Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft. Fachtagung Radikalisierung junger Menschen vorbeugen. Daniela Krause 10.

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1 Die Abwertung von anderen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft Fachtagung Radikalisierung junger Menschen vorbeugen Daniela Krause 10. Dezember 2015

2 Sozialpsychologischer Hintergrund Was ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit? Verbreitung Ursachen

3 Verschiedene Ebenen Eisberg Ideologisch motivierte Gewalttaten, Hasskriminalität Parteien, Gruppen, Wähler, Rechtspopulismusin Politik & Medien Stereotype, Vorurteile in der breiten Bevölkerung

4 Was sind Vorurteile? negative Einstellungen, Emotionen und Meinungen gegenüber einer Gruppe oder einer Person, allein deshalb, weil sie als Mitglied einer Fremdgruppe betrachtet wird auf die Beziehung von Gruppen zueinander bezogen, nicht individuell Verallgemeinerungen basierend auf Kategorisierungen

5 Ausdrucksweisen traditioneller Vorurteile Offen: nah, heiß, direkt nicht gebremst durch soziale Normen der Toleranz über traditionelle Stereotype: Mitglieder einer Gruppe X sind dumm, faul, träge, ungepflegt, psychisch instabil oder physisch nicht belastbar, nicht vertrauenswürdig, kriminell, unmoralisch Übergeneralisierung/ pars pro toto: Alle werden für Taten Einzelner verantwortlich gemacht messen mit doppeltem Standard: Taten einer Fremdgruppe werden anders beurteilt als die Taten der Eigengruppe (Kavaliersdelikt)

6 Ausdrucksweisen moderner Vorurteile Subtil: fern, kalt, indirekt, über Umwege wenn soziale Normen die offene Kommunikation unterbinden. Auch, wenn der Kommunikator diese Norm teilt und meint, keine Vorurteile zu haben. höflichere Version traditioneller Stereotype scheinbar positive Stereotype Verweigerung von Sympathie und Anerkennung Soziale Distanz Überbetonung kultureller Unterschiede Betonung individueller Gleichheit, Verneinen struktureller Diskriminierung

7 Warum sind Vorurteile ein Problem? Adressat (Opfer): Negative Auswirkung auf das psychische und physische Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit, Sich-selbst-erfüllende Prophezeiung Sender (Täter): Verzerrung der eigenen Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit, z.b. bei der der Zuschreibung von Ursachen und Verantwortung für Verhalten Situation: Eskalation, Diskriminierung, Gewalt, Rückzug, Verlust innovativer Ideen Gesellschaft: vergiftetes Klima, soziale Ungleichwertigkeit, sozialer Protest

8 Warum haben wir Vorurteile? Gefühl der Zusammengehörigkeit Fördern soziale Identität, erhöhen eigenen Selbstwert Legitimieren soziale Hierarchien, indem sie gute Gründe liefern für Diskriminierung, Ausschluss, Gewalt Wissen / Erklärung

9 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

10 Die Elemente des Syndroms Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Sexismus Abwertung langzeitarbeitsloser Menschen Abwertung homosexueller Menschen Abwertung asylsuchender Menschen Abwertung von Sinti und Roma Syndrom GMF Ideologie der Ungleichwertigkeit Etablierten- vorrechte Fremdenfeindlichkeit Rassismus Abwertung obdachloser Menschen Abwertung Menschen mit Behinderung Antisemitismus Islamfeindlichkeit

11 Einzelitems GMF, 2014 Wer schon immer hier lebt, sollte mehr Rechte haben, als die, die später zugezogen sind. Die meisten Langzeitarbeitslosen sind nicht wirklich daran interessiert, einen Job zu finden. Die meisten Asylbewerber werden in ihrem Heimatland gar nicht verfolgt. Ablehnung Zustimmung 60,2 39,9 51,3 45,8 57,8 42,1 Es leben zu viele Ausländer in Deutschland. 61,9 37,1 Wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man die in Deutschland lebenden Ausländer wieder in ihre Heimat zurück schicken. 81,8 18,2 Sinti und Roma neigen zur Kriminalität. 61,7 38,3

12 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: Abnehmend von 2011 auf 2014 Fremdenfeindlichkeit Islamfeindlichkeit Abwertung von wohnungslosen Menschen Abwertung von Roma und Sinti Rassismus Abwertung von homosexuellen Menschen Abwertung von langzeitarbeitslosen Menschen Abwertung von asylsuchenden Menschen

13 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: Relativ konstant von 2011 auf Antisemitismus Klassischer Sexismus Abwertung von Menschen mit Behinderung

14 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: Ansteigend von 2011 auf Etabliertenvorrechte

15 Wer zeigt menschenfeindliche Einstellungen?

16 Zustimmung GMF in verschiedenen Altersgruppen, 2014 Islamfeindlichkeit Abw. Sinti und Roma Abw. Asylbewerber Sexismus Etabliertenvorrechte Abw. Obdachlose Abw. homosex. Menschen Abw. Menschen m. Beh. Antisemitismus Fremdenfeindlichkeit Rassismus Abw. Langzeitarb.lose >60 Jahre (N=594) Jahre (N=899) Jahre (N=379)

17 Abwertung von Langzeitarbeitslosen Jahre Jahre ab 66 Jahre 10 0

18 Abwertung von Asylsuchenden Jahre Jahre ab 66 Jahre 10 0

19 Abwertung von Sinti und Roma Jahre Jahre ab 66 Jahre 0

20 Zustimmung GMF und Geschlecht, 2014 Islamfeindlichkeit Abw. Sinti und Roma Abw. Asylbewerber Sexismus Etabliertenvorrechte Abw. Obdachlose Abw. homosex. Menschen Abw. Menschen m. Beh. Antisemitismus Fremdenfeindlichkeit Rassismus Abw. Langzeitarb.lose Frauen Männer

21 Zustimmung GMF und sozioökonomischer Selbstverortung Islamfeindlichkeit Abw. Sinti und Roma Abw. Asylbewerber Sexismus Etabliertenvorrechte Abw. Obdachlose Abw. homosex. Menschen Abw. Menschen m. Beh. Antisemitismus Fremdenfeindlichkeit Rassismus Abw. Langzeitarb.lose Oben (N=159) Mitte (N=1609) Unten (N=140)

22 Erklärungsansätze

23 Erklärungsebenen Gesellschaft/Kultur (Makro) Ökonomische Lage Desintegration Werte Gruppe (Meso) Soziales Kapital Bezugsgruppe Freundschaft Vertrauen Kontakte Identität Individuum (Mikro) Autoritarismus Dominanzorientierung Orientierungslosigkeit Bedrohungsgefühl Ablehnung v. Vielfalt Relative Deprivation Ökonomist. Einstell.... Abwertung und Ausgrenzung von schwachen Gruppen

24 Herzlichen Dank!

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