Kindertageseinrichtungen auf dem Weg

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1 Vielfalt begegnen ein Haus für alle Kinder Kindertageseinrichtungen auf dem Weg von der Integration zur Inklusion

2 Von der Integration zur Inklusion den Blickwinkel verändern 2

3 Von der Integration zur Inklusion den Blickwinkel verändern 3

4 Von der Integration zur Inklusion weg von der Sichtweise, dass das Kind ein Problem ist, hin zu der Sichtweise, dass das System problematisch ist Inklusion als Eigenschaft des Systems, der Institution, einer Konzeption, einer Gruppenaktivität, einer einzelnen pädagogischen Maßnahme Inklusion verstanden als Leistung des Systems, der Institution.. Inklusion als Prozess, der ein angemessenes Entwicklungsumfeld für alle Kinder erreichen will Inklusion ist nicht abhängig von der Fähigkeit des einzelnen Kindes 4

5 Von der Integration zur Inklusion weg von der Sichtweise, dass das Kind ein Problem ist, hin zu der Sichtweise, dass das System problematisch ist Inklusion als Eigenschaft des Systems, der Institution, i einer Konzeption, einer Gruppenaktivität, einer einzelnen pädagogischen Maßnahme Bedeutet für Kita s: Konzeptionen und pädagogische Arbeit Aktivitäten sind an die Bedürfnisse und Interessen der Kinder anzupassen, sodass sie teilhaben können. Kultur des Behaltens 5

6 Dimensionen inklusiver Pädagogik in der Kita Orientierungsebene Strukturebene Handlungsebene 6

7 Dimensionen inklusiver Pädagogik Orientierungsebene Orientierungsebene Pädagogischer Ansatz (Montessori, Reggio, Situationsansatz..) Konzeption der Tageseinrichtung (inklusives Leitbild-Verständnis von Inklusion, Individualisierung, Förderung ) Leitgedanken der pädagogischen Arbeit (wie lernen Kinder im Gruppenalltag) Haltung der Fachkräfte (Diskurs über inklusive Werte, Verschiedenheit, Einseitigkeiten und Diskriminierung) 7

8 Dimensionen inklusiver Pädagogik Strukturelle Ebene Strukturebene Aufgaben der Fachkräfte Rolle der Zusatzkraft, der Fachkraft für integrative Erziehung, der heilpädagogischen Fachkraft Gestaltung von Tagesablauf, Aktivitäten u.a.m. Fortbildung und Qualifizierung 8

9 Dimensionen inklusiver Pädagogik Handlungsebene Handlungsebene Didaktische Prinzipien Art, Formen und Strategien des Lernens, der Bildungsangebote, Umsetzung von Förderung, wer macht was, mit wem? aktive Teilnahme ermöglichen, indem Aktivitäten vereinfacht, Anpassungen vorgenommen werden, Unterstützung gegeben wird; Verständnis über Individualisierung: Routinen des Alltags werden zu Lerngelegenheiten; Spezifische Interventionen kommen zum Kind, es muss diese nicht in einer heilpädagogischen Einrichtung aufsuchen; gleiche Rechte und unterschiedliche Unterstützung Gleiches wo möglich, besonders wo nötig 9

10 Dimensionen inklusiver Pädagogik Handlungsebene Handlungsebene In allen Ansätzen inklusiv orientierter Frühpädagogik stellt die Gestaltung von Raum und Materialangebot eine zentrale didaktische Handlungsdimension dar (Prengel 2010, S.35) Montessori: Beispiel für eng begrenzte Öffnung zu heterogenen Ausgangslagen von Kindern durch strukturierte Lernmaterialien, Differenzierung bei der Auswahl des Lerngegenstandes und des Lerntempos Situationsansatz: weite Öffnung für die unterschiedlichsten Lebenssituationen von Kindern, Schwerpunkt auf sozialem Lernen Reggiopädagogik: hundert Sprachen der Kinder nimmt heterogene Bedingungen explizit in den Blick 10

11 Dimensionen inklusiver Pädagogik g Pädagogischer Ansatz Konzeption der Einrichtung Leitziel Orientierungsebene Haltung der Fachkräfte Aufgaben, Verantwortlichkeiten der Fachkräfte Qualifikation Strukturebene Handlungsebene Pädagogische Prozesse Didaktische Prinzipien Vernetzung 11

12 Kindertageseinrichtungen unterstützen auf dem Weg zur Inklusion Möglichkeiten der Fachberatung Welche Unterstützung benötigen die Fachkräfte in den Kita s? Welchen Bedarf sehe ich? Welche Möglichkeiten habe ich als Fachberatung, die Einrichtungen zu unterstützen? Womit habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht? 12

13 Kindertageseinrichtungen g unterstützen auf dem Weg zur Inklusion Möglichkeiten der Fachberatung Kontinuierliche Fortbildungsangebote Information, Wissen und Reflexion tragen zur Qualifizierung und Haltungsänderung bei reflektiertes Wissen Beratung und Prozessbegleitung Pädagogische Ansätze (Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung) Konzeptionsentwicklung Qualitätsentwicklung Index für Inklusion; Quint; Basisstandards zur inklusiven Bildung, Erziehung und Betreuung der Landeshauptstadt München Einzelfallberatung Installieren externer Unterstützungsmöglichkeiten 13

14 Kindertageseinrichtungen unterstützen auf dem Weg zur Inklusion Möglichkeiten der Fachberatung Qualifizierung Grundlegende Kenntnisse zu integrativer Erziehung und Inklusion Rechtliche Grundlagen Auseinandersetzung mit Begriffen wie Integration, Inklusion, Behinderung Rahmenbedingungen der Förderung integrativer Erziehung durch den LVR/KiBiz Pädagogische Ansätze für integrative Erziehung und Inklusion Grundlegende Kenntnisse über besondere Entwicklungsverläufe Instrumente zur Beobachtung von Entwicklungsverläufen Beispiele geistiger und körperlicher Behinderung, Chronische Erkrankungen im Kindesalter, Wahrnehmungsstörungen, Hochbegabung u.a.m. 14

15 Kindertageseinrichtungen unterstützen auf dem Weg zur Inklusion Möglichkeiten der Fachberatung Qualifizierung Grundlegende Kenntnisse zu integrativer Erziehung und Inklusion Kompetenzen für die pädagogische Praxis Raumausstattung und Spielmaterial Tagesgestaltung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern mit besonderen Entwicklungsverläufen Alltagsintegrierte Förderung unter Berücksichtigung der Erzieher-Kinder- Interaktion Auseinandersetzung mit dem eigenen Rollenverständnis hinsichtlich der Unterstützung von Teilhabe 15

16 Kindertageseinrichtungen unterstützen auf dem Weg zur Inklusion Möglichkeiten der Fachberatung Qualifizierung Übergreifende Kompetenzen Kenntnisse über Therapie- und Unterstützungsmöglichkeiten im Umfeld Zusammenarbeit mit Frühförderung, Therapeuten zur gemeinsamen Förderplanung Netzwerkarbeit 16

17 Kindertageseinrichtungen unterstützen auf dem Weg zur Inklusion Möglichkeiten der Fachberatung Wesentliche Qualifikation für Fachkräfte in Bezug auf inklusive Pädagogik 1. Wertebezogene Handlungskompetenz 2. Fachkompetenz und wissen 3. Reflexions- und Analysekompetenz 4. Methodisch-didaktische Kompetenz 5. Kooperations- und Kommunikationskompetenz (vgl. Wagner 2011, Wiff Expertise Nr. 15, S.49) 17

18 Kindertageseinrichtungen unterstützen auf dem Weg zur Inklusion Möglichkeiten der Fachberatung Arbeit mit Leitungen zur Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung Die Leitung ist Teil des Prozesses und Motor zugleich. Sie gestaltet ihr eigenes Lernen und steuert gleichzeitig die Kita als lernende Organisation (Beber 2003, S.134) Anti-Bias- Ziele für Kita-Leitungen 1. Reflektieren Sie Ihre Identität als Leitung und Ihr Verständnis zu Macht und Verantwortung. Erweitern Sie ständig Ihre Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. 2. Sorgen Sie dafür, dass die vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aller Kolleginnen im Team wahrgenommen und gefördert werden. 3. Setzen Sie sich mit Formen und Auswirkungen von Machtausübung auseinander. Thematisieren Sie Einseitigkeiten und Diskriminierung. 4. Beziehen Sie eindeutig Position gegen g Diskriminierung und Einseitigkeit. Initiieren und unterstützen Sie den Dialog über Fragen von Ungerechtigkeit und Diskriminierung in Ihrer Kita. (Beber 2003, Ich hab doch keine Macht, sondern Stress. Die Kindertageseinrichtung vorurteilsbewusst leiten. In: Preissing, Wagner. Kleine Kinder, keine Vorurteile? S.134ff) 18

19 unterstützen Was werde ich als nächstes tun, um heute erworbene Erkenntnisse und Anregungen praktisch umzusetzen? Wann, wo, mit wem werde ich es tun?

20 Kindertageseinrichtungen auf dem Weg zur Inklusion unterstützen Inklusion kann überall anfangen, hört aber nie auf

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