Neues Kirchliches Finanzwesen

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1 Neues Kirchliches Finanzwesen

2 Was ist NKF? Das Neue Kirchliche Finanzwesen denkt von den Zielen her. Die Ziele bestimmen die Maßnahmen. Wie viel Geld, Zeit der Mitarbeitenden und andere Ressourcen kann und muss die Gemeinde einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen?

3 Was ist NKF? Das Neue Kirchliche Finanzwesen unterscheidet sich wesentlich von der Kameralistik, dem bisherigen Buchungssystem. Während die Kameralistik nur die Einnahmen und Ausgaben im Haushaltsjahr zeigt, stellt NKF den gesamten Ressourcenverbrauch dar. Gebucht wird in der sogenannten Doppik: Doppelte Buchführung in Konten

4 Was ist NKF? Die Doppik ist eine integrierte Verbundrechnung mit den drei Komponenten: Vermögensrechnung Erfolgsrechnung Finanzrechnung

5 Was ist NKF? Im Neuen Kirchlichen Finanzwesen heißen die Fragen: Welche Ziele wollen wir erreichen? Welche Maßnahmen sind dafür notwendig? Welche Ressourcen können bzw. müssen wir zur Verfügung stellen? Welche Auswirkungen haben unsere Maßnahmen jetzt und in späteren Jahren? Führen sie zu Ressourcenverzehr oder zu Ressourcenaufbau? Wie ist es um unser Vermögen, um unsere Verpflichtungen bestellt?

6 NKF unterstützt kirchliche Gremien NKF unterstützt kirchliche Gremien bei der regelmäßigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun. Im Neuen Kirchlichen Finanzwesen führt beispielsweise jede Kirchengemeinde ein Haushaltsbuch. Auf der linken Seite des Buches werden die kirchlichen Handlungsfelder mit den zugehörigen Zielen, Maßnahmen und Rahmenbedingungen dargestellt.

7 NKF unterstützt kirchliche Gremien Jedes Presbyterium setzt sich mindestens einmal im Jahr mit den Zielen der Gemeinde und den dafür nötigen Mitteln auseinander. Berücksichtigt werden nicht nur der finanzielle Einsatz, sondern auch Arbeitszeiten von ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden sowie andere Ressourcen wie z.b. Gebäudenutzung. Das gilt auch für Kirchenkreise und die Landeskirche.

8 NKF unterstützt kirchliche Gremien Auf der linken Seite des Haushaltsbuches werden die Ziele und Maßnahmen bestimmt.

9 NKF unterstützt kirchliche Gremien Auf der rechten Seite werden die Mittel zugeordnet, die dafür aktuell und in zukünftigen Jahren zur Verfügung gestellt werden können.

10 Gezieltes Planen und Steuern Mit NKF können Leitungsgremien qualifiziert Ziele planen und steuern. Die Zusammenführung von Zielen und Zahlen ist wichtig, weil sich das Ergebnis eines Jahres nicht am rechnerischen Gewinn festmachen lässt. Die jeweilige Gemeindekonzeption bestimmt die Kriterien für den Erfolg kirchlichen Handelns.

11 Gezieltes Planen und Steuern Beispiel Eine Gemeinde gründet einen Gospelchor, um nicht nur die Anhänger klassischer Kirchenmusik zu erreichen. Im NKF schaut die Gemeinde systematisch nach Zielen und Maßnahmen, dem Grad der Zielerreichung, dem Aufwand der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden und anderen Ressourcen.

12 Gezieltes Planen und Steuern Beispiel Zugleich entwickelt die Gemeinde Kriterien für den Erfolg: Gibt es genügend motivierte Sängerinnen und Sänger? Erreichen die Gottesdienste mit dem Gospelchor andere Menschen als bisher? Wird die Gemeinde durch den Gospelchor im Stadtteil anders wahrgenommen?

13 Zukunftsorientiertes Buchhaltungssystem Das Buchhaltungssystem Doppik löst im kirchlichen und staatlichen Bereich weitgehend die bisherige Kameralistik ab. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) stellt zum 1. Januar 2013 auf Doppik um.

14 Zukunftsorientiertes Buchhaltungssystem Die großen Landeskirchen haben sich für die Doppik als Buchhaltungssystem der Zukunft entschieden (u.a. die Ev.-Luth. Kirche in Bayern, die Ev.-luth. Landes-kirche Hannovers, auch die EKD, VELKD und UEK). Im Gebiet der rheinischen Kirche schreiben die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland ihren Kommunen die Doppik vor. Nur Hessen lässt Kommunen die Wahl zwischen Doppik und der Erweiterten Kameralistik.

15 Zukunftsorientiertes Buchhaltungssystem Die Evangelische Kirche im Rheinland kann jetzt das NKF einführen, bevor der demografische Wandel und ein verändertes Finanzaufkommen ihre volle Wirkung entfalten. Sie kann jetzt agieren statt später reagieren zu müssen. Die Landeskirche sichert dadurch frühzeitig ihre finanzielle Leistungsfähigkeit auch in schwierigen Zeiten.

16 Zukunftsorientiertes Buchhaltungssystem Kirchengemeinden, Dörfer und Stadtteile verändern sich. Wo heute noch ein Gemeindehaus mit vielen Kinder- und Jugendgruppen genutzt wird, kann morgen der Umbau zum Mehrgenerationenhaus sinnvoll sein. NKF hilft bei der Planung und Umsetzung.

17 Zuverlässiges Bild des Ressourcenverbrauchs Bisher erfassen Gemeinden, wie viel Geld im laufenden Haushaltsjahr für eine bestimmte Aufgabe ausgegeben wird. Doch mit dieser Momentaufnahme sind bei weitem nicht alle Ressourcen und Aufwendungen berücksichtigt, die für die Umsetzung erforderlich sind.

18 Zuverlässiges Bild des Ressourcenverbrauchs Durch NKF werden weitere Fragen beantwortet: Welche zukünftigen Verpflichtungen ist unsere Gemeinde eingegangen? Gibt es Rückstellungsbedarf? Welche Folgekosten entstehen? Welchen Wertminderungen unterliegt unser Eigentum? Wie hoch sind die Abschreibungen? Ist das Vermögen nachhaltig finanziert?

19 Zuverlässiges Bild des Ressourcenverbrauchs Mit NKF bekommen alle kirchlichen Einrichtungen ein zuverlässiges Bild über den Ressourcenverbrauch den aktuellen und den durch aktuelle Entscheidungen bedingten zukünftigen. Die Auswirkungen jetzigen Entscheidens und Handelns auf zukünftige Vermögenswerte, Verpflichtungen und Finanzmittel werden transparent.

20 Einheitliches System und Software Mit NKF kommt eine einheitliche Finanzsoftware, die Kosten spart - durch zentrale Pflege, gemeinsam genutzte Erweiterungen und die einmalige Erstellung von Schnittstellen zu anderer Fachsoftware. Schulungen werden durch den zentralen Softwareeinsatz erleichtert. Mit dem NKF-spezifischen Referenzmodell werden zudem Vorschläge für eine effiziente Ablauforganisation gemacht.

21 Einheitliches System und Software Neue elektronische Verfahren bieten weitere Vorteile im NKF. Dazu zählen: die durchgängige Unterstützung von Arbeitsprozessen die papierlose Form von Anordnungen das automatisierte Mahnverfahren vereinfachte Ablage

22 Blick auf die Finanzen Selbstverständlich ermöglicht auch NKF den ehren- und hauptberuflichen Mitarbeitenden einen aktuellen Einblick in die Finanzen. Im NKF kann auf alle aussagekräftigen Vergleichszahlen der vergangenen Jahre zurückgegriffen werden.

23 Blick auf die Finanzen Presbyterien wissen: Welche Mittel setzt die Gemeinde z.b. für Jugendarbeit oder Kirchenmusik ein? Für welchen Arbeitsbereich wendet die Gemeinde am meisten auf? Wie groß ist das Vermögen unserer Gemeinde? Welche Verpflichtungen ist unsere Gemeinde eingegangen? Reichen unsere Rücklagen oder leben wir von der Substanz?

24 Blick auf die Finanzen Im NKF können z.b. Kirchmeisterinnen und Kirchmeister ortsunabhängig auf ihre Daten zugreifen. NKF gibt den Verantwortlichen in Berichten vielfältige Informationen: In der Bilanz wird das Vermögen der Gemeinde dargestellt Die Ergebnisrechnung zeigt Aufwendungen, Erträge und Ergebnisse Möglichkeit einer mehrjährigen Planung und Hochrechnungsfunktion

25 Blick auf die Finanzen Darüber hinaus lassen sich z.b. spezielle Berichte zu den einzelnen Budgets oder den Arbeitsbereichen der Gemeinde erstellen. Eine elektronische Auswertung des Kirchengrundbuches ist ebenso möglich.

26 NKF bedeutet... Für die Rheinische Kirche bedeutet NKF Zukunftsorientierung Zielorientierung Kirchenorientierung und steht für wirtschaftliches, verantwortliches, nachhaltiges Handeln

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