Workshop Nr.4 Wohnraum: Was es braucht, um neue Projekte zu bauen, umzubauen, zu vermieten

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1 Workshop Nr.4 Wohnraum: Was es braucht, um neue Projekte zu bauen, umzubauen, zu vermieten Kurzinfo zu den Referenten Burkhard Pawils Jörg-M. Meß Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg, Vorstandsvorsitzender Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg, Handlungsbevollmächtigter, Abteilungsleiter Vermietung auch in Zukunft sicher wohnen Seit über 50 Jahren gestaltet die Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg das Gesicht der Hansestadt Hamburg mit. Wir bieten Menschen Raum, in dem sie sich wohl und zuhause fühlen. Die Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg entstand durch die Fusion der FLUghafenWOhnungsbauGenossenschaft und dem Bauverein Nordmark. Die Geschichte der Nordmark reicht bis in das Jahr 1920 zurück. Wir verfügen in Hamburg derzeit über fast Wohnungen und zählen somit zu den mittelgroßen Genossenschaften in der Hansestadt. Rund Mitglieder schenken uns das Vertrauen. In Hamburg-Langenhorn beschritt die Genossenschaft erfolgreich neue Wege: Wohnprojekte/Baugemeinschaften und innovative Angebote für das Quartier Langenhorn Bärenhof unter einem Dach. Mit Erfolg fördert die Freie und Hansestadt Hamburg die Entstehung neuer genossenschaftlich ausgerichteter Wohnformen. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg, Amt für Wohnen, Stadtentwicklung und Bodenordnung, Agentur für Baugemeinschaften (BSU) stellt eigens Grundstücke für Wohngruppen/Baugemeinschaften zur Verfügung. Die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt (WK) fördert Baugemeinschaften im genossenschaftlichen Eigentum. Das Bauvorhaben, in dem die Wohngemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen liegt, wurde auch aus Mitteln des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) bezuschusst. Auf Grund des Modellcharakters wurde das Bauvorhaben auch in das Forschungsfeld Modelle genossenschaftlichen Wohnens Erschließen von Genossenschaftspotenzialen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) aufgenommen. ExWoSt ist ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Weitere Informationen unter Vor diesem wohnungspolitischen Hintergrund entstand im Stadtteil Hamburg-Langenhorn unter der Trägerschaft der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg ein Neubau mit neuen Wohnkonzepten aus vier innovativen Bausteinen: Eine Baugemeinschaft für die Generation 50 plus ( de olen Smugglers ) und eine Baugemeinschaft aus jungen Familien mit Kindern und Seniorenhaushalten ( die Tarpens ). Ergänzt wird dies durch eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für acht demenziell erkrankte Menschen und ein quartiersbezogenes Beratungs- und Service-Angebot für das Wohnen im Alter. Diese Dienstleistungen werden von einem Kooperationspartner, der Martha-Stiftung angeboten. Die Martha-Stiftung ist eine Einrichtung der Hamburger Altenhilfe mit über 100-jähriger Tradition.

2 Workshop Nr.4 Wohnraum: Was es braucht, um neue Projekte zu bauen, umzubauen, zu vermieten Die Wohngemeinschaft (WG) demenziell erkrankter Menschen ist ein ambulantes Angebot. Die WG wurde von der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg realisiert. Das Thema der demenziellen Erkrankungen gewinnt in der Gesellschaft und somit auch bei allen größeren Wohnungsunternehmen zunehmend an Bedeutung. Daher sollten sich Wohnungsbaugenossenschaften - als besonders mitgliederorientierte Unternehmen - dieser Herausforderung stellen. Aufgabe für die Zukunft wird sein, die bisherigen Angebote, wie z.b. Seniorenwohnungen mit Service, rollstuhlgerechte und barrierefreie Wohnungen, durch Dementen-WG s zu komplementieren. Mit acht individuellen Apartments liegt die Wohngemeinschaft im Hamburger Durchschnitt. Weniger Bewohner sollten es auch aus pflegewirtschaftlichen Gründen nicht sein. Die Realisierung der WG wurde durch die Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz mit einer besonderen Förderung unterstützt. Hierdurch konnte dem höheren technischen Standard der Wohneinheiten Rechnung getragen werden. Die individuellen Wohnräume sind funktional ausgestattet. Den WG-Mitgliedern stehen ebenfalls großzügige Gemeinschaftsbereiche und Freiflächen zur Verfügung. Die Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg tritt innerhalb der Wohngemeinschaft nicht als Vermieter auf, sondern hat einen Generalmietvertrag mit der Martha-Stiftung geschlossen. Hierdurch gibt die Genossenschaft die Vermietung und Betreuung in kompetente Hände ab, die sich mit demenziellen Erkrankungen besser auskennen als ein genossenschaftlicher Vermieter. In einem von den Angehörigen der zukünftigen WG-Mitgliedern gesteuerten Auswahlverfahren wurde ein ambulanter Pflegedienst ausgewählt, der für die Pflege innerhalb der Wohngemeinschaft zuständig ist. Unter mehreren Bewerbern wurde von den Angehörigen der Bewohnergruppe der Pflegedienst der Martha-Stiftung ausgewählt, da dieser aus ihrer Sicht ein schlüssiges Konzept vorlegte. Mit diesem Projektbeispiel ist die Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg die erste Baugenossenschaft in Hamburg, die sich diesem relativ neuen Angebot zuwendet und damit Genossenschaftsmitglieder fördert und diese mit neuen Organisationsformen und beispielhaften sozialen Angeboten bedient. Das geschieht nicht nur aus sozialen Gesichtspunkten, sondern auch aus wirtschaftlichen und zukunftsgerichteten Aspekten. Die Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg bietet sich als Partner für Baugemeinschaften und gemeinwesenorientierter Akteur in Hamburg an. Durch dieses Projekt verschafft sich die Genossenschaft auch Wettbewerbsvorteile. Die Altersgruppe 50 plus wird als Ressource und wertvoller Bestandteil einer stabilen, sozial engagierten Hausgemeinschaft geschätzt und gezielt angesprochen. Mit diesem besonderen Wohnangebot setzt die Genossenschaft die ursprünglichen Ziele der Genossenschaftsbewegung, bürgerliche Selbsthilfe und Selbstorganisation, in moderner Form um. Beteiligungsrechte der Baugemeinschaften im Planungsprozess, im Belegungsmanagement sowie bei Selbstverwaltungsaufgaben sind durch Kooperationsvereinbarungen vertraglich gesichert. So übernehmen die Baugemeinschaften die selbständige Verwaltung der Gemeinschaftsräume. Sie haben außerdem ein Mitspracherecht bei der Wohnungsnachbelegung. Die Bewohnerinnen und Bewohner gestalteten weitestgehend die Grundrisse, die Wohnungsausstattung, die Grün- und Freiflächen sowie das zukünftige Gemeinschaftsleben mit. In gemeinsamen Workshops trafen sich die Baugemeinschaften unter Moderation des Architekturbüros Prof. Dipl.-Ing. Beata Huke-Schubert (als Planungs- und Beteiligungsbüro) und der Genossenschaft, um ihre Wohnungen zu planen. Hierbei lernten sich die neuen Nachbarn immer besser kennen.

3 Workshop Nr.4 Wohnraum: Was es braucht, um neue Projekte zu bauen, umzubauen, zu vermieten Als Projektberater unterstützte die STATTBAU HAMBURG GmbH während der gesamten Planungs- und Bauphase erfolgreich die Baugemeinschaft de olen Smugglers. Klassische Wohnungsbaugenossenschaften mit ihren Potenzialen und Werten sowie dem Willen, diese zeitgemäß zu interpretieren, sind hervorragende Partner für Menschen, die neue Wohnformen realisieren wollen, dies aber aus eigener Kraft nicht schaffen. Zusätzlich können durch Beratungs- und Service-Angebote für das Wohnen im Alter Versorgungs- und Wohnqualitäten sowohl für Mitglieder in den umliegenden Quartieren der Genossenschaft als auch des gesamten Stadtteils verbessert werden. Der Neubau Bärenhof der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eg gibt wichtige Impulse für Wohnungsgenossenschaften, das Quartier und die Stadt Hamburg im Hinblick auf Kooperationsformen und neue Wohnkonzepte. Zur Institution Baugenossenschaft FLUWOG NORDMARK eg, Tannenstraße 62, Hamburg Tel.: uwog.de

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