Algorithmen im Rettungsdienst Dortmund

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1 Algorithmen im Rettungsdienst Dortmund Version 2.1 Stand gültig vom bis (keine Änderungen zur Vorversion Vorwort zur Version 2.1 gültig vom bis : Die SOP in der Version 2.1 sind unverändert zur Vorversion (1.7). In Vorbereitung ist eine SOP Polytraumamanagement. Wir haben uns entschlossen im Jahr 2010 zunächst mit den Schulungen zu beginnen und den Algorithmus dazu erst in der nächsten Version der SOP ab zu veröffentlichen. Vorwort Version 1.7: Die Medizin ist ständig im Fluss, was gestern noch streng verboten war, ist heute möglicherweise überlegenswert und morgen schon Standard. Es ist deshalb auch für die Mitarbeiter im Rettungsdienst unverzichtbar sich stets über Neuerungen zu informieren. Der Besuch der 30 Pflichtfortbildungsstunden nach 5 RettG ist oft nur ein Schritt, um am Ball zu bleiben. Algorithmen bieten die Möglichkeit Änderungen in Standardabläufen übersichtlich und verständlich darzustellen und rasch im jeweiligen Rettungsdienstbereich zu verbreiten. Sie stellen einen roten Faden dar, an denen sich der Rettungsassistent im Einsatz orientieren kann und durch ein strukturiertes Arbeiten sicher sein kann, wichtige Maßnahmen nicht übersehen zu haben. Trotzdem ist jeder Einsatz in der präklinischen Notfallmedizin anders und verlangt Improvisationsvermögen. Wenn man die Algorithmen beherrscht, fällt es leichter, im individuellen Fall entlang des roten Fadens bei Notwendigkeit nach links und rechts etwas abzuweichen. Algorithmen stellen also einen wichtigen Beitrag zu Qualitätssicherung im Rettungsdienst dar und können gleichzeitig ein Instrument für den medizinisch Verantwortlichen sein, Änderungen im Standard schnell bekannt zu geben und anzuweisen. Wir freuen uns deshalb sehr über dieses Engagement und danken den Herren Bauer und Büscher, ganz ausdrücklich sich diesem wichtigen Thema angenommen zu haben. Dr. U. Schniedermeier Stellv. ÄLRD Dr. H. Lemke ÄLRD

2 Anweisung zum Gebrauch der Algorithmen Grundsätzlich ist bei jeder Anlage eines peripher-venösen Zuganges die Durchlässigkeit mittels einer kristalloiden Infusionslösung zu prüfen. Diese Maßnahme ist besonders bei der der Applikation von Glukose 40% (stark gewebsschädigend) wichtig. Voraussetzung zur Durchführung von Maßnahmen der Notkompetenz die Maßnahmen sind zur unmittelbaren Abwehr von Gefahren für das Leben und die Gesundheit dringend erforderlich sind rechtzeitige ärztliche Hilfe ist nicht erreichbar das gleiche Ziel kann durch weniger eingreifende (invasive) Maßnahmen nicht erreicht werden (Verhältnismäßigkeit der Mittel) die Hilfeleistung ist zumutbar (Kenntnisse, Qualifikationen, Fortbildung) Medikamente der Notkompetenz kristalloide Infusionslösung Glucose 40 % Nitroglycerin-Spray ß 2 -Sympathomimetika (Dosier-Aerosol) bei Asthma bronchiale Suprarenin im Rahmen der kardiopulmonalen Reanimation Diazepam rectiole Maßnahmen der Notkompetenz Intubation ohne Relaxanzien Frühdefibrillation Venenpunktion ausgewählte Medikamente (s. oben)

3 Anweisungen zum Gebrauch der Algorithmen Aufgaben des s Aufgaben des Teamhelfers Verweis auf anderen Algorithmus ggf. Algorithmusangabe bzw. festgestellter Messwert Invasive Maßnahme im Rahmen der Notkompetenz Warnhinweis zu invasiver Maßnahme Erste Maßnahmen und Vorkehrungen bei Eintreffen am Einsatzort bzw. Patienten Bemerkungen und Besonderheiten zu Maßnahmen und Situationen

4 Universalalgorithmus Eigen- und Fremdschutz beachten!!! ggf. Nachalarmierung weiterer Kräfte Patient ansprechbar? nein ja Atemwege freimachen ggf.seitenlage? CAVE Trauma! Atmung suffizient? Anamnese / Fremdanamnese Bodycheck Lagerung des Patienten Beatmung* zentraler Puls tastbar? CPR beginnen weiteres Vorgehen gem. entsprechendem Algorithmus weiteres Vorgehen gem. Algorithmus CPR starke Blutung / Schock? Anamnese / Fremdanamnese Bodycheck Überwachung des Patienten ggf. Übergabe an Notarzt ggf. Transport in geeignete Klinik * Beatmung: Dauermedikation mitnehmen reversible Ursachen ausschließen Festlegung der Leitsymptomatik durch keine Gerätebeatmung unter CPR PEEP 5 cm H 2 0 erwäge Maßnahmen im Rahmen der Notkompetenz

5 Leitsymptom Brustschmerz Teamhelfer Anamnese (Fremdanamnese)* gem. Alg. 1.1 Lagerung: Oberkörper 30 wenn RR > 120mmHg: 0,8 mg Nitro s.l. (2 Hub) Cave: Kontraindikation vorherige Einnahme potenzsteigernder Mittel Monitoring (12-Kanal-EKG vorbereiten) und Beruhigung des Patienten, Sauerstoff Vorbereitung des peripheren i.v. -Zugang Assistenz bei der Anlage des Legen des peripheren i.v. - Zugangs ggf. vorbereiten von Medikamenten: kontinuierliches Vitalzeichen-Monitoring bis Eintreffen NA ständige Reanimationbereitschaft!!! * Ursachen für Thoraxschmerz können auch sein: - ACS / Embolie / Aortenaneurysma etc. - abdominelle / orthopädische Erkrankung - Trauma / Pneumo- / Hämatothorax - Milzruptur! Anlage des 12-Kanal-EKG nach Eintreffen des NA Bei ST-Hebungsinfarkt Transport in Klinik mit Herzkatheter (K1, K4) mit Voranmeldung ggf. präklinische Lyse durch Notarzt bei Reanimation gem. Algorithmus CPR

6 CPR / Reanimation Eigen- und Fremdschutz beachten!!! Nachalarmierung Notarzt Reversibele Ursachen ausschließen 4 Hs HITS Hypoxie Herzbeuteltamponade / Trauma Hypovolämie Intoxikationen Hypothermie Thromboembolie Hypo- / Hyperkaliämie Spannungspneumothorax

7 Apoplektischer Insult / cerebrale Ischämie Anamnese (Fremdanamnese) Bodycheck einschließlich neurologischer Untersuchung* Lagerung: Oberkörper 30 Teamhelfer Erhebung Vitalparameter HF / SpO 2 / RR O 2 - Gabe 8-15l /min BZ-Messung! BZ nicht i. O.? weiteres Vorgehen gem. Algorithmus Hypoglykämie Legen des peripheren i.v. - Zugangs Cave: venöser Zugang nur auf gesunder Körperseite Vorbereitung des peripheren i.v. -Zugang Assistenz bei der Anlage des kontinuierliches Vitalzeichen-Monitoring bis Eintreffen NA Transport in Klinik mit CT bzw. Stroke Unit n. Zuweisungskonzept Angehörige in die Klinik mitnehmen (direkte Infoquelle f. Neurologen) *Besonderheiten bei Untersuchung Hypoglykämie bedenken Pupillen: klein / mittel / weit / Isokorie / Anisokorie / lichtreagibel? Kreuzgriff / Armvorhalteversuch lächeln lassen Satz sprechen lassen

8 Hypoglykämie BZ-Messung! Teamhelfer NA Alarmierung nach Patientenzustand und Kreislaufparametern Monitoring des Patienten O 2 - Gabe 8-15l /min BZ < 50 mg/dl wenn Patient ansprechbar: orale Glukosezufuhr möglich? Vorbereitung des peripheren i.v. Zugang und kristalloide Infusion Legen des peripheren i.v. Zugangs** Assistenz bei der Anlage des Gabe von Glukose 40% zur laufenden Infusion 10 max. 50 ml kontinuierliches Vitalzeichen-Monitoring bis Eintreffen NA BZ Kontrolle nach Erwachen, bzw Minuten nach Gabe *Besonderheiten bei Untersuchung bekannter Diabetes mellitus Typ I oder II? Intoxikation? Insulin-Überdosierung? Diätfehler? **venöse Lage des Zugangs muss vor Gabe von Glukose 40% verifiziert sein Einspülen mit zügig laufender kristalloiden Infusionslösung zügig laufender Kristalloider Infusion

9 Schwere Verbrennung Teamhelfer Anamnese (Fremdanamnese) kompletter Bodycheck Feststellung der Kreislaufsituation Legen von 2 x peripheren i.v. - Zugang Cave: maximal 2000ml kristalloide Infusionen Erhebung Vitalparameter HF / SpO 2 / RR / BZ O 2 - Gabe 8-15l /min Kühlung der vkof** Vorbereitung 2 x peripherer i.v. Zugang und kristalloide Infusion Assistenz bei der Anlage des Steriles Abdecken der verbrannten Körperoberfläche kontinuierliches Vitalzeichen-Monitoring bis Eintreffen NA Transport in Trauma-Zentrum bzw. Verbrennungszentrum - Besonderheiten bei Untersuchung: an Inhalationstrauma denken! - Patient darf nicht unterkühlen! bis 30% vkof max. 10 min moderate Kühlung (handwarmes Wasser) ab 30% vkof / Bewusstlosigkeit / Beatmung keine Kühlung!!! Angestrebte Flüssigkeitssubstitution bei Erwachsenen : 1 2 l Ringer / h Kinder: ab 10% vkof = Volumentherapie ml Ringer x kgkg / h **vkof = verbrannte Körperoberfläche

10 Cerebraler Krampfanfall Teamhelfer Patientenschutz! / NA-Alarmierung Anamnese (Fremdanamnese) Bodycheck einschließlich Suche nach Ursachen & Begleitverletzungen* Erhebung Vitalparameter HF / SpO 2 / RR O 2 - Gabe 8-15l /min BZ-Messung! anhaltender Krampf Diazepam rectal 10mg Legen des peripheren i.v. - Zugangs Vorbereitung des Assistenz bei der Anlage des Aufziehen von 1mg Clonazepam kontinuierliches Vitalzeichen-Monitoring bis Eintreffen NA ggf. erneute Suche nach vital bedrohlichen Veränderungen Besonderheiten bei Untersuchung Hypoxie / Hypoglykämie bedenken bekanntes cerebrales Krampfleiden (Epilepsie)? Andere Ursachen ( Tumor / Blutung / Apoplexie / Entzug / SHT)? Intoxikationen (CO, Drogen, etc.)? Nach dem Krampfanfall: Vitalzeichenkontrolle und bewusstseinsabhängige Lagerung bis Eintreffen NA bei Verletzung u./o. Begleiterkrankung weiteres Vorgehen gem. entsprechendem Algorithmus

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