1 99 % Häufigkeit und Einteilung der Schlafstörungen. Häufigkeit von Schlafstörungen

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1 Häufigkeit und Einteilung der Schlafstörungen Patientenkongress Berlin, Peter Geisler Schlafmedizinisches Zentrum Psychiatrische Universitätsklinik am Bezirksklinikum Regensburg Häufigkeit von Schlafstörungen 1 99 % Psychophysiologische Insomnie: 1 2 % (ICSD-2) Behandlungsbedürftige Schlafstörung: % (DGSM) Gelegentliche Schlafstörung: fast 100 % Foto: J. Zulley % (n = 212) Schlafstörungen eine chronische Erkrankung bis 1/2 Jahr 1/2 bis 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 bis 10 Jahre > 10 Jahre Zeit vom Beschwerdebeginn bis zur Vorstellung in der Schlafambulanz n = 212; Zörner, Geisler et al. Klassifikation der Schlafstörungen (ASDC 1979) Diagnostic Classification of Sleep and Arousal Disorders I. Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnien) II. Störungen mit Tagesschläfrigkeit (Hypersomnien) III. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (zirkadiane Rhythmusstörungen) IV. Schlafgebundene Störungen (Parasomnien)

2 Gliederung der ICSD-2 (2005) ICSD-2 (2005) 1. Insomnien 2. Schlafbezogene Atmungsstörungen 3. Hypersomnien 4. Zirkadiane Rhythmusstörungen 5. Parasomnien 6. Schlafbezogene Bewegungsstörungen 7. Isolierte Symptome, Normvarianten Andere Schlafstörungen 9. Anhang: Schlafstörungen bei anderen Erkrankungen 10. Anhang: Psychiatrische Erkrankungen (Differentialdiagnosen) Insomnien Akute Insomnie (Anpassungsinsomnie) % Psychophysiologische und idiopathische Insomnie 1 2 % Paradoxe Insomnie 0,1 %? Insomnie durch Drogen oder Substanzen Insomnie durch Drogen und Substanzen Stimulanzien, Koffein, Nikotin Illegale Drogen Medikamente (Antihypertensiva, Cortison, Theophyllin...) Alkohol Umweltgifte, Allergene

3 Schlafbezogene Atmungsstörungen Gestörte Atmung im Schlaf Zentrale Schlafapnoe Obstruktive Schlafapnoe Schlafapnoe Definition Atempausen im Schlaf Mehr als 5 pro Stunde Schlaf Länger als 10 Sekunden Müdigkeit am Tage oder Schlafstörungen Obstruktive Atemstörungen im Schlaf Schnarchen Obstruktives Schnarchen ( Upper Airway Resistance Syndrom ) Hypopnoen Schlafapnoe-Syndrom

4 Häufigkeit Schlafbezogene Atemstörungen und kardiovaskuläre Erkrankungen Schnarchen: % aller erwachsenen Männer und aller Frauen nach der Menopause Hypertension Behandlungsresistente HT Schlaganfall 60 Schlafapnoe: 1 5 % der erwachsenen Männer, Männer 4 10 mal häufiger betroffen als Frauen Koronare Herzerkrankung Herzversagen (kongestiv) % patients of disease population with SDB Source: Bradley TD (ed), Floras JS (ed.). Sleep apnea: Implications in Cardiovascular Disease. Lung and Biology in Health and Disease V, I45. Marcel Dekker; Inc, New York; Hypersomnien Narkolepsie mit / ohne Kataplexien 0,05 % Rezidivierende Hypersomnien Idiopathische Hypersomnie mit / ohne langer Schlafdauer Schlafmangelsyndrom (Verhaltensinduziert) Chronisches Schlafmangelsyndrom Schlafdauer unter Schlafbedarf Diagnostik: Schlafprotokoll Besserung durch längere Schlafdauer

5 Schlafmangelsyndrom Auslöser Doppelbelastung Berufstätige Hausfrauen Nebenerwerbslandwirte Hoher Schlafbedarf relativer Schlafmangel Dekompensation durch zunehmendes Alter leichte andere Schlafstörung (OSAS, PLMS) Parasomnien (Auswahl) Sprechen im Schlaf (Somniloquie) Schlafwandeln / Schlaftrunkenheit Pavor nocturnus Albtraum REM-Schlaf-Verhaltensstörung Somnambulismus Epidemiologie Prävalenz: % aller Kinder bei Erwachsenen: 1,4% (Cirignotta) - 2,5% (Bixler) Geschlechtspräferenz: Männer > Frauen Schlafbezogene Bewegungsstörungen Restless Legs Syndrom Periodische Bewegungen Schlafbezogene rhythmische Bewegungen (Jactatio) Einschlafmyoklonien Bruxismus

6 RLS: Diagnosekriterien der International Restless Legs Study Group (IRLSSG) 1. Bewegungsdrang, meist mit Missempfindungen der Extremitäten 2. Beginn oder Verschlechterung in Ruhe und im Schlaf 3. Besserung durch körperliche Aktivität 4. Verschlechterung am Abend und in der Nacht Allen et al. Sleep Med , 2003 Restless Legs Syndrom - Häufigkeit Gesamtbevölkerung : 0,6 10,6 % in Regensburg : 8 % (IRLSSG-Kriterien) im Alter zunehmend Prävalenz eines mittelschweren oder schweren RLS (%) 0,3 1,0 2,0 3,3 Deutsche Auswertung der REST-Studie (Hening W et al. Sleep Medicine 2004 / GSK, Data on File) 3,5 5, Altersgruppen Einschlafmyoklonie Einschlafmyoklonie Gutartige, nicht-epileptische, zuckende Muskelaktivität beim Einschlafen einzelne Muskelgruppen oder fast der ganze Körper betroffen Wenn sehr ausgeprägt: Einschlafstörung Sehr häufig (60 70 % der Bevölkerung)

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