. Reservereifen, schwach aufgepumpt,... SchoÈ ne Erinnerungen an den Handball sind u.a. der Ausflug nach Beilstein (BRD). Eine huè bsche Beilsteinerin lieû Guby Hansi und mir die Herzen hoè her schlagen. 1966/67 Hallenmeisterschaft im Kremser Brauhofsaal. Dort war immer die erste Frage: ¹Fangen wir bergauf oder bergab an?``. FuÈ r mich die erfolgreichste Groûfeldzeit: Nach dem Aufstieg 1966 in die Landesliga folgte 1967 der zweite Platz im NOÈ Cup. Nur eine skandaloè se Leistung des Schiedsrichtertrios (!) bei der 7:8 Niederlage in Wr. Neustadt verhinderte die ganz groûe Sensation. 1968: Josef Newerkla und ich verdienten unser erstes Geld in Wien als Ferialpraktikanten. Unsere erste Geldausgabe war ein Trainingsanzug fuè r den geliebten Handballsport (Sponsoren waren noch nicht in Sicht!). Er kaufte sich einen ¹gagerlgelben``, ich einen himmelblauen hautengen modernen ± heute wuè rde man sagen Pyjama ± Trainingsanzug. Das erste Spiel, wo wir uns den anderen Spielern mit unserer Neuerwerbung praè sentieren wollten, war nach eine gewittrigen Nacht irgendwo im Weinviertel. Bei der Besichtigung des Platzes kam ploè tzlich der legendaè re Ausspruch von Tormann Newerkla, der eigentlich immer einen weichen Boden bevorzugte: ¹Unter diesen Bedingungen spiele ich nicht``. Es kostete uns einiges an UÈ berredungskunst und ihm einiges an UÈ berwindung, denn er hatte nur seinen ¹Neuen`` mit und der war nach dem Spiel nicht mehr gagerlgelb. 1971: Strass J., RaabA. und ich trainierten in dieser Zeit mit einigen Eggenburgern in Wien beim Post SV, was zu einem UÈ bertritt zu Eggenburg in der Hallensaison fuè hrte. Meine ¹Karriere`` bei Eggenburg: Meine erste BallberuÈ hrung im ersten Angriff im er- Ð12Ð

15 sten Meisterschaftsspiel endet mit meinem ersten (und letzten) Tor fuè r Eggenburg, sowie meinen ersten (aber nicht letzten) KnoÈ chelbruch. Gegner war Korneuburg in der damals neuen Sporthalle mit ¹rutschfestem`` Bodenbelag. FuÈ r mich bedeutete dies nicht nur eine Zwangspause und fast den Abschied vom Handballsport, sondern auch den Verzicht auf den abendlichen Studentenball. Meine damalige Freundin war sauer und hat sich trotzdem vergnuè gt. War vielleicht nicht die Richtige!? September 1974: Nach 2 halbherzigen Kleinfeldsaisonen uè berredete mich Schmudermayer weiterzumachen und lud mich zum Trainingswochenende mit Exnationalspieler Grassinger ein. Ich bekam zum ersten Mal eine Ahnung, wie Kleinfeldhandball funktionieren koè nnte und beschloss, dabei zu bleiben : Die Groû Sieghartser Ferfecky, Kienast, Ledwina und Wallisch treten zum ersten und zum letzten Mal gemeinsam in einem Spiel der Kleinfeldreserve an: Horn : Traismauer 8:16. Nach dem Abschied vom Feldhandball hatte ich das groûe GluÈ ck in einer tollen, aber um zehn Jahre juè n- geren Hallenhandball Mannschaft aufgenommen zu werden, mit der ich auch heute noch mein woè - chentliches ¹Basketballerl mit Handballregeln`` bestreite. Was in dieser Zeit an Anekdoten vorgekommen ist, sollen andere erzaè hlen. Ich kann ruè ckblickend sagen, dass ich trotz vieler Niederlagen und RuÈ ckschlaè ge keine Sekunde bereue, mich fuè r diesen Sport, diese Mannschaften und diesen Verein entschieden zu haben. Wolfgang Lorenz Ð13Ð

16 Damenhandball 1964±68 Im Juni 1964 wurde die zweite Horner Damenhandballmannschaft ins Leben gerufen. Als ¹zweite`` wird dieses Team bezeichnet, da es um 1945 schon einmal in Horn eine sehr erfolgreiche Damenmannschaft gab, siehe dazu auch den Artikel von Fr. Guby sowie die Festschriften zu 30, 40 und 50 Jahre Union Horn. Bei den Vorbesprechungen erklaè rte sich Wolfgang Fally bereit, diese Mannschaft zu leiten und zu trainieren. Die MitbegruÈ nderinnen waren die Damen Christine Bayer, Monika Fally, Gertrude Fritz, Ingeborg Grulich, Christine Linder, Renate Lintner, Grete Lorenz, Elisabeth Trimmel und Camilla Ranftl. In NiederoÈ sterreich gabes zu dieser Zeit Damenmannschaften in Bruck/Leitha, Eggenburg, Hollabrunn, Krems, Laa, Traismauer, Tulln, St. PoÈ lten, Stockerau und VoÈ slau. Die Meisterschaft wurde in einer Landesliga und darunter in der Klasse ausgetragen. Gespielt wurde im Freien am Sportplatz Hopfengarten quer uè ber das Spielfeld. Die Meisterschaft wurde in einem Herbst- und einem FruÈ h- jahrsdurchgang ausgetragen. Das Training fand 2 mal woè chentlich im Hopfengarten statt, waè hrend des Winters konnte man den Turnsaal in der Hauptschule einmal woè chentlich benutzen. Der 1. Sieg wurde bereits im Herbst 1964 gegen Bruck/Leitha mit 5:3 (1:1) erzielt. Schon 1 Jahr spaè ter wurde die Mannschaft Herbstmeister und konnte nach der FruÈ hjahrsmeisterschaft in die NOÈ Landesliga aufsteigen. Die Mannschaft hatte damals ein Durchschnittsalter von 17 Jahren. In der Meisterschaft 1966/67 in der Landesliga hatte diese Mannschaft jedoch wenig Chancen und musste daher wieder in die Klasse absteigen. Durch meinen Wechsel als Spieler zum SC Eggenburg im Herbst 1968 musste ich die Trainierarbeit zuruè cklegen. Im Jahr 1969 wurde der Spielbetrieb der Damen bedingt durch Arbeitsplatzwechsel, Studium und FamiliengruÈ ndungen leider wieder eingestellt. In dieser Zeit waren folgende Spielerinnen aktiv taè tig: Bayer, Grulich, Lintner, Fally, Ranftl, Trimmel E., Lorenz, Fritz, Linder, Steinbacher, Ergert, Lochner, Burkhart, Huchel, Lendwith, Gradner, Liewald, Czwiertnia, Murtinger, Guby, Fantner, Habeson, FuÈ rnkranz, Kumhera, Sochurek, Newerkla, Pauser, Peschek, KoÈ ssner, Dietrich, Mantsch, NoÈ bauer, Klement und Hager. Wolfgang Fally. Staatsliga UÈ ber diese hoè chste BluÈ tezeit des Handballsports in Horn existieren in der Fest-CD ¹60 Jahre UNION`` sowie in den ¹schwarzen Heften`` der Handballer bereits alle Statistiken, Ergebnisse usw. Diese CD ist uè brigens bei Herrn Franz Schleritzko zum Preis von 10.± noch zu bekommen. Was wurde dann uè ber diese Zeit noch nicht berichtet? Diese Frage ist einerseits schwer zu beantworten, andererseits gibt es rund um diese BluÈ tezeit noch sehr viele Geschichten und Anekdoten. War es doch in dieser Zeit uè blich, dass nach dem Training in Eggenburg der WuÈ rstelstand fast gepluè ndert wurde, einen kleinen Teil des Umsatzes bekamen wir in Form einer Dressengarnitur ¹Fredl`s Schlemmerbude`` wieder zuruè ck. Oder es wurde der eine oder andere junge Privathaushalt nach Essbarem durchsucht, wobei die ¹SchoÈ berls`` in Eggenburg und die ¹Raaben`` in Horn besonders gefaè hrdet waren. Seit damals ist bekannt, dass man auch Karpfen aus der Gefriertruhe nehmen und im Backrohr rasch zu einem wahren Genuss fuè hren kann. Auch waè hrend des Mittwochtrainings kamen viele Spielerfrauen und -freundinnen mit nach Horn und es wurde Karten gespielt, aber es wurde auch gestrickt, gehaè kelt und gebastelt fuè r den Altenburger Weihnachtsmarkt. Der beachtliche ErloÈ s half uè ber die enormen finanziellen Probleme dieser Zeit etwas hinweg. Und schon damals hatten wir ein sehr treues Publikum, auch wenn wir fast immer gegen den Abstieg kaè mpfen mussten hielten uns bis zu 250 Zuschauer bis zum Schluss die Treue und feuerten uns an. Patronanzen konnten wir damals immer wieder von den Familien Weidenauer, Strassberger, Buhl, Schram und Berner, Wandl, Langthaler, Churanek und Wunderbaldinger sowie den Banken Sparkasse, Volksbank und Raika praè sentieren. Ein fixer Punkt in diesen Jahren waren auch die ¹Montagssitzungen`` im GH Stark und im Gasthaus Strobl. Erich Schmudermayer als Obmann, Franz Schleritzko, Dr. Ernst Pleûl, Josef Rudolf, Karl Busta, Walter Kogler, Josef Pfleger halfen immer wieder mit, die Spieler Wolfgang Murtinger, Hans Steinhauser und Herbert Ð14Ð

17 Raabmussten schon damals FunktionaÈ rstaè tigkeiten zusaè tzlich uè bernehmen. Fast immer wurden kurz die bevorstehenden Spiele besprochen, wer mit welcher Mannschaft faè hrt und die Spielereinteilungen fixiert, wer in der zweiten Herrenmannschaft spielt. Immer laè nger wurden die Diskussionen um den damals horrenden Schuldenberg, den der Staatsligabetrieb anhaè ufte. Gipfel der Ideen um zu Geld zu kommen war der verzweifelte Beschluss, auf Vereinskosten im Lotto zu spielen!! Aber auch das tolle ¹Herbstfest`` am FestgelaÈ nde mit groûer Hilfe der Familie Stark wurde beim Strobl beschlossen. Der Ertrag dieser einmaligen Veranstaltung rettete uns praktisch von dem finanziellen Zusammenbruch und seither gibt es auch beim traditionellen Volksfest keinen Eintritt mehr. Die Handballzeitung wurde damals noch mit der Schreibmaschine auf Wachsmatrizen geschrieben und ¹abgezogen``, immerhin durften wir schon damals mehr als 200 Mitglieder beim ¹AnhaÈ ngerklubder Horner Handballer`` zaè hlen. Dieser AnhaÈ ngerklubwurde ca nur gegruè ndet, um mehr als 3 Veranstaltungstage fuè r die Finanzierung ausrichten zu koè nnen. Am Ende jeder Sitzung bei der Bezahlung gab es nur zwei Preise: S 18,± und S 28,±, je nach LaÈ nge der Ansage. Wir vermuteten schon damals, Herr Wirt Alfred Strobl war ein heimlicher Sponsor der Handballer. Der uè berwiegende Teil aller Vereinsarbeit lag damals bei Erich Schmudermayer, der sich in dieser Zeit Tag und Nacht um seine Handballer kuè mmerte. Als Trainer konnten Edi Kowalik, Andrzej Wlazlo, Erich Schmudermayer, Jan Gmyrek, Fritz Pallnstorfer oder Wolfgang Pleûl, der damals wegen einer Knieverletzung nicht mehr spielen konnte, gewonnen werden. Wurde in den ersten Jahren noch ein wenig ¹Essensgeld`` an die Spieler ausbezahlt, so konnten im letzten Jahr der Staatsliga nicht einmal die Fahrtkosten ersetzt werden. Und mit dem Abstieg in die Landesliga 1986 verlieûen auch viele der oben genannten Personen den Verein, da es ja fast keine Mannschaften mehr zu betreuen gab. Ein Leben fuè r den Handball Schon mit 8 Jahren wurde der BubHerbert von den groûen BruÈ dern Leopold und Alfred, damals stolze 18 bzw. 17 Jahre alt, zum UNION-Sportplatz mitgenommen. Nur Groûfeldhandball wurde gespielt, aber die Faszination hat ihn damals schon gepackt. Oft durfte der kleine Wicht beim Trainingstor im Hopfengarten, dort wo jetzt schon WohnbloÈ cke stehen, die BaÈ lle holen. Meisterschaftsspiele in stroè mendem Regen, die Fahrt zu einem Spiel nach Eggenburg sind noch in Erinnerung: TorhuÈ ter Sprung hielt viele WuÈ rfe bei diesem Sieg. Mit ca. 9 Jahren fehlte ein Spieler in der Reserve, da durfte der kleine Bubein wenig mitlaufen, wobei die rot-weisse Baumwolldress am Boden schleifte. April 1970 scheint im Protokoll zur Jugend-Feldmeisterschaft in Eggenburg folgende Aufstellung auf: Cap, Steiner, Novotny, Spraider, Pock, Murtinger, Winkler, RaabIII hat Erich Schmudermayer einige Kinder zusammengenommen und auf dem harten Asphaltplatz die ersten Bewegungen mit dem Ball geschult. Die Steinhauser-Zwillinge konnten ja viel schneller laufen, als der etwas rundliche Knabe, auch wenn er an beiden HaÈ nden noch gezogen wurde. Als erstes Meisterschaftsspiel ist eine Begegnung in Hollabrunn im GedaÈ chtnis, wo wir mit 3:7 verloren haben, im zweiten Spiel gegen Langenlois haben wir 10:2 gewonnen: Hofbauer Franz, TroÈ gl Arnold im Tor, Thuiner Reinhold (2), StoÈ ger Georg, Lintner Robert, Cap Reinhard (4), Steinhauser Herbert, Ullmann, RoÈ hrig, Schuh Harald, Goll Markus, Raab Herbert (7), TroÈ gl Arthur. AÈ rgerlich waren Regentage, wo das Training leider ausfiel. Wenn aber der Regen am Nachmittag schon aufhoè rte, wurden mit alten Besen und einem groûen Schwamm die Wasserlakken am Hartplatz getrocknet. DafuÈ r gingen wir eine Stunde fruè her zum Training, damit wir ja spielen konnten. Endlich wurden wir immer mehr Spieler, wir wurden Landesmeister bei den MinischuÈ lern 1972, die Autofahrten mit Erich und Dr. Pleûl waren immer unterhaltsam. Nach einem guten Spiel, Heimhalle war damals Krems, kehrten wir gerne bei einem Heurigen in ZoÈ bing ein. Dr. Pleûl war immer ein sehr sparsamer Mensch und ersuchte bei der Heurigenwirtin um eine ¹milde`` Zeche, da er ja 5 Kinder zu versorgen hat. Schlagfertig erwiderte diese: ¹haÈ ttest besser aufgepasst!`` ± und kassierte. Jetzt wurde schon fast taè g- lich um 18:30 Uhr trainiert, bis zu 25 Burschen auch aus dem Konvikt, fuè llten den Turnsaal im Gym: Peter Prechtl, Walter Bergmann, Fritz Pallnstorfer, Helmut Magenschabund viele andere. Im Herbst und FruÈ h- jahr 1973 begannen die regelmaè ûigen Trainingsspiele der JahrgaÈ nge 1958 gegen 1959: Abwech- Ð15Ð

18 Jan Gmyrek, Martin Raab, Herbert Steinhauser, Michael Springer ± Heuriger Cocktail: Marlene Steinhauser und Anneliese Raab. selnd wurde gewonnen und verloren, wir haben in dieser Zeit sehr groûe Fortschritte gemacht war es vermutlich, dass vom Autor die ersten Tore in der damaligen Herrenmannschaft geworfen wurden. Speziell FreiwuÈ rfe uè ber eine 3-Mann- Mauer fanden oft ins richtige Eck. TorhuÈ ter Gerhard Pistracher sowie Alois Leeb, Josef Cesak, Gerhard Hranek, Hermann Wist, Olaf HoÈ rzinger, Hans Schmiedberger, Ernst Korcowicz, usw. waren nicht nur gute Spieler der Herrenmannschaft, sie halfen uns Jungen auch weiter und akzeptierten uns. In dieser Zeit wurde der Klavierunterricht eingestellt, da nach dem montaè glichen Krafttraining an gelaè u- fige Finger nicht mehr zu denken war. DafuÈ r kam der Handball jetzt so richtig ins Rollen. Bereits 1978 wurde das 1000-ste Meisterschaftstor geworfen, Aufstieg der Herrenmannschaft von der 2. Klasse in die 1. Klasse und kurz darauf in die Landesliga. Ein erster Werbeversuch von Eggenburg, die Erkenntnis von Erich Schmudermayer, dass nur eine Spielgemeinschaft mit Krems fuè r uns alle gut ist. Die von Dr. Pleûl so gut organisierten Handballreisen in den Osten, damals fuè r normale BuÈ rger unerreichbar durch den Eisernen Vorhang, fuè hrten von Krakau uè ber Warschau bis Danzig, durch Jugoslawien ans Schwarze Meer und uè ber RumaÈ nien wieder zuruè ck, nach Italien-Teramo, oftmals nach Prag, fuè r uns war Handball damals wirklich die ganze Welt, der gesamte Lebensinhalt. Als Schulmeister durften wir nach Israel zu den Europaspielen fliegen, ein 4. Platz von 10 LaÈ ndern war ein toller Erfolg! Baden im Toten Meer, die Klagemauer, oder ein abenteuerlicher Biereinkauf erfreuten das Trainerherz von Erich Schmudermayer. Die Spielgemeinschaft mit Krems ab1977 brachte unter Trainer Oleg Zimiersky den Vizestaatsmeistertitel der U-21, fuè r Pallnstorfer, Pleûl und Raabeinige Spiele in der Staatsliga A in den vordersten RaÈ ngen. Im zweiten Jahr der SG gelang der NOÈ Landesmeister, bei den Kremser TorschuÈ tzen in der A-Liga der 3. Rang und auch die Berufung ins Herren-Nationalteam fuè r zwei Freundschaftsspiele gegen Japan. Besonders ist ein Spiel zum Kremser VereinsjubilaÈ um in Erinnerung. Alle in OÈ sterreich taè tigen polnischen LegionaÈ re spielten gegen Krems, und bei diesem Handballleckerbissen durfte der Horner bei den LegionaÈ ren aushelfen. Angebote zu einer Handballkarriere wurden zugunsten des Horner Aufstieges in die Staatsliga B ausgeschlagen, die Freunde waren einfach wichtiger. Unsere Freundinnen wurden Ehefrauen, so viele von ihnen leisteten besonders wertvolle Hilfe im Vereinsleben, z.b. mit Stricken und Sticken fuè r einen Weihnachtsmarkt, betreuten das Buffet in Eggenburg, troè steten uns bei Niederlagen. Sieben wechselvolle Jahre kaè mpften wir in der zweithoè chsten Spielklasse meist um den Abstieg. Diese Leistung erachten wir fast unglaublich, da uns neben Geld und Spielernachwuchs auch als einzigem Verein die Heimhalle fehlte. Doch halt, Nachwuchs hatten wir doch, aber es waren halt zu wenige. Das Berufsleben begann die Studenten abzuloè sen, und wieder verlieûen uns gute Spieler um in anderen StaÈ dten einen Lebensmittelpunkt zu finden. Abstieg in die Landesliga nach 7 Jahren, sichtlicher Zerfall der KraÈ fte, aber mit Herrenmannschaft und der unermuè dlichen BemuÈ hung von Dr. Ernst Pleûl hielten wir uns am Leben. Zehn Jahre blieb Ernest Gubritzky als Jugend- und Herrentrainer uns treu, erst mit Jan Gmyrek als Spieler und spaè terem Trainer wurde es wieder interessant. Ð16Ð

19 Nachwuchsarbeit begann in Waidhofen durch Fritz Pallnstorfer, eine letzte aktive (Handball-)Freude machten die regelmaè ûigen Trainingsspiele gegen die jungen, hungrigen Waidhofener Burschen. Konnten wir diese in den ersten Jahren problemlos besiegen, so kehrte sich dies immer staè rker um. Waidhofen wurde unsere Heimhalle von 1991 bis Mit 42 Jahren wird das letzte Meisterschaftsspiel absolviert. Seniorenturniere in Prag mit all den naè chtlichen AusfluÈ gen in den Hinterhofdiscos dieser Stadt machten riesige Freude, schoè ne Siege konnten erzielt werden. Nach Waidhofen war 2002 und 2003 die Halle in Zwettl unsere Heimhalle. Dort konnten wir aber keine VereinstaÈ tigkeit ausloè sen. Erst als im Herbst 2004 die Horner Sporthalle in Betriebging begann der Verein wieder zu florieren, ja explodierte foè rmlich. Mit der ¹Handballgala`` wurde im JaÈ nner 2005 mit Kremser Hilfe ein stolzes Zeichen gesetzt: Die Handballer kommen wieder! Die Sporthalle war mit ca. 550 Zuschauern ausverkauft. Dieses KunststuÈ ck gelang mit der EM-Qualifikation der U-17 Damen weitere 3 Tage lang wie auch bei einem Freundschaftsspiel der oè sterreichischen Damen Nationalmannschaft. Mit Mannschaftssponsoren, Patronanzen bei allen Heimspielen, Plakatwerbung, Vereinssponsoren usw. wurde gemeinsam eine breite finanzielle Basis fuè r den teuren Spielbetrieb geschaffen. Auch hier sind es wieder die alten Freunde, die als FunktionaÈ re viel Zeit und Arbeit in diesen wundervollen Verein investieren. Die jaè hrliche VereinspraÈ sentation fuè r 8±10 jaè hrige Kinder wurde initiiert, die Handballzeitung erreicht nach 34 Jahren RedaktionstaÈ tigkeit schon mehr als 450 Personen. In der Saison 2008/09 waren erstmals 10 Mannschaften in den Meisterschaftsbewerben wurde der SchriftfuÈ hrer zuruè ckgelegt um nach einer Trainerausbildung wieder in den aktiven Sport als Jugendbetreuer zu gelangen. Danke zu sagen gilt so es vielen Menschen, die uns die AusuÈ bung des Handballsports ermoè glicht haben. Dies beginnt bei den ¹Alten`` (Groûfeldspielern), Weihnachtsfeier bei MuÈ hlfeld mit den Handballkindern 1992 die die Neugierde geweckt haben. Meinen BruÈ dern und Eltern, die mit Socken- und Dressenwaschen, Geld und Auto-borgen die vielen AuswaÈ rtsspiele erst moè glich machten; Trainervater Erich Schmudermayer, den wir zeitweise oè fter wie unsere eigenen VaÈ ter sahen; Dr. Ernst Pleûl fuè r das taè gliche Training im Gym und all die Reisen; den vielen Handballfreunden, die als Zuschauer, Mitspieler, Mitarbeiter, Geldspender und FoÈ rderer so viel fuè r uns getan haben; heute wollen wir gerne selbiges tun, um auch noch vielen weiteren Generationen ein ¹Handballleben`` zu ermoè glichen. Wurde noch jemand vergessen? Eine, die Zeitungsausschnitte sammelte, Pflaster klebte, bei 3 BaÈ nderrissen ins Spital besuchen kam, Autoladungen von Wurstsemmeln verkaufte, VerstaÈ ndnis fuè r MuÈ digkeit und blaue Flecke hatte, Unmengen an Sportutensilien und Dressen wusch, am Wochenende die Kinder alleine versorgte, die HeurigenkuÈ che betreute, eigene WuÈ nsche dem Spielplan unterordnete, als treuer Fan auch groûe Niederlagen zu ertragen half, erst durch ihre Liebe, FuÈ rsorge, Treue und mit viel Hausverstand zum Gelingen des Ganzen auch heute noch beitraè gt. Herbert Raab Ð17Ð

20 Handballsport in Waidhofen Der Handballsport fand in Etappen seinen Weg von Horn nach Waidhofen zog es mit Fritz Pallnstorfer einen uè ber viele Jahre sehr erfolgreichen Horner Handballer als Lehrer an das Gymnasium nach Waidhofen. Durch seine fachkundige und engagierte Arbeit im Rahmen des Freifachs ¹Handball`` stellten sich dort bald und immer wiederkehrend sehr schoè ne Erfolge in Form von insgesamt 4 Landesmeistertiteln und etlichen Vizelandesmeistertiteln im Schulhandball ein. Viele der Spieler dieser Schulmannschaften fanden spaè ter den Weg in den Vereinssport, vor allem in Horn Punschstand der Waidhofener Handballer mit Obmann Adolf Hauer. aber auch in Hollabrunn, Eggenburg oder Korneuburg verlegte die Horner Herrenmannschaft unter Trainer Wolfgang Pleûl einen Teil ihres woè - chentlichen Trainings von Eggenburg in die Waidhofener Halle. Dies war auch ein wichtiger Schritt zum Ausbau der Handballkooperation zwischen den beiden StaÈ dten bis 2002 wurden die Heimspiele in Waidhofen ausgetragen, zuerst noch alleine unter der Fahne des UHC Horn. Seit der GruÈ ndung des UHC Waidhofen bestreitet die Herrenmannschaft sowie auch ein Teil der Jugendmannschaften im Rahmen der noch immer aufrechten Spielgemeinschaft gemeinsam die Spiele in den diversen NOÈ Ligen verlagerte sich aus beruflichen GruÈ nden mein Lebensmittelpunkt ebenfalls von Horn nach Waidhofen. Damals, nach 27 Jahren Handball in Horn blieb ich diesem tollen Sport und auch dem Verein treu wurde gemeinsam mit einigen weiteren engagierten Wegbereitern der UHC Waidhofen gegruè ndet. Als GruÈ ndungsobmann durfte ich in unserem 1. Vorstand neben Fritz Pallnstorfer (sportlicher Weichensteller) auch einige SpielervaÈ ter wie Adi Hauer und Robert OÈ hlknecht sowie mit Wolfgang Semper und Stephan Liebhart auch bereits zwei junge Spieler an Bord begruè ûen. Die organisatorische Arbeit wuè rde wenig nutzen, waè re da nicht ein Team von Trainern und Betreuern, die sich fuè r die Jungend engagieren. Fritz Pallnstorfer bildet gemeinsam mit Gerhard Appeltauer und Christoph OÈ sterreicher dieses Team, das wir in Zukunft noch weiter ausbauen werden. Eine persoè nliche Anmerkung erlaube ich mir zum Thema Heimhalle. Offenbar ist es bisher meine besondere persoè nliche Herausforderung, dass ich mich mit dem Fehlen einer solchen ¹Heimhalle`` herum plagen muss. Als gelernter Horner Handballer fruè herer Jahre war ich es gewohnt zu den Trainings und Heimspielen nach Eggenburg und zeitweise sogar nach Krems sowie spaè ter nach Waidhofen zu fahren. Als ich dann selbst nach Waidhofen zog, wurde kurze Zeit spaè ter aufgrund eines sehr unruè hmlichen Winkelzuges des damaligen Waidhofener Sportstadtrates und ¹TennisfoÈ rderers`` der Hallenbelag der urspruè nglichen Mehrzweckhalle groûteils auf einen Kunstsandplatz umgestaltet, wodurch der Mehrzweckcharakter der Halle so stark beschaè digt wurde, dass seither dort nicht mehr Handball gespielt werden kann. Das kam einem Rausschmiss des Handballsports aus der Waidhofener Halle gleich, weshalbdann fuè r ein paar Jahre Zwettl zum Ort der Heimspiele der Spielgemeinschaft Horn-Waidhofen wurde ± schon irgendwie skurril. Dies waè ren eigentlich gute Vorzeichen fuè r eine neue Handballkooperation der drei BezirksstaÈ dte Horn, Waidhofen und Zwettl gewesen. Jedoch fehlten zum Initiieren einer solchen Entwicklung damals die Ressourcen. Mein darauf folgender Versuch, in einer noch groè - ûeren Kooperation auch mit den Vereinen in Eggenburg und Langenlois eine Handballspielgemeinschaft Waldviertel zu initiieren, um den Breitenaber auch den Spitzenhandball in der ganzen Region entscheidend auszubauen, scheiterte am klaren Desinteresse dieser beiden Vereine. Auûerdem wurde dann im Jahr 2004 die Sporthalle in Horn (endlich) ihrer Bestimmung uè bergeben und somit auch zur Heimhalle der SG Horn-Waidhofen. Die Zusammenarbeit der Vereine in Waidhofen und Ð18Ð

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