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1 PRESSEMITTEILUNG zur Entwicklung bis zum in Nordrhein-Westfalen seit der Auflösung der zentral vom ehemaligen Landesversorgungsamt in Münster gelenkten 11 Versorgungsämter. Dr. med. Dieter Schneider Facharzt für Allgemeinmedizin Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin Sozialmedizin, Betriebsmedizin, Sportmedizin, Geriatrie Bochum: Dr. Dieter Schneider Kolkmannskamp Bochum Die Analyse basiert u.a. auf der Auswertung der freundlicherweise vom Statistischen Landesamt NRW zur Verfügung gestellten aktuellen Daten zum , die sich mit anerkannt schwerbehinderten Menschen in Nordrhein-Westfalen befassen. Also mit den Menschen, die im Besitz einer anerkannten Schwerbehinderung von 50 oder mehr sind. Daneben wurden bereits seit längerer Zeit bekannte Sachverhalte, die vom Autor in seinem Buch Der Versorgungsamt Report beschrieben sind zur Beschreibung der Situation in Nordrhein-Westfalen eingebunden. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise unter Angabe der Quelle, ist erwünscht. Berlin: Dr. Dieter Schneider c/o Elisabeth Kliniken Lützowstrasse Berlin-Mitte Kommunikation: Telefon: 0234 / Telefax: 0234 / Pressekontakt:e: Marion Uhrig-Lammersen Telefon: 030 / Telefax: 030 / Quellen: Text und Inhalt: Dr. D. Schneider, Der Versorgungsamt Report Grafiken: Dr. D. Schneider, Georg Schneider, Der Versorgungsamt Report Daten: Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen,

2 Auflösung der Versorgungsämter führt zu ungleicher Behandlung behinderter Menschen in Nordrhein-Westfalen In Nordrhein-Westfalen wurden durch die Verwaltungsreform zum die zentral vom Landesversorgungsamt Münster gelenkten regionalen Versorgungsämter aufgelöst. Deren Aufgaben übernehmen jetzt Anlaufstellen in den Land- und Stadtkreisen Nordrhein-Westfalens. Wenn man sich die Zahlen in Nordrhein-Westfalen genauer anschaut, waren schon in der Vergangenheit die Unterschiede in den Bewertungen erheblich. So lebten im Jahre 2005 in Gütersloh 63 Behinderte pro Einwohner, während in Dortmund und in Herne jeweils mit ca. 135 Behinderten pro Menschen mehr als doppelt so viele behinderte Mitbürger lebten. Die Auflösung der zentralen Versorgungsämter zeigt jetzt, also zum bereits nach 2 Jahren eine auffällige Verschiebung. Zwischen 2005 und 2007 veränderte sich die Zahl der behinderten Bürger in den Gebieten nur geringfügig. So war mit -1,21% in Köln ein minimales Absinken zu verzeichnen, dem gegenüber war im gleichen Zeitraum in Remscheid ein geringer Anstieg von 1,69% zu verzeichnen. Zwischen 2005 und 2007 war eine maximale Spannweite von 2,9% festzustellen. Dies deckt sich mit den Zahlen aus der Vergangenheit in NRW und den Daten, die von anderen Bundesländern im gleichen Zeitraum ermittelt wurden. Dagegen war die Spannweite 2007 zu 2009 gewaltig! Während in Duisburg lt. der offiziellen Statistiken offensichtlich die Versorgungsverwaltung der Stadt sehr strenge Maßstäbe anlegt und dadurch fast 7% weniger behinderte Einwohner am leben, ist die Zahl der behinderten Einwohner in Viersen um fast 8% in 2 Jahren förmlich explodiert! Diese Abweichung von rund 15% ist nur durch die Auflösung der zentralen Versorgungsämter zu erklären. Und, da die neuen Mitarbeiter in den Verwaltungen sich in der Problematik und der Bewertung oft nicht auskennen, ist zu erwarten, dass die Ungleichbehandlung noch mehr zunehmen wird. Durch die Neuordnung der Verwaltung mit den dadurch ausgelösten Verlagerungen der Verantwortlichkeiten wurden den jetzt zuständigen Landkreisen offensichtlich eine viel stärkere individuelle Interpretation der gesetzlichen Vorgaben ermöglicht. Und damit werden nicht nur in jedem Bundesland, sondern in vielen Landkreisen die Behinderten unterschiedlich bewertet. Und dabei sind die Grundlagen in den einschlägigen Richtlinien der Versorgungsmedizin- Verordnung, der Anlage: "Versorgungsmedizinische Grundsätze" (bis : "Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im Sozialen Entschädigungungsrecht und nach dem Schwerbehindertengesetz SGB IX") bundesweit einheitlich geregelt. "Die vorgelegten Zahlen basieren auf den offiziellen Statistiken des Statistischen Landesamtes Nordhein-Westfalen aus 2005, 2007 und 2009," so führt Dr. Schneider aus, "und demonstrieren, wie unterschiedlich die Bewertung der Funktionsstörungen oft vorgenommen wird. Es kann und darf doch nicht sein, dass so mit behinderten Menschen umgegangen wird! Wenn jemand behauptet, dass bei der Bewertung von Behinderungen willkürlich entschieden wird, so wird das durch die offiziellen Zahlen nur bestätigt." Auffällig ist in Nordrhein-Westfalen aber auch noch eine weitere Entwicklung. Während im Jahre 1987 noch 112 behinderte Bürger je Einwohner lebten, waren es , in 2003 nur 89 und aktuell zum noch 90 anerkannt Schwerbehinderte je Einwohner. SEITE 2

3 Aus den aktuellen Statistiken ist zu entnehmen, dass es ähnliche Probleme auch in anderen Bundesländern gibt. Allerdings ist Nordrhein-Westfalen mit Baden-Württemberg und Sachsen der Vorreiter in der Auflösung der zentralen Versorgungsverwaltungen. Wie im "Versorgungsamt Report" beschrieben, sind neben der Auflösung der "alten" Strukturen viele weitere Faktoren für diese Abweichungen verantwortlich zu machen. Aber, wie im gesamten Bundesgebiet, ist die Bewertung so unterschiedlich, dass viele Bürger nicht an eine zuverlässige Bearbeitung durch die Verwaltung glauben. Die Auflösung der bisherigen Strukturen, und dies zeigt sich schon nach 2 Jahren, führt aber zu noch größeren Problemen für behinderte Bürger. Inzwischen finden sich in mindestens 8 Landkreisen in Nordrhein-Westfalen eigene Antrags- Formulare. In seinem Buch "Der Versorgungsamt Report" bezeichnet Dr. Schneider diese unnötige und teure Entwicklung als "Spontanmutation der Formulare". Das ist zwar keine in Nordrhein-Westfalen einmalige Tendenz - in Deutschland wurden über 80 verschiedene Formulare gezählt. Aber bei Entwicklungs-, Pflege- und Vorhaltekosten von ca pro Formular ist jede Neuentwicklung eine Verschwendung von Steuergeldern durch die Kommunen. Durch die Neuordnung der Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen sollte mehr Bürgernähe erreicht werden. Fast immer wird in der Realität der behinderte Bürger aber zunehmend ungerecht und vor allem unterschiedlich behandelt. Hierfür gibt es vielfältige Belege: Die Kommunen mussten sich um neues Personal kümmern oder die vorhandenen Mitarbeiter mussten dich in die neue Thematik einarbeiten und organisatorische Freiräume schaffen. Durch die geringere Zahl an Vorgängen, die ein Mitarbeiter verwaltet, sinkt dessen Fachkompetenz. Dadurch steigen die Laufzeiten und die Qualität sinkt. Durch die beiden zuvor genannten Aspekte ergeben sich die anhand der Daten zu beweisenden sozialen Ungerechtigkeiten. Zwischen dem und dem war die Abweichung der Veränderung in den einzelnen Regionen mit -1,2% bis +1,69% (Gesamt 2,89%) stabil. In Nordrhein-Westfalen war die Entwicklung vergleichbar mit der in anderen Bundesländern. Im Vergleichszeitraum dagegen war die Spannweite mit -6,53% bis +7,8% (Gesamt 14,33) fast 5 mal so groß! Dort, wo die alten Strukturen weiterhin bestand hatten, sind wenige Veränderungen in der Bearbeitung der Schwerbehindertenvorgänge zu verzeichnen. So wurde das Versorgungsamt Dortmund von den Kommunen Dortmund, Hagen und Bochum übernommen und fortgeführt. Daher sind in diesen Städten nur geringe Veränderungen der aktuellen Bewertung festzustellen. In den Städten und Kreisen, die eine neue Verwaltungsstruktur geschaffen haben sind die Verschiebungen dramatisch. Die Spannweite der unterschiedlichen Bewertungen reicht von Duisburg, Herne und Aachen bis zu Wesel Mönchengladbach und Viersen. SEITE 3

4 Unklar ist zurzeit, warum in Duisburg die Zahl der Anerkennungen der Schwerbehinderteneigenschaft so drastisch abgefallen ist. Denn auch hier wurde das alte Versorgungsamt fortgeführt. Trotzdem ist die Zahl der neuen anerkannten Schwerbehinderungen massiv abgefallen also werden in Duisburg andere Kriterien angelegt, als in anderen Kommunen. Besonders bizarr: Bis zum wurden der Landkreis Wesel ebenso wie die Stadt Duisburg durch das Versorgungsamt Duisburg betreut. Zum ist die Zahl der Anerkennungen der Schwerbehinderteneigenschaft durch die Verwaltung in Wesel um 6,60% gestiegen, in Duisburg dagegen um fast 8% gefallen! Solche gravierenden Schwankungen sind nicht durch Zu- oder Wegzug von behinderten Bürgern zu erklärbar. Diese Veränderungen sind nur durch die Annahme zu begründen, dass regional Verantwortliche Entscheidungen für eine behindertenfreundliche oder abweisende Bewertung der gesetzlichen Vorgaben treffen. Die Verwaltungsmitarbeiter, die sich neu in die Thematik einarbeiten, können diese nicht klagesicher vertreten. Damit wird die Zahl der anerkannt behinderten Menschen in Nordrhein- Westfalen weiter auseinander driften. Außerdem berichten Rechtsanwälte über die Notwendigkeit vermehrt Untätigkeitsklagen gegen die Versorgungsverwaltungen durch Rechtsanwälte und Rechtsbeistände im Klageverfahren einzuleiten. Auch hier haben die neuen Strukturen dazu geführt. dass die Anfragen der Sozialgerichte bei laufenden Klageverfahren in vielen Fällen nicht mehr in angemessenen Zeiträumen beantwortet werden können. Die Laufzeiten werden wahrscheinlich noch deutlich länger - und damit die Zeiträume, in denen sich die Verwaltungsmitarbeiter mit einem Vorgang beschäftigen müssen. Zurzeit liegen hierzu aber noch keine konkreten Daten vor. Der Übergang der Zuständigkeiten auf die Kommunen bereitete erhebliche Probleme. Aus einigen Kommunen wurde berichtet, dass die Akten von den ehemaligen Versorgungsämtern erst im Herbst 2008 übergeben wurden. Mit erheblich verlängerten Laufzeiten für die Antragsteller. Die Entwicklung neuer Formulare kostet unnötige Steuergelder, und ist vor allem eine zusätzliche Barriere für die Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der verwaltungsinduzierten Spontanmutationen der Formulare wird wahrscheinlich noch weiter zunehmen. Mit weiteren, völlig unnötigen Kosten für die Kommunen und weiteren Barrieren für die Behinderten. Richtig ist, dass eine größere Nähe der Verwaltungen zu den Bürgern erreicht wurde. In einem persönlichen Gespräch Ende 2009 mit der Schwerbehindertenbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Gemkow, hatte Herr Dr. Schneider aufgrund erster interner Daten die katastrophale Entwicklung bereits prognostiziert. Frau Gemkow wies darauf hin, dass aus ihrer Sicht seit der Auflösung der Versorgungsämter die Entwicklung aber sehr positiv sei. Als Argument führte Frau Genkow aus, dass sie viel weniger Beschwerden habe, als dies vor der Auflösung der zentralen Versorgungsverwaltung der Fall gewesen sei. Diese Erfahrung von Frau Gemkow ist nachzuvollziehen und auch verständlich. Denn durch die Kommunalisierung der Versorgungsämter wird die Schwerbehindertenbeauftragte des SEITE 4

5 Landes Nordrhein-Westfalen nicht mehr als Ansprechpartner von den Betroffenen wahrgenommen. Sie wenden sich jetzt mit Beschwerden direkt an die Ansprechpartner in den Städten und Kreisen und nicht mehr an die Schwerbehindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen. Bisher wurden vom Land, soweit bekannt, keine aktuellen Untersuchungen unternommen um die Zufriedenheit mit den Entscheidungen der regionalen Verwaltungen seit der Auflösung der Versorgungsämter zu erforschen. Hier soll ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass aus Sicht des Autors die Bürgernähe durch die Verwaltungsreform und die Verlagerung der Zuständigkeiten auf die Kommunen ein richtiger und für die behinderten Bürger in Nordrhein-Westfalen zu begrüßender Schritt war. Die praktische Umsetzung führt aber zu -vermeidbaren- schweren Verwerfungen mit teilweise gravierenden Folgen für die betroffenen Bürger. Die hier aufgezeigten Fakten sind als deutliches Indiz dafür zu sehen, wie wenig Beachtung den behinderten Mitbürgern in vielen Regionen in Nordrhein-Westfalen entgegen gebracht wird. Neben diesen für Nordrhein-Westfalen geltenden Entwicklungen sind noch viele weitere Probleme, die der Mediziner Dr. Schneider im "Versorgungsamt Report" auflistet, dafür verantwortlich, dass sich viele Behinderte ungerecht behandelt fühlen. "Und dabei sind es nicht nur die rund 1,7 Millionen Bürger Nordrhein-Westfalens, die einen anerkannten Behinderungsgrad von 50 und mehr haben", beschreibt Dr. Schneider die Situation. "Daneben haben auch viele der anderen -geschätzt- bis zu 1,5 Millionen Einwohner in Nordrhein- Westfalen mit einem Behinderungsgrad bis 45 ein schlechtes Gefühl, wenn man sie auf das Thema Versorgungsamt anspricht." Die durch die offiziellen Statistiken belegte Entwicklung seit der Auflösung der Versorgungsämter in Nordrhein-Westfalen fördert das Empfinden in der Bevölkerung, dass Entscheidungen über die Anerkennung von Schwerbehinderungen und Merkzeichen häufig willkürlich gefällt werden. Wenn man die vorliegenden Daten betrachtet, dann muss man den politisch verantwortlichen in den Kommunen, den Landkreisen und der Landesregierung die Fragen stelle: Wenn sich in einigen Regionen die Behindertenquoten so schnell ändern, welche der Bewertungen waren dann falsch? Sind die aus der Vergangenheit oder sind die aktuellen Entscheidungen falsch? Der Vergleich der Statistiken 2007 und 2009 belegt, dass entweder viele der alten Entscheidungen oder viele der neuen Entscheidungen sachlich falsch waren. Wer überprüft dies und vergleicht die Entscheidungen aus der Zeit bis zum mit den seit dem getroffenen Entscheidungen? Da entweder die vor dem oder die ab dem getroffenen Entscheidungen falsch waren, werden die Bürger automatisch darüber informiert und erhalten einen Ausgleich für den entstandenen Schaden? Denn nach 44 SGB X gilt, dass rechtswidrig nicht begünstigende Verwaltungsakte auf Antrag zurückzunehmen sind! Außerdem sind noch weitere kritische Fragen zu stellen: Wer überprüft und vergleicht die Prozess- und Ergebnis-Qualität der regionalen Versorgungsverwaltungen regional und überregional in Nordrhein-Westfalen? SEITE 5

6 Wer überprüft und vergleicht die Prozess- und Ergebnis-Qualität der Versorgungsverwaltungen in Nordrhein-Westfalen mit denen anderer Bundesländer? Wie entstehen solche Veränderungen, wo doch die gesetzlichen Grundlagen und die Ausführungsbestimmungen bundesweit einheitlich sind? Und wer übernimmt hierfür die Verantwortung? Wenn durch die aktuellen Zahlen erhebliche Abweichungen zwischen einzelnen Regionen belegt sind, sind dann die Entscheidungen in den Regionen falsch, in denen sich nichts ändert oder in denen sich viel ändert? Sind zum Beispiel die Entscheidungen in Duisburg, Herne und Aachen richtig oder die in Wesel, Mönchengladbach und Viersen? Welche Maßnahmen werden in Nordrhein-Westfalen ergriffen, um die einzelnen Entscheidungen zu überprüfen und ggf. zu korrigieren? Und wie hoch sind die dafür anzusetzenden Kosten? Wer trägt die Kosten? Das Land Nordrhein-Westfalen oder die Städte und Kreise? Welche Maßnahmen sind geplant, um diese Unterschiede in den Bewertungen innerhalb von Nordrhein-Westfalen zu korrigieren? Welche Maßnahmen werden vom Land ergriffen, damit die unnötige und teure Entwicklung neuer Antragsformulare beendet wird und sich keine weiteren Barrieren für behinderte Antragsteller durch die verwaltungsinduzierte Spontanmutation der Antragsformulare entwickeln? Wie hoch sind die jährlichen Kosten für das Land Nordrhein-Westfalen für die Versorgungsverwaltung bis zum ? Und wie hoch sind die jährlichen Ausgaben der Städte und Gemeinden im Einzelnen und aufsummiert? Nordrhein-Westfalen, muss sich, wie die übrigen Bundesländer auch, die Frage gefallen lassen, welche Maßnahmen gegen die Benachteiligung behinderter Bürger eingeleitet werden, wenn es um die gleichwertige Beurteilung im Schwerbehindertenrecht im Bundesgebiet geht. Durch die hier gezeigte Entwicklung werden die in Nordrhein-Westfalen und in allen anderen Bundesländern bestehenden und dringend zu lösenden Probleme behinderter Bürger noch verschärft. Wie der Autor in seinem Buch Der Versorgungsamt Report belegen kann existiert auch in Nordrhein- Westfalen die Situation, dass nur derjenige durch einen Antrag auf Anerkennung seiner Behinderungen tatsächlich einen Ausgleich für seine Nachteile erhält, der gut verdient, in der richtigen Region wohnt, gut gebildet ist, privat krankenversichert ist und Deutscher ist. Die derzeitige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen führt zu einer Verschärfung der Situation und damit zu dem berechtigten Gefühl der Bürger im Lande, dass Willkür und Ignoranz der Probleme der Bürger zunehmen. Und dadurch wird die Politikverdrossenheit und der Zweifel an der Demokratie weiter steigen! SEITE 6

7 Zeitreihe Schwerbehinderte Bürger in Nordrhein-Westfalen je Einwohner. Anmerkung: Die Angabe von 90 behinderten Bürgern je Einwohnern stammt aus der Veröffentlichung des statistischen Landesamtes NRW. Bei Einwohnern am und anerkannt behinderten Bürgern ergibt sich rechnerisch ein Wert von 92,14 behinderten Bürgern je Einwohnern. Die Abweichung ist vermutlich in einer veränderten Einwohnerzahl zum begründet, die in die Berechnung nicht eingegangen ist, da zum Stichtag die abschließende Einwohnerzahl nicht vorlag. 120 Schwerbehinderte Bürger in NRW Zeitreihe 1987 bis 2009 je Einwohner Quelle: Dr. D. Schneider, Der Versorgungsamt Report, Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Veröffentlichungen sind unter Hinweis auf die Quelle erwünscht. SEITE 7

8 Daten gesamt NRW, Alphabetisch je 2007 Ein- je je Ein- Tab. 1 wohner absolut Einw. wohner absolut Einw. Einwohner absolut Einw. Aachen kreisfreie Stadt , , ,2 Bielefeld, Stadt , , ,4 Bochum, Stadt , , ,3 Bonn, Stadt , , ,3 Borken , , ,6 Bottrop, Stadt , , ,5 Coesfeld , , ,7 Dortmund, Stadt , , ,6 Duisburg, Stadt , , ,5 Düren , , ,7 Düsseldorf, Stadt , , ,2 Ennepe-Ruhr-Kreis , , ,9 Essen, Stadt , , ,3 Euskirchen , , ,2 Gelsenkirchen, Stadt , , ,4 Gütersloh , , ,8 Hagen, Stadt , , ,8 Hamm, Stadt , , ,9 Heinsberg , , ,8 Herford , , ,8 Herne, Stadt , , ,0 Hochsauerlandkreis , , ,6 Höxter , , ,6 Kleve , , ,9 Köln, Stadt , , ,0 Krefeld, Stadt , , ,3 Leverkusen, Stadt , , ,7 Lippe , , ,3 Mäkrischer Kreis , , ,9 Mettmann , , ,1 Minden-Lübbecke , , ,2 Mönchengladbach, Stadt , , ,8 Mühlheim an der Ruhr, Stadt , , ,7 Münster, Stadt , , ,2

9 Daten gesamt NRW, Alphabetisch je 2007 Ein- je je Einwohner absolut Einw. wohner absolut Einw. Einwohner absolut Einw. Oberbergischer Kreis , , ,5 Oberhausen, Stadt , , ,9 Olpe , , ,3 Paderborn , , ,4 Recklinghausen , , ,0 Remscheid, Stadt , , ,2 Rhein-Erft-Kreis , , ,8 Rhein-Kreis Neuss , , ,0 Rhein-Sieg-Kreis , , ,2 Rheinisch-Bergischer Kreis , , ,9 Siegen-Wittgenstein , , ,4 Soest , , ,6 Solingen, Stadt , , ,5 Steinfurt , , ,0 Unna , , ,7 Viersen , , ,9 Warendorf , , ,5 Wesel , , ,5 Wuppertal, Stadt , , ,7 Nordrhein-Westfalen , , ,00 Stand Stand Stand Einwohner Behinderte Einwohner Behinderte Einwohner gesamt: Behinderte gesamt: Einwohner Durchschnitt: gesamt: Einwohner Durchschnitt: Einwohner Durchschnitt: , , ,00 Dr. D. Schneider, Der Versorgungsamt Report, Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Die Daten des Städteverbundes Aachen lagen nicht für die gesamten Zeiträume vor. Daher wurden nur die Daten der Stadt Aachen eingefügt. Dadurch ergebsn sich Abweichungen zur offiziellen Zahl der Behinderten in NRW am

10 NRW sortiert nach Behinderte je Einwohner am Einwohner absolut je Einw Einwohner absolut je Einw. wohner derte 2008 Ein Behin- absolut je Einw in % (Basis 2005) je Einwohner in % (Basis 2007) je Einwohner 1 Gütersloh , , ,8-0,28 3,32 2 Paderborn , , ,4-0,05 4,26 3 Herford , , ,8 0,62 4,52 4 Minden-Lübbecke , , ,2 0,80-2,80 5 Bonn, Stadt , , ,3-1,14 3,16 6 Lippe , , ,3 0,92 3,05 7 Rhein-Kreis Neuss , , ,0 0,17 2,96 8 Rhein-Sieg-Kreis , , ,2-0,20 5,56 9 Viersen , , ,9 0,27 7,80 10 Rhein-Erft-Kreis , , ,8-0,29 5,48 11 Mettmann , , ,1 0,58 3,79 12 Düsseldorf, Stadt , , ,2-1,14 2,59 13 Höxter , , ,6 1,50 3,24 14 Köln, Stadt , , ,0-1,21 1,78 15 Krefeld, Stadt , , ,3 0,50 0,85 16 Rheinisch-Bergischer Kreis , , ,9 0,27 2,69 17 Kleve , , ,9-0,40 2,38 18 Euskirchen , , ,2 0,17 3,39 19 Bielefeld, Stadt , , ,4 0,62 0,55 20 Bottrop, Stadt , , ,5 0,64-0,56 21 Oberbergischer Kreis , , ,5 1,06 4,48 22 Borken , , ,6-0,29 2,22 23 Heinsberg , , ,8 0,19 4,57 24 Recklinghausen , , ,0 1,05 2,35 25 Olpe , , ,3 0,57 1,28 26 Warendorf , , ,5 0,62 1,25 27 Siegen-Wittgenstein , , ,4 1,02 1,28

11 NRW sortiert nach Behinderte je Einwohner am Behin Ein Behin Einwohner derte absolut je Einw. wohner derte absolut je Einw. wohner derte absolut je Einw Einwohner 28 Leverkusen, Stadt , , ,7-0,07 2,42 29 Aachen kreisfreie Stadt , , ,2-0,32-3,50 30 Coesfeld , , ,7-0,17 2,25 31 Mönchengladbach, Stadt , , ,8 0,55 7,61 32 Hochsauerlandkreis , , ,6 1,21-1,69 33 Steinfurt , , ,0-0,18 1,36 34 Düren , , ,7 0,65 3,09 35 Soest , , ,6 0,55-0,35 36 Münster, Stadt , , ,2-0,76-1,73 37 Wesel , , ,5 0,50 6,60 38 Mäkrischer Kreis , , ,9 1,61 0,59 39 Duisburg, Stadt , , ,5 0,99-6,53 40 Gelsenkirchen, Stadt , , ,4 1,26 3,30 41 Mühlheim an der Ruhr, Stadt , , ,7 0,59-0,90 42 Wuppertal, Stadt , , ,7 0,79-1,76 43 Oberhausen, Stadt , , ,9 0,82-0,45 44 Solingen, Stadt , , ,5 0,62-1,73 45 Hamm, Stadt , , ,9 0,64 2,58 46 Essen, Stadt , , ,3 0,57-0,90 47 Remscheid, Stadt , , ,2 1,69-0,93 48 Unna , , ,7 1,07 1,03 49 Bochum, Stadt , , ,3 1,07-0,86 50 Ennepe-Ruhr-Kreis , , ,9 1,23 2,55 51 Herne, Stadt , , ,0 1,51-3,74 52 Dortmund, Stadt , , ,6 0,21-1,27 53 Hagen, Stadt , , ,8 1,64-0, Ein Behin in % (Basis 2005) je in % (Basis 2007) je Einwohner Tab. 2 Dr. D. Schneider, Der Versorgungsamt Report, Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen,

12 Behinderte je Einwohner am Legende: Die Ziffern entsprechen der linken Spalte in Tab. 2

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14 NRW Veränderungen 2005 zu 2007 Die Ziffern entsprechen der linken Spalte in Tab. 2 Spannweite der Veränderungen von -1,21% bis +1,69% in von 2 Jahren

15 NRW Veränderungen 2007 zu 2009 Die Ziffern entsprechen der linken Spalte in Tab. 2 Spannweite der Veränderungen von -6,53% bis +7,8% in von 2 Jahren

16 NRW sortiert nach Veränderung 2005 zu Ein- je Einwohner absolut je Einw. wohner absolut Einw. Einwohner lut je Einw Einwohner 14 Köln, Stadt , , ,1-1,21 1,78 5 Bonn, Stadt , , ,3-1,14 3,16 12 Düsseldorf, Stadt , , ,9-1,14 2,59 36 Münster, Stadt , , ,8-0,76-1,73 17 Kleve , , ,3-0,40 2,38 29 Aachen kreisfreie Stadt , , ,1-0,32-3,50 22 Borken , , ,4-0,29 2,22 10 Rhein-Erft-Kreis , , ,7-0,29 5,48 1 Gütersloh , , ,5-0,28 3,32 8 Rhein-Sieg-Kreis , , ,4-0,20 5,56 33 Steinfurt , , ,4-0,18 1,36 30 Coesfeld , , ,2-0,17 2,25 28 Leverkusen, Stadt , , ,1-0,07 2,42 2 Paderborn , , ,8-0,05 4,26 7 Rhein-Kreis Neuss , , ,4 0,17 2,96 18 Euskirchen , , ,3 0,17 3,39 23 Heinsberg , , ,4 0,19 4,57 52 Dortmund, Stadt , , ,4 0,21-1,27 9 Viersen , , ,6 0,27 7,80 16 Rheinisch-Bergischer Kreis , , ,2 0,27 2,69 15 Krefeld, Stadt , , ,1 0,50 0,85 37 Wesel , , ,9 0,50 6,60 31 Mönchengladbach, Stadt , , ,3 0,55 7,61 35 Soest , , ,8 0,55-0,35 46 Essen, Stadt , , ,2 0,57-0,90 25 Olpe , , ,6 0,57 1,28 11 Mettmann , , ,9 0,58 3,79 41 Mühlheim an der Ruhr, Stadt , , ,3 0,59-0,90 3 Herford , , ,9 0,62 4,52 44 Solingen, Stadt , , ,8 0,62-1,73 19 Bielefeld, Stadt , , ,3 0,62 0,55 26 Warendorf , , ,8 0,62 1,25 20 Bottrop, Stadt , , ,3 0,64-0,56 45 Hamm, Stadt , , ,9 0,64 2, abso in % (Basis 2005) je in % (Basis 2007) je Einwohner

17 NRW sortiert nach Veränderung 2005 zu 2007 abso Ein- abso Einwohner lut je Einw. wohner lut je Einw. Einwohner absolut je Einw Einwohner 34 Düren , , ,5 0,65 3,09 42 Wuppertal, Stadt , , ,7 0,79-1,76 4 Minden-Lübbecke , , ,2 0,80-2,80 43 Oberhausen, Stadt , , ,7 0,82-0,45 6 Lippe , , ,3 0,92 3,05 39 Duisburg, Stadt , , ,2 0,99-6,53 27 Siegen-Wittgenstein , , ,0 1,02 1,28 24 Recklinghausen , , ,5 1,05 2,35 21 Oberbergischer Kreis , , ,4 1,06 4,48 48 Unna , , ,1 1,07 1,03 49 Bochum, Stadt , , ,0 1,07-0,86 32 Hochsauerlandkreis , , ,4 1,21-1,69 50 Ennepe-Ruhr-Kreis , , ,1 1,23 2,55 40 Gelsenkirchen, Stadt , , ,2 1,26 3,30 13 Höxter , , ,1 1,50 3,24 51 Herne, Stadt , , ,1 1,51-3,74 38 Mäkrischer Kreis , , ,1 1,61 0,59 53 Hagen, Stadt , , ,5 1,64-0,25 47 Remscheid, Stadt , , ,7 1,69-0, in % (Basis 2005) je in % (Basis 2007) je Einwohner

18 NRW sortiert nach Veränderung 2007 zu Ein- je 2005 Einwohner absolut je Einw. wohner absolut Einw. Einwohner absolut je Einw Einwohner 39 Duisburg, Stadt , , ,2 0,99-6,53 51 Herne, Stadt , , ,1 1,51-3,74 29 Aachen kreisfreie Stadt , , ,1-0,32-3,50 4 Minden-Lübbecke , , ,2 0,80-2,80 42 Wuppertal, Stadt , , ,7 0,79-1,76 44 Solingen, Stadt , , ,8 0,62-1,73 36 Münster, Stadt , , ,8-0,76-1,73 32 Hochsauerlandkreis , , ,4 1,21-1,69 52 Dortmund, Stadt , , ,4 0,21-1,27 47 Remscheid, Stadt , , ,7 1,69-0,93 41 Mühlheim an der Ruhr, Stadt , , ,3 0,59-0,90 46 Essen, Stadt , , ,2 0,57-0,90 49 Bochum, Stadt , , ,0 1,07-0,86 20 Bottrop, Stadt , , ,3 0,64-0,56 43 Oberhausen, Stadt , , ,7 0,82-0,45 35 Soest , , ,8 0,55-0,35 53 Hagen, Stadt , , ,5 1,64-0,25 19 Bielefeld, Stadt , , ,3 0,62 0,55 38 Mäkrischer Kreis , , ,1 1,61 0,59 15 Krefeld, Stadt , , ,1 0,50 0,85 48 Unna , , ,1 1,07 1,03 26 Warendorf , , ,8 0,62 1,25 27 Siegen-Wittgenstein , , ,0 1,02 1,28 25 Olpe , , ,6 0,57 1,28 33 Steinfurt , , ,4-0,18 1,36 14 Köln, Stadt , , ,1-1,21 1, in % (Basis 2005) je in % (Basis 2007) je Einwohner

19 NRW sortiert nach Veränderung 2007 zu Ein Einwohner absolut je Einw. wohner absolut je Einw. Einwohner absolut je Einw Einwohner 22 Borken , , ,4-0,29 2,22 30 Coesfeld , , ,2-0,17 2,25 24 Recklinghausen , , ,5 1,05 2,35 17 Kleve , , ,3-0,40 2,38 28 Leverkusen, Stadt , , ,1-0,07 2,42 50 Ennepe-Ruhr-Kreis , , ,1 1,23 2,55 45 Hamm, Stadt , , ,9 0,64 2,58 12 Düsseldorf, Stadt , , ,9-1,14 2,59 16 Rheinisch-Bergischer Kreis , , ,2 0,27 2,69 7 Rhein-Kreis Neuss , , ,4 0,17 2,96 6 Lippe , , ,3 0,92 3,05 34 Düren , , ,5 0,65 3,09 5 Bonn, Stadt , , ,3-1,14 3,16 13 Höxter , , ,1 1,50 3,24 40 Gelsenkirchen, Stadt , , ,2 1,26 3,30 1 Gütersloh , , ,5-0,28 3,32 18 Euskirchen , , ,3 0,17 3,39 11 Mettmann , , ,9 0,58 3,79 2 Paderborn , , ,8-0,05 4,26 21 Oberbergischer Kreis , , ,4 1,06 4,48 3 Herford , , ,9 0,62 4,52 23 Heinsberg , , ,4 0,19 4,57 10 Rhein-Erft-Kreis , , ,7-0,29 5,48 8 Rhein-Sieg-Kreis , , ,4-0,20 5,56 37 Wesel , , ,9 0,50 6,60 31 Mönchengladbach, Stadt , , ,3 0,55 7,61 9 Viersen , , ,6 0,27 7, in % (Basis 2005) je in % (Basis 2007) je Einwohner

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