Wie lassen sich körperliche Symptome psychosomatisch verstehen? Oder: Die verborgenen Wege der Gefühle

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Wie lassen sich körperliche Symptome psychosomatisch verstehen? Oder: Die verborgenen Wege der Gefühle"

Transkript

1 Wie lassen sich körperliche Symptome psychosomatisch verstehen? Oder: Die verborgenen Wege der Gefühle 8. Internationaler Hamburger Sport-Kongress, November 2016 Dr. Susanne Gentzsch

2 Psychosomatik Psychosomatik ist ein metaphysischerphilosophischer Ansatz, der die Leib-Seele- Problematik zu verstehen sucht. Psychosomatik ist ein interdisziplinärer Ansatz. Er berücksichtigt Diagnostik und Therapie somatischer und psychischer Krankheiten. Psychosomatik ist ein eigener klinischer Forschungsansatz. (Schüßler 2005, Klußmann 2002, Frevert 2007)

3 Psychosomatik Es geht um den rätselhaften Sprung (Freud) vom Psychischen ins Körperliche und umgekehrt. (Hoffman, Hochapfel 1995)

4 Psychosomatik Psychosomatische Medizin ist die Lehre von den körperlichen-seelischen-sozialen Wechselwirkungen in der Entstehung, im Verlauf und in der Behandlung von menschlichen Krankheiten. Sie muss ihrem Wesen nach als eine personenzentrierte Medizin verstanden werden. (Hoffman, Hochapfel 1995)

5 Psychosomatik Der psychische Anteil ist immer von unterschiedlicher Art und Gewicht für jeden einzelnen Patienten, was der Psychosomatik etwas sehr Individuelles gibt. (Pschyrembel 1982)

6 Fallbeispiel Herr K., 49 Jahre, kommt seit mehr als einem Jahr in Deine Gruppe. Du weißt von ihm, dass er immer wieder Schmerzen im LWS- Bereich hat. Mal weniger und etwas im Hintergrund, mal sind die Schmerzen so massiv, dass sein Befinden ganz davon bestimmt ist und die Schmerzen ihn in seinen Verhalten und in seinen Bewegungen deutlich einschränken. Aus Gesprächen am Rande weißt Du, dass Herr K. als angesehener und erfolgreicher leitender Angestellter mit hohem Arbeitsdruck zu tun hat. Es gibt im Grunde kontinuierlich Umstrukturierungen, die mit viel Extra-Arbeit neben dem Alltagsgeschäft einhergehen. Und er nimmt seine Führungsverantwortung sehr ernst und nimmt sich immer wieder Zeit, mit seinen Mitarbeitern Gespräche zu führen.

7 Fallbeispiel Privat steht er davor, zum 2. Mal zu heiraten. Es ist aber schwer, in der Arbeitssituation einen guten Zeitpunkt für die Hochzeit zu finden. Dies umso mehr, als seine Lebensgefährtin sich eine romantische Hochzeit mit einigem Aufwand wünscht. Für ihn wäre es dabei vollkommen ausreichend, dies in kleinem Kreise und eher still und einfach zu halten. Nach einer der letzten Gruppenstunden hatte sich zwischen Euch ein Gespräch ergeben. Du hattest Dir viel Mühe gegeben, auf ihn einzugehen. Hattest verschiedenes noch einmal nachgefragt und ihm spezielle Empfehlungen gegeben für sein Alltagsverhalten wie auch für seine Bewegungen in der gemeinsamen Gruppe. Zum dem Termin danach kam Herr K. mit der Rückmeldung, dass er nach dem letzten Mal richtig doll Schmerzen gehabt habe und er auch für heute nicht wisse, wie viel oder ob er überhaupt mitmachen könne.

8 Die Frage ist Welche Bedeutungen kann der Rückenschmerz bei Herrn K. haben? Versucht so viele Bedeutungsvariationen wie möglich zu finden.

9 Affektregulation Regulation unangenehmer, negativer, bedrohlicher emotionaler Zustände Ausgleichen Halten (-> Prinzip Achtsamkeit ) Stichwort Idiomotion Siehe auch Der Spiegel Nr. 39/ , S

10 Abwehrmechanismus Grundannahme in der Psychoanalyse/ Tiefenpsychologie: Menschen sind bestimmt von zentralen inneren Konflikten.

11 Abwehrmechanismus Beispiele für zentrale innere Konflikte: Abhängigkeit / Autonomie Unterwerfung / Kontrolle (Macht) Versorgung / Autarkie Selbstwertkonflikte Über-Ich- und Schuld-Konflikte Ödipal-sexuelle Konflikte Identitätskonflikte Eingeschränkte Konflikt- und Gefühlswahrnehmung

12 Abwehrmechanismus Grundannahme in der Psychoanalyse/ Tiefenpsychologie: Diese Konflikte erzeugen so viel innere Spannung, dass sie unerträglich sind und innerlich abgewehrt werden müssen. Dies geschieht mit Hilfe von Abwehrmechanismen.

13 Abwehrmechanismus Motto bei psychosomatischen Symptomen: Wo seelisches war, wird körperliches sein. Befreiung von Konfliktspannung -> primärer Krankheitsgewinn

14 Beziehungsregulierende Funktion Nähe und Distanz

15 Symbolisierung bzw. Ausdruck Was bringt das Symptom zu Ausdruck? Was ist die symbolische Bedeutung des Symptoms? Konversion, Konversionsneurose Geht zurück auf Freud

16 Resomatisierung Die Desomatisierung = erwachsenes reifes Ich Resomatisierung = Regression unter Belastungsdruck (Schur 1953) Affektregulation bzw. Abwehrmechanismus -> Angst, Überforderung, Hiflosigkeit

17 außerdem: Stress-Theorie Lerntheoretischer- bzw. verhaltenstherapeutischer Ansatz Bio-psycho-sozialer Ansatz

18 Schließlich Die verborgenen Wege der Gefühle

19 Die verborgenen Wege der Gefühle Menschenbild Mitgefühl Geduld

20 Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! 8. Internationaler Hamburger Sport-Kongress, November 2016 Dr. Susanne Gentzsch

Vortrag allgemeine Psychosomatik

Vortrag allgemeine Psychosomatik Vortrag allgemeine Psychosomatik AEMI 06.06.2010 Claudia Klaus FÄ für Innere Medizin + FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Gliederung: 1. Historie/Definition Psychosomatik 2. Psychosomatik

Mehr

TM305 Fallkonzeptionen in Psychotherapie und Seelsorge. Prof. Dr. med. Samuel Pfeifer

TM305 Fallkonzeptionen in Psychotherapie und Seelsorge. Prof. Dr. med. Samuel Pfeifer TM305 Fallkonzeptionen in Psychotherapie und Seelsorge Prof. Dr. med. Samuel Pfeifer Die folgende Präsentation ist Teil des Unterrichtsmaterials für das Modul TM305 Psychotherapie und Seelsorge im Dialog

Mehr

Psychoanalyse. Was ist Psychotherapie? Psychoanalyse

Psychoanalyse. Was ist Psychotherapie? Psychoanalyse Psychoanalyse Empfohlen als Ausbildungsstätte vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH) F4: Neurotische Störungen Anamnese & Diagnostik mit Fallbeispielen F4: Belastungsstörungen Medikamentenkunde

Mehr

50 Fragen zur Psychosomatik

50 Fragen zur Psychosomatik 50 Fragen zur Psychosomatik Grundzüge der Psychosomatik. Lehrstoff in PPP zum Wahlfach SE Budapest, Institut für Verhaltenswissenschaften Dr. A. Harrach Psychiater(H) Facharzt für Psychosomatische Medizin

Mehr

Sucht und Trauma. Die schwarzen Brüder

Sucht und Trauma. Die schwarzen Brüder Update Sucht interdisziplinär KSSG 3. Februar 2011 Sucht und Trauma. Die schwarzen Brüder Dr. med. Thomas Maier Chefarzt Akutpsychiatrie, Sucht- und Psychotherapie St. Gallische Psychiatrische Dienste

Mehr

JEDER 3. DEUTSCHE MIT PSYCHOSOMATISCHEN BESCHWERDEN Ich habe Rücken! Häufig ist die Psyche schuld!

JEDER 3. DEUTSCHE MIT PSYCHOSOMATISCHEN BESCHWERDEN Ich habe Rücken! Häufig ist die Psyche schuld! JEDER 3. DEUTSCHE MIT PSYCHOSOMATISCHEN BESCHWERDEN Ich habe Rücken! Häufig ist die Psyche schuld! Rücken- oder Nackenschmerzen sind nicht immer die Folge von Bewegungsmangel, sondern können auch andere

Mehr

Psychosomatische Grundversorgung

Psychosomatische Grundversorgung IPPP Institut für Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapie und Psychosomatik Düsseldorf e.v. * in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität

Mehr

Die Bedeutung des Menschenbildes für die Behandlung psychischer Erkrankungen. Wiesbaden. 25. Januar 2017 Kaiser-Friedrich-Residenz

Die Bedeutung des Menschenbildes für die Behandlung psychischer Erkrankungen. Wiesbaden. 25. Januar 2017 Kaiser-Friedrich-Residenz Die Bedeutung des Menschenbildes für die Behandlung psychischer Erkrankungen 25. Januar 2017 Kaiser-Friedrich-Residenz Wiesbaden Eine Veranstaltung der Sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns, Sie

Mehr

Erfahrungsorientierte Körperpsychotherapie für Kinder und Jugendliche

Erfahrungsorientierte Körperpsychotherapie für Kinder und Jugendliche Erfahrungsorientierte Körperpsychotherapie für Kinder und Jugendliche Nicole Gäbler, Berlin 2012 Psychologische Psychotherapeutin, Körperpsychotherapeutin (Hakomi), Kinder- und Jugendpsychotherapeutin,

Mehr

Neurodermitis und Schuppenflechte natürlich behandeln

Neurodermitis und Schuppenflechte natürlich behandeln DR. MED. HEIKE BUESS-KOVÁCS Neurodermitis und Schuppenflechte natürlich behandeln Die Therapie natürlich unterstützen Den Juckreiz wirksam behandeln Warum Ernährungsumstellung so wichtig ist 18 Die Haut

Mehr

Leseprobe Heilpraktiker für Psychotherapie

Leseprobe Heilpraktiker für Psychotherapie Leseprobe Heilpraktiker für Psychotherapie Neurosen 1. Was sind Neurosen? Der Begriff Neurosen beschreibt seit der Verwendung durch Sigmund Freud psychische bedingte Erkrankungen, wie Angstneurosen und

Mehr

Psychosomatische Modelle

Psychosomatische Modelle Psychosomatische Modelle Das klassische Krankheitsmodell Die Medizin muß Naturwissenschaft sein oder doch wenigstens auf naturwissenschaftlichem Boden stehen, und die Methode ist das Experiment. (Bernhard

Mehr

Selbstverletzendes Verhalten

Selbstverletzendes Verhalten Selbstverletzendes Verhalten Erscheinungsformen, Ursachen und Interventionsmöglichkeiten von Franz Petermann und Sandra Winkel mit einem Beitrag von Gerhard Libal, Paul L Plener und Jörg M. Fegert GÖTTINGEN

Mehr

Der Körper ist krank, und die Seele?

Der Körper ist krank, und die Seele? Der Körper ist krank, und die Seele? Bernd Löwe, Inka Wahl Universitäre Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Hamburg 1 Psychosomatik der Autoimmunhepatitis Körperliche Erkrankungen und

Mehr

Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik OPD-2

Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik OPD-2 Arbeitskreis OPD (Herausgeber) Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik OPD-2 Das Manual für Diagnostik und Therapieplanung Entwickelt und herausgegeben vom Arbeitskreis zur Operationalisierung Psychodynamischer

Mehr

Was ist eigentlich Psychotherapie?

Was ist eigentlich Psychotherapie? Was ist eigentlich Psychotherapie? Dr. med. Anke Valkyser Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Katholisches Krankenhaus Hagen gem. GmbH 1 Kommunikation Geschultes Personal und hilfebedürftige

Mehr

Seelische Krankheiten dürften so alt sein wie die Menschheit selbst. Die Depression gehören zu den häufigsten seelischen Erkrankungen und wurden

Seelische Krankheiten dürften so alt sein wie die Menschheit selbst. Die Depression gehören zu den häufigsten seelischen Erkrankungen und wurden 1 Seelische Krankheiten dürften so alt sein wie die Menschheit selbst. Die Depression gehören zu den häufigsten seelischen Erkrankungen und wurden schon in der Antike beschrieben. Die Geschichte der Depression

Mehr

Psychiatrie und Psychosomatik

Psychiatrie und Psychosomatik o Begriffe: Die Psychiatrie bzw. der psychiatrische Notfall hängt mit verschiedenen Fachrichtungen der Medizin eng zusammen Nicht jeder psychiatrische Notfall im Rettungsdienst fällt in den Fachbereich

Mehr

Häufige Begleiterkrankungen: Körperliche Erkrankungen Epilepsie Sonstige körperliche Erkrankungen

Häufige Begleiterkrankungen: Körperliche Erkrankungen Epilepsie Sonstige körperliche Erkrankungen Vorwort und Einleitung: Autismus und Gesundheit... 11 Menschen mit Autismus und das Recht auf Gesundheit.... 12 Gesundheit und Krankheit bei Menschen mit Autismus.... 12 Zu diesem Buch.......... 12 Vorsorge

Mehr

Psychosomatik aktuell?

Psychosomatik aktuell? Psychosomatik aktuell? Georg Fraberger Klinischer & Gesundheitspsychologe Univ. Klinik f. Orthopädie Allgemeines Krankenhaus Wien Ebene 7D Währinger Gürtel 18-20, A-1090 Wien Tel: 40400-4058 Mail: georg.fraberger@meduniwien.ac.at

Mehr

Wege aus Angst und Panik BADEN-BADEN. Behandlungsangebot für Menschen mit akuten Angsterkrankungen

Wege aus Angst und Panik BADEN-BADEN. Behandlungsangebot für Menschen mit akuten Angsterkrankungen Wege aus und Panik BADEN-BADEN Behandlungsangebot für Menschen mit akuten erkrankungen Wenn die Seele quält... Ganz plötzlich wie aus heiterem Himmel verspüren Sie körperliche Beschwerden, wie Herzrasen,

Mehr

1 Psychodynamische Psychotherapie eine Begriffsbestimmung ... 1

1 Psychodynamische Psychotherapie eine Begriffsbestimmung ... 1 XI 1 Psychodynamische Psychotherapie eine Begriffsbestimmung... 1 1.1 Entwicklungen auf psychoanalytischer Grundlage... 1 1.2 Gemeinsame Grundkonzepte... 5 1.2.1 Das Wirken innerer psychischer Kräfte...

Mehr

Interdisziplinäre Palliativstation. Eine Patienteninformation der Medizinischen Klinik II und der Klinik für Neurologie

Interdisziplinäre Palliativstation. Eine Patienteninformation der Medizinischen Klinik II und der Klinik für Neurologie Interdisziplinäre Palliativstation Eine Patienteninformation der Medizinischen Klinik II und der Klinik für Neurologie 2 Interdisziplinäre Palliativstation Interdisziplinäre Palliativstation 3 Liebe Patientinnen

Mehr

Psychotherapie und Psychosomatik

Psychotherapie und Psychosomatik Psychotherapie und Psychosomatik Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage Bearbeitet von Prof. Dr. Michael Ermann 6., überarbeitete und erweiterte Auflage 2016. Buch. 644 S. Softcover ISBN 978 3 17

Mehr

Angst und Atemnot in der Palliativpflege

Angst und Atemnot in der Palliativpflege Angst und Atemnot in der Palliativpflege Qualitätszirkel Pallium, Bühl, 16.03.2011, Psychoonkologin (DKG), Atemtherapeutin (AFA), Körperpsychotherapeutin Inhaltsverzeichnis Angst im palliativmedizinischen

Mehr

Teil 1 Entwicklungspsychologie, allgemeine Neurosenlehre

Teil 1 Entwicklungspsychologie, allgemeine Neurosenlehre Teil 1 Entwicklungspsychologie, allgemeine Neurosenlehre 1 Die vier Psychologien der Psychoanalyse.................... 3 Triebpsychologie/Libidotheorie (nach Freud)................. 4 Strukturmodell (

Mehr

2 Der Einfluss von Sport und Bewegung auf die neuronale Konnektivität 11

2 Der Einfluss von Sport und Bewegung auf die neuronale Konnektivität 11 I Grundlagen 1 1 Neurobiologische Effekte körperlicher Aktivität 3 1.1 Einleitung 3 1.2 Direkte Effekte auf Neurone, Synapsenbildung und Plastizität 4 1.3 Indirekte Effekte durch verbesserte Hirndurchblutung,

Mehr

Die Sprache der Seele

Die Sprache der Seele Die Sprache der Seele Psychosomatische Symptome als Chance für Gesundheit und Wohlbefinden von Ingo Schymanski 1. Auflage Die Sprache der Seele Schymanski schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de

Mehr

Bleib aufrecht Psychologische Risiko- und Schutzfaktoren bei Rückenschmerz. Mag. Helene Mallinger

Bleib aufrecht Psychologische Risiko- und Schutzfaktoren bei Rückenschmerz. Mag. Helene Mallinger Bleib aufrecht Psychologische Risiko- und Schutzfaktoren bei Rückenschmerz Mag. Helene Mallinger Inhalt Warum schmerzpsychologische Therapie? Wann schmerzpsychologische Therapie? Ziele einer schmerzpsychologische

Mehr

Spirituelle Evaluation im Patientengespräch anhand des Modells STIW

Spirituelle Evaluation im Patientengespräch anhand des Modells STIW Spirituelle Evaluation im Patientengespräch anhand des Modells STIW Definitionsversuch von Spiritualität Spiritualität ist die Erfahrung mit dem ewig Anderen. ( DDr. Monika Renz) Spiritualität ist die

Mehr

Psychosomatische Krankheiten

Psychosomatische Krankheiten Psychosomatische Krankheiten Psychosomatik ist die Lehre der Krankheiten, die sich körperlich äußern und dabei teilweise oder ganz psychisch verursacht werden. Der Arzt in Antike und Mittelalter behandelte

Mehr

Psychosoziale Risiken und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Herausforderungen für die Mediziner 14. SIZ-Care Forum

Psychosoziale Risiken und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Herausforderungen für die Mediziner 14. SIZ-Care Forum Psychosoziale Risiken und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Herausforderungen für die Mediziner 14. SIZ-Care Forum Dr. med. Andreas Canziani FMH Psychiatrie und Psychotherapie Themen Was sind

Mehr

Praxis der Psychosomatischen Grundversorgung

Praxis der Psychosomatischen Grundversorgung Praxis der Psychosomatischen Grundversorgung Die Beziehung zwischen Arzt und Patient von Iris Veit 1. Auflage 2010 Kohlhammer 2010 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 17 020832 2 Zu Leseprobe

Mehr

Psychiatrie, Sucht, Psychotherapie. Klinikum am Europakanal

Psychiatrie, Sucht, Psychotherapie. Klinikum am Europakanal Psychiatrie, Sucht, Psychotherapie und Psychosomatik Klinikum am Europakanal Klinikum am Europakanal Unser Klinikum, reizvoll in einer parkähnlichen Anlage am Rande von Erlangen direkt am Europakanal gelegen,

Mehr

Grundlagen der medizinischen Psychologie und Soziologie

Grundlagen der medizinischen Psychologie und Soziologie Grundlagen der medizinischen Psychologie und Soziologie Einbeziehung der psychologischen und soziologischen Aspekte von Krankheit und Gesundheit in ärztliches Denken und Handeln Psychologie Beschäftigt

Mehr

Soziale Unterstützung

Soziale Unterstützung Soziale Unterstützung Professor Dr. Dr. Wolfgang Schneider Medizinische Fakultät der Universität Rostock Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin Institut für Psychotherapie,

Mehr

Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Bezirksklinikum Ansbach

Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Bezirksklinikum Ansbach Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Bezirksklinikum Ansbach Bezirksklinikum Ansbach Ansbach mit seiner reizvollen Altstadt liegt an der Romantischen Straße zwischen dem Naturpark Frankenhöhe

Mehr

18. Tannenhof-Fachtagung

18. Tannenhof-Fachtagung 18. Tannenhof-Fachtagung «Sind wir alle gaga? Oder der Mythos vom Massenleiden. Paul Rhyn santésuisse, Leiter Publizistik Projekt: Tannenhof-Fachtagung, 29.04.2016 Datum: 28.04.2016 Folie 1 Wie geht es

Mehr

Ganzheitliches Verständnis für Körper und Psyche

Ganzheitliches Verständnis für Körper und Psyche Ganzheitliches Verständnis für Körper und Psyche Integrierte psychosomatische Kurzzeittherapie Mag. Birgit Wille-Wagner Leiterin Klinische Psychologie und Psychotherapie Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter

Mehr

Weitere Therapieziele

Weitere Therapieziele Heute würde Lazarus nicht mehr auferstehen dazu hat die Medizin zu viele Fortschritte gemacht. Mario Marenco Weitere Therapieziele Egal, welche Symptome eines Krankheitsbildes Sie eventuell feststellen

Mehr

Tagesklinik Nord. für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. 5. Regionale Bildungskonferenz Langenhorn/ Fuhlsbüttel/ Ohlsdorf

Tagesklinik Nord. für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. 5. Regionale Bildungskonferenz Langenhorn/ Fuhlsbüttel/ Ohlsdorf Tagesklinik Nord für Kinder, Jugendliche und ihre Familien 5. Regionale Bildungskonferenz Langenhorn/ Fuhlsbüttel/ Ohlsdorf Tagesklinik Nord 1. Familientagesklinik 2. Schwerpunkt Multifamilientherapie

Mehr

Erasmus+ Curriculum für die Fort-und Weiterbildung

Erasmus+ Curriculum für die Fort-und Weiterbildung Erasmus+ Curriculum für die Fort-und Weiterbildung Reduktion psychosozialer Belastungsfaktoren in der Altenpflege Natascha Gormanns-Bieker Betriebspädagogin M.A. 1 Erasmus+ Identifikation wichtiger Themenfelder

Mehr

Grundbegriffe der Psychoanalyse Entwicklungspsychologische Modelle

Grundbegriffe der Psychoanalyse Entwicklungspsychologische Modelle APMW Basiscurriculum 2016-2018 Grundbegriffe der Psychoanalyse Entwicklungspsychologische Modelle Univ.-Prof. Dr. Stephan Doering Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie Univ.-Prof. Dr. Stephan Doering

Mehr

Psychoonkologische Versorgung auf der Palliativstation

Psychoonkologische Versorgung auf der Palliativstation Psychoonkologische Versorgung auf der Palliativstation Wer an Krebs erkrankt, leidet nicht nur körperlich Jessica Dietrich Psychoonkologin der Palliativstation Kloster Lehnin Anspruch der Palliativversorgung

Mehr

THERAPIE ZUHAUSE Angebote des AHG Gesundheitszentrum Ludwigshafen

THERAPIE ZUHAUSE Angebote des AHG Gesundheitszentrum Ludwigshafen THERAPIE ZUHAUSE Angebote des AHG Gesundheitszentrum Ludwigshafen Referentinnen: Sabine Najemnik, Dipl.- Sozialarbeiterin, Sozialtherapeutin/Sucht Heike Heil, Dipl.- Psychologin, Systemische Therapeutin

Mehr

Forum Suchtmedizin Ostschweiz Regionalkonferenz Ost 14. August Sucht und Trauma. Dr. med. Thomas Maier

Forum Suchtmedizin Ostschweiz Regionalkonferenz Ost 14. August Sucht und Trauma. Dr. med. Thomas Maier Forum Suchtmedizin Ostschweiz Regionalkonferenz Ost 14. August 2014 Sucht und Trauma Dr. med. Thomas Maier Chefarzt Akutpsychiatrie, Sucht- und Psychotherapie St. Gallische Psychiatrische Dienste Sektor

Mehr

Gruppentherapie in der Traumabehandlung

Gruppentherapie in der Traumabehandlung Gruppentherapie in der Traumabehandlung die Gruppe als Ressource nutzen Luise Reddemann Grundsätze Ausgewogenheit bzgl. Ressourcen und Probleme Zukunftsorientierung I. Einleitung I. Einleitung Hilfreich

Mehr

Fleherstraße Düsseldorf-Bilk Tel Fax

Fleherstraße Düsseldorf-Bilk  Tel Fax Fleherstraße 1 40223 Düsseldorf-Bilk www.krebsberatungduesseldorf.de Tel. 0211-30 20 17 57 Fax. 0211-30 32 63 46 09.04.2014 Sabine Krebsgesellschaft Deiss - Krebsberatung NRW Düsseldorf Thema Psychoonkologische

Mehr

Work-Life-Balance & Burnout-Prävention Vortragsreihe der NÖGKK in Kooperation mit Dr. Schmid & Dr. Schmid

Work-Life-Balance & Burnout-Prävention Vortragsreihe der NÖGKK in Kooperation mit Dr. Schmid & Dr. Schmid Work-Life-Balance & Burnout-Prävention Vortragsreihe der NÖGKK in Kooperation mit Dr. Schmid & Dr. Schmid Dr. Norman Schmid Klinischer- und Gesundheitspsychologe Leiter Berufsverband NÖ Psychologen 1 Inhalt

Mehr

Palliative Care. In der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung

Palliative Care. In der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung Palliative Care In der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung DGKS Patrizia Pichler Trainerin für Palliative Care und Hospizarbeit Lebens - und Trauerbegleiterin www.patrizia-pichler.com info@patrizia-pichler.com

Mehr

Psychologischer Dienst

Psychologischer Dienst Psychologischer Dienst MediClin Albert Schweitzer Klinik Königsfeld Fachklinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen Fachklinik für Atemwegserkrankungen, Allergien und Schlafmedzin Prävention l Akut

Mehr

8. Symposium Multiples Myelom für PatientInnen und Angehörige Psychologische Betreuung für Patienten und Angehörige- wann ist der rechte Zeitpunkt?

8. Symposium Multiples Myelom für PatientInnen und Angehörige Psychologische Betreuung für Patienten und Angehörige- wann ist der rechte Zeitpunkt? 8. Symposium Multiples Myelom für PatientInnen und Angehörige Psychologische Betreuung für Patienten und Angehörige- wann ist der rechte Zeitpunkt? lic. phil. Pamela Loosli Hämatologie, Universitätsspital

Mehr

ABWEHRMECHANISMEN Trennungsangst Angst vor Liebesverlust Kastrationsangst Gewissensangst Angst vor realen Gefahren Abwehrmechanismen des Ich

ABWEHRMECHANISMEN Trennungsangst Angst vor Liebesverlust Kastrationsangst Gewissensangst Angst vor realen Gefahren Abwehrmechanismen des Ich ABWEHRMECHANISMEN Neben den negativen Fehlleistungen des Unbewussten gibt es natürlich auch positive Leistungen: Anpassung an die Realität Bewältigung d. Aufgaben d. tägl. Lebens Sie laufen zum Großteil

Mehr

Psychodynamik chronischer Schmerzen und Auswirkungen auf Betreffende und deren Beziehung. Vortrag Pflegeforum am Klinikum Oldenburg

Psychodynamik chronischer Schmerzen und Auswirkungen auf Betreffende und deren Beziehung. Vortrag Pflegeforum am Klinikum Oldenburg Psychodynamik chronischer Schmerzen und Auswirkungen auf Betreffende und deren Beziehung Vortrag Pflegeforum am 21.08.2013 Klinikum Oldenburg 1 Chronischer Schmerz - ein multifaktorielles Geschehen - Bedeutungen

Mehr

Wie Beziehungsmuster den Verlauf nicht-spezifischer Körperbeschwerden beeinflussen

Wie Beziehungsmuster den Verlauf nicht-spezifischer Körperbeschwerden beeinflussen Wie Beziehungsmuster den Verlauf nicht-spezifischer Körperbeschwerden beeinflussen Schritte im Prozess der Betreuung in der hausärztlichen Praxis Die aktive Gestaltung einer empathischen Arzt-Patient-

Mehr

KLINIK FÜR PSYCHOSOMATIK UND PSYCHOTHERAPEUTISCHE MEDIZIN

KLINIK FÜR PSYCHOSOMATIK UND PSYCHOTHERAPEUTISCHE MEDIZIN KLINIK FÜR PSYCHOSOMATIK UND PSYCHOTHERAPEUTISCHE MEDIZIN LOGBUCH für das Praktische Jahr NAME: VORNAME: Matrikel-Nr.: PJ Zeitraum: - Inhalt 1. Allgemeiner Teil... 2 1.1. Begrüßung... 2 1.2. Einführung

Mehr

CCG Competence Center Gesundheit

CCG Competence Center Gesundheit Menschen mit Demenz im Stationsalltag Herausforderung (in) der Praxis Ralf Schattschneider mit Ergebnissen aus einem Fachprojekt von Anna Ohlerich, Rebecca Robertson, Ina Tinis, Constanze Weichert unter

Mehr

Schulinternes Curriculum des Faches Psychologie

Schulinternes Curriculum des Faches Psychologie Schulinternes Curriculum des Faches Psychologie Inhalt Jahrgangsstufe EF... 2 EF.1... 2 EF.2... 3 Jahrgangsstufe Q1... 4 Q1.1... 4 Q1.2... 4 Jahrgangsstufe Q2... 6 Q2.1... 6 Q2.2... 6 Stand: Februar 2012

Mehr

Psychosoziale Auswirkungen bei chronischen Krankheiten. oder: Psychisch gesund trotz körperlich chronischer Krankheit

Psychosoziale Auswirkungen bei chronischen Krankheiten. oder: Psychisch gesund trotz körperlich chronischer Krankheit Alfred Künzler 1 Alfred Künzler 2 Psychosoziale Auswirkungen bei chronischen Krankheiten oder: Psychisch gesund trotz körperlich chronischer Krankheit Dr. phil. Alfred Künzler Fachpsychologe FSP für Gesundheitspsychologie

Mehr

Einleitung. Lebensqualität. Psychosomatik. Lebensqualität bei Contergangeschädigten Kruse et al. Abschlussbericht Bundesstudie 2012

Einleitung. Lebensqualität. Psychosomatik. Lebensqualität bei Contergangeschädigten Kruse et al. Abschlussbericht Bundesstudie 2012 Psychosomatik Lebensqualität und psychische Begleiterkrankungen Prof. Dr. med. Christian Albus Einleitung Niethard, Marquardt und Eltze, 1994; Edworthy et al. 1999; Nippert et al., 2002; Kennelly et al.,

Mehr

Krankheitsbewältigung. Prozess der Anpassung. Altersabhängige Aspekte. Anpassungsprozess

Krankheitsbewältigung. Prozess der Anpassung. Altersabhängige Aspekte. Anpassungsprozess Sein wie die Anderen! Herausforderungen für rheumakranke Kinder und deren Familien Isolde Krug Zentrum für Kinder-und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Freiburg Krankheitsbewältigung Coping (to cope

Mehr

Schmerztherapie mit neuen Selbstbildern

Schmerztherapie mit neuen Selbstbildern Katja Obenaus Schmerztherapie mit neuen Selbstbildern Die Creativ-Dynamische Bildsynthese (CDB) Mit 18 Farbzeichnungen, 47 Abbildungen und 9 Tabellen Ernst Reinhardt Verlag München Basel Dr. med. Katja

Mehr

H. Wetzig-Würth P. Müller. Das psychotherapeutische Gespräch

H. Wetzig-Würth P. Müller. Das psychotherapeutische Gespräch H. Wetzig-Würth P. Müller Das psychotherapeutische Gespräch Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH H. Wetzig-Würth P. Müller Das psychothera peutische Gespräch Therapeutisch wirksame Dialoge in der Arztpraxis

Mehr

RESSOURCENUNGLEICHGEWICHT und STRESS - gesundheitsorientierter Umgang mit Asylbewerbern und Flüchtlingen

RESSOURCENUNGLEICHGEWICHT und STRESS - gesundheitsorientierter Umgang mit Asylbewerbern und Flüchtlingen RESSOURCENUNGLEICHGEWICHT und STRESS - gesundheitsorientierter Umgang mit Asylbewerbern und Flüchtlingen Gisela Perren-Klingler, Basel iptsperren@rhone.ch www.institut-psychotrauma.ch SICHTWECHSEL ZIEL

Mehr

Kognitive Therapie der Sucht

Kognitive Therapie der Sucht B eckavright/ne wman/liese Kognitive Therapie der Sucht Herausgegeben von Johannes Lindenmeyer PsychologieVerlagsUnion Inhalt Vorwort von Johannes Lindenmeyer Einleitung V IX I Formen der Abhängigkeit

Mehr

Ein Modell zur Gesundheits- und Krankheitsentwicklung Das Konzept der Salutogenese. Florian Schmidt, Marius Runkel, Alexander Hülsmann

Ein Modell zur Gesundheits- und Krankheitsentwicklung Das Konzept der Salutogenese. Florian Schmidt, Marius Runkel, Alexander Hülsmann Ein Modell zur Gesundheits- und Krankheitsentwicklung Das Konzept der Salutogenese Florian Schmidt, Marius Runkel, Alexander Hülsmann Inhaltsverzeichnis 1. Entstehungshintergrund 2. Konzept der Salutogenese

Mehr

Ergebnisse früherer Studien

Ergebnisse früherer Studien Psychosoziale Belastungen und Gesundheitsstörungen Christian Albus, Alexander Niecke, Kristin Forster, Christina Samel Tagung des Interessenverbandes Contergangeschädigter NRW e.v. Köln, 09. April 2016

Mehr

Psychosomatik?c im medizinischen Alltag

Psychosomatik?c im medizinischen Alltag Psychosomatik?c im medizinischen Alltag Loew, 30.4.2001 ein Beispiel... Somatoforme Störungen 30 % der Patienten in Allgemeinarztpraxen zwischen 7 und 14mal höhere Diagnostikund Behandlungskosten als bei

Mehr

Akzeptanz- Motivation- Depression Dr Dr. med. Jolanda Schottenfeld-Naor 14. Düsseldorfer Diabetes-Tag 24. September 2016

Akzeptanz- Motivation- Depression Dr Dr. med. Jolanda Schottenfeld-Naor 14. Düsseldorfer Diabetes-Tag 24. September 2016 Akzeptanz- Motivation- Depression Dr 14. Düsseldorfer Diabetes-Tag 24. September 2016 Fallbeispiel 26-jährige Typ 1- Diabetikerin, berufstätig Diabetes mell. Typ 1 seit 7. Lebensjahr Insulinpumpentherapie

Mehr

Anke Kock. Magersucht

Anke Kock. Magersucht Anke Kock Magersucht Anke Kock Magersucht Pathologie des Hungerns Tectum Verlag Anke Kock Magersucht. Pathologie des Hungerns 2007 ISBN: 978-3-8288-9527-0 Foto: "Fight against Anorexia" Jörg Bakschas

Mehr

GRODDECK FOCUSING PSYCHOANALYSE EINIGE ANLEITUNGEN ZUM SPRUNG INS IMAGINÄRE

GRODDECK FOCUSING PSYCHOANALYSE EINIGE ANLEITUNGEN ZUM SPRUNG INS IMAGINÄRE Das ES in Zeiten von Unvernunft 14.10. 16.10.2016 IPU Berlin GRODDECK FOCUSING PSYCHOANALYSE EINIGE ANLEITUNGEN ZUM SPRUNG INS IMAGINÄRE Prof. Dr. med. Barbara RüSner Bad Segeberg Prof. Dr. med. Lutz Götzmann

Mehr

Effekte einer gezielten PTSD Behandlung Erste Ergebnisse

Effekte einer gezielten PTSD Behandlung Erste Ergebnisse Forum 8: Ziele und Methoden in der Versorgung Effekte einer gezielten PTSD Behandlung Erste Ergebnisse Indra Claessens salus kliniken Hürth 1 salus Gesundheitskompetenzzentrum Rhein Erft Klinik I : Behandlung

Mehr

Wenn gesund werden schwer fällt. Wege aus der Psychosomatik-Falle. Dr. Stephanie Boßerhoff, Leitende Oberärztin SPZ

Wenn gesund werden schwer fällt. Wege aus der Psychosomatik-Falle. Dr. Stephanie Boßerhoff, Leitende Oberärztin SPZ Wenn gesund werden schwer fällt Wege aus der Psychosomatik-Falle Dr. Stephanie Boßerhoff, Leitende Oberärztin SPZ Sturz auf den Hinterkopf beim Schulsport am 19.9. Stationäre Aufnahme Untersuchungen wie

Mehr

Demenz fordert Präsenz!

Demenz fordert Präsenz! Demenz fordert Präsenz! Herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Demenz De Mens = Der Geist ist weg, nicht die Seele. Es gibt aktuell 36 Memory-Kliniken, die ca. 5000 differentialdiagnostische Abklärungen

Mehr

DID eine Herausforderung für alle Beteiligten. Mainz, den 25.Nov Referentin: Dr. med. Brigitte Bosse

DID eine Herausforderung für alle Beteiligten. Mainz, den 25.Nov Referentin: Dr. med. Brigitte Bosse DID eine Herausforderung für alle Beteiligten Mainz, den 25.Nov. 2015 Referentin: Dr. med. Brigitte Bosse Man sieht nur was man weiß Strukturelle Dissoziation Strukturelle Dissoziation nach Nijenhuis Primäre

Mehr

Kränkung und Kranksein

Kränkung und Kranksein Kurt Singer Kränkung und Kranksein Psychosomatik als Weg zur Selbstwahrnehmung T) Piper München Zürich Inhalt Vorwort 13 EINFÜHRUNG IN PSYCHOSOMATISCHES DENKEN 1. Seelisch-leibliche Grunderfahrungen 17

Mehr

trifft gar nicht zu trifft etwas zu trifft überwiegend zu trifft vollkommen zu

trifft gar nicht zu trifft etwas zu trifft überwiegend zu trifft vollkommen zu Belastungstest Wie belastbar bist du? Hier die Antwortmöglichkeiten - Zutreffendes ankreuzen! trifft gar nicht zu trifft etwas zu trifft überwiegend zu trifft vollkommen zu Zur Zeit fühle ich mich ausgebrannt

Mehr

INDIVIDUELLES BURNOUT- THERAPIEPROGRAMM

INDIVIDUELLES BURNOUT- THERAPIEPROGRAMM Gesundheitszentrum Bodensee INDIVIDUELLES BURNOUT- THERAPIEPROGRAMM erkennen, verstehen, verändern KONTAKTADRESSE Sokrates Gesundheitszentrum Bodensee Im Park 3 CH-8594 Güttingen Telefon: +41 (0)71 694

Mehr

Krankheitsbewältigung bei chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter

Krankheitsbewältigung bei chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter Krankheitsbewältigung bei chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter Ärztliche Fortbildung und Patiententreffen Immundefekte im Kindes- und Jugendalter Leipzig, 14.11.2009 Uta Jurack Psychologin

Mehr

Curriculum. (Analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie)

Curriculum. (Analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) A u f d e m R ö m e r b e r g 4 5 0 9 6 8 K ö l n T e l. 0 2 2 1 / 4 0 0 9 7 1 7 F a x 0 2 2 1 / 4 0 0 9 8 1 9 e M a i l I P R K o e l n @ a o l. c o m Curriculum für die vertiefte Ausbildung in Analytischer

Mehr

Vorwort Nur wenn ich weiß, warum ich so bin, kann ich bewusst etwas dagegen tun

Vorwort Nur wenn ich weiß, warum ich so bin, kann ich bewusst etwas dagegen tun Vorwort 11 1 Anders sein und viele Fähigkeiten haben das ist AD(H)S 1.1 Menschen mit AD(H)S haben besondere Fähigkeiten, über die sie meist nicht jederzeit verfügen können 1.2 Gut informiert sein über

Mehr

Komplexe supraspinale Sensibilisierung (KOSS) Ein Modell für chronische Schmerzerkrankungen

Komplexe supraspinale Sensibilisierung (KOSS) Ein Modell für chronische Schmerzerkrankungen Komplexe supraspinale Sensibilisierung (KOSS) Ein Modell für chronische Schmerzerkrankungen Interdisziplinäres Schmerzforum Freiburg (ISF) Bernd Bonorden 06. Dezember 2006 Sensibilisierung ist ein Frühwarnsystem

Mehr

Erstinterview. Aufgaben des psychosomatischen Erstgesprächs. 1. Die Erfassung der Beschwerden des Patienten

Erstinterview. Aufgaben des psychosomatischen Erstgesprächs. 1. Die Erfassung der Beschwerden des Patienten Erstinterview Martina Rauchfuß Medizinische Klinik m. SP Psychosomatik CCM Oberhavelkliniken Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie martina.rauchfuss@charite.de Aufgaben des psychosomatischen

Mehr

Psychologische Faktoren im Krankheitsverlauf. Myelomtage Heidelberg Patiententag

Psychologische Faktoren im Krankheitsverlauf. Myelomtage Heidelberg Patiententag Psychologische Faktoren im Krankheitsverlauf Myelomtage Heidelberg Patiententag 30.09.2012 Dagmar Tönnessen Medizinische Klinik V Universitätsklinik Heidelberg Überblick > Psychoonkologie > Forschungsschwerpunkte:

Mehr

WHO Definition von "Palliative Care

WHO Definition von Palliative Care Palliative Care WHO Definition von "Palliative Care Palliative Care entspricht einer Haltung und Behandlung, welche die Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen verbessern soll, wenn eine lebensbedrohliche

Mehr

Wertschätzung Mensch Ideen für gesundes Arbeiten

Wertschätzung Mensch Ideen für gesundes Arbeiten Wertschätzung Mensch Ideen für gesundes Arbeiten Workshop-Angebote Das Wichtigste für den Menschen ist der Mensch, da liegt nicht nur sein Glück, da liegt auch seine Gesundheit. Theodor Fontane Franka

Mehr

Eine Medizin für alle?

Eine Medizin für alle? Eine Medizin für alle? Kinder und Jugendliche Tilman Rentel Eine Medizin für alle? Für alle ein und dieselbe Medizin? Eine Medizin die für alle erreichbar ist? Eine Medizin die für alle not-wendig ist?

Mehr

Und auch das noch. Multimorbidität als Herausforderung

Und auch das noch. Multimorbidität als Herausforderung vdek-zukunftspreis Und auch das noch. Multimorbidität als Herausforderung Wilfried H. Jäckel Institut für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin Universitätsklinikum Freiburg Publikationen pro Jahr PUBMED:

Mehr

PSYCHISCHE KOMORBIDITÄTEN BEI CHRONISCHEN RÜCKENSCHMERZEN

PSYCHISCHE KOMORBIDITÄTEN BEI CHRONISCHEN RÜCKENSCHMERZEN 1 PSYCHISCHE KOMORBIDITÄTEN BEI CHRONISCHEN RÜCKENSCHMERZEN Depressivität und Ängstlichkeit 2 Gliederung 1. Komorbidität Was ist das? 2. Häufigkeit psychischer Komorbidität 3. Gründe für eine erhöhte psychische

Mehr

Geschlossene Unterbringung bei Demenz - muss das sein?

Geschlossene Unterbringung bei Demenz - muss das sein? Geschlossene Unterbringung bei Demenz - muss das sein? Dr. med. Richard Mahlberg Klinikum am Europakanal Erlangen Klinik für Psychiatrie, Sucht, Psychotherapie und Psychosomatik Rechtliche Situation Unterbringung

Mehr

Entwicklungspsychologie. (Fischer-Kern) Sexualität. (Leithner-Dziubas) (Leithner-Dziubas) Zur Entstehung der Depression.

Entwicklungspsychologie. (Fischer-Kern) Sexualität. (Leithner-Dziubas) (Leithner-Dziubas) Zur Entstehung der Depression. Woche 1 KW 09 23.02.2015 24.02.2015 25.02.2015 26.02.2015 27.02.2015 Einführung + Krh.bilder Psychische Struktur Entwicklungspsychologie Separation, Individuation SE Zur Entstehung der Angst (Kadi) Krh.bilder

Mehr

Inhalt. Vorwort 10. Lernbereich 1 Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege 11

Inhalt. Vorwort 10. Lernbereich 1 Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege 11 Vorwort 10 Lernbereich 1 Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege 11 Lernfeld 1.1 Theoretische Grundlagen für die gerontopsychiatrische Pflege 11 1. Frage: Was verstehen Sie unter psychischer Gesundheit

Mehr

Psychosomatik & Psychotherapie. Somatoforme Störungen

Psychosomatik & Psychotherapie. Somatoforme Störungen Prof. Dr. Eric Leibing Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie Georg-August-Universität Göttingen Lernziele Krankheitsbilder / Klassifikation Ätiologische Modelle Umgang mit Patienten / Behandlung

Mehr

Sokratische Cesprächsführung in Therapie und Beratung

Sokratische Cesprächsführung in Therapie und Beratung Harlich H. Stavemann Sokratische Cesprächsführung in Therapie und Beratung Eine Anleitung für Psychotherapeuten, Berater und Seelsorger 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage BEnZPVU Vorwort

Mehr

Übersicht Referat. Bedeutung von Krebs. Bedeutung von Krebs. Todesursachen. Psychologische Unterstützung bei Krebs (leider) ein Zukunftsfeld

Übersicht Referat. Bedeutung von Krebs. Bedeutung von Krebs. Todesursachen. Psychologische Unterstützung bei Krebs (leider) ein Zukunftsfeld Übersicht Referat Psychologische Unterstützung bei Krebs (leider) ein Zukunftsfeld Dr. phil. Alfred Künzler Fachpsychologe FSP für Gesundheitspsychologie und Psychotherapie, zert. Onko-Psychologie Onko-Psychologie

Mehr

Der Schmerz. 7. Kongress für Allgemeinmedizin in Südtirol. erkennen verstehen - behandeln. 13. Mai 2011 Bozen

Der Schmerz. 7. Kongress für Allgemeinmedizin in Südtirol. erkennen verstehen - behandeln. 13. Mai 2011 Bozen 7. Kongress für Allgemeinmedizin in Südtirol 13. Mai 2011 Bozen Psychosoziale Dimension des Schmerzes Der Schmerz erkennen verstehen - behandeln Dr. Erwin Steiner erwin.steiner@sb-brixen.it CARTESIANISCHES

Mehr

Die. Alfred Adlers. Zentrale Bedürfnisse des Menschen. Zentrale Bedürfnisse des Menschen. Einführung. Einführung. Einführung

Die. Alfred Adlers. Zentrale Bedürfnisse des Menschen. Zentrale Bedürfnisse des Menschen. Einführung. Einführung. Einführung Zentrale Bedürfnisse des Menschen Die Alfred Adlers Bedürfnispyramide nach Maslow Zentrale Bedürfnisse des Menschen Bedürfnisse aller Menschen (nach Alfred Adler) 1. Das Bedürfnis dazuzugehören. 2. Das

Mehr

Grundlagen der Klinischen Psychotherapie

Grundlagen der Klinischen Psychotherapie Jutta Kurtz - von Aschoff Grundlagen der Klinischen Psychotherapie Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Inhalt A) ALLGEMEINE KRANKHEITSLEHRE I Die Anfänge der Psychotherapie: Sigmund Freud 14 II

Mehr