Klimaszenarien für die Schweiz: Konsequenzen für die Winterdienstplanung? 4. Nationaler Winterdienstkongress

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1 Klimaszenarien für die Schweiz: Konsequenzen für die Winterdienstplanung? 4. Nationaler Winterdienstkongress Biel, Mittwoch, 2. November 2016 Dr. Andreas Fischer, Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz Dr. Urs Ch. Hofmeier, Schweizer Salinen

2 Die Schweizer Salinen produzieren bis ans Ende dieses Jahrhunderts Salz in der Schweiz für die Schweiz Grundsatzentscheid des Verwaltungsrates, aller kantonaler Finanzdirektoren: Sichere, verlässliche und solidarische Salzversorgung der Schweiz bis 2075 planen. Während 50 Jahren investiert eine Saline zwischen CHF 0.5 und 1.0 Mia in Erschliessung, Erneuerung, Reparatur und Unterhalt. Wie gross müssen unsere Anlagen sein? Wie viel Salz wird in Zukunft gebaucht? Wie wird das Wetter? Wie wird der Strassenzustand? Wie wird der Winterdienst aussehen? 2 3. Nationaler Winterdienstkongress

3 Vom Klima zum Strassenzustand zum Salzverbrauch 1. Was beeinflussen den Auftausalzverbrauch? 2. Klima Wetter Strassenzustand Salzbedarf : Eine Prognose in Szenarien 3. Konsequenzen für die Planung des Auftausalzbedarfs der Schweiz 3 3. Nationaler Winterdienstkongress

4 Strassen Technik 24 h Gesellschaft 1. Was beeinflussen den Auftausalzverbrauch? 2. Klima Wetter Strassenzustand Salzbedarf : Eine Prognose in Szenarien 3. Konsequenzen für die Planung des Auftausalzbedarfs der Schweiz 4 3. Nationaler Winterdienstkongress

5 Strassen Technik 24 h Gesellschaft Planung Ausbau Verkehrsflächen - Benützung Pannenstreifen - Zusätzliche Spuren (Engpassbeseitigung) - Ergänzung Hochleistungsstrassen (mehrheitlich in Tunnel) Effektivität im Winterdienst - Reduktion Streumengen - FS 20 - FS Digitalisierung 24 h Gesellschaft - Mobilität rund um die Uhr - Hochleistungsstrassen und Nebenstrassen - Mobilität in der Stadt - Haftungsfragen 5 3. Nationaler Winterdienstkongress

6 Vom Klima zum Strassenzustand zum Salzverbrauch 1. Was beeinflussen den Auftausalzverbrauch? 2. Klima Wetter Strassenzustand Salzbedarf: Eine Prognose in Szenarien 3. Konsequenzen für die Planung des Auftausalzbedarfs der Schweiz 6 3. Nationaler Winterdienstkongress

7 Temperatur Schweiz Temperaturzunahme seit 1900: ca C Abweichung von der Norm [ C] 7

8 Nationale Klimaszenarien Globale Emissionen an Treibhausgasen Anstieg Stabilisierung Klimamodelle heute Verminderung Jahr 8

9 Temperaturänderung im Winter Nordostschweiz 9

10 Temperaturänderung im Winter Nordostschweiz 10

11 Temperaturänderung im Winter Nordostschweiz 11

12 Temperaturänderung im Winter Nordostschweiz Anstieg Stabilisierung Verminderung 12

13 Temperaturänderung im Winter Nordostschweiz Anstieg Stabilisierung Verminderung 13

14 Auftausalzverbrauch Auftausalzverbrauch (1000 Tonnen) Trend dominiert durch klimatische Faktoren Was ist Trend die Ursache dominiert der durch Schwankungen anthropogene im Verbrauch seit 1997? Faktoren Wie kann diese Erkenntnis für eine zukünftige Abschätzung verwendet werden? Quelle: Schweizer Salinen AG 14

15 Salzverbrauch (in 1000 t) Auftausalzverbrauch Jahresgang «Salz Jahr» Monate 15

16 Auftausalzverbrauch Jährliche Summen pro Kanton Regionale Variation Bevölkerungsdichte Schneefall-Ereignisse Winter Tourismus 16

17 Standardisierte Werte Jährliche Schwankungen #Tage mit Schneefall [ ] Kanton im Mittelland Lineares Modell (pro Kanton) Salzverbrauch ~ Tage mit Schneefall R=0.93 kein Schneetag => kein Salzverbrauch Bergkanton Berücksichtigung der Strassendichte innerhalb des Kantons Andere klimatische Faktoren (z.b. Frosttage, Eistage, etc.) brachten keine Modellverbesserung R=

18 Lineare Beziehung Salzverbrauch (Tonnen) pro Schneefall-Tag Total für die Schweiz ~ Tonnen pro Schneefall-Tag Strassenfläche bestimmt regionale Variation 18

19 Zukünftige Anzahl Schneefall-Tage (Zubler et al. 2014) Szenarien (~2060) Heute ( ) RCP2.6 A1B Anzahl Schneefall-Tage 19

20 (Gt CO 2 eq / Jahr) Salz-Verbrauch [1000 Tonnen] Zukünftiger Auftausalzverbrauch 300 Mitte 21. Jhdt Ende 21. Jhdt Durchschnitt ( ) GHG Emissionsszenarien Anstieg 150 Stabilisierung Verminderung Beobachtetes Minimum Year 0 20

21 (Gt CO 2 eq / Jahr) Salz-Verbrauch [1000 Tonnen] Zukünftiger Auftausalzverbrauch Mitte 21. Jhdt. Ende 21.Jhdt Jahr-zu-Jahr Variabilität! Durchschnitt ( ) GHG Emissionsszenarien Anstieg 150 Stabilisierung Verminderung Beobachtetes Minimum Year 0 21

22 (Gt CO 2 eq / Jahr) Salz-Verbrauch [1000 Tonnen] Zukünftiger Auftausalzverbrauch Mitte Ende 21. Jhdt. 21.Jhdt Jahr-zu-Jahr Variabilität! Durchschnitt ( ) GHG Emissionsszenarien Anstieg 150 Stabilisierung Verminderung Beobachtetes Minimum Year 0 22

23 Vom Klima zum Strassenzustand zum Salzverbrauch 1. Was beeinflussen den Auftausalzverbrauch? 2. Klima Wetter Strassenzustand Salzbedarf : Eine Prognose in Szenarien 3. Konsequenzen für die Planung des Auftausalzbedarfs der Schweiz Nationaler Winterdienstkongress

24 Unsicherheit Verlässlichkeit Vorhalteleistung Schnee- und Frosttage nehmen ab - Leichte Reduktion bis Stärkere Reduktion bis Grosse Schwankungen, Extreme und Unsicherheit. Technologie kompensiert Flächenzunahme Feuchtsalz, Sole und Digitalisierung reduzieren den Bedarf an Streusalz, stärker als die Verkehrsflächen wachsen. Gesellschaft erwartet höhere Dienstleistung Erwartungen der Gesellschaft an eine störungsfreie Mobilität rund um die Uhr erhöhen die Anforderungen an den Winterdienst und damit auch den Salzverbrauch Nationaler Winterdienstkongress

25 Auch in Zukunft will die Schweizer Salinen den Bedarf an Auftausalz in der Schweiz sicherstellen. Unsicherheit in der Verbrauchsprognose - Durchschnitt t im Schwankung bis t - Extreme wie heute sind zu erwarten Mobilität auf den Strassen bleibt unverzichtbar - Strassenunterhalt bleibt öffentliche Aufgabe - Verfügbarkeit von Auftausalz ist Voraussetzung für Mobilität im Winter. Rein ökonomische Optimierung der Salzversorgung nicht vereinbar mit solidarischer und verlässlicher Versorgung - Lager auch mal ungenutzt über Jahre - Vorhalteleistung für Logistik über Jahre - Sehr hohe Schwankungen der Nachfrage Nationaler Winterdienstkongress

26 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Dr. Andreas Fischer Dr. Urs Ch. Hofmeier Senior Scientist Geschäftsführer MeteoSchweiz Schweizer Salinen AG Operation Center 1 Schweizerhalle 8058 Zürich-Flughafen 4133 Pratteln 1

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