Die Vereinten Nationen (United Nations Organization)

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2 Die Vereinten Nationen (United Nations Organization) Sitz der UNO: New York Die Organisation der Vereinten Nationen ist Nachfolgerin des Völkerbundes und nahm ihre heutige internationale Rechtspersönlichkeit am 26. Juni 1945 mit der Verabschiedung ihrer Charta an. Zuvor hatten die im 2. Weltkrieg gegen die Achsenmächte kämpfenden Alliierten in der Atlantikcharta (mit deren In-Kraft- Treten am 1. Januar 1942 sich bereits 26 Länder unter dem Namen United Nations zusammengeschlossen hatten), der Erklärung der Vereinten Nationen (1942) sowie in den Moskauer und Teheraner Erklärungen (1943) das Programm für die neu zu schaffende internationale Staatenorganisation entworfen. Über die Charta berieten China, Großbritannien, die UdSSR und die USA vom 21. April bis zum 7. Oktober 1944 in Dumbarton Oaks in der Nähe von Washington D.C. Auf der Konferenz von Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945 wurde über letzte Feinheiten Einigkeit erzielt, so etwa über das Abstimmungsverfahren im Sicherheitsrat. Die United Nations Conference On International Organization, die am 25. April 1945 in San Francisco zusammengetreten war, verabschiedete am 26. Juni desselben Jahres die Charta der Vereinten Nationen (51 Gründungsmitglieder). 1 Kapitel I Ziele und Grundsätze Artikel 1 Die Vereinten Nationen setzen sich folgende Ziele: 1. den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen; 2. freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln und andere geeignete Maßnahmen zur Festigung des Weltfriedens zu treffen; 3. eine internationale Zusammenarbeit herbeizuführen, um internationale Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Art zu lösen und die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen; 4. ein Mittelpunkt zu sein, in dem die Bemühungen der Nationen zur Verwirklichung dieser gemeinsamen Ziele aufeinander abgestimmt werden. Hatten die Vereinten Nationen 1945 noch 51 Gründungsmitglieder (Ägypten, Äthiopien, Argentinien, Australien, Belarus, Belgien, Bolivien, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Dänemark, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Frankreich, Griechenland, Guatemala, Haiti, Honduras, Indien, Irak, Iran, Jugoslawien, Kanada, Kolumbien, Kuba, Libanon, Liberia, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Panama, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Russische Föderation, Saudi-Arabien, Südafrika, Syrien, Tschechoslowakei, Türkei, Ukraine, Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, Uruguay, Venezuela), so stieg diese Zahl bis heute (2001) auf 189 Mitglieder. Damit sind alle regulären Staaten der Welt, mit Ausnahme der Schweiz und dem Vatikan, die einen Beobachterstatus haben, Mitglied der Vereinten Nationen. Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik traten der UNO 1973 bei. 1 "Vereinte Nationen," Microsoft Encarta Enzyklopädie Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

3 Generalversammlung der Vereinten Nationen Die Generalversammlung ist das wichtigste Beratungsorgan der Vereinten Nationen. Sie wurde 1945 mit der Annahme der Charta der Vereinten Nationen geschaffen und kann alle internationalen Fragen und Angelegenheiten erörtern, die in den Rahmen der Charta fallen. Alle Mitgliedstaaten sind in der Generalversammlung vertreten. Sie tritt einmal jährlich von September bis Dezember zu ihrer ordentlichen Jahrestagung zusammen, danach bei Bedarf. Sicherheitsrat Der Sicherheitsrat hat 15 Mitglieder. Die Charta der Vereinten Nationen bestimmt fünf Staaten zu ständigen Mitgliedern des Rats. Die Generalversammlung wählt die anderen zehn Mitglieder für eine jeweils zweijährige Amtszeit. Jedes Jahr wechseln fünf nichtständige Mitglieder. Ihre Amtszeit endet am 31. Dezember des angegebenen Jahres. Die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats sind China, Frankreich, die Russische Föderation, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten sind folgende zehn Länder als nichtständige Mitglieder im Sicherheitsrat vertreten: Bangladesch (2001), Irland (2002), Jamaika (2001), Kolumbien (2002), Mali (2001), Mauritius (2002), Norwegen (2002), Singapur (2002), Tunesien (2001), Ukraine (2001). Sekretariat An der Spitze des Sekretariats steht der Generalsekretär der Vereinten Nationen, der auf Vorschlag des Sicherheitsrats von der Generalversammlung für eine fünfjährige Amtszeit gewählt wird. Seit 1. Januar 1997 ist Kofi A. Annan (Ghana) Generalsekretär der Vereinten Nationen. Wirtschafts- und Sozialrat Der Wirtschafts- und Sozialrat hat 54 Mitglieder, die von der Generalversammlung für eine dreijährige Amtszeit gewählt werden. Jedes Jahr wechseln 18 Mitglieder des Rats. Die Amtszeit der im Wirtschafts- und Sozialrat vertretenen Staaten endet jeweils am 31. Dezember des angegebenen Jahres: Treuhandrat Der Treuhandschaftsrat hat fünf Mitglieder: China, Frankreich, die Russische Föderation, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Mit der Unabhängigkeit von Palau, dem letzten verbliebenen Treuhandgebiet der Vereinten Nationen, hat der Rat am 1. November 1994 formell seine Arbeit eingestellt. Mit einer am selben Tag angenommenen Resolution änderte der Rat seine Geschäftsordnung, die bisher verpflichtende jährliche Zusammenkünfte vorsah, und kam überein, auf eigenen Beschluß, auf Beschluß seines Präsidenten oder auf Antrag einer Mehrheit seiner Mitglieder, der Generalversammlung oder des Sicherheitsrats bei Bedarf zusammenzutreten Internationaler Gerichtshof Der Internationale Gerichtshof hat 15 Mitglieder, die sowohl von der Generalversammlung als auch vom Sicherheitsrat für eine neunjährige Amtszeit gewählt werden. Die Amtszeit der Richter des Internationalen Gerichtshofs endet am 5. Februar des angegebenen Jahres.

4 Der Generalsekretär, derzeit Kofi Annan, und seine Mitarbeiter bilden das Sekretariat der Vereinten Nationen. Sie werden oft als "die UN" wahrgenommen, formal dürfen sie jedoch nur die Beschlüsse des Sicherheitsrates und der Vollversammlung ausführen. Der Generalsekretärs (bislang gab es keine weibliche Amtsinhaberin) darf den Sicherheitsrat auf Probleme aufmerksam machen und in Konflikten seine "guten Dienste" anbieten. Darüber hinaus ist seine Macht jedoch eng begrenzt, seine Wirkung hängt stark von seiner persönlichen Wirkung ab. Der derzeit amtierende Generalsekretär Kofi Annan hat sich durch seine Vermittlungsmission im Irak-Konflikt sehr viel Respekt verschafft. Insgesamt arbeiten für das Sekretariat und seine weit verzweigten Abteilungen und Sonderprogramme über internationale Beamte aus 160 Mitgliedsstaaten. Der größte Teil der Mitarbeiter ist in New York angesiedelt. Der alte Völkerbundpalast in Genf ist der zweite große Standort. Die übrigen Angestellten verteilen sich auf kleinere Dienststellen rund um den Globus 12. Oktober Das Norwegische Nobel-Komitee hat heute den Friedensnobelpreis 2001 zu gleichen Teilen den Vereinten Nationen und ihrem Generalsekretär Kofi A. Annan für ihren Einsatz für eine besser organisierte und friedlichere Welt verliehen. Die Weltorganisation steht heute an vorderster Front der Bemühungen um Frieden und Sicherheit und um die Bewältigung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen in der Welt. Kofi Annan hat sein gesamtes Arbeitsleben in den Dienst der Vereinten Nationen gestellt und ganz entscheidende Initiativen ergriffen, um der Organisation neues Leben zu verleihen. Neben den traditionellen Aufgabenstellungen der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit hat er auch die Verpflichtungen der Organisation gegenüber den Menschenrechten betont und neue Herausforderungen, wie den Kampf gegen HIV/Aids oder den internationalen Terrorismus, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt, heißt es in der Begründung der Preisverleihung. Der Sicherheitsrat ist das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen. Nur der Sicherheitsrat kann Beschlüsse fassen, die für alle UN-Mitglieder verbindlich sind, kann gegen einzelne Staaten wirtschaftliche Sanktionen verhängen und sogar mit militärischer Gewalt drohen. So umfassend die Macht des Sicherheitsrats, so begrenzt ist die Mitgliedschaft in dem Gremium. Anders als in der Vollversammlung, sind im Sicherheitsrat nur fünf Staaten ständig vertreten: China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die Vereinigten Staaten. Darüber hinaus werden jeweils zehn Mitglieder für zwei Jahre von der Vollversammlung gewählt. Der Rat fasst seine Beschlüsse zwar mit einfacher Mehrheit, die ständigen Mitglieder haben jedoch ein Vetorecht: Wenn auch nur einer dieser Staaten sich widersetzt, kann der Rat keine Entscheidung fällen. Der Vorsitz im Sicherheitsrat wechselt jeden Monat in der Reihenfolge der englischen Ländernamen. Die Bundesrepublik Deutschland war bisher dreimal nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats: 1977/78, 1987/88 und 1995/96. Deutschland kandidiert erneut für die Periode 2003/04. Die Wahlen hierzu finden Ende 2002 statt. Bisher bewirbt sich neben Deutschland auch Spanien für die beiden der westlichen Staatengruppe zugeordneten Sitze.

5 Bekämpfung des internationalen Terrorismus: UNO betritt Neuland Seit den terroristischen Anschlägen auf die USA haben die obersten Gremien der Vereinten Nationen zu einer neuen Rolle bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus gefunden. So schnell und so einmütig hat die Organisation der Vereinten Nationen (United Nations Organization - UNO) selten zuvor auf ein die Welt bewegendes Ereignis reagiert. UNO verurteilt Angriffe auf die USA als terroristische Gewalttaten Bereits am Tag nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York, das US-Verteidigungsministerium in Washington und den erzwungenen Absturz eines Passagierflugzeugs über Pennsylvania verurteilten die Generalversammlung und der Sicherheitsrat der UNO diese einmütig als abscheuliche terroristische Gewalttaten. Der Sicherheitsrat ging aber noch darüber hinaus, indem er die Anschläge als Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit bezeichnete. Mit dieser Formulierung eröffnete er den Mitgliedstaaten den Rückgriff auf die im Kapitel VII der UN-Charta aufgeführten Möglichkeiten zur Wiederherstellung des Friedens durch Zwangsmaßnahmen einschließlich dem Recht auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung. Zugleich riefen beide Gremien die Weltgemeinschaft auf, ihre Anstrengungen erheblich zu verstärken, um terroristische Gewalttaten zu verhindern und zu unterdrücken und dabei vor allem die in der UNO beschlossenen internationalen Übereinkommen zur Bekämpfung des Terrorismus und die in diesem Zusammenhang vom Sicherheitsrat selbst verabschiedeten einschlägigen Resolutionen umzusetzen. UNO legt verbindliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus fest Mit Resolution 1373 vom 28. September 2001 geht der UNO-Sicherheitsrat aber noch weiter. In dieser Resolution legt er ebenfalls auf der Grundlage von Kapitel VII für jeden einzelnen Mitgliedstaat eine Reihe von Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus verbindlich fest und fordert innerhalb von 90 Tagen Staatenberichte über die zur Umsetzung der Maßnahmen unternommenen Schritte. Diese Resolution ist in ihrer Substanz und Reichweite präzedenzlos. Sie greift einzelne Elemente aus einer Reihe noch nicht in Kraft getretener internationaler Abkommen zur Terrorismusbekämpfung heraus und macht sie aufgrund seiner aus Kapitel VII abgeleiteten Autorität für die Mitgliedstaaten de facto zu innerstaatlich verbindlichem Recht. Damit setzt sich der Sicherheitsrat faktisch an die Stelle der Generalversammlung und der Staatengemeinschaft, die üblicherweise für die Aushandlung und Umsetzung internationaler Verträge zuständig sind. Die Resolution fordert von den Staaten Maßnahmen zur Unterdrückung jeglicher Form der Finanzierung von Terrorismus, zum Einfrieren von Guthaben oder anderer finanzieller Ressourcen des Terrorismus, zur Verhinderung jeder anderen Form der wirtschaftlichen Unterstützung terroristischer Aktionen. Daneben verlangt sie eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen von den Mitgliedstaaten bei der Terrorismusbekämpfung einschließlich weitgehender Kooperation untereinander, um Einzeltätern und Netzwerken den Spielraum für ihre Operationen zu beschneiden und die Täter zu bestrafen. Zugleich wird ein Ausschuss berufen, der die Umsetzung der Resolution überwachen soll und darüber an den Sicherheitsrat berichtet. Mit der Verpflichtung der Staatenwelt zu konkreten gesetzgeberischen, justiziellen, polizeilichen und administrativen Maßnahmen greift der Sicherheitsrat mit seiner Resolution 1373 aus konkretem Anlass tief in die Souveränität seiner Mitglieder ein. Quelle: Um den Terrorismus zu bezwingen, bedarf es dauerhafter Anstrengungen und einer breit angelegten Strategie, die alle Nationen vereint und alle Aspekte dieser Geißel umfasst, mit der wir konfrontiert sind. Dieses Anliegen muss von allen Staaten der Welt verfolgt werden, die dabei zusammenarbeiten und die unterschiedlichsten Mittel - seien es politischer, rechtlicher, diplomatischer oder finanzieller Art - dazu einsetzen müssen. Kofi A. Annan 9. Oktober 2001, New York Internet: Manfred Jahreis 2001

6 Die Vereinten Nationen (United Nations Organization) 1. Entstehung und Entwicklung der UNO (Ergänzen Sie die fehlenden Angaben) Die Gründung der UNO erfolgte am in. Die UNO hatte bei ihrer Gründung Mitgliedstaaten. Die UNO hat momentan Mitgliedstaaten. Deutschland ist im Jahr beigetreten. 2. Ziele der UNO (Formulieren Sie drei Grundsätze der Vereinten Nationen laut Artikel 1 der Charta) 3. Die wichtigsten Organe der UNO (ergänzen Sie die Hauptorgane der UNO) 4. Der UNO-Generalsekretär (Erstellen Sie ein Kurzreferat 1min- zur Funktion des Generalsekretärs) Stichpunkte:

7 5. Der Sicherheitsrat (Ergänzen Sie die folgende Infografik) 6. Die UNO und der Terrorismus (Wie reagierte die UNO auf die Anschläge vom 11. September 2001?) Internet: Manfred Jahreis 2001

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