ABFALLWIRTSCHAFT. Abfallbilanz der Wirtschaftsbetriebe Duisburg - AöR

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1 ABFALLWIRTSCHAFT Abfallbilanz 2015 der Wirtschaftsbetriebe Duisburg - AöR

2 Abfallbilanz 2015 Vorwort Hintergrund Rechtliche Grundlagen Erstellung der Siedlungsabfallbilanz Duisburger Abfallwirtschaft Herkunft der Abfälle Duisburger Siedlungsabfallbilanz Entsorgungs- und Verwertungswege Abfallwirtschaftliche Entwicklung von 2011 bis

3 Vorwort Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR (WBD) ist als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (öre) verpflichtet, alljährlich eine Abfallbilanz zu erstellen. Diese Pflicht ergibt sich aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und wird durch Landesrecht konkretisiert. Die WBD müssen abfallschlüsselscharf exakte Angaben zu den eingesammelten und angenommenen Abfallmengen wie deren genauen Verbleib machen. Diese Angaben werden in eine landesweite Datenbank eingegeben und von der Aufsichtsbehörde geprüft und für die landesweite Abfallplanung genutzt. Die WBD haben die Duisburger Kennzahlen zudem zu veröffentlichen. Dies geschieht in Form der vorliegenden Abfallbilanz. Sie skizziert, die Menge, die Zusammensetzung, die Herkunft und die Verwertungswege der Abfälle. Die Jahresmengen werden auf einwohnerbezogene Kennzahlen heruntergebrochen und die aktuellen Werte werden den Kennzahlen der Vorjahre gegenübergestellt. Im Folgenden wird die Abfallbilanz für das Jahr 2015 vorgestellt und mit den Vorjahresaufkommen ab dem Jahr 2011 verglichen. 2

4 1 Hintergrund 1.1 Rechtliche Grundlagen Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) verpflichtet die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (öre) Siedlungsabfallbilanzen zu erstellen. Gemäß 21 des KrwG haben sie Abfallwirtschaftskonzepte und Abfallbilanzen über die Verwertung, insbesondere der Vorbereitung zur Wiederverwendung und des Recyclings und die Beseitigung der in ihrem Gebiet anfallenden und ihnen zu überlassenen Abfälle zu erstellen. Die Anforderungen an die Abfallwirtschaftskonzepte und Abfallbilanzen richten sich nach Landesrecht. Für Duisburg als Stadt in Nordrhein-Westfalen ist dies das Landesabfallgesetz des Landes Nordrhein- Westfalen (LAbfG NRW). Der 5 c LAbfG NRW gibt vor, dass jährlich bis zum 31. März jeweils für das abgelaufene Jahr eine Bilanz über Art, Menge und Verbleib der entsorgten Abfälle einschließlich deren Verwertung oder anderweitigen Behandlung zu erstellen ist. Darin ist zumindest das Aufkommen bzw. die Entsorgung von Hausmüll, Sperrmüll und Gewerbeabfällen getrennt darzustellen. Soweit Abfälle nicht verwertet werden, ist dies zu begründen. Des Weiteren ist die Abfallbilanz jährlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und der zuständigen Behörde vorzulegen. 1.2 Erstellung der Siedlungsabfallbilanz Innerhalb des ersten Quartals jeden Jahres müssen die Daten für das vorherige Kalenderjahr übermittelt werden. Spätestens zum hat der öre die Angaben zum Aufkommen und zur Behandlung der erfassten Siedlungsabfälle in eine landesweite Datenbank einzugeben und zur Prüfung durch die Aufsichtsbehörde freizugeben. Diese Prüfung beinhaltet, ob die jeweiligen Abfälle geeigneten Anlagen zugewiesen wurden, die Kapazitäten der Anlagen ausreichend sind, die Abfälle in geeigneter Weise behandelt wurden und der Gleichen mehr. Etwaige Unstimmigkeiten wie auch Auffälligkeiten der Daten im Vergleich zu den Daten der Vorjahre werden hinterfragt und mit dem öre geklärt. Die aufbereiteten Daten aller Kreise und kreisfreien Städte fließen in die landesweite Abfallplanung ein. Die intensive Kontrolle und umfassende Planung sichert, dass die angefallenen Siedlungsabfälle bislang ordnungsgemäß verwertet oder entsorgt wurden und auch zukünftig ordnungsgemäß behandelt werden können. 2 Duisburger Abfallwirtschaft 2.1 Herkunft der Abfälle Die vorliegende Abfallbilanz umfasst die Abfälle, die die WBD im Jahr 2015 als öre erfasst haben. Darunter fallen alle Abfälle aus den Privathaushalten und hausmüllähnliche Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen. Zu den anderen Herkunftsbereichen zählen Gewerbebetriebe, Verwaltungen, Schulen, Studentenwohnheime, Seniorenheime, Pflegeheime, Krankenhäuser, Kindergärten, Sportstätten etc. Die Abfallbilanz umfasst zudem einige Infrastruktur-, Bau- und Gewerbeabfälle. Die WBD erfassen diese Abfälle über verschiedene Hol- und Bringsysteme. Zu den Holsystemen gehören die Abfallbehälter für Restmüll, Wertstoffe, Bioabfälle, Papier, Pappe und Kartonagen (PPK), die Sperrgutabfuhr und die Papierbündelsammlung. Zu den Bringsystemen zählen die Depotcontainer für Glas und Altkleider, das Schadstoffmobil und die vier Recyclinghöfe. Weitere Siedlungsabfälle stammen aus Tätigkeiten der WBD-AöR zur Daseinsvorsorge wie z.b. der Kanal- oder Straßenreinigung, der Leerung der Straßenpapierkörbe. 2.2 Duisburger Siedlungsabfallbilanz 2015 Im Jahr 2015 sammelten die WBD ,86 t Siedlungsabfälle. Heruntergebrochen auf die zum Stichtag gemeldeten Duisburger Einwohner entspricht dies einem Pro-Kopf- Aufkommen von 564,58 kg. Die genaue Zusammensetzung der Siedlungsabfälle ist in Tabelle 1 dargestellt. Wie hier zu sehen ist, bestehen die Siedlungsabfälle zu 48,78% aus Hausmüll (Restmüll), hausmüllähnlichen 3

5 Gewerbeabfällen und Sperrgut, 41,13% sind unterschiedliche Wertstoffe, 0,07% sind Schadstoffe, 3,45% sind Infrastrukturabfälle, 6,58% sind Bau- und Abbruchabfälle und Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen (sonstige Gewerbeabfälle). Siedlungsabfallbilanz 2015 Abfallbezeichung [kg/e*a] [%] Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll Hausmüll ,10 247,55 43,85 hausmüllähnliche Gewerbeabfälle 1.603,60 3,28 0,58 Sperrmüll ,94 24,57 4,35 Zwischensumme ,64 275,40 48,78 Wertstoffe Bioabfälle 281,43 0,58 0,10 Grünabfälle ,28 71,49 12,66 Papier, Pappe, Kartonagen (PPK) ,43 59,00 10,45 Glas 6.285,46 12,85 2,28 Leichtverpackungen (LVP) (Duale Systeme) ,28 24,90 4,41 Metall 1.633,73 3,34 0,59 Holz ,38 37,87 6,71 Bekleidungen, Textilien 1.866,72 3,82 0,68 Sonstige Wertstoffe 8.988,16 18,37 3,25 Zwischensumme ,87 232,20 41,13 Schadstoffe 190,02 0,39 0,07 Infrastrukturabfälle Marktabfälle *) 0,0 0,00 0,00 Straßenkehricht 5.325,10 10,88 1,93 Abfälle aus der Kanalreinigung 724,00 1,48 0,26 Sonstige Infrastrukturabfälle 3.470,06 7,09 1,26 Zwischensumme 9.519,16 19,46 3,45 Bau- und Abbruchabfälle und Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen Abfälle aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes 3.938,71 8,05 1,43 Bauschutt ,98 21,03 3,72 Baustellenabfälle 0,76 0,00 0,00 Straßenaufbruch 84,09 0,17 0,03 Boden und Steine 108,54 0,22 0,04 Dämmmaterial u. asbesthaltige Baustoffe 40,27 0,08 0,01 gemischte Bau- und Abbruchabfälle 3.359,57 6,87 1,22 Sonstige Abfälle aus anderen 348,25 0,71 0,13 Herkunftsbereichen (Sonstige Gewerbeabfälle) Zwischensumme ,17 37,13 6,58 Gesamtsumme ,86 564,58 100,00 Einwohnerzahl zum *) Marktabfälle sind im Straßenkehricht enthalten Tabelle 1: Das Gesamtabfallaufkommen und das Abfallaufkommen 2015 je Einwohner/-in 4

6 2.3 Entsorgungs- und Verwertungswege Im Kreislaufwirtschaftsgesetz ist die Hierarchie im Umgang mit Abfällen definiert. Abfälle sind vorrangig zu vermeiden. Nicht vermeidbare Abfälle sind möglichst wiederzuverwenden. Ist beides nicht möglich, sind die Abfälle so hochwertig wie möglich zu verwerten. Die werkstoffliche Verwertung ist grundsätzlich der thermischen Verwertung vorzuziehen. Nicht direkt verwertbare Abfälle sollen zur Verwertung vorbereitet werden. Nicht wiederverwendbare oder verwertbare organische Abfälle dürfen nicht unbehandelt abgelagert werden. Der größte Teil der Duisburger Siedlungsabfälle wird in der Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage (GMVA) in Oberhausen thermisch behandelt. Im Bilanzjahr 2015 waren dies insgesamt ,54 t, darunter ,10 t Hausmüll, 1.603,60 t hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, ,94 t Sperrmüll, 3.938,71 t Abfälle aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes (Krankenhausabfälle), 3.352,55 t gemischte Bau- und Abbruchabfälle, 5.325,10 t Straßenkehricht inklusive Marktabfälle und 3.470,06 t Abfälle aus den Straßenpapierkörben. Die ,87 t separat bilanzierten Wertstoffe werden vielfältigen Verwertungswegen zugeführt. Die 281,43 t Bioabfälle werden kompostiert. Von den ,28 t Grünabfällen wird der holzreiche Anteil herausgezogen und zur Erzeugung erneuerbarer Energien eingesetzt, der Rest wird ebenfalls kompostiert. Die ,43 t Papier, Pappe, Kartonagen (PPK) wurden der Papierproduktion und die 6.285,46 t Altglas wurden als Sekundärrohstoff der Glasproduktion zugeführt. Die ,21 t Leichtstoffverpackungen wurden zu unterschiedlichen Anteilen auf neun Systembetreiber verteilt, die für die weitere Verwertung zuständig sind. Die 1.633,73 t Altmetall werden zerkleinert und nach den verschiedenen Metallen sortiert und als Sekundärrohstoff der Metallproduktion zugeführt. Die ,38 t Altholz werden zum größten Teil für die Energiegewinnung genutzt. Nur der Anteil unbehandelten Altholzes, das sogenannte A 1 Holz, kann werkstofflich verwertet werden und zum Beispiel zu Spanplatten verarbeitet werden. Dies waren in ,43 t. Die 1.866,72 t Alttextilien bestehen zu rund 90% aus tragfähiger Kleidung, die als solche weiterverwendet wird. Nicht tragfähige Alttextilien machen etwa 8% der Sammelmenge aus. Sie werden werkstofflich zum Beispiel zu Dämmmaterialien für die Autoindustrie, Putzlappen und Schutzdecken verarbeitet. Zu den 8.988,16 t sonstige Wertstoffe, gehören 385,62 t Hartkunststoffe, die ebenfalls werkstofflich verwertet werden, 6.140,64 t gemischte Verpackungen, die in der GMVA thermisch verwertet werden und 2.441,9 t stoffgleiche Nichtverpackungen, die gemeinsam mit den Leichtstoffverpackungen über die Wertstoffsammlung erfasst werden. Sie werden wie auch die Leichtstoffverpackungen zunächst nach den verschiedenen Materialien wie Verbundstoffe, verschiedene Kunststoffsorten, FE-Metalle und andere Metalle sortiert. Die Materialien können dann separat der werkstofflichen oder thermischen Verwertung zugeführt werden. 2.4 Abfallwirtschaftliche Entwicklung von 2011 bis 2015 Die aktuellen Kennzahlen mit den Daten der Vorjahre zu vergleichen ermöglicht etwaige Trends oder Unregelmäßigkeiten ausmachen zu können. In Tabelle 2 sind die Abfalljahresmengen der Siedlungsabfallbilanzen der Jahre 2011 bis 2015 dargestellt. 5

7 [t/a] [t/a] [t/a] [t/a] [t/a] Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll Hausmüll , , , , ,10 hausmüllähnliche Gewerbeabfälle 1.866, , , , ,60 Sperrmüll , , , , ,94 Zwischensumme , , , , ,64 Wertstoffe Bioabfälle 194,58 163,93 143,84 164,30 281,43 Grünabfälle , , , , ,28 Papier, Pappe, Kartonagen (PPK) , , , , ,43 Glas 6.743, , , , ,46 Leichtverpackungen (LVP) (Duale Systeme) , , , , ,28 Metall 1.351, , , , ,73 Holz , , , , ,38 Bekleidungen, Textilien 765, , , , ,72 Sonstige Wertstoffe 239, , , , ,16 Zwischensumme , , , , ,87 Schadstoffe 159,32 177,92 164,89 230,05 190,02 Infrastrukturabfälle Marktabfälle 226,43 227,84 209,99 213,57 0,00 Straßenkehricht 6.332, , , , ,10 Abfälle aus der Kanalreinigung 998,00 855,00 883,00 792,00 724,00 Sonstige Infrastrukturabfälle , , , , ,06 Zwischensumme , , , , ,16 Bau- und Abbruchabfälle und Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen Abfälle aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes 3.895, , , , ,71 Bauschutt 9.237, , , , ,98 Baustellenabfälle 2,92 6,64 0,76 Straßenaufbruch 75,13 98,91 78,69 94,96 84,09 Boden und Steine 2.300, ,85 73,68 424,53 108,54 Dämmmaterial und asbesthaltige Baustoffe 37,67 31,72 44,55 49,99 40,27 gem. Bau- und Abbruchabfälle 1.988, , , , ,57 Sonstige Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen (Sonstige Gewerbeabfälle) 6.325,82 276,55 294,06 321,71 348,25 Zwischensumme , , , , ,17 Gesamtsumme , , , , ,86 Einwohnerzahl zum Tabelle 2: Entwicklung des jährlichen Duisburger Abfallaufkommens von 2011 bis 2015 Da das Abfallaufkommen, vor allem das Siedlungsabfall- und das Wertstoffaufkommen, mit der Bevölkerungsentwicklung korreliert, finden sich in Tabelle 3 die Angaben je Einwohner/-in. Die Einwohnerzahl war von 1992 bis 2012 rückläufig. Während im Jahr 1992 laut Einwohnerstatistik Menschen in Duisburg lebten, ging die Einwohnerzahl bis 2012 kontinuierlich auf Einwohner zurück. Entgegen den damaligen Prognosen setzte sich dieser Trend nicht fort. Die Einwohnerzahl blieb 2013 gegenüber 2012 nahezu konstant und stieg bis zum auf Einwohner an. 6

8 [kg/e*a] [kg/e*a] [kg/e*a] [kg/e*a] [kg/e*a] Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll Hausmüll 260,52 252,95 248,22 249,95 247,55 hausmüllähnliche Gewerbeabfälle 3,83 3,68 3,52 3,13 3,28 Sperrmüll 26,52 22,79 24,31 23,23 24,57 Zwischensumme 290,87 279, , ,31 275,40 Wertstoffe Bioabfälle 0,40 0,34 0,30 0,34 0,58 Grünabfälle 68,56 68,33 70,31 75,28 71,49 Papier, Pappe, Kartonagen (PPK) 66,86 65,41 65,15 61,30 59,00 Glas 13,84 13,59 13,36 13,01 12,85 Leichtverpackungen (LVP) (Duale Systeme) 26,09 26,89 23,42 24,41 24,90 Metall 2,77 2,61 2,86 3,30 3,34 Holz 33,79 35,28 33,41 37,82 37,87 Bekleidungen, Textilien 1,57 2,52 2,65 3,17 3,82 Sonstige Wertstoffe 0,49 11,44 15,61 16,25 18,37 Zwischensumme 214,36 226,41 227,06 234,88 232,20 Schadstoffe 0,33 0,37 0,34 0,47 0,39 Infrastrukturabfälle Marktabfälle 0,46 0,47 0,43 0,44 0,00 Straßenkehricht 13,00 13,07 12,41 11,02 10,88 Abfälle aus der Kanalreinigung 2,05 1,76 1,81 1,62 1,48 Sonstige Infrastrukturabfälle 29,38 9,01 9,08 8,56 7,09 Zwischensumme 44,89 24,31 23,74 21,65 19,46 Bau- und Abbruchabfälle und Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen Abfälle aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes 7,99 7,97 7,74 7,92 8,05 Bauschutt 18,96 19,27 21,32 21,50 21,03 Baustellenabfälle 0,00 0,00 0,01 0,01 0,00 Straßenaufbruch 0,15 0,20 0,16 0,19 0,17 Boden und Steine 4,72 4,07 0,15 0,87 0,22 Dämmmaterial und asbesthaltige Baustoffe 0,08 0,07 0,09 0,10 0,08 gem. Bau- und Abbruchabfälle 4,08 4,32 5,43 5,26 6,87 Sonstige Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen (Sonstige Gewerbeabfälle) 12,98 0,57 0,60 0,66 0,71 Zwischensumme 48,96 36,46 35,52 36,53 37,13 Gesamtsumme 599,41 566,96 562,71 569,84 564,58 Einwohnerzahl zum Tabelle 3: Entwicklung des Duisburger Abfallaufkommens von 2011 bis 2015 je Einwohner/-in Die in den Tabellen 2 und 3 dargestellte Entwicklung des Abfallaufkommens von 2011 bis 2015 entspricht der Systematik der Landesdatenbank. Zu beachten ist, dass die stoffgleichen Nichtverpackungen, die seit dem gemeinsam mit den Leichtstoffverpackungen (LVP) über die Wertstofftonne gesammelt werden, in 2012 mit in den LVP Mengen waren und seit 2013 unter dem Abfallschlüssel in die Kategorie sonstige Wertstoffe einfließen. Bis zum Jahre 2011 flossen Infrastrukturabfälle in der Siedlungsabfallbilanz ein, die mit einem anderen Instrument zu erheben sind. Aus diesem Grund gab es in den Folgejahren einen deutlichen Rückgang bei den sonstigen Infrastrukturabfällen. Dies sind seit 2012 ff lediglich noch die Abfälle aus den Straßenpapierkörben. Beim Hausmüllaufkommen, der größten Einzelfraktion, ist das Pro-Kopf-Aufkommen seit 2011 eher rückläufig. Das Wertstoffaufkommen steigt insgesamt an. Einige Fraktionen schwanken aber im Laufe der Jahre. Die Zunahme der Alttextilmenge ist auf eine verstärkte Aufstellung von Altkleidercontainern im Stadtgebiet zurückzuführen und die Zunahme der Bioabfälle aufgrund der stadtweiten Ausdehnung der Bioabfallsammlung per Biotonne ab Nicht alle Schwankungen sind erklärbar, aber größere Veränderungen sind insgesamt nicht auszumachen. 7

9 Die Entwicklung des Siedlungsabfallaufkommens bis 2015 zeigte sich unauffällig. Eine genauere Betrachtung der Abfallströme und der getroffenen wie geplanten Maßnahmen wird die derzeit erfolgende Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes liefern. 8

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