Analyse ethischer Texte

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Analyse ethischer Texte"

Transkript

1 WEITERBILDUNGSSTUDIENGANG ANGEWANDTE ETHIK SOMMERSEMESTER 2005 Prof. Dr. Kurt Bayertz Analyse ethischer Texte 23. Juli 2005 I. Was sind Argumente? Zunächst eine allgemeine Charakterisierung von Argumenten in Form von drei Fragen: 1. Wann, d. h. in welcher Art von Situation wird argumentiert? Wann sind Argumente sinnvoll oder notwendig? Es gibt ein zu lösendes Problem: eine Unklarheit, ein Dilemma, eine Meinungsverschiedenheit. Dieses Problem soll gelöst werden; es soll eine Antwort auf eine Frage gegeben werden. Es ist nicht möglich, das Problem durch direkt (z.b. durch Beobachtung) zu lösen. 2. Wozu Argumente? Welche Funktion haben sie? Das Problem soll gelöst werden; d.h. hier: Es soll jemand von der Richtigkeit einer These, Annahme, Aussage etc. überzeugt werden. (Das kann man auch selbst sein.) 3. Wie wird argumentiert? Da die Frage nicht direkt (durch Beobachtung) gelöst werden kann, muß es indirekt geschehen. Man beruft sich auf eine andere These, Annahme, Überzeugung etc., von der man annimmt, daß diejenige, den man überzeugen will, sie akzeptiert; und zeigt, daß sich die Antwort auf die unklare oder strittige Frage aus der akzeptierten These, Annahme, Überzeugung ergibt. 1

2 Aus Punkt (3) ergibt sich die Struktur von Argumenten: (a) Prämissen (b) Konklusion (c) Verbindungsregeln Betrachten wir ein Beispiel für ein (simples, nichtethisches) Argument. Herr und Frau Müller planen einen Sonntagsspaziergang und diskutieren, ob sie einen Regenschirm mitnehmen sollen oder nicht. Sie sind sich nicht einig, wie das Wetter wohl werden wird; Und diese Frage ist nicht durch Beobachtung zu klären. Zwischen beiden gibt es also eine rationale Meinungsverschiedenheit. Frau Müller sagt nun: Im Wetterbericht ist für heute Nachmittag Regen angekündigt, deshalb sollten wir einen Schirm mitnehmen. Dies ist zweifellos ein Argument. Sehen wir uns an, welche Eigenschaften diese Aussage hat, welche Eigenschaften die Aussage zu einem Argument machen. (1) Es geht um eine unklare oder umstrittene Frage (ob es Regnen wird); und diese Frage ist nicht auf direktem Wege zu entscheiden (es geht um künftigen Regen). Man beachte: Würde es um die Frage gehen, ob es schon jetzt regnet, wäre ein Argument nicht nötig: es genügte, aus dem Fenster zu schauen. (2) Frau Müller macht einen Vorschlag zur Lösung des Problems; sie plädiert für eine bestimmte Antwort auf die Frage, ob man einen Regenschirm mitnehmen soll. (3) Frau Müller postuliert diese Antwort nicht einfach, sondern argumentiert: sie beruft sich auf Voraussetzungen, von denen sie annimmt, daß ihr Mann sie teilt (Im Wetterbericht ist tatsächlich Regen für den Sonntagnachmittag angekündigt; im allgemeinen ist der Wetterbericht zuverlässig) (4) Sie nimmt an, daß ihr Plädoyer (Regenschirm mitnehmen) sich aus diesen Voraussetzungen ergibt, so daß auch ihr Mann davon überzeugt ist. 2

3 Zusammenfassung: Wir können allgemein festhalten: Durch ein Argument soll jemand überzeugt werden, daß bestimme Behauptungen (oder Annahmen) wahr oder richtig sein müssen, wenn bestimmte andere Behauptungen (oder Annahmen) richtig sind. Anders gesagt: Wer argumentiert, behauptet, daß Y wahr/richtig ist, weil X wahr/richtig ist. Noch anders: Ein Argument ist der Versuch, die Richtigkeit von Annahme X auf Annahme Y zu übertragen. Argumente kann also folgendermaßen charakterisiert werden: durch ihre Funktion und durch ihre Struktur. Funktion: Jemand soll von der Richtigkeit einer Behauptung überzeugt werden. Struktur: Argumente bestehen aus 3 Bestandteilen: - Aus einer Konklusion; d. h. Schlußfolgerung; das ist die Behauptung, von deren Richtigkeit jemand überzeugt werden soll. - Aus Prämissen; das sind Behauptungen, deren Richtigkeit unterstellt wird. - Aus Schlußregeln, die von den Prämissen zur Konklusion führen. II. Arten von Argumenten Es gibt viele verschiedene Arten von Argumenten. An dieser Stelle sollen nur zwei Unterscheidungen eingeführt werden. A. Deduktive und induktive Argumente (a) Diejenigen Argumente, bei denen die Konklusion sicher wahr ist, wenn die Prämissen wahr sind. Das sind deduktive Argumente: Alle Menschen sind sterblich Sokrates ist ein Mensch Also ist Sokrates sterblich 3

4 (b) diejenigen Argumente, bei denen die Konklusion nur wahrscheinlich wahr ist, wenn die Prämissen wahr sind. Zu dieser zweiten Gruppe gehört folgendes Beispiel: Zwei Leute unterhalten sich darüber, welcher Religionsgemeinschaft Herr Petterson angehört. Der eine sagt nun: Die meisten Schweden sind Protestanten Herr Petterson ist Schwede Also ist Herr Petterson (wahrscheinlich) Protestant. B. Deskriptive und präskriptive Argumente Ich habe bis jetzt nur von deskriptiven Argumenten gesprochen. In dieser Vorlesung sind wir aber natürlich viel mehr an präskriptiven Argumenten interessiert. Wir müssen uns daher zunächst generell klarmachen, wodurch sich präskriptive von deskriptiven Argumenten unterscheiden. Der entscheidende Unterschied besteht darin, daß präskriptive Argumente zu einer präskriptiven Konklusion führen; die Konklusion besteht also entweder aus einer normativen (du sollst, man darf nicht) oder aus einer evaluativen (es ist gut, grausam) Aussage. Zunächst ein Beispiel für ein deduktives präskriptives Argument: Man soll Menschen keine Schmerzen zufügen. Wenn man Menschen auf die Füße tritt, fügt man ihnen Schmerzen zu Also soll man Menschen nicht auf die Füße treten. Es gibt aber auch induktive präskriptive Argumente. Nehmen wir das Müller-Beispiel. Es scheint auf den ersten Blick sehr einfach zu sein; ist es aber nicht. 4

5 Wettervoraussagen sind im allgemeinen zutreffend Wir wollen nicht naß werden. Durch Regen wird man naß. Deshalb sollten wir uns vor Regen zu schützen versuchen. Ein Schirm schützt vor Nässe. Also sollten wir einen Schirm mitnehmen, wenn es zu regnen droht. Die heutige Wettervoraussage hat Regen angekündigt. Die Wettervoraussage ist im allgemeinen zuverlässig. Also wir es heute wahrscheinlich regnen. Also sollten wir heute einen Schirm mitnehmen. Man beachte, daß dies kein moralisches Argument, sondern ein Klugheitsargument ist. III. Nach Argumenten suchen Nicht jede sprachliche Äußerung, nicht jeder Text ist ein Argument. Mit einem Argument haben wir es nur dann zu tun, wenn für etwas plädiert wird; wenn die Äußerung, der Text eine Konklusion enthält; und wenn diese Konklusion aus Prämissen abgeleitet ist. Wenn also ein Grund für die Konklusion angegeben wird. (Deshalb sind Argumente rational.) 1. Wenn wir also prüfen, ob ein Argument vorliegt, dann müssen wir zunächst nach einer Konklusion suchen. Wir müssen fragen: plädiert der Text für etwas? Ein sprachlicher Indikator dafür kann die Verwendung bestimmter Worte sein: weil, deshalb, daher, somit, deswegen, also Wenn wir eine Konklusion identifiziert haben, müssen wir zweitens fragen, von welchen Prämissen sie abgeleitet ist. Was sind die Gründe, die der Autor anführt. 3. Schließlich müssen wir fragen, ob sich die Konklusion tatsächlich korrekt aus den Prämissen ergibt. Wenn wir einen lebensweltlichen Text vor uns haben, werden wir schnell sehen, daß wir bestenfalls in Ausnahmefällen klare und vollständige Argumente vor uns haben. Lebensweltliche Argumente sind fast immer unvollständig (vgl. die ursprüngliche Version des Müller-Beispiels). Das liegt daran, daß die meisten Prämissen trivial sind und daher 5

6 nicht erwähnt werden müssen: z.b. daß Menschen nicht gern naß werden oder daß man durch regen naß wird. Dennoch sind die Prämissen notwendig; ohne sie folgt die Konklusion nicht. Wenn wir ein Argument untersuchen, dann besteht ein großer Teil der Arbeit darin, die nicht ausgesprochenen Prämissen explizit zu machen. Denn wir können ein Argument um so besser beurteilen, je vollständige uns seine Prämissen bekannt sind. IV. Sequenzen von Argumenten Ein ethischer Text ( z.b. ein Aufsatz oder Buch) kann manchmal als ein einziges Argument rekonstruiert werden. Allerdings als ein komplexes Argument. Diese Komplexität hat zwei Gründe: 1. Meist kann man nicht mit wenigen Schritten zu seiner Konklusion kommen, sondern braucht mehrere Schritte. Wir haben das schon bei dem Müller-Beispiel gesehen. Was zunächst (in der unvollständigen Alltagsform) als sehr simpel aussah, erwies sich bei genauerer Betrachtung als eine Verknüpfung mehrerer Argumente; die Konklusion des jeweils vorhergehenden Arguments fungiert als Prämisse eines folgenden Arguments. Solche Sequenzen von Argumenten können sehr lang sein. (Dies zeigt, daß Konklusion und Prämissen nicht ihrem Inhalt, sondern ihrer Funktion nach unterschieden sind.) 2. Oft sind die Prämissen, die man für seine Konklusion braucht, nicht so simpel, wie in den genannten Beispielen; sie verstehen sich in vielen Fällen nicht von selbst. D. h. man muß für sie argumentieren. - Die Folge ist, daß die Argumentation seitlich ausfranst ; der Argumentations stamm bekommt seitliche Äste. 6

7 Dies kann als ein Hinweis für die Lektüre ethischer Texte verstanden werden: Man versuche bei dieser Lektüre das Argument des Autors (die Abfolge seiner Argumente) zu erfassen, Prämissen von Konklusionen zu unterscheiden etc.. Man kann dies aber auch als ein Hinweis für das Abfassen eines ethischen Textes verstehen: Man baue seinen Text möglichst so auf, daß er für die Leser als eine Sequenz von Argumenten erkennbar ist. Das heißt (mindestens) zweierlei: Man sage klar, auf welche Schlußfolgerung (Konklusion) man abzielt. Wofür plädiert man? Man sage klar, aus welchen Gründen man dafür plädiert, d. h. auf welche Prämissen man sich beruft. Literaturhinweise Holm Tetens, Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. München: C.H.Beck 2004 (Leider nicht immer klar und didaktisch schlüssig; besonders unbefriedigend ist der Abschnitt über Argumentieren in der Ethik.) Hubert Schleichert, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken. München: C.H.Beck (Was können wir tun, wenn wir mit unserem Diskussionspartner keine gemeinsamen Prämissen haben?) Anthony Weston, A 21st Century Ethical Toolbox. New York, Oxford: Oxford UP (Ein originelles Lehr- und Übungsbuch mit vielen Anwendungen und Übungen.) 7

Formale Logik. 1. Sitzung. Allgemeines vorab. Allgemeines vorab. Terminplan

Formale Logik. 1. Sitzung. Allgemeines vorab. Allgemeines vorab. Terminplan Allgemeines vorab Formale Logik 1. Sitzung Prof. Dr. Ansgar Beckermann Sommersemester 2005 Wie es abläuft Vorlesung Übungszettel Tutorien Es gibt ca. in der Mitte und am Ende des Semesters je eine Klausur

Mehr

Erinnerung 1. Erinnerung 2

Erinnerung 1. Erinnerung 2 Erinnerung 1 Ein Argument ist eine Folge von Aussagesätzen, mit der der Anspruch verbunden ist, dass ein Teil dieser Sätze (die Prämissen) einen Satz der Folge (die Konklusion) in dem Sinne stützen, dass

Mehr

Einführung in die Logik

Einführung in die Logik Einführung in die Logik Prof. Dr. Ansgar Beckermann Wintersemester 2001/2 Allgemeines vorab Wie es abläuft Vorlesung (Grundlage: Ansgar Beckermann. Einführung in die Logik. (Sammlung Göschen Bd. 2243)

Mehr

Rhetorik und Argumentationstheorie. [frederik.gierlinger@univie.ac.at]

Rhetorik und Argumentationstheorie. [frederik.gierlinger@univie.ac.at] Rhetorik und Argumentationstheorie 1 [frederik.gierlinger@univie.ac.at] Ablauf der Veranstaltung Termine 1-6 Erarbeitung diverser Grundbegriffe Termine 7-12 Besprechung von philosophischen Aufsätzen Termin

Mehr

Ethisch-moralisches Argumentieren Station 3: Sein-Sollen-Fehlschluss Seite 1 von 5. Grundlagen:

Ethisch-moralisches Argumentieren Station 3: Sein-Sollen-Fehlschluss Seite 1 von 5. Grundlagen: Ethisch-moralisches Argumentieren Station 3: Sein-Sollen-Fehlschluss Seite 1 von 5 Grundlagen: Die Grundlage unseres Argumentierens bildet der sog. Syllogismus, der aus Prämissen (Voraussetzungen) und

Mehr

Wissenschaftliches Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten Teil 7: Argumentieren und Begründen 1 Grundregel: Spezifisch argumentieren Wissenschaftliches Arbeiten Nie mehr zeigen, als nötig oder gefragt ist. Sonst wird das Argument angreifbar und umständlich. Schwammige

Mehr

Philosophisches Argumentieren

Philosophisches Argumentieren Holm Tetens Philosophisches Argumentieren Eine Einführung Verlag C.H.Beck Inhalt Vorwort 9 Teil 1: Der Grundsatz philosophischen Argumentierens 1. Was man im Lehnstuhl wissen kann 14 2. Die ewigen großen

Mehr

1. Übung zum G8-Vorkurs Mathematik (WiSe 2011/12)

1. Übung zum G8-Vorkurs Mathematik (WiSe 2011/12) Technische Universität München Zentrum Mathematik PD Dr. Christian Karpfinger http://www.ma.tum.de/mathematik/g8vorkurs 1. Übung zum G8-Vorkurs Mathematik (WiSe 2011/12) Aufgabe 1.1: Gehen Sie die Inhalte

Mehr

WS 2009/10. Diskrete Strukturen

WS 2009/10. Diskrete Strukturen WS 2009/10 Diskrete Strukturen Prof. Dr. J. Esparza Lehrstuhl für Grundlagen der Softwarezuverlässigkeit und theoretische Informatik Fakultät für Informatik Technische Universität München http://www7.in.tum.de/um/courses/ds/ws0910

Mehr

Frege löst diese Probleme, indem er zusätzlich zum Bezug (Bedeutung) sprachlicher Ausdrücke den Sinn einführt.

Frege löst diese Probleme, indem er zusätzlich zum Bezug (Bedeutung) sprachlicher Ausdrücke den Sinn einführt. 1 Vorlesung: Denken und Sprechen. Einführung in die Sprachphilosophie handout zum Verteilen am 9.12.03 (bei der sechsten Vorlesung) Inhalt: die in der 5. Vorlesung verwendeten Transparente mit Ergänzungen

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Textgebundene Erörterungen schreiben im Unterricht

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Textgebundene Erörterungen schreiben im Unterricht Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Textgebundene Erörterungen schreiben im Unterricht Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Titel: Textgebundene Erörterungen

Mehr

sich die Schuhe zubinden können den Weg zum Bahnhof kennen die Quadratwurzel aus 169 kennen

sich die Schuhe zubinden können den Weg zum Bahnhof kennen die Quadratwurzel aus 169 kennen Programm Christian Nimtz www.nimtz.net // lehre@nimtz.net Grundfragen der Erkenntnistheorie Kapitel 2: Die klassische Analyse des Begriffs des Wissens 1 Varianten des Wissens 2 Was ist das Ziel der Analyse

Mehr

1 Argument und Logik

1 Argument und Logik Seminar: 1/5 1 Argument und Logik Aussagesatz (1): Ein Aussagesatz ist ein Satz im Indikativ, der entweder wahr oder falsch ist. Problem der Indexikalität: Sätze im Indikaitv, die indexikalische Ausdrücke

Mehr

Logik und Missbrauch der Logik in der Alltagssprache

Logik und Missbrauch der Logik in der Alltagssprache Logik und Missbrauch der Logik in der Alltagssprache Wie gewinnt man in Diskussionen? Carmen Kölbl SS 2004 Seminar: " Logik auf Abwegen: Irrglaube, Lüge, Täuschung" Übersicht logische Grundlagen Inferenzregeln

Mehr

Prof. Dr. Jürgen Neyer. Einführung in die Politikwissenschaft. - Was ist Wissenschaft? Di

Prof. Dr. Jürgen Neyer. Einführung in die Politikwissenschaft. - Was ist Wissenschaft? Di Prof. Dr. Jürgen Neyer Einführung in die Politikwissenschaft - 25.4.2008 Di 11-15-12.45 Wissenschaft ist die Tätigkeit des Erwerbs von Wissen durch Forschung, seine Weitergabe durch Lehre, der gesellschaftliche,

Mehr

7 Gültigkeit und logische Form von Argumenten

7 Gültigkeit und logische Form von Argumenten 7 Gültigkeit und logische Form von Argumenten Zwischenresümee 1. Logik ist ein grundlegender Teil der Lehre vom richtigen Argumentieren. 2. Speziell geht es der Logik um einen spezifischen Aspekt der Güte

Mehr

Diskrete Strukturen Kapitel 2: Grundlagen (Beweise)

Diskrete Strukturen Kapitel 2: Grundlagen (Beweise) WS 2014/15 Diskrete Strukturen Kapitel 2: Grundlagen (Beweise) Hans-Joachim Bungartz Lehrstuhl für wissenschaftliches Rechnen Fakultät für Informatik Technische Universität München http://www5.in.tum.de/wiki/index.php/diskrete_strukturen_-_winter_14

Mehr

Joachim Stiller. Platon: Menon. Eine Besprechung des Menon. Alle Rechte vorbehalten

Joachim Stiller. Platon: Menon. Eine Besprechung des Menon. Alle Rechte vorbehalten Joachim Stiller Platon: Menon Eine Besprechung des Menon Alle Rechte vorbehalten Inhaltliche Gliederung A: Einleitung Platon: Menon 1. Frage des Menon nach der Lehrbarkeit der Tugend 2. Problem des Sokrates:

Mehr

5. Erörterung von Thesen

5. Erörterung von Thesen IInhaltsverzeichnis 5. Erörterung von Thesen 5.1 Zwei Arten von Erörterungen Übung 1 Timo soll einen Aufsatz zu dem Thema Sollen Jugendliche schon mit 16 Jahren an der Bundestagswahl teilnehmen? schreiben.

Mehr

Formen des Umgangs mit fremden Arbeiten

Formen des Umgangs mit fremden Arbeiten www.akin.uni-mainz.de/toolbox ZITIEREN UND BELEGEN SCHREIBEN Warum zitieren und verweisen? Zitate und Belege bestätigen Ihre Aussagen und stützen so ihre Argumentation. Zitate, Belege und Verweise dokumentieren

Mehr

Handout zu Beweistechniken

Handout zu Beweistechniken Handout zu Beweistechniken erstellt vom Lernzentrum Informatik auf Basis von [Kre13],[Bün] Inhaltsverzeichnis 1 Was ist ein Beweis? 2 2 Was ist Vorraussetzung, was ist Behauptung? 2 3 Beweisarten 3 3.1

Mehr

Potentiale und Grenzen der Argumentrekonstruktion

Potentiale und Grenzen der Argumentrekonstruktion Potentiale und Grenzen der Argumentrekonstruktion Am Beispiel der Beurteilung der gesellschaftlichen Erwünschtheit von Smart Grid Technologien Konferenz Transformationsprozess Energiewende: Methoden der

Mehr

Logik und Beweise. Logik und Beweise. Vorsemesterkurs SoSe März 2016

Logik und Beweise. Logik und Beweise. Vorsemesterkurs SoSe März 2016 Logik und Beweise Logik und Beweise Vorsemesterkurs SoSe16 Ronja Düffel 21. März 2016 Logik und Beweise Wozu Beweise in der Informatik?... um Aussagen wie 1 Das Programm erfüllt die gewünschte Aufgabe.

Mehr

Erklärung und Kausalität. Antworten auf die Leitfragen zum

Erklärung und Kausalität. Antworten auf die Leitfragen zum TU Dortmund, Sommersemester 2009 Institut für Philosophie und Politikwissenschaft C. Beisbart Erklärung und Kausalität Antworten auf die Leitfragen zum 5.5.2009 Textgrundlage: C. G. Hempel, Aspekte wissenschaftlicher

Mehr

4 Reelle und komplexe Zahlenfolgen

4 Reelle und komplexe Zahlenfolgen $Id: folgen.tex,v.2 203//29 2:06:38 hk Exp hk $ 4 Reelle und komplexe Zahlenfolgen 4. Folgenkonvergenz In der letzten Sitzung hatten wir den Begriff der Folgenkonvergenz und die Grenzwerte von Folgen eingeführt.

Mehr

Frage 8.3. Wozu dienen Beweise im Rahmen einer mathematischen (Lehramts-)Ausbildung?

Frage 8.3. Wozu dienen Beweise im Rahmen einer mathematischen (Lehramts-)Ausbildung? 8 Grundsätzliches zu Beweisen Frage 8.3. Wozu dienen Beweise im Rahmen einer mathematischen (Lehramts-)Ausbildung? ˆ Mathematik besteht nicht (nur) aus dem Anwenden auswendig gelernter Schemata. Stattdessen

Mehr

1 Das Prinzip der vollständigen Induktion

1 Das Prinzip der vollständigen Induktion 1 1 Das Prinzip der vollständigen Induktion 1.1 Etwas Logik Wir nennen eine Formel oder einen Satz der Alltagssprache eine Aussage, wenn sie wahr oder falsch sein kann. Die Formeln 2 = 3, 2 4, 5 5 sind

Mehr

WS 2013/14. Diskrete Strukturen

WS 2013/14. Diskrete Strukturen WS 2013/14 Diskrete Strukturen Prof. Dr. J. Esparza Lehrstuhl für Grundlagen der Softwarezuverlässigkeit und theoretische Informatik Fakultät für Informatik Technische Universität München http://www7.in.tum.de/um/courses/ds/ws1314

Mehr

Einführung in die Ethik. Neil Roughley (WS 2006/07)

Einführung in die Ethik. Neil Roughley (WS 2006/07) Einführung in die Ethik Neil Roughley (WS 2006/07) Philosophisches Zuhören/Lesen 1) Kann ich das Gesagte/Geschriebene nachvollziehen? Macht es einen Sinn? 2) Ist das Gesagte wahr? Hat es wenigstens gute

Mehr

In Argumentationen wollen wir die Gültigkeit von Aussagen erweisen. Schauen wir uns noch einmal zwei Beispiele deduktiven Schließens an:

In Argumentationen wollen wir die Gültigkeit von Aussagen erweisen. Schauen wir uns noch einmal zwei Beispiele deduktiven Schließens an: Grundlagen: Die Grundlage unseres Argumentierens bildet der sog. Syllogismus, der aus Prämissen (Voraussetzungen) und einer Konklusion (Schlussfolgerung) aufgebaut ist. Der praktische Syllogismus besteht

Mehr

6 Reelle und komplexe Zahlenfolgen

6 Reelle und komplexe Zahlenfolgen $Id: folgen.tex,v.7 200//29 :58:57 hk Exp hk $ 6 Reelle und komplexe Zahlenfolgen 6. Folgenkonvergenz In der letzten Sitzung hatten wir den Begriff der Konvergenz einer reellen oder komplexen Folge gegen

Mehr

Mathem.Grundlagen der Computerlinguistik I, WS 2004/05, H. Leiß 1

Mathem.Grundlagen der Computerlinguistik I, WS 2004/05, H. Leiß 1 Mathem.Grundlagen der Computerlinguistik I, WS 2004/05, H. Leiß 1 1 Vorbemerkungen Mathematische Begriffe und Argumentationsweisen sind in vielen Fällen nötig, wo man über abstrakte Objekte sprechen und

Mehr

3. Wie wurde da argumentiert? Das Arbeitsblatt 2 enthält eine Information über die Schritte bei einem indirekten Beweis.

3. Wie wurde da argumentiert? Das Arbeitsblatt 2 enthält eine Information über die Schritte bei einem indirekten Beweis. Beweispuzzle 2 Die Schülerinnen und Schüler sollen in dieser Unterrichtseinheit einen indirekten Beweis dafür, dass 2 keine rationale Zahl ist, kennenlernen und verstehen. In einem ersten Schritt lernen

Mehr

Seminar Übergänge. Einstieg: Kartenaufgabe. Gliederung

Seminar Übergänge. Einstieg: Kartenaufgabe. Gliederung Einstieg: Kartenaufgabe Gegeben sind vier Karten. Jede Karte hat auf der einen Seite einen Buchstaben und auf der anderen Seite eine Zahl. Seminar Übergänge Thema: Logische Probleme Thomas Hellwig, Thomas

Mehr

1. Musterlösung zu Mathematik für Informatiker I, WS 2003/04

1. Musterlösung zu Mathematik für Informatiker I, WS 2003/04 1 Musterlösung zu Mathematik für Informatiker I, WS 2003/04 MICHAEL NÜSKEN, KATHRIN TOFALL & SUSANNE URBAN Aufgabe 11 (Aussagenlogik und natürliche Sprache) (9 Punkte) (1) Prüfe, ob folgenden Aussagen

Mehr

12 Wahrheitsbäume zur Beurteilung der logischen Wahrheit von Sätzen der Sprache AL

12 Wahrheitsbäume zur Beurteilung der logischen Wahrheit von Sätzen der Sprache AL 12 Wahrheitsbäume zur Beurteilung der logischen Wahrheit von Sätzen der Sprache L Eine zweite Methode Das Wahrheitsbaumverfahren Dieses Verfahren beruht auf der Methode des indirekten Beweises. Wahrheitsbäume

Mehr

II. Wissenschaftliche Argumentation

II. Wissenschaftliche Argumentation Gliederung I. Motivation II. Wissenschaftliche Argumentation i. Direkter Beweis ii. iii. Indirekter Beweis Beweis durch vollständige Induktion Seite 35 II. Wissenschaftliche Argumentation Ein Beweis ist

Mehr

Drei zentrale Begriffe der praktischen Ethik: Handlung, Sollen und Begründung

Drei zentrale Begriffe der praktischen Ethik: Handlung, Sollen und Begründung Drei zentrale Begriffe der praktischen Ethik: Handlung, Sollen und Begründung Julian Fink julian.fink@univie.ac.at (1) Zwei Beispiele: (1.1) Stellen Sie sich vor, ein Straßenbahnwaggon fährt ungebremst

Mehr

Nietzsche gegen die Lehrer der Selbstlosigkeit

Nietzsche gegen die Lehrer der Selbstlosigkeit Nietzsche gegen die Lehrer der Selbstlosigkeit Fabian Hundertmark Matrikel-Nummer: 1769284 26. November 2007 1 Was werde ich tun? Im folgenden Essay werde ich ein Argument analysieren, in welchem Friedrich

Mehr

Einführung in die Philosophie

Einführung in die Philosophie in die Philosophie Wissen und Entscheiden Wintersemester 2016 17 // bei Moritz Schulz Plan Rückblick 1 Rückblick 2 3 4 Was ist Wissen? Rückblick Die Grundfrage im Theätet lautete: Was ist Wissen? Dabei

Mehr

Kombinatorik von Zahlenfolgen

Kombinatorik von Zahlenfolgen 6. April 2006 Vorlesung in der Orientierungswoche 1 Kombinatorik von Zahlenfolgen Einige Beispiele Jeder kennt die Fragen aus Intelligenztests, in denen man Zahlenfolgen fortsetzen soll. Zum Beispiel könnten

Mehr

2.1.3 Interpretation von aussagenlogischen Formeln. 1) Intensionale Interpretation

2.1.3 Interpretation von aussagenlogischen Formeln. 1) Intensionale Interpretation 2.1.3 Interpretation von aussagenlogischen Formeln 1) Intensionale Interpretation Definition 11: Eine intensionale Interpretation einer aussagenlogischen Formel besteht aus der Zuordnung von Aussagen zu

Mehr

Vorkurs: Mathematik für Informatiker

Vorkurs: Mathematik für Informatiker Vorkurs: Mathematik für Informatiker Teil 3 Wintersemester 2016/17 Steven Köhler mathe@stevenkoehler.de mathe.stevenkoehler.de 2 c 2016 Steven Köhler Wintersemester 2016/17 Inhaltsverzeichnis Teil 1 Teil

Mehr

Beispielhafte Vorlagen zur Wissenschaftlichen Hausarbeit

Beispielhafte Vorlagen zur Wissenschaftlichen Hausarbeit Beispielhafte Vorlagen zur Wissenschaftlichen Hausarbeit Formulierungshilfen Einleitung: - Das Ziel der Arbeit/der vorliegenden Arbeit. ist die Untersuchung des/der - Die vorliegende Arbeit widmet sich

Mehr

Richard M. Hare: Alles egal? Richard M. Hare

Richard M. Hare: Alles egal? Richard M. Hare Richard M. Hare: Alles egal? Richard M. Hare *1919 Bristol während des 2. Weltkriegs mehr als drei Jahre in japanischer Kriegsgefangenschaft 1947 Abschluss seines Studiums in Philosophie und Altphilologie

Mehr

Rhetorik und Argumentationstheorie.

Rhetorik und Argumentationstheorie. Rhetorik und Argumentationstheorie 2 [frederik.gierlinger@univie.ac.at] Teil 2 Was ist ein Beweis? 2 Wichtige Grundlagen Tautologie nennt man eine zusammengesetzte Aussage, die wahr ist, unabhängig vom

Mehr

Epistemische Logik Einführung

Epistemische Logik Einführung Epistemische Logik Einführung Dr. Uwe Scheffler [Technische Universität Dresden] Oktober 2010 Was ist epistemische Logik? Epistemische Logik ist die Logik von Wissen und Glauben, so wie klassische Logik

Mehr

mathe plus Aussagenlogik Seite 1

mathe plus Aussagenlogik Seite 1 mathe plus Aussagenlogik Seite 1 1 Aussagenlogik 1.1 Grundbegriffe Def 1 Aussage Eine Aussage ist ein beschriebener Sachverhalt, dem eindeutig einer der Wahrheitswerte entweder wahr oder falsch zugeordnet

Mehr

Leistungsbewertung im Fach Chemie

Leistungsbewertung im Fach Chemie 1 Unterscheidung: Beobachtung - Erklärung vermischen Beobachtung und Erklärung in der Beschreibung von Phänomenen und Vorgängen trennen teilweise zwischen Beobachtung und Erklärung trennen klar zwischen

Mehr

Take Home Klausur BA4

Take Home Klausur BA4 Take Home Klausur BA4 im Seminar 050382 Deontische Logik bei Robert Mill im WS 15/16 vom 18. Februar 2016 Abgabe: Spätestens am Montag, den 4.4.2016 im Hausarbeitenkasten des Philosphischen Seminars Inhaltsverzeichnis

Mehr

das usa team Ziegenberger Weg 9 61239 Ober-Mörlen Tel. 06002 1559 Fax: 06002 460 mail: lohoff@dasusateam.de web: www.dasusateam.de

das usa team Ziegenberger Weg 9 61239 Ober-Mörlen Tel. 06002 1559 Fax: 06002 460 mail: lohoff@dasusateam.de web: www.dasusateam.de Kommunikation mit Kunden das usa team Ziegenberger Weg 9 61239 Ober-Mörlen Tel. 06002 1559 Fax: 06002 460 mail: lohoff@dasusateam.de web: www.dasusateam.de 1 Wie Sie überzeugend argumentieren Viele Verkäufer

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: "Maßnahmen gegen die Gewalt" von Bertolt Brecht - mehrschrittige Interpretation Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de

Mehr

SINUS-RP Quadratwurzeln und Irrationalzahlen Teil B: Irrationalzahlen. Beweispuzzle 1

SINUS-RP Quadratwurzeln und Irrationalzahlen Teil B: Irrationalzahlen. Beweispuzzle 1 Beweispuzzle 1 Die Schülerinnen und Schüler sollen in dieser Unterrichtseinheit einen indirekten Beweis dafür, dass keine rationale Zahl ist, kennenlernen und verstehen. In einem ersten Schritt lernen

Mehr

PD Dr. Christoph Jäger. Institut für Christliche Philosophie

PD Dr. Christoph Jäger. Institut für Christliche Philosophie Vorlesung Erkenntnistheorie PD Dr. Christoph Jäger Universität i Innsbruck Institut für Christliche Philosophie 1 IV. Skeptische Argumente 2 Formen des Skeptizismus Wissensskeptizismus: Wir können nicht

Mehr

Boolesche Algebra. Hans Joachim Oberle. Vorlesung an der TUHH im Wintersemester 2006/07 Montags, 9:45-11:15 Uhr, 14täglich TUHH, DE 22, Audimax 2

Boolesche Algebra. Hans Joachim Oberle. Vorlesung an der TUHH im Wintersemester 2006/07 Montags, 9:45-11:15 Uhr, 14täglich TUHH, DE 22, Audimax 2 Universität Hamburg Department Mathematik Boolesche Algebra Hans Joachim Oberle Vorlesung an der TUHH im Wintersemester 2006/07 Montags, 9:45-11:15 Uhr, 14täglich TUHH, DE 22, Audimax 2 http://www.math.uni-hamburg.de/home/oberle/vorlesungen.html

Mehr

Die Bedeutung der Evaluationsfragestellung für das Bewerten

Die Bedeutung der Evaluationsfragestellung für das Bewerten Die Bedeutung der Evaluationsfragestellung für das Bewerten Dr. Verena Friedrich Zentrum für universitäre Weiterbildung Universität Bern verena.friedrich@zuw.unibe.ch Übersicht Die Evaluationsfragestellung

Mehr

Schreiben. Prof. Dr. Fred Karl. Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten

Schreiben. Prof. Dr. Fred Karl. Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten Schreiben Prof Dr Fred Karl Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten Schreiben Ihre Gedanken zusammenhängend, nachvollziehbar und verständlich zu Papier zu bringen Schreiben 1 Strukturieren 2 Rohfassung

Mehr

Einführung in die Wissenschaftsphilosophie

Einführung in die Wissenschaftsphilosophie Einführung in die Wissenschaftsphilosophie Prof. Dr. Martin Kusch 1 Einführung in die Wissenschaftsphilosophie: 2. Vorlesung: Induktion 2 (1) Logik,

Mehr

Einige Gedanken zur Fibonacci Folge

Einige Gedanken zur Fibonacci Folge Einige Gedanken zur Fibonacci Folge Im Folgenden gehe ich auf einige Aspekte von Aufgabe 4 auf Übungsblatt, d.h. auf Aufgabe 4 auf Seiten und 3 des Buches Hahn-Dzewas: Mathematik, ein. Die Aufgabe hat

Mehr

Verwendung von Methoden der formalen Logik in der Linguistik

Verwendung von Methoden der formalen Logik in der Linguistik 1.1 Logik und Linguistik 1 Einführung 1.1 Logik und Linguistik [ Gamut 9-27, Partee 93-95, Chierchia 17-52 ] Natürliche Sprachen sind durch Ambiguitäten und Vagheiten beim Ausdruck von Denkinhalten charakterisiert.

Mehr

Einführung in die Ethik. Neil Roughley (WS 2006/07)

Einführung in die Ethik. Neil Roughley (WS 2006/07) Einführung in die Ethik Neil Roughley (WS 2006/07) Formales 2 LISTEN: 1. Teilnahmeliste Eintragen: Geschlecht Kennziffer des Studiengangs Leer lassen: Anwesenheit 2. Anwesenheitsliste Eintragen: Unterschrift

Mehr

Brückenkurs Mathematik

Brückenkurs Mathematik Beweise und Beweisstrategien andreas.kucher@uni-graz.at Institute for Mathematics and Scientific Computing Karl-Franzens-Universität Graz Graz, September 5, 2015 Hinweis zu den Folien Diese Folien sind

Mehr

William K. Frankena. Ethik. Eine analytische Einführung 6. Auflage

William K. Frankena. Ethik. Eine analytische Einführung 6. Auflage Ethik Eine analytische Einführung 6. Auflage Ethik Ethik Eine analytische Einführung 6. Auflage Herausgegeben und übersetzt von Norbert Hoerster Ann Arbor, USA Die Originalausgabe ist erschienen unter

Mehr

1 Gruppenübung. A. 1: (a) 1. Sei x < 1. Dann ist x 1 < 2 < 0 und x + 1 < 0 Lösen müssen wir demnach folgende Gleichung: x ( x 1) = 7

1 Gruppenübung. A. 1: (a) 1. Sei x < 1. Dann ist x 1 < 2 < 0 und x + 1 < 0 Lösen müssen wir demnach folgende Gleichung: x ( x 1) = 7 1 Gruppenübung A. 1: (a) 1. Sei x < 1. Dann ist x 1 < < 0 und x + 1 < 0 Lösen müssen wir demnach folgende Gleichung: x + 1 + ( x 1) = 7 x = 7. Da x = 7 < 1, ist 7. Sei 1 x 1. eine Lösung. 3. Sei x > 1.

Mehr

Vollständigkeit; Überabzählbarkeit und dichte Mengen) Als typisches Beispiel für die reellen Zahlen dient die kontinuierlich ablaufende Zeit.

Vollständigkeit; Überabzählbarkeit und dichte Mengen) Als typisches Beispiel für die reellen Zahlen dient die kontinuierlich ablaufende Zeit. Kapitel 4 Reelle Zahlen 4.1 Die reellen Zahlen (Schranken von Mengen; Axiomatik; Anordnung; Vollständigkeit; Überabzählbarkeit und dichte Mengen) Als typisches Beispiel für die reellen Zahlen dient die

Mehr

Inhaltsfeld Ich werde erwachsen Hauptsächlich das Lehrwerk, aber auch andere passende Materialien und Medien

Inhaltsfeld Ich werde erwachsen Hauptsächlich das Lehrwerk, aber auch andere passende Materialien und Medien Fach / Jahrgangsstufe 7/8 Nr. des Unterrichtsvorhabens im Doppeljahrgang: 1 Fragekreis 1 Die Frage nach dem Selbst Personale Kompetenz untersuchen und reflektieren den Wert der eigenen Persönlichkeit in

Mehr

Richtig und fair argumentieren

Richtig und fair argumentieren Richtig und fair argumentieren Dieser Artikel zeigt warum Diskussionen sich oft im Kreis drehen. wie man so argumentieren kann, dass Diskussionen vom Fleck kommen. Inhaltsverzeichnis Das Enthymem... 1

Mehr

Problem der Rechtfertigung

Problem der Rechtfertigung Geisteswissenschaft Matthias Seidel Problem der Rechtfertigung Essay Essay Problem der Rechtfertigung von Matthias Seidel Universität Siegen für die Veranstaltung Einführung in die Erkenntnistheorie Abgabedatum:

Mehr

23. DIFFERENTIALRECHNUNG VON FUNKTIONEN VON MEHREREN VARIABLEN

23. DIFFERENTIALRECHNUNG VON FUNKTIONEN VON MEHREREN VARIABLEN 204 Dieses Skript ist ein Auszug mit Lücken aus Einführung in die mathematische Behandlung der Naturwissenschaften I von Hans Heiner Storrer, Birkhäuser Skripten. Als StudentIn sollten Sie das Buch auch

Mehr

Donnerstag, 11. Dezember 03 Satz 2.2 Der Name Unterraum ist gerechtfertigt, denn jeder Unterraum U von V ist bzgl.

Donnerstag, 11. Dezember 03 Satz 2.2 Der Name Unterraum ist gerechtfertigt, denn jeder Unterraum U von V ist bzgl. Unterräume und Lineare Hülle 59 3. Unterräume und Lineare Hülle Definition.1 Eine Teilmenge U eines R-Vektorraums V heißt von V, wenn gilt: Unterraum (U 1) 0 U. (U ) U + U U, d.h. x, y U x + y U. (U )

Mehr

Anhang II: Induktion

Anhang II: Induktion Anhang II: Induktion Induktiv gültige Argumente Die Logik, so wie wir sie bisher kennen gelernt haben, behandelt die Frage, ob Schlüsse (Argumente) deduktiv gültig sind. Deduktiv gültige Schlüsse sind

Mehr

De Morgan sche Regeln

De Morgan sche Regeln De Morgan sche Regeln Durch Auswerten der Wahrheitswertetabelle stellen wir fest, dass allgemeingültig ist; ebenso (p q) p q (p q) p q. Diese beiden Tautologien werden als die De Morgan schen Regeln bezeichnet,

Mehr

Formale Logik. PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg. Wintersemester 16/17 Sitzung vom 26.

Formale Logik. PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg. Wintersemester 16/17 Sitzung vom 26. Formale Logik PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg Wintersemester 16/17 Sitzung vom 26. Oktober 2016 Informationen zur Veranstaltung http://home.mathematik.uni-freiburg.de/junker/

Mehr

MÜNDLICHKEIT UND SCHRIFTLICHKEIT IN

MÜNDLICHKEIT UND SCHRIFTLICHKEIT IN MÜNDLICHKEIT UND SCHRIFTLICHKEIT IN SPRACHTHEORETISCHER SICHT 1. EINLEITUNG Fragen zu: Koch, Peter / Oesterreicher, Wulf (1990): Gesprochene Sprache in der Romania: Französisch, Italienisch, Spanisch (=

Mehr

Analytische Erkenntnistheorie & Experimentelle Philosophie

Analytische Erkenntnistheorie & Experimentelle Philosophie Analytische Erkenntnistheorie & Experimentelle Philosophie Klassische Analyse von Wissen Die Analyse heisst klassisch, weil sie auf Platon zurück geht (Theaitetos) Sokrates will wissen, was das Wissen

Mehr

Schulinterner Kernlehrplan EF PL Leonardo-da-Vinci-Gymnasium Köln-Nippes

Schulinterner Kernlehrplan EF PL Leonardo-da-Vinci-Gymnasium Köln-Nippes Schulinterner Kernlehrplan EF PL Leonardo-da-Vinci-Gymnasium Köln-Nippes Thema 1: Kompetenzen: Was ist Philosophie? Welterklärung in Mythos, Naturwissenschaft und Philosophie Sachkompetenz (SK) - unterscheiden

Mehr

Übung Tanztexte: Wie tanzwissenschaftlich schreiben?

Übung Tanztexte: Wie tanzwissenschaftlich schreiben? Übung Tanztexte: Wie tanzwissenschaftlich schreiben? Fragebogen zur Selbsteinschätzung Diese Fragen betreffen einige Kompetenzen, die für tanzwissenschaftliches Schreiben eine Rolle spielen können (wie

Mehr

Voransicht. Pro und Kontra. Textgebundene Erörterung 1 von 22. zum Thema Facebook verfassen

Voransicht. Pro und Kontra. Textgebundene Erörterung 1 von 22. zum Thema Facebook verfassen II Schriftlich kommunizieren Beitrag 18 Textgebundene Erörterung 1 von 22 Pro und Kontra textgebundene Erörterungen zum Thema Facebook verfassen Nach einem Konzept von Meike Schmalenbach, Bochum Sollte

Mehr

8 Summen von Quadraten

8 Summen von Quadraten 8 Summen von Quadraten A. Summen von zwei Quadraten. Sei p eine Primzahl. Beispiele. = 1 + 1, 5 = 1 +, 13 = + 3 Aber 3 und 7 sind nicht Summen von zwei Quadraten. 8.1 Satz. Genau dann ist p Summe von zwei

Mehr

Name: Klasse: Datum: Soll-Fragen fordern dazu auf, etwas zu. selbst überprüfen, ob eine bestimmte Maßnahme mit der eigenen

Name: Klasse: Datum: Soll-Fragen fordern dazu auf, etwas zu. selbst überprüfen, ob eine bestimmte Maßnahme mit der eigenen KV 1a BASIS Soll eine Schuluniform eingeführt werden? Soll-Fragen formulieren und Argumente austauschen 1 Wie unterscheiden sich Soll-Fragen von Kann-Fragen? Ergänze den Lückentext. Soll-Fragen fordern

Mehr

Beweistechniken. Beweistechniken. Vorsemesterkurs Informatik Theoretischer Teil Wintersemester 2013/ Oktober Vorsemesterkurs WS 2013/1

Beweistechniken. Beweistechniken. Vorsemesterkurs Informatik Theoretischer Teil Wintersemester 2013/ Oktober Vorsemesterkurs WS 2013/1 Beweistechniken Beweistechniken Vorsemesterkurs Informatik Theoretischer Teil Wintersemester 2013/14 7. Oktober 2013 Beweistechniken > Motivation Wozu Beweise in der Informatik?... um Aussagen wie 1 Das

Mehr

Grundlagen der Mathematik

Grundlagen der Mathematik Universität Hamburg Winter 2016/17 Fachbereich Mathematik Janko Latschev Lösungsskizzen 8 Grundlagen der Mathematik Präsenzaufgaben (P13) Primfaktorzerlegungen Die Primfaktorzerlegungen lauten: a) 66 =

Mehr

Grundlagen der Gesprächsführung: Argumentation

Grundlagen der Gesprächsführung: Argumentation Grundlagen der Gesprächsführung: Argumentation Welche sprachlichen Möglichkeiten haben wir, um Einstellungen zu verändern und Handlungen zu beeinflussen? Referent: Daniel Bedra Welche sprachlichen Möglichkeiten

Mehr

GERECHTIGKEIT GEGENÜBER DER NATUR. Kritik und Würdigung nicht-anthropozentrischer Begründungsansätze

GERECHTIGKEIT GEGENÜBER DER NATUR. Kritik und Würdigung nicht-anthropozentrischer Begründungsansätze GERECHTIGKEIT GEGENÜBER DER NATUR Kritik und Würdigung nicht-anthropozentrischer Begründungsansätze praxisrelevante Überlegungen zum Eigenwert `der Biodiversität Silke Lachnit philosophisches Seminar Georg-August-Universität

Mehr

Rhetorik und Sprachpraxis

Rhetorik und Sprachpraxis Rhetorik und Sprachpraxis 1 Rhetorik und Sprachpraxis 1 Strukturelle Gestaltung Die Strukturierung einer Rede gliedert einen Inhalt in seine thematischen Teilaspekte und gewichtet sie. Die Strukturierung

Mehr

Formale Logik. 4. Sitzung. Die Logik der Sprache AL. Die Logik der Sprache AL. Die Logik der Sprache AL

Formale Logik. 4. Sitzung. Die Logik der Sprache AL. Die Logik der Sprache AL. Die Logik der Sprache AL ormale Logik 4. Sitzung Prof. Dr. Ansgar Beckermann Sommersemester 2005 Erinnerung Ein Satz ist genau dann logisch wahr, wenn er unabhängig davon, was die in ihm vorkommenden deskriptiven Zeichen bedeuten

Mehr

Medien, Formen und Erwartungen. Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 2011/12 PD Dr. phil. habil.

Medien, Formen und Erwartungen. Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 2011/12 PD Dr. phil. habil. Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 2011/12 PD Dr. phil. habil. Udo Thiedeke 1) Unklare Medienbegriffe 2) Überlegungen zu einem soziologischen Medienbegriff 3) Zusammenfassung

Mehr

Themenvorschläge Philosophie

Themenvorschläge Philosophie Themenvorschläge Philosophie Der Philosophieunterricht: Wie wurde in den vergangenen Jahrhunderten an den Gymnasien des Kantons Luzern Philosophie unterrichtet? Welche Lehrbücher wurden verwendet? Was

Mehr

Was sind ereignisgesteuerte Prozessketten?

Was sind ereignisgesteuerte Prozessketten? Was sind ereignisgesteuerte Prozessketten? Inhalt Darstellung von Prozessen als Folge von Funktionen und Ereignissen Ereignisse sind Auslöser und Ergebnisse von Funktionen Für jede Funktion können die

Mehr

Die Aufsatzart der Erörterung besteht aus Einleitung Hauptteil Schluss

Die Aufsatzart der Erörterung besteht aus Einleitung Hauptteil Schluss Die Aufsatzart der Erörterung besteht aus Einleitung Hauptteil Schluss Die Einleitung weckt das Interesse des Lesers am Thema und führt zur ersten These hin. Im Hauptteil werden die Argumente dargestellt.

Mehr

Schlusswort Einen wissenschaftlichen Text kann man schließen

Schlusswort Einen wissenschaftlichen Text kann man schließen Schlusswort Einen wissenschaftlichen Text kann man schließen: mit einem Fazit (nach jedem größeren Kapitel des Hauptteils oder nur nach dem ganzen Hauptteil); mit Schlussfolgerungen; mit einem Fazit und

Mehr

Höhere Mathematik I für die Fachrichtungen Elektroingenieurwesen, Physik und Geodäsie Lösungsvorschläge zum 1. Übungsblatt

Höhere Mathematik I für die Fachrichtungen Elektroingenieurwesen, Physik und Geodäsie Lösungsvorschläge zum 1. Übungsblatt KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE KIT Institut für Analysis Dr. A. Müller-Rettkowski Dr. T. Gauss WS 2010/11 Höhere Mathematik I für die Fachrichtungen Elektroingenieurwesen, Physik und Geodäsie Lösungsvorschläge

Mehr

EDITH SCHMID UND EMIL KRAUCH FREGE II SINN UND BEDEUTUNG

EDITH SCHMID UND EMIL KRAUCH FREGE II SINN UND BEDEUTUNG EDITH SCHMID UND EMIL KRAUCH FREGE II SINN UND BEDEUTUNG AUFBAU Einführung Ausgangslage Problemstellung Sinn und Bedeutung Freges Argument vom Erkenntniswert Exkurs: Semiotik Sätze Zusammenfassung Reflexion

Mehr

Formale Methoden 1. Gerhard Jäger 23. Januar Uni Bielefeld, WS 2007/2008 1/18

Formale Methoden 1. Gerhard Jäger 23. Januar Uni Bielefeld, WS 2007/2008 1/18 1/18 Formale Methoden 1 Gerhard Jäger Gerhard.Jaeger@uni-bielefeld.de Uni Bielefeld, WS 2007/2008 23. Januar 2008 2/18 Das Pumping-Lemma Sein L eine unendliche reguläre Sprache über ein endliches Alphabet

Mehr

Technische Universität München Zentrum Mathematik Mathematik 1 (Elektrotechnik) Übungsblatt 1

Technische Universität München Zentrum Mathematik Mathematik 1 (Elektrotechnik) Übungsblatt 1 Technische Universität München Zentrum Mathematik Mathematik 1 (Elektrotechnik) Prof. Dr. Anusch Taraz Dr. Michael Ritter Übungsblatt 1 Hausaufgaben Aufgabe 1.1 Zeigen Sie mit vollständiger Induktion:

Mehr

Richtig argumentieren

Richtig argumentieren 1 2012 Information Seite 1 Richtig argumentieren Das ist doch kein Argument! Situation 1 Eine Klasse der Berufsschule unterhält sich über das Ziel einer Klassenfahrt: A: Max: Also, ich finde Italien toll!

Mehr

Richtlinien zum Erstellen eines Positionspapiers

Richtlinien zum Erstellen eines Positionspapiers Diese Materialien wurden 2009 durch Philip Mayer erstellt. Herausgegeben durch das Zurich-Basel Plant Science Center (http://www.plantscience.ethz.ch/education/masters/courses/scientific_writing). Zitierformat:

Mehr

( ) ( ) für x = 9 gilt:

( ) ( ) für x = 9 gilt: R. Brinkmann http://brinkmann-du.de Seite 1 05.10.2008 Verknüpfung von Aussagen Werden Aussagen miteinander verknüpft, so entstehen zusammengesetzte Aussagen, deren Wahrheitsgehalt in der angegebenen Verbindung

Mehr

DW: DEUTSCH LERNEN / DEUTSCH XXL / DEUTSCH IM FOKUS / SPRACHBAR

DW: DEUTSCH LERNEN / DEUTSCH XXL / DEUTSCH IM FOKUS / SPRACHBAR DW: DEUTSCH LERNEN / DEUTSCH XXL / DEUTSCH IM FOKUS / SPRACHBAR SPRACHBAR Verstehen wir uns? Was Frauen sagen und meinen, ist für Männer oft nicht klar. Und Frauen verstehen angeblich die Laute eines Buckelwals

Mehr

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati René Descartes Meditationen Erste Untersuchung INHALTSVERZEICHNIS 1 EINLEITUNG 3 1.1 PROBLEMSTELLUNG 3 1.2 ZIELSETZUNG

Mehr