Vortrag. Aktuelle Zahlen zu Screening und multiresistenten Erregern aus den Kliniken Mühldorf

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1 Vortrag Aktuelle Zahlen zu Screening und multiresistenten Erregern aus den Kliniken Mühldorf Thomas Kitzeder

2 (Quelle: FAZ-Net_ _Christiane Pfohlmann_ Tag der Offenen Tür ) Der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist. (Quelle: Pasteur, Louis ( ), frz. Chemiker u. Mikrobiologe -

3 Gesetzliche Anforderung nach 23 IfSG 23 Infektionsschutzgesetz (4) Die Leiter von Krankenhäusern haben sicherzustellen, dass nosokomiale Infektionen und das Auftreten von Krankheitserregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen fortlaufend in einer gesonderten Niederschrift aufgezeichnet, bewertet und sachgerechte Schlussfolgerungen hinsichtlich erforderlicher Präventionsmaßnahmen gezogen werden und dass die erforderlichen Präventionsmaßnahmen dem Personal mitgeteilt und umgesetzt werden. (8)... Dabei sind insbesondere Regelungen zu treffen über 6. Strukturen und Methoden zur Erkennung von nosokomialen Infektionen und resistenten Erregern und zur Erfassung im Rahmen der ärztlichen und pflegerischen Dokumentationspflicht (Quelle:

4 Fotostrecke Resistente Keime (Quelle: Staphylokokken aureus Streptococcus mutans EHEC Streptokokken der Gruppe A Clostridium difficile Salmonellen Pseudomonas aeruginosa Campylobacter jejuni Klebsiella pneumoniae Acinetobacter baumannii COS Agarplatte zur Untersuchung im Labor, ein weißer Punkt ist eine Kolonie von Keimen!

5 Kriterien für MRSA-Screening Ziel/Zweck Die Arbeitsanweisung regelt das Vorgehen beim MRSA-Screening im Rahmen der Aufnahme von Patienten. Ziel ist eine frühzeitige Identifikation von MRSA-Trägern, um zeitnah Maßnahmen einleiten zu können und so eine Weitergabe der Infektion an andere Patienten zu verhindern. Verantwortlichkeiten Für die Überprüfung / Überarbeitung des Standards: Die Hygienebeauftragten der Kliniken Kreis Mühldorf a. Inn in Absprache mit der Hygienekommission. Für die Einhaltung des Standards: Ärzte und Pflegepersonal/Multifunktionsdienst Für die Durchführung des Screenings: Pflegepersonal/Multifunktionsdienst der Aufnahme Falls ein Patient nicht über die Aufnahme auf Station kommt (z.b. teilweise Belegarzt- Patienten, Geriatrische Rehabilitation, Notfälle auf Intensivstation etc.) ist das Pflegepersonal der Station für die Durchführung des Screenings verantwortlich! Regeln: A Das Aufnahmescreening muss durchgeführt werden bei Patienten die länger als 24 Std. im Haus bleiben: 1 Patienten mit bekannter MRSA-Anamnese aber unbekanntem aktuellem Status. Beachte: Ein unbekannter Status ist u.a. vorhanden, wenn der letzte positive Abstrich länger als 4 Wochen zurückliegt. Oder unabhängig von dem 4-Wochen-Zeitraum, wenn nach dem positiven Abstrich eine Dekolonisierungsmaßnahme statt gefunden hat. 2 Zuverlegung aus Einrichtungen oder kürzlicher Aufenthalt in Einrichtungen mit bekannt hoher MRSA-Prävalenz. 3 Zuverlegung aus Regionen mit bekannt hoher MRSA-Prävalenz: (z.b.: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen aus Süd/Osteuropa). 4 Patienten mit folgenden Risikofaktoren Patienten mit chronischen Wunden Pflegepatienten aus Heimen Patienten mit Trachesostoma / PEG /suprapubischem Katheter etc. Stationärer Aufenthalt innerhalb der letzten 12 Monate Dialysepatienten mit unbekanntem MRSA-Status Patienten mit beruflicher Exposition zur intensiven Tierhaltung Das Anlegen der Checkliste MRSA/ MRE muss bei Aufnahme erfolgen (gilt für die Klinik Mühldorf).

6 Kriterien für MRSA-Screening MRSA Aufnahmescreening Risikogruppen: - Zuverlegung aus oder kürzlicher Aufenthalt in Krankenhäusern mit bekannt hoher MRSA-Prävalenz - Zuverlegung aus Krankenhäusern in Süd-/ Osteuropa Patient - Zuverlegung aus oder kürzlicher Aufenthalt in Pflegeeinrichtungen - Patienten mit chronischen Wunden Tracheostoma / PEG / suprapubischem Katheter etc. ja 1. MRSA- Risikogruppe zugehörig? stationärem Aufenthalt innerhalb der letzten 12 Monate nein Kontakt zur intensiven Tierhaltung - Dialysepatienten mit unbekanntem MRSA-Status - Patient mit bekannter MRSA-Anamnese ja 2. letzter positiver MRSA- Befund älter als 4 Wochen? ja Mitgeltendes Dokument: MRSA Aufnahme-Screening nein 3. OP am gleichen Tag, bzw. Überwachungspatient der IPE oder IMC? ja nein Kultur = Abstrich durchführen Schnelltest = PCR durchführen Keine Kontrolle /Screening 5329 / 001 MRSA Aufnahme-Screening Flussdiagramm

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8 Nosokomialer MRSA-Fall: Aus einem während des Aufenthaltes im Krankenhaus (später als Tag 3) abgenommenen Untersuchungsmaterial wird erstmalig MRSA isoliert. Dies gilt auch dann, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine Besiedlung mit MRSA evtl. bereits bei Aufnahme vorlag, aber innerhalb der ersten 3 Tage kein Untersuchungsmaterial abgenommen wurde. Dies bedeutet aber nicht zwingend das eine Infektion vorliegt, sondern es kann auch eine Kolonisation sein.

9 Verteilung MRSA-Raten Klinik Mühldorf (Mittelwert MW) Nationales Bezeichnung Berechnungsart Klinik Mühldorf Referenzzentrum(NRZ) Anzahl mitgebrachter Vor dem aktuellen Klinikaufenthalt erworben Während dem aktuellen Mitgebrachte MRSA-Fälle bei der Aufnahme MRSA-Fälle pro 100 1,28 0,7 Patienten Anzahl nosokomialer Klinikaufenthalt Inzidenzdichte der MRSA-Fälle pro ,182 0,2 festgestellt nosokomialen MRSA-Fälle Patiententage

10 Verteilung MRSA-Raten Klinik Mühldorf (Mittelwert MW) Nationales Bezeichnung Berechnungsart Klinik Mühldorf Referenzzentrum(NRZ) Anzahl mitgebrachter Vor dem aktuellen Klinikaufenthalt erworben Während dem aktuellen Mitgebrachte MRSA-Fälle bei der Aufnahme MRSA-Fälle pro 100 1,28 1,55 0,7 1,11 Patienten Anzahl nosokomialer Klinikaufenthalt Inzidenzdichte der MRSA-Fälle pro ,182 0,19 0,2 0,18 festgestellt nosokomialen MRSA-Fälle Patiententage

11 Verteilung MRSA-Raten Klinik Mühldorf (Mittelwert MW) Nationales Bezeichnung Berechnungsart Klinik Mühldorf Referenzzentrum(NRZ) Anzahl mitgebrachter Vor dem aktuellen Klinikaufenthalt erworben Während dem aktuellen Mitgebrachte MRSA-Fälle bei der Aufnahme MRSA-Fälle pro 100 1,28 1,55 1,72 0,7 1,11 0,86 Patienten Anzahl nosokomialer Klinikaufenthalt Inzidenzdichte der MRSA-Fälle pro ,182 0,19 0,05 0,2 0,18 0,14 festgestellt nosokomialen MRSA-Fälle Patiententage

12 MRSA Zahlen 2014 Behandelte Patienten: Aufnahmescreening: MRSA bereit bei Aufnahme: Patienten 2330 Patienten 254 Patienten Nosokomiale Infektion: 4 Patienten

13 Verteilung MRSA-Raten Klinik Haag (Mittelwert MW) Nationales Bezeichnung Berechnungsart Klinik Mühldorf Referenzzentrum(NRZ) Anzahl mitgebrachter Vor dem aktuellen Klinikaufenthalt erworben Während dem aktuellen Mitgebrachte MRSA-Fälle bei der Aufnahme MRSA-Fälle pro 100 2,62 1,11 Patienten Anzahl nosokomialer Klinikaufenthalt Inzidenzdichte der MRSA-Fälle pro ,00 0,18 festgestellt nosokomialen MRSA-Fälle Patiententage

14 Verteilung MRSA-Raten Klinik Haag (Mittelwert MW) Nationales Bezeichnung Berechnungsart Klinik Mühldorf Referenzzentrum(NRZ) Anzahl mitgebrachter Vor dem aktuellen Klinikaufenthalt erworben Während dem aktuellen Mitgebrachte MRSA-Fälle bei der Aufnahme MRSA-Fälle pro 100 2,62 2,01 1,11 1,06 Patienten Anzahl nosokomialer Klinikaufenthalt Inzidenzdichte der MRSA-Fälle pro ,00 0,03 0,18 0,19 festgestellt nosokomialen MRSA-Fälle Patiententage

15 Mitgebrachte MRSA-Fälle Im Vergleich zu den deutschlandweiten Kliniken, die im NRZ erfasst sind, finden wir in der Klinik Mühldorf a. Inn bereits bei der Aufnahmeuntersuchung wesentlich häufiger MRSA-Keime. Das heißt, die Patienten bringen in den allermeisten Fällen den MRSA-Keim bereits bei der Aufnahme in die Klinik mit.

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17 Achtung

18 Basishygiene - Händehygiene Ziel: Übertragung von Erregern soll verhindert Durchführung auch durch Patienten und Besucher

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