AG im Steuerrecht Einkommensteuerrecht 1. Termin Prüfungsaufbau, Fall 1. Juristische Fakultät Lehrstuhl für Steuerrecht Prof. Dr.

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1 AG im Steuerrecht Einkommensteuerrecht 1. Termin Prüfungsaufbau, Fall 1 Juristische Fakultät Lehrstuhl für Steuerrecht Prof. Dr. Roman Seer

2 Aufbau einer Falllösung im EStR Einkommensteuerpflicht des X (Kurzübersicht): A. Subjektive Steuerpflicht ( 1 Abs. 1-4 EStG) I. Einkünftequalifikation ( 2 Abs.1 Nr.1-7, EStG) II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart (Ausgangsnorm: 2 Abs. 2 Nr. 1 oder Nr. 2 EStG) 2. Einkünfteermittlung ( 4 ff. oder 8 ff. EStG) III. ggf. Abzug von Sonderausgaben / Außergewöhnlichen Belastungen IV. ggf. Tarif 2

3 Aufbau einer Falllösung im EStR A. Subjektive Steuerpflicht Frage: Wer ist einkommensteuerpflichtig? unbeschränkte Steuerpflicht Persönliche (subjektive) Steuerpflicht beschränkte Steuerpflicht normal erweitert auf Antrag normal erweitert 1 Abs. 1 EStG 1 Abs. 2 EStG 1 Abs. 3, 1a EStG 1 Abs. 4 EStG 2 AStG Steuerinländer z.b. Diplomaten Grenzpendler Steuerausländer dt. Steuerflüchtlinge Welteinkommen Bemessungsgrundlage Inländische Einkünfte i.s.d. 49 EStG nicht ausländische Einkünfte Beschränkte Steuerpflicht gem. 1 Abs. 4 EStG, 2 AStG Territorialitätsprinzip (s. Vorlesung Internationales Steuerrecht) 3

4 Aufbau einer Falllösung im EStR Überblick über 2 EStG Ermittlung der Einkünfte getrennt nach Einkunftsarten 2 I, II EStG = Summe der Einkünfte 2 III EStG Minderung um Altersentlastungsbetrag, Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, Freibetrag für Land- und Forstwirte =Gesamtbetrag der Einkünfte - Verlustabzug ( 10d EStG) - Sonderausgaben ( 10 ff. EStG) - außergewöhnliche Belastungen ( 33 ff. EStG) = Einkommen Abzug von Kinderfreibetrag sowie Betreuungs-, Erziehungs- u. Ausbildungsfreibetrag ( 31, 32 VI EStG) 2 III EStG 2 IV EStG = zu versteuerndes Einkommen 2 V EStG Anwendung des Einkommensteuertarifs = Tarifliche ESt - anrechenbare Gewerbesteuer ( 35 EStG) - anrechenbare ausländische Steuern ( 34c EStG) - Steuerermäßigungen ( 34e, 34f, 34g, 35a EStG) + Kindergeld, wenn Freibetrag steuerlich günstiger 2 VI EStG = festzusetzende Einkommensteuer 2 VI EStG 4

5 Aufbau einer Falllösung im EStR Einkommensteuerpflicht des X (Kurzübersicht): A. Subjektive Steuerpflicht ( 1 Abs. 1-4 EStG) I. Einkünftequalifikation ( 2 Abs.1 Nr.1-7, EStG) II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart (Ausgangsnorm: 2 Abs. 2 Nr. 1 oder Nr. 2 EStG) 2. Einkünfteermittlung ( 4 ff. oder 8 ff. EStG) III. ggf. Abzug von Sonderausgaben / Außergewöhnlichen Belastungen IV. ggf. Tarif 5

6 Aufbau einer Falllösung im EStR Frage: Was ist einkommensteuerpflichtig? I. Einkünftequalifikation Welche Art von Einkünften liegt vor? 2 I EStG Einkünfte aus Landund Forstwirtschaft Einkünfte aus Gewerbebetrieb Einkünfte aus selbständiger Arbeit Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit Einkünfte aus Kapitalvermögen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung Sonstige Einkünfte 2 I 1 Nr.1, S. 2 EStG ivm 13, 14 EStG 2 I 1 Nr.2, S. 2 EStG ivm EStG 2 I 1 Nr.3, S. 2 EStG ivm 18 EStG 2 I 1 Nr.4, S. 2 EStG ivm 19 EStG 2 I 1 Nr.5, S. 2 EStG ivm 20 EStG 2 I 1 Nr.6, S. 2 EStG ivm 21 EStG 2 I 1 Nr.7, S. 2 EStG ivm 22, 23 EStG 6

7 Aufbau einer Falllösung im EStR Einkommensteuerpflicht des X (Kurzübersicht): A. Subjektive Steuerpflicht ( 1 Abs. 1-4 EStG) I. Einkünftequalifikation ( 2 Abs.1 Nr.1-7, EStG) II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart (Ausgangsnorm: 2 Abs. 2 Nr. 1 oder Nr. 2 EStG) 2. Einkünfteermittlung ( 4 ff. oder 8 ff. EStG) III. ggf. Abzug von Sonderausgaben / Außergewöhnlichen Belastungen IV. ggf. Tarif 7

8 Aufbau einer Falllösung im EStR II. Einkünftequantifikation In welcher Höhe liegen steuerbare Einkünfte vor? 1) Einkünfteermittlungsart? Abhängig von der Einkunftsart (vgl. Einkünftequalifikation) 8

9 Aufbau einer Falllösung im EStR Dualismus der Einkünfteermittlung Gewinneinkünfte ( 2 II 1 Nr.1 EStG) Überschusseinkünfte ( 2 II 1 Nr.2 EStG) Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich, 4 I, 5 I EStG Gewinnermittlung durch Einnahmen Über- schuss- Rechnung 4 III EStG Bes. Ermittlung: Durchschnittssätze ( 13a EStG) Überschuss Einnahmen über Werbungskosten, 2 I 1 Nr. 2 EStG Ab : Bruttorechnung für Einkünfte aus Kapitalvermögen, 2 II 2, 20 IX 1 EStG (keine tatsächlichen WK, nur Sparer-PB) Beachte spezielle Gewinnermittlung: 16 II, 17 II, 20 IV, 23 III EStG 9

10 Aufbau einer Falllösung im EStR Einkommensteuerpflicht des X (Kurzübersicht): A. Subjektive Steuerpflicht ( 1 Abs. 1-4 EStG) I. Einkünftequalifikation ( 2 Abs.1 Nr.1-7, EStG) II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart (Ausgangsnorm: 2 Abs. 2 Nr. 1 oder Nr. 2 EStG) 2. Einkünfteermittlung ( 4 ff. oder 8 ff. EStG) III. ggf. Abzug von Sonderausgaben / Außergewöhnlichen Belastungen IV. ggf. Tarif 10

11 Aufbau einer Falllösung im EStR 2) Einkünfteermittlung - Periodizitätsprinzip, 2 Abs. 7 S. 1 u. 2 EStG beachte hier: Zu-/Abflussprinzip ( 11 EStG), Realisationsprinzip - Objektives Nettoprinzip (Leistungsfähigkeitsprinzip) Erwerbsaufwendungen ( 4 Abs.4, 9 Abs.1 EStG) werden bei der Einkünfteermittlung von den Erwerbsbezügen abgezogen, soweit nicht ein Abzugsverbot besteht (vgl. z.b. 3c, 4 Abs. 5 EStG) - Steuerbefreiungen nach 3 EStG - Horizontaler/vertikaler Verlustausgleich Für jede Einkunftsart werden so die Einkünfte zunächst getrennt ermittelt. 11

12 Aufbau einer Falllösung im EStR Einkommensteuerpflicht des X (Kurzübersicht): A. Subjektive Steuerpflicht ( 1 Abs. 1-4 EStG) I. Einkünftequalifikation ( 2 Abs.1 Nr.1-7, EStG) II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart (Ausgangsnorm: 2 Abs. 2 Nr. 1 oder Nr. 2 EStG) 2. Einkünfteermittlung ( 4 ff. oder 8 ff. EStG) III. ggf. Abzug von Sonderausgaben / Außergewöhnlichen Belastungen IV. ggf. Tarif 12

13 Aufbau einer Falllösung im EStR III. Ggf. Abzug von Sonderausgaben ( 10 ff. EStG) / außergewöhnlichen Belastungen ( 33 ff. EStG) Subjektives Nettoprinzip (Einkommensverwendung/Theorie des indisponiblen Einkommens) (Hierzu nur Stellung nehmen, wenn der Sachverhalt Anhaltspunkte dazu liefert.) IV. Ggf. Ermittlung des zu versteuernden Einkommens (Bemessungsgrundlage), des Tarifs und/oder der Steuerschuld (Hierzu nur Stellung nehmen, wenn der Sachverhalt Anhaltspunkte dazu liefert, insb. bei Einkünften aus Kapitalvermögen.) Tarif: vgl. 32a EStG, 32d EStG mit 25% (Stichwort Abgeltungsteuer ) Grds. keine Berücksichtigung von Kapitalerträgen bei der Ermittlung der Einkünfte, vgl. 2 Abs. 5b S. 1 EStG 13

14 Fall 1 - Sachverhalt Die Eheleute Franziska (F) und Max (M) sind österreichische Staatsbürger und unterhalten mit ihren Kindern eine Wohnung in Köln. Während F in den Jahren 2008 bis 2010 beinahe ausschließlich in Frankreich tätig war, blieb M in Köln, kümmerte sich um die gemeinsamen Kinder und ging diversen Tätigkeiten nach. F lebte in dieser Zeit in einer Eigentumswohnung in Paris, besuchte ihre Familie jedoch regelmäßig (ca. 50 Tage im Jahr). F ist als die Geschäftsführerin der C-GmbH. Dafür erhält sie laut Vertrag ein angemessenes Gehalt in Höhe von Im Jahre 2010 hat F 500 für Fachliteratur ausgegeben. F ist darüber hinaus noch Inhaberin von Aktien der deutschen D-AG, welche sie Anfang 2010 für erworben hat, und die am entgegen des allgemeinen Börsentrends einen Wert von erreicht haben. Ihre Freude darüber steigert sich noch weiter, als ihr deutscher Erbonkel ihr ein Grundstück im Wert von schenkweise überträgt. 14

15 Fall 1 - Fragestellung Wie ist der Fall einkommensteuerrechtlich für den Veranlagungszeitraum (VZ) 2010 in Bezug auf F zu behandeln? 15

16 Lösung Fall 1 A. Subjektive Steuerpflicht A. Subjektive Steuerpflicht der F Voraussetzung? 1 Abs. 1 S. 1 EStG i.v.m. 8, 9 AO Gewöhnlicher Aufenthalt gem. 9 AO im Inland? Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand gemäß 9 Satz 1 AO dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Dabei ist als gewöhnlicher Aufenthalt nach 9 Satz 2 Hs. 1 AO stets und von Beginn an ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer anzusehen. 16

17 Lösung Fall 1 A. Subjektive Steuerpflicht Wohnsitz gem. 8 AO, im Inland? Gemäß der Definition in 8 AO hat jemand einen Wohnsitz dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung beibehalten und benutzen wird. Verfügungsmacht Familienwohnsitz Unveränderter und ständig nutzungsbereiter Zustand F ist gem 1 I 1 EStG ivm 8 AO unbeschränkt steuerpflichtig und wird im VZ 2010 mit ihrem Welteinkommen in Deutschland einkommensteuerpflichtig 17

18 Fall 1 Die Eheleute Franziska (F) und Max (M) sind österreichische Staatsbürger und unterhalten mit ihren Kindern eine Wohnung in Köln. Während F in den Jahren 2008 bis 2010 beinahe ausschließlich in Frankreich tätig war, blieb M in Köln, kümmerte sich um die gemeinsamen Kinder und ging diversen Tätigkeiten nach. F lebte in dieser Zeit in einer Eigentumswohnung in Paris, besuchte ihre Familie jedoch regelmäßig (ca. 50 Tage im Jahr). F ist als die Geschäftsführerin der C-GmbH. Dafür erhält sie laut Vertrag ein angemessenes Gehalt in Höhe von Im Jahre 2010 hat F 500 für Fachliteratur ausgegeben. F ist darüber hinaus noch Inhaberin von Aktien der deutschen D-AG, welche sie Anfang 2010 für erworben hat, und die am entgegen des allgemeinen Börsentrends einen Wert von erreicht haben. Ihre Freude darüber steigert sich noch weiter, als ihr deutscher Erbonkel ihr ein Grundstück im Wert von schenkweise überträgt. 18

19 Lösung Fall 1 der F I. Einkünftequalifikation 1. Geschäftsführertätigkeit der F bei der C-GmbH (?) Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit gemäß 2 Abs. 1, S. 1 Nr. 4 ivm 19 Abs.1 S.1 Nr. 1 EStG? Arbeitnehmertypusbegriff Schulden der Arbeitskraft und nicht des Arbeitserfolges Persönliche Weisungsgebundenheit gegenüber dem Dienstherrn nach Art und Weise, Ort, Zeit u. Umfang Organisatorische Eingliederung in den Betrieb des Dienstherrn: keine Unterhaltung eines eigenen Büros, Gestellung der Arbeitsgeräte Fehlendes Unternehmerrisiko: festes Arbeitsentgelt, Urlaubsanspruch, Anspruch auf Sozialleistungen, Fortzahlung im Krankheitsfall Höchstpersönlichkeit der geschuldeten Arbeitsleistung, Abhängigkeit von einem Dienstherrn 19

20 Lösung Fall 1 A. Subjektive Steuerpflicht F ist nach alledem im Hinblick auf die Ausübung ihrer geschäftsführenden Tätigkeit als Arbeitnehmer der C-GmbH anzusehen, sodass das Gehalt, das sie von der C-GmbH bezieht, als Arbeitslohn gemäß 2 LStDV zu qualifizieren und den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit i.s.d. 19 I Nr.1 EStG zuzuordnen ist. 20

21 Fall 1 Die Eheleute Franziska (F) und Max (M) sind österreichische Staatsbürger und unterhalten mit ihren Kindern eine Wohnung in Köln. Während F in den Jahren 2008 bis 2010 beinahe ausschließlich in Frankreich tätig war, blieb M in Köln, kümmerte sich um die gemeinsamen Kinder und ging diversen Tätigkeiten nach. F lebte in dieser Zeit in einer Eigentumswohnung in Paris, besuchte ihre Familie jedoch regelmäßig (ca. 50 Tage im Jahr). F ist als die Geschäftsführerin der C-GmbH. Dafür erhält sie laut Vertrag ein angemessenes Gehalt in Höhe von Im Jahre 2013 hat F 500 für Fachliteratur ausgegeben. F ist darüber hinaus noch Inhaberin von Aktien der deutschen D-AG, welche sie Anfang 2010 für erworben hat, und die am entgegen des allgemeinen Börsentrends einen Wert von erreicht haben. Ihre Freude darüber steigert sich noch weiter, als ihr deutscher Erbonkel ihr ein Grundstück im Wert von schenkweise überträgt. 21

22 Lösung Fall 1 der F I. Einkünftequalifikation 1. Geschäftsführertätigkeit der F bei der C-GmbH Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit i.s.d. 19 I Nr.1 EStG (+) 2. Kurssteigerung der Aktien (?) Steuerbare Einkünfte durch Kurssteigerung? Steuerbar sind einen die laufenden Erträge aus der Einkunftsquelle 2 I 1 Nr. 5, 20 I Nr. 1 EStG und Veräußerungsgewinne gem. 17, 20 II EStG: Durchbrechung der Quellentheorie. Mangels Veräußerung der Aktien hat sich jedoch kein Veräußerungsgewinn realisiert. Daher ist die Kurssteigerung der Aktien hier einkommensteuerrechtlich irrelevant. 22

23 Fall 1 Die Eheleute Franziska (F) und Max (M) sind österreichische Staatsbürger und unterhalten mit ihren Kindern eine Wohnung in Köln. Während F in den Jahren 2008 bis 2010 beinahe ausschließlich in Frankreich tätig war, blieb M in Köln, kümmerte sich um die gemeinsamen Kinder und ging diversen Tätigkeiten nach. F lebte in dieser Zeit in einer Eigentumswohnung in Paris, besuchte ihre Familie jedoch regelmäßig (ca. 50 Tage im Jahr). F ist als die Geschäftsführerin der C-GmbH. Dafür erhält sie laut Vertrag ein angemessenes Gehalt in Höhe von Im Jahre 2013 hat F 500 für Fachliteratur ausgegeben. F ist darüber hinaus noch Inhaberin von Aktien der deutschen D-AG, welche sie Anfang 2010 für erworben hat, und die am entgegen des allgemeinen Börsentrends einen Wert von erreicht haben. Ihre Freude darüber steigert sich noch weiter, als ihr deutscher Erbonkel ihr ein Grundstück im Wert von schenkweise überträgt. 23

24 Lösung Fall 1 der F I. Einkünftequalifikation 1. Geschäftsführertätigkeit der F bei der C-GmbH Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit i.s.d. 19 I Nr.1 EStG (+) 2. Kurssteigerung der Aktien Kurssteigerung stellt keine steuerbaren Einkünfte dar (-) 3. Schenkung des Grundstücks (?) Steuerbare Einkünfte durch Schenkung? Steuerbares Einkommen i.s.d. EStG ist aber nur das am Markt erwirtschaftete Einkommen (Markteinkommenstheorie). Daran fehlt es bei Erbschaften und Schenkungen. Es ist keine der Einkunftsarten des 2 Abs. 1 EStG erfüllt. Beachte: Vorgang unterliegt vielmehr dem ErbStG Prüfung einer evtl. Schenkungsteuerpflicht, 24

25 Lösung Fall 1 der F I. Einkünftequalifikation 1. Geschäftsführertätigkeit der F bei der C-GmbH Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit i.s.d. 19 I Nr.1 EStG (+) 2. Kurssteigerung der Aktien Kurssteigerung stellt keine steuerbaren Einkünfte isd EStG dar (-) 3. Schenkung des Grundstücks Schenkung stellt keine steuerbaren Einkünfte isd EStG dar (-) II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart F hat im VZ 2010 nur Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit als Geschäftsführerin der C-GmbH erzielt. 25

26 Lösung Fall 1 II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart Überschuss der Einnahmen über die WK ( 2 II 1 Nr. 2 EStG) 2. Einkünfteermittlung a) Einnahme 8 I EStG ivm 2 LStDV; Zu- und Abflussprinzip gem. 11 EStG Zufluss i.s.d. 11 I 1 EStG: entscheidend ist idr die wirtschaftliche Verfügungsmacht Aber: gem. 38a I 2 EStG wird bei laufendem Arbeitslohn das Zuflussprinzip durchbrochen (Bezug in dem Kj, in dem Lohnzahlungszeitraum endet) Es sind demnach in 2010 Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit i.h.v anzusetzen. 26

27 Lösung Fall 1 II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten ( 2 Abs. 2 S.1 Nr. 2 EStG) als Ausfluss des objektiven Nettoprinzips 2. Einkünfteermittlung a) Einnahmen ihv b) Werbungskosten (?) Sind die Ausgaben ihv 500 für Fachliteratur Werbungskosten? 9 I 1 EStG Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Finaler Zusammenhang, Veranlassungsprinzip (Kausalität) 27

28 Lösung Fall 1 2. Einkünfteermittlung a) Einnahmen ihv b) Werbungskosten Ausgaben ihv 500 für Fachliteratur sind Werbungskosten isd 9 I EStG Beachte aber: WK-Pauschbetrag gem. 9a S. 1 Nr. 1 lit. a EStG (1.000 ) Einkünfte (Überschuss d. Einnahmen über d. Werbungskosten) Einnahmen Werbungskosten-Pauschbetrag = Überschuss/Einkünfte

29 Abwandlung zu Fall 1 Wie Fall 1, aber abweichend gilt folgendes: Im Jahr 2010 hat F zwar keine Fachliteratur i.h.v. 500,- erworben, jedoch für verschiedene Kostüme und Hosenanzüge ausgegeben, da sie glaubt, der Satz Kleider machen Leute gelte auch für die Position des Geschäftsführers. Zudem flog F auf Bitten ihres Arbeitgebers zu einer 7-tägigen Fachkonferenz nach San Francisco. Flug- und Hotelkosten musste F selbst bezahlen. F entschied sich, die Gelegenheit zu nutzen und ihren Rückflug zu verschieben um 3 Urlaubstage für einen Ausflug in die Rocky Mountains anzuhängen. Sie blieb nach Ende der Konferenz noch 3 Tage/Nächte als Tourist in den USA. Die Kosten für den Hin- und Rückflug betrugen insgesamt Die Übernachtungskosten für die insg. 10 Nächte betrugen 100 /Nacht. 29

30 Lösung Abwandlung Fall 1 A. Subjektive Steuerpflicht der F s.o. der F I. Einkünftequalifikation s.o. (Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit) II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart s.o. (Überschuss der Einnahmen über die WK) 2. Einkünfteermittlung a) Einnahmen s.o. ( ) b) Werbungskosten aa) (?) Kleidung: 9 Abs.1 S.3 Nr. 6 EStG (typische Berufskleidung) oder 12 Nr. 1 EStG (nicht abzugsfähige Kosten der privaten Lebensführung)? 30

31 Lösung Fall 1 Typische Berufskleidung Typische, wegen der Eigenart des Berufs nötige Kleidung (Uniform, Amtstracht, typische Schutzkleidung wie Helme). Das Tragen von Anzügen ist jedoch auch außerhalb des Berufs möglich und üblich. Aufwendung für die Lebensführung Dies sind Aufwendungen deren Verursachung in der Privatsphäre liegen (Einkommensverwendung) 12 Nr. 1 S. 2 EStG Aufteilung bei gemischten Aufwendungen? Grds. ja, Aufwendungen gelten hier aber nach Maßgabe des subjektiven Nettoprinzips (insb. steuerliches Existenzminimum) als abgegolten Keine Abziehbarkeit der Aufwendungen für Kleidung i.h.v aufgrund des Abzugsverbotes als Werbungskosten. 31

32 Lösung Abwandlung Fall 1 A. Subjektive Steuerpflicht der F s.o der F I. Einkünftequalifikation s.o. (Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit) II. Einkünftequantifikation 1. Einkünfteermittlungsart s.o. (Überschuss der Einnahmen über die WK) 2. Einkünfteermittlung a) Einnahmen s.o. ( ) b) Werbungskosten aa) Ausgaben für Kleidung sind keine Werbungskosten (-) bb) (?) Fachkonferenz: Werbungskosten ( 9 Abs.1 S.1 EStG) und/oder Kosten der privaten Lebensführung ( 12 Nr. 1 S. 2 EStG)? 32

33 Lösung Abwandlung Fall 1 (?) Berufliche oder private Veranlassung? Hier: sog. Gemischt veranlasste Aufwendungen (?) Aufteilung der Reisekosten in privat und beruflich veranlassten Teil? Früher: generelles Aufteilungsverbot für gemischt veranlasste Aufwendungen gem. 12 Nr. 1 S.2 EStG Heute: allgemeines Aufteilungsverbot aufgehoben und aufgrund des objektiven Nettoprinzips gebotene Aufteilung bei Aufteilbarkeit (eindeutiger Zuordnungsmöglichkeit zur beruflichen oder einer privaten Sphäre) Aufteilbarkeit der Flug- und Übernachtungskosten wegen eindeutiger Zuordnungsmöglichkeit? 33

34 Lösung Abwandlung Fall 1 Hin- und Rückflugkosten betreffen den beruflichen und privaten Reiseanteil und sind nach beruflich und privat veranlassten Zeitanteilen der Reise aufzuteilen (3/10 Tagen privat, 7/10 Tagen beruflich veranlasst) 7/10 von 1.000,- = 700,- Werbungskosten Übernachtungskosten bzgl. Übernachtung im Zusammenhang mit Fachkongress voller Ansatz 7 Tage je 100,- = 700,- Werbungskosten Werbungskosten i.h.v ,- WK-Pauschbetrag, 9a EStG daher nicht anwendbar (Leistungsfähigkeitsprinzip) 34

35 Lösung Abwandlung Fall 1 2. Einkünfteermittlung a) Einnahmen s.o. ( ) b) Werbungskosten aa) Ausgaben für Kleidung sind keine Werbungskosten (-) bb) Fachkonferenz: Werbungskosten gem. 9 Abs.1 S.1 EStG ihv Einkünfte (Überschuss d. Einnahmen über d. Werbungskosten) Einnahmen Werbungskosten = Überschuss/Einkünfte

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