Verschiedene Arten des Datenbankeinsatzes

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1 1 Beispiele kommerzieller DBMS: Kapitelinhalt Was charakterisiert und unterscheidet verschiedene Einsatzbereiche für. Welche prinzipiell unterschiedlichen Anforderungen ergeben sich für das DBMS bei Ein- bzw. Mehrbenutzerbetrieb. Verschiedene Client- Architekturen für den Mehrbenutzerbetrieb Was sind die wichtigsten kommerziellen DBMS Kriterien für die Auswahl eines DBMS (und generell von SW) Welchen Einsatzschwerpunkt, Vor- und Nachteile hat Access Wozu dient Middleware --- Verschiedene Arten des Datenbankeinsatzes 2 Art Typ. Anzahl Benutzer Typische Architektur Typische Datenmenge Persönliche DB 1 Desktop-DB Megabyte Arbeitsgruppe <25 Client- (2-Schicht) Abteilungs-DB <100 Client- (3-Schicht) Unternehmensweite DB >100 Client- (verteilte DB u./o. parallele ) Internet DB >1000 Mehrschichtarchitektur (Web, Anwendungs-, DB-) Quelle: J.A.Hoffer et al., Modern Database Management, p.22 Megabyte - Gigabyte Gigabyte Gigabyte - Terabyte Megabyte - Gigabyte ---

2 3 Architekturen: Kleine Systeme / Desktop-Datenbank / Einbenutzersystem DBMS und Daten Anwendungsprogramm (Geschäftslogik) Bedienoberfläche Ein Rechner ein Benutzer (zu einem Zeitpunkt) Beim Einbenutzerbetrieb kann das DBMS auf eine Reihe von Funktionen verzichten. Insbesondere werden NICHT benötigt Vergabe von Benutzerrechten Zugriffskontrolle Mehrbenutzersynchronisation Evt. kann auch auf das Transaktionskonzept verzichtet werden Es muss kein Schwerpunkt auf besonders effektive Bearbeitung (Antwortzeiten) gelegt werden. Die entsprechenden DBMS sind deshalb einfacher und weniger umfangreich. Für den Einsatz als File werden einige Zusatzfunktionen realisiert (z.b. Sperren auf verwendete Tabellen), aber in viel geringerem Umfang als bei (Client--) Mehrbenutzerdatenbanken. ---

3 5 Mehrere Benutzer, 1 Datenbank: mögliche Realisierung a) Kleines System ("File ") (File-) Daten und DBMS b) "Echtes" Client System (DB-) Daten und DBMS Client1 DBMS (und Daten) Anwendungsprogramm Bedienoberfläche Client1 Anwendungsprogramm Bedienoberfläche Verschiedene Client- Architekturen 1) 2-Schicht-Architektur: (Standard, s.o.) Datenhaltung auf dem, Anwendung u. Oberfläche auf dem Client 2) 3-Schicht-Architektur ( doppelte Client- Struktur) Datenhaltung auf dem DB- Anwendungen auf einem Anwendungs- (-> DB-Client) Oberflächen auf dem (Anwendungs-) Client 3) Mehrschicht-Architektur zusätzlich wird ein web- und ein web-browser (web-client) dazwischengeschaltet ---

4 7 Datenbank- Anwendungs (DB client) Endbenutzer- System: Oberfläche Daten Dreischichtarchitektur Datenbank- Anwendg. (DB client) Web- Client: Oberfläche Web- Daten Mehrschichtarchitektur --- Kommerzielle Datenbanksysteme 8 Produkte MS Access MySQL Informix Sybase MS-SQL Oracle IBM DB2 ---

5 9 Vorgehen bei der Auswahl eines Softwaresystems Fachliche Anforderungen und geplante Einsätze klären evt. Testfälle überlegen Kriterienliste erstellen (Produkt / Hersteller / Anbieter / Sonstiges) Kriterien gewichten Grobe Marktsichtung und erste Auswahl anhand der k.o.-kriterien Genauere Informationen einholen Auswahl nach ausprobieren: Testinstallationen und/oder Auswahl nach Empfehlung: Referenzkunden und/oder Systematische Auswahl nach Unterlagen, z.b. Nutzwertanalyse a) Erstellen Sie eine allgemeine Liste von 6-8 Kriterien für die Auswahl eines DBMS b) Konkretisieren Sie diese Liste für die Auswahl eines DBMS für eine Gemeindebibliothek ACCESS: ein kleines Desktop-DBMS Sehr weit verbreitet Sehr preiswert Komfortable Bedienoberfläche Hilfe bei der Erstellung von Berichten Gute Integration mit anderen Standardprogrammen von Microsoft Für einen oder wenige Benutzer (File- Konzept) Sehr wenig Mehrbenutzersynchronisation Wenig Unterstützung bzgl. Zugangs- und Zugriffskontrollen Weniger stabil als größere Systeme ---

6 11 ACCESS a) Erstellen von Tabellen z. B. in der Entwurfsansicht nötig: Tabellenname, Attributnamen, Datentyp jedes Attributs u. evt. Bedingungen b) Herstellen von Beziehungen und ihre grafische Darstellung 1. In den Tabellen die entsprechenden Felder anlegen. 2. Dann wird (Extras-Beziehungen) ein Fenster geöffnet, in das man am besten alle vorhandenen Tabellen einfügt. Beziehung durch Markieren und Ziehen mit der Maus festlegen ---

7 13 c) Einfügen und ändern von Tabelleninhalten Access stellt Eingabefenster bereit, in die die gewünschten (neuen oder geänderten) Feldwerte für jeweils einen Datensatz eingegeben werden können (z.b. in der Datenblattansicht ): d) Abfragen aus Tabellen Gewünschtes Ergebnis z.b. eine Tabelle mit KdNr, Auftragsnummer und Lieferdatum aller nicht bezahlten Aufträge ---

8 15 Erstellen der Abfrage: 1. Auswahl der Tabellen; 2. kopieren der gewünschten Felder mit der Maus in den Bereich Abfrageeigenschaften. (z.b. in der Entwurfsansicht). 3. Abfrage unter einem bestimmten Namen (z.b. Abfrage3 ) speichern Über den Namen Abfrage3 kann diese Abfrage dann immer wieder ausgeführt werden Vorteile der eigenen Access-Oberfläche Wesentlich bequemere Suche nach Inhalten Insbesondere keine speziellen Überlegungen bzgl. Tabellenverbund nötig Einmal formulierte Abfragen lassen sich mit einem Namen versehen, abspeichern und über den Namen wieder aktivieren (ähnlich wie Views in SQL). umfangreiche Unterstützung für Formulare und Berichte Vorteil von SQL Bei allen relationalen Systemen einsetzbar SQL-Skripte können ohne DBMS erstellt und dann zum Ablauf gebracht werden Formulare und Berichte mit Zusatz-SW möglich ---

9 17 Middleware Bei jeder Client- Architektur wird zwischen diesen beiden Komponenten eine Software benötigt, die die Kommunikation über das und evt. Umsetzungen der Datenformate ermöglicht. Diese SW bezeichnet man als Middleware (in einfachen Fällen auch als Treiber oder Schnittstellenumsetzer ) Datenbank- Middleware+ evt. protokoll Client Daten Bsp. F.Middleware f. d. DB-Zugriff: OLE-DB (object link embedded, Teil von ADO.NET), OLTP (open database connectivity; Treiber datenbankspezifisch) Bsp: Anwendung erstellt mit ACCESS, Datenhaltung mit Mehrbenutzer-DBMS Client- Architektur a) Client System / fast homogen SQL- + Daten Ole-DB Client ACCESS: Bedienoberfläche Formulare, Berichte Ole-DB ---

10 19 b) Client System / inhomogen Oracle + Daten ODBC Client ACCESS: Bedienoberfläche Formulare, Berichte Evt: Importierte Tabellen ODBC Entweder eingebettete Tabellen Oder importierte Tabellen Beispiele kommerzielle DBMS: Zusammenfassung für unterschiedliche Einsatzbereiche unterscheiden sich durch - Anzahl Benutzer - Anforderungen bzgl. der Anwendungen - Umfang und Komplexität der Daten Diese Unterschiede bestimmen die Art des DBMS und die Architektur des Systems. Der Kriterienkatalog für den Kauf umfasst DB-spezifische Kriterien (Einsatzbereich, Sicherheits- und Zuverlässigkeitsvorgaben) und allgemeine Kriterien für SW-Produkte (Anbieter, Preise, Wartung, u.a.) Für die Kaufentscheidung kann die Anwendung einer Nutzwertanalyse hilfreich sein DBMS für 1 Benutzer sind kleiner und weniger komplex, da keine Komponenten zur Mehrbenutzerverwaltung benötigt werden. Die SW befindet sich auf 1 Rechner. Bei Mehrbenutzersystemen gibt es verschiedene Varianten von client- Architekturen. Unterschiede bestehen in der Aufteilung der SW-Schichten (Oberfläche, betriebliche Verarbeitung, Datenhaltung) auf unterschiedliche, zentrale oder dezentrale HW, oft mit zwischengeschalteten en. Derzeit nimmt insbesondere die Anbindung von an das web stark zu. ---

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