netzwerk medienkompetenz des wdr Die Medienwelt erkunden mit der Bärenbude und der Sendung mit dem Elefanten

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1 netzwerk medienkompetenz des wdr Radio- und Fernsehprojekte für den Kindergarten Die Medienwelt erkunden mit der Bärenbude und der Sendung mit dem Elefanten Arbeitspaket mit Materialien für Erzieherinnen und Erzieher

2 Sendezeiten Radio Bärenbude täglich 19:30 wdr 5 und KiRaKa täglich 18:00 KiRaKa (Wdh.) Fernsehen Die Sendung mit dem Elefanten Mo bis Fr 7:25 Ki.KA Sa 11:40 wdr Fernsehen Informationen zu den medien pädagogischen Angeboten des wdr zum Beispiel dem Medienpädagogischen Tag für Erzieherinnen und Erzieher sowie Bestell- und Download mög lich - keiten für dieses Arbeitspaket finden Sie unter

3 Warum gibt es dieses Arbeitspaket? Schon Klein- und Vorschulkinder kommen mit zahlreichen Medien in Berührung; sie gehören zu ihrer alltäglichen Umgebung. Um diese Erfahrungen zu verarbeiten, brauchen sie Unterstützung. Deshalb sind Medien schon in der Kindertagesstätte ein Thema. Dieses Arbeitspaket soll Ihnen Anregungen geben, wie Sie die Kinder bei ihren Medienerfahrungen begleiten und ihnen helfen können, sich bei der Nutzung von Radio, Fernsehen sowie Computer und Internet zurechtzufinden. Der wdr vermittelt Medienkompetenz Der wdr nimmt seinen Bildungsauftrag ernst. Dazu gehört auch, Medienkompetenz zu vermitteln. Uns ist es wichtig, bei Kindern und Jugendlichen einen bewussten Umgang mit Medien zu fördern. Kein anderer Sender produziert ein so reichhaltiges Programm für Kinder wie der wdr. Das gilt für Radio und Fernsehen, aber auch für das Internet. Die Bärenbude und Die Sendung mit dem Elefanten sind auf den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse von Vorschulkindern zugeschnitten und deshalb besonders für die Medienerziehung in der Kindertagesstätte geeignet. Die beiden Formate greifen Themen auf, die an die Erfahrungswelt der Kinder anknüpfen, und bieten somit Möglichkeiten, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Wie passt das Arbeitspaket in den Kita-Alltag? Für Kinder ist es wichtig, ihre Medienerfahrungen aktiv zu verarbeiten, beispielsweise durch Reden, Spielen oder Malen. Medienarbeit in der Kita funktioniert sowohl mit als auch ohne technische Ausstattung. Wenn die Kinder selbst ausprobieren, wie Radio und Fernsehen gemacht werden, lernen sie am besten, das Medium zu durchschauen. Die Vorschläge im Arbeitsheft sorgen dafür, dass Bewegen, Spielen, Reden und Gestalten nicht zu kurz kommen. Damit fügen sie sich in den Kita-Alltag ein und unterstützen bei Bildungs- und Erziehungsaufgaben. Die Grundsätze zur Bildungsförderung NRW verstehen Bildung als den»prozess der Aneignung von Welt und der Persönlichkeitsentfaltung«. Medien sind einer von zehn Bildungsbereichen, die in den Grundsätzen genannt werden. Empfohlen wird, Medienerlebnisse zu verarbeiten und mit Medien kreativ umzugehen. Dieses Arbeitspaket regt zu beidem an. Was finde ich im Arbeitspaket? Das Arbeitspaket gliedert sich in drei große Kapitel: 1. Radio für Kinder Bärenbude 2. Fernsehen für Kinder Die Sendung mit dem Elefanten 3. Computer und Internet Am Anfang der Kapitel wird das Medium selbst näher betrachtet. Welche Charakteristika haben Radio und Fernsehen und wie nutzen Kinder den Computer? Welche Schlüsselqualifikationen fördert welches Medium besonders? Wie können Erzieherinnen und Erzieher Kinder bei der Mediennutzung unterstützen? Im zweiten Teil der Kapitel wird es praktisch. Hier finden Sie Anregungen, wie aktive Medienarbeit aussehen kann. Kinder erleben, was beispielsweise die Ohren können, und schärfen spielerisch ihre Sehgewohnheiten: Wie kann man sich im Raum nur mit dem Gehör orientieren? Wer erkennt auf einen Blick, welche Gegenstände vom Tisch verschwunden sind? Wie können Kinder den Computer entdecken? Beispiele aus den Sendungen und von den Websites der Bärenbude und der Sendung mit dem Elefanten helfen dabei. Zusätzlich können die Kinder selbst ein kleines Hörspiel vertonen, mit der Kamera Aufnahmen machen oder Bilder am Computer bearbeiten. Als Material für die Praxis gibt es am Schluss jedes Kapitels einige Arbeitsvorlagen, zum Beispiel für ein Geräu schememory. Wichtig ist auch, die Eltern mit einzubeziehen. Hinweise zur Elternarbeit samt Kopiervorlagen finden Sie jeweils am Ende des Fernseh- und des Computerkapitels. Die Medienerziehung im Kindergarten steht und fällt mit einem altersgemäßen Programm. Dazu dienen die CD mit Liedern und Geschichten aus der Bärenbude und die DVD mit medienpädagogisch bearbeiteten Filmbeispielen aus der Sendung mit dem Elefanten am Ende des Pakets. Wir hoffen, dass Ihnen und den Kindern der Ausflug in den Mediendschungel Spaß machen wird. Im Dschungel lauern nicht nur Gefahren. Im Gegenteil: Wer sich auskennt, kann viel entdecken und erleben.

4 INHALT 4 inhalt Zeichenerklärung Exkurs Hinweise zur Nutzung der CD bzw. DVD Tipps für weitere Spielund Arbeitsanregungen kapitel 1 Radio für Kinder Bärenbude und Bärenbude Klassenzauber.. 5 Radio ein Medium setzt Akzente Weniger Reize, mehr eigene Fantasie... 6 Wer lesen will, muss hören... 7 Schlüsselkompetenz Hören... 7 Kino im Kopf... 7 Bärenbude Kinderradio täglich neu... 8 Erst hören, dann träumen!... 8 Radio, Internet und Digitalradio hier kann man die Bärenbude hören... 9 Klassenzauber die Bärenbude kommt zu den Kindern Das Projekt Die Bärenstunde Die Mischung macht s Klassenzauber Informationen und Ablauf Spiele und Anregungen rund ums Radio Hören und Zuhören Förderung von Schlüsselkompetenzen.. 13 Erzählen und Reimen spielerische Anregungen zur Sprachförderung Kopiervorlagen kapitel 2 Fernsehen für Kinder Die Sendung mit dem Elefanten Fernsehen Leitmedium für Kinder Kinder sehen anders als Erwachsene Kinder lernen erst, dass Fernsehen gemacht ist Fernsehen und Medienkompetenz Medienkompetenz was ist das? Fernsehkompetenz im Kindergartenalter Medienkunde, Mediennutzung, Medienkritik, Mediengestaltung Einbeziehung der Eltern Anregungen für einen medienpädagogischen Elternabend Tipps für Eltern zum richtigen Umgang mit dem Fernsehen zu Hause Spiele und Anregungen rund ums Fernsehen Fernsehen zum Thema machen Mit den Fernsehvorlieben spielen Sehen und hören Medien kreativ einsetzen Kopiervorlagen kapitel 3 Computer und Internet im Kindergarten Computer in der Kita Computerregeln Literaturhinweise Inhalte der beiliegenden CD/DVD Impressum... 52

5 Radio für Kinder Bärenbude und 1Bärenbude Klassenzauber Zu den allerersten Medienerfahrungen kleiner Kinder gehört, Geschichten zuzuhören, die ihre Eltern ihnen erzählen. Später kommen Kassetten und CDs mit Hörspielen hinzu. Solche Hörmedien entsprechen am ehesten dem Aufnahmevermögen kleiner Kinder, denn hierbei müssen sie sich nur auf einen Sinn das Hören konzentrieren. Diesem Bedürfnis wird auch das wdr-radio mit Sendungen wie der Bärenbude gerecht. Liebevoll produziert und abwechslungsreich, aber nicht hektisch, fördert die Bärenbude den Hörsinn, regt die Fantasie an und unterstützt Kinder bei ihren Kommunikationsprozessen.

6 Mauritius 6 radio Radio ein Medium setzt Akzente Weniger Reize, mehr eigene Fantasie Kinder, die gut hören und zuhören können, können auch gut kommunizieren. Doch immer mehr Kindern mangelt es an diesen Fähigkeiten. Schuld daran sind nicht zuletzt zu viele optische und akustische Reize, die sie verwirren und verstören. Das erzeugt schon bei kleinen Kindern Stress, der früher nur bei Erwachsenen bekannt war. Das Radio widersetzt sich diesem Trend. Es gibt den Kindern Gelegenheit, in Geschichten einzutauchen. Angeregt durch Stimmen und Geräusche erzeugen Kinder Bilder in ihrem Kopf, entwickeln eine eigene Vorstellungskraft und verarbeiten persönliche Eindrücke und Erfahrungen. Deshalb ist gutes Kinderradio wie die Bärenbude so wichtig. Mit ihren kleinen Geschichten, den»klingenden Bilder- büchern«und Liedern gibt die Sendung Kindern jeden Tag für eine halbe Stunde und darüber hinaus die Gelegenheit zum Zuhören und Träumen. Hier können Kinder eine Auszeit nehmen von ihrem Alltag, in dem sie immer mehr durch die Vielzahl der Eindrücke, die auf sie einströmen, über fordert werden. Insofern ist Radio auch ein adäquates Medium für die Kindertagesstätte. Zugleich werden der Hörsinn und die Wahrnehmung geschult eine Schlüsselqualifikation im Lernprozess des Lesens und Schreibens.

7 wdr/sachs Wer lesen will, muss hören Kinder lieben es, Geschichten zu lauschen. Sie lassen sich von ihren Eltern und von Hörspielen in fremde Welten entführen. Kinder und übrigens nicht nur diese stellen schnell fest, dass es Spaß macht zuzuhören, die Welt um sich herum zu vergessen und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Gutes Zuhören ist auch eine wichtige Voraussetzung für das Lesen und Schreiben. Die Leseforschung hat herausgefunden, dass Lese- und Schreibschwächen oft damit beginnen, dass Kinder einzelne Laute der gesprochenen Sprache nicht gut auseinanderhalten können. Zuhören und nacherzählen, im Spiel und beim Malen verarbeiten so kann innerhalb der Familie, aber auch in Kindertagesstätten der Grundstein dafür gelegt werden, dass Kinder künftig gut und gerne lesen und schreiben. Schlüsselkompetenz Hören Nicht nur hören, sondern zuhören zu können, ist eine entscheidende Grundlage von sozialer Kompetenz und Medienkompetenz. Schnell den Sinn erfassen, konzentriert hören und verstehen das ist für alle Bereiche des Lebens wichtig. Doch vielen Kindern fällt es zunehmend schwer, sich zu konzentrieren und richtig zuzuhören. Mit der Bärenbude können diese Schlüsselqualifikationen kindgerecht geübt und vertieft werden. Kino im Kopf Das Radio und andere Hörmedien fördern die Kreativität der Zuhörerinnen und Zuhörer, denn durch Stimmen, Geräusche und Musik, die akustisch wahrgenommen werden, entstehen Bilder und ganze Filme im Kopf. Verkehrslärm im Hintergrund zum Beispiel versetzt einen an eine große Kreuzung, Vogelgezwitscher hingegen in die freie Natur. Mehr, weniger oder gar kein Hall lässt Räume entstehen: Kirchen, große Säle oder enge Zimmer. Das Radio lässt dem Publikum viele Freiheiten. Jede Hörerin und jeder Hörer malt sich andere Personen und eigene Räume aus. Hierin liegt die Faszination von Hörmedien und das gilt gleichermaßen für Erwachsene und Kinder. 7 radio Informationen über das Hören Die Internetseite bietet Ihnen u. a. eine Ideen- und Materialsammlung zur Behandlung des Themas»Hören mit Kindern«im Kindergartenalter.

8 wdr/sachs 8 radio Bärenbude Kinderradio täglich neu Erst hören, dann träumen! Jeden Abend lädt der wdr seine jüngsten Hörerinnen und Hörer in die Bärenbude ein. Alle Sendungen widmen sich einem eigenen Thema, wie den Wolken oder dem Essen, Katzen oder Zauberern mit wunderbaren Kinderliedern und schönen Gedichten, mit»klingenden Bilder büchern«oder dem weit gereisten Fernohr. Die vielen Bären, die in der Bärenbude leben, melden sich immer wieder zu Wort da gibt es unter anderem den prahlerischen Angebär, den nachdenklichen A-Bären, den staunenden O-Bären, den witzelnden Quatschbären oder den einfallsreichen Bärenaufbinder. Viel Raum nimmt die Fortsetzungs geschichte um den Ohrenbären ein, gelesen von heraus ragenden Sprecherinnen und Sprechern. Mehrmals in der Woche melden sich die beiden Kuschel bären Johannes und Stachel zu Wort. Sie machen sich Gedanken über die großen und kleinen Merkwürdigkeiten des Lebens. Wie freut sich ein Schneekönig? Warum sagt man, dass Menschen essen und Tiere fressen? Kommt die Milch aus dem Kühlschrank oder von der Kuh? Mit diesen Fragen knüpft die Bärenbude an die Erfahrungswelt der Kinder an. Die Bären grübeln über Phänomene, die auch Kinder in Staunen versetzen. Sie bieten fantasievolle Zugänge zu Naturphänomenen wie Jahreszeiten, aber auch zu Festen oder zwischenmenschlichen Konflikten. Die kleinen Hörspielreihen, Geschichten und Lieder bilden eine abwechslungsreiche Mischung zum Hören, Staunen, Schmunzeln und Träumen. Kinder brauchen Radio. Das hochwertige Radioangebot des wdr ermuntert Kinder, sich für das Leben in all seinen Facetten zu interessieren und damit umgehen zu lernen. Informationen über das Programm de r Bärenbude Eine Vorschau auf die Bärenbude-Sendungen der kommenden Woche mit allen Liedern, Themen, Gedichten und»klingenden Bilderbüchern«gibt es unter (auf die Tür klicken)

9 wdr/wia Radio, Internet und Digitalradio hier kann man die Bärenbude hören Die Bärenbude läuft auf wdr 5 und im KiRaKa jeden Tag von bis Uhr. Ist Uhr zu spät? Im KiRaKa wird die Bärenbude vom Vortag ab 18 Uhr wiederholt. KiRaKa der Kinderradiokanal Das gibt es nur im KiRaKa ein Radioprogramm, das Kindern nicht nur hohe Qualität, sondern auch zu jeder Tageszeit adäquate Sendungen bietet: Hörspiele, Reportagen, Kindernachrichten und viel Musik. Als einzige öffentliche Rundfunkanstalt in Deutschland unterhält der Westdeutsche Rundfunk eine solche Kinderwelle. KiRaKa sendet von 6 bis 22 Uhr, also 16 Stunden am Tag. Zu empfangen ist der KiRaKa im Digitalradio unter DAB+, DVB-C, DVB-S und im Internet unter Der Vormittag gehört den jüngsten Hörerinnen und Hörern: Auf dem KiRaKa-Spielplatz von 8 bis 12 Uhr gibt es Collagen, Geschichten und viele Kinderlieder. KiRaKa, der Kinderradiokanal Nähere Informationen, wie man den KiRaKa empfangen kann, gibt es unter wdr/axel Schulten Empfang wdr 5 Empfangsgebiete UKW MHz Aachen/Euregio 101,9 Eifel 89,6 Monschau 87,7 Kölner Bucht 88,0 Köln 88,0 nördl. Erftkreis 101,9 Bergisch. Land 88,8/90,3 Rh.-Berg. Kreis 88,0 Rhein/Ruhr 88,8 Kleve 99,7 Dortmund 88,8 Münsterland 92,0 Ibbenbüren 88,5 Sauerland 98,6 Arnsberg 88,5 Hallenberg 88,3 Märk. Kreis und Kreis Olpe 90,3 Schmallenberg 90,0 Siegerland/ Wittgensteiner Land 95,8 Siegen 97,6 Ostwestfalen 90,6 Bad Oeynhausen 87,7 Höxter 93,9 Lübbecke 88,6 Warburg 88,4 Kabel: Frequenzinformation bitte beim örtlichen Kabelbetreiber erfragen Satellit digital: DVB-S Radio ASTRA 1H (19,2 Ost), Transponder 93 Frequenz MHz Polarisation horizontal Fehlerschutz FEC 3/4 Symbolrate 27,500 Internet-Livestream: Informationen zu den Radiofrequenzen sind in der Frequenzdatenbank des wdr unter zu finden. Weitere Auskünfte erhalten Sie von der Technischen Information des wdr unter wdr.de wdr 5-Hotline: wdr 5, Köln 9 radio

10 wdr/sachs 10 radio Das Projekt Klassenzauber die Bärenbude kommt zu den Kindern Bärenbude Klassenzauber ist ein Projekt für Radioanfängerinnen und -anfänger: Vorschulkinder sowie Erstklässlerinnen und Erstklässler beschäftigen sich auf alters gemäße Art mit Radio und Zuhören, Geschichten und Klängen. Kern des Projekts ist eine regelmäßige Bärenstunde in der Kindertagesstätte, in der sich die Kinder mit der Bärenbude beschäftigen. Sie besteht aus sich täglich wiederholenden Ritualen und wechselnden neuen Elementen. Um die verschiedenen Sinne anzusprechen, gehören neben dem Hören, Malen und Schreiben auch gemeinsame Lieder und Bewegungsspiele zum Programm. Der Einrichtung stehen im Projekt zur Verfügung: eine CD mit Liedern aus der Klassenzauber-Veranstal tung und Elementen aus der Sendung Bärenbude ein Spielheft für jedes Kind eine Projektmappe für die Erzieherinnen und Erzieher Die Vorschläge im pädagogischen Begleitmaterial funktionieren wie ein Baukasten: Zu verschiedenen Themenkomplexen sind Ideen für die Bärenstunden zusammengestellt, aus denen für die Gruppe passende Vorschläge ausgewählt werden können. Die Themenkomplexe sind: Radio und Zuhören Malen und Basteln Erzählen, Reimen und Schreiben Singen und Bewegungsspiele Die Bärenstunde Die tägliche Bärenstunde bildet den Kern des Projekts. Einmal am Tag steht die Bärenbude im Mittelpunkt mit wechselnden Themen und Schwerpunkten. Als Material für abwechslungsreiche Stunden stehen die tägliche Sendung und die Vorschläge in diesem Arbeitspaket zur Verfügung. Die Bärenstunde sollte ein bis zwei Schulstunden dauern. Im Kindergarten empfehlen wir maximal eine Stunde. Für das Projekt kann man im Gruppenraum eine eigene Bärenbude einrichten. Darin steht natürlich das Abspielgerät für die aufgenommenen Folgen der Bärenbude und die KLASSENZAUBER-CD. Auch für echte Kuscheltiere und von den Kindern gemalte oder gebastelte Bären ist dort Platz. Besonders toll sind Matten und Kissen, damit es sich die Kinder beim Zuhören gemütlich machen können. Johannes und Stachel als Podcast Mehrmals wöchentlich heißt es in der Bärenbude auf wdr 5:»Hallo, hier meldet sich die bärenstarke Bärenbande, hier melden sich die Kuschelbären Johannes und Stachel.«Die Episoden können Sie als Podcast abonnieren. Podcast ist Radio zum Mitnehmen. Sie können die Beiträge ähnlich wie Musikstücke aus dem Internet kostenlos herunterladen. Der Weg ist ganz einfach: Gehen Sie auf die Internetseite und klicken Sie dort rechts unten»podcast«an. Alles Weitere wird dort erklärt.

11 wdr/simin Kianmehr Die Elemente der Bärenbude liefern viele Ansatzpunkte für die Bärenstunde. Einige Beispiele: Gefühle verarbeiten und sich eine Meinung bilden Die Kuschelbären Johannes und Stachel, die im Kinderzimmer von Steffi und Jakob zu Hause sind, schnappen vieles von den beiden Kindern und ihren Eltern auf. Die Geschichten sind also ganz nah an der kindlichen Lebenswelt. Deshalb eignen sie sich besonders gut, um eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle zu verarbeiten. Auch der A-Bär liefert Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung mit Themen, die Kinder beschäftigen. Der Bärentraum lädt dazu ein, sich in andere Menschen, Tiere und Situationen einzufühlen. Mit Sprache spielen Die Gedichte und Reime in der Sendung fördern die Freude am schönen Klang. Im Spielheft gibt es ein Gedicht, bei dem die Reimwörter in Bildern dargestellt sind; wir haben es auf S. 23 abgedruckt. Die lustigen Comedyminiaturen können die Kinder weiterspinnen, wie zum Beispiel die Schnecke, die ganz dringend ein Haus sucht. Die Kinder können sich Figuren ausdenken, die auch unbedingt ein Haus brauchen. Diese Episode ist die Grundlage für die Sprachförderungsübung, die auf S. 24 zu finden ist: Die Kinder müssen im Bild zusammengesetzte Wörter mit»haus«finden. Zuhören, Kino im Kopf entstehen lassen»klingende Bilderbücher«lassen sich gut in die Bärenstunde einbauen, weil sie kurz und in sich abgeschlossen sind. Man kann sie gemeinsam anhören, besprechen oder nachspielen. Wie stellen die Kinder sich die Helden der Geschichte vor? Die»Klingenden Bilderbücher«basieren auf realen Bilderbüchern. Auch das bietet einen guten Aufhänger für die Gruppenstunde. Nachdem Sie gemeinsam der Hörspielfassung gelauscht haben, sehen Sie sich das Bilderbuch an. Im Internet unter finden Sie die entsprechenden Angaben. Sie können aber auch selbst ein Bilderbuch mit den Kindern vertonen. Das Fernohr eignet sich sehr gut, um das Zuhören zu schulen. Die Kinder können erst raten, wer, wo, was da klingt. Dann erfahren sie, was das Fernohr erlauscht hat. Zwei Fernohr-Episoden sind auf der CD. Auch das Ohrenkino lässt Bilder im Kopf entstehen eine Episode mit dem Titel»Im Galopp durch Feld und Wald«gibt es ebenfalls auf der CD. Die Mischung macht s Bewährt hat sich ein Mix aus Ritualen und abwechselnden, neuen Elementen. Um die verschiedenen Sinne anzusprechen, sollten neben dem Hören, Malen und Schreiben auch gemeinsame Lieder und Bewegungsspiele zum Programm gehören. Das Startzeichen für die Bärenstunde ist die Erkennungsmelodie der Bärenbude auf der CD (Track 1). Es ist das Signal für die Kinder, sich zu sammeln und auf die Bärenstunde einzustimmen. Vielleicht hat die Gruppe schon einen eigenen Bärengruß entwickelt und sich einen Namen gegeben, zum Beispiel»die bärenstarke Bärenbande der Kita YZ«. Sie können auch ein bekanntes Kinderlied zum Bärenstunden-Lied umdichten. Auf der CD gibt es weitere Lieder aus dem Klassenzauber. Ein wiederkehrendes Element in der Bärenstunde ist das Gespräch über die Bärenbude vom Vortag. Wer hat die Sendung gehört? Woran können die Kinder sich erinnern? Verschiedene Bestandteile der Bärenbude ziehen sich durch die ganze Woche. Die Kinder sollten die Bärenbude deshalb möglichst täglich hören. Informieren Sie auch die Eltern vorher darüber. Auch Bären kommen in jeder Bärenstunde vor; die Bärenbude wimmelt nur so von ihnen. Johannes und Stachel sollten natürlich öfter Thema sein. Aber auch die vielen Fantasiebären oder richtige Bären liefern reichlich Gesprächsstoff. Wechselnde Elemente in der Bärenstunde können sich mal der Sprachförderung, mal dem Hörsinn und dem Radio widmen. Einige Ideen sind auf den folgenden Seiten zusammengestellt. Sie reichen von kleinen Spielen für die Ohren bis zu einer Geräuschwerkstatt, an deren Ende eine kleine, selbst produzierte Geräuschgeschichte steht. 11 radio

12 wdr/sachs 12 radio CD Die Klassenzauber-CD Die CD enthält Lieder und Sketche aus der Bärenbude. Vier Songs aus dem Klassenzauber laden zum Mitsingen ein; das Lied von den Kuschelbären liegt auch als Instrumentalversion vor. Zwei Episoden der Kuschelbären sind typisch für ihre Rolle in der Bärenbude. In Novembär rätseln die beiden, warum der Okto-, Novem- und Dezembär unsichtbar sind; das ist eine schöne Einladung zum Weiterspinnen. Das Fernohr entführt auf einen Bauernhof in der Toskana und nach Ägypten. Beim Ohrenkino erzählt die Musik die Geschichte. Zwei kurze klassische Stücke können als Vorlage dienen, sich eine eigene Geschichte auszudenken. Organisatorisches Die Vorführungen beginnen in der Regel um 11 Uhr. Eine Schulstunde lang gibt es»honig für die Ohren«von Erstklässlern und Vorschulkindern aus benachbarten Kindergärten. Informationen und Kontakt: Bewerben Sie sich zusammen mit einer Grundschule für den Bärenbude Klassenzauber. Schreiben Sie an: Westdeutscher Rundfunk Köln Bärenbude Klassenzauber Köln Die Infos und das Anmeldeformular können Sie auf der Internetseite der Bärenbude herunterladen: Klassenzauber Informationen und Ablauf Mehr als 30-mal im Jahr packen die Bewohnerinnen und Bewohner der Bärenbude ihre Koffer und Kisten und bringen ihr zauberhaftes Programm auf die Bühne. Einmal in der Woche während der Schulzeit treten sie in einer Grundschule in NRW auf. Die Grundschulen laden die Vorschulkinder der umliegenden Kindertageseinrichtungen ein. Wenn Sie daran interessiert sind, dass wir in die Grundschule kommen, mit der Sie zusammenarbeiten, sprechen Sie die Schule an und bewerben Sie sich gemeinsam! Ablauf des Projekts Klassenzauber Die Aufführung in der Schule ist der Höhepunkt und wichtigste Teil des Klassenzaubers. Sie dauert ungefähr eine Schulstunde. Lieder, kleine Geschichten und Sketche ergeben ein abwechslungsreiches Programm zum Zuhören und Mitmachen. Weder Vorschul- noch Schulkinder werden in ihrer Auffassungsgabe und in ihrem Konzentrationsvermögen überfordert. Erwin Grosche führt als Moderator durch das Programm, erzählt Geschichten und singt Lieder, die er mit dem Akkordeon oder der Gitarre begleitet. Die Kinder können sich daran oft mit Händen und Füßen beteiligen und natürlich mitsingen; das weckt ihre Fantasie und den Spaß am Fabulieren. Die beiden Kuschelbären Johannes und Stachel treten in ihrem Puppentheater, der Bärenbude, auf. In ihren Sketchen erleben die beiden kleine Abenteuer und lösen Aufgaben. Dabei brauchen sie auch die Hilfe der Kinder. Die Veranstaltung ist eingebettet in ein medienpädagogisches Projekt, bei dem die Kinder mit Hör- und Geräuschespielen fürs Zuhören sensibilisiert und zum Nacherzählen und Weiterdichten von Bärenbude-Radiogeschichten ermutigt werden. Für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher stehen eine Projektmappe mit Ideen für den Unterricht und eine CD mit Liedern aus der Veranstaltung zur Verfügung. Die Kinder erhalten ein Spielheft und auch für die Eltern gibt es eine Broschüre.

13 Mauritius Spiele und Anregungen rund ums Radio Hören und Zuhören Förderung von Schlüsselkompetenzen Die folgenden Spiele und Übungen zielen darauf ab, den Kindern bewusst zu machen, was die Ohren alles leisten, und das Hin- und Zuhören zu schulen. Die Kinder erfahren, dass man sich durch das Hören im Raum orientieren kann Zuhören Konzentration erfordert man durch Geräusche Bilder im Kopf erzeugen kann (Prasseln lässt an Regenwetter denken usw.) Das Radio macht sich die Fähigkeiten des Hörsinns zunutze und erzeugt durch Geräusche und Musik Bilder und Stimmungen. Zuhörspiele Stille Post Stille Post kennt jedes Kind. Das Spiel veranschaulicht, wie schwer es ist, gut zuzuhören. Bilden Sie kleine Gruppen von vier oder fünf Kindern. In jeder Gruppe wird derselbe Satz von Ohr zu Ohr weitergegeben. Was kommt am Ende heraus? Je nach Alter der Kinder können die Gruppen größer und kann der Satz länger werden. Wer findet das Radio? Eine Hörvariante des Versteckspiels. Verstecken Sie im Raum ein Radio, das leise läuft. Die Kinder müssen das Radio nur mit den Ohren (d. h. ohne Hände) finden. Sie können das Spiel auch mit mehreren Radios spielen. 13 radio Geräusche auf Wanderschaft Alle sitzen im Kreis, ein Kind sitzt in der Mitte. Nun reichen die Kinder»heimlich«hinter ihren Rücken einen»geräuschvollen«gegenstand im Kreis herum, zum Beispiel einen Beutel mit trockenen Erbsen, eine knisternde Tüte, einen tickenden Wecker. Das Kind in der Mitte versucht zu erraten, wo der Gegenstand sich gerade befindet. Gelingt ihm das, wird getauscht und ein anderes Kind darf in die Mitte. ( Blickwechsel e. V.)

14 Mohr Design/iStock 14 radio Ich höre was, was du nicht hörst, und das macht so... Ein Kind imitiert ein Tier und die anderen müssen raten, was es ist. Das Tierlauschspiel Jedes Kind bekommt die Aufgabe, einen Tierlaut nachzumachen, ohne dass die anderen Kinder mitbekommen, wer welches Tier imitiert. Jedes Tier wird mehrmals vergeben. Alle Kinder gehen durch den Raum und machen ihr Tier nach. Die verschiedenen Tiergruppen müssen sich im Stimmenlärm durch Rufen der Tierlaute finden. Aufgepasst Mit verbundenen Augen bewacht ein Kind einen»schatz«. Eine»Räuberbande«schleicht sich leise heran und versucht, den Schatz zu stehlen. Wenn der oder die Wachhabende die Richtung anzeigen kann, aus der sich das»diebesgesindel«nähert, startet ein neuer Versuch. Gelingt der Raub, werden die Rollen getauscht. ( Blickwechsel e. V.) Ballspiel Im Raum liegen verschiedene Bälle: Tischtennisball, Medizinball, Gymnastikball, Tennisball, Holzkugel. Die Kinder schließen die Augen. Sie lassen einen der Bälle fallen. Welcher war es? Hörmemory Die Kinder müssen aufgenommene Geräusche erraten. Dafür gibt es Karten mit Bildern von den Geräuschquellen, zum Beispiel von einem Wecker, einem tropfenden Wasserhahn, Autos, einem Handy, einem Vogel, einem Hund, einer Fahrradklingel oder Regen. Nehmen Sie auf eine Kassette die entsprechenden Geräusche auf und spielen Sie diese ab. Die Kinder sollen dann aus den ausgelegten Karten die dem Geräusch entsprechende heraussuchen (eine Vorlage mit Karten für einige einfach aufzunehmende Geräusche finden Sie auf den Seiten 20 und 21). Geräuschememory Sie brauchen so viele Streichholzschachteln oder leere Dosen mit Verschluss (zum Beispiel Cremedöschen), wie Sie Kinder in der Gruppe haben. Füllen Sie immer zwei Streichholzschachteln oder Dosen mit dem gleichen Inhalt. Sie können Steinchen, Büroklammern, Nägel, Münzen, Erbsen, Reis oder Linsen nehmen. Achten Sie darauf, dass Sie in beide Schachteln gleich viel füllen. Machen Sie vorher den Test: Sind Unterschiede zu hören? Die Kinder können die Streichholzschachteln oder die Dosen auch selbst befüllen. Sie müssen aber genau darauf achten, dass in die Schachteln jeweils dieselbe Anzahl von Nägeln, Steinchen oder Erbsen kommt, damit sie auch gleich klingen. Geben Sie jedem Kind eine Streichholzschachtel. Nun darf geschüttelt werden. Die Kinder müssen ihr Gegenstück erhören. Sie gehen von einem Kind zum anderen, schütteln und lauschen. Wenn alle glauben, ihre Partnerin oder ihren Partner gefunden zu haben, dürfen sie die Streichholzschachteln aufmachen. Richtig gehört?

15 Lade Reuters wdr/hackenberg Spiele rund um das Radio Zu Beginn der Beschäftigung mit dem Radio gilt es, den Kindern das Radio als eigenständiges Medium bewusst zu machen. Dazu gehört auch eine gewisse technische Kompetenz, der Umgang mit dem Radiogerät. Was ist was am Radio? Dazu sollte mindestens ein Radioapparat im Gruppenraum stehen. Was ist was am Radio? Die Kinder zeigen auf die Antenne, den Lautsprecher, den Sendersuchknopf und den Lautstärkeregler. Doch nicht jedes Gerät hat alle Elemente Antennen sind heutzutage selten geworden. Die Kinder können das Radio an- und ausstellen und den Sendersuchlauf betätigen. Sie lernen, dass es verschiedene Sender gibt. Wer die Bärenbude hören will, muss wdr 5 einstellen (Frequenzen siehe Seite 9). Radio im Internet Viele Radiosender kann man heute (fast) nur über das Internet hören. Zum Beispiel ist der KiRaKa über Internet und Digitalradio zu empfangen. Gehen Sie deshalb mit den Kindern auch an den Computer und probieren Sie zusammen aus, wie man den KiRaKa dort hört. Vormittags von 8 bis 12 Uhr laufen im KiRaKa-Spielplatz Bärenbuden- Geschichten und»-lieder«. Ein eigenes Ohrenkino Auch im Ohrenkino werden Geschichten lebendig diesmal mithilfe von Musik. So kann man einfach zwei Minuten lang die Augen schließen und eintauchen. Ein kurzes, meist klassisches Musikstück liegt dem Ohrenkino zugrunde. Dazu passend wird eine kleine Geschichte erzählt. Und bitte Film ab! Die Übung führt die Kinder auf lustvolle Art und Weise an klassische Musik heran und schult ihre musikalische Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit. Ein Beispiel finden Sie auf der CD, Track 12. Zu einem weiteren Stück auf der CD können die Kinder ihre eigene Geschichte erfinden (Track 13). Sie sollen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Regen Sie die Kinder an, ihre Ideen zu malen. Spielen Sie das Musikstück vor, wenn gewünscht auch ein zweites und drittes Mal. Lassen Sie die Kinder malen. Wenn alle fertig sind, erzählt jeder seine Geschichte anhand seiner Bilder. Wie wird Radio gemacht? Wie Radio gemacht wird, lernen die Kinder am besten, indem sie es selbst ausprobieren. Machen Sie ein paar Probeaufnahmen mit den Kindern. Sie werden entdecken, dass in den Aufnahmen Stimmen und Geräusche meist ein wenig anders klingen, als man sie in der Wirklichkeit hört. Auf Geräuschejagd Für dieses Spiel reicht ein einfacher Kassettenrekorder mit Mikrofon. Gehen Sie mit den Kindern auf die Suche: Wie klingt die WC-Spülung, wie laufendes Wasser im Waschbecken, wo quietscht eine Tür? Welche Geräusche kommen aus der Turnhalle? Zeichnen Sie die Geräusche auf und hören Sie sich diese anschließend gemeinsam mit den Kindern an. Können die Kinder erkennen, um welche Geräusche es sich handelt? Alternativ können Sie mit der Gruppe auch draußen auf Geräuschejagd gehen: Tierstimmen aus der Nachbarschaft oder aus dem Zoo, Geräusche im Wald oder im Park. Ein eigenes Fernohr In der Bärenbude entführt das Fernohr in fremde Welten. Produzieren Sie doch mal ein eigenes Fernohr! Das Muster ist ganz einfach. Nehmen Sie Geräusche auf der Straße oder im Zoo auf. Wie klingen die Glocken der Kirche und was kann man im Park oder auf dem Spielplatz hören? Zwei Beispiele aus der Bärenbude finden Sie auf der CD, Tracks 10 und 11..»Womit kann man Radio hören?«mit welchen Apparaten kann man Radio hören? Auf Seite 22 ist ein Haus abgedruckt. In welchem Zimmer gibt es Geräte, mit denen man Radio hören kann? Welche Medien erkennen die Kinder? Anhand des Bildes lässt sich besprechen, welche Medien es gibt und in welchen heute auch ein Radio steckt. Die Kinder erzählen zudem, welche Geräte sie von zu Hause kennen und auch schon selbst benutzen. 15 radio

16 Mohr Design/iStock Mauritius Mauritius Mauritius Mauritius 16 radio Geräuschewerkstatt Die Geräuschewerkstatt führt in die Welt der Klänge und Geräusche ein und schult den Hörsinn der Kinder. Die Kinder lernen gleichzeitig, wie in Hörspielen»Kino im Kopf«erzeugt wird. Geräusche, Musik und Toneffekte sind nicht nur im Radio wichtig. Auch im Fernsehen spielen sie eine entscheidende Rolle, um Stimmungen und Emotionen zu erzeugen (siehe Seite 39). Alles was Sie für die Geräuschewerkstatt brauchen, sind Alltagsgegenstände, mit denen man Geräusche herstellen kann, und einen Rekorder mit Mikrofon. Zu Beginn können die Kinder in der Geräuschewerkstatt herausfinden, welche Geräusche sie mit dem eigenen Körper machen können: Stampfen, Schnalzen, Klatschen, Trampeln, Auf-die-Brust-Klopfen,»Oh«- und»ah«-rufe und andere Mundgeräusche wie Schnarchen, Lippenflattern, Pfeifen, Husten. Anschließend können sie diese Geräusche gemeinsam im Rhythmus produzieren. Vieles davon eig net sich später zur Illustrierung einer eigenen Hörgeschichte. Zugleich wird die Selbstwahrnehmung der Kinder geschult. Zu Beginn eignen sich besonders Wahrnehmungsübungen für die Arbeit mit den Alltagsgegenständen: Alle Kinder machen die Augen zu und konzentrieren sich auf das Geräusch, das die Erzieherin bzw. der Erzieher oder eines der Kinder erzeugt. Was könnte dieses Geräusch darstellen? Welche Situation habe ich vor meinem inneren Auge? Die Kinder werden unterschiedliche Assoziationen haben. Richtig oder falsch gibt es nicht, denn»kino im Kopf«läuft bei jedem Kind anders ab. Danach kann die Gruppe umgekehrt vorgehen: Die Kinder überlegen sich, was sie darstellen wollen. Wie hört es sich wohl zum Beispiel an, wenn ein Fuchs durch den Wald schleicht? Die Kinder versuchen, das Geräusch nachzuahmen, und die Zuhörerinnen und Zuhörer sollen erkennen, ob der Rhythmus stimmt, ob der Klang zu hoch oder zu tief ist. Die Gruppe sollte sich die Zeit nehmen, um selbst mit den Utensilien zu experimentieren und darüber zu sprechen, was sich wirklich wie ein knisterndes Lagerfeuer anhört oder wie Regen, der auf Blätter fällt. Mögliche Alltagsgegenstände für die Geräuschewerkstatt Zähneputzen: Schmirgelpapier und Zahnbürste knisterndes Feuer: Espressotüte oder feines Seidenpapier unregelmäßig zwischen den Fingern beider Hände bewegen Eichhörnchen läuft einen Baum hinunter: mit Fingernagel über Pappe kratzen Donnergrollen: Luftballon mit Perlen oder Erbsen füllen, aufpusten, langsam hin- und herwedeln schleichende Schritte durchs Laub: Plastikfolien und Tüte mit künstlichem Schnee (Bastelbedarf) zusammenknüllen knackende Äste: Pralineninlett kopfüber ruckartig zwischen zwei Fingern zusammendrücken und hin- und herklappern Regen: vorsichtig auf ein Pralineninlett klopfen Donner: Blechdosendeckel (flexibel) kräftig in der Luft schwenken Turmuhr schlägt: Blechdosendeckel gegen eine offene Blechdose schlagen Wind: über verschiedene, unterschiedlich hoch mit Wasser gefüllte Flaschen schräg hinwegpusten Wind: in Papprollen mit einem Abstand zwischen Mund und Rolle pusten, dabei die Rolle zwischen den Fingern hin- und herbewegen Bäume rascheln/regen/feuer: das Plastik einer Mülltüte/dünnen Plastiktüte aneinanderreiben Pferdegetrappel: zwei Hälften von Kokosschalen gegeneinanderschlagen Meeresrauschen: mit einer Schuhbürste in kreisenden Bewegungen über einen Pappkkarton streichen Regen prasselt: Tüte Reis und Pappkarton Reis gleichmäßig in den Karton rieseln lassen Regen: Plastikdose mit Reis vorsichtig auf den Kopf stellen und wieder in die Ausgangsposition bringen

17 Mauritius Mohr Design/iStock Mauritius Mauritius Die Auswahl an Geräuscheutensilien lässt sich für die Arbeit im Kindergarten beliebig erweitern. Sie können die Kinder bitten, Alltagsgegenstände für einen Geräuschekoffer mitzubringen. Mit den Gegenständen können Sie auch»müllmusik«machen: Jedes Kind erhält einen der Gegenstände und alle versuchen, damit in einem von der Erzieherin oder dem Erzieher vorgegebenen Rhythmus Musik zu machen. Solche Übungen machen nicht nur Spaß, sondern trainieren das Aufeinanderhören der Kinder und stärken das Gruppengefühl. All diese Übungen eignen sich auch gut für Gruppen mit Kindern, deren sprachliche Entwicklung verzögert oder deren verbale Ausdrucks fähigkeit aufgrund ihrer Herkunft eingeschränkt ist. Für einen einfachen Einstieg in selbst gemachte Hörgeschichten bieten sich Märchen wie»hänsel und Gretel«oder einfache Geistergeschichten an: Um Mitternacht kommen die Gespenster aus ihren Truhen im Schloss, spuken im Wald und erschrecken einsame Spaziergänger. Je nach Alter und Zusammensetzung der Gruppe erzählt die Erzieherin, der Erzieher oder eines der Kinder die Geschichte und die zuhörenden Kinder machen dazu die passenden Geräusche, auch mit Körpereinsatz. Ein mögliches Gerüst für eine Geschichte Susi sitzt müde vor dem Fernseher. Gerade liest der Nachrichtensprecher im Fernsehen die letzte Meldung vor.» der Wind weht schwach aus Nordost, gegen Abend ziehen Gewitter auf.«ein krachender Donnerschlag lässt Susi aus dem Sessel hochschrecken. Blitze zucken über den tiefschwarzen Himmel und ein heulender Sturm pfeift ums Haus. Was ist denn das? Susi traut ihren Augen nicht. Direkt vor ihrem Fenster schwebt zischend und pfeifend ein UFO in der Luft. Es dreht sich im Kreis und stößt dabei immer wieder klirrend und scheppernd gegen das Fenster. Dann heulen auf einmal schrille Alarmtöne auf und das UFO fällt krachend zu Boden. Es zischt nur noch leise vor sich hin. Eine sonderbare Melodie aus hellen Plings und Plongs ertönt. Quietschend öffnet sich eine kleine Luke. Ein Schnauben dröhnt aus dem Innern des UFOs. Dann poltert eine Rampe zu Boden. Eine wunderliche Gestalt tappst schlurfend und heftig niesend über die Rampe auf Susi zu. Sie sagt mit blecherner, abgehackter Stimme:» «(Diesen Satz bitte selbst ausdenken der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!) Fortgeschrittene Gruppen mit Vorschulkindern können gemeinsam eine Geräuschuntermalung bzw.»hörspielfassung«des Bilderbuchs»Zarah Du hast doch keine Angst, oder?«von Zoran Drvenkar und Martin Baltscheit (Bloomsbury Verlag) erarbeiten. Das Buch gibt viele Möglichkeiten, fantasievoll Geräusche einzusetzen und damit die Anwesenheit verschiedener»monster«-gestalten akus tisch zu illustrieren. Erzählen und Reimen spielerische Anregungen zur Sprachförderung Die Bärenbude eignet sich hervorragend zur Sprachförderung. Die Sendung lässt sich mit ihren vielfältigen Themen nutzen, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Die alltagsnahen Themen laden die Kinder dazu ein, Fragen zu stellen, zu beschreiben und zu erzählen. Die jahreszeitlichen Themen können einfach in den Kindergartenalltag integriert werden. Die Kinder treten in den Dialog und verbessern dadurch ihre Sprach- und Sprechfähigkeit. Eigene Beobachtungen und Empfindungen beschreiben, Fragen stellen, Antworten geben, Ausein andersetzungen sprachlich austragen all dies muss gelernt werden. In der Bärenbude wird viel mit Sprache gespielt: Die Kuschelbären denken sich Erklärungen für komische Redewendungen aus oder erfinden Fantasiebären wie den Erd- BÄRen oder DezemBÄRen. Quatschwörter und -sätze zu erfinden, regt die Fantasie der Kinder und die Lust am Spiel mit Sprache an. 17 radio

18 18 radio Hier haben wir Vorschläge gesammelt, die sich um Sprache und Sprachförderung drehen: erzählen, nach erzählen und über Gehörtes und Gesehenes reden; erfinden, reimen und spielen mit Sprache. Erzählen und Nacherzählen Johannes und Stachel Die Kuschelbären Johannes und Stachel suchen oft nach Erklärungen für Alltägliches, das sie in ihrer Umgebung beobachten und nicht verstehen. Sie wohnen im Kinderzimmer von Steffi und Jakob und setzen sich mit Dingen auseinander, die auch den Kindern begegnen. Hören Sie sich gemeinsam mit den Kindern die Episode über den NovemBÄR auf der CD an (Track 9) und sprechen Sie mit ihnen darüber. Worum ging es? Was hat Johannes und was hat Stachel falsch verstanden? Welcher Erklärungsversuch war besonders lustig? Ermuntern Sie die Kinder zu erzählen, was sie über die Monate mit»-ber«bzw.»-bär«im Namen wissen. Johannes und Stachel haben eine Ahnung, was im Oktober, November oder Dezember passiert. Und die Kinder? Welche Feste gibt es? Wie sieht die Natur im Herbst und Winter aus und was spielen sie in diesen Monaten draußen am liebsten? Was gefällt ihnen an der kalten Jahreszeit? Gemeinsam können Sie überlegen, welche anderen Monate es gibt und zu welcher Jahreszeit sie gehören. Für Johannes und Stachel sind Oktobär und Novembär Verwandte. Welche anderen Verwandten haben sie noch? Gibt es auch andere Worte, die auf -ber enden? Welches Tier ist der SauBÄR, wohnt der ErdBÄR über oder unter der Erde? CD Johannes und Stachel über den Regenwurm Über den Regenwurm wissen Johannes und Stachel nicht so viel, entsprechend wild spekulieren sie: Woran merkt der Regenwurm eigentlich unter der Erde, dass es regnet? Hört er das vielleicht im Radio? Die Kinder können hier sicher gut mitreden und erzählen, was sie über das Tier wissen. Johannes hat noch nie einen echten Regenwurm gesehen. Und die Kinder? Hat schon mal jemand einen Regenwurm angefasst? Vielleicht kann man sich ja im Garten der Kita auf die Suche nach einem echten Regenwurm begeben. Lieblingskuscheltier trifft Johannes und Stachel Haben die Kinder ein Lieblingskuscheltier? Was für ein Tier ist es und wie heißt es? Was haben die drei sich wohl zu erzählen? Sie können sich zum Beispiel über ihre Freunde austauschen. Johannes und Stachel lieben den Kühlschrank wegen seines Schokoladenpuddings. Wen mag das eigene Kuscheltier und warum? Johannes und Stachel sind fast immer hungrig und mögen alles mit Schokolade. Das Lieblingsessen ist ein weiteres Thema. Johannes und Stachel erzählen manchmal von Steffi und Jakob, den Kindern, denen sie gehören. Was würde das eigene Kuscheltier wohl über die Besitzerin oder den Besitzer erzählen?

19 wdr/sachs wdr/langer Bärenträume Die Bärenbude auf wdr 5 kommt vor dem Schlafengehen. Kein Wunder, dass es auch um Träume geht. Die Kinder denken sich schöne Träume für Johannes und Stachel aus. Ob da wohl ein Kühlschrank vorkommt? Diese Aufgabe eignet sich zum Malen und zum Erzählen. Können die Kinder sich an eigene Träume und Traumbilder erinnern? Das Nacherzählen lässt sich gut mit den kleinen Hörspielen in der Bärenbude üben. Das»klingende Bilderbuch«ist eine kurze, in sich abgeschlossene Geschichte. Es läuft montags, mittwochs und freitags. Die Ohrenbär-Geschichte ist in Episoden von Montag bis Sonntag aufgeteilt. Jede Folge dauert zehn Minuten. Sie eignet sich also für ein Ritual von einer Woche, wobei die Folgen etwa am Samstag und Sonntag zu Hause gehört und aufgenommen werden sollten. Sie können die Folgen in der Bärenstunde anhören und danach darüber sprechen. Zunächst können sie nacherzählen, was sie gehört haben. Wie stellen sich die Kinder den Helden oder die Heldin vor? Wie geht die Geschichte wohl weiter? Fabulieren und spielen mit der Sprache Die Comedyminiaturen Die kurzen, witzigen Fortsetzungsgeschichten laufen immer montags bis freitags in der Bärenbude und eignen sich sehr gut zum Erfinden. Da ist zum Beispiel der Würfel, der so gerne seine Sechs zeigt, was ihm aber nicht gelingt, oder eine Schnecke, die dringend ein Haus sucht. Auf ihrem Weg trifft sie viele Gestalten mit demselben Anliegen: eine Hausnummer, einen Hausschlüssel,... Jeden Tag kommt eine neue Figur dazu, der ohne Haus etwas fehlt. Im Bild auf S. 24 verstecken sich zehn zusammen gesetzte Wörter mit»haus«, die die Kinder finden sollen: Hochhaus, Vogelhaus, Baumhaus, Schneckenhaus, Hausmeister, Hausschlüssel, Haustür, Hauskatze, Hausnummer, Hausspinne. Gedichte, Reime und Zungenbrecher Gedichte haben einen festen Platz in der Bärenbude. Jede Bärenbude endet mit einem Schlaflied, davor kommt das Gedicht. Es wird von professionellen Sprecherinnen und Sprechern vorgetragen, sodass es immer ein Ver gnügen ist, ihm zuzuhören. Reime und Reimspiele sind für das Sprachgefühl und die Sprachfähigkeit wichtig. Die Kinder lernen, Laute und Silben zu unterscheiden, und erweitern nebenbei noch ihren Wortschatz. Zungenbrecher und Quatschsätze fördern das Sprachgefühl und machen Spaß. Zungenbrecher werden dann schwer, wenn man sie mehrmals hintereinander laut und deutlich spricht aber ohne Pause. Zum Beispiel: Brummende Braunbären pflücken blaue Brombeeren Kugelrunde Kuschelbären kugeln zum Kühlschrank Der Reisebär rast auf dem Rentier nach Rumänien Ein Gedicht in Reimwörtern Ein Reimspiel ist auf S. 23 abgedruckt. Dort ist das Gedicht»Herr von Günther«von Frank Wedekind bebildert: Die Kinder müssen das passende Reimwort am Ende der Zeile finden, das bildlich dargestellt ist. Herr von Günther Läuft im Winter Gerne Schlittschuh Auf dem Eis, Denn im Sommer Ist s zu heiß. 19 radio

20 RADIO KOPIERVORLAGEN Karten für das Geräuschememory cd cd-rom dvd A 20 radio

21 RADIO KOPIERVORLAGEN Karten für das Geräuschememory cd cd-rom dvd A 21 radio

22 RADIO KOPIERVORLAGEN Womit kann man Radio hören? cd cd-rom dvd A 22 radio

23 RADIO KOPIERVORLAGEN cd cd-rom dvd A 23 radio

24 RADIO KOPIERVORLAGEN cd cd-rom dvd A 24 radio

25 cd cd-rom dvd RADIO KOPIERVORLAGEN Johannes und Stachel (D. Schmitz) Johannes und Stachel CD Track 4 und Instrumentalversion D. Track Schmitz Refr.: Jo - han-nes und Sta-chel, ja so hei-ßen wir. Sind Ku - schel - bä - ren von Na-tur und spie-len oft mit dir. 1. Str.: Zuhaus sind wir im Kin - der - zim - mer und hör n dir ger - ne zu. Bist du mal trau - rig, sind wir da und trös - ten dich im Nu. A 25 radio Refrain 2. Strophe Wir geh n mit dir durch dick und dünn, sind immer für dich da. Geheimnisse sind bei uns sicher, das ist sonnenklar. Refrain 4. Strophe Denn im Geheimen ist echt wahr da können wir viel mehr. Schwimmen, klettern, fliegen, tauchen im tiefen Meer umher. Refrain 3. Strophe Wir sitzen ruhig auf deinem Bett und machen keinen Krach. Doch gehst du weg, dann sind wir zwei lebendig und hellwach. Refrain 5. Strophe Im Spiel sind wir Piraten, Räuber oder auch Vampir. Wir sind der Kapitän im Flugzeug oder Passagier. 2 x Refrain

26 Fernsehen für Kinder Die Sendung mit 2dem Elefanten 26 radio Fernsehen ist ohne Frage auch schon im Kindergarten alter das Leitmedium der Kinder. Drei Viertel aller Kinder zwischen zwei und drei Jahren sehen bereits fern. Sie lieben Fernsehen aber vieles, was sie sehen, überfordert sie. Kinder müssen erst lernen, das Medium zu verstehen. Sie sollten sich im Klaren darüber sein, dass Fernsehen gemacht wird, und die Fähigkeit entwickeln, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Die Sendung mit dem Elefanten ist speziell auf Vorschulkinder zugeschnitten und überfordert ihre begrenzte Konzentrationsfähigkeit nicht. Der kleine blaue Elefant und seine Freunde präsentieren jeden Tag 25 Minuten lang Geschichten zum Entdecken, Staunen und Mitlachen.

27 Fernsehen Fernsehen Leitmedium für Kinder Fernsehen als Bestandteil des kindlichen Alltags akzeptieren Kinder wachsen mit Medien auf. Sie machen in unserer heutigen Informations- und Kommunikationsgesellschaft immer früher Erfahrungen mit einer Vielzahl von Medien, sodass diese zu einer bedeutsamen Sozialisationsinstanz geworden sind. Dem Fernsehen kommt dabei die Funktion des Leitmediums zu. Es spielt auch schon bei Vorschulkindern die größte Rolle von allen Medien. Anhand einer repräsentativen Mütterbefragung des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) von 2006 fand man heraus, dass der Anteil fernsehender Kinder bis zum zweiten Geburtstag bei 16 Prozent liegt; zwischen zwei und drei Jahren steigt diese Zahl auf 74 Prozent. Bei den Vier- und Fünfjährigen liegt der Anteil bei 96 Prozent. Spätestens im Kindergartenalter sieht also nur noch eine kleine Minderheit nicht fern. Die durchschnittliche Fernsehdauer Drei- bis Fünfjähriger beträgt 82 Minuten täglich (KIM-Studie 2010). Sendezeiten Die Sendung mit dem Elefanten Montag bis Freitag um 7.25 Uhr im Ki.KA Samstag um Uhr im wdr Fernsehen Kinder sind Fernsehexperten! Kinder lieben Fernsehen. Bei den meisten nimmt die Flimmerkiste bereits einen unangefochtenen Platz in der Familie ein und nicht selten sind Heldinnen und Helden beliebter Fernsehserien auch ein Thema im Kindergarten. Denn: Was Kinder im Fernsehen gesehen haben, ist Gegenstand ihrer Spiele. Hier können Erwachsene lernen! Nehmen Sie diese Chance wahr und zeigen Sie den Kindern Ihr Interesse an deren Fernseherfahrung! Lernen Sie die Fernsehwelt der Kinder durch deren Augen kennen! Suchen Sie die aktive und unvoreingenommene Auseinandersetzung mit aktuellen Fernsehthemen und -figuren und unterstützen Sie mit diesem ersten Schritt die Kinder dabei, mündige Fernsehnutzer zu sein. Hier finden Sie Hintergrundinformationen, Ideen sowie Spiel- und Lernvorschläge, unterstützt durch eine Materialzusammenstellung unterschiedlicher Seh- und Hör(bei) spiele. Viel komplizierte Video technik ist gar nicht nötig. Mit dem Thema Fernsehen kann man sich auch ganz ohne Kamera beschäftigen. Beziehen Sie nach Möglichkeit die Eltern in Ihr Projekt mit ein, als tatkräftige Unterstützer bei der Materialbeschaffung, aber auch als inhaltlich Ver bündete. Denn eigene Qualitätskriterien und ein Erlernen eines selbstbewussten und selbst bestimmten Mediengebrauchs werden vor allem zu Hause entwickelt. wdr/sachs/fußwinkel 27 fernsehen

28 Mauritius 28 fernsehen Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet im Rahmen seines gesetzlichen Funktionsauftrages allen Menschen mit ihren jeweils unterschiedlichen Interessen gleichermaßen Informationen und gewährleistet auf diese Weise eine möglichst große Programmvielfalt. Er leistet damit also u. a. eine programmliche Grundversorgung. Das Fernsehen soll im Dienste der Öffentlichkeit stehen, das heißt, es gehört weder dem Staat noch einer Person, sondern allen Menschen. Ein weiterer Grundsatz beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist: Es soll keine einzelne Person oder keine politische Gruppe von Menschen geben, die sich das Recht, über das Fernsehen zu bestimmen, erkaufen können. Darum sind auch die Bürgerinnen und Bürger mit dem Rundfunkbeitrag an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beteiligt. Die Produktionen des wdr wie Die Sendung mit der Maus, neuneinhalb oder Wissen macht AH! laufen in den Programmstrecken für Kinder im Ersten (am Samstag- und Sonntagvormittag), im wdr Fernsehen (am Samstagvormittag) sowie im Ki.KA. Im Ki.KA und wdr Fernsehen wird außerdem Die Sendung mit dem Elefanten ausgestrahlt. Der Ki.KA ist der werbefreie Fernsehkanal von ard und zdf für Kinder und Jugendliche von 3 bis 13 Jahren. Kinder müssen Fernsehen erst lernen Um das Medium Fernsehen»lesen«zu können, müssen Kinder eine»television literacy«ausbilden, also die Fähigkeit, die visuellen und auditiven Codes des Fernsehens zu entschlüsseln, zu verstehen und zu bewerten sowie den Realitätsgehalt und unterschiedliche Genres zu erkennen. Um Fernsehen verstehen zu können, bedarf es spezieller Fähigkeiten, die sich im Laufe der Entwicklung herausbilden und erst durch den Umgang mit diesem Medium erworben werden. Die»television literacy«kann als ein kognitives Schema betrachtet werden, das sich mit zunehmender Fernseherfahrung, kognitiven Fähigkeiten und Weltwissen entwickelt. Fernsehangebote zu ver stehen, ist eine weitere Entwicklungsaufgabe, die Teil der vielseitigen Entwicklungsprozesse in den Vorschuljahren ist. Kinder sehen anders als Erwachsene Für Vorschulkinder steht nicht das Verstehen, sondern das Erleben von Fernsehsendungen im Vordergrund. Sie erleben Fernsehen als ein emotionales Medium, welches sie ganzheitlich empfinden und nicht rational verstehen. Die kindliche Filmwahrnehmung ist eine gefühlsbetonte Aktivität, bei der das psychische Erleben auch körperlich sichtbar wird. Für Vorschulkinder sind Figuren und Handlungen durch dieses intensive primäre Erleben real. Kinder erleben Sendungen und eignen sich Inhalte mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln an: Sie lachen, sie schreien, sie sind traurig, sie stehen auf, sie trampeln mit den Füßen, sie kommentieren, sie halten sich Augen und Ohren zu etc. Fernsehen ist für Kinder keine rein passive Aktivität, bei der sie sich nur berieseln lassen. Sie leben und denken beim Fernsehen intensiv und aktiv mit. Vorschulkinder interagieren viel mit Fernsehinhalten. Kinder im Vorschulalter mögen Mitmachangebote und interaktive Formate, bei denen sie direkt angesprochen werden und sich beteiligen können, sei es in Form von Bewegung oder Ausrufen. Diese altersspezifische Besonderheit wurde bei der Entwicklung der Sendung mit dem Elefanten berücksichtigt. So werden die Kinder zum Beispiel in Rätseln, den Beiträgen von Tanja und André sowie durch die direkte Ansprache in den»anke-einspielern«zur eigenen Aktivität aufgefordert. Wie Kinder Fernsehen verstehen Mit welchen Wahrnehmungsbesonderheiten Vorschulkinder an das Medium Fernsehen herantreten und wie sie Fernsehinhalte verstehen, wird nicht nur von lebensweltlichen und umweltbedingten Faktoren beeinflusst. Es spielen auch entwicklungspsychologische Voraussetzungen eine entscheidende Rolle. Kinder rezipieren Fernsehangebote in Abhängigkeit von ihrer sozial-kognitiven, emotionalen und moralischen Entwicklung. Das Alter eines Kindes hat somit eine zentrale Bedeutung für die Wahrnehmung und das Verstehen von Fernsehinhalten. Die Verstehensleistungen von Kindern sind bis zum sechsten Lebensjahr hauptsächlich durch zwei Elemente bestimmt: Sie sind noch zentriert auf die eigene Perspektive (»Egozentrismus«) Sie sind in ihrem linearen Denken noch unfähig, einmal vollzogene Gedankenschritte wieder umzukehren (»Irreversibilität«)

29 Mauritius Kinder brauchen eine einfache Dramaturgie Kindern fällt es schwer, Geschichten zu folgen, die durch Zeit- und Ortssprünge unterbrochen sind. Diese sind für Vorschulkinder ohne Aneignung der komplexen»bildsprache«nicht nachvollziehbar. Bis zum sechsten Lebensjahr können Kinder höchstens einen Erzählstrang in einer Geschichte verfolgen. Komplexe Handlungen in Haupt- und Nebenhandlungen können sie nicht verstehen. Darüber hinaus haben Kinder in diesem Alter Schwierigkeiten, gleichzeitig mehrere Details einer Sache zu erfassen und sie miteinander in Beziehung zu setzen. Vorschulkinder richten ihre Aufmerksamkeit auf einzelne Ausschnitte oder Aspekte, ohne einen Zusammenhang zu erkennen. Der Fokus der Kinder fällt dabei vor allem auf Elemente des Dargestellten, die in Verbindung zur eigenen Lebenswelt und zu den aktuellen Interessen des Kindes stehen. Kinder müssen Empathie erst noch lernen Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betrachten die Welt aus einer egozentrischen Perspektive und gehen davon aus, dass alle anderen Personen genauso denken, fühlen und handeln wie sie selbst. Die Handlung einer Fernsehsendung wird von Kindern demzufolge oft nicht verstanden, weil sie Probleme haben, sich in die Figuren auf dem Bildschirm hineinzuversetzen. Folglich erkennen sie nur einfache emotionale Äußerungen der Akteure. Das Verständnis für Fernsehfiguren, die für Vorschulkinder das wichtigste Sendungselement darstellen, beschränkt sich auf deren äußere Erscheinung. Wahrgenommen werden primär Figuren, die den Kindern bereits vertraut und bekannt sind. Auch Beziehungen werden nur als einfache Gegensätze, zum Beispiel nach dem»gut-böse-schema«, erfasst. Kinder lernen erst, dass Fernsehen gemacht ist Generell fällt es jungen Kindern schwer, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Mit der Zeit entwickelt sich dann ein Verständnis dafür, dass Fernsehen nur ein Abbild der Realität ist. Dreijährige gehen unabhängig vom Genre größtenteils davon aus, dass das, was sie auf dem Bildschirm sehen, real existiert. Für sie sind Zeichentrickserien genauso real wie zum Beispiel Nachrichtensendungen. Den Fünf- und Sechsjährigen gelingt es erst mit zunehmender Fernseherfahrung, Unterschiede und Muster von Sendungen zu erkennen. Zeichentrickfiguren werden nun beispielsweise als»nicht echte«und Schauspieler als»echte«menschen eingeordnet. Ab dem fünften Lebensjahr beginnen Kinder, die verschiedenen Perspektiven der Figuren nachzuvollziehen und den Realitätsgehalt von Sendungen zu beurteilen. Dabei erarbeiten sie sich Sender- und Formatwissen vor allem anhand formaler Gestaltungsmittel. So beginnen zum Beispiel Kinder ab einem Alter von vier Jahren, Werbung vom restlichen Programm zu unterscheiden. Kinder sehen thematisch voreingenommen fern Kinder nutzen ihre Erfahrungen aus dem Alltag, um Fernsehangebote zu begreifen. Sie finden auch schon Lieblingssendungen, die ihren Interessen entsprechen. Dabei gleichen sie das Gesehene eher an ihr bestehendes Weltbild und ihre Erfahrungen an, als dass sie ihre Erfahrungen dem Medium anpassen. Vorschulkinder suchen sich aus den Fernsehangeboten das aus, was ihrer alltäglichen und alterstypischen Sinnperspektive entspricht. Medienfiguren und -geschichten bieten durch Handlungen, Charaktere und deren Aussehen Anknüpfungspunkte an die Themen und Fragen der Kinder. Zu den Themen, die Kinder in diesem Alter beschäftigen, gehört zum Beispiel, groß zu werden, sich durchzusetzen oder geliebt und anerkannt zu werden. Qualitätsvolle Kindersendungen erzähle Geschich ten, die an die Themen und Alltagserfahrungen der Kinder anknüpfen, wie zum Beispiel die Hase- und Elefantenspots in der Sendung mit dem Elefanten. Kurze Geschichten für kleine Zuschauer Kinder müssen verstehen, was sie sich ansehen, um es verarbeiten zu können. Die Aufmerksamkeits spanne kleiner Kindern ist entwicklungsbedingt noch nicht besonders lang. Kurze, abgeschlossene Fernsehge schich - ten wie zum Beispiel in der Sendung mit dem Elefanten kommen der begrenzten Konzentrationsfähigkeit von Vorschulkindern entgegen. Dadurch, dass es ihnen bei kurzen Geschichten gelingt, aufmerksam zu bleiben, verstehen sie auch deren Inhalte besser. 29 fernsehen

30 Mauritius 30 fernsehen Fernsehen und Medienkompetenz Medienkompetenz was ist das? Der Begriff»Medienkompetenz«ist in aller Munde, wenn es darum geht, Eigenschaften und Fähigkeiten eines Menschen zu beschreiben, der in der heutigen Informationsgesellschaft lebt und handelt. Medienkompetenz ist heute eine Schlüsselqualifikation wie Lesen und Schreiben. Medienkompetenz meint in erster Linie die Befähigung zu kompetenter Mediennutzung und die Vorbeugung bzw. die Minimierung von Medienmissbrauch. Der Medienpädagoge Dieter Baacke bezeichnet mit»medienkompetenz«die Fähigkeit, Medien und deren Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend effektiv zu nutzen. Dabei unterscheidet er vier Bereiche: Medienkunde: das Wissen über Medien und die Fähigkeiten, die Geräte bedienen zu können Mediennutzung: aktive und rezeptive Nutzung von Medien Medienkritik: analytische, reflexive und ethische Fähigkeiten bei der Einschätzung und Bewertung von Medienangeboten und -inhalten Mediengestaltung: Erweiterung von Handlungsspielräumen und Ausdrucksmöglichkeiten durch kreative und produktive Auseinandersetzung mit Medien Alters- und medienspezifische Förderung von Medienkompetenz Das allgemeine Verständnis des Begriffes»Medienkompetenz«orientiert sich meist an älteren Kindern oder Erwachsenen und an der Gesamtheit aller Medien. Um Medienkompetenz angemessen fördern zu können, ist es wichtig, das kognitive und sozial-moralische Entwicklungsniveau von Kindern im Rahmen der Medienerziehung zu berücksichtigen, also das, was Kinder in einem bestimmten Alter mit Blick auf ein bestimmtes Medium können sollten und was sie an Wissen oder Fähigkeiten noch erwerben müssen. Fernsehkompetenz im Kindergartenalter Die Aspekte Medienkunde und Mediennutzung spielen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren eine größere Rolle als die medienkritische Dimension oder die kreative Weiterentwicklung von Medien. Medienkompetenz ist dabei aber nicht nur als ein Bündel von Fähigkeiten zu verstehen, die Kinder nach und nach erwerben müssen. In einem weiteren Sinne wird Medienkompetenz verstanden als soziale und kulturelle Handlungskompetenz. In der Praxis ist es nicht immer möglich und auch nicht nötig, sich nur einer Teilkompetenz zu widmen. Die Kompetenzbereiche greifen ineinander über und ergänzen sich. Auch ist die Förderung von Fernsehkompetenz keineswegs nur mithilfe des Einsatzes von Medien möglich und immer auf die Verfügbarkeit von Medien angewiesen. Zahlreiche Beispiele und Anregungen für die praktische Medienarbeit im Kindergarten sowohl mit als auch ohne Medieneinsatz finden Sie in diesem Handbuch.

31 Medienkunde: Fernsehen kundig nutzen Kinder sollten sich Wissen über die einzelnen Medien aneignen und die Fähigkeit besitzen, die Geräte auch zu bedienen. Für Kinder im Vorschulalter heißt das in Bezug auf das Fernsehen, zunächst ganz grundlegende Dinge zu erlernen. Kinder sollten lernen, dass es so etwas wie eine Sendung gibt, eine Sinneinheit, die einen Anfang und ein Ende hat. Kinder entwickeln ein Verständnis dafür, dass es verschiedene Sendungen gibt, und somit auch ein erstes Formatwissen. Es gibt Sendungen für Kleine und Große, Zeichentrickfilme und Realfilme. Kinder müssen lernen, dass Sendungen»gemacht«sind. Hinter einer Sendung steckt jemand mit einer bestimmten Intention. Es gibt Unterhaltungssendungen, Informationssendungen und es gibt Werbung. Mediennutzung: die eigene Fernsehnutzung steuern Kindern kann eine ihrem Alter entsprechende Nutzungskompetenz zugestanden werden. Kinder sollen lernen, Fernsehen aktiv und rezeptiv zu nutzen, ganz bewusst Sendungen auszuwählen und so selbst über die Fernsehnutzung zu entscheiden. Selbst ein Ende finden: Eine Sendung ist eine Sinneinheit; danach kann ich ausschalten. Fernsehkonsum bewusst und gezielt planen: Wenn ich fernsehen will, schalte ich nicht einfach ein, sondern ich suche mir eine Sendung aus. Umgang mit Fernsehinhalten: Ich wähle eine Sendung nach meinen Interessen aus; wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich ausschalten. Medienkritik: Fernsehen kritisch hinterfragen Es ist wichtig, dass Kinder lernen, Fernsehen kritisch zu bewerten und das Geschehen auf dem Bildschirm auch mit einer gewissen Distanz zu betrachten. Dazu gehört auch, das eigene Alltagshandeln zu reflektieren. Für die Drei- bis Sechsjährigen ist das der schwierigste Kompetenzbereich. Sie können nur das reflektieren, was sie in ihre Handlungswelt integriert haben, und Fernsehen in Bezug auf ihre eigene Person thematisieren. Sich eigener Handlungsmöglichkeiten bewusst sein: Ich kann den Fernseher einschalten! Was tut mir beim Fernsehen gut? Was tut mir nicht gut? Ich kann ausschalten! Bewertung abgeben können: Für wen ist eine Sendung gemacht? Für kleinere Kinder, größere Kinder oder für Erwachsene? Eigene Bewertungen begründen können: Warum finde ich eine Sendung gut? Was gefällt mir nicht? Was finde ich lustig? Was macht mir Angst? Mediengestaltung Töne und (bewegte) Bilder sollen zur aktiven Auseinandersetzung mit der Lebenswelt genutzt werden. Fernsehanfänger müssen erst lernen, dass Fernsehen gemacht ist und nicht immer die Realität abbildet. Medienwerkzeuge auszuprobieren, hilft, Fernsehen und Darstellungsformen zu verstehen. Das Verändern und Verfremden bekannter Fernsehinhalte schafft kreative Räume für die Fantasie. Medien aktiv einsetzen: Ich kann Töne aufnehmen und wieder anhören, ich kann fotografieren und filmen und mir die (bewegten) Bilder ansehen. Eigene Ideen abbilden: Ich kann kreativ sein und anderen mit den Aufnahmen etwas von mir zeigen. Erkennen, dass Fernsehen gemacht wird: Ich kann einen Fernsehbeitrag nachspielen, ich kann selbst etwas inszenieren. 31 fernsehen

32 Mauritius 32 Einbeziehung der Eltern fernsehen Es ist sinnvoll, die Eltern bereits im Vorfeld über das Projekt»Fernsehen im Kindergarten«zu informieren. Für die Kinder ist es dann leichter, ihre gewonnene Medienkompetenz auch zu Hause anzuwenden und die Eltern wissen die Fragen der Kinder nach ihrer Fernsehnutzung einzuordnen. Zugang zu Eltern Mit Bildern, Gemälden und einem»fernsehstudio«im Gruppenraum wird die»fernseharbeit«der Kinder gut sichtbar und ist präsent. Machen Sie den Eltern Mut, die Fernsehwelt ihrer Kinder kennenzulernen. In Flurgesprächen, bei bestehenden Terminen und in Aushängen thematisieren Sie, welche Fernseherlebnisse die Kinder täglich mitbringen. Machen Sie deutlich, dass die Kinder Fernsehexperten sind und dass das Thema in der Kita alltäglich ist. Kinder tragen das Thema in die Familien: Mit der kleinen»hausaufgabe«, die Eltern nach ihren Lieblingssendungen zu befragen und ein Bild dieser Lieblingssendung (selbst gemalt, aus der Fernsehzeitung oder dem Internet) mitzubringen, entsteht eine Eltern-Fernsehgalerie im Gruppenraum. Bei einem Elternabend im fortgeschrittenen Verlauf des Projektes oder zu dessen Abschluss kann das Fernsehprojekt präsentiert und das bislang gemeinsam mit den Kindern erarbeitete Fernsehwissen an die Eltern weitergegeben werden. Sie können den Eltern vom Verlauf der»fernseharbeit«berichten, schildern, wie sich die Kinder verhalten haben, und natürlich Ergebnisse zeigen: Gemälde, Fotogalerien, die»helden-wäscheleine«und Gebasteltes. Sind Videos entstanden, bieten diese eine Möglichkeit für die Eltern, einen direkten Einblick in das Kindergartenleben zu nehmen. Regen Sie die Eltern dazu an, auch das eigene Fernsehverhalten zu reflektieren und das Bewusstsein für den Stellenwert des Fernsehens zu schärfen. Ermuntern Sie die Eltern, ganz bewusst gemeinsam mit ihren Kindern aktiv und kritisch fernzusehen. Dabei sind die Kinder die Medienfachleute. DVD Fernsehbeispiel auf beiliegender DVD (Film 1): Die Sendung mit dem Elefanten mit dem»elternticker«. Durch Untertitel bekommen Eltern während der Sendung mit dem Elefanten Hintergrundinformationen und konkrete Hinweise, wie sie ihre Kinder begleitend zum Fernsehen anregen und dadurch unmittelbar fördern können. [ Länge: 24:30 Minuten ]

33 Mauritius Anregungen für einen medienpädagogischen Elternabend 1. Einstieg: sensibilisieren! Erinnerung an das eigene Fernsehverhalten in der Kindheit: Wann und wie habe ich ferngesehen, als ich Kind war? Welche Fernsehfigur war mein»held«/meine»heldin«, den/die ich vergöttert habe? Erinnere ich mich an Fernsehregeln und habe ich sie befolgt? Achtung: Das Gespräch macht garantiert Spaß und kann schnell lang werden. Statt in der großen Runde lässt sich dieser Einstieg auch in Kleingruppen oder als Partnerinterview gestalten. Das hat den Vorteil des direkten Austauschs unter den Eltern. Im ganzen Forum werden dann die unterschiedlichen»fernsehbiografien«vorgetragen. Natürlich können auch Eltern ihre»helden«und»heldinnen«malen und aufhängen. 2. Einblick geben Berichten Sie den Eltern anschließend aus der Fernsehwelt der Kinder: Geben Sie einen Überblick über die aktuellen Lieblingssendungen und Fernsehhelden der Kinder. Präsentieren Sie entstandene Gemälde und Kinderzeichnungen. Schildern Sie den Eltern, was die Kinder über ihre Fernsehgewohnheiten erzählt haben, wann und mit welchen Gefühlen sie fernsehen. Machen Sie den Eltern deutlich, wie einfach es ist, mit ihren Kindern ins»fernsehgespräch«zu kommen. Führen Sie eventuell Die Sendung mit dem Elefanten mit dem»elternticker«vor. Links Ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Netzwerk zur frühkindlichen Bildung mit vielen Praxistipps für die Elternarbeit: Eine Initiative der Landesmedienanstalt NRW, die Unterstützung bei der Planung und Organisation von Informations veranstaltungen zur Mediennutzung bietet: 3. Austausch anregen In den»tipps zum richtigen Umgang mit dem Fernsehen«sind viele Fragen zum sinnvollen Umgang mit dem Fernsehen beantwortet. Sie eignen sich als konkrete Anregung zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion. Idealerweise wird hier eine lebendige Gesprächskultur der Eltern untereinander angestoßen. Aus gegenseitigen Schil derungen von Problemen, Lösungen und familiärer Spielregeln rund um die Flimmerkiste können sich nach und nach sogar gemeinsame Leitlinien entwickeln. Eltern sind Vorbilder. In Partnerinterviews kann weiter reflektiert werden: Wie nutze ich selbst das Fernsehen? Was lebe ich vor? Welche Rückschlüsse lässt mein Fernsehverhalten auf das meines Kindes zu? 4. Medienkompetenz vermitteln Eltern, die für das Thema sensibilisiert sind, sind empfänglich für medienpädagogisches Wissen. Machen Sie die Eltern in einem kurzen Referat damit vertraut, wie kleine Kinder Fernsehen wahrnehmen. 5. Abschluss: Eindrücke sammeln Planen Sie Zeit für ein Resümee ein:»was nehmen Sie mit nach Hause?«Sind die Eltern aktiviert und interessiert? Stellen Sie konkret eine weitere Möglichkeit zum Austausch in Aussicht. Kolleginnen und Kollegen Respektvolle Zusammenarbeit mit Eltern gelingt besser im Team. Es ist hilfreich, wenn sich alle im Kita-Team mit dem Thema Fernsehen und dem eigenen Fernsehverhalten auseinandersetzen. Medienkompetenz heißt im ersten Schritt, Bewusstsein für die eigene Mediennutzung zu entwickeln. Gemeinsam kann man Ideen finden, das Projekt gestalten und zeitliche Ressourcen in gruppenübergreifender Arbeit nutzen. 33 fernsehen

34 34 fernsehen Tipps für Eltern zum richtigen Umgang mit dem Fernsehen zu Hause Wie lange darf mein Kind fernsehen? Für Kinder im Kindergartenalter sind max. 30 Minuten pro Tag genug. Suchen Sie bitte nur Sendungen aus, die gezielt für diese Altersgruppe gestaltet wurden. Fernsehen sollte in Gegenwart von Erwachsenen stattfinden das gibt Kindern Sicherheit. Wann ist es zu viel? Wie lange Fernsehen guttut, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Die Faustregel: Die Sehlänge war richtig, wenn Ihr Kind nach der Sendung aktiv ist und sich mit Ihnen angeregt unterhält. Wirkt Ihr Kind jedoch apathisch, gelangweilt oder aggressiv, dann hat es zu lange ferngesehen. Wie Sie Ihrem Kind helfen können, weniger und das Richtige zu sehen: Beobachten Sie Ihr eigenes Fernsehverhalten kritisch. Seien Sie ein Vorbild! Vereinbaren Sie begrenzte Fernsehzeiten und planen Sie diese gemeinsam mit Ihrem Kind. Fernsehen sollte nicht den Tagesablauf bestimmen. Sendungen können auch aufgezeichnet werden. Kinder müssen lernen, an- und wieder auszuschalten Vereinbaren Sie klare Zeitvorgaben. Halten Sie die Fernsehzeiten in einem Stundenplan fest. Suchen Sie in TV- Zeitschriften nach den Lieblingssendungen der Kinder. Verschönern Sie gemeinsam den Fernsehstundenplan mit aus geschnittenen Bildern oder Stickern von TV-Heldinnen und -Helden der Kinder. Setzen Sie auch fernsehfreie Tage fest. Kinder sollten wissen, was ihnen gefällt und guttut Helfen Sie Ihrem Kind, sein Fernsehprogramm gezielt auszuwählen und zu planen. Verteilen Sie für jede Woche Gutscheine, die eine Viertelstunde Fernsehen»wert«sind. Kinder lernen so, verantwortungsvoll mit ihrer Medienzeit umzugehen. Hat Ihr Kind Angst oder schlechte Laune nach dem Fernsehen? Fragen Sie nach! Die größten Angstmacher finden sich im Erwachsenenprogramm. Achten Sie auf altersgerechte Sendungen. Fernseher im Kinderzimmer? Vorsicht! Ist der Fernseher aus dem Familienkreis verbannt, werden gemeinsame Fernseherlebnisse seltener. Ein gemeinsames Programm zu finden, ist oft nicht einfach aber es lohnt sich! Gemeinsam fernsehen Schauen Sie so oft wie möglich mit Ihrem Kind gemeinsam fern oder bleiben Sie zumindest in Rufnähe. Besonders Vorschulkinder benötigen beim Fernsehen Begleitung. Ihr Kind sollte immer mit Ihnen darüber sprechen können, was es gesehen hat und was es bewegt. Gemeinsam mit den Eltern macht das Fernsehen mehr Spaß. Kinder genießen auch die zusätzliche Aufmerksamkeit und der Lerneffekt steigert sich. Hilfe bei der Auswahl geeigneter TV-Angebote finden Sie in der Zeitschrift»FLIMMO«(Verein Programmberatung für Eltern e.v.) oder im Internet:

35 wdr/kianmehr Spiele und Anregungen rund ums Fernsehen Vorbereitung Wenn das Thema Fernsehen in den Kindergarten Einzug hält, ist es gut, einen festen Ort dafür zu schaffen. Richten Sie in einem Raum oder einer Spielecke ein»fernsehstudio«mit einem Fernseher (aus einem großen Pappkarton oder einem leeren alten Fernsehgehäuse) ein. Hier kann jeder Programm machen, Nachrichtensprecher sein, mit Handpuppen Geschichten vorspielen oder Quatsch machen. Papprollenkameras, Spielmikrofone, Fernsehzeitungen und ein Kuschelsofa bieten Möglichkeiten zum freien Spiel. Eine Videokamera auf einem Stativ ist im Verlauf des Projektes schön, aber nicht zwingend notwendig. Ein echtes Fernsehgerät sollte nach Möglichkeit zur Verfügung stehen. Deshalb ist es wichtig, sich zunächst damit auseinanderzusetzen, was Kinder in ihrer Fernsehwelt erleben und was in ihnen vorgeht, wenn sie fernsehen. Um mit den Kindern ins»fernsehgespräch«zu kommen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: Es werden Einzelgespräche mit einem Kind oder in Kleingruppen geführt Größere Kinder können sich auch gegenseitig zu ihrem eigenen Fernsehverhalten interviewen und in größerer Runde davon berichten. Die Kinder erzählen der Gruppe durch den Pappfernseher, wie sie fernsehen. Dabei kann zum Beispiel eine Handpuppe das Gespräch leiten. 35 fernsehen An- und Ausschalten! Das elementarste Fernsehwissen beginnt mit der Fernbedienung. Das kann man im Kindergarten einfach mal ausprobieren! Man kann unterschiedliche Programme einschalten. Es gibt Programme für Große und für Kleine. Fernsehen zum Thema machen Das eigene Fernsehverhalten in Gesprächen reflektieren und artikulieren Kinder nehmen Fernsehen anders wahr als Erwachsene. Distanz zum Bildschirmgeschehen will gelernt sein! Für die Spiele benötigte Materialien Pappfernseher Malutensilien Bastelmaterial Fernsehzeitungen Bilder von»fernsehhelden«und»-heldinnen«fotoapparat Aufnahmegerät mit Mikrofon Echter Fernseher mit Fernbedienung DVD-Player oder PC Wenn vorhanden: Kamera und Zubehör

36 Mauritius 36 fernsehen Reflektieren Welche Sendungen kennst du? Welche sind deine Lieblingssendungen? Welche sind deine Lieblingsfiguren? Was magst du an ihnen? Was siehst du gar nicht gerne? Warum? Mit wem schaust du fern? Wann schaust du fern? Wie fühlst du dich, während du fernsiehst? Wie fühlst du dich, nachdem du ferngesehen hast? Ich kann handeln! Es ist wichtig, sich die eigenen Handlungsmöglichkeiten bewusst zu machen. Reflektieren Was machst du, wenn dir eine Sendung gar nicht gefällt? Ausschalten? Umschalten? ICH kann ausschalten. ICH kann umschalten! ICH kann meine Eltern fragen. ICH kann mein Kinderprogramm auswählen. ICH kann Erwachsene fragen, wann meine Sendung kommt. ICH kann anhand einer Fernsehzeitung planen. Ich kann bewerten! Es ist wichtig, eigene Vorlieben, Reaktionen und Emo tionen zu benennen. Reflektieren Warum finde ich eine Sendung gut? Worüber lache ich? Was finde ich ganz traurig, gruselig? Was macht mir Angst? Ich kann reflektieren! Die Kinder erinnern und bearbeiten ihre Fernseherlebnisse: Sie können malen, was sie im Fernsehen gesehen haben Sie können sich selbst als Fernsehzuschauer malen Anschließend wird gemeinsam in der Gruppe oder allein mit dem Kind über die entstandenen Bilder gesprochen: positive und negative Erfahrungen können thematisiert werden. Wie war das früher? Das Fernsehen ist immer da, ist schon immer da gewesen! Oder? Laden Sie Großmütter oder Großväter in den Kindergarten ein, die sich den Fragen der Kinder stellen und erzählen, wie es war, ohne Fernsehgerät zu leben. Frage an die Kinder: Was wäre, wenn ihr plötzlich keinen Fernseher mehr hättet? Eine mögliche»hausaufgabe«: Befrage deine Eltern und Großeltern zum Thema Fernsehen! Zum Beispiel Siehst du jeden Tag fern? Wann und was? Was schaust du am liebsten? Was gefällt dir am Fernsehen? Hast du als Kind schon ferngesehen? Wie war fernsehen früher? Wie war das Fernsehen ohne Farbe? Was habt Ihr früher gemacht, statt fernzusehen? Gemeinsam fernsehen! Kinder und Erzieherinnen und Erzieher schauen gemeinsam eine Folge Der Sendung mit dem Elefanten und reden darüber. DVD Die Sendung mit dem Elefanten (Film 1) mit»elternticker«[ Länge: 24:30 Minuten ]

37 wdr/sachs, Montage: wdr gmg/naumann Mit den Fernsehvorlieben spielen Kinder stellen zwischen Fernsehfiguren und Personen aus dem täglichen Leben Beziehungen her. Sie vergleichen und versuchen, Ähnlichkeiten zu entdecken. Sie identifizieren sich mit den Heldinnen und Helden aus dem Fernsehen, sind emotional beteiligt oder sogar gebannt. Kinder»empfinden«Fernsehen. In Spielen und Aktionen kann diese emotionale Beteiligung ausgelebt werden. Die»Helden-Wäscheleine«Bieten Sie den Kindern Bilder der beliebtesten Fernsehfiguren an. (Ausschnitte aus Fernsehzeitungen und dem Internet; die Bilder der»helden«und»heldinnen«können aber auch von den Kindern selbst gemalt werden). Dann hängen Sie die Bilder gemeinsam auf. An einer langen Wäscheleine entsteht die Galerie der beliebtesten Fernsehfiguren. Nun sehen die jungen Fernsehkritikerinnen und -kritiker sich die Bilder an. Versuchen Sie gemeinsam, für die Faszination oder die Ablehnung Worte zu finden: Warum findest du toll/blöd/gruselig/lustig? Ist er/sie besonders stark oder besonders schlau? Was genau fasziniert dich an ihm/ihr? Was macht das mit dir, wenn du ihn/sie siehst? Wieso kannst du nicht leiden? Welche Gefühle hast du, wenn du siehst? Fantasielandschaften bauen Fernsehen wird gemacht. Hinter allem, was gesendet wird, stehen Menschen und ihre Entscheidungen. Regen Sie den Gedanken an: Auch ich kann kreativ sein und selbst ge stalten! Für mitgebrachte oder gebastelte TV-Helden und -Heldinnen und deren Geschichten werden neue Behausungen und Landschaften gebaut. Der Spielfreude und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Dabei entstehen ganz neue Geschichten. Das eigene Fernseh(wunsch)programm In Kleingruppen bereiten die (größeren) Kinder Sketche und Szenen aus Fernsehsendungen vor. Die Szenen werden in einem begehbaren»fernseher«(zum Beispiel auf einem Spielteppich) für die ganze Gruppe aufgeführt, also»ausgestrahlt«. Ein Kind kann als Moderator oder Moderatorin durch das Programm führen. Smileyspiel Aus alten Fernsehzeitschriften werden Bilder zu Sendungen ausgeschnitten. Jeder sammelt, was er kennt. Fehlt eine Abbildung zur Lieblingssendung oder zum Lieblingshelden oder der -heldin, wird ein Bild dazu gemalt. Dann werden alle Schnipsel und Bilder ausgebreitet. Jetzt wird bewertet: Jedes Kind schneidet»smileys«aus (siehe Kopiervorlage Seite 43) und legt die entsprechenden Gesichter auf die Abbildungen: Ein ablehnendes Smiley steht für»doofe«sendung, ein erschrecktes für»gruselig«, ein lächelndes für»prima«. Viele Fragen nach dem»warum«und»wieso«ergeben sich im Spiel. Waagespiel Die Lieblingssendungen sind ermittelt. Jetzt wird abgewogen. Wenn eine Kaufladenwaage vorhanden ist, wird das Bild der Lieblingssendung (ausgeschnitten oder gemalt) auf die eine Waagschale gelegt. Dann wird gefragt: Was könnte man, anstatt fernzusehen, unternehmen? Auf die andere Waagschale werden jetzt (vorbereitete) Bilder von beliebten Tätigkeiten gelegt: auf den Spielplatz gehen, lesen, schwimmen, kuscheln usw. Schnell wird deutlich, dass es viele schwerwiegende Argumente gibt, das Fernsehgerät auch einmal ausgeschaltet zu lassen, selbst wenn die Lieblingssendung kommt. 37 fernsehen

38 wdr 38 fernsehen Sehen und Hören Welcher subjektive Eindruck von einer Filmszene entsteht, das heißt, welches Gefühl sich der Zuschauerin und dem Zuschauer vermittelt, hängt von vielen unterschiedlichen, meist unbewusst registrierten Faktoren ab, zum Beispiel von der Lichtstimmung, der Schnittfolge, der Farbigkeit, dem Ton, Geräuschen und Musik. Um sich das zu vergegenwärtigen, macht es Sinn, sich vorab mit der eigenen Wahrnehmung zu beschäftigen! Die Sehgewohnheiten schärfen DVD Kaleidoskop Schuh (Film 2) [ Länge: 1:13 Min. ] Rätsel Wolke (Film 3) [ Länge: 0:48 Min. ] Sehübungen zum Mitraten aus der Sendung mit dem Elefanten Was fehlt? Auf einem Tablett/Tisch werden etwa zehn Gegenstände präsentiert. Die Kinder betrachten die Dinge genau. Alle Kinder drehen sich um. Ein Gegenstand wird entfernt. Was fehlt? Schuhe vertauschen Die Kinder sitzen im Kreis und alle Schuhe liegen in der Mitte. Jedes Kind kommt der Reihe nach in die Mitte und ordnet ein Paar Schuhe dem Kind zu, an dem es sie vorher an den Füßen bemerkt hat. Papierrollenkamera, ein Partnerspiel: Die Kinder»filmen«sich gegenseitig in verschiedenen Kameraeinstellungen von»weit weg«(totale) oder»nah dran«(naheinstellung) und aus unterschiedlichen Perspektiven von unten (Froschperspektive) und von oben (Vogelperspektive) (siehe Kopiervorlage»Kameraein stellungen und -perspektiven«). Die Kinder können jetzt beschreiben: Wie sieht mein/e Partner/in dabei jeweils aus? Wie wirkt die jeweilige Einstellung? Was fühle ich als Zuschauer/in bei der entsprechenden Einstellung? DVD Nah dran weit weg (Film 4) In dieser Szene erklärt André verschiedene Kameraeinstellungen und Perspektiven. Was fällt den Kindern auf? Was ist der Unterschied zwischen einer Nahaufnahme und einer Totalen? [ Länge: 2:00 Min. ] Daumenkino basteln Es werden ausreichend gleich große, rechteckige Karten aus festem Papier oder dünner Pappe zurechtgeschnitten. Eine kurze Szene wird Phase für Phase auf die Karten gezeichnet und diese werden dann zusammengeheftet. Bilderbuchfilm Die Kinder denken sich eine kurze Geschichte aus oder nehmen eine Buchvorlage. Jedes Kind sucht sich einen Satz oder Absatz aus, den es illustrieren will, und malt eine Szene. Alle Papierbögen müssen gleich groß sein! Die Bilder werden dann in chronologischer Reihenfolge zu einem langen»filmstreifen«zusammengeklebt. Jetzt kann der»film«durch den Pappfernseher gezogen werden: Dazu wird der Pappfernseher an beiden Seiten aufgeschlitzt. Bild für Bild wird durch den Guckkasten gezogen, der Film läuft ab. Die Erzieherin bzw. der Erzieher liest die Geschichte dazu noch einmal vor oder ein Kind erzählt sie. Tipp zum Bilderbuchfilm Falls eine Videokamera vorhanden ist, kann man diese Aktion gut filmen und später noch einmal ansehen und vorführen.

39 wdr/kianmehr Die Hörgewohnheiten schärfen Geräusche, Musik und Toneffekte haben eine enorme emotionale Wirkung! Das Gehör lässt»bilder im Kopf«entstehen. Untersuchungen belegen, dass Kinder Stimmungen beim Fernsehen in erster Linie über die Tonebene wahrnehmen. Musik hören Stellen Sie unterschiedliche Musik zusammen. Wichtig ist, dass Kinder lernen, welche Wirkung Musik auf sie hat. Hören Sie gemeinsam Musik und benennen Sie verschiedene Stimmungen. Ist die Musik fröhlich, traurig oder spannend? Es darf auch getanzt werden! Nach Tönen laufen Eine gute Basisübung, um das Gehör zu sensibilisieren und die Orientierung und die Motorik zu aktivieren, ist folgendes Spiel: Die Kinder gehen mit verbundenen Augen. Sie reagieren dabei auf kurze, lange, hohe, tiefe, laute und leise Töne. Dabei bedeutet jeder Ton einen anderen Schritt, zum Beispiel lang = vorwärts, kurz = rückwärts. Wenn das gut klappt, können auch weitere Tonsignale verwendet werden, zum Beispiel leise = links, laut = rechts, hoher Ton = sich strecken usw. Wecker suchen Irgendwo tickt es doch! Nur wo? Alle sind mucksmäuschenstill, denn wer den versteckten Wecker zuerst findet, hat gewonnen und darf den Wecker in der nächsten Runde verstecken. Geräusche machen Unterschiedliche Bilder liegen auf dem Tisch. Welche Geräusche gehören dazu? Nehmen Sie beispielsweise ein Memoryspiel und halten Sie nacheinander die Bilder hoch: Welches Geräusch machen Schwein, Auto, Wasserhahn usw.? Die Kinder machen dazu die Geräusche. DVD Spot Klingelbusch (Film 5) Hörübung: Wirkung von Musik Hier haben wir einen Elefantenspot in vier Versionen: 5 a) ohne Ton 5 b) in der Originalvertonung 5 c) mit trauriger Musik 5 d) mit dramatischer Musik Die Musik transportiert, illustriert und unterstreicht die Stimmung der Szene. Sehen Sie sich den Spot erst gemeinsam ohne Musik an und fragen Sie die Kinder, was sie gesehen haben. Dann schauen Sie ihn erst mit Originalvertonung und danach mit trauriger und mit dramatischer Musik an. Erleben Sie, wie stark der Einfluss der Musik auf die Wahrnehmung des Beitrags ist. Sprechen Sie mit den Kindern darüber: Welcher Spot gefällt dir besser? Warum? Wie fühlen sich Elefant und Hase jeweils? Welche Gefühle hast du? Welche Musik passt am besten und warum? [ Länge: je 1:00 Minute ] 39 fernsehen

40 wdr 40 fernsehen DVD Frühstück mit André (Film 6) Hörübung: Szene selbst vertonen André frühstückt genüsslich und macht dabei jede Menge Geräusche! Sie können mit den Kindern diese Szene neu vertonen. Wer selbst einmal»geräuschemacher«war, erfährt, wie wichtig Töne in Filmen sind. Hier finden Sie die Frühstücksszene in drei Varianten: 6 a) mit Originalgeräuschen 6 b) ohne Ton 6 c) lustig vertont Zeigen Sie den Kindern den Spot zuerst mit Originalvertonung. Im Anschluss daran zeigen Sie den Spot noch einmal ohne Ton. Beim ersten Mal üben die Kinder, die Szene mit Instrumenten, dem Körper und der Stimme selbst zu vertonen. Als»Instrument«kann alles dienen, was Geräusche macht. Alle fehlenden Geräusche sollen hinzugefügt werden: Kaffee einschenken, Zucker rieseln, in der Tasse rühren, pusten, Tasse hinstellen, Cornflakes einfüllen und kauen, Ei aufschlagen und pellen, mit der Serviette wedeln, Brötchen aufschneiden und reinbeißen Beim zweiten Durchgang ohne Ton zeichnen Sie die eigene Vertonung der Szene wenn mög - lich mit der Videokamera auf. Filmen Sie das laufende Fernsehbild und zeichnen Sie gleich zeitig die selbst gemachten Geräusche mit auf. Jetzt können alle die eigene Vertonung hören. Zum Vergleich können alle den Film noch einmal stumm»hören«. Erst danach hören alle die lustige Vertonung. Sie zeigt, dass der Kreativität und dem Spaß am Geräuschemachen keine Grenzen gesetzt sind. [ Länge: 3:10 Minuten ] Medien kreativ einsetzen Fernsehen wird gemacht! Medienwerkzeuge selbst auszuprobieren, hilft,»fernsehcodes«zu entschlüsseln. Verschiedene Darstellungsformen kreativ zu nutzen, hilft, die Wirkungsweisen des Fernsehens besser zu verstehen. Selbst kreativ zu werden, ist praktisch angewandtes Medienwissen: Ermuntern Sie die Kinder, mit der Fotokamera, dem Kassettenrekorder und der Videokamera selbst zu experimentieren. Das macht Spaß und vermittelt Know-how: Durch die Auseinandersetzung mit dem, was ich selbst abbilden möchte, wächst der Anspruch an das, was mir im Fern sehen geboten wird! DVD Grimassen schneiden mit Tanja und André (Film 7) Hier geht es darum, mitzumachen und sich vor der Kamera selbst zu inszenieren. Sehen Sie sich die Szene gemeinsam mit den Kindern an und motivieren Sie die Kinder mit zumachen. Anschließend können sich alle vor der Kamera selbst inszenieren und ihre besten Grimas sen vorführen. Wie sehen fröhliche, traurige, müde, freche, erschrockene, beleidigte Gesichter aus? [ Länge: 1:27 Min. ] Bilder machen mit dem Fotoapparat Sich und andere zu fotografieren, macht deutlich: Ein Foto ist ein Abbild, es ist nicht»echt«. Fordern Sie die Kinder auf, Fotos von sich selbst und von ihrer Umwelt zu machen! Sie können allein oder zu zweit auf Bildersuche gehen. Gut ist eine Aufgabenstellung, zum Beispiel die Freundinnen und Freunde, die Familie, den Spielplatz oder das Lieblingstier abzulichten. Am PC oder am Fernseh monitor können alle Kinder anschließend die Bilder betrachten, darüber sprechen und sie bearbeiten. Töne sammeln Nehmen Sie mit den Kindern Töne auf: die eigene Stimme, Geräusche in der Kita usw. Hören Sie sich diese Geräusche gemeinsam mit den Kindern an und rätseln Sie: Welches Geräusch oder welche Stimme ist zu hören?

41 wdr Bilderrätsel mit der Videokamera entwerfen Bilden Sie Kleingruppen und ziehen Sie mit der Kamera los. Die Kinder suchen ein Detail, zum Beispiel eine Schraube am Stuhl, das Ohr eines Kindes, die Struktur des Teppichs. Die Kamera ganz nah an das ausgesuchte Objekt halten und etwa zehn Sekunden lang aufzeichnen. Die Kamera nicht abschalten und nun weiter vom Objekt entfernen: Der ganze Gegenstand wird sichtbar. In der Gruppe wird die Kamera wieder an den Monitor angeschlossen und nun können alle gemeinsam rätseln, was zu sehen ist. Evtl. Bild anhalten mit»pause«. Was uns bewegt: Nachrichten sprechen Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern, welche»neuigkeiten«es aus der Einrichtung gerade zu vermelden gibt, zum Beispiel ein neues Spielgerät im Hof, eine Geburtstagsfeier, einen Ausflug, das Wetter, ein fehlendes Kind. Die Nachrichten werden reihum von»nachrichtensprechern«im Pappfernseher oder per»direktübertragung«durch Kamera und Fernseher vorgetragen. So viele Knöpfe! Die Videotechnik kennenlernen! Kamera, Kabel, Fernseher, Akkuladegerät, Fernbedienung, ein Stativ, eine Videokassette, ein Mikrofon: alles liegt ausgebreitet auf dem Tisch. Überlegen Sie gemeinsam, wie die Geräte heißen und wozu sie da sind. Am Ende sollte die Technik fertig aufgebaut sein, der nächste Schritt kann folgen.»live«wir sind im Fernsehen Die Kamera mit dem Fernsehmonitor verkabeln, sodass das Kamerabild auf dem Monitor zu sehen ist. Ein langes Videokabel ist beim Aufbau hilfreich. Ist die»direktübertragung«aufgebaut, können die Kinder sich selbst im Fernsehen sehen. Sie können ausprobieren, vor der Linse herumalbern oder etwas vorspielen. Wie sieht das denn aus? Probieren Sie alles aus: verschiedene Kameraeinstellungen, Perspektiven, schnelle und langsame Zooms und Schwenks. Alle Kinder können die Darstellung auf dem Fernsehmonitor sehen: Dort erscheint ein möglicherweise verzerrtes Abbild von Personen und der Umgebung: Das sieht ja aus, als hätte Marie riesige Ohren! Oskar sieht ja ganz klein aus! Das kommt ja ganz nah ran und wird immer größer! Stellen Sie jeweils den direkten Vergleich an: Wie sieht er/sie/es denn in Wirklichkeit aus? Wie wirkt die gefilmte Version? Mit welchen Mitteln kann ich welche Wirkung erzielen? DVD Spaziergang im Blue-Box-Studio (Film 8) Wirkungsweise von Bild und Ton Übung für Kinder zwischen fünf und sechs Jahren: Tanja und André machen einen kleinen Spaziergang. Eingefügte Hintergründe, Toneffekte und Musik machen aus ein und demselben Gang durch das blaue Studio ganz unterschiedliche Situationen. 8 a) Blaues Studio Schauen Sie sich die Szene mit den Kindern gemeinsam an und fordern Sie die Kinder auf, zu benennen, was zu sehen ist: Was machen Tanja und André? Wo befinden sie sich? Zur Erklärung: Sie bewegen sich in einem Blue-Box-Studio, auf dessen blaue Wände man unterschiedliche Hintergründe einfügen kann. 8 b) Blumenwiese Hier haben wir den Hintergrund verändert, Musik und Naturgeräusche unterlegt und schon entsteht der Eindruck, Tanja und André würden über eine Blumenwiese spazieren. Das ist jedoch nur ein Fernsehtrick. Zeigen Sie den Kindern diese Version. Lassen Sie die Kinder beschreiben: Was hat sich verändert? Was siehst du? Welche Geräusche/Musik hörst du? 8 c) Gruselwald Auch hier sind Hintergrund, Geräusche und Musik verändert: Tanja und André laufen jetzt durch einen düsteren Wald. Schauen Sie auch diese Version mit den Kindern gemeinsam an und helfen Sie ihnen, alle Veränderungen zu benennen. 8 d) Blumenwiese mit Zwischenschnitten 8 e) Gruselwald mit Zwischenschnitten In diese beiden Varianten der Szene haben wir Nahaufnahmen von Tieren und Blumen eingeschnitten, die Tanja und André auf ihrem Spaziergang vermeintlich entdecken. Der Eindruck, Tanja und André seien wirklich auf einer Sommerwiese oder in einem düsteren Wald, verstärkt sich durch die Montage der Bilder. Auf diese Weise entsteht ein Film! [ Länge: je 1:30 Minuten ] 41 fernsehen

42 FERNSEHEN KOPIERVORLAGEN Smileyspiel cd cd-rom dvd 1 prima 4 traurig 2 geht so 5 gruselig 3 doof 6 langweilig A 42 fernsehen

43 FERNSEHEN KOPIERVORLAGEN Kameraeinstellungen cd cd-rom dvd Totale Man sieht die ganze Szene, hat also einen guten Überblick über die Person oder die Personen, aber auch über die ganze Situation. Nah Man sieht nur den Kopf. Die Mimik ist gut zu erkennen. A 43 fernsehen Halbtotale Man erkennt die Körperhaltung gut, sieht aber auch etwas von der Umwelt. Detail Die Kamera ist so nah herangezoomt, dass man einen kleinen Teil des Gesichts ganz genau sehen kann, zum Beispiel die Augen. Halbnah Man sieht die Figur bis zu den Oberschenkeln. Man erkennt nicht nur die Mimik gut, sondern auch die Körperhaltung mit Gesten.

44 FERNSEHEN KOPIERVORLAGEN Kameraperspektiven cd cd-rom dvd A 44 Froschperspektive Man sieht die Welt von unten aus der Perspektive eines Frosches. fernsehen Vogelperspektive Man sieht die Welt von oben aus der Perspektive eines fliegenden Vogels.

45 Computer und Internet im 3Kindergarten

46 Mauritius 46 computer und internet Computer und Internet im Kindergarten: Computer und Internet für Kinder alltägliche Medien Computer und Internet sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die meisten Familien haben Computer mit Internetzugang, Tablet-PCs oder Smartphones. Die Geräte werden auch von den Kindern rege und vielfältig genutzt. Je älter die Kinder sind, desto mehr surfen und spielen sie am Computer. Der Computer in der Kita Je früher Kinder den kreativen, aktiven und kritischen Umgang mit Computer und Internet lernen, desto größer ist die Chance, dass sie nicht von dem riesigen Angebot überwältigt werden. Der Kindergarten kann diesen wichtigen Lernprozess unterstützen, indem er den Computer zum Thema macht. Kinder können auf der programmbegleitenden Internetseite spielen, rätseln, basteln und Filme anschauen. So sind hier erste sichere und eigenständige Schritte im Internet möglich. Das Onlineangebot ist ganz gezielt auf die Bedürfnisse von Vorschulkindern zugeschnitten, das beginnt schon mit der Navigation. Symbole und gesprochene Texte statt Schrift erlauben es den Kindern, sich intuitiv zu bewegen. Die»Elternseiten«bieten Hintergrundinfos, praktische Anregungen und Tipps zum Umgang mit dem Computer. Auf können sich Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher über das laufende Programm informieren. Für Kinder gibt es Mitmachaktionen, Videos und Hörbeispiele. Wer die Seite öffnet, kommt direkt ins Kinderzimmer von Steffi und Jakob, in dem die beiden bekanntesten Protagonisten der Bärenbude, die Kuschelbären Johannes und Stachel, zu Hause sind. Hier gibt es für die Kinder viel auszuprobieren: Hinter den verschiedenen Gegenständen verbergen sich Sounds, kleine Gimmicks oder Informationen zum Programm. ist die Seite des Kinderradiokanals KiRaKa und die übergeordnete Seite des wdr-kinderfunks. Wer sich hier reinklickt, hört direkt den KiRaKa, der täglich zwischen 6.00 und Uhr hochwertiges Programm für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren sendet. Zum Programm gehören zum Beispiel die Bärenbude und Spielplatz für die jüngeren, wdr 5 Kiraka oder Herzfunk spezial

47 Mauritius für die älteren Kinder. Was wann läuft, steht im Programmplan auf der Seite. Außerdem gibt es zahlreiche Beiträge Nachrichten, Reportagen, Comedys auch auf Abruf. Viele davon sind mit Spielen wie Memory, Puzzle oder Quiz verbunden. Erste Forschungsergebnisse Es gibt einige, wenn auch wenige wissenschaftliche Untersuchungen, die sich dem Spiel-und-Lern-Computer im Kindergartenalltag widmen. Sie erweisen vor allem, dass qualitativ hochwertige Computerspiele, die in kleinen Gruppen gespielt werden, den Erfahrungshorizont der Kindergartenkinder bereichern. Lernen mit Spaß Den meisten Kindern macht das Spiel mit dem Computer und im Internet großen Spaß; es regt sie zu vielfältigen Lernerfahrungen an. Im Umgang mit dem Gerät oder geeigneter Software erwerben Kinder technisches Grundwissen. Pädagogisch wertvolle Computerspiele fördern: Soziale Kompetenz: Das Spiel in der Gruppe fordert die Kinder heraus, gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen. Sie müssen sich beim Bedienen der Maus abwechseln und erklären sich gegenseitig Funktionen und Handhabung der Hard- und Software. Emotionale Kompetenz: Die Kinder lernen, kleine Frustrationserlebnisse auszuhalten sowie Geduld und Ausdauer zu trainieren. Sie müssen neugierig sein, um Lösungen zu finden, und erfahren Freude und Stolz bei Erfolgserlebnissen. Kognitive und sensomotorische Kompetenzen: Kinder erlernen relativ schnell die zum Bedienen von Tastatur und Maus nötige Hand-Augen-Koordination. Je nach Spielinhalt werden zudem Sprachvermögen, Orientierungssinn, Gedächtnis, Kombinationsvermögen, Kon zentration und Problemlösungskompetenzen geför dert. Ästhetisch-sinnliche Kompetenzen: Die Kinder reagierten nachweislich aktiv mit Fantasie und Kreativität auf die Angebote: Sie sangen mit, tanzten, spielten nach oder bearbeiteten Bilder, die sie vorher am Computer gemalt hatten. Kinder sind beim Computerspielen aktiv Bei den Untersuchungen zeigten die Kinder ein auffällig aktives Nutzungsverhalten. Der Computer in Kindertageseinrichtungen führte nicht zu Isolation und Vereinsamung, sondern beförderte Kommunikation und Kooperation in der Gruppe. Er verdrängte jedoch nicht die übrigen Spielangebote und auch andere Tätigkeiten wurden nicht vernachlässigt. Natürliches Interesse für das Medium In ihrer natürlichen Neugier nehmen kleine Kinder ihre Umwelt so auf, wie sie ist. Dabei unterscheiden sie zunächst nicht zwischen natürlichen und künstlichen Phänomenen. Sie sind noch nicht in der Lage zu erkennen, dass der Computer von einem Programm gesteuert wird. Ein Schritt hin zu mehr Medienkompetenz bedeutet auch, den Kindern den Computer spielerisch und behutsam als Werkzeug vorzustellen, das uns die unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Vielfältige Möglichkeiten Der Computer kann vielseitig in der Kita eingesetzt werden. Nach Professor Stefan Aufenanger bietet er folgende pädagogische Potenziale: als Werkzeug, um Daten und Medien einzugeben zum Lernen mithilfe von Lernsoftware und sogenannten Edutainmentprogrammen als Lerngegenstand, an dem sich Medienkompetenz erwerben lässt zur Kommunikation via Internet, , Chats usw. mit Simulationsprogrammen, die etwa naturwissenschaftliche Prozesse darstellen zum kreativen Arbeiten mit Mal- oder Bildbearbeitungssoftware zum Spielen Versuchen Sie, mit den Kindern über die Möglichkeiten des Computers ins Gespräch zu kommen. Folgende Praxisanregungen bieten einen guten Rahmen dafür: 47 computer und internet

48 wdr/sarah Dietsche 48 computer und internet Praxisanregungen Rahmenbedingungen im Team klären Zum Einstieg in die Computerarbeit in der Kita stellen sich grundlegende Fragen: Welche unterschiedlichen Haltungen zum Computereinsatz gibt es im Team? Welchen Stellenwert soll die Computerarbeit in unserer Kita haben? Wer übernimmt dafür die Verantwortung? Wo platzieren wir unseren Computer: Gibt es einen zentralen Raum oder mobile Stationen, an denen die Kinder selbstständig arbeiten können? Dürfen die Kinder nur im Rahmen eines Projektes an den Computer oder soll es eine tägliche Computerzeit geben? Dürfen die Kinder den Computer alleine oder nur in einer Gruppe nutzen? Welche Inhalte wollen wir den Kindern künftig am Computer bereitstellen? Entdeckungsreisen in die Computerwelt Vor dem Start des ersten Computerprojektes ist es sinnvoll, sich gemeinsam in einem Erzählkreis über den jeweiligen Kenntnis- und Erfahrungshorizont der Kinder mit PC und Internet auszutauschen: Wer hat zu Hause einen Computer und darf ihn nutzen? Wie wird der Computer genutzt? Was kann man mit einem Computer machen? Welche Teile gehören zu einem Computer? Computer kennenlernen Schauen Sie sich gemeinsam mit den Kindern einen Computer und das Zubehör wie Maus, Monitor, Kabel, Lautsprecher etc. an und überlegen Sie zusammen, welche Funktionen die einzelnen Dinge haben. Lassen Sie die Kinder beispielsweise den Computer, Drucker oder Scanner an- und ausschalten. Im nächsten Schritt können Sie einen (alten) Computer öffnen und sich das Innenleben genauer betrachten. Dabei können Sie erste technische Grundlagen vermitteln. Viel Spaß macht es auch, wenn die Kinder aus verschiedenen Materialien ihren eigenen Computer nachbauen. Mal- und Gestaltungsprogramme Für erste Entdeckungsreisen am Computer eignen sich Mal- und Gestaltungsprogramme gut. Meist gehören sie schon zur Grundausstattung eines Betriebssystems. Ein altersgerechtes Malspiel finden Sie auch auf Kinder können mithilfe dieser Programme einzeln oder in Gruppen eigene Bilder gestalten, speichern und auch ausdrucken. So können sie das am Bildschirm Erschaffene festhalten und auch außerhalb des Computers mit Schere, Klebstoff, Stiften etc. weiterbearbeiten. Am Computer gestaltete Bilder können mit von Hand gemalten verglichen werden. Was ist hier anders? Was geht mit dem Computer besser als mit realen Mal- und Bastelwerkzeugen und umgekehrt? Eigene Bilder bearbeiten Mit vielen Bildbearbeitungsprogrammen lassen sich eigene Fotos bearbeiten. Kostenlose Testversionen professioneller Bildbearbeitungsprogramme können im Internet heruntergeladen werden. Die Kinder fotografieren sich gegenseitig und ein Erwachsener hilft ihnen, die Bilder auf dem Computer zu speichern. Anschließend werden sie in dem Bildbearbeitungsprogramm geöffnet und mit den verschiedenen Werkzeugen bearbeitet. Gemeinsam kann die Gruppe ein Fotoalbum mit»vorher-nachher-bildern«oder eine vorher ausgedachte Bildergeschichte erstellen. Die ausführlichen Quellenangaben zu diesem Text finden Sie auf S. 50.

49 wdr/sarah Dietsche Computerregeln 1 Altersgerechte Angebote auswählen Kinder sollten die Softwareinstallation sowie die Spieleinführung unkompliziert selbst bewerkstelligen können. Außerdem sollten alle Spielfunktionen selbsterklärend und intuitiv zu erkennen sein. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Spiel jederzeit unterbrochen und später fortgesetzt werden kann. Generell können Sie darauf achten, dass die Rahmenhandlung und die Aufgaben an die Erfahrungswelt der Kinder anknüpfen. 2 Machen Sie sich mit dem Angebot vertraut Schauen Sie sich die Internetseite oder das Computerspiel in Ruhe an, bevor Sie die Kinder damit spielen lassen, und machen Sie sich selbst mit den Inhalten vertraut. So können Sie auf Fragen adäquat reagieren und gegebenenfalls kleine Hilfestellungen geben. 3 Computern Sie gemeinsam Gerade Internetneulinge sollen bei ihren Ausflügen ins Netz begleitet werden! Ähnlich wie auf der Straße, gibt es Gefahren auch im Internet. Besonders viel Spaß macht die Computernutzung mit Gleichaltrigen. 4 Nehmen Sie sich für die ersten Sitzungen Zeit Kinder sollen sich Schritt für Schritt mit dem Medium vertraut machen und spielerisch erste Erfahrungen damit sammeln. Kleine Kinder müssen den Umgang mit Maus und Tastatur erst noch lernen und brauchen gerade am Anfang etwas Zeit, um die nötige Feinmotorik und Hand-Augen-Koordination zu entwickeln. 5 Zeitliche Grenzen setzen Mit dem Computer zu spielen, macht Spaß! Und das soll es auch, denn so lernen Kinder ganz nebenbei. Machen Sie den Kindern klar, dass die Computernutzung zeitlich beschränkt ist, bevor Sie den Computer anschalten. Ein Wecker oder eine Sanduhr hilft. Empfohlen werden für Vorschulkinder höchstens 15 bis 30 Minuten am Stück, maximal 2- bis 3-mal in der Woche. 6 Intuitives Entdecken Durch ihre natürliche Neugier können sich kleine Kinder den Umgang mit Maus und Tastatur sowie die Funktionsweise des jeweiligen Spiels selbst aneignen. Sie entwickeln mehr Lösungskompetenz und Kreativität, wenn man ihnen die Möglichkeit lässt, einige Funktionen selbst zu entdecken. 7 Leistungsdruck vermeiden Beobachten Sie die Kinder: Jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo und reagiert ganz individuell auf mediale Angebote. Jedes Kind braucht kleine Hilfestellungen, Anerkennung und Lob. 8 Ganzheitlich lernen Kinder brauchen elementare Erfahrungen, bei denen sie die Welt mit allen Sinnen entdecken. Sprechen Sie mit den Kindern über das Computerangebot und ermuntern Sie sie, in der realen Welt weiterzuspielen. So macht das spielerische Lernen besonders viel Spaß. 49 computer und internet

50 50 literaturhinweise, quellen, cd- und dvd-inhalte LITERATURHINWEISE Dujmovic, Sandra/Lang, Joachim (Hg.) (2008): Clever einschalten! Wie Film und Fernsehen funktionieren. Südwestrundfunk Tigerenten Club, Stuttgart. Eder, Sabine/Orywal, Christiane/Roboom, Susanne (2008): Pixel, Zoom und Mikrofon. Medienbildung in der Kita. Vistas, Berlin. Eder, Sabine/Roboom, Susanne (Hg.) (2004): Video, Compi und Co. Über den Einsatz von Medien in der Kita. GMK-Verlag, Bielefeld. Fthenakis, W. E. (Hg.) (2009): Natur-Wissen schaffen. Band 5: Frühe Medienbildung. Bildungsverlag EINS, Troisdorf. Heinzelmann, Herbert (2001): Was ist was: Fernsehen. Bd Tessloff Verlag, Nürnberg. Internationales Zentralinstitut für das Bildungsfernsehen IZI (Hg.): Fernsehen für Fernsehanfänger. TelevIZIon Heft 20/2007. Marci-Boehncke, Gudrun/Rath, Matthias (2010): Medienkompetenz für ErzieherInnen II. Ein Handbuch für die konvergente Medienpraxis in der frühen Bildung. kopaed, München. Merks, Karina/Merks, Romana/Puy-Merks, Alexander (2004): Genau hinsehen beim Fernsehen. Verantwortungsbewusste Medienerziehung. Verlag an der Ruhr, Mülheim. Neuß, Norbert/Pohl, Mirko/Zipf, Jürgen (2003): Erlebnisland Fernsehen Medienerlebnisse im Kindergarten aufgreifen, gestalten, reflektieren. kopaed, München. Rogge, Jan-Uwe (2005): Kinder können fernsehen. Vom sinnvollen Umgang mit dem Medium. rororo, Reinbek. Schill, Wolfgang/Linke, Jürgen/Wiedemann, Dieter (Hg.) (2004): Kinder & Radio. kopaed, München. Six, Ulrike/Frey, Christoph/Gimmler, Roland (2007): Die Förderung von Medienkompetenz im Kindergarten. Eine empirische Studie. Schriftenreihe Medienforschung der lfm NRW, Bd. 57. Vistas, Berlin S QUELLEN Aufenanger, Stefan (2005): Stichwort Computer. In: Hüther, Jürgen/Schorb, Bernd (Hrsg.): Grundbegriffe Medienpädagogik, 4. Aufl. München, S Aufenanger, Stefan u. a. (2008): Vorschulkinder und Computer. Sozialisationseffekte und pädagogische Handlungsmöglichkeiten in Tageseinrichtungen für Kinder. Studie im Auftrag der LPR Hessen, Kassel. Braun, Daniela (2000): Lasst die Kinder an die Maus! Wie Kinder in der Kita mit Computern umgehen. Freiburg. Fritz, Jürgen: Spiele fördern, was sie fordern , Interview vom Gerlach, Fritz u. a. (2008): Computerarbeit in Kindertageseinrichtungen. Handreichungen für die Praxis. Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Kassel. KIM-Studie Kinder und Medien, Computer und Internet. Stuttgart. Neuß, Norbert (2001), Computereinsatz in Kinder tagestätten, erschienen in: Medien praktisch (2), S Palme, Hans-Jürgen (1999): Computern im Kindergarten. Was Kinder am Computer spannend finden und wie Erzieherinnen damit umgehen können. München INHALT DER CD CD zum Bärenbude Klassenzauber 1. Bärenbude Vorspann [ 0:13 ] 2. Erwin Grosche: Gleich geht s rund [ 2:43 ] 3. Erwin Grosche: Radiolied [ 3:22 ] 4. Kuschelbären: Johannes-und-Stachel-Lied [ 2:15 ] 5. Kuschelbären: Johannes-und-Stachel-Lied (Instrumentalversion) [ 1:57 ] 6. Erwin Grosche: Glück, das kann man hören [ 3:05 ] 7. Kuschelbären: Regenwurm [ 2:53 ] 8. Kuschelbären: Krach machen [ 1:35 ] 9. Kuschelbären: Novembär [ 2:36 ] 10. Fernohr: Ägypten [ 1:24 ] 11. Fernohr: Bauernhof in Italien [ 1:43 ] 12. Ohrenkino: Im Galopp durch Feld und Wald [ 1:09 ] 13. Musik fürs Ohrenkino: [ Edvard Grieg: Morgenstimmung, aus Peer-Gynt-Suite, 4:04 ] 14. Erwin Grosche und die Kuschelbären: Wir sagen Tschüss [ 2:18 ] INHALT DER DVD DVD zur Sendung mit dem Elefanten 1. Die Sendung mit dem Elefanten Folge 76 mit Elternticker [ 24:30 ] 2. Kaleidoskop Schuh Sehübung zum Mitraten [ 1:13 ] 3. Rätsel Wolke Sehübung zum Mitraten [ 0:48 ] 4. Nah dran weit weg Kameraeinstellungen und Perspektiven [ 2:00 ] 5. Spot Klingelbusch Hörübung: Wirkung von Musik [ je 1:00 ] Spot 5 a) ohne Musik 5 b) mit Originalvertonung 5 c) mit trauriger Musik 5 d) mit dramatischer Musik 6 Frühstück mit André Film selbst vertonen [ je 2:30 ] 6 a) mit Originalgeräuschen 6 b) ohne Ton 6 c) lustig vertont 7 Grimassen schneiden mit Tanja und André Mitmachen und sich selbst inszenieren [ 1:27 ] 8 Spaziergang im Blue-Box-Studio Wirkungsweise von Bild und Ton Übung für ältere Kinder [ je 1:30 ] 8 a) Blaues Studio 8 b) Blumenwiese 8 c) Gruselwald 8 d) Blumenwiese mit Zwischenschnitten 8 e) Gruselwald mit Zwischenschnitten

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