Fertigkeit Übersetzen

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1 Christiane Nord Fertigkeit Übersetzen Ein Selbstlernkurs zum Übersetzenlernen und Übersetzenlehren Editorial Club Universitario Alicante 2002

2 Título: Fertigkeit ÜBersetzen Autora: Christiane Nord I.S.B.N.: Depósito legal: A Edita: Editorial Club Universitario PrintedinSpain Imprime: Imprenta Gamma Telf.: C/. Cottolengo, 25 - San Vicente (Alicante) Reservados todos los derechos. Ni la totalidad ni parte de este libro puede reproducirse o transmitirse por ningún procedimiento electrónico o mecánico, incluyendo fotocopia, grabación magnética o cualquier almacenamiento de información o sistema de reproducción, sin permiso previo y por escrito de los titulares del Copyright.

3 Inhalt Vorwort... iii Einleitung Was ist denn eigentlich Übersetzen? Zuerst ein bisschen Sprachkunde Wo begegnet uns Übersetzen? Übersetzen ist nicht gleich Übersetzen Wer fertigt Übersetzungen an? Exkurs: Was sagt die Übersetzungswissenschaft zu ihrem Gegenstand? Was passiert beim Übersetzen? Zuerst noch ein bisschen Selbstbeobachtung Exkurs: Theoretische Modelle des Übersetzungsprozesses Linguistische Modelle des Übersetzungsprozesses Kommunikationstheoretische Modelle des Übersetzungsprozesses Funktionale Modelle des Übersetzungsprozesses Handlungstheoretische Modelle des Übersetzungsprozesses Psycholinguistische Modelle des Übersetzungsprozesses Phasen des Übersetzungsprozesses Exkurs: Textfunktionsmodelle Karl Bühler und das Organonmodell Roman Jakobsons funktionales Kommunikationsmodell Ein übersetzungsdidaktisches 4-Funktionen-Modell Der Übersetzungsauftrag Textfunktionen und Übersetzungsfunktionen Was müssen wir über den Übersetzungsauftrag wissen? Was sagt uns der Übersetzungsauftrag? Übersetzungsrelevante Textanalyse Das Textmaterial Erste Analyseschritte am Puddingtopf Textanalyse systematisch TEST: Woran erkennt man die Funktion? Vom Ausgangstext zum Zieltext: Transferleistungen Das Hürdenmodell des Übersetzens Übersetzungsstrategie Übersetzungsprobleme - Übersetzungsschwierigkeiten Übersetzerische Hilfsmittel Noch mehr Selbstbeobachtung Hier kommt der Auftrag Ihre Übersetzung Zusammenfassung...74 i

4 ii Fertigkeit Übersetzen 3 Was ist Übersetzungskompetenz? Zuerst ein bißchen Brainstorming Noch ein Modell Exkurs: Übersetzungskompetenz theoretisch Übersetzungskompetenz als Fähigkeit, Wissen einzusetzen Übersetzungskompetenz als interkulturelle Kompetenz Übersetzungskompetenz als Textverarbeitungskompetenz Übersetzungskompetenz als Fähigkeit zur Analogiebildung Übersetzungskompetenz als eigenständige Kompetenz Erwerb der Übersetzungskompetenz Übersetzen im Fremdsprachenunterricht Übersetzen als fünfte Fertigkeit Übersetzen als professionelle Tätigkeit Wie vermittelt man Übersetzungskompetenz? Vorbemerkungen Im Anfang war der Frust Grundprinzipien des Übersetzungsunterrichts Eignungsfeststellungen Curriculum Übersetzungspropädeutik Einführung in das Übersetzen Übersetzen für Fortgeschrittene Unterrichtsmittel und Unterrichtsgestaltung Auswahl von Texten und Unterrichtsmaterial Didaktisierung einer Übersetzungsaufgabe Die Sprach- und Übersetzungskartei als Lehr- und Lernmittel Arbeitsformen im Übersetzungsunterricht Leistungskontrolle und Leistungsbewertung Was ist ein Übersetzungsfehler? Kategorisierung der Übersetzungsfehler Gewichtung der Übersetzungsfehler Aus Fehlern lernen! Jetzt wird s ernst - Unterrichtseinheit Übersetzen Lernzielbestimmung Textauswahl Didaktisierung und Aufgabenstellung Arbeitsplan Evaluierung Schlussbetrachtung Lösungsschlüssel Glossar übersetzungsmethodischer Termini Bibliographie...175

5 iii Vorwort Das vorliegende Buch wurde ursprünglich im Auftrag des Goethe-Instituts verfasst und sollte als Fernstudienbrief in einer Reihe mit anderen Fernstudienbriefen zum Thema Deutsch als Fremdsprache veröffentlicht und zunächst für ein spanisch- und italienischsprachiges Zielpublikum regionalisiert, das heißt: für diese speziell sprachlich und kulturell adaptiert, werden. Eine zu diesem Zweck 1999 angefertigte vorläufige deutsche Fassung wurde in vielen Ländern gelesen und im Unterricht sowie im Selbststudium erprobt. Positive Rückmeldungen kamen vor allem aus Spanien, aus Lateinamerika, aber auch aus Indonesien, Indien und Südafrika. Die allerorten waltenden Sparzwänge führten dann dazu, dass das Goethe-Institut auf eine Veröffentlichung als Studienbrief verzichtete, weil, wie man sagte, das Übersetzen ja nicht zum Kerngeschäft dieser Institution gehöre. Immerhin erhielt ich schließlich meine Autorenrechte an dem Text zurück, sodass ich mich um eine Veröffentlichung in anderem Rahmen kümmern konnte. Nun ist jedoch ein Studienbrief eine eigene Textsorte, die nicht ohne weiteres in ein Programm aus Monografien oder anderen Fachbüchern passt. Da der Text jedoch andererseits zur Zufriedenheit mehrerer Studierendengenerationen an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) und anderswo eingesetzt worden war, entschloss ich mich zu einer Publikation in fast unveränderter Form, also als interaktiver Kurs zum Selbststudium und zur Unterstützung einführender Vorlesungen im Bereich der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung sowie für Deutschlehrende im In- und Ausland, die häufig ohne irgendeine Anleitung im oder neben dem Deutschunterricht auch Übersetzungsunterricht erteilen (müssen). Das sind zwei Adressatenkreise, die wenig Überschneidungen aufweisen. Dennoch bin ich der Meinung, dass für beide in diesem Buch eine Menge nützlicher Informationen zu finden sind, und ich hoffe, der Erfolg gibt mir irgendwann Recht. Ganz herzlich gedankt sei an dieser Stelle meiner Kollegin und Freundin Irene Prüfer, Universität Alicante, durch deren Vermittlung und tätige Hilfe die Veröffentlichung zu einem für Studierende und Lehrende auch in weniger reichen Ländern erschwinglichen Preis möglich wurde. Dank gebührt auch den studentischen Benutzerinnen und Benutzern der Erprobungsfassung, die mich auf zahlreiche Druck und Konvertierungsfehler hinwiesen, von denen ich ohne ihre Hilfe vermutlich viele nicht gefunden hätte. Alle Fehler und Unzulänglichkeiten, die noch in dem Buch zu finden sind, gehen selbstverständlich auf mein Konto. Für Hinweise bin ich dankbar, damit sie nach und nach alle verschwinden. Christiane Nord Magdeburg, im August 2002

6 Einleitung 1 Einleitung Übersetzen lernen ohne Sprachen? Ein Selbstlernkurs zum Übersetzen für welche Sprachen denn? werden Sie vielleicht fragen. Kann man denn über das Übersetzen reden, ohne zwei bestimmte Sprachen ein Sprachenpaar, wie wir meistens sagen als bekannt vorauszusetzen? Da Sie diesen Kurs auf Deutsch lesen, setze ich voraus, dass Sie Deutsch können (auch wenn es vielleicht nicht Ihre Muttersprache ist) und da Sie sich für das Übersetzen interessieren, gehe ich davon aus, dass Sie mindestens eine weitere Sprache beherrschen. Beherrschen heißt nicht nur sprechen, lesen, verstehen und schreiben können, sondern auch, über das Funktionieren dieser Sprache Bescheid wissen, zum Beispiel über die Grammatik, über den Wortschatz, über den Satzbau, über die Schwierigkeiten, die diese Sprache Menschen mit anderer Muttersprache bietet (das nennen wir metasprachliches Wissen *. Vielleicht entscheiden Sie sich an dieser Stelle bereits einmal, welches diese andere Sprache für Sie sein soll. Meine Sprachen sind Deutsch und Sie können diese Entscheidung später natürlich jederzeit rückgängig machen. Bei der Fertigkeit Übersetzen geht es nicht primär um Sprachenpaare, denn sprachliche Kenntnisse und die Beherrschung sprachlicher Fertigkeiten sind die Voraussetzung für den Erwerb übersetzerischer Kompetenz (siehe Kapitel 3), nicht Bestandteil derselben. Das haben Sie sicher schon selbst festgestellt: Wenn Menschen zwei Sprachen gut beherrschen (z.b. zweisprachig aufgewachsene Kinder), dann bedeutet das noch lange nicht, dass sie auch gut übersetzen können. Aber darauf kommen wir später noch öfter zurück. Was kommt auf Sie zu? In diesem Selbstlernkurs möchte ich Sie mit einigen theoretischen und methodischen Grundlagen des Übersetzens vertraut machen, die auch für das Übersetzenlernen und das Übersetzenlehren von Bedeutung sind. Dabei sollen Theorie und Praxis fruchtbar miteinander verbunden werden wie bei einem Zopf, der auch nur hält, wenn die verschiedenen Haarsträhnen abwechselnd verflochten werden. Theoretische Grundlagen, deren Kenntnis nicht unbedingt notwendig ist, um der Argumentation folgen zu können, werden als Exkurse gekennzeichnet so kann man sie auch ruhig zuerst einmal überspringen und später darauf zurück kommen. Was ist Übersetzen? Sie alle haben sicherlich schon Erfahrungen mit dem Übersetzen und mit Übersetzungen gemacht. In Kapitel 1 wollen wir zunächst von diesen Alltagserfahrungen ausgehen, damit Sie sich darüber klar werden, was Sie selbst eigentlich unter Übersetzung (bzw. dem entsprechenden Wort in Ihrer Sprache und

7 2 Fertigkeit Übersetzen Kultur) verstehen, wo überall uns Übersetzungen im Alltag begegnen und wer sie anfertigt. Wir stellen fest, dass es verschiedene Formen des Übersetzens gibt, aus denen wir für unsere Zwecke einige besonders unter die Lupe nehmen werden. In einem ersten Exkurs schauen wir uns an, was die Übersetzungswissenschaft zur Frage Was ist denn eigentlich Übersetzen? zu sagen hat und was wir damit anfangen können. Was passiert beim Übersetzen? In Kapitel 2 geht es dann um die zentrale Frage, wie so ein Übersetzungsprozess abläuft und was alles dazu gehört. Wenn Sie selbst schon einmal etwas übersetzt haben, können Sie auf Ihre Erfahrungen zurückgreifen. Wenn nicht, ist Ihre Fantasie gefordert, oder Sie probieren es einfach einmal aus. Auch hierüber hat sich die Übersetzungswissenschaft natürlich bereits Gedanken gemacht. Es gibt verschiedene Modelle, von denen ich Ihnen einige vorstellen möchte, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Am praktischen Textbeispiel werden wir dann die Phasen des Übersetzungsprozesses, besonders die Textanalyse- und Textproduktionsphase, sowie die Mittel der Recherche, die dem Übersetzer zur Verfügung stehen, etwas genauer ansehen. Sie werden auch selbst übersetzen und dann später Ihre Übersetzungen kritisch begutachten müssen, Wenn Sie sich dabei beobachten, können Sie eine Menge über sich selbst und über die Vorgänge beim Übersetzen lernen. Was ist Übersetzungskompetenz? Nun haben Sie vielleicht schon eher eine Vorstellung davon, was man alles wissen und können muss, um einen Text aus der Sprache A in die Sprache B zu übersetzen. In Kapitel 3 werden wir uns daher etwas näher mit der so genannten Übersetzungskompetenz beschäftigen. Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten gehören dazu? Wie und wo (also in welcher Art Unterricht) kann man diese Fähigkeiten und Fertigkeiten und das notwendige Wissen erwerben? Ist der Fremdsprachenunterricht dazu geeignet, diese Fähigkeiten und Fertigkeiten oder vielleicht wenigstens einige davon zu vermitteln oder kann er so gestaltet werden, dass zumindest die Voraussetzungen für ihren späteren Erwerb entstehen? Wie müsste ein Fremdsprachenunterricht aussehen, damit er die Sprach- Lernenden sinnvoll auf das Übersetzen-Lernen vorbereitet? Hier muss auch unterschieden werden zwischen dem Übersetzen als Übungsform im Fremdsprachenunterricht und dem Übersetzen als eigenständigem Lehr- und Lernziel. Wie lehrt man Übersetzen? In Kapitel 4 soll es um den Aufbau und die Ausgestaltung eines Übersetzungskurses gehen. Wie könnte man hinreichende Sprach- und Kulturkenntnisse und eine übersetzungssensitive Sprachausbildung, wie in Kapitel 3 diskutiert, vorausgesetzt eine Übersetzungskompetenz sinnvoll und systematisch aufbauen? Wie könnte eine didaktische Progression im Übersetzungsunterricht aussehen? Welche Art von Texten sind für die verschiedenen Phasen des Übersetzenlernens geeignet? Wie bestimmt man den Schwierigkeitsgrad einer Über-

8 Einleitung 3 setzungsaufgabe? Und schließlich: Wie sind Übersetzungsleistungen im Unterricht zu bewerten, damit die Übersetzungskompetenz stetig zunimmt und die Motivation der Lernenden nicht baden geht? Als wichtiges Lehr- und Lernmittel im Übersetzungstraining stellen wir die Integrierte Sprach- und Übersetzungskartei (SPÜK) vor. Probieren geht über Studieren! In Kapitel 5 wird dann an einem konkreten Beispiel einmal durchgespielt, wie eine Übersetzungsstunde mit einem deutschen Ausgangstext aussehen könnte bis dahin haben Sie hoffentlich schon Lust bekommen, sie an Ihren Schülerinnen und Schülern auszuprobieren. Eine kleine Schlussbetrachtung (Kapitel 6) mit einer Empfehlung, wie Sie sich weiter mit dem hochinteressanten Thema Übersetzen und Übersetzenlernen beschäftigen können, rundet das Ganze ab. Wo sind die Antworten? In den Kapiteln 1 bis 4 finden Sie an verschiedenen Stellen Aufgaben, die Ihnen helfen sollen, sich zu bestimmten Fragen Gedanken zu machen oder das bisher Besprochene in die Praxis umzusetzen. In Kapitel 7 werden Lösungsvorschläge oder hinweise angeboten, mit denen Sie Ihre eigenen Lösungen vergleichen können. Das gilt jedoch nicht für alle Aufgaben. Manchmal geht es ja auch nur darum, dass Sie über Ihre eigenen Erfahrungen nachdenken sollen. Oder Sie sollen einen vorgegebenen Text oder eine Äußerung in Ihre gewählte Kontrastsprache übersetzen auch in diesen Fällen kann ich natürlich keine richtige Lösung vorschlagen, da ich Ihre Kontrastsprache nicht kenne und vielleicht auch gar nicht beherrsche. Dann weise ich aber, wenn nötig, auf die methodischen oder theoretischen Aspekte hin, auf die es mir ankommt. Was bedeuten die Fachtermini? Kapitel 8 enthält ein alphabetisches Glossar mit den wichtigsten übersetzungswissenschaftlichen und methodischen Fachausdrücken. Sie werden im Text jeweils bei ihrer ersten Erwähnung kurz erläutert und mit einem Sternchen* versehen. Aber vielleicht möchten Sie den einen oder anderen doch noch einmal nachschlagen, wenn er später wieder vorkommt oder wenn Sie ein bestimmtes Kapitel noch einmal gesondert aufgreifen wollen. Was sollte man lesen? Ganz am Schluss des Buches finden Sie eine Bibliographie mit allen erwähnten Titeln. Die für unser Thema grundlegenden Arbeiten sind kurz kommentiert; es werden auch Lese-Empfehlungen gegeben. Achten Sie auf Neuerscheinungen! Jetzt wissen Sie in etwa, was auf Sie zukommt, und es bleibt mir nur noch, Ihnen zu wünschen, dass Sie bei der Lektüre und der Lösung der Aufgaben so viel Spaß haben wie ich beim Schreiben. Denn Spaß muss sein, Spaß am Spiel mit der Sprache und den Sprachen und Spaß an der Vermittlung zwischen den Kulturen.

9 4 Fertigkeit Übersetzen 1 Was ist denn eigentlich Übersetzen? 1.1 Zuerst ein bisschen Sprachkunde Wir schauen einmal nach, was in den deutschen Wörterbüchern (DUDEN 1993ff; WEHRLE/EGGERS 1968) alles unter dem Stichwort übersetzen zu finden ist. Aufgabe 1 Was steht in Ihrem deutschen Wörterbuch? Überlegen Sie, was die aufgeführten Anwendungsbeispiele über die Bedeutung des Wortes aussagen. Oder handelt es sich vielleicht um mehrere verschiedene Wörter? Welche Kästchen gehören zusammen? übersetzen: jenes eintönig sprudelnde Dauergeräusch, das Liszt sinfonisch übersetzt hat deuten, interpretieren, auslegen, erklären, klarmachen, enthüllen, umschreiben, paraphrasieren, bearbeiten... übersetzen: die Gewalt der Kriege übersetzte sich in einen Realismus, der die Tatsache des Krieges als höhere Gewalt anerkennt ÜB ERSETZEN! übersetzen: kannst du mir diesen Brief übersetzen? übersetzen: der alte Fährmann hat uns übergesetzt übersetzen: wir flogen nach Pula und setzten von dort mit dem Boot nach Brioni über übersetzen, übertragen, dolmetschen, verdeutschen, in einer anderen Sprache wiedergeben übersetzen: die Gene der Mücken können von einer Elefantenzelle gelesen und in Proteine übersetzt werden. Das deutsche Wort übersetzen ist wohl im 17. Jahrhundert als Lehnbildung zu den lateinischen Verben traducere und transferre (bzw. dem dazugehörigen Partizip Perfekt translatum) entstanden (vgl. DUDEN) und steht dadurch in schöner Eintracht mit französisch traduire, spanisch traducir, italienisch tradurre, portugiesisch traduzir und englisch translate. Sie alle haben die gemeinsame Grundbedeutung hinüber-bringen und Jacob GRIMM hat das in seiner Schrift über das pedantische in der deutschen sprache vor mehr als 150 Jahren so ausgedrückt (zit. n. STÖRIG 1963):

10 1. Was ist Übersetzen? 5 übersétzen ist übersetzen, traducere navem. Wer nun, zur seefart aufgelegt, ein schif bemannen und mit vollem segel an das gestade jenseits führen kann, musz dennoch landen, wo andrer boden ist und andre luft streicht. (Grimm 1847) Auf diese schöne Metapher kommen wir noch zurück. Was da beim Übersetzen von wo nach wo hinüber gebracht wird, das soll uns im nächsten Abschnitt beschäftigen. Und wie ist das in Ihrer Sprache? translate tradurre?? traduzir? traduire traducir 1.2 Wo begegnet uns Übersetzen? Man hat unsere Zeit das Jahrhundert der Übersetzung genannt Übersetzungen bilden einen wichtigen Bestandteil des Textrepertoires jeder Sprach- und Kulturgemeinschaft. Oft ist uns nicht einmal bewusst, dass es sich bei einem Text, den wir lesen, um eine Übersetzung handelt. Aufgabe 2 Überlegen Sie bitte, bei welchen Gelegenheiten und in welchen Situationen Sie schon einmal mit dem Übersetzen in Berührung gekommen sind, und charakterisieren Sie diese kurz in ein paar Stichworten

11 6 Fertigkeit Übersetzen Hier ein paar Anregungen, falls Ihnen nichts einfällt... Neulich war ich auf einer Konferenz, da wurden alle Vorträge übersetzt! Ich lese gerade Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel García Márquez... Im Lateinunterricht haben wir früher immer übersetzt Caesar und so was, schrecklich!!! Die Bedienungsanleitung von der neuen Waschmaschine war in fünf Sprachen welches war denn da die Übersetzung? Im Spiegel stand heute, was Bush vor der UNO gesagt hat... reden die da Deutsch? Übersetzungen kommen in den verschiedensten Situationen unseres Alltags vor. Nicht immer sind wir uns bewusst, dass ein Text, den wir lesen oder hören, eine Übersetzung ist. Übersetzung kann sowohl die Tätigkeit als auch das dabei angefertigte Produkt bezeichnen. Um Verwechslungen zu vermeiden, nennen wir die Tätigkeit Übersetzen* und das Produkt Übersetzung*. Und da wir gerade bei der Sprachregelung sind: Das Original, also den Text, der bei der Übersetzung als Vorlage dient, nennen wir Ausgangstext* (kurz: AT), und den Text, der beim Übersetzen produziert wird, nennen wir Zieltext* (kurz: ZT) oder Translat*. 1.3 Übersetzen ist nicht gleich Übersetzen Bei den soeben angestellten Überlegungen ist Ihnen bestimmt aufgefallen, dass es verschiedene Arten des Übersetzens gibt. Wir unterscheiden nach dem Tätigkeitsumfeld: Übersetzen im Fremdsprachenunterricht (als Übungsform oder als Form der Lernzielkontrolle) und professionelles Übersetzen in der beruflichen Praxis, nach der Übersetzungsrichtung: Übersetzen in die Muttersprache (im Fremdsprachenunterricht: Her-Übersetzung) und Übersetzen in die Fremdsprache (im Fremdsprachenunterricht: Hin-Übersetzung), nach der Realisierungsform: Dolmetschen und Übersetzen; beide werden oft als Translation zusammengefasst, in der Alltagssprache wird jedoch auch Übersetzen häufig als Oberbegriff für Übersetzen und Dolmetschen verwendet, nach den besonderen Bedingungen der Dolmetschtätigkeit: Simultandolmetschen und Konsekutivdolmetschen, nach dem Ort, an dem die Dolmetschtätigkeit durchgeführt wird: Behördendolmetschen, Gerichtsdolmetschen, Krankenhausdolmetschen..., nach dem Bereich, aus dem der Ausgangstext stammt: gemeinsprachliches Übersetzen, Fachübersetzen, Literaturübersetzen und Bibelübersetzen,

12 1. Was ist Übersetzen? 7 nach dem Medium, über das eine Übersetzung vermittelt wird: mündliches Übersetzen (auch: Stegreif- oder Spontanübersetzen, trotz des Namens eigentlich eher eine Form des Dolmetschens) und schriftliches Übersetzen. All diese Übersetzungsformen ab jetzt sagen wir korrekt: Translationsformen sind im Glossar definiert und gegebenenfalls kurz erläutert. In diesem Buch werden wir uns schwerpunktmäßig mit dem Übersetzen beschäftigen, und zwar mit dem professionellen Übersetzen. Der Bereich des Dolmetschens wird gelegentlich gestreift (besonders im Zusammenhang mit der Didaktik, Kapitel 4). Da in der professionellen Praxis die Bibelübersetzung eine eher untergeordnete Rolle spielt (das ist meist das Feld von Theologen obwohl auch hier ein wenig Professionalität beim Übersetzen kein Fehler wäre, vgl. BERGER/NORD 1999), wird dieser Bereich hier ausgeklammert. Ebenso werden wir auf die Literaturübersetzung nur in den Zusammenhängen eingehen, wo sich Aspekte der gemeinsprachlichen und der Fachübersetzung auf die Literaturübersetzung übertragen lassen. Bleibt noch die Frage der Übersetzungs richtung, also die Frage, ob in die oder aus der Fremdsprache übersetzt wird. Aufgabe 3 Was meinen Sie zu den folgenden Behauptungen: (a) Übersetzen aus der Fremdsprache in die Muttersprache ist grundsätzlich leichter als umgekehrt. stimmt stimmt nicht weiß ich nicht (b) Man sollte nie in die Fremdsprache übersetzen, immer nur in die eigene Muttersprache. stimmt stimmt nicht weiß ich nicht (c) Für die Übersetzung in die Fremdsprache gelten andere Qualitätsmaßstäbe als für die Übersetzung in die Muttersprache. stimmt stimmt nicht weiß ich nicht (d) Fachübersetzer/innen mit fachlicher und übersetzerischer Kompetenz können genauso gut in die Fremdsprache wie aus der Fremdsprache übersetzen. stimmt stimmt nicht weiß ich nicht (e) Beim Übersetzen in die Fremdsprache werden andere Strategien benutzt als beim Übersetzen in die Muttersprache. stimmt stimmt nicht weiß ich nicht (f) Es kommt auf die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel an, ob Übersetzen in die Fremdsprache möglich ist. stimmt stimmt nicht weiß ich nicht (g) Die Prozesse, die im Kopf ablaufen, sind bei der Übersetzung in die Fremdsprache anders als bei der Übersetzung in die Muttersprache. stimmt stimmt nicht weiß ich nicht

13 8 Fertigkeit Übersetzen Aufgabe 4 Können Sie einige dieser Aussagen dem Übersetzen im Fremdsprachenunterricht zuordnen? (a) (b) (c) (d) (e) (f) (g) 1.4 Wer fertigt Übersetzungen an? Aufgabe 5 Wie ist es in Ihrem Land wer macht die Übersetzungen, mit denen Sie es tagtäglich zu tun haben? Sind es ausgebildete Übersetzerinnen und Übersetzer? Fremdsprachensekretäre und sekretärinnen? Ingenieurinnen oder Ingenieure mit Fremdsprachenkenntnissen? fremdsprachliche native speakers, die der Auftraggeber gerade zufällig kennt (also zum Beispiel die Freundin der Ehefrau des Kollegen)? Studierende der Fremdsprachenausbildung? Absolventinnen und Absolventen von Sprachkursen, zum Beispiel des Goethe-Instituts? die Autorinnen oder Autoren der Ausgangstexte selbst, wenn sie die Fremdsprache beherrschen? Lehrende der Fremdsprachenausbildung, die sich damit ein Zubrot verdienen? Wenn es überwiegend ausgebildete Übersetzerinnen und Übersetzer sind, wo werden sie ausgebildet, an Universitäten, Fachhochschulen oder anderen akademischen Einrichtungen? an privaten Schulen? von den Arbeitgebern selbst? an anderen Ausbildungsstätten, zum Beispiel:... Wenn es vorwiegend autodidaktisch oder überhaupt nicht ausgebildete Übersetzerinnen und Übersetzer sind, dann sollten Sie überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, an Ihrer Einrichtung eine Übersetzerausbildung zu institutionalisieren oder wenigstens den Sprachlernenden eine übersetzerische Grundkompetenz zu vermitteln! Bei solchen Überlegungen kann Ihnen dieser Selbstlernkurs behilflich sein. 1.5 Exkurs: Was sagt die Übersetzungswissenschaft zu ihrem Gegenstand? Nachdem wir uns nun zunächst von der praktischen Seite an unser Thema herangetastet haben, machen wir einen kleinen Ausflug (wissenschaftlich: Exkurs) in die Übersetzungswissenschaft. Was das ist? Das Schöne an der deutschen Sprache sind ihre zusammengesetzten Substantive ( Nominalkomposita ) man weiß gleich, woran man ist. Übersetzungswissenschaft ist die wissen-

14 1. Was ist Übersetzen? 9 schaftlich fundierte Beschäftigung mit dem Übersetzen und seinen Produkten, den Übersetzungen. Und dazu gehört, dass man zunächst einmal den Gegenstand definiert. In seiner Einführung in die Übersetzungswissenschaft zählt KOLLER ( ) eine Reihe von Definitionen auf, von denen ich Ihnen hier einige vorstellen möchte. Im Englischen ist hier von translating die Rede, das als Oberbegriff für Dolmetschen und Übersetzen verwendet wird. Da sich jedoch der Kontext auf schriftliche Realisierungsformen bezieht, sind sie als Definitionen für das Übersetzen anzusehen. Erste Ansätze zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Übersetzen entstanden in den 50er und 60er-Jahren im Zusammenhang mit Experimenten zur Maschinenübersetzung. Die optimistische Ansicht, dass maschinelles Übersetzen einmal möglich sein werde, spiegelt sich in Oettingers strikt systemlinguistischer Definition. Definition 1 Übersetzen ist die Ersetzung von Elementen einer Sprache A, der Ausgangssprache, durch äquivalente Elemente einer Sprache B, der Zielsprache (Anthony G. OETTINGER 1960: 110, Übers. C.N.). Im Gegensatz dazu ist Catfords Definition textbezogen und schließt die Ebene der Sprachverwendung mit ein. Definition 2 Übersetzen ist die Ersetzung von Textmaterial einer Sprache durch äquivalentes Textmaterial einer anderen Sprache (J. C. CATFORD 1965: 20, Übers. C.N.). Der krasse Rationalismus, der aus Oettingers Definition spricht, so als gebe es zwischen Sprachelement und Wirklichkeit eine 1:1-Beziehung, wird in Winters Definition dadurch relativiert, dass von Interpretationen der Wirklichkeit die Rede ist. Dennoch steht auch hinter Definition 3 die Auffassung, dass Interpretationen der Wirklichkeit objektivierbar und damit äquivalent übersetzbar seien. Alle drei Definitionen sehen das Übersetzen als ein Ersetzen an. Definition 3 Übersetzen bedeutet, die Formulierung einer Interpretation eines Ausschnitts der Wirklichkeit in und um uns durch eine andere, möglichst äquivalente Formulierung zu ersetzen, wobei sich die beiden Formulierungen verschiedener Sprachen bedienen (W. WINTER 1961: 68, Übers. C.N.). Eugene A. Nida ist Bibelübersetzer. Daher sucht er nach einem natürlichen Äquivalent in der Zielsprache, das heißt, nach einem inhaltlichen und stilistischen Gegenstück zu der ausgangssprachlichen Botschaft, das auf die Empfänger der Übersetzung ähnlich natürlich wirken soll wie der Ausgangstext auf seine Empfänger. Diese Form der Äquivalenz nennt er dynamic equivalence (NIDA 1964) oder später functional equivalence (DE WAARD/NIDA 1986).

15 10 Fertigkeit Übersetzen Definition 4 Übersetzen ist die zielsprachliche Herstellung des nächstliegenden natürlichen Äquivalents ( closest natural equivalent ) zu der ausgangssprachlichen Botschaft, wobei die Äquivalenz zuerst für den Inhalt und dann auch für den Stil gelten soll (Eugene A. NIDA/ Charles R. TABER 1969: 12, Übers. C.N.). Ähnlich ist der Begriff der kommunikativen Äquivalenz der so genannten Leipziger Schule der Translationswissenschaft zu verstehen. Nach diesem Konzept sind zwei Texte verschiedener Sprachen dann kommunikativ äquivalent, wenn ein ideal zweisprachiger Sprecher in der Kommunikation mit einem ebenso ideal zweisprachigen Adressaten die freie Wahl hätte, den einen oder den anderen zur Realisierung seiner kommunikativen Intentionen zu verwenden, da beide den gleichen kommunikativen Effekt auslösen. Angesichts dieser idealen Voraussetzungen erscheint Übersetzen nach der folgenden Definition allerdings ein wenig Erfolg versprechendes Unternehmen zu sein. Definition 5 Translation ist in ihrer Erscheinungsform ein sprachlicher Prozess, bei dem einem Text einer Sprache L A ein Text einer Sprache L B zugeordnet wird, der dem Text der Sprache L A kommunikativ äquivalent ist (vgl. JÄGER 1975: 36) Alle bisher aufgeführten Definitionen nennen Äquivalenz als die Grundlage dafür, dass ein Text als Übersetzung eines anderen betrachtet werden kann. Die Schwierigkeit liegt nun darin, dass der Begriff der Äquivalenz, wie auch schon die angeführten Zitate zeigen, oft nicht befriedigend definiert wird. Daher haben manche Autoren versucht, ihn durch spezifizierende Adjektive zu konkretisieren, also beispielsweise denotative, dynamische, finalistische, formale, funktionale, konnotative, stilistische, textnormative, wirkungsmäßige Äquivalenz (vgl. u.a. KOLLER : 216). Durch diese Spezifizierungen wird jedoch automatisch der unspezifizierte Begriff immer bedeutungsleerer. Definition 6 Mit dem Begriff der Äquivalenz wird eine Beziehung zwischen AS-Text (bzw. Textelementen) und ZS-Text (bzw. Textelementen) postuliert. Der Begriff Äquivalenz sagt dabei noch nichts über die Art der Beziehung aus: diese muss zusätzlich definiert werden. [...] Die Äquivalenzforderung lässt sich jeweils in die Formel bringen: die Qualität(en) X des AS-Textes muss (müssen) gewahrt werden. Das bedeutet, dass Inhalt, Form, Stil, Funktion etc. des AS-Textes im ZS- Text gewahrt werden müssen, oder dass zumindest versucht werden muss, diese Qualitäten so weit wie möglich zu wahren (KOLLER 1979: , Hervorhebungen im Original). Definition 6 zeigt, dass Äquivalenz bei manchen Autoren nichts weiter als Übersetzungsrelation" bedeutet, also eine Ähnlichkeitsbeziehung zwischen Texten verschiedener Sprache. Diese kann auf unterschiedlichen, bei der Translation jeweils gleich oder invariant zu haltenden Bezugsgrößen basieren, als da sind: Inhalt, Form, Stil, (intendierte) Wirkung, Funktion usw.

16 1. Was ist Übersetzen? 11 Äquivalenztheoretische Ansätze sind ausgangstextorientiert, da es ihnen darum geht, bestimmte Merkmale des Ausgangstexts beim Übersetzen zu bewahren oder invariant zu halten. Das Problem ist nur: Wer sagt dem Übersetzer, welche Merkmale das in einem konkreten Fall sind? Die äquivalenzorientierte Übersetzungstheorie gibt darauf die Antwort: Das sagt ihm der Ausgangstext selbst. Wir werden diese Aussage im nächsten Kapitel einmal testen. Der Äquivalenzbegriff stammt aus den exakten Wissenschaften (Mathematik, formale Logik, Elektrotechnik). Vielleicht ist das der Grund dafür, dass manche Übersetzungswissenschaftler/innen ihn nicht so recht mögen. Im Gefolge der so genannten pragmatischen Wende in der Sprachwissenschaft und der Entwicklung der Textlinguistik und Texttheorie (vgl. z.b. S.J. SCHMIDT 1976) in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts wird die Kritik am Äquivalenzkonzept immer lauter und verbreiteter (vgl. z.b. SNELL-HORNBY 1986a: 15f.). Gleichzeitig werden erste schüchterne Kontakte zur Übersetzungspraxis in Industrie, Wirtschaft, Behörden, Organisationen aufgenommen, und es zeigt sich, dass dort keineswegs das Postulat der Äquivalenz an erster Stelle steht, sondern die Forderung, dass eine Übersetzung als Text in der Zielsprache und -kultur die von ihr erwarteten kommunikativen Funktionen erfüllen müsse. Daraus ergibt sich eine Trendwende zu einer am Funktionsbegriff orientierten Translationstheorie, die aus folgenden Definitionen abzulesen ist. Definition 7 Interaktion (und als deren Sondersorte: Translation) wird von ihrem Zweck (Skopos) bestimmt (Vermeer 1978, 1983: 54). Definition 8 Translation ist die Produktion eines funktionsgerechten Zieltextes in einer je nach der angestrebten oder geforderten Funktion des Zieltextes (Translatskopos) unterschiedlich spezifizierten Anbindung an einen vorhandenen Ausgangstext. Durch die Translation wird eine kommunikative Handlung möglich, die ohne sie aufgrund vorhandener Sprach- und Kulturbarrieren nicht zustandegekommen wäre (NORD 1988, : 31). Hier wird deutlich, dass Übersetzen (als eine Form von Translation) nicht mehr als rein sprachliche Ersetzungs- oder Reproduktionstätigkeit (im Extremfall: als Code-switching*-Operation) angesehen wird, sondern als eine kommunikative Handlung zwischen Handelnden, die verschiedenen Kulturgemeinschaften angehören. Damit kommen handlungstheoretische und kulturwissenschaftliche Faktoren in den Blick, die durch die Fixierung auf sprachliche Strukturen vorher weitgehend ausgeblendet waren. An dieser Stelle wollllen wir die theoretische Diskussion zunnächst wieder verlassen und uns erneut der praktischen Seite des Übersetzens zuwenden. Wir werden aber auf die vorgestellten Definitionen und die dahinter stehenden Auffassungen von Sprache und Kommunikation noch öfter zurückkommen.

17 12 Fertigkeit Übersetzen 2 Was passiert beim Übersetzen? In diesem Kapitel wollen wir uns dem Vorgang des Übersetzens zuwenden. Wir beginnen mit einem kleinen praktischen Experiment, bei dem Sie sich selbst beobachten sollen, und gehen dann auf die einzelnen Phasen des Übersetzungsprozesses und die Einflussfaktoren ein, die darin wirksam sind. Der theoretische Exkurs kommt bereits im zweiten Abschnitt und stellt einige Modelle des Übersetzungsprozesses vor, die Sie mit Ihrem eigenen Vorgehen vergleichen können. 2.1 Zuerst noch ein bisschen Selbstbeobachtung Aufgabe 6 Übersetzung des Texts Pudding 1 Übersetzen Sie bitte den folgenden Text in Ihre Sprache. Nehmen Sie sich so viel Zeit, wie sie wollen, und benutzen Sie alle Hilfsmittel, die Sie benötigen. Notieren Sie Ihre Überlegungen zur Vorgehensweise oder zu einzelnen Problemen und ihrer Lösung in Stichworten auf einem separaten Blatt Papier. Schreiben Sie Ihre Übersetzung in der endgültigen Form, in der sie abgegeben werden soll, möglichst mit Schreibmaschine oder Computer. Puddingpulver VANILLE-GESCHMACK Inhalt für 0,5 l Milch Sie benötigen: ½ l Milch und 40 g Zucker (2 gehäufte Esslöffel). Zutaten: Stärke, Salz, Aroma, Farbstoffe Lactoflavin und Norbixin. Es sind nur Farbstoffe eingesetzt, die auch in der Natur vorkommen. Zubereitung für einen sturzfähigen Pudding: 1. Den Beutelinhalt mit 6 Esslöffeln Milch und 2 gehäuften Esslöffeln Zucker anrühren. 2. Die restliche Milch zum Kochen bringen. Das angerührte Puddingpulver hinzufügen und nochmals kurz aufkochen lassen. 3. Den Pudding in kalt ausgespülte Schalen füllen, kalt stellen, stürzen und beliebig garnieren. Zubereitung für eine Sahne-Creme Zubereitung erfolgt wie oben angegeben, aber mit 50 g Zucker. Die Speise beim Abkühlen mehrmals umrühren, damit sich keine Haut bildet. Anschließend 1 Becher steifgeschlagene Sahne unter den Pudding rühren. So, das haben Sie fein gemacht. Jetzt wollen wir mal sehen, wie Sie vorgegangen sind.

18 2. Was passiert beim Übersetzen? 13 Aufgabe 7 Versuchen Sie, Ihr Vorgehen in ein Schema nach dem folgenden Muster einzutragen. In der ersten Spalte notieren Sie die großen Arbeitseinheiten (Phasen) vom ersten Zur-Kenntnis-Nehmen des Ausgangstexts bis zur Fertigstellung des Zieltexts wenn solche in Ihrem Arbeitsprotokoll zu erkennen sind. In der zweiten Spalte können Sie dann die kleineren Arbeitseinheiten (Schritte) eintragen, wenn Sie zum Beispiel abschnittsweise vorgegangen sind oder Hilfsmittel (welche?) konsultiert haben. Und in der dritten Spalte notieren Sie gegebenenfalls Ihren Kommentar, wenn Sie im Nachhinein das betreffende Vorgehen sinnvoll oder überflüssig finden oder Ihnen noch ein zusätzlicher Schritt eingefallen ist. Phasen Schritte Kommentar zu zu zu zu zu zu 2.3 usw. usw. usw. Aufgabe 8 Könnten Sie Ihr Vorgehen auch grafisch darstellen, mit Pfeilen, Kreisen, Rechtecken und ähnlichen Formen? Dann versuchen Sie es doch einmal, hier ist Platz: Nachdem Sie jetzt schon sehr übersetzungswissenschaftlich tätig waren und zwar nicht einen modellhaften, aber doch Ihren eigenen Übersetzungsprozess vereinfacht beschrieben und abgebildet haben, soll jetzt wieder ein theoretischer

19 14 Fertigkeit Übersetzen Exkurs eingeschoben werden. Auf den Text und Ihre Übersetzung kommen wir danach natürlich wieder zurück. 2.2 Exkurs: Theoretische Modelle des Übersetzungsprozesses Je nach theoretischem Ansatz wird der Übersetzungsprozess unterschiedlich modelliert. Daher müssen wir die verschiedenen Modelle jeweils ihrer theoretischen Grundlage zuordnen Linguistische Modelle des Übersetzungsprozesses Rein linguistische Modelle beschreiben den Übersetzungsprozess meist als zweiphasigen Code-Switching-Prozess. In der ersten Phase (Analyse-, Dekodier-, Rezeptions- oder Verstehensphase) wird der Ausgangstext rezipiert und in möglichst all seinen Aspekten erfasst, analysiert und in die Zielsprache umkodiert, und in der zweiten Phase (Synthesephase, Rekodierungsphase, Reproduktionsphase) wird der Zieltext zusammengesetzt. (Wir erinnern uns an Oettingers und Catfords Übersetzungsdefinitionen aus dem ersten Exkurs, 1.5.). Abb. 1: Zwei-Phasen-Modell Ausgangstext (AT) Übersetzer (TRL) Zieltext (ZT) Analysephase Synthesephase WILSS (1978: 16) befürwortet das Zwei-Schritt-Schema, weil es die doppelte Funktion des Translators als AT-Empfänger und ZT-Sender gut zum Ausdruck bringe und die Tätigkeit des Übersetzers wirklichkeitsnäher abbildet. Dies trifft jedoch vor allem auf automatisierte oder teilautomatisierte Übersetzungsvorgänge zu, z.b. bei der Übersetzung normativ festgelegter formelhafter Wendungen wie No Entry / Zutritt verboten oder bei stark formalisierten Textsorten wie etwa Wetterberichten. Das Zwei-Phasen-Schema des Übersetzungsprozesses suggeriert, dass rezeptive Kompetenz in der Ausgangssprache und produktive Kompetenz in der Zielsprache bereits die translatorische Kompetenz ausmachen (vgl. NORD : 34f.). Etwas deutlicher wird der Vorgang in dem folgenden Modell von NIDA (1969), das an Chomskys Transformationsgrammatik (1957, 1965) anknüpft. Hier wird zwischen Analyse und Synthese eine Transferphase eingeschoben, in der die in der Analysephase durch intuitive Rücktransformationen (back transformations) auf Kernstrukturen (kernels bzw. near-kernels) zurückgeführten Elemente der Ausgangstextoberfläche in die Zielsprache übertragen und dann dort wieder zu Oberflächenstrukturen aufgebaut (restructured) werden (vgl. NIDA 1976, NIDA/ TABER 1969).

20 2. Was passiert beim Übersetzen? 15 Abb. 2: Transformationsmodell Ausgangssprache TEXT Analyse (Rücktransformation) Zielsprache TEXT Synthese (Restrukturierung) TRANSFER Kommunikationstheoretische Modelle des Übersetzungsprozesses Ebenfalls linguistisch fundiert, aber kommunikationstheoretisch erweitert sind die Modelle, die in der so genannten Leipziger Schule der Translationswissenschaft entstanden. KADE (1968: 30f.) betrachtet den Übersetzungsprozess als Teil eines zweisprachigen Kommunikationsaktes, in dem die kommunikative Funktion der Sprache im Mittelpunkt steht. Als wesentliche Größen, die an diesem Kommunikationsakt beteiligt sind, nennt er die Kommunikationspartner (Ausgangstextverfasser, Übersetzer, Benutzer der Übersetzung), die Sprache als Kommunikationsmittel und die objektive Wirklichkeit als Objekt der Kommunikation und als Situationskontext im weitesten Sinne". Der Übersetzungsprozess verläuft prinzipiell nach folgendem Schema: Aufnahme des Ausgangstexts intellektuelle Bearbeitung des Ausgangstexts auf semantisch-funktioneller Basis Zuordnung von zielsprachlichen Einheiten nach empirischen Werten auf Grund von Sprach- und Sachkenntnis (Kodierungswechsel) Aufbau des zielsprachlichen Textes auf Grund der Kenntnis der Normen der Zielsprache Wiedergabe des Textes in der Zielsprache (KADE 1968: 39). KADE bezeichnet sein Modell zunächst ebenfalls als Zweiphasenmodell, wobei jedoch die beiden Phasen durch den Umschlüsselungsvorgang, der die eigentliche Translation darstellt, verbunden seien. Dieser Umschlüsselungsvorgang wird später zu einer eigenen Phase (Transfer) ausgebaut, sodass wir im Endeffekt zu einem Dreiphasenschema nach dem folgenden Muster gelangen (vgl. Kade 1968a). Abb. 3: Drei-Phasen-Modell Translator S L 1 -Text E U S L 2 -Text E 1. Phase 2. Phase 3. Phase

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