Das österreichische Deutsch

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1 MASARYK UNIVERSITÄT IN BRÜNN Philosophische Fakultät Institut für Germanistik, Nordistik und Nederlandistik Bakkalaureatsarbeit Das österreichische Deutsch Bearbeitet von: Petr Šubrt Eingereicht von: PhDr. Anna Mikulová, Ph.D.

2 Ich erkläre hiermit, dass ich meine Bakkaulaureatsarbeit selbstständig ohne fremde Hilfe geschrieben habe, und dass ich nur die im Literaturverzeichnis angeführten Quellen verwendet habe.... 2

3 An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau PhDr. Anna Mikulová, Ph.D. herzlich bedanken. 3

4 Inhalt Einleitung Allgemeiner Teil Historischer Hintergrund Das österreichische Wörterbuch Sprachschichten in Österreich Gegenseitiger Einfluss der tschechischen Sprache und des österreichischen Deutsch Sprache und Identität in Österreich Linguistische Merkmale der österreichischen Standardsprache Österreichische Aussprachebesonderheiten Grammatik Wortschatz Das österreichische Amtsdeutsch Das österreichische Deutsch im Rahmen der EU Schluss.47 Literaturverzeichnis.49 Anhang 50 4

5 Einleitung Der Österreicher unterscheidet sich vom Deutschen durch die gemeinsame Sprache! 1 Dieser Satz kommt ursprünglich aus dem Englischen und soll auf die Vergleiche der amerikanischen und britischen Sprache aufmerksam machen. Es wurde wahrscheinlich von Karl Farkas auf die deutsch- österreichischen Verhältnisse angepasst und folglich mit großem Erfolg in seinem Kabarett vorgeführt. Dieses Zitat gestattet einen breiten Raum für Überlegungen darüber, wodurch sich die Sprache in Österreich von derer in Deutschland unterscheidet. Das Hauptthema meiner Arbeit stellt das österreichische Deutsch dar. Die deutsche Sprache wird in erster Linier in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich, in Lichtenstein und in der Schweiz gesprochen, was die unterschiedlichen Varianten des Deutschen entstehen lässt. In diesem Sinne wird sich mein Interesse auf die Ausprägung der deutschen Sprache in Österreich richten. Am Anfang werden die historischen Hintergründe und Einflüsse der anderen Sprachen skizziert, damit man sich das notwendige Vorwissen aneignen kann. Man berührt auch das Thema vom Zusammenhang der Sprache und Identität, was besonders in der heutigen Zeit eine große Rolle spielt. Im zweiten Teil werden vor allem die Besonderheiten in der Aussprache, im Wortschatz und in Grammatik untersucht, und zwar im Vergleich zum Binnendeutschen. Es wird insbesondere auf die Abweichungen der Sprachen in Österreich und Bundesrepublik Deutschland hingewiesen. Schließlich wird sich mein Augenmerk auf das österreichische Amtsdeutsch und österreichisches Deutsch im Rahmen der EU richten. Diese Gedankenfolge wird großteils im Rahmen der Standardsprache vorgenommen, d.h. die Schriftsprache und ihre mündliche Realisierung. Die mündlichen Sprachweisen der 1 Sedlacek, R. Österreichisches Deutsch. Wien: Ueberreuter, 2004 (7) 5

6 Umgangssprache und des Dialekts werden aufgrund des breiten regionalen Spektrums nicht in diese Arbeit einbezogen.. 6

7 1. Allgemeiner Teil 1.1. Historischer Hintergrund Am Anfang des 6. Jahrhunderts bildete sich aus verschiedenen germanischen Gruppen der neue Volksverband der Baiern. Die Baiern stoßen sowohl nach Süden, als auch nach Osten aus ihrem Territorium vor. Es handelt sich vorwiegend um die Gebiete des heutigen österreichischen Alpenraums im Osten und der Donauraum östlich der Enns. Man kann somit feststellen, dass gerade durch die Baiern die Frühgeschichte im heutigen Raum von Bayern und Österreich eine gemeinsame, bis zur zeitgenössischen Zeit nachwirkende Sprachgrundlagen geschaffen wurde. Schon in dieser Zeit entstehen sprachliche Grundlagen, die einen Ausgangspunkt für die spätere Weiterentwicklung der Dialekte darstellen. 2 Mit der Errichtung der Marktgrafschaft 976 beginnt allmählich die eigene politische Geschichte Österreichs, welche dann im Jahre 1156 an Intensität zunimmt, als Kaiser Barbarossa das Land zu einem Herzogtum erhebt. Dieses Herzogtum nahm mit der Zeit innerhalb des Heiligen Römischen Reiches eine prominente Stellung ein, indem Wien die Hauptstadt Sitz des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches wurde. Im Spätmittelalter des 14. und 15. Jh.s. kommt es zur Entwicklung der regionalen frühneuhochdeutschen Schreibsprachen aus den dialektalen Differenzierungen. Im österreichischen und bayerischen Raum wird die bairisch-österreichische Schreibsprache verwendet, vor allem im amtlichen Verkehr. 3 Im 15. Jh. beginnt Martin Luther, seine reformatorischen Bestrebungen zu verwirklichen. Als eine gültige und möglichst verständliche Sprachform wählt er für seine Übersetzungsarbeiten die ostmitteldeutsche meißnisch-obersächsische Schreibsprache, die jedoch deutliche Merkmale oberdeutscher bairisch-österreichischer Sprache 2 Wiesinger, P. Die deutsche Sprache in Österreich. In: Wiesinger, P. (Hrsg.). Das Österreichische Deutsch. Wien, Köln, Graz: Böhlau, (S ) 3 Wiesinger, P. Die deutsche Sprache in Österreich. In: Wiesinger, P. (Hrsg.). Das Österreichische Deutsch. Wien, Köln, Graz: Böhlau, (S ) 7

8 aufweist. Dies hat zur Folge, dass im bairisch-österreichischen Raum eine fortdauernd wirksame Tendenz vorlag, die durch einen ständigen Übergang zwischen Dialekt, Umgangssprache und Schrift- und Standardsprache getragen wird. In der Regierungszeit Kaiserin Maria Theresias kommt es auch in Österreich zur Aufnahme der ostmitteldeutsch-meißnischer Prägung. Dadurch wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass Wien die vorbildlichen Formen aus dem sächsich-meißnischen Gebiet übernimmt. Die sprachnormierenden Werke, welche die sprachlichen Richtlinien bestimmen, werden von dem in Leipzig wirkenden Sprachwissenschaftler Johann Christoph Gottscheld, dem Haupt literarischen Aufklärung, verfasst. Sein sprachkritisches Wirken führt weiterhin zur Sprachreform und ferner zur Übernahme der mitteldeutschnorddeutschen Form, was letztendlich zur Einführung der allgemein gültigen Form der deutschen Schriftsprache im gesamten deutschsprachigen Raum führte 4. Die Bestrebungen für das Erlernen und die Verbreitung der ostmitteldeutsch-meißnischer Prägung werden folgendermaßen in Gang gesetzt. Die schon oben erwähnten sprachnormierenden Werke von Johann C. Gottsched werden in Wien neu publiziert oder nachgedruckt und durch die Anhänger dieser Sprachverbindlichkeiten an den Schulen und Universitäten in Österreich verbreitet. Weiter werden zahlreiche deutsche Grammatiken in Österreich verfasst und an der Wiener Theresianischen Akademie die Ausbildungsstätte des jungen österreichischen Adels errichtet. Nicht alle folgen jedoch der offiziellen Sprachpolitik. Es bildet sich eine Strömung des Widerstands, die auf eine österreichische Varietätseigenstädigkeit basiert. Der bedeutendster Vertreter dieser Gruppe ist der Sprach- und Naturwissenschaftler Johann S.V. Popowitsch. Er sammelt die spezifisch österreichischen Wörter und verfasst gegen die Anhänger Gottscheds gerichtete spöttische Texte. Kein Werk von ihm wird jedoch veröffentlicht und die Tätigkeit der ganzen Gruppe um ihn bleibt ohne größeren Erfolg. 4 Wiesinger, P. Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte, LIT Verlag, Wien, 2006 (S. 8) 8

9 Nach der Bildung der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie 1866 verlieren die nördlichen deutschen Provinzen ihre Geltung als Maßstab für ein richtiges dialektfreies Deutsch. Ihre Stellung übernehmen die dialektfreien deutschen Regionen, die sich auf dem Boden der Monarchie befinden. Dies sind vor allem die Regionen der benachbarten Staaten des heutigen Österreichs, wie Prag in Tschechien oder Laibach in Slowenien. Die Sprache wird in diesem Raum durch neuen Wortschatz gekennzeichnet, was man durch ständigen Kontakt mit den slawischen, romanischen und magyarischen Nationen begründen kann. In dieser Zeit spricht man zum ersten Mal über österreichisches (Hoch)deutsch und damit gewinnt die Eigenständigkeit des österreichischen Deutsch beachtlich an Nachdruck und Bedeutung kodifiziert Österreich die im Lande üblichen schriftsprachlichen Gewohnheiten als Regeln und Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung. 5 Der nächste Entwicklungsschritt der Sprache folgt nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahre 1945 erlangt Österreich die Souveränität und das Volk entfaltet sein Nationalbewusstsein, wobei die Sprache als ein wichtiges Merkmal für die Stärkung dieses Nationalgefühls verdeutlicht wird. Es gibt jedoch auch ansatzweise auch Tendenzen, die ein selbstständiges Deutsch, das im Rahmen der Verschriftlichung der Dialektismen festgesetzt ist, fordern. Auf diese Bewegungen reagiert der damalige Bundeskanzler Leopold Figl, indem er die Nation für österreichisch, aber die Muttersprache für deutsch erklärte. Kurz darauf erscheint in 1951 ein Österreichisches Wörterbuch, das unter anderem die gehoben-umgangssprachliche Ausdrücke beinhaltet. 6 Die Besonderheiten des österreichischen Deutsch sind also ein wichtiges Resultat des Verlaufes vom natürlichen, spontanen Sprachwandel sowie des ständigen multikulturellen Sprachkontakts im Mitteleuropa. Schließlich sind noch zwei Aspekte hervorzuheben, die zur Eigenständigkeit des Österreichischen Deutsch beigetragen haben, und 5 Wiesinger, P. Die deutsche Sprache in Österreich. In: Wiesinger, P. (Hrsg.). Das Österreichische Deutsch. Wien, Köln, Graz: Böhlau, (S. 16) 6 Wiesinger, P. Die deutsche Sprache in Österreich. In: Wiesinger, P. (Hrsg.). Das Österreichische Deutsch. Wien, Köln, Graz: Böhlau, (S. 17) 9

10 zwar erstens, die unermüdlichen, zielstrebigen manchmal auch staatlichen Standardisierungsprozesse, und zweites, der in österreichische Verhältnisse wurzelnde Sprachgebrauch von Künstlern und Schriftstellern seit dem 18.Jht Das österreichische Wörterbuch Das österreichische Wörterbuch, ein Wörterbuch der guten, richtigen deutschen Gemeinsprache, erscheint in 1951 erstmals in der Geschichte und tritt an die Stelle der österreichischen Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis, die bis 1938 für alle Schulen verbindlich waren. Im Unterschied zu seinem Vorgänger ist dieses Buch dadurch gekennzeichnet, dass es die für Österreich spezifischen Besonderheiten berücksichtigt. So beinhaltet dieses in dieser Zeit außerordentliche Werk eine ganze Menge der allgemeinsprachlichen Wörter der österreichischen Umgangssprache und der österreichischen Mundarten. Dass es sich um ein rein österreichisches Werk handelt, kann man anhand folgender Merkmale bestätigen. Es ist herausgegeben im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht und ausdrücklich für den Schulunterricht als geeignet erklärt; die oberste Normautorität der in diesem Wörterbuch kodifizierten Sprachnormen ist also offenbar die österreichische Regierung. Es ist beim Österreichischen Bundesverlag Wien erschienen. Sämtliche Bearbeiter sind Österreicher, nämlich Schulbeamte und Hochschullehrer erscheint die 35. Auflage, eines entscheidend bearbeiteten und erweiterten ÖWB. Diese Neubearbeitung zeichnet sich nicht nur durch umgangssprachliche und mundartliche Wörter, sondern auch durch eine sozialistische Kennzeichnung, aus. Dadurch sollte ein klarer Unterschied zu dem derzeitig in Deutschland üblichen Wortschatz akzentuiert werden. 7 Ammon, Ulrich. Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Berlin, New York: de Gruyter, (S. 137) 10

11 Seit 1951 aber noch deutlicher seit 1979 ist im Rahmen der Entwicklung des ÖWB eine klare Tendenz erkennbar, indem das Wörterbuch dem vollen Sinn des Wortes immer mehr entspricht. Es zeigt nicht nur die orthographischen Formen auf, sondern es bietet auch ein breites Angebot an Informationen zur Bedeutungen, Verwendungsweisen und Gebrauchsebenen von dokumentierten Wörtern. 8 Die jüngste 38. Auflage des ÖWB vom Herbst 1997 gilt weiterhin vor allem als ein Nachschlagewerk der Rechtschreibung. Gerade die Rechtschreibung ist voll von Neuerungen, die im ÖWB eine erhebliche Erweiterung erwirken. Als ein Beispiel lässt sich die Änderung der Schreibung von <ß> und Ersetzen durch <ss> aufführen. In erster Linie bleibt dieses Werk jedoch ein Wörterbuch der deutschen Standardsprache in ihrer österreichischen Varietät. Eine besondere Aufmerksamkeit wird den Wörtern aus Deutschland gewidmet, bei denen man unterscheidet, ob sie in Österreich als allgemein ungebräuchlich oder in Deutschland als gebräuchlich gewertet werden. Das ÖWB wird in erster Linie als ein Schulbuch angesehen, aber es findet auch im täglichen Leben, auf Ämtern oder in Büros, Anwendung. Es gibt brauchbare Auskünfte über orthographische und grammatische Erscheinungen, wie zum Beispiel die Verbflexion; insbesondere der unregelmäßigen Verben und Angaben über deren Gebrauch. Es ist von enormer Wichtigkeit, dass die Aufgabe des ÖWB darin besteht, das österreichische Deutsch mit seinen spezifischen Besonderheiten im Wortschatz, in Bedeutungen und seiner Grammatik sowie in der Aussprache zu kodifizieren. Diese Aufgabe ist aufgrund der Verwischung von Sprachunterschieden durch Massenmedien umso bedeutungsvoller. Schließlich kann man annehmen, dass dieses Wörterbuch seine Anwendung eher außerhalb als in Österreich findet, da die Nicht- Österreicher folglich ein größeres Interesse haben, sich über die österreichischen Wortschatzbesonderheiten Informationen einzuholen. 8 Reiffenstein, I. Das Österreichische Wörterbuch: Zielsetzungen und Funktionen. In: Muhr, R., Schrodt R., Wiesinger P. (Hrsg.). Österreichisches Deutsch: linguistische, sozialpsychologische und sprachpolitische Aspekte einer Nationalen Variante des Deutschen. Wien: Hölder-Pichler-Tempsky, S. (160) 11

12 1.3. Sprachschichten in Österreich Jeder einzelne Sprecher ist an geltende gesellschaftliche und sprachliche Verhaltensweisen und Normen gebunden. Weitere Faktoren, die während des sprachlichen Kontaktes wahrzunehmen sind, stellen die gesellschaftlichen Gruppen, die die bestimmte Sprachschicht festlegen, und die Gesprächssituation, die dann die sprachliche Ebene bestimmt, dar. Die einzelnen Sprachschichten besitzen einen unterschiedlichen sprachsoziologischen Rang und genießen eine unterschiedliche Wertschätzung. Nebenbei gibt es die Spracheigenschaften, die alle sprachliche Ebene betreffen. 9 Die sprachliche Situation in Österreich sieht heutzutage so aus, dass jeder Österreicher je nach Herkunft, Alter, Geschlecht, Stand, Bildung, Gesprächspartner und Situation unterschiedliche Formen der gesprochenen und geschriebenen deutschen Sprache gebraucht. Diese so genannten Sprachformen sind charakteristisch für unterschiedliche Kreise und Situationen, die der gesellschaftlichen Konventionen unterliegen. Im Rahmen des Sprachganzen werden die einzelnen Sprachschichten anhand der gesellschaftlichen und situativen Faktoren festgelegt und beschrieben. 10 Für die Beschreibung der Gliederung der gesprochenen Sprache in Österreich wird von einem vierstufigen Modell ausgegangen. Dieses unterscheidet vier Schichten der gesprochenen Sprache: Basisdialekt, Verkehrsdialekt, Umgangssprache und Standardsprache. Um die erheblichen Unterschiede zwischen der Standardsprache Hochdeutsch und der mündlich gebrauchten Dialekte zu mildern, vermittelt gerade die Umgangssprache die Übergangsform. Die gesellschaftliche Wertschätzung und damit das Prestige der einzelnen Sprachschichten nimmt vom Dialekt über die Umgangssprache zur Standardsprache zu bzw. umgekehrt ab Wiesinger, P. Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte, LIT Verlag, Wien, 2006 (S. 26) 10 Wiesinger, P. Die deutsche Sprache in Österreich. In: Wiesinger, P. (Hrsg.). Das Österreichische Deutsch. Wien, Köln, Graz: Böhlau, (S. 18) 11 Wiesinger, P. Die deutsche Sprache in Österreich. In: Wiesinger, P. (Hrsg.). Das Österreichische Deutsch. Wien, Köln, Graz: Böhlau, (S. 18) 12

13 Als Beispiel nennt Peter Wiesinger in seinem Buch den folgenden Satz, welcher der Schriftsprache entspricht: Heute Abend kommt mein Bruder nach Hause Danach folgen die in Niederösterreich und nördlich von Wien gebrauchten Äquivalente: Basisdialekt: Heint af d Nocht kimmt mei n Bruider hoam. Verkehrsdialekt: Heint auf d Nocht kummt mei n Bruader ham. Umgangsprache: Heint åb nd kommt mei n Bruder z Haus. Standardsprache: Heute åb nd kommt mein Bruder nåch Haus. 12 Unter dem Basisdialekt versteht man die vererbten örtlichen bis kleinräumigen Sprachformen, die besonders von den älteren, alteingesessenen, traditionellen Dorfbevölkerung unter den Bauern und Handwerker im alltäglichen Leben und in der Familie verwendet werden. In Städten stellt dies der Stadtdialekt dar, der in erster Linie von den unteren und teilweise auch von den mittleren sozialen Schichten der Arbeiter und Angestellten im Alltag gesprochen wird. In einigen Fällen wird er auch bei denjenigen Personen erkennbar, die ihre Gesellschaftssicht zwar wechseln, aber ihre sprachlichen Gewohnheiten nicht aufgeben. So wird der Basisdialekt als sprachliche Grundlage für alle andere Sprachformen angesehen. Der Verkehrsdialekt stellt die jüngere Schicht des Landesdialektes dar, der auf einzelne Erscheinungen des Stadtdialektes zurückkommt. Den Verkehrsdialekt wird besonders von den jüngeren Generation auf dem Lande verwendet, ungeachtet der Stellung oder beruflichen Tätigkeit, also Bauern, Angestellte oder Arbeiter in Kleinbetrieben. Es kann sich sowohl um die örtlichen als auch auswärtigen Beschäftigten handeln. Dieser Dialekt erstreckt sich von den größeren Städten aus und schafft somit die bestehenden sprachlichen Unterschiede, die vor allem einzelne Sozialschichten betreffen, ab. Dieses Phänomen hat die Veränderung des Verkehrsdialektes zum Regionaldialekt zur Folge. Diese Tendenz ist im Rahmen Österreichs - 12 Wiesinger, P. Die deutsche Sprache in Österreich. In: Wiesinger, P. (Hrsg.). Das Österreichische Deutsch. Wien, Köln, Graz: Böhlau, (S. 18) 13

14 zum Beispiel in Niederösterreich zu finden, da dort die gravierenden Unterschiede zwischen dem Wiener Stadtdialekt und der Landdialekten in der Umgebung deutlich spürbar zutage treten. Die ländlichen Dorfdialekte befinden sich also unter starkem Einfluss der benachbarten Groß- und Kleinstädte dies ist in Wien der Fall und unterstehen somit folglich ständigem Wandel. Schließlich lässt sich noch eine Gruppe der Menschen erwähnen, die zu der höheren dörflichen Sozialschicht angehören, wie etwa Ärzte, Lehrer, Pfarrer. Diese Leute sind ständig beruflich im Kontakt mit einer breiten Gesellschaftsschicht und so zeichnen sie sich durch ihre sprachliche Flexibilität aus. Im Alltag verwenden sie also sowohl den Verkehrsdialekt, als auch die Umgangssprache. Die Umgangssprache dient als Vermittler zwischen dem Dialekt und der Schriftsprache. Je nach der Situation kann die Umgangssprache einen unterschiedlichen Charakter aufweisen, dem dann die Verwendung der Ausdrucksmittel anzupassen ist. Man unterscheidet besonders den verallgemeinernden und distanzierenden Charakter. Im Laufe der Zeit nähert sich die Umgangssprache der Schrift- und Standardsprache an und erweckte den Anschein, allmählich als gehobene Sprachform der mittleren und höheren Sozialschichten verwendet zu werden. Die höchste Schicht der gesprochenen Sprache stellt die Standardsprache dar, die auch als regionale Realisierung der Schriftsprache charakterisiert wird und häufig die Bezeichnung Hochdeutsch trägt. Da es sich um die Sprache der Öffentlichkeit handelt, erscheint sie oft im öffentlichen Verkehr, aber man hört sie auch bei Lehrern in der Schule, von Pfarrern oder Beamten in den städtischen Ämtern. Im Rahmen der Standardsprache tritt die Hochsprache als eine Variation auf, die sich insbesondere auf lautliche Ebene unterscheidet. Ihren Gebrauch findet man vor allem im Rundfunk und Fernsehen, da dort die ausgebildeten Berufssprecher tätig sind. 13 Zusammenfassend kann man sagen, dass die Kriterien, nach denen man sich entweder für Dialekt oder Standardsprache entscheidet, 13 Wiesinger, P. Die deutsche Sprache in Österreich. In: Wiesinger, P. (Hrsg.). Das Österreichische Deutsch. Wien, Köln, Graz: Böhlau, (S. 20) 14

15 die in der sozialen Zugehörigkeit und der bestimmten Situation liegen. Im Großen und Ganzen wird der Dialekt von den unteren Sozialschichten gebraucht und im Gegensatz dazu die Standardsprache von den höheren Schichten. Zum Schluss sind noch die Konnotationen zu erwähnen, die durch den Gebrauch jeweiliger Sprachformen entstehen. Mit dem stark ausgeprägten Dialektgebrauch ist im Allgemeinen die Zugehörigkeit zur bäuerlichen oder unteren Sozialschicht verstanden, auf der anderen Seite lässt der Sprecher der Standardsprache die Vorstellung zu, dass es sich um einen Angehörigen der Bildungsschicht handelt Gegenseitiger Einfluss der tschechischen Sprache und des österreichischen Deutsch Österreich liegt im Südosten des deutschen Sprachraums, was zur Folge hat, dass es im Süden, Osten und Norden von sechs Fremdsprachen umgeben wird. Diese sind das Italienische, aus regionaler Sicht handelt es sich vor allem um die Gebiete in Süd- und Osttirol, das Slowenische, das sein Einflussgebiet in den südlichen Teilen der Steiermark, Kärntens und Burgenlands besitzt, das Ungarische, das seine Sphäre an der Ostgrenze des Burgenlands hat, und schließlich das Slowakische und das Tschechische, das in Nieder- und Oberösterreich vordringt. So werden über ganze Jahrhunderte die kulturellen und sprachlichen Kontakte gepflegt. 15 Die gegenseitigen Beziehungen zwischen den Ländern Böhmen und Mähren und Ländern Österreichs wurden schon in der Zeit der Schlacht am Weißen Berg geprägt. Den großen Aufschwung erlebten diese internationalen Kontakte jedoch erst im 19. Jh.. Die Ursache dafür liegt in der beginnenden industriellen Revolution, was als Beginn der ständigen Zuwanderung der Tschechen nach Österreich besonders nach Wien aufgefasst wird. Die zunehmende Industrialisierung und die verbesserte Infrastruktur locken viele Tschechen aus dem benachbarten 14 Ammon, Ulrich. Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Berlin, New York: de Gruyter, (S. 199) 15 Wiesinger, P. Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte, LIT Verlag, Wien, 2006 (S. 219) 15

16 Grenzgebiet an und so werden die Bewohner aus Böhmen und Mähren dort - vorwiegend in der Hauptstadt Wien - im Laufe der Zeit ansässig. Was die Zahlen betrifft, die dieses Vorgehen bezeugen, lebten im Jahre 1880 in Wien Tschechen und um 20 Jahre später sogar In den Jahren 1921 und 1948 werden die Tschechen zur Rückkehr aufgefordert, dennoch nehmen mehr als 4000 Personen die Möglichkeit nicht wahr. Schließlich kommt es noch 1968 zur Vermehrung der tschechischen Population in Wien. Circa politischen Flüchtlinge finden hier ihre Zuflucht, jedoch werden sie von den bereits ansässigen Tschechen nicht in ihre Gemeinschaft integriert. Das lange Zusammenleben der Tschechen mit den Österreichern in der österreichisch-ungarischen Monarchie hinterlässt deutliche Spuren im österreichischen Deutsch. Nicht nur das österreichische Deutsch wurde vom Tschechischen erheblich beeinflusst, sondern auch das Tschechische beinhaltet eine ganze Reihe von Austriazismen. Im Laufe der Geschichte findet man jedoch klare Tendenzen, wann viele Wörter fremder, in der Regel französischer oder italienischer Herkunft, über das österreichische Deutsch ins Tschechische durchdringen. Ein solches Wort ist beispielsweise Trafik, das im Italienischen Handel bedeutet, aber im Tschechischen bis heute häufig als trafika verwendet wird. Die bundesdeutsche Entsprechung heißt dann Tabakladen. Auch das Wort Montur wird eingedeutscht, es stammt aus dem Französischen und bedeutet die Uniform. Im Tschechischen finden wir dazu entsprechendes Äquivalent mundúr, das man auch als Bezeichnung für Uniform gebraucht wird, jedoch auf einer anderen stilistischen Ebene. 16 Viele Austriazismen im Tschechischen haben ihre Herkunft im Lateinischen. Das Wort Matura wird gewohnheitsmäßig sowohl in Österreich als auch in der Schweiz verwendet. Das Wort geht auf die lateinische Bezeichnung maturitas zurück und bedeutet Reife. In Deutschland ist allerdings das dafür verwendete Äquivalent Abitur. Der 16 Spáčilová,L.: Der gegenseitige Einfluss des Tschechischen und des österreichischen deutsch in näherer Geschichte und Gegenwart. In: Muhr, R., Schrodt R., Wiesinger P. (Hrsg.). Österreichisches Deutsch: linguistische, sozialpsychologische und sprachpolitische Aspekte einer Nationalen Variante des Deutschen. Wien: Hölder- Pichler-Tempsky, S. ( ) 16

17 tschechische Ausdruck für die Abschlussprüfung an der Mittelschule und Gymnasium lautet dann maturita. Es liegt auf der Hand, dass der größte Einfluss besonders auf den Wortschatz im umfassenden Maße in denjenigen sozialen Gruppen auffällig wird, in denen die Kontakte der benachbarten Völker am meisten verflochten waren. In der zweiten Hälfte des 19. Jh.s. kommen viele Frauen aus Böhmen und Mähren nach Wien, um dort als Dienstmädchen und Helferinnen einen Beruf auszuüben. Nach der Rückkehr ins Land bringen sie viele österreichische Ausdrücke mit. So werden zum Beispiel alte Stoffreste im österreichischen Deutsch mit dem Wort Hader bezeichnet. Dies dringt dann ins Tschechische als hadr (in Böhmen) oder hadra (in Mähren) ein. Ein weiterer Bereich, wo beide Sprachen ständig durcheinander konfrontiert werden, stellt die Sprache der Handwerker dar. Die tschechischen Handwerker vor allem die Schuster, Mauer und Schneider hatten ihrer Zeit sogar die Oberhand in Wien. Manche Fachausdrücke werden noch heute in beiden Ländern alltäglich verwendet. Im Tschechischen erscheint das Wort špendlíky, dessen Ursprung im österreichischen Begriff Spendeln anzunehmen ist. Im Deutschen verwendet man das Äquivalent Stecknadeln. Der zuletzt hier erwähnte Bereich, an dem sich das lange Zusammenleben der Tschechen und Österreichern demonstrieren lässt, sind die Speisebezeichnungen sowie die Küchensprache. Die österreichischen Ausdrücke sind schon in den Bezeichnungen fürs Geschirr zu finden, wie etwa Nudelwalker, was sein Äquivalent im deutschen Wort Nudelholz hat und in der tschechischen Sprache umgangssprachlich válek na nudle heißt. Eine ganze Reihe der in Österreich verwendeten Wörter finden wir bei Obst und Gemüse, wie zum Beispiel Karfiol (im Deutschen Blumenkohl, im Tschechischen karfól), oder Marillen (im Deutschen Aprikosen, in der tschechischen Schriftsprache meruňky). 17 Überdies sind noch heute in einigen österreichischen Restaurants diejenigen 17 Spáčilová,L.: Der gegenseitige Einfluss des Tschechischen und des österreichischen deutsch in näherer Geschichte und Gegenwart. In: Muhr, R., Schrodt R., Wiesinger P. (Hrsg.). Österreichisches Deutsch: linguistische, sozialpsychologische und sprachpolitische Aspekte einer Nationalen Variante des Deutschen. Wien: Hölder- Pichler-Tempsky, S. ( ) 17

18 Nachspeisen geläufig, deren Bezeichnung aus der tschechischen Sprache kommt. Zum Beispiel wenn böhmische Kolatschen (tschechisch koláče) oder Liwanzen (lívance) bestellt werden. Schließlich muss man noch Buchteln mit Zwetschken-Powidl (buchty se švestkovými povidly) und Powidltascherln erwähnen, die in keinem Kochbuch fehlen dürfen und die klassische Demonstration der Ähnlichkeit deutscher und tschechischer Äquivalente darstellen. 18 Auch die Phraseologismen unterliegen gelegentlich dem tschechischen Einfluss. Sie werden wörtlich übersetzt und ohne weiteres übernommen. Als ein Beispiel lässt sich das steht nicht dafür aufführen. Es handelt sich um ein Idiom, das im Tschechischen das lohnt sich nicht bedeutet. Diese regional spezifischen Wendungen kommen jedoch nur im bestimmten Gebieten und ausschließlich in der gesprochenen Sprache vor. Abschließend wird anhand ein paar Beispiele die Beeinflussung des österreichischen Deutsch durch der tschechischen Sprache anschaulich gemacht. Österreichische Variante Eine Prüfung aus Biologie bestehen/ablegen auf etwas/j-n vergessen auf Urlaub fahren Vorbereitungen auf etwas auf zwei Tage nach Berlin fahren Tschechisch udělat zkoušku z biologie na něco/někoho zapomenout jet na dovolenou přípravy na něco jet na dva dny do Berlína Deutsche Variante eine Prüfung in Biologie bestehen etwas/j-n (Akk.) vergessen in Urlaub fahren Vorbereitungen für etwas für zwei Tage nach Berlin fahren Aus der linguistischen Sicht lässt sich also feststellen, dass es im österreichischen Deutsch eine Vielzahl an Wörtern gibt, die der tschechischen Variante entweder völlig entsprechen oder zumindest eine große Ähnlichkeit aufweisen. 18 Zeman, Dalibor : Das österreichische Deutsch und die österreichisch-tschechischen Sprachbeziehungen : ein kulturhistorischer und sprachlicher Abriß / eingereicht von Dalibor Zeman,

19 1996) 19 Wenn man sich mit der Frage der österreichischen Identität Die Austriazismen im Tschechischen werden in die Hochsprache nur vereinzelt integriert. Viele von ihnen findet man jedoch heutzutage in den mährischen Dialekten, die insbesondere in den Grenzregionen verbreitet sind. In der gesprochenen Sprache kommt es im Großen und Ganzen vor, dass sich einige Entlehnungen zur veraltenden Sprache entwickeln und so auch mit abnehmender Frequenz verwendet werden Sprache und Identität in Österreich Die Experten sagen, wir Österreicher sind eine Willensnation. Das heißt, dass nicht eine gemeinsame Sprache, Kultur, Abstammung unser Österreich-Sein bestimmt, sondern allein der Wille zu dieser Gemeinsamkeit. Und ich finde das für ein großartiges Fundament, denn es grenzt sich von selbst von niemandem ab und es grenzt niemanden aus. Das Österreich-Bekenntnis ist kein Nein gegenüber irgend jemandem, sondern nur ein starkes Ja zu Österreich. (Bundespräsident Thomas Klestil, Festrede bei der Ostarrichi-Feier in Neuhofen am 19.Mai beschäftigt, dann muss man auf die Geschichte zurückgehen. Die doppelsinnige Identität der Österreicher ist schon in der Zeit des Römischen Reiches zu erkennen, aber nach der Gründung des Kaiserreichs Österreich entfaltet sich diese Situation umso deutlicher. Die Mehrfachidentität macht eine deutsche, und eine andere, die dem multinationalen Staatsgebilde gehört, aus. Damit ist der Grundstein für darauffolgende gegenseitige Spannungen gelegt, die dann zu Beginn des 20.Jh.s eskalieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg, besonders dann nach der Wiedererlangung der staatlichen Souveränität, zielt Österreich deutlich darauf ab, sich von jeglichem deutschen Einfluss zu distanzieren und die eigenen Traditionen zu akzentuieren. Es handelt sich sowohl um alle kulturellen und nationalen Bereiche, sondern auch um ihre Sprache, und zwar die Sprache der Österreicher. Von nun an bildet sich immer mehr ein österreichisches Nationalbewusstsein heraus. Dieses 19 Rudolf de Cillia/Ruth Wodak: Ist Österreich ein deutsches Land?, Studienverlag, Innsbruck, 2006 (S. 72) 19

20 Nationalbewusstsein, welches das österreichische Selbstverständnis stimuliert und verstärkt, wird jedoch seit Ende der 70er Jahre durch die Frage abgeschwächt, ob man für die Sprache der Österreicher die Bezeichnung Österreichisch offiziell verwenden könne. In dieser Hinsicht sind auch die in Österreich nicht überschaubaren Tendenzen erwähnenswert, welche die Schaffung der eigenständigen österreichischen Sprache Österreichisch anstreben. Die Bedeutung der deutschen Sprache in Österreich ist auch in dem Sinne von großer Wichtigkeit, weil die Sprache die geistig-kulturelle Prägung der Gesellschaft widerspiegelt und so für bestimmtes Sprachverhalten charakteristisch ist. Sie wird also als ein wichtiges Merkmal für die Identität der Gesellschaft betrachtet und dadurch ist sie grundlegend für die Nation und dessen Zugehörigkeit. An dieser Stelle spielt die schon oben erwähnte doppelte Identität, also deutschsprachig und Österreicher, eine grundlegende Rolle. Sie identifizieren sich zwar mit ihrem Land, aber diese Einstellung können sie leider nicht begründen. Dies weist darauf hin, dass es ihnen offensichtlich das Können und Fähigkeiten fehlen, wie man mit der staatsnationalen Identität umgeht. 20 Um die Sprachsituation in Österreich näher zu betrachten, kann man eine ganze Reihe an Faktoren andeuten, die mehr oder weniger bewusst im Alltag auftreten. Zu Beginn muss man kurz das Ansehen der deutschen Sprachen von den nicht Muttersprachlern im Allgemeinen ansprechen. Die meisten empfinden die Sprache in Österreich eher als ein Dialekt des Deutschen und halten so ausschließlich die Sprache in Deutschland für das wahre Deutsch. Als Beispiele für diese Behauptungen können folgende genannt werden. In erster Linie sind die Unterschiede vor allem in Massenmedien erkennbar. Das in vielen Publikationen erwähnte und auffällige Bespiel sieht man in der Serie Kommissar Rex, in der ein österreichischer Schauspieler als Wiener Kommissar Standarddeutsch spricht, und im Gegensatz dazu, seine 20 Muhr, R. Zur Sprachsituation in Österreich und zum Begriff Standardsprache in plurizentrischen Sprachen. In: Muhr, R., Schrodt R., Wiesinger P. (Hrsg.). Österreichisches Deutsch: linguistische, sozialpsychologische und sprachpolitische Aspekte einer Nationalen Variante des Deutschen, Wien: Hölder-Pichler-Tempsky, (S. 91) 20

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