Infopaket zum Thema Flüchtlinge

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1 Infopaket zum Thema Flüchtlinge

2 Liebe SKJ lerinnen und SKJ ler, seit nunmehr einigen Jahren begegnet uns das Thema Flüchtlinge im Alltag immer wieder, entweder weil wir etwas in den Nachrichten dazu sehen oder in der Zeitung davon lesen oder weil wir direkt auf der Straße Menschen begegnen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen und bis nach Südtirol gekommen sind. Gerade weil zu diesem Thema sehr viel geredet wird, aber nicht allzu viel passiert, wollen wir uns als junge, christliche und solidarische Menschen konkret für Flüchtlinge einsetzen. Bereits mit geringem Aufwand können wir nämlich einen großen Beitrag leisten und konkret helfen, wo Hilfe benötigt wird. Auf fremde Menschen zuzugehen und sie kennenzulernen ist eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance, unseren Horizont zu erweitern. In dieser Broschüre findet ihr jede Menge Informationen sowie Ideen und Vorschläge, was ihr als Ortsgruppe alles MIT und FÜR Flüchtlinge unternehmen könnt. Unterstützung dabei erhaltet ihr direkt aus dem SKJ Büro. Wir freuen uns auf eure Initiativen und Beiträge! Eure SKJ-Landesleitung

3 Am Puls der Zeit Menschen auf der Flucht In den letzten Jahren haben aufflammende Konflikte immer mehr Menschen gezwungen, ihre Heimat fluchtartig zu verlassen und sich unter Lebensgefahr auf die Suche nach mehr Sicherheit zu machen waren laut den Vereinten Nationen weltweit knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht, weil sie wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung verfolgt wurden. Die jüngsten Flüchtlingswellen nach Europa sind vor allem durch die Bürgerkriege in Libyen und Syrien ausgelöst worden. In beiden Ländern haben seit 2011 Gewalt und Zerstörung Hunderttausenden das Leben gekostet und Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Um dem sicheren Tod zu entkommen, riskieren viele von ihnen die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Andere versuchen, über das Festland nach Europa zu gelangen, stoßen aber immer wieder auf Grenzzäune und Widerstand. Krieg und Verfolgung sind natürlich nicht die einzigen Gründe, warum sich jemand flüchtet. Wenn Menschen aus anderen Gründen ihr Heimatland verlassen, beispielsweise weil es in einem wirtschaftlich benachteiligten Teil der Welt liegt, wo die Menschen an Hunger leiden, und sie sich auf die Suche nach einem besseren Leben machen wollen, dann spricht man von Migranten. Laut der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 hat jeder Mensch das Recht, in anderen Ländern Schutz vor Verfolgung zu suchen. Diesen Schutz nennt man Asyl. Für jeden Menschen, der um Asyl bittet, entscheidet eine eigens dafür vorgesehene Kommission, ob diesem Menschen Asyl gewährt wird oder nicht. Wie kommen Flüchtlinge nach Südtirol? Die Flüchtlinge, die über das Mittelmeer oder auf anderen Wegen nach Italien kommen, werden zunächst registriert und dann vom Innenministerium in Rom auf das ganze Staatsgebiet verteilt. Südtirol hat im Zuge dieser Flüchtlingswellen insgesamt 2000 Flüchtlinge aufgenommen. Davon sind aber viele wieder weggezogen, meistens um zu versuchen, über den Brenner nach Norden zu gelangen. Aktuell sind deshalb nur 850 Flüchtlinge in Südtirol, die von der Caritas der Diözese Bozen-Brixen und vom Verein Volontarius betreut werden. Die Herkunftsländer dieser Menschen sind Afghanistan, Irak, Mali, Senegal, Nigeria, Eritrea und Bangladesch. Aus Syrien kommen zurzeit nur sehr wenige bis gar keine Menschen nach Italien. Welche Bedürfnisse haben diese Menschen? Flüchtlinge suchen vor allem Frieden. Sie fliehen vor Krieg, Terror und Elend, in der Hoffnung, einen Platz zu finden, wo sie leben können, ohne ständig um ihr Leben bangen zu müssen. In Südtirol herrscht glücklicherweise Frieden. Trotzdem wird oft schlecht über Flüchtlinge geredet, wird ihnen misstraut und das Gefühl vermittelt, nicht willkommen zu sein. Aus diesem Grund fühlen sie sich oft sehr einsam und verlassen. Wenn Menschen aber versuchen, ihnen mit Vertrauen und Wohlwollen zu begegnen, werden sie merken, dass diese Menschen genauso wie sie Stärken und Schwächen, Interessen und Hobbies haben und viele Geschichten aus ihrem Leben erzählen können.

4 Als Ortsgruppe könnt ihr einen wichtigen Beitrag für die Flüchtlinge leisten. Zum einen ist es uns als Südtirols Katholische Jugend wichtig für dieses Thema zu sensibilisieren und zum anderen ist es uns ein Anliegen, Aktionen mit und für Flüchtlinge zu machen. Auf den folgenden Seiten haben wir ein paar Vorschläge für euch, welche ihr mit euren Ortsgruppen durchführen könnt. Unterstützung vom SKJ Büro Solltet ihr noch Fragen haben oder Unterstützung brauchen, könnt ihr euch gerne bei uns im Büro melden. Foto und kurzer Bericht Falls ihr eine Aktion macht, bitte schickt uns ein paar gute Fotos und einen kurzen Bericht, damit wir diesen auch veröffentlichen können. Bitte schickt es auf Spenden Gemeinsam mit der Katholischen Jungschar Südtirols sammeln wir alle Spenden, welche von den SKJ- und Jungschargruppen zusammenkommen und werden diese dann einem konkreten Flüchtlingsprojekt zukommen lassen. Bitte überweist das Geld auf folgendes Konto: Finanzielle Unterstützung Die SKJ Landesleitung stellt für Projekte MIT oder FÜR Flüchtlinge ein Budget von Euro zur Verfügung. Solltet ihr also Ausgaben für eine Aktion haben, so könnt ihr den Kassenbeleg (am besten eine Rechnung!) ans SKJ Büro schicken. Gebt dabei bitte den Namen der Ortsgruppe und den Rechnungsgrund an. Südtirols Katholische Jugend Grund: Hilfe für Flüchtlinge, Ortsgruppe XY Raiffeisenkasse Bozen IBAN: IT 63D Refugees Welcome Ab sofort habt ihr die Möglichkeit im SKJ-Büro Refugees welcome - T-Shirts zu erwerben. Dadurch könnt ihr eure flüchtlingsfreundliche Haltung sichtbar zeigen. Mit der Aktion möchten wir in privaten und öffentlichen Räumen ein Statement für eine offenherzige und unterstützende Haltung gegenüber asylsuchenden Menschen abgeben. Der Erlös aus dem Verkauf geht an ein konkretes Flüchtlingsprojekt.

5 Ideen für gemeinsame Aktionen mit Flüchtlingen

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8 Ideen für Aktionen zur finanziellen Unterstützung von Flüchtlingen

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