Ausgelagerte Arbeitsplätze - ein Instrument zur Integration von Werkstatt-Beschäftigten

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1 Inhalte dieser Präsentation - Ausgangslage in den Werkstätten für behinderte Menschen - Zielsetzungen für ausgelagerte Arbeitsplätze - Ablaufplanung für ausgelagerte Arbeitsplätze - Finanzielle Aspekte und Förderung ausgelagerter Arbeitsplätze - Die Werkstätten im Zuständigkeitsbereich des Integrationsfachdienstes Herford Seite 1 von 9

2 Ausgangslage in den Werkstätten (WfbM s) für behinderte Menschen Die Zahl der Beschäftigten in den WfbM s steigt ungebrochen an In den WfbM s für psychisch behinderte Menschen arbeiten z.t. Menschen mit normalen beruflichen Qualifizierungen. Bei erfolgter psychischer Stabilisierung benötigen diese Menschen eine Phase des Wiedereinstiegs in den allgemeinen Arbeitsmarkt. In den WfbM s für geistig behinderte Menschen haben in den letzten Jahren zunehmend Menschen Aufnahme gefunden, die zwischen der Gruppe der lernund geistig Behinderten stehen und noch nicht für den allg. Arbeitsmarkt geeignet waren, ihre Fähigkeiten in der WfbM entwickelten und eine Phase des Einstiegs benötigen. Seite2 von 9

3 Zielsetzung für ausgelagerte Arbeitsplätze - langfristige Trainingsmöglichenkeiten für Werkstatt-Beschäftigte schaffen, um ihnen die Adaption an den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. - Integration in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse oder Beibehalten des Beschäftigungsverhältnisses auf dem ausgelagerten Arbeitsplatz, weil dies das höchste Maß der erreichbaren Normalität ist. - Vergabe von Aufträgen an die WfbM s, die sinnvoller Weise nur als Inhouse-Dienstleistung zu erbringen sind. Seite 3 von 9

4 Ablaufplanung für ausgelagerte Arbeitsplätze Einleitung: Praktikum (i.d.r. unentgeltlich, Dauer zwischen 1 und max. 3 Monaten) Ziel: Feststellung der Eignung des Beschäftigten für einen ausgelagerten Arbeitsplatz 1. Phase: Langfristige Einarbeitung (wird von der WfbM als Inhouse-Dienstleistung in Rechnung gestellt, ggf. je Einarbeitungsstand gestufte Beträge, Dauer max. 18 Monate) Ziel: Feststellung und Training der Fertigkeiten des Beschäftigten für die Überführung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis Seite 4 von 9

5 Ablaufplanung für ausgelagerte Arbeitsplätze Nur dann, wenn die Überführung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis behinderungsbedingt nicht möglich ist! 2. Phase: Langfristiger Verbleib auf dem ausgelagerten Arbeitsplatz (wird von der WfbM als Inhouse-Dienstleistung in Rechnung gestellt, keine formale zeitliche Befristung) Ziel: Beibehaltung der höchst möglichen Normalität für den Beschäftigten und Sicherung des geeignetsten Förderortes hinsichtlich beruflicher Rehabilitation des Beschäftigten Seite 5 von 9

6 Ablaufplanung für ausgelagerte Arbeitsplätze Begleitung der ausgelagerten Arbeitsplätze durch den Integrationsfachdienst und die WfbM Praktikum und 1. Phase werden vom Integrationsfachsdienst begleitet. Ziel: Unterstützung des Betriebes bei der Gestaltung der Einarbeitung, ggf. Stellung eines Arbeitstrainers, wenn Einarbeitungsbedarf die betrieblichen Möglichkeiten übersteigt. Gemeinsame Festlegung des Standes der Einarbeitung und der ggf. vereinbarten Stufen des an die WfbM zu zahlenden Betrages für die Inhouse-Dienstleistung. Gemeinsame Planung zur Überführung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. 2. Phase: wird von der WfbM weiter begleitet Ziel: Verstetigung des ausgelagerten Arbeitsplatzes. Seite 6 von 9

7 Finanzielle Aspekte und Förderung ausgelagerter Arbeitsplätze Rechungsstellung der Inhouse-Dienstleistung durch die WfbM = keine Sozialversicherungsbeiträge durch den Betrieb zu leisten = Anrechnung auf die Ausgleichsabgabe möglich Berechung der Inhouse-Dienstleistung = einfache Dienstleistungen: 800 / Monat, bei hohem Einarbeitungsaufwand stufenweise Anhebung bis auf diesen Betrag (sollte dieser Betrag behinderungsbedingt nicht erreichbar sein: Überführung in die 2. Phase des ausgelagerten Arbeitsplatzes, weil ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis damit kaum mehr erreichbar ist.) = bei qualifizierten Tätigkeiten: Gemeinsame Festlegung des Zielbetrages und der stufenweisen Anhebung bis auf diesen Betrag Seite 7 von 9

8 Finanzielle Aspekte und Förderung ausgelagerter Arbeitsplätze Förderung bei Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis = Eingliederungszuschüsse durch die Agentur für Arbeit = additiv: Förderung durch Sonderprogramm des Integrationsamt des Landschaftsverbandes (4.000 Einmalzahlung) = nach Auslaufen der Eingliederungszuschüsse der Agentur für Arbeit: / Monat sog. Minderleistungsausgleich / Monat sog. Betreuungsaufwand durch das Integrationsamt des Landeschaftsverbandes bis zu 5 Jahre = additiv: Investitionskostenzuschuss für Schaffung eines neuen versicherungspfl. Arbeitsplatzes für einen schwerbehinderen Menschen (max. 60% der Kosten, gedeckelt auf ) durch das Integrationsamt des Landschaftsverbandes Seite 8 von 9

9 Der IFD-Herford ist für folgende Werkstätten für behinderte Menschen im Kreis Herford zuständig: Zweigwerkstätten der Lübbecker Werkstätten ggmbh 1= ReTec-Industrieservice Junkersst , Bünde-Ennigloh Werkstatt für psych. behinderte Menschen = Betriebsstätte "Hunnebrock" Kleiststr , Bünde-Hunnebrock Werkstatt für geistig behinderte Menschen 3= Betriebsstätte Oberbehme August-Thyssen-Str. 1, Kirchlengern Werkstatt für geistig behinderte Menschen Zweigwerkstätten der Herforder Werkstätten ggmbh = Industrieservice Königstrasse Königstrasse 53, Löhne Werkstatt für psych. behinderte Menschen 5= Füllenbruch-Betrieb Ackerstrasse 31, Herford Werkstatt für geistig behinderte Menschen 6= Industrieservice Radewig Jöllenbecker Weg 2a, Herford Werkstatt für psych. behinderte Menschen 7= Heidsiek Lilienthalstrasse, Herford Werkstatt für geistig behinderte Menschen Seite 9 von 9

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