Abbildung 1: Anteil arbeitsuchender schwerbehinderter Menschen an allen Arbeitsuchenden in Sachsen. Mai 2013 Juli Nov Nov 2013.

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1 Arbeitsmarkt In Deutschland waren im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt etwa 2,9 Millionen Menschen arbeitsuchend gemeldet. Darunter waren schwerbehinderte Menschen und stellten damit einen Anteil von 6,2 Prozent dar. In den alten Bundesländern war der Anteil schwerbehinderter arbeitsuchender Menschen mit 6,6 Prozent um 1,2 Prozentpunkte höher als in den neuen Ländern. Hier waren im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt schwerbehinderte Menschen als arbeitsuchend registriert, was einem Anteil von 5,4 Prozent entspricht. In Sachsen waren im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt Menschen arbeitsuchend gemeldet. Davon waren schwerbehinderte Menschen, was einem Anteil von 5,8 Prozent entspricht. Im Januar 2010 waren ca Menschen arbeitsuchend gemeldet. Im Dezember 2014 waren dies ca Bei den arbeitsuchend gemeldeten Menschen mit Behinderungen ist im gleichen Zeitraum ein Rückgang von auf zu verzeichnen. Ihr Anteil an allen Arbeitsuchenden hat sich in diesem Zeitraum durchschnittlich um 1,4 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent erhöht. An der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes konnten Menschen mit Behinderungen nicht im gleichen Maße partizipieren wie Menschen ohne Behinderungen. Abbildung 1: Anteil arbeitsuchender schwerbehinderter Menschen an allen Arbeitsuchenden in Sachsen Arbeitsuchende gesamt ,4% schwerbehinderte Arbeitsuchende Quelle: Statistiken der Bundesagentur für Arbeit, Berechnungen SMS 5,8 % Jan 2010 März 2010 Mai 2010 Juli 2010 Sept 2010 Nov 2010 Jan 2011 März 2011 Mai 2011 Juli 2011 Sept 2011 Nov 2011 Jan 2012 März 2012 Mai 2012 Juli 2012 Sept 2012 Nov 2012 Jan 2013 März 2013 Mai 2013 Juli 2013 Sept 2013 Nov 2013 Jan 2014 März 2014 Mai 2014 Juli 2014 Sept 2014 Nov Anteil in % Arbeitsuchende gesamt schwerbehinderte Arbeitsuchende Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 1

2 Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen Im Zeitraum 2009 bis 2013 stieg die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in allen deutschen Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt um 0,2 Prozentpunkte. Jedoch liegt sie mit einem Anteil von 4,7 Prozent an allen Beschäftigten im Jahr 2013 noch immer unter der gesetzlichen Vorgabe des 71 Abs. 1 SGB IX von 5 Prozent. Bei den privaten Arbeitgebern ist ebenfalls eine Steigerung um 0,2 Prozentpunkte im gesamten Bundesgebiet festzustellen. Allerdings wird damit die gesetzliche Beschäftigungspflicht in diesem Bereich mit 4,1 Prozent nicht erfüllt. In Sachsen beträgt die Beschäftigungsquote bei privaten Arbeitgebern 3,3 Prozent. Abbildung 2: Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen nach Arbeitgebern Deutschland Ostdeutschland Sachsen Deutschland Ostdeutschland Sachsen Deutschland Ostdeutschland Sachsen private Arbeitgeber öffentliche Arbeitgeber Quelle: Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zum Anzeigeverfahren gemäß 80 Abs. 2 SGB IX Bisher konnte lediglich in den öffentlichen Verwaltungen die mit der gesetzlichen Beschäftigungsquote von 5 Prozent angestrebte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am ersten Arbeitsmarkt realisiert werden. Im Jahr 2013 lag der Anteil der bei öffentlichen Arbeitgebern in Deutschland beschäftigen Menschen mit Behinderungen bei 6,6 Prozent. Auch bei allen öffentlichen Arbeitgebern in Sachsen war mit 6,4 Prozent eine deutlich über der Pflichtquote liegende Beschäftigungsquote zu verzeichnen. Jedoch ist anzumerken, dass diese gesetzliche Beschäftigungspflicht nur für Betriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern gilt. Auch in kleineren Unternehmen werden Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Allerdings werden Zahlen diesbezüglich nur alle fünf Jahre erhoben. Vergleicht man nun die Angaben für Sachsen von 2010 mit denen von 2005, ist festzustellen, dass sich in kleinen Betrieben mit weniger als Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 2

3 20 Beschäftigten die Anzahl an behinderten Beschäftigten um 13 Prozent erhöht hat. Setzt man dies in Relation zu besetzten Pflichtarbeitsplätzen in Sachsen, erhöht sich die Zahl der Beschäftigten um 25 Prozent, bundesweit um 15 Prozent. Nimmt man im Jahr 2011 alle Menschen mit Behinderungen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt sind, zusammen, stellen die in kleinen Betrieben Beschäftigten einen Anteil von 19,5 Prozent dar. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Als weiterer Indikator des Inklusionsgrades von Menschen mit Behinderungen in Erwerbstätigkeit kann der Anteil der Beschäftigten mit Schwerbehinderung an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gesehen werden. Dieser Anteil ist von 2,5 % im Jahr 2005 auf 2,8 % im Jahr 2011 gestiegen. Insgesamt sind 7.397mehr Menschen mit Behinderungen beschäftigt; dies ist eine Steigerung um 12 Prozent. Für diese Berechnung wurden die in den Jahren 2005 und 2010 statistisch erfassten Schwerbehinderten in Betrieben mit weniger als 20 Arbeitnehmern für die fehlenden Jahre durch das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) geschätzt und zur Zahl der Schwerbehinderten in Betrieben mit 20 und mehr Arbeitnehmern addiert Abbildung 3: Beschäftigte mit Schwerbehinderung, Anzahl und Anteil an allen Beschäftigten, Sachsen 2005 bis 2011 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktstatistik, Beschäftigte : Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Schwerbehinderung; für Betriebe mit weniger als 20 Arbeitnehmern auf Basis der Erhebungen 2005 und 2010 durch das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) geschätzt. Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 3

4 Unterstützung der Teilhabe am Arbeitsleben Integrationsprojekte Integrationsprojekte sind Unternehmen, unternehmensinterne Betriebe oder Abteilungen, die zwischen 25 % und 50 % schwerbehinderte Menschen beschäftigen, deren Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auch unter Ausschöpfung aller möglichen Förder- und Unterstützungsleistungen auf besondere Schwierigkeiten stößt ( 132 SGB IX). Die Zahl der Integrationsprojekte in Sachsen ist von 49 im Jahr 2011 um 6 % auf 52 Projekte im Jahr 2014 gestiegen (Tabelle 1). Diese Firmen, Betriebe oder Abteilungen beschäftigten im Jahr 2014 insgesamt Arbeitnehmer, darunter waren 641 schwerbehindert (+ 23 % gegenüber 2011). Der Anteil der schwerbehinderten Arbeitnehmer an allen Beschäftigten lag zuletzt bei 43 %. Tabelle 1: Integrationsprojekte, Sachsen 2011 bis 2014 Jahr Veränderung 2011 bis Anzahl Integrationsprojekte % darin Beschäftigte insgesamt % darunter Schwerbehinderte % Anteil mit Schwerbehinderung 49 % 44 % 44 % 43 % Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen, Geschäftsberichte 2011 bis 2014 Für einmalige und laufende Leistungen an Integrationsprojekte einschließlich Leistungen zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen wurden ,2 Mio. EUR (2013: 2,95 Mio. EUR) aus Mitteln der Ausgleichsabgabe ausgereicht. Leistungen aus der Ausgleichsabgabe - Integrationsamt Arbeitgeber ab einer Betriebsgröße von 20 Beschäftigten sind verpflichtet, auf 5 % der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen ( 71 SGB IX). Wird diese Quote unterschritten, so ist eine Ausgleichsabgabe zu zahlen, die bei einer Unterschreitung um bis zu 2 Prozentpunkte 115 Euro, bei einer Unterschreitung um 2 bis 3 Prozentpunkte 200 Euro und bei einer Unterschreitung um mehr als 3 Prozentpunkte 290 Euro monatlich pro unbesetztem Pflichtarbeitsplatz beträgt ( 77 SGB IX, seit März 2013 geltende Beträge). Die Mittel dieser Ausgleichsabgabe werden von den Integrationsämtern verwaltet und dürfen ausschließlich zur Finanzierung besonderer Leistungen zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben einschließlich begleitender Hilfe im Arbeitsleben eingesetzt werden ( 77 Abs. 5 und 102 Abs. 3 SGB IX). Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 4

5 Das Integrationsamt Sachsen, das dem Kommunalen Sozialverband (KSV) angegliedert ist, hat im Jahr ,4 Mio. Euro Ausgleichabgabe eingenommen (Vorjahr: 21,9 Mio. Euro), die in vielfältige Unterstützungsmaßnahmen fließen. Davon finanziert das Integrationsamt Leistungen für Menschen mit Behinderungen und für Arbeitgeber (Tabelle 2) sowie Maßnahmen der Integrationsfachdienste, Maßnahmen des Kündigungsschutzes, Informations- und Bildungsmaßnahmen. Die Leistungen an schwerbehinderte Menschen sind von 2,38 Mio. Euro im Jahr 2012 um 24 % auf 2,96 Mio. Euro im Jahr 2014 gestiegen. Den mit 62 % größten Posten macht hierbei der Kostenersatz für eine Arbeitsassistenz aus, dafür wurden 1,83 Mio. Euro im Jahr 2014 ausgegeben. Mit einigem Abstand folgen Erweiterungen beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten (20 % der Ausgaben in 2014) sowie technische Arbeitshilfen (15 % der Ausgaben in 2014). Die Leistungen an Arbeitgeber (ohne Integrationsprojekte) belaufen sich im Vergleich zu den Leistungen an schwerbehinderte Menschen auf das 3,5-fache, sie sind von 6,9 Mio. Euro (2012) um 49 % auf 10,28 Mio. Euro (2014) gestiegen. Den größten Einzelposten machen hier die Leistungen bei außergewöhnlicher Belastung (74 %) aus, auf die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen entfallen 17 % der Ausgaben. Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 5

6 Tabelle 2: Leistungen des Integrationsamts, Sachsen 2012 bis 2014 Leistungen an schwerbehinderte Menschen Veränderun g Struktur 2014 insgesamt % 100 % davon: technische Arbeitshilfen % 15 % Hilfen zum Erreichen des Arbeitsplatzes Hilfen zur Teilnahme an Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten Kostenersatz einer notwendigen Arbeitsassistenz % 2 % % 20 % % 62 % sonstige Leistungen % 1 % Leistungen an Arbeitgeber (ohne Integrationsprojekte) Veränderun g Struktur 2014 insgesamt % 100 % davon: Schaffung von Arbeitsund Ausbildungsplätzen behinderungsgerechte Einrichtung von Arbeitsund Ausbildungsplätzen Leistungen bei außergewöhnlicher Belastung % 17 % % 8 % % 74 % sonstige Leistungen % 1 % Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen, Geschäftsbericht 2013 und 2014 Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 6

7 Allianz Arbeit + Behinderung - Allianz zur Beschäftigungsförderung von Menschen mit Behinderungen Am wurde im Freistaat Sachsen die Allianz Arbeit + Behinderung mit dem Ziel der Beschäftigungsförderung von Menschen mit Behinderungen gegründet. Ihr gehören neben sächsischen Staatsministerien und dem Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen weiterhin die kommunalen Spitzenverbände, der KSV, die Industrie und Handelskammern, die Handwerkskammern sowie Träger der Selbsthilfe, Wirtschaftsverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Träger der Freien Wohlfahrtspflege an. Laut ihrer Grundsatzerklärung ist es das Ziel der Allianz, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie die Chancen von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt erhöht werden können. Konkrete Aufgaben der Allianz Arbeit + Behinderung sind: Schärfung des Bewusstseins für die Belange von Menschen mit Behinderungen in der Öffentlichkeit und bei Unternehmen, Sicherung von bestehenden Arbeitsplätzen, Schaffung neuer Arbeitsplätze durch Kooperationen mit WfbM, Initiierung von Modellprojekten zur Schaffung von verbesserten Übergängen aus WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, Initiierung von Modellprojekten sowie Stärkung von Netzwerken für einen verbesserten Übergang von der Schule in den Beruf, Verbesserung der Zusammenarbeit der Leistungsträger. Im Rahmen dieser Allianz wurden bereits mehrere Projekte auf den Weg gebracht, dazu gehört das Modellprojekt support, das kleinen und mittleren Unternehmen Dienstleistungen zur Integration behinderter Menschen aus einer Hand anbietet. Weiterhin wurde das Projekt Arbeit statt Plätze initiiert, das durch enge Verzahnung der Projektpartner Potentiale erschließt, um insbesondere für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten neue Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen. Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 7

8 Sächsisches Arbeitsmarktprogramm Das SMS, der KSV und die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit haben sich in der Allianz Arbeit + Behinderung auf ein gemeinsames Programm zur Beschäftigungsförderung von Menschen mit Behinderungen verständigt. Mit dem Sächsischen Arbeitsmarktprogramm sollen Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen in ihren Betrieben einstellen, durch die Zahlung von Prämien unterstützt werden. Das Sächsische Arbeitsmarktprogramm trat im Januar 2011 in Kraft, Leistungen auf dieser Grundlage können bis Ende 2015 beantragt werden. Das Integrationsamt stellt der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 7,5 Mio. Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe zur Verfügung. Die Förderung erhalten Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen auf einem Arbeitsplatz im Sinne von 73 Abs. 1 und 2 und 102 Abs. 2 Satz 3 SGB IX unbefristet oder befristet für mindestens 12 Monate einstellen oder die einen Ausbildungsplatz für schwerbehinderte junge Menschen unter 27 Jahren zur Verfügung stellen. Die Höhe der Förderung ist je nach Art und Dauer der Maßnahme unterschiedlich: Zahlung von Arbeitsentgeltzuschüssen: maximal 50 % des Arbeitsentgelts für maximal 12 Monate bei einer einjährigen Nachbeschäftigungspflicht, Zahlung von Prämien bei Abschluss eines Arbeitsvertrags: je nach Betriebsgröße zwischen und Euro bei unbefristeten Arbeitsverträgen und zwischen 700 und Euro bei befristeten Arbeitsverträgen, Zahlung von Prämien bei Abschluss eines Ausbildungsvertrages: Euro für jedes Ausbildungsjahr, bei behinderungsbedingter Verlängerung weitere 500 Euro (insgesamt max Euro); bei Übernahme nach der Ausbildung Euro, wenn das Arbeitsverhältnis unbefristet, und Euro, wenn es befristet ist. Bisher hat das Sächsische Arbeitsmarktprogramm bei den Unternehmen eine gute Resonanz gefunden. Bis zum wurden Arbeits- und Ausbildungsplätze mit insgesamt 3,6 Mio. Euro gefördert. Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 8

9 Initiative Inklusion Im Rahmen der Initiative Inklusion werden zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bundesweit 100 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds zusätzlich zu den bestehenden Regelleistungen zur Verfügung gestellt, davon entfielen 4,7 Mio. Euro auf den Freistaat Sachsen. Diese Initiative ist eine Maßnahme des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die in Kooperation mit den Ländern umgesetzt wird. Im Rahmen von vier Handlungsfeldern werden folgende Zielgruppen zusätzlich gefördert: schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler in den Vorabgangsklassen, die Berufsorientierung erhalten; Betriebe und Dienststellen, die neue Ausbildungsplätze für schwerbehinderte junge Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen; Betriebe und Dienststellen, die schwerbehinderte Arbeitslose und Arbeitsuchende, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, neu einstellen; sowie Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, Landwirtschaftskammern, die Inklusions-Kompetenz aufbauen. Die Umsetzung der Initiative Inklusion im Freistaat Sachsen erfolgt im Rahmen der Zusammenarbeit von SMS, SMK, Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit und KSV und ergänzt die Förderung von Unternehmen nach dem Sächsischen Arbeitsmarktprogramm, um weitere Anreize zu schaffen, schwerbehinderte junge Menschen in Unternehmen auszubilden und ältere schwerbehinderte Menschen einzustellen. Leistungen für neue Ausbildungsplätze: Unter Berücksichtigung der Schwere der Behinderung werden neue Ausbildungsplätze in den ersten drei Ausbildungsjahren mit bis zu insgesamt Euro gefördert. Die Leistungen aus dem Sächsischen Arbeitsmarktprogramm werden auf die Förderung angerechnet; die Prämie bei Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis nach Abschluss der Ausbildung in Höhe von Euro wird weiterhin gezahlt. Leistungen für neue Arbeitsplätze für ältere schwerbehinderte Menschen: In Abhängigkeit der Betriebsgröße und der Erfüllung der gesetzlichen Beschäftigungspflicht können z. B. kleinere Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten, die einen älteren schwerbehinderten Menschen auf einen neuen Arbeitsplatz einstellen, im ersten Jahr der Beschäftigung mit bis zu Euro, im zweiten und dritten Jahr mit jeweils bis zu Euro gefördert werden. Leistungen aus Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 9

10 dem Sächsischen Arbeitsmarktprogramm sind dabei auf die Förderung anzurechnen. Beide Programme sind sehr erfolgreich. Mit 121 geförderten neuen Ausbildungsplätzen für junge Menschen mit Behinderungen wurde die Erwartung der Richtlinie Initiative Inklusion von insgesamt 62 Förderfällen bereits Ende 2014 weit übertroffen SAP AusbPlätze für sbm IniInkl Erstbewillig. für neue AusbPlätze für junge sbm (Stand ) Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen; Berechnung SMS Auch die Anzahl der geförderten Arbeitsplätze für ältere Menschen mit Behinderungen übertraf bereits 2014 mit 261 geförderten Arbeitsplätzen die Vorgaben der Richtlinie Initiative Inklusion, welche für Sachsen 189 neue Arbeitsplätze vorsieht SAP ArbPlätze für sbm IniInkl Erstbewillig. für neue ArbPlätze für ü50jährige sbm Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen; Berechnung SMS Anträge auf Förderung neuer Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse können noch bis Ende 2015 gestellt werden; die Förderung endet in Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 10

11 Dienstleistungsnetzwerk support Support ist ein Dienstleistungsnetzwerk für sächsische Unternehmen, das alle Leistungen rund um die Beschäftigung schwerbehinderter, behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen aus einer Hand bietet. Das Modellprojekt support wurde Ende 2014 abgeschlossen. Seit Januar 2015 steht support sachsenweit als Regelangebot in Form einer neutralen Kontakt- und Servicestelle insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen kostenfrei zur Verfügung. Es wurden u. a. Kooperationen mit den Agenturen für Arbeit, Jobcentern, IFD s, IHK Chemnitz, HWK s Chemnitz und Dresden, dem Integrationsamt sowie mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden abgeschlossen. Das Leistungsangebot von support umfasst: Information der Unternehmen in allen Belangen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen Unterstützung bei der Suche von geeigneten Arbeitnehmern entsprechend der konkreten Unternehmensanforderung Unterstützung bei der Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderungen Koordinierung aller erforderlichen Schritte bis zur Einstellung Hilfestellung bei der Klärung von Fördermöglichkeiten und Zuschüssen Einbindung des zuständigen Leistungsträgers für die behinderungsgerechte Ausstattung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen Hilfe bei der Sicherung von Arbeitsverhältnisse Ende des Jahres 2015 stehen dann flächendeckend im Freistaat Sachsen für Unternehmer Ansprechpartner in allen Fragen zur Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit Behinderungen zur Verfügung, die trägerübergreifend Unternehmen unterstützen. Faktensammlung Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit 11

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