Fhr ZINKL Thomas ABSTRACT -1-

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2 Inhaltsverzeichnis 1 Abstract Handlungsleitendes Interesse Hypothese Forschungsleitende Fragen Methodendiskussion Ziel der empirischen Untersuchung Grundlagen für den Fragebogen Stichprobenbeschreibung Beschreibung des Erhebungsinstrumentes Bestätigung der Hypothese Verbesserungsvorschläge Verbesserungsvorschlag zur Minimierung der Beobachterüberforderung Verbesserungsvorschlag zur Beobachtungsfehlervermeidung Kurzzusammenfassung

3 1 Abstract 1.1 Handlungsleitendes Interesse Aus dem vorgegebenen Generalthema Leitbilder und Kompetenzen wurden verschiedene Arbeitsthemen abgeleitet. Unter anderem auch das Arbeitsthema Möglichkeiten und Parameter zur Messung von Kompetenzen. In der heutigen Zeit spielen die Themen Personalauswahl und weiterbildung eine sehr wichtige Rolle. Jedes größere Unternehmen hat ein Verfahren zur Personalauswahl, so auch das österreichische Bundesheer. Beispielsweise führt die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt ein Assessmentverfahren zur Aufnahme in den Fachhochschul-Diplomstudiengang Militärische Führung durch. Ein Assessment Center (AC) beinhaltet in der Regel eine Reihe von Übungen, Simulationen und Tests. Der Bewerber wird von Beobachtern in den einzelnen Aufgaben beobachtet und in späterer Folge beurteilt. Wenn man nun die Beobachtung genauer betrachtet, wird in der Literatur sehr häufig auf Fehler oder mögliche Fehlerquellen verwiesen. In dieser Arbeit wird versucht, einen Beitrag zur Verbesserung des Beobachtungsverfahrens bei einem Assessment Center zu leisten. 1.2 Hypothese Um diesen Beitrag zur Verbesserung des Beobachtungsverfahrens bei einem AC zu leisten, liegt dem empirischen Teil dieser Arbeit folgende Hypothese zugrunde: Die Beobachtung beim Kompetenzmessverfahren Assessment Center ist fehlerhaft. 1.3 Forschungsleitende Fragen Die Kompetenzmessung umfasst ein sehr weites Spektrum, daher musste eine Eingrenzung vorgenommen werden. Dies erfolgte durch vier Forschungsfragen. Diese werden als Grundlage bzw. Abgrenzung der einzelnen Kapitel verwendet. -3-

4 Forschungsfragen: 1) Was sind Kompetenzen? 2) Wie können Kompetenzen gemessen werden? 3) Welche Kompetenzmessverfahren gibt es im österreichischen Bundesheer? 4) Welche Kriterien einer Kompetenzmessung gibt es? 1.4 Methodendiskussion Die Wissenschaft hat die Erkenntnisgewinnung in qualitativer und/oder quantitativer Hinsicht zum Ziel. Die gängigste Struktur der Wissenschaften wird nachfolgend graphisch dargestellt: Naturwissenschaften Geisteswissenschaften Sozialwissenschaften Abb. 1: Struktur der Wissenschaften (Verfasser). Der Erkenntnisgewinn wird in der Wissenschaft mit Hilfe der Methoden gewonnen. Es gibt viele Methoden von denen einige anschließend aufgezählt werden: - Transzendentale Methode - Phänomenologische Methode - Sprachanalytische Methode - Analytische vs. Synthetische Methoden - Axiomatisch-deduktive vs. Induktive Methoden - Nomothetische vs. Idiographische Methoden (vgl. TherMilAk 1999, Einführung in die Hermeneutik). Die wissenschaftlichen Methoden werden in qualitative und quantitative Methoden unterteilt. -4-

5 Der empirische Teil stützt sich auf die quantitative Methode. Es wurde ein selbsterstellter Fragebogen verwendet. Aufgrund der Thematik und Abgrenzung fällt diese Arbeit in die Fachbereiche Psychologie und Pädagogik. 1.5 Ziel der empirischen Untersuchung Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Erfassung von Fehlerquellen bei der Beobachtung beim Kompetenzmessverfahren Assessment Center. 1.6 Grundlagen für den Fragebogen Das Erhebungsinstrument, der Fragebogen, wurde vom Verfasser selbst erstellt. Die einzelnen Fragen und Items wurden anhand folgender Grundlagen entwickelt: Fellinger (2003), Köck (2004), Greve und Wentura (1997) und Obermann (1992). Die verschiedenen Verfahren bei der Frage nach der Rangreihe wurden vom Verfasser nach logischen Überlegungen zusammengestellt. 1.7 Stichprobenbeschreibung Die Stichprobe setzt sich aus verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Das Spektrum der Beobachter erstreckt sich von Berufsassessoren bis hin zu Personen mit geeigneter Ausbildung. Es befinden sich sowohl Berufssoldaten als auch Zivilisten in der Beobachterrolle wieder. Die Stichprobe bezieht sich auf das Assessmentverfahren der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. Die Probanden wirkten als Beobachter im Rahmen dieses Assessmentverfahren mit. 1.8 Beschreibung des Erhebungsinstrumentes Als Erhebungsinstrument für die vorliegende Untersuchung wurde vom Autor ein Fragebogen erstellt. Dieser enthält drei Hauptteile: einen Eingangsfragenblock, einen Block mit 14 Items und einen Block mit drei offenen Fragen und einer Rangreihe. In den Eingangsfragen werden fünf demographische Fragen gestellt. Die 14 Items dienten zur Erhebung der Einflussfaktoren auf das Beurteilungsergebnis bei der Beobachtung im Assessment Center. Die Antwortmöglichkeiten waren von `sehr hoch` bis `kein` -5-

6 Einfluss auf einer fünf-stufigen Skala. Die drei offenen Fragen behandelten die Themen Beobachterüberforderung, Beobachtungsverfälschung und Beobachtungsfehlervermeidung. Bei der Rangreihe sollte das fehleranfälligste Verfahren an die ersten Stelle gesetzt werden. 1.9 Bestätigung der Hypothese Die vom Verfasser aufgestellte Hypothese: Die Beobachtung beim Kompetenzmessverfahren Assessment Center ist fehlerhaft., kann auf Grund der vorliegenden Ergebnisse verifiziert werden. Die Beobachtung beim Assessment Center ist fehleranfällig. Jedoch durch eine qualifizierte Beobachterschulung und eine gründliche Beobachterauswahl kann diese Fehleranfälligkeit reduziert werden Verbesserungsvorschläge Verbesserungsvorschlag zur Minimierung der Beobachterüberforderung Hauptgründe der Überforderungen von Beobachtern ist der Zeitdruck und auf Grund der Dauer des ACs, die Ermüdung. Durch die Ermüdung des Beobachters kann es zu verschiedenen Effekten bei der Beobachtung kommen. Daraus resultierend sind Verfälschungen der Ergebnisse. Deshalb ist darauf zu achten, dass bei der Planung auf die Pausen besonders Rücksicht genommen wird. Natürlich steht dieser Verbesserungsvorschlag im Gegensatz zur Kostenminimierung. Aber bei der Personalauswahl sollten auch die späteren Vorteile bedacht werden (vgl. Obermann 1992). Bei der Konstruktion und Planung einer Übung oder Simulation beim Assessment Center ist besonders auf die Festlegung der Anforderungsprofile und Kriterien wert zu legen. Je besser diese Profile und Kriterien ausgearbeitet werden, desto leichter kann der Beobachter arbeiten. Daher kann mit einer sorgfältigen Konstruktion eine Überforderung des Beobachters minimiert werden (vgl. Obermann 1992). -6-

7 Verbesserungsvorschlag zur Beobachtungsfehlervermeidung Eine qualifizierte Beobachterschulung war die häufigste Antwort der Untersuchung bezüglich Fehlerkompensation. Wie bereits vorher erwähnt, sollten diese Schulungen regelmäßig und durch qualifiziertes Personal durchgeführt werden. Der Beobachter sollte sich laufend weiterbilden und regelmäßig an Beobachtungen teilnehmen. Die Beobachterschulung sollte vor jedem Assessmentverfahren durchgeführt werden. Durch richtige Auswahl der Beobachter kann die Qualität des Ergebnisses des Assessmentverfahrens bestimmt werden. Deshalb sollte die Beobachterauswahl sehr gründlich erfolgen Kurzzusammenfassung Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Kompetenzmessung, einem wichtigen Bestandteil der Personalauswahl. Einleitend werden die Methode und die Hypothese kurz erläutert. Nach einer Ableitung und Abgrenzung des Begriffes Kompetenz werden die verschiedenen Verfahren der Kompetenzmessung erläutert. Hier beschränken sich die Ausführungen auf den Psychologischen Test und auf das Assessment Center. Im vierten Kapitel werden die unterschiedlichen Anwendungen der Kompetenzmessverfahren im Bereich des österreichischen Bundesheeres vorgestellt. Nachfolgend werden die Kriterien einer Kompetenzmessung behandelt. Die Hauptgütekriterien werden erläutert und die verschiedenen Nebenkriterien vorgestellt. Abschließend wird die Beobachtung beim Assessment Center mittels der quantitativen Methode betrachtet. Hier werden vor allem die Fehlerquellen der Beobachtung unter die Lupe genommen und untersucht. -7-

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