Männerbündnis Sylvia Pranga ~ 2 ~

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2 Männerbündnis Sylvia Pranga ~ 2 ~

3 Männerbündnis Sylvia Pranga 2016 Sieben Verlag, Groß-Umstadt Covergestaltung Andrea Gunschera ISBN Taschenbuch: ISBN ebook-pdf: ISBN ebook-epub:

4 Kapitel 1 Es fühlte sich falsch an. Das war nicht sein Bett. Der Geruch von Holz und muffigen Decken drang Calum in die Nase. Mit einem unwilligen Seufzen drehte er den Kopf auf die andere Seite. Schmerz schoss durch seine Schläfen und strahlte bis zu seiner Stirn aus. Calum stöhnte und öffnete die Augen. Dunkelheit. Er richtete sich auf. Die pochenden Kopfschmerzen ließen Übelkeit in ihm aufsteigen. Nachdem er ein paar Mal tief durchgeatmet hatte, fühlten sich Magen und Kopf etwas besser an. Er suchte den Raum nach einer Lichtquelle ab und fand sie links von sich. Ein schmaler Streifen Helligkeit drang kurz über dem Boden ins Zimmer. Es musste eine Tür zu einem angrenzenden Raum sein. Er schwang die Beine über die Bettkante. Dabei bemerkte er, dass er vollständig bekleidet war. Seine Hände ertasteten eine Patchworkdecke. Wo befand er sich? Wie war er hierher gekommen? Sein Gedächtnis ließ ihn im Stich. Unbehagen erhöhte seinen Pulsschlag und ließ die Kopfschmerzen hämmernd wiederkehren. John? Seine Stimme klang fremd in seinen Ohren, rau und belegt. Wie er bereits befürchtet hatte, bekam er keine Antwort. Im Zimmer war es unheimlich still, auch von außerhalb drang kein Geräusch herein. Es musste eine harmlose Erklärung für diese Situation geben. Hatte er sich auf einem Ausflug verletzt und war in ein fremdes Haus gebracht worden? Hatte er zu viel getrunken und war nun in einem billigen Motel aufgewacht? Das würde seine Kopfschmerzen und den muffigen Geruch im Zimmer erklären. In diesem Fall musste es am Bett einen Nachttisch mit einer Lampe geben. Mit schon ruhigerem Puls tastete Calum sich am Bett entlang zum Kopfende. Tatsächlich stießen seine Finger auf einen kleinen Holztisch. Bei der weiteren Suche hätte er die Lampe beinahe umgestoßen. Doch schließlich fand er einen Plastikschalter und betätigte ihn. ~ 4 ~

5 Schlagartig wurde es im Zimmer hell. Calum kniff die Augen zusammen. Das Licht schien ihm direkt ins Gehirn zu stechen. Für einen Moment waren die Kopfschmerzen unerträglich. Dann öffnete er seine Augen vorsichtig blinzelnd wieder. Vor sich sah er einen Holzhocker, der als Nachttisch diente. Darauf stand ein Lampenständer ohne Schirm, dessen Birne grelles Licht verbreitete. Daneben befand sich eine zu einem Drittel geleerte Wasserflasche. Stirnrunzelnd sah Calum sich im Zimmer um. Als erstes fiel ihm auf, dass alle Wände aus dicken Baumstämmen bestanden. Offensichtlich befand er sich in einer Blockhütte. Es war ihm ein Rätsel, wie und warum er hierher gekommen war. In London oder Weybridge konnte er sich jedenfalls nicht befinden. Sein Puls beschleunigte sich wieder. Was war geschehen? Er versuchte krampfhaft, sich zu erinnern. Doch sein Gedächtnis ließ ihn weiterhin im Stich. Das bereitete ihm ebenso große Sorge, wie der rätselhafte Ort, an dem er sich befand. Vorsichtig stand er auf. Ein kurzes Schwindelgefühl erfasste ihn, aber dann konnte er die ersten wackligen Schritte machen. Abgesehen von dem Feldbett, auf dem er gelegen hatte, und dem Hocker war der Raum leer. Links von ihm befand sich eine Tür, durch deren Spalt zuvor das Licht gedrungen war. Er seufzte erleichtert. Im angrenzenden Zimmer musste sich also jemand aufhalten, den er fragen konnte, wo er sich befand und warum er hier war. Er ging zur Tür und drückte die Klinke herunter. Es war ein deutlicher Widerstand zu spüren, und die Tür ließ sich nicht öffnen. Man hatte ihn eingeschlossen. Warum? Hallo? Ist dort jemand? Machen Sie die Tür auf. Calum legte sein Ohr an die Holztür. Er meinte im Nebenzimmer Geräusche zu hören, konnte sich aber täuschen. Das dicke Holz ließ bestimmt nicht alles durch. Wahrscheinlich war es schwierig, sein Rufen im Nebenraum zu hören. Daher hämmerte er mit aller Kraft gegen die Tür und ~ 5 ~

Bernds rechte Hand in die Hosentasche. Für einen Moment berührten seine Finger das Messer. Schade, dass der Alte nicht zu sehen ist, dachte er.

Bernds rechte Hand in die Hosentasche. Für einen Moment berührten seine Finger das Messer. Schade, dass der Alte nicht zu sehen ist, dachte er. Bernds rechte Hand in die Hosentasche. Für einen Moment berührten seine Finger das Messer. Schade, dass der Alte nicht zu sehen ist, dachte er. Aber gut, jetzt musste er zumindest noch irgendeinen Beweis

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