Soziale Ungleichheit und Bildungschancen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Soziale Ungleichheit und Bildungschancen"

Transkript

1 Soziale Ungleichheit und Bildungschancen Referat von Sandra Stahl: Bildungskapital Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen Prof. Dr. Rainer Geißler Heike Braun, M.A.

2 Literatur Abels, H. 2004: Einführung in die Soziologie. Band 1. Block, R./K. Klemm 1997: Lohnt sich Schule? Geißler, R. 1994: Soziale Schichtung und Lebenschancen in Deutschland. Geißler, R. 2006: Die Sozialstruktur Deutschlands. Konsortium Bildungsberichterstattung (Hrsg.): Bildung in Deutschland. Online unter [Stand: ]. Schäfers, B. (Hrsg.) 2003: Grundbegriffe der Soziologie. Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 2

3 Gliederungsübersicht 1.) Begriffsdefinitionen 2.) Bildungserträge und Bildungsaufwendungen 3.) Bilanzierung 4.) Diskussion 5.) Fallbeispiele Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 3

4 Definition Kapital Ökonomie: Produktionsfaktoren Arbeit Boden Kapital Wissen Wissen: Der einzige Produktionsfaktor, der nicht unter das Gesetz des abnehmbaren Ertrags fällt. (John Maurice Clark, amerik. Nationalökonom) Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 4

5 Definition Kapital Soziologie: Karl Marx: drei Kapitalsorten, Kapitalbesitz entscheidet über Klassenzugehörigkeit Arbeit Boden Kapital Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 5

6 Definition Bildungskapital Soziologie: drei Kapitalsorten (Pierre Bourdieu) ökonomisches Kapital soziales Kapital kulturelles Kapital (u.a. Bildungskapital: amtlich beglaubigte Form des kulturellen Kapitals ) Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 6

7 Definition Lebenschancen Giddens: Chancen eines Individuums, an den gesellschaftlich produzierten, ökonomischen und kulturellen Gütern in irgendeiner gegebenen Gesellschaft teilzuhaben. (Geißler, 1994) Dahrendorf: Lebenschancen sind von sozialen Strukturen bereitgestellte Möglichkeiten individueller Entfaltung. (Geißler, 1994) Geißler: Lebenschancen sind Chancen auf die Verwirklichung von Lebenszielen, die in einer Gesellschaft im allgemeinen als erstrebenswert angesehen werden. (Geißler, 1994) Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 7

8 Funktionen von Bildung Platzierungsfunktion (Statuszuweisungs- oder Allokationsfunktion): - Zugang zu verschiedenen soz. Positionen - Zugang zu verschiedenen Schichten - soziale Auf- und Abstiege Bildungsniveau Auslese- oder Selektionsfunktion: - Bildungssystem soll nach Leistung auslesen - ist aber auch soziale Auslese - soziale Merkmale (soziale, ethnische u. regionale Herkunft, Geschlecht) beeinflussen Bildungskarrieren soziale Platzierung und Selektion beeinflusst vertikale Mobilität einer Gesellschaft. Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 8

9 Chancen un gleichheit? Norm: gleiche Chancen für Alle Wie kann Chancengleichheit gewährleistet werden? - Proporz-Modell: alle Bevölkerungsgruppen (Geschlecht, Ethnie, Region) einer Gesellschaft sollen entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung im Bildungssystem vertreten sein. - Leistungs-Modell: gleiche Chancen nach Fähigkeit und Leistung, unabhängig von sozialen Merkmalen Keine Chancengleichheit in D, da Chancen nicht nur nach Fähigkeit und Leistung verteilt werden (Bsp. Sozialer Filter, PISA- Ergebnisse) Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 9

10 Erträge von Bildung Gesamtgesellschaftliche Erträge: - Wirtschaftswachstum (Steigerung der Produktivität) - geringere Gesundheitskosten Individuelle Erträge: - beruflicher Erfolg: höhere Positionen, höheres Einkommen, geringeres Arbeitslosigkeitsrisiko - geringeres Krankheitsrisiko - geringeres Risiko der Delinquenz - geringeres Risiko der Armut - Individualisierung - demokratische Teilhabe Je höher die Bildung, desto höher die Erträge und desto besser die Lebenschancen Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 10

11 Erträge von Bildung Gesamtgesellschaftlich: Quelle: Konsortium Bildungsberichterstattung Beitrag Humankapital zur Erklärung der Unterschiede im Sozialprodukt steigt, wenn nicht nur Quantität sondern auch Qualität der Bildung berücksichtigt wird Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 11

12 Erträge von Bildung individuell: Quelle: Konsortium Bildungsberichterstattung Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 12

13 Erträge von Bildung individuell: Quelle: Konsortium Bildungsberichterstattung Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 13

14 Bildungsausgaben öffentliche Bildungsausgaben: - Elementarbereich - Außerschulische Jugendbildung - Schul- bzw. Hochschulbereich - Weiterbildungsbereich - Fördermaßnahmen (BaföG) - Transferzahlungen (Kindergeld) - Forschungsförderung - Maßnahmen Bundesagentur für Arbeit, Ausgaben müssen legitimiert werden: durch aktuelle Diskussion über Chancenungleichheit und soziale Schichten steigt Druck auf Politik, Bildung vermehrt zu fördern, Legitimation nimmt zu Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 14

15 Bildungsausgaben Relationen öffentlicher Bildungsausgaben: Anteil Bildungsausgaben am BIP rückläufig Reale Steigerung je Bildungsteilnehmer Bildungsausgaben in D unter OECD-Mittel Nicht-öffentliche Bildungsausgaben: Privatwirtschaft Kirchen Wohlfahrtsverbände Gewerkschaften Private Haushalte (Opportunitätskosten, Lehr- und Lernmittel, Gebühren, ) Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 15

16 Lohnt sich Bildung? Gewinn = Ertrag Aufwendungen Bildungsgewinn lässt sich nicht in Geldeinheiten ausdrücken Gesamturteil: Bildung ist insgesamt positiv zu bewerten (individuell und gesamtgesellschaftlich) Weniger Bildung führt zu noch höheren Kosten (Folgekosten) Bildung ist zentrale Ressource für Lebenschancen und Wohlstand! Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 16

17 Fragen??? Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 17

18 Diskussion Welche Möglichkeiten fallen euch ein, um Bildungskapital zu vergrößern? Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 18

19 Fallsbeispiele Soziale Herkunft als zentrale Ressource für Bildungskapital? Bildungsnahe und ferne Schichten Bildungsbiographien Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 19

20 In diesem Sinne Wissen: Der einzige Produktionsfaktor, der nicht unter das Gesetz des abnehmbaren Ertrags fällt. (John Maurice Clark, amerik. Nationalökonom) Bildungskapital - Bildung als zentrale Ressource für Lebenschancen 20

Definition Soziologie / Weber

Definition Soziologie / Weber Einführung in die Politische Soziologie Prof. Dr. Walter Eberlei Fachhochschule Düsseldorf Definition Soziologie / Weber Max Weber (1864-1920) Soziologie soll heißen: Eine Wissenschaft, welche soziales

Mehr

6. Einheit Wachstum und Verteilung

6. Einheit Wachstum und Verteilung 6. Einheit Wachstum und Verteilung Wirtschaftswachstum und Wohlstand (1) Wachstum: Wirtschaftswachstum = Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts real = zu konstanten Preisen Beispiele (2006): Österreich:

Mehr

GRUNDBEGRIFFE DER SOZIOLOGIE. Markus Paulus. Radboud University Nijmegen DIPL.-PSYCH. (UNIV.), M.A.

GRUNDBEGRIFFE DER SOZIOLOGIE. Markus Paulus. Radboud University Nijmegen DIPL.-PSYCH. (UNIV.), M.A. GRUNDBEGRIFFE DER SOZIOLOGIE Markus Paulus DIPL.-PSYCH. (UNIV.), M.A. Radboud University Nijmegen XIII, GRUNDZÜGE DER MODERNEN GESELLSCHAFT: SOZIALSTRUKTUR UND SOZIALER WANDEL II Begriffe: soziale Ungleichheit

Mehr

Globalisierung und soziale Ungleichheit. Einführung in das Thema

Globalisierung und soziale Ungleichheit. Einführung in das Thema Globalisierung und soziale Ungleichheit Einführung in das Thema Gliederung 1. Was verbinden Soziologen mit dem Begriff Globalisierung? 2. Gliederung des Seminars 3. Teilnahmevoraussetzungen 4. Leistungsnachweise

Mehr

LEBENSSTIL UND WISSENSARMUT.

LEBENSSTIL UND WISSENSARMUT. LEBENSSTIL UND WISSENSARMUT. PÄDAGOGISCHE UND (BILDUNGS-)SOZIOLOGISCHE BETRACHTUNGEN ZUM ZUSAMMENHANG VON MATERIELLER ARMUT UND WISSENSARMUT. D R. D I E T M A R H E I S L E R THESEN Die Verfügbarkeit und

Mehr

und Integration Sozialstruktur SoSe2013

und Integration Sozialstruktur SoSe2013 Migration, Globalisierung und Integration Vorlesung 9 Sozialstruktur SoSe2013 1 Vier verbundene Themen Migration: Geschichte und Fakten der Migration in Deutschland Von Migration zu Integration im Kontext

Mehr

Soziale Beziehungen & Gesellschaft - Proseminar Sommersemester

Soziale Beziehungen & Gesellschaft - Proseminar Sommersemester Soziale Beziehungen & Gesellschaft - Proseminar Sommersemester 2005 - I. Theoretische Einführung Zum Verhältnis von Gesellschaft und Individuum Gesellschaft Individuum >> 3 Gesellschaft als Aggregation

Mehr

Die Industrialisierung: wirtschaftliche, gesellschaftliche und technische Entwicklungen (Teil 2)

Die Industrialisierung: wirtschaftliche, gesellschaftliche und technische Entwicklungen (Teil 2) Wirtschafts- und Theoriegeschichte Die Industrialisierung: wirtschaftliche, gesellschaftliche und technische Entwicklungen (Teil 2) 4.5.2010 Industrialisierung (2) 1 Industrialisierung: Wachstum vs. Entwicklung

Mehr

Bildungschancen von Kindern aus Migrantenfamilien

Bildungschancen von Kindern aus Migrantenfamilien Bildungschancen von Kindern aus Migrantenfamilien Gliederung 1. Migrationsbevölkerung 1.1. Erfassung und Struktur 1.2. Bedeutung bezüglich der Bildung 2. Darstellung der Bildungsbeteiligung 2.1. Migranten

Mehr

Segregation. Sozialstruktur SoSe2013

Segregation. Sozialstruktur SoSe2013 Räumliche und Soziale Segregation g Vorlesung 10 Sozialstruktur SoSe2013 1 Segregation Räumliche Segregation ist die Abbildung von Ungleichheit im Raum Soziale Segregation ist das Entstehen unterschiedlichen

Mehr

Deutschlands Bildungsfinanzierung im internationalen Vergleich

Deutschlands Bildungsfinanzierung im internationalen Vergleich Deutschlands Bildungsfinanzierung im internationalen Vergleich Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung Dillingen, 2. Dezember 2004 Dr. Dieter Dohmen (D.Dohmen@fibs-koeln.de) Forschungsinstitut

Mehr

Netzwerk mehr Sprache Kooperationsplattform für einen Chancengerechten Zugang zu Bildung in Gemeinden

Netzwerk mehr Sprache Kooperationsplattform für einen Chancengerechten Zugang zu Bildung in Gemeinden Simon Burtscher-Mathis ta n z Ha rd Ra Fr as nk W weil ol fur t Netzwerk mehr Sprache Kooperationsplattform für einen Chancengerechten Zugang zu Bildung in Gemeinden Ausgangspunkte Wieso und warum müssen

Mehr

Peter Bartelheimer Zur Einführung: Mehr Wohlfahrt ungleicher verteilt Wo entstehen geschlossene Gesellschaften

Peter Bartelheimer Zur Einführung: Mehr Wohlfahrt ungleicher verteilt Wo entstehen geschlossene Gesellschaften Peter Bartelheimer Zur Einführung: Mehr Wohlfahrt ungleicher verteilt Wo entstehen geschlossene Gesellschaften 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie Bamberg, 26. bis 30. September 2016

Mehr

Was heißt hier arm? Armut & Armutsbekämpfung in Österreich

Was heißt hier arm? Armut & Armutsbekämpfung in Österreich Was heißt hier arm? Armut & Armutsbekämpfung in Österreich Es reicht. Für alle! Jeder 8. Mensch... ... in Österreich lebt unter der Armutsgrenze Was ist Armut? Armut bedeutet immer einen Mangel an Möglichkeiten.

Mehr

Soziale Beziehungen & Gesellschaft -Proseminar Sommersemester 2005 Bourdieu // Ökonomisches, kulturelles & soziales Kapital

Soziale Beziehungen & Gesellschaft -Proseminar Sommersemester 2005 Bourdieu // Ökonomisches, kulturelles & soziales Kapital Soziale Beziehungen & Gesellschaft -Proseminar Sommersemester 2005 Bourdieu // Ökonomisches, kulturelles & soziales Kapital Die Kapitalsorten nach Bourdieu Kapital Ökonomisches Kapital (Geld, Besitz) Soziales

Mehr

E-Lehrbuch BWL einfach und schnell DER WIRTSCHAFTSKREISLAUF

E-Lehrbuch BWL einfach und schnell DER WIRTSCHAFTSKREISLAUF E-Lehrbuch BWL einfach und schnell DER WIRTSCHAFTSKREISLAUF In einer Volkswirtschaft bestehen die unterschiedlichsten Beziehungen zwischen den verschiedenen Wirtschaftssubjekten. Zur einfacheren Darstellung

Mehr

(Vo V r o lä l uf u ig i e g ) Z i Z e i le l u n u d n d Grun u d n s d ätze d e d r M a M nn n h n e h im i e m r

(Vo V r o lä l uf u ig i e g ) Z i Z e i le l u n u d n d Grun u d n s d ätze d e d r M a M nn n h n e h im i e m r (Vorläufige) Ziele und Grundsätze der Mannheimer Integrationspolitik (Präsentation im Lenkungsausschuss am 11.5.2009) H I i Was meint Integration? Integrationspolitik bezeichnet die aktive Gestaltung des

Mehr

Bildungsausgaben nach Bildungsbereichen

Bildungsausgaben nach Bildungsbereichen Bildungsausgaben nach Bildungsbereichen Bildungsausgaben nach Bildungsbereichen In Milliarden Euro, 2010 In Milliarden Euro, 2010 Förderung von Teilnehmenden an Weiterbildung betriebliche Weiterbildung

Mehr

MIGRATION VON NICARAGUA NACH COSTA RICA

MIGRATION VON NICARAGUA NACH COSTA RICA MIGRATION VON NICARAGUA NACH COSTA RICA Hintergründe und Auswirkungen Überblick 1. Nicaragua und Costa Rica zwei ungleiche Nachbarn 2. Auslöser und Wandel des Migrationsstroms 3. Ökonomische Bedeutung

Mehr

GRUNDBEGRIFFE DER SOZIOLOGIE. Markus Paulus. Radboud University Nijmegen DIPL.-PSYCH. (UNIV.), M.A.

GRUNDBEGRIFFE DER SOZIOLOGIE. Markus Paulus. Radboud University Nijmegen DIPL.-PSYCH. (UNIV.), M.A. GRUNDBEGRIFFE DER SOZIOLOGIE Markus Paulus DIPL.-PSYCH. (UNIV.), M.A. Radboud University Nijmegen IV, DER ROLLENBEGRIFF Die ganze Welt ist Bühne, Und alle Frau n und Männer bloße Spieler. Sie treten auf

Mehr

Soziale Ressourcen und psychische Gesundheit in der Schweiz und in Europa: Wer hat, dem wird gegeben.

Soziale Ressourcen und psychische Gesundheit in der Schweiz und in Europa: Wer hat, dem wird gegeben. Swiss Public Health Conference: Olten, 2014 Soziale Ressourcen und psychische Gesundheit in der Schweiz und in Europa: Wer hat, dem wird gegeben. Dr. phil. N. Bachmann protagonist GmbH, Köniz Swiss Public

Mehr

Studieren: Sicherheit und Risiko

Studieren: Sicherheit und Risiko Studieren: Sicherheit und Risiko Prof. Dr. Reiner Eichenberger Universität Fribourg und CREMA Center for Research in Economics, Management, and the Arts AGAB Fachtagung 2013, 25.11.2013 2 Herausforderungen

Mehr

Gelingendes Leben im Alter: Selbst gewählt und selbstbestimmt?

Gelingendes Leben im Alter: Selbst gewählt und selbstbestimmt? Gelingendes Leben im Alter: Selbst gewählt und selbstbestimmt? Ruth Gurny 21. Mai 2008 Fokus des Referats Welche gesellschaftlichen Faktoren bestimmen die Alltagsgestaltung (auch) im Alter? Wie wesentlich

Mehr

1. Preisbildung im Monopol

1. Preisbildung im Monopol 1. Preisbildung im Monopol Cournotscher-Punkt: Der Punkt auf der Preisabsatzkurve des Monopolisten, der die gewinnmaximale Preis-Mengen-Kombination darstellt. Das ist der Schnittpunkt zwischen Grenzerlös-

Mehr

Statistische und soziale Zusammenhänge

Statistische und soziale Zusammenhänge Armut und Gesundheit Bern 2009 Armut und Gesundheit Statistische und soziale Zusammenhänge sek - feps Diakoniekonferenz 10.11.2009 Prof. Dr. Dr. Thomas Abel Institut für Sozial & Präventivmedizin Universität

Mehr

Folgekosten unzureichender Bildung Programm Wirksame Bildungsinvestitionen Sarah Menne

Folgekosten unzureichender Bildung Programm Wirksame Bildungsinvestitionen Sarah Menne Folgekosten unzureichender Bildung Programm Wirksame Bildungsinvestitionen Sarah Menne Berlin, 30. Januar 2013 Agenda I. Folgekosten unzureichender Bildung: Sparen in der Bildung ist teuer Unzureichende

Mehr

Wege der Ressourcendiagnostik in der Sozialen Arbeit

Wege der Ressourcendiagnostik in der Sozialen Arbeit Wege der Ressourcendiagnostik in der Sozialen Arbeit Vortrag auf der Fachtagung Soziale Diagnose an der Fachhochschule St. Pölten am 8.5.2008 Artikel zum Vortrag erschien im Tagungsband: Peter Pantucek,

Mehr

Vom Fordismus zum Postfordismus

Vom Fordismus zum Postfordismus Ludwig-Maximilians-Universität Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie Prof. Dr. Irene Götz Vorlesung WS 13/14 Vom Fordismus zum Postfordismus BLOCK II: 13. 18.11.2013 Volkskundlichkulturwissenschaftliche

Mehr

Aktives und gesundes Leben im Alter: Die Bedeutung des Wohnortes

Aktives und gesundes Leben im Alter: Die Bedeutung des Wohnortes DZA Deutsches Zentrum für Altersfragen 5 Aktives und gesundes Leben im Alter: Die Bedeutung des Wohnortes Der Deutsche Alterssurvey (DEAS): Älterwerden und der Einfluss von Kontexten 1996 2002 2008 2011

Mehr

B.A. Bildungswissenschaft - Zusammenfassung - Modul 2D - Kurs 33159 Einführung in die Sozialstrukturanalyse

B.A. Bildungswissenschaft - Zusammenfassung - Modul 2D - Kurs 33159 Einführung in die Sozialstrukturanalyse Fernstudium B.A. Bildungswissenschaft - Alexander Becker - Seite 1 von 38-14.03.13 B.A. Bildungswissenschaft - Zusammenfassung - Modul 2D - Kurs 33159 Einführung in die Sozialstrukturanalyse Quellenangabe

Mehr

Begriffsdefinitionen

Begriffsdefinitionen Begriffsdefinitionen Sozialisation: Unter Sozialisation versteht man die Entstehung und Bildung der Persönlichkeit aufgrund ihrer Interaktion mit einer spezifischen materiellen, kulturellen und sozialen

Mehr

Der Wirtschaftskreislauf

Der Wirtschaftskreislauf Der Wirtschaftskreislauf Definition des Wirtschaftskreislaufes nser Wirtschaftssystem ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass zahlreiche Wirtschaftssubjekte aufeinander angewiesen sind. Durch regelmäßigen

Mehr

Jedes Kind braucht eine Chance

Jedes Kind braucht eine Chance Jedes Kind braucht eine Chance Heinz Hilgers Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Vortrag beim 35jährigen Jubiläum des OV Norden am 7. September 2011 in Norden Spiegel Online vom 6. Mai 2011 Feststellung

Mehr

Kurzfristige ökonomische Fluktuationen

Kurzfristige ökonomische Fluktuationen Kurzfristige ökonomische Fluktuationen MB Rezessionen und Expansionen Konjunkturschwankungen Rezession: Beschreibt eine Periode deutlich schwächeren Wirtschaftswachstums als normal (formale Definition:

Mehr

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11 Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11 Robert Poppe robert.poppe@uni-mannheim.de Universität Mannheim 25. November 2010 Überblick 1 Produktion und Wachstum 2 Kreditmarkt 3 Risikoeinstellung

Mehr

Was heißt hier arm? Armut & Armutsbekämpfung in Österreich

Was heißt hier arm? Armut & Armutsbekämpfung in Österreich Was heißt hier arm? Armut & Armutsbekämpfung in Österreich Es reicht. Für alle! Jeder 8. Mensch... ... in Österreich lebt unter der Armutsgrenze Was ist Armut? Armut bedeutet immer einen Mangel an Möglichkeiten.

Mehr

Kapitel 6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Maßnahmen Preiskontrollen...124

Kapitel 6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Maßnahmen Preiskontrollen...124 Teil I Einführung... Kapitel 1 Zehn volkswirtschaftliche Regeln... Wie Menschen Entscheidungen treffen... Wie Menschen zusammenwirken... Wie die Volkswirtschaft insgesamt funktioniert... Kapitel 2 Volkswirtschaftliches

Mehr

Segregation und Raumeinheit

Segregation und Raumeinheit 1. Teil: Theoretischer Hintergrund Hartmut Häußermann Professor für Stadt- und Regionalsoziologie an der HU Berlin http://www2.hu-berlin.de/stadtsoz/ Segregation und Raumeinheit Unterschicht Mittelschicht

Mehr

Kinderreport 2016 Eine Studie von infratest dimap im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes e.v.

Kinderreport 2016 Eine Studie von infratest dimap im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes e.v. Eine Studie von infratest dimap im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes e.v. Schwerpunkte der Befragung Was ist wichtig für mehr Bildungschancen der in Deutschland von Armut betroffenen Kinder? Warum

Mehr

OECD-Veröffentlichung Bildung auf einen Blick. Wesentliche Ergebnisse der Ausgabe 2011

OECD-Veröffentlichung Bildung auf einen Blick. Wesentliche Ergebnisse der Ausgabe 2011 OECD-Veröffentlichung Bildung auf einen Blick Wesentliche Ergebnisse der Ausgabe 2011 Mit ihrer jährlich erscheinenden Publikation Education at a Glance/Bildung auf einen Blick bietet die OECD einen indikatorenbasierten

Mehr

Langenhagen bewegt. Gemeinsamkeit macht stark, Unterschiedlichkeit macht schlau -Workshop- 24. Juni 2011

Langenhagen bewegt. Gemeinsamkeit macht stark, Unterschiedlichkeit macht schlau -Workshop- 24. Juni 2011 Langenhagen bewegt Gemeinsamkeit macht stark, Unterschiedlichkeit macht schlau -Workshop- 24. Juni 2011 Dr. Ilse Wehrmann Sachverständige für Frühpädagogik Hat seit 1993 nichts an Aktualität eingebüßt

Mehr

Allgemeine Volkswirtschaftslehre. 2. Grundzüge der Mikroökonomik. WiMa und andere (AVWL I) WS 2007/08

Allgemeine Volkswirtschaftslehre. 2. Grundzüge der Mikroökonomik. WiMa und andere (AVWL I) WS 2007/08 I 2. Grundzüge der Mikroökonomik 1 2. Grundzüge der Mikroökonomik 2.1 Arbeitsteilung, Spezialisierung und 2 Warum spielen Märkte eine so große Rolle? Fast alle Menschen betreiben Arbeitsteilung! Arbeitsteilung:

Mehr

Das finnische Bildungssystem Oberseminar pädagogische Psychologie WS 2009/2010 Anne Hoppe Gliederung Allgemeines Ziele des Bildungssystems Qualifikation der Lehrkräfte Aufbau des Bildungssystems Kindergarten

Mehr

SGBII Sozialgesetzbuch II

SGBII Sozialgesetzbuch II SGBII Sozialgesetzbuch II Neue Chancen auf Arbeit Informationen für Empfänger von Arbeitslosengeld II Herausgeber Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg Marketing und Strategische PR Stand: November 2004 www.arbeitsagentur.de

Mehr

Bildungsinvestitionen- Impulse für Wachstum und Arbeit in Deutschland

Bildungsinvestitionen- Impulse für Wachstum und Arbeit in Deutschland Bildungsinvestitionen- Impulse für Wachstum und Arbeit in Deutschland Wolf-Dieter Hasenclever,14.10.2005 Hs. 10/2005 1 Eine gigantische Wissensexplosion In den vergangenen 5 Jahren ist mehr an Informationen

Mehr

Soziale Ungleichheit und Klassenstrukturen in Deutschland. Lebenslagen, Interessenvermittlung und Wertorientierung von M.

Soziale Ungleichheit und Klassenstrukturen in Deutschland. Lebenslagen, Interessenvermittlung und Wertorientierung von M. Soziale Ungleichheit und Klassenstrukturen in Deutschland Lebenslagen, Interessenvermittlung und Wertorientierung von M.Rainer Lepsius Überblick Einleitung Die verschiedenen Klassen Sozialstruktur und

Mehr

Welche Zukunft hat Gender in der Suchtprävention

Welche Zukunft hat Gender in der Suchtprävention Welche Zukunft hat Gender in der Suchtprävention Gender und Sucht - Kann gendern was ändern? Tagung der ARGE Suchtvorbeugung vom 15.-17. Okt. 2012, Bildungshaus St. Virgil, Salzburg Marie-Louise Ernst,

Mehr

Arbeitsmarktsoziologie

Arbeitsmarktsoziologie Martin Abraham Thomas Hinz (Hrsg.) Arbeitsmarktsoziologie Probleme, Theorien, empirische Befunde VS VERLAG FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN Inhalt 1. Wozu Arbeitsmarktsoziologie? 11 Martin Abraham und Thomas Hinz

Mehr

Grundlagen der Ökonomie (Teil II) Grundlagen der Makroökonomik und der Wirtschaftspolitik Wirtschaftswachstum

Grundlagen der Ökonomie (Teil II) Grundlagen der Makroökonomik und der Wirtschaftspolitik Wirtschaftswachstum Wirtschaftswachstum Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Kappelmann 76 Begriff Wirtschaftswachstum 1. Langfristige Vermehrung der realen Güterproduktion in einer Volkswirtschaft 2. Erhöhung des Produktionspotentials

Mehr

Makrosoziologie I Familie und Bildung

Makrosoziologie I Familie und Bildung Makrosoziologie I Familie und Bildung Es geht um die beiden wichtigsten makroziologischen Subsysteme der deutschen Gesellschaft, denn sie bedingen >soziale Mobilität

Mehr

Einführung in die Mikroökonomie Produktion und die Kosten der Produktion. Die Produktion: Wiederholung und Übung

Einführung in die Mikroökonomie Produktion und die Kosten der Produktion. Die Produktion: Wiederholung und Übung Einführung in die Mikroökonomie Produktion und die Kosten der Produktion Universität Erfurt Wintersemester 07/08 Prof. Dittrich (Universität Erfurt) Die Produktion Winter 1 / 23 Die Produktion: Wiederholung

Mehr

Bildungsberichterstattung für das Land Bremen. Band 1: Bildung Migration soziale Lage. Voneinander und miteinander lernen

Bildungsberichterstattung für das Land Bremen. Band 1: Bildung Migration soziale Lage. Voneinander und miteinander lernen Beschlussfassung Die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit Datum: 24.04.2012 Dr. Daniel Kneuper Tel. 59818 Lutz Jasker Tel. 2447 Simon Ott Tel. 4113 V o r l a g e Nr. L 39/18 für die Sitzung

Mehr

Chancen und Grenzen kommunaler Bildungsberichte

Chancen und Grenzen kommunaler Bildungsberichte Chancen und Grenzen kommunaler Bildungsberichte Prof. Dr. Thomas Coelen Fakultät Bildung Architektur Künste 14. Januar 2014 Prof. Dr. Thomas Coelen 1 Themen 1. Kommunalisierung 2. Kontext: (inter-)nationaler

Mehr

Was ist Segregation?

Was ist Segregation? Was ist Segregation? Plan Dimensionen der Segregation Definition, Kriterien, Erkenntnisinteressen Struktur, Ausmaß und Entwicklungstendenzen Welche Auswirkungen? Segregation und regionale Disparitäten

Mehr

Warum Wachstum oft eine unverdient schlechte Presse hat

Warum Wachstum oft eine unverdient schlechte Presse hat Warum Wachstum oft eine unverdient schlechte Presse hat Referat zum Themenschwerpunkt Wirtschaftswachstum für den Wohlstand : Forum für Universität und Gesellschaft Bern, 27. Februar 2016 Prof. Dr. Aymo

Mehr

Elemente von Sozialkapital - Netzwerke

Elemente von Sozialkapital - Netzwerke Seminar Sozialkapital Robert Neumann Institut für Soziologie Elemente von Sozialkapital - Netzwerke Magdalena Kostyra, Kristina Wiese, Sarah Lenk TU-Dresden, 05.Januar 2009 Gliederung 01 Definition Soziale

Mehr

NEET-Jugendliche in Österreich

NEET-Jugendliche in Österreich NEET-Jugendliche in Österreich Bad Ischler Dialog 2013 In die Jugend investieren Johann Bacher Abteilung für empirische Sozialforschung Institut für Soziologie (JKU) Linz 2013 Überblick 1. Definition und

Mehr

Inhalt. Editorial... 13. Einleitung... 19. Hinweise für den Leser... 23. Kapitel A Bildungsergebnisse und Bildungserträge... 27

Inhalt. Editorial... 13. Einleitung... 19. Hinweise für den Leser... 23. Kapitel A Bildungsergebnisse und Bildungserträge... 27 Inhalt Bezeichnung des Indikators in der Ausgabe 2011 Editorial.................................................................... 13 Einleitung..................................................................

Mehr

Pazifik-Jugendcharta

Pazifik-Jugendcharta Pazifik-Jugendcharta Anlässlich des 1. Pazifik-Jugendfestivals in Tahiti wurde eine Pazifik-Jugendcharta verfasst, die Einfluss auf die Politik im Bereich der Jugendentwicklung der Region haben wird. In

Mehr

Protokoll der Sitzung vom

Protokoll der Sitzung vom Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Institut für Germanistik,Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft Wintersemester 2013 Seminar: Der Warencharakter der Kultur: Marx lesen Dozent: Prof.

Mehr

Who cares? Who pays? Zur Frage der frühkindlichen Erziehung im modernen Welfare State.

Who cares? Who pays? Zur Frage der frühkindlichen Erziehung im modernen Welfare State. Franz Schultheis Universität St. Gallen Seminar für Soziologie Who cares? Who pays? Zur Frage der frühkindlichen Erziehung im modernen Welfare State. Beitrag zum Workshop Ethnographie gesellschaftlicher

Mehr

Das Modell spezifischer Faktoren

Das Modell spezifischer Faktoren Kapitel Einführung Kapitel 3 Spezifische Faktoren (Forsetzung) Internationale Wirtschaft, 6. Auflage von Paul R. Krugman und Maurice Obstfeld Folie 0040- Das Modell spezifischer Faktoren Annahmen des Modells

Mehr

1 MENSCH UND UNTERNEHMEN IM GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHANG 1.1 Einführung in die Volkswirtschaftslehre Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage

1 MENSCH UND UNTERNEHMEN IM GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHANG 1.1 Einführung in die Volkswirtschaftslehre Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage 1 MENSCH UND UNTERNEHMEN IM GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHANG 1.1 Einführung in die Volkswirtschaftslehre 1.1.1 Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage Definition des Begriffes Bedürfnisse Bedürfnisse sind Wünsche,

Mehr

Sachbereich: Die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre

Sachbereich: Die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre Anmerkung: Oberziele des Unterrichtes sind: Die Teilnehmenden verstehen die Begriffe und Zusammenhänge der Wirtschaftsnachrichten und können die Aussagen auch einordnen und anwenden. Letzte Überarbeitung

Mehr

Lernender.ch - Das Infoportal für Lernende

Lernender.ch - Das Infoportal für Lernende Die Volkswirtschaft Volkswirtschaftslehre: Sie untersucht, a) wie ein Volk seine knappen Produktionsmittel (Boden, Arbeit, Kapital) verwendet, um Sachgüter und Dienstleistungen herzustellen und b) wie

Mehr

Woher kommen Kostenvorteile im Internationalen Handel? Beispiel Ricardo-Modell. Copyright 2004 South-Western/Thomson Learning

Woher kommen Kostenvorteile im Internationalen Handel? Beispiel Ricardo-Modell. Copyright 2004 South-Western/Thomson Learning Woher kommen Kostenvorteile im Internationalen Handel? Beispiel Ricardo-Modell Copyright 2004 South-Western/Thomson Learning Inhalt Vorteile des Außenhandels: als Handelsgewinne auf einem Markt (1 Gut)

Mehr

Wirtschaftliche Entwicklung in Schwellenländern. Derya Cicek, Anna-Sophia Zoller, Stefanie Gieschler, Marie Kempe

Wirtschaftliche Entwicklung in Schwellenländern. Derya Cicek, Anna-Sophia Zoller, Stefanie Gieschler, Marie Kempe Wirtschaftliche Entwicklung in Schwellenländern Derya Cicek, Anna-Sophia Zoller, Stefanie Gieschler, Marie Kempe Gliederung 1. Definition Schwellenland 2. Middle-Income trap 3. Fallbeispiele China und

Mehr

Leitlinie Grundsatzpolitik

Leitlinie Grundsatzpolitik Leitlinie Grundsatzpolitik der Version 3 / 22. September 2016 Version 3 / 22. September 2016 Seite 1 von 5 Leitlinie Grundsatzpolitik Grundsatzerklärung der zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen Mit

Mehr

Jugendliche ohne Ausbildung

Jugendliche ohne Ausbildung Ihre Gesprächspartner: Dr. Johann Kalliauer Dr. Fritz Bauer Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich AK-Abteilung Bildung Jugendliche ohne Ausbildung Pressekonferenz Dienstag, 16. Juni 2009 Arbeiterkammer

Mehr

IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit. Thema 02: BIP, Inflationsrate und Arbeitslosenquote

IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit. Thema 02: BIP, Inflationsrate und Arbeitslosenquote IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit Thema 02: BIP, Inflationsrate und Arbeitslosenquote Was Sie bereits wissen sollten... Berechnung des BIP, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Konjunktur vs.

Mehr

Kapitel 11. Trotz der hohen Effizienz des Marktes geht es nicht ohne den Staat

Kapitel 11. Trotz der hohen Effizienz des Marktes geht es nicht ohne den Staat Kapitel 11 Trotz der hohen Effizienz des Marktes geht es nicht ohne den Staat Kriterium für Effizienz des Marktes in der Mikroökonomie Pareto-Kriterium: beim Tausch: Niemand kann durch Tausch besser gestellt

Mehr

Andere Bundesländer, andere Aussichten: Der Wohnort ist mit entscheidend für Bildungschancen

Andere Bundesländer, andere Aussichten: Der Wohnort ist mit entscheidend für Bildungschancen 08 Mai 2009 Andere Bundesländer, andere Aussichten: Der Wohnort ist mit entscheidend für Bildungschancen Marcel Helbig Bildungschancen differieren zwischen den deutschen Bundesländern, und damit unterscheiden

Mehr

Entwicklung der Bildungsfinanzierung in der BRD (Entnommen aus der FiBs-Studie aus 2004)

Entwicklung der Bildungsfinanzierung in der BRD (Entnommen aus der FiBs-Studie aus 2004) Entwicklung der Bildungsfinanzierung in der BRD (Entnommen aus der FiBs-Studie aus 2004) Das System der Hochschulfinanzierung in Deutschland weist quantitative und qualitative Defizite auf. Nicht erst

Mehr

Testverfahren im Rahmen der Personalbeschaffung

Testverfahren im Rahmen der Personalbeschaffung Wirtschaft Doris Herget Testverfahren im Rahmen der Personalbeschaffung Studienarbeit I. Inhaltsverzeichnis I. Inhaltsverzeichnis... II 1 Einleitung... 1 1.1 Einführung in die Thematik...1 1.2 Problemstellung

Mehr

Grundlagen des Wirtschaftens

Grundlagen des Wirtschaftens 1 Bedürfnisse steuern Nachfrage Markt und Marktformen steuert mithilfe des ökonomischen Prinzips daraus ergeben sich und bilden Angebot Sektoren Betriebe Kooperation/Konzentration Fertigungsverfahren Produktionstypen

Mehr

Der Umgang der Sozialen Arbeit mit Armut

Der Umgang der Sozialen Arbeit mit Armut Der Umgang der Sozialen Arbeit mit Armut Prof. Dr. Markus Ottersbach Fachhochschule Köln cedis Universität zu Köln 12. Oktober 2011 1 Übersicht 1. Einleitung 2. Was ist Armut? 3. Armut sozialräumlich betrachtet

Mehr

Begriffsdefinitionen:

Begriffsdefinitionen: Begriffsdefinitionen: Zeitliche Einheiten: In der VWL unterscheidet man hauptsächlich zwischen drei zeitlichen Betrachtungsebenen, wobei diese in ihrem Umfang von denen abweichen, wie man sie in der BWL

Mehr

Individuelle Förderung und Integration: Herausforderung für ganztägige Schulen. Ausnahmslos Pädagogik!

Individuelle Förderung und Integration: Herausforderung für ganztägige Schulen. Ausnahmslos Pädagogik! Dr. Sabine Knauer Individuelle Förderung und Integration: Herausforderung für ganztägige Schulen Ausnahmslos Pädagogik! Förderschwerpunkte 2006 Quelle: KMK 2008 - eigene Grafik Hören 3,0% Sehen 1,4% Sprache

Mehr

Prof. Dr. Bernhard Nauck

Prof. Dr. Bernhard Nauck Prof. Dr. Bernhard Nauck Vorlesung Erklärende Soziologie 12. Vorlesung Soziale Differenzierung und Sozialintegration 1 Messung von sozialem Kapital Egozentrierte Netzwerke Befragte geben Auskunft über

Mehr

Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit in Deutschland

Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit in Deutschland Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit in Deutschland Komparative Forschung Zuerst Südostasien und Brasilien Vergleich und Theorie Anwendung auf Deutschland: erst Lektüre, dann Revision der

Mehr

Black Box: Migranten mit Potenzial

Black Box: Migranten mit Potenzial Black Box: Migranten mit Potenzial Tagung am 7. November 2013 in Freiburg-D Margrit Stamm Prof. em. der Universität Fribourg-CH Swiss Institute for Educational Issues, Bern Xherdan Shaqiri Howard Schultz

Mehr

Soziale Mobilität und Reichtum in Deutschland

Soziale Mobilität und Reichtum in Deutschland Soziale Mobilität und Reichtum in Deutschland 8. Sozialstaatsenquete Soziale Mobilität und Einkommensungleichheiten Dr. Dorothee Spannagel www.wsi.de Gliederung 1. Reichtum als Forschungsgegenstand 2.

Mehr

MEMORANDUM Sommerschule 2011 Kein Aufschwung für den Arbeitsmarkt

MEMORANDUM Sommerschule 2011 Kein Aufschwung für den Arbeitsmarkt Wilfried Kurtzke MEMORANDUM Sommerschule 2011 Kein Aufschwung für den Arbeitsmarkt Wilfried Kurtzke Massenarbeitslosigkeit durch Marktversagen Leichte konjunkturelle Erholung auf dem Arbeitsmarkt Reformen

Mehr

3 Pierre Bourdieu Die verborgenen Mechanismen der Macht

3 Pierre Bourdieu Die verborgenen Mechanismen der Macht 3 Pierre Bourdieu Die verborgenen Mechanismen der Macht Pierre Bourdieu (1930-2002) ist ein weiterer Gesellschaftstheoretiker, der wichtige Beiträge zum Verstehen des Zusammenhangs von Gesellschaft, Sozialisation

Mehr

Aufgabe 1 (23 Punkte)

Aufgabe 1 (23 Punkte) Aufgabe 1 (23 Punkte) Betrachtet werden zwei Personen 1 und 2, die in einer Wohngemeinschaft leben, mit den folgenden Nutzenfunktionen: sowie u 1 (x 1, G) = x 1 G u 2 (x 2, G) = x 2 G x 1 beziehungsweise

Mehr

INHALTSVERZEICHNIS 7

INHALTSVERZEICHNIS 7 Inhaltsverzeichnis Rosemarie Nave-Herz Einführung...11 Rosemarie Nave-Herz Wilhelm Heinrich Riehl 1. Einführung...15 2. Biographie...15 3. Riehls Methode...22 4. Das Buch Die Familie...24 5. Schlussbemerkungen...31

Mehr

Mikroökonomie: Faktormärkte. Lösung zu Aufgabensammlung. Erklären die Besonderheit, dass Arbeitsverträge unvollständige Verträge sind.

Mikroökonomie: Faktormärkte. Lösung zu Aufgabensammlung. Erklären die Besonderheit, dass Arbeitsverträge unvollständige Verträge sind. Thema Dokumentart Mikroökonomie: Faktormärkte Lösung zu Aufgabensammlung Lösung Faktormärkte: Aufgabensammlung I Aufgabe 1 1.1 Nennen sie die Besonderheiten des Faktors Arbeit. 1.2 - Erwerbs- und Nichterwerbsarbeit

Mehr

Familienbewusstes NRW Was tun Unternehmen?

Familienbewusstes NRW Was tun Unternehmen? Familienbewusstes NRW Was tun Unternehmen? Ergebnisse einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung Aktionstag Familie@Beruf.NRW Düsseldorf, 17.10.2011 Prof. Dr. Irene Gerlach Gliederung Familienbewusstsein

Mehr

Haushalts- und Konsumökonomie

Haushalts- und Konsumökonomie Haushalts- und Konsumökonomie Thema 4: Humankapital Inhalt der heutigen Vorlesung 1. Einführung 2. Ein einfaches Modell 3. Die Nachfragekurve für formelle Ausbildung 4. Berufserfahrung 5. Ausbildung als

Mehr

VWL A Grundlagen. Kapitel 1. Grundlagen

VWL A Grundlagen. Kapitel 1. Grundlagen Kapitel 1 Einleitung Dieses Kapitel führt in die der VWL ein. Dabei wir die Ökonomik als die Wissenschaft vom Umgang mit knappen Ressourcen (Knappheitsproblematik) vorgestellt. Des Weiteren werden die

Mehr

VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe Veranstaltung. SOZIALSTRUKTUR BEGRIFFE I Schichten Stände Klassen

VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe Veranstaltung. SOZIALSTRUKTUR BEGRIFFE I Schichten Stände Klassen VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe 09 9. Veranstaltung SOZIALSTRUKTUR BEGRIFFE I Schichten Stände Klassen ÜBERBLICK 1. Allgemeine Begriffe: 1. Soziale Schichtung 2. Soziale Ungleichheit 2. Schichtungs-Konzepte

Mehr

Potenziale im Alter(n): Unausgeschöpfte Talentreserven

Potenziale im Alter(n): Unausgeschöpfte Talentreserven Potenziale im Alter(n): Unausgeschöpfte Talentreserven Auftaktveranstaltung der Kampagne «Alter hat Potenzial» des Kantons Zug, 5. April 2016 Prof. Dr. Margrit Stamm Professorin em. an der Universität

Mehr

Türkischstämmige Unternehmer/innen in Österreich wirtschaftliche Selbständigkeit und soziale Aspekte

Türkischstämmige Unternehmer/innen in Österreich wirtschaftliche Selbständigkeit und soziale Aspekte Türkischstämmige Unternehmer/innen in Österreich wirtschaftliche Selbständigkeit und soziale Aspekte Heiko Berner Zentrum für Zukunftsstudien, Fachhochschule Salzburg heiko.berner@fh-salzburg.ac.at Einführung

Mehr

Barbara Mayerhofer, Univ. Salzburg, Fachbereich Geographie und Geologie

Barbara Mayerhofer, Univ. Salzburg, Fachbereich Geographie und Geologie Barbara Mayerhofer, Univ. Salzburg, Fachbereich Geographie und Geologie 1960 2050 Veränderung der Weltbevölkerung bis 2030 Aufgaben zum Film: mit offenen Karten: Bevölkerungsentwicklung und Politik (arte,

Mehr

Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der zunehmenden sozialen Segregation

Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der zunehmenden sozialen Segregation Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der zunehmenden sozialen Segregation Heinz Hilgers Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Vortrag beim

Mehr

1) Vorteile und Nutzen betrieblicher Ausbildung darstellen und begründen

1) Vorteile und Nutzen betrieblicher Ausbildung darstellen und begründen 1) Vorteile und Nutzen betrieblicher Ausbildung darstellen und begründen Robert Johnen 21.02.14 Seite 1/14 Leitfragen Warum ist Ausbildung sinnvoll und notwendig? Was kostet Ausbildung? Welchen Nutzen

Mehr

(Materielles) Wachstum eine Grundbedingung für Wirtschaft und Wohlstand? Mag. Karin Steigenberger, BA Wirtschaftskammer Österreich

(Materielles) Wachstum eine Grundbedingung für Wirtschaft und Wohlstand? Mag. Karin Steigenberger, BA Wirtschaftskammer Österreich (Materielles) Wachstum eine Grundbedingung für Wirtschaft und Wohlstand? Mag. Karin Steigenberger, BA Wirtschaftskammer Österreich Dienstag, 4. März 2014 Umwelt Management Austria Wohlstand ohne Wachstum?

Mehr

Gender in der Suchtberatung

Gender in der Suchtberatung Gender in der Suchtberatung von Geschlechterrollen und Geschlechterstereotype sowie der Strategie Gender Mainstreaming Was ist Gender? Gender kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich,

Mehr

Lehrplan Sozialwissenschaften im Überblick

Lehrplan Sozialwissenschaften im Überblick Inhaltsfeld 1 Inhaltsfeld 2 Inhaltsfeld 3 Die soziale Marktwirtschaft vor neuen Bewährungsproben Jugendliche im Prozess der Vergesellschaftung und der Persönlichkeitsbildung Demokratie zwischen Anspruch

Mehr

7. Verteilung von Einkommen und Vermögen

7. Verteilung von Einkommen und Vermögen 7. Verteilung von Einkommen und Vermögen Das durchschnittliche Vermögen der privaten Haushalte beträgt mehr als 13 Tausend Euro in Westdeutschland und 5 Tausend Euro in Ostdeutschland. Dazu kommt ein durchschnittliches

Mehr