Psychische Gesundheit & Arbeitswelt. Nina-Beata Björklund Ärztin Versorgungsmanagement

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1 Psychische Gesundheit & Arbeitswelt Nina-Beata Björklund Ärztin Versorgungsmanagement

2 Satzungsunternehmen (Auszug)

3 Erwerbsbiographie H.S., männlich, 56 Jahre, Elektromeister, Instandhalterbereich Chempark Knie AU Rücken KH Rücken Typ2 Dm Reha F-Diagnose Nikotin Krankengeld Schule Beruf Ausbildung Kind 1 Kind 2 Arbeitsplatzwechsel Rente Meisterschule BMI Seite 3

4 Kasuistik Adipositas: BMI 31 Hyperlipidämie Hypertonie Diabetes mellitus Typ 2 Nikotinabusus Geringe kardio-pulmonale Belastbarkeit 110 Watt im Belastungs-EKG Verletzung des Innenmeniskus in Kombination mit Seiten- und vorderem Kreuzband, persistierende Rotationsinstabilität linkes Kniegelenk WS: Zervikozephales Syndrom, lumbaler Bandscheibenschaden mit Radikulopathie Somatisierungsstörung: multiple, wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche Symptome seit über zwei Jahre Mittelgradige depressive Episode Dr. Imke Schmitz-Losem, COME TOGETHER Seite 4

5 Arena der Arbeitsunfähigkeit Berufliches Umfeld Individuelle Faktoren und Fähigkeiten Gesundheitliches Versorgungssystem Gesetzliche Vorgaben und Versicherungssysteme Köln Folie 5

6 Haus der Arbeitsfähigkeit im Unternehmen nach Prof. Ilmarinen et.al.,

7 Gesundheit und Leistungsfähigkeit Was wollen Sie - die MA unternehmen, damit Sie so lange wie möglich so gesund wie möglich Ihrer Arbeit nachgehen können? Was kann das Unternehmen tun, damit Sie so lange wie möglich so gesund wie möglich im Unternehmen arbeiten können? Köln Folie 7

8 Werte, Einstellungen, Motivation, Arbeit, Führung - Verhältnisprävention Wie funktioniert die Kommunikation? Was kann ich selbst zum guten Betriebsklima beitragen? Wie sorgen Vorgesetzte für das Funktionieren der Arbeitsgemeinschaft und sichern dadurch das Arbeitsplatzwohlbefinden? Ca. 1/3 der AU-Tage hängt mit Faktoren der Funktions- und Organisationskultur des Arbeitsplatzes zusammen und hat nicht primär gesundheitliche Gründe Köln Folie 8

9 Ziele in der Zusammenarbeit zwischen pronova BKK und Werksärzten Identifikation von Betroffenen im sehr frühen Krankheitsstadium Erkennen von betrieblichen Belastungssituationen Koordination von Unterstützungsmaßnahmen leidensgerechte Arbeitsgestaltung Gesundheitscoaching Köln Folie 9

10 Die Casemanager der pronova BKK und das Versichertengespräch ICD-10: F32.9 der medizinische Kern die psycho-soziale Aura ICD-10: S82 Köln Folie 10

11 Intervention im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements 84 Abs. 2 SGB IX sind Beschäftigte - innerhalb eines Jahres - länger als sechs Wochen ununterbrochen - oder wiederholt arbeitsunfähig, klärt der Arbeitgeber mit Zustimmung und Beteiligung der/des Betroffenen 11

12 Intervention im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements 84 Abs. 2 SGB IX die Möglichkeiten, - wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden kann - mit welchen Leistungen und Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und - der Arbeitsplatz erhalten werden kann. 12

13 Intervention im Rahmen des BEM Optimierung der medizinischen - auch somatischen!- Regelversorgung (Psychotherapie, Fachärzte, SH-Gruppen, Lebensberatungen) Fallmanagement der pronova BKK mit den Werksärzten, -psychologen und -sozialarbeitern Coachingangebote im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung Stressbewältigungsseminare und kurse sonstige Präventionsangebote nach 20 SGB V 13

14 Vision Eine medizinische Versorgung, die im Focus die Erhaltung der Arbeitskraft aller Menschen hat Leidensgerechte Arbeitsmodelle, damit möglichst viele Menschen Arbeit haben Akzentuierung der nachgewiesenen Tatsache, dass Arbeit salutogenetisch wirkt Köln Folie 14

15 Vision Modelle der frühen Unterstützung für Arbeitnehmer bei nachlassender Leistungsfähigkeit Ambulante psychische Kurzinterventionen mit einem betrieblichem Fokus Vernetzung der Leistungserbringer zum Wohle des Kunden Köln Folie 15

16 ViaMente - Konzeptpfeiler ambulantes Behandlerteam aus fachärztlichen, psychotherapeutischen und fachpflegerischen bzw. psychoedukativen und soziotherapeutischen Kompetenzen. fachärztliche Therapieplanung und nachhaltige Sicherung durch nichtärztliche Fachkräfte (Psychiatrische Pflege, Psychoedukation, Soziotherapie). Koordination der ambulanten Komplexbehandlung durch die regionale Koordinierungsstelle der Managementgesellschaft GpG NRW. Jeder Versicherte erhält bei der regionalen Koordinierungsstelle der GpG NRW einen festen Ansprechpartner, der eine Lotsenfunktion übernimmt und ebenso für die Kasse als Ansprechpartner fungiert. Köln Folie 16

17 Die Krise als Chance Problem wird erkannt Patient wird gehört ein offener Dialog wird möglich schnelle professionelle Hilfe Anschlussfähigkeit gegeben ein soziales Netzwerk entsteht Köln Folie 17

18 Seite 18

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