EINWOHNERGEMEINDE MEIKIRCH SCHULREGLEMENT

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1 EINWOHNERGEMEINDE MEIKIRCH SCHULREGLEMENT Beschlossen an der Gemeindeversammlung vom 11. September 1996 Genehmigt durch die Erziehungsdirektion am 30. Oktober 1996 Mit Änderungen vom 15. November 2000 und 03. Mai 2004 K-SCHULRE2.DOC,

2 Die Einwohnergemeinde Meikirch erlässt gestützt auf - das Kindergartengesetz des Kantons Bern vom 23. November 1983, - das Volksschulgesetz des Kantons Bern vom 19. März 1992 (VSG), - die Volksschulverordnung des Kantons Bern vom 4. August 1993 (VSV), - das Organisationsreglement der Einwohnergemeinde Meikirch vom 18. Juni 1992 mit Änderungen vom 3. Mai 1994 (OgR) folgendes Reglement: I. Allgemeines Schulwesen Art. 1 1 Das Schulwesen der Gemeinde umfasst die Kindergärten sowie die Schulen der Primarstufe und der Sekundarstufe I (Volksschulen). 2 Die Gemeinde kann sich an weiteren Bildungsangeboten, die einem Bedürfnis der Bevölkerung entsprechen, beteiligen, auch wenn sie durch das kantonale Recht nicht zur Mitfinanzierung verpflichtet ist. Diese Beteiligungen sind durch den Gemeinderat mit Vertrag zu regeln (Bestehende Verträge siehe Anhang). Zuteilung der Kinder Art. 2 1 Die Schulkommission beschliesst die Grundsätze der Zuteilung von Kindern aus den einzelnen Ortsteilen zu den Kindergärten, Schulhäusern und Klassen. 2 Sie entscheidet über die Zuteilung der Kinder, insbesondere auch in begründeten Ausnahmefällen im Interesse der Kinder und einer optimalen Klassenorganisation. Interkommunaler Art. 3 Schulbesuch Der Gemeinderat kann mit Gemeinden, aus denen Kinder die gemeindeeigenen Kindergärten und Volksschulen besuchen, bzw. mit Gemeinden, in denen Kinder aus Meikirch unterrichtet werden, Verträge abschliessen und die Schulgeldfrage regeln. 2

3 II. Kindergärten Gliederung Art. 4 (Änderung vom ) 1 Die Schulkommission beschliesst jährlich, wie viele Kindergartenklassen in den verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde geführt werden. 2 Es werden maximal drei Kindergartenklassen geführt. Anspruch Art. 5 (Änderung vom ) 1 Anspruch auf Besuch eines Kindergartens haben: - Kinder die ein Jahr vor dem ordentlichen Schuleintritt stehen oder die vom Schulbesuch zurückgestellt worden sind - vorbehältlich Absatz 2, Kinder die zwei Jahre vor dem ordentlichen Schuleintritt stehen 2 Wenn die Anzahl der Kindergartenschüler die Kapazität der drei in der Gemeinde geführten Kindergartenklassen übersteigt, kann die Schulkommission nach vorbestimmten Kriterien, Kinder die zwei Jahre vor dem Schuleintritt stehen ausschliessen. III. Volksschulen Gliederung Art. 6 (Änderung vom ) 1 In Meikirch werden folgende Volksschulen geführt: a) Meikirch: Primarstufe und Sekundarstufe I b) Ortschwaben: Primarstufe, nach Möglichkeit Führung Klasse c) Wahlendorf: Primarstufe, nach Möglichkeit Führung Klasse 2 Die Schulkommission beschliesst jährlich, welche Schuljahre und Klassen den verschiedenen Volksschulen der Gemeinde zugeteilt werden. 3

4 Vorbereitung auf Art. 7 weiterführende Die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Gymnasium Schulen und auf andere weiterführende Schulen erfolgt grundsätzlich durch zusätzlichen Unterricht gemäss kantonalem Lehrplan. Unterrichtsmodell Art. 8 auf der Sekundar- Der Gemeinderat kann beschliessen, dass die Schülerinnen und stufe I Schüler der Sekundarstufe I teilweise oder durchwegs gemeinsam unterrichtet werden. Er bestimmt in einem Reglement die Einzelheiten der Zusammenarbeit. Der entsprechende Antrag wird von der Schulkommission im Einvernehmen mit der Mehrheit der Lehrkräfte formuliert. Übertritt Art. 9 Der Übertritt in die Sekundarstufe I erfolgt gemäss den kantonalen Weisungen über das Übertrittsverfahren. IV. Schulorgane Organe Art. 10 Es bestehen folgende Schulorgane: 1. Der Gemeinderat 2. Die Schulkommission 3. Die Schulleitung 1. Gemeinderat Aufgaben und Art. 11 (Änderung vom ) Kompetenzen 1 Dem Gemeinderat obliegen die Aufgaben des Schulwesens, die ihm durch staatlichen Erlass und Gemeindereglement zugewiesen sind. 4

5 2 Er beschliesst oder erlässt Weisungen und Verordnungen insbesondere über a) Verträge mit anderen Gemeinden b) die Mitfinanzierung freiwilliger 10. Schuljahre sowie die Ausrichtung von Schulgeldern aufgrund von eigenen Richtlinien c) Richtlinien für die ausserschulische Nutzung der Schulanlagen d) den Antrag der Schulkommission über die Sicherstellung eines Versicherungsschutzes für Kinder im Kindergarten und in der Schule im gesetzlichen Mindestumfang. e) die Organisation und Finanzierung der Schulzahnpflege sowie die Ausrichtung von Beiträgen an die Behandlungskosten 2. Schulkommission Allgemeines Art Für die ganze Volksschule wird eine Schulkommission gewählt. 2 Gemäss den Bestimmungen des Organisationsreglementes ist die Schulkommission eine ständige Kommission. Zusammensetzung/ Art. 13 Finanzen Die Zusammensetzung der Schulkommission sowie die Finanzkompetenz sind im Anhang des Organisationsreglementes geregelt. Aufgaben und Art. 14 (Änderung vom ) Kompetenzen Die Schulkommission ist die unmittelbare Aufsicht- und Verwaltungsbehörde der ihr gemäss Artikel 4 und 6 unterstellten Kindergärten, Primar-, Real- und Sekundarklassen. Ihr fallen die gesetzlichen Aufgaben und Kompetenzen zu. Sie ist insbesondere zuständig für: a) die Anstellung der Kindergärtner/Innen, der Schulleitung sowie die unbefristete und befristete Anstellung der Lehrkräfte der Volksschule b) die Organisation ihrer Kindergärten, Primar-, Real- und Sekundarklassen 5

6 c) Errichtung und Aufhebung von Klassen, von Fakultativ- und Spezialunterricht; vorbehalten bleibt die Genehmigung durch die kantonale Erziehungsdirektion d) die Organisation des schulärztlichen und schulzahnärztlichen Dienstes gestützt auf die kantonalen Bestimmungen sowie auf die Verordnung über die Schulzahnpflege e) die Verwendung der ihnen vom Gemeinderat zugewiesenen Kredite und Schulfonds, f) die Antragstellung an den Gemeinderat betreffend Sicherstellung eines Versicherungsschutzes für Kinder im Kindergarten und in der Schule im gesetzlichen Mindestumfang. g) Die Schulkommission entscheidet nach Anhören der betroffenen Lehrkräfte und Hauswarte über die Benutzung des alten Schulhauses in Meikirch sowie der Kindergarten- und Schulanlagen in Ortschwaben und in Wahlendorf sowie der Schulanlage Gassacker in Meikirch durch Dritte. Klassenbegleitung Art Jeder Klasse ist ein Schulkommissionsmitglied zugeordnet, das die Klasse über mehrere Jahre begleitet und den Kontakt mit der Lehrerschaft und den Eltern aufrechterhält. 2 Die Zuordnung der Mitglieder zu den Klassen sowie die Festlegung der Aufgaben der Klassenbegleitung geschehen durch die Schulkommission. Benutzungsrichtlinien Art. 16 für die Schulanlagen Die Kommission erstellt Richtlinien zur schulischen Benützung der Schulanlagen. 3. Schulleitung Aufgaben und Art. 17 Kompetenzen 1 Die Schulleitung nimmt die ihr zugewiesenen Aufgaben gemäss der kantonalen Volksschul- und Lehreranstellungsgesetzgebung wahr. 6

7 2 In einem speziellen Pflichtenheft werden die Aufgaben zwischen der Schulleitung und der Kommission geregelt. 3 Sie vertritt die Anliegen der Lehrerschaft in der Schulkommission. V. Elternmitsprache Einführung Art Die Elternmitsprache wird im Sinne des Volksschulgesetzes institutionalisiert. 2 Der Gemeinderat erlässt auf Antrag der Schulkommission ein Reglement über die Einzelheiten. VI. Allgemeine Bildungsbestrebungen Erwachsenenbildung Art. 19 Die gesetzlichen Verpflichtungen für die Erwachsenenbildung erfüllt die Gemeinde Meikirch durch den Vertrag mit der Volkshochschule Bern. Zuständig dafür ist der jeweilige Leiter des Ressorts Erziehung/Bildung/Kultur. Bibliothekswesen Art. 20 Die Schule ist verpflichtet, die Schulbibliothek zu unterhalten. VII. Übergangs- und Schlussbestimmungen Wahl, Amtsdauer der Art. 21 Schulkommission 1 Die Schulkommission gemäss Art. 12 Abs. 1 wird erstmals für die Zeit vom 1. Januar Dezember 2000 gewählt. 2 Die Amtsdauern der bisherigen Mitglieder der Schulkommissionen laufen am ab. 7

8 Aufhebung von Art. 22 (Änderung vom ) Erlassen Folgende Erlasse werden aufgehoben: - Schulreglement vom 3. Mai Reglement über Behandlungskostenbeiträge im Rahmen der Schulzahnpflege vom 5. März Inkrafttreten Art. 23 Dieses Reglement tritt nach seiner Annahme durch die Gemeindeversammlung und nach der Genehmigung durch die zuständige kantonale Stelle auf den 1. Januar 1997 in Kraft. G E N E H M I G U N G Die Gemeindeversammlung vom 11. September 1996 nahm dieses Reglement an. EINWOHNERGEMEINDE MEIKIRCH Der Präsident: Der Sekretär: sig. W. Gautschi sig. A. Bechler Auflagezeugnis Dieses Reglement lag vom 21. Aug bis 1. Sept.1996 in der Gemeindeverwaltung Meikirch öffentlich auf. Die Auflage- und Einsprachefrist war in den Amtsanzeigern Nrn. 67 und 68 vom 21. und 23. August 1996 publiziert. Einsprachen sind keine eingetroffen. Der Gemeindeverwalter: sig. A. Bechler 8

9 Anhang 1 zum Schulreglement (Änderung vom mit Bereinigungen und Korrekturen) Zusammenstellung der Vereinbarungen, Verträge, Reglemente und Abkommen, welche das Schulwesen betreffen Gegenseitigkeitsabkommen zur Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus anderen Gemeinden in den Kindergarten und die Volkschule vom Weisungen zum Sozialrabatt für den Besuch der Musikschulen vom Vereinbarung über den Anschluss der Einwohnergemeinde Meikirch an die Berufsberatungsstelle der Stadt Bern vom Vereinbarung über die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern in die Berufswahl- und Fortbildungsklassen der Bff Bern vom , welche unbeschränkt gültig ist, bis zum definitiven Entscheid des Kantons. Vertrag zwischen Gemeinden des Vereins Region Bern (VRB) und der Volkshochschule Bern vom Weisung über die Elternmitarbeit an den Schulen der Gemeinde Meikirch vom Verordnung über die Schulzahnpflege vom

10 I N H A L T S V E R Z E I C H N I S Artikel Seite I. ALLGEMEINES 1 Schulwesen 1 1 Zuteilung der Kinder 2 1 Interkommunaler Schulbesuch 3 1 II. KINDERGAERTEN 2 Gliederung 4 2 Anspruch 5 2 III. VOLKSSCHULEN 2 Gliederung 6 2 Vorbereitung auf weiterführende Schulen 7 3 Unterrichtsmodell auf der Sekundarstufe I 8 3 Uebertritt 9 3 IV. SCHULORGANE 3 Organe Gemeinderat Aufgaben und Kompetenzen Schulkommission Allgemeines 12 4 Zusammensetzung / Finanzen 13 4 Aufgaben und Kompetenzen 14 4 Klassenbegleitung 15 5 Benutzungsrichtlinien der Schulanlagen Schulleitung Aufgaben und Kompetenzen 17 5 V. ELTERNMITSPRACHE 6 Einführung 18 6 VI. ALLGEMEINE BILDUNGSBESTREBUNGEN 6 Erwachsenenbildung 19 6 Bibliothekswesen 20 6 VII. UEBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN 6 Wahl, Amtsdauer der Schulkommission 21 6 Aufhebung von Erlassen 22 7 Inkrafttreten 23 7 Anhang 1 zum Schulreglement 8 Zusammenstellung der Vereinbarungen, Verträge, Reglemente und Abkommen, welche das Schulwesen betreffen

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