Höchste Zeit zum Handeln. Höhere Erbschaftsteuer ab 2007?

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1 Höchste Zeit zum Handeln Höhere Erbschaftsteuer ab 2007?

2 Das Thema Erben und Schenken betrifft Jeden und ist für Jeden wichtig - es ist keine Frage des Alters, aber mit zunehmendem Alter wird es immer wichtiger.

3 Warum betrifft das Thema Erben und Schenken jeden? Wenn keine Nachlassregelungen getroffen werden, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge ein.

4 Grundlagen der gesetzlichen Erbfolge Gesetzliche Erben sind der Ehegatte und die Kinder, die nichtehelichen Kinder, die übrigen Verwandten und sofern die Vorgenannten nicht vorhanden sind der Staat.

5 Grundlagen der gesetzlichen Erbfolge Erben 1. Ordnung sind die Kinder, bzw. deren Abkömmlinge, zu gleichen Teilen. Erben 2. Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Geschwister) Erben 3. Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Tanten u. Onkel)

6 Grundlagen der gesetzlichen Erbfolge Großeltern Großeltern Eltern Lebensgefährte Onkel/ Tanten Geschwister Erblasser Cousins/ Cousinen Neffen/ Nichten Kind Kind Kind Enkel Enkel 3. Ordnung 2. Ordnung 1. Ordnung Urenkel

7 Grundlagen der gesetzlichen Erbfolge Ehegattenerbrecht Erbfolge mit Kindern Neben dem Ehegatten erben nur die Kinder. Der Ehegatte erbt bei Zugewinngemeinschaft 1/4 des Vermögens u. 1/4 pauschalen Zugewinnausgleich (steuerfrei). Im Fall der Gütertrennung erbt der Ehegatte 1/2, bei 2 Kindern 1/3, bei 3 u. mehr Kindern 1/4. Erbfolge ohne Kinder Neben dem Ehegatten erben die Verwandten der 2. Ordnung (z.b. Eltern) oder die der 3.Ordnung (z.b. Großeltern). Der Ehegatte erbt bei Zugewinngemeinschaft 1/2 des Vermögens u. 1/4 pauschalen Zugewinnausgleich. Bei Gütertrennung erbt der Ehegatte 1/2.

8 Grundlagen des Pflichtteilsrechts Pflichtteilberechtigt sind der Ehegatte die Kinder die Eltern

9 Grundlagen des Pflichtteilsrechts Höhe des Pflichtteils Die Hälfte des gesetzlichen Erbteils = Geldanspruch

10 Grundlagen des Pflichtteilsrechts Eltern Erblasser Ehegatte Kind Kind Kind Enkel Enkel Urenkel

11 Grundlagen des Pflichtteilsrechts Problematik insbesondere bei: Ehepaaren ohne Kinder Ehepaaren mit Kindern Eheähnlichen Lebens- gemeinschaften Teilung der Erbschaft mit den Verwandten des Erblassers Anspruch der Kinder an den überlebenden Ehepartner Der Lebensgefährte geht leer aus

12 Die 3 Kernfragen der steuerlichen Betrachtung Wer ist betroffen? Was ist betroffen? Wie hoch ist die Steuerlast?

13 Wer ist betroffen? JEDER, der etwas geschenkt oder vererbt bekommt ODER JEDER, der etwas verschenkt!

14 Was ist betroffen? - unentgeltlich erworbenes Vermögen - gemäß 10 ErbStG Der Wert der Bereicherung aufgrund von ERBSCHAFT Erwerb von Todes wegen SCHENKUNG freigebige Zuwendung unter Lebenden

15 Wie hoch ist die Steuerlast? Die geplante Reform der Erbschaftsteuer kann weite Teile der Bevölkerung und der Unternehmer ab 2007 oder 2008 erheblich belasten. Noch aber gelten für die Übertragung von Firmen- und privatem Vermögen die bisherigen Regeln.

16 Wie hoch ist die Steuerlast? Dies ist abhängig von individuellen Kriterien Art des Vermögens Steuerklassen persönliche Freibeträge Steuersätze

17 Die Art des Vermögens Ist Grundlage für die Bewertung und die sachlichen Freibeträge

18 Vermögensarten Bewertung bisher Bewertung geplant Grundbesitz Betriebsvermögen (Einzelunternehmer und Anteile an Personen- gesellschaften) Sach-/ Ertragswert- verfahren (Grundbesitzwert 50% - 70% vom Verkehrswert) Steuerbilanzwert Sachwertverfahren (Grundbesitzwert zu 100 % vom Verkehrswert) modifiziertes Stuttgarter Verfahren

19 Vermögensarten Bewertung bisher Bewertung geplant Anteile an Kapital- gesellschaften (GmbH-Anteile) Bargeld, Kapitalforderungen u. Verbindlichkeiten Stuttgarter Verfahren Nennwert modifiziertes Stuttgarter Verfahren Nennwert

20 Vermögensarten Bewertung bisher Bewertung geplant Wertpapiere und Investmentfonds Kurs- /Rücknahmewert Kurs-/ Rücknahmewert Versicherungen 2/3 der Beiträge / alternativ Rückkaufswert Rückkaufswert

21 Vermögensarten Bewertung bisher Bewertung geplant Nießbrauch und Renten übriges Vermögen Kapitalwert Verkehrswert Kapitalwert Verkehrswert

22 Von der jeweiligen Vermögensart abhängige Freibeträge Freibetrag für Betriebsvermögen, Land- u. forstwirtschaftliches Vermögen und Anteile an Kapitalgesellschaften bei Beteiligungen von mehr als 25 % Abschlag von 35 % des übersteigenden Betrages, Ansatz mit BISHER EUR % GEPLANT Wegfall des Freibetrags und des Bewertungs- abschlags. Stundung und Wegfall der Erbschaftsteuer bei Fortführung des Unternehmens über einen Zeitraum von zehn Jahren, aber nur für das produktive Vermögen.

23 Von der jeweiligen Vermögensart abhängige Freibeträge Weitere Steuerbefreiungen (beispielhaft): Hausrat bis zu andere bewegliche Gegenstände bis zu Bestattungskosten u. Grabdenkmal EUR EUR EUR

24 Die Steuerklassen Steuerklasse I der Ehegatte, die Kinder und Stiefkinder (auch nichteheliche Kinder und Adoptivkinder), die Kinder und Enkel verstorbener Kinder und Stiefkinder, die Eltern und Voreltern bei Erwerben von Todes wegen.

25 Steuerklasse II Die Steuerklassen die Eltern und Voreltern, soweit sie nicht zur Steuerklasse I gehören, die Geschwister, die Abkömmlinge ersten Grades von Geschwistern (= Neffen, Nichten), die Stiefeltern, die Schwiegerkinder, die Schwiegereltern, der geschiedene Ehegatte.

26 Die Steuerklassen Steuerklasse III alle übrigen Erwerber

27 Die persönlichen Freibeträge Steuerklasse I Ehegatte jedes Kind Enkel, Eltern im Erbfall Steuerklasse II Eltern bei Schenkung Geschwister, Neffen, Nichten usw. Steuerklasse III alle übrigen Personen EUR EUR EUR EUR EUR 5.200

28 Die persönlichen Freibeträge Versorgungsfreibetrag Überlebender Ehegatte Kinder gestaffelt nach Alter bis EUR EUR EUR

29 Die Steuersätze in % Steuerklasse I II III Wert bis EUR EUR EUR EUR EUR EUR > Mio. EUR

30 Betriebsvermögen Freibetrag Abschlag 35 % zu versteuern Steuersatz Erbschaftsteuer sofort fällig Stundung 2/3 Wie hoch ist die Steuerlast? Beispiel: Vater überträgt seinen Betrieb auf den Sohn (ohne Berücksichtigung der persönlichen Freibeträge) BISHER GEPLANT EUR EUR EUR EUR EUR 11 % EUR EUR EUR EUR EUR 19 % EUR EUR EUR unproduktives/ produktives Vermögen GRÜTER HAMICH & PARTNER

31 Wie hoch ist die Steuerlast? Beispiel: Vater überträgt ein Mietshaus auf die Tochter. Immobilienwert Grundbesitzwert Freibetrag zu versteuern Steuersatz Erbschaftsteuer BISHER EUR EUR EUR EUR 11 % EUR GEPLANT EUR EUR EUR EUR 19 % EUR

32 Warum sollte man seinen Nachlass regeln? Einkommenssicherung Vermögenssicherung Unternehmenssicherung

33 Wie sollte man seinen Nachlass regeln? Selbst bestimmen: wer, was, wann, wieviel und für wie lange erhält! Regelungen treffen durch Verfügungen von Todes wegen Testament, Erbvertrag, gemeinschaftliches Testament Freigebige Zuwendungen unter Lebenden Vorweggenommene Erbfolge

34 Beispiele für Gestaltungen: Übertragung von Vermögen gegen Rente oder dauernde Last Vorbehalts- und Zuwendungsnießbrauch Mittelbare Grundstücksschenkung Hingabe unverzinslicher Darlehen Einbringung Immobilienbesitz ins Betriebsvermögen Stiftungen

35 Wer ist der optimale Gesprächspartner zur Beratung und Gestaltung? Ihr optimaler Gesprächspartner muss Kenntnisse über Ihre persönliche Situation in wirtschaftlicher, finanzieller und familiärer Hinsicht besitzen.

36 Wann ist der ideale Zeitpunkt über die aktive Gestaltung nachzudenken? NACH BEENDIGUNG DIESER PRÄSENTATION

37

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