Trainingseinheit 1: Eine angenehme Lernatmosphäre schaffen

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1 Trainingseinheit 1: Eine angenehme Lernatmosphäre schaffen Einführung Diese Einheit gibt eine Einführung in den Kurs, zeigt die Verwendung von Übungen, soll die TeilnehmerInnen dazu anregen sich auszutauschen und eine gemeinsame Arbeitsgrundlage in der Gruppe zu schaffen. In dieser ersten Trainingseinheit geht es vor allem darum, die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit herzustellen. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um die KursteilnehmerInnen zur aktiven Mitarbeit und offenen Kommunikation aufzufordern. Es ist wichtig, dass die KursteilnehmerInnen wissen, was von ihnen in Bezug auf Teilnahme, Hausaufgaben, Zeitvereinbarungen, Mitarbeit und Vertraulichkeit erwartet wird. Am Ende der Einheit verfügen die TeilnehmerInnen über: Kenntnisse über den Kurs und ein Verständnis für die Teilnahmevoraussetzungen (falls geeignet). Entwicklung einer angenehmen Lernatmosphäre. Einigung zur Arbeit in der Gruppe. 19 Lernergebnisse In dieser Trainingseinheit gibt es keine speziellen Lernergebnisse, da das Ziel der Einheit darin besteht, die Kursinhalte vorzustellen und Regeln für die Zusammenarbeit zu vereinbaren. Der Schwerpunkt liegt auf der Schaffung einer positiven Lernatmosphäre, die wesentlich für die Peer-Beziehung ist. Erforderliche Nachweise In dieser Trainingseinheit sind auch keine Nachweise erforderlich.

2 Peer2Peer Eine Ausbildung Vorschlag für die Unterrichtsplanung Aktivität Methode Material Begrüßung und Einführung Einführung TrainerIn Gruppenübung: Sich kennenlernen Kursüberblick Gemeinsames Tun Hoffnungen und Ängste Eine positive Lernatmosphäre schaffen TrainerIn Gruppenübung: Habe Mut zu träumen Gruppenübung Gruppenübung: verbindliche Gruppenregeln vereinbaren Arbeitsblatt/Handbuch Beurteilungsrichtlinien Flipchart Mich selbst unterstützen Einzelübung: Meine positive Lernatmosphäre Arbeitsblatt 20 Information Reflexion Einzel- und Gruppenübung Arbeitsblatt Dies ist das erste Treffen der KursteilnehmerInnen und der TrainerInnen und somit eine wichtige Gelegenheit, eine angenehme Lernatmosphäre für den gesamten Kurs aufzubauen. Als TrainerIn möchten Sie vielleicht ein klares Zeichen für den Beginn jeder Trainingseinheit setzen: Sie können vereinbaren, pünktlich zu beginnen und z.b. Hintergrundmusik abspielen und diese stoppen, wenn die Arbeitszeit beginnt. In dieser Trainingseinheit werden Sie einander kennenlernen, Informationen über die Kursinhalte bekommen und gemeinsame Regeln für die Zusammenarbeit vereinbaren.

3 Was zu bedenken ist Wenn Sie einen Überblick über den Kurs bieten, betonen Sie bitte Folgendes: Das Peer2Peer Training beschäftigt sich mit Recovery und Wohlfühlen, und der Wichtigkeit von Peer-Beziehungen für jeden Menschen im ganzen Leben. Dies ist ein ganzheitlicher Ansatz, es geht um den gesamten Menschen und nicht nur um Diagnosen und Krankheitssymptome. Das Training bietet eine aktive Lernerfahrung. Die Rolle des Trainers ist es nicht nur Theorien und Konzepte vorzustellen, sondern vor allem auch die KursteilnehmerInnen zu einer aktiven Teilnahme zu motivieren und zum gegenseitigen Austausch und voneinander Lernen. Der Grundstein für den Erfolg dieses Kurses ist die Schaffung einer positiven Lernatmosphäre, wichtig ist ein gemeinsames Lernen. Dies ist ein Gruppenprozess und als TrainerIn sind Sie verantwortlich dafür, dass die Entwicklung der Gruppenregeln ein gemeinsamer Prozess ist. Sie können dies tun durch Klärung einzelner Vorschläge, das Herstellen eines Konsens etc. damit die Gruppenregeln dann auch eingehalten werden. Während des Kurses sind die TeilnehmerInnen aufgefordert, eigene Erfahrungen mit den anderen zu teilen, das ist wichtig für die Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Die KursteilnehmerInnen müssen darauf hingewiesen werden, achtsam zu sein und nur Erfahrungen zu teilen, die passend sind. Sie sollen sich dabei wohlfühlen. Peer2Peer ist keine Gruppentherapie, sie sollen keine Erfahrungen mitteilen, die später unangenehm für sie sind. Manchmal kann das Training durchaus eine Herausforderung sein, aufgrund der Inhalte, dem partizipativen Ansatz, der abschließenden Beurteilung etc. Sprechen Sie mit den TeilnehmerInnen über deren persönliche Ressourcen und Hilfesystem. Geben Sie den KursteilnehmerInnen auch genügend Zeit, um ihre Fragen und Ängste bzgl. des Trainings zu artikulieren. 21

4 Peer2Peer Eine Ausbildung Vorschlag für Übungen Einführung Dies ist eine Gelegenheit, als TrainerIn erneut zu betonen, wie sehr man sich auf die Gelegenheit zu diesem Training freut und die Hoffnung auszudrücken, dass der Kurs für alle TeilnehmerInnen passt. Sie können auch sagen, dass dieser Kurs gegenseitige Lernerfahrungen ermöglichen soll und dass Sie hoffen, auch selbst von den TeilnehmerInnen zu lernen. Sich gegenseitig kennen lernen Stellen Sie sich selbst als TrainerIn vor, Ihren Namen und ein wenig über Ihren Hintergrund und warum Sie diesen Kurs leiten. Bitten Sie dann die Gruppe, sich ebenfalls vorzustellen: Name Woher sie kommen Warum sind sie hier Erzählen sie etwas über sich, dass die anderen überraschen wird Vorgeschlagene Zeit 30 Minuten. 22 Gemeinsames Tun Ermutigen Sie die KursteilnehmerInnen, sich untereinander kennenzulernen und sich gegenseitig von sich zu erzählen. Habe Mut zu träumen Bitten Sie die KursteilnehmerInnen, sich in Paaren gegenseitig etwas zu erzählen, von dem sie immer geträumt haben, es zu tun. Geben Sie Ihrem Partner fünf Minuten Zeit, in denen Sie ihm Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und nur Verständnisfragen stellen oder Ihren

5 Partner auffordern weiterzuerzählen. Anschließend werden die PartnerInnen aufgefordert, der gesamten Gruppe zu berichten den Traum Ihres Partners warum er für Ihren Partner wichtig ist welche Gefühle es bei Ihnen selbst ausgelöst hat. Am Ende der Übung fragen Sie die gesamte Gruppe: Wie fühlt es sich an, Menschen über ihre Träume reden zu hören? Wie fühlt es sich an, mit anderen Menschen diese Träume und Gefühle zu teilen? Anmerkungen für die TrainerInnen Diese Übung bietet den KursteilnehmerInnen die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen. Für manche wird das etwas schwierig sein, auf Grund ihrer psychiatrischen Diagnose. Sie können die Menschen ermutigen zu träumen und wenn sie sich unwohl dabei fühlen, mit ihnen darüber zu reflektieren. Bei dieser Übung beginnen die TeilnehmerInnen, aktives Zuhören zu üben. Und sie ermöglicht es Ihnen als TrainerIn, die Methoden aktives Zuhören und positives Feedback zu erklären. Vorgeschlagene Zeit: 40 Minuten 23 Hoffnungen und Ängste KursteilnehmerIn sein: Hoffnungen und Ängste im Zusammenhang mit dem Training Fragen Sie die Gruppe zuerst nach ihren Hoffnungen. Wiederholen Sie jede Antwort und notieren Sie sie für alle sichtbar, z.b. auf einem Flipchart. Fragen Hoffnungen und Erwartungen der KollegInnen. Fragen Sie dann nach den Ängsten und Befürchtungen und notieren Sie diese separat.

6 Peer2Peer Eine Ausbildung Wiederholen Sie diese Antworten und fassen Sie die Ängste und Befürchtungen für die Gruppe zusammen. Stellen Sie die Ängste den Hoffnungen gegenüber und überlegen sie gemeinsam, wie sie den Ängsten der Gruppe begegnen können. Anmerkungen für die TrainerInnen Diese Trainingseinheit bildet die Grundlage für die gemeinsam vereinbarten Gruppenregeln und die Entwicklung einer positiven Lernatmosphäre, deshalb ist es wichtig, dass alle daran beteiligt sind und einverstanden sind. Eine positive Lernatmosphäre schaffen Gruppenregeln vereinbaren 24 Die Gruppenregeln werden in der gesamten Gruppe vereinbart. Die Diskussion wird vom der TrainerIn moderiert. Anmerkungen für die TrainerInnen Wenn Sie die an den Gruppenregeln arbeiten, betonen Sie, dass diese eine gegenseitige Abmachung sind und jeder dafür verantwortlich ist auch Sie selbst diese einzuhalten. Diskutieren Sie mit der Gruppe, wie die Gruppenregeln die einzelnen TeilnehmerInnen und die gesamte Gruppe während des Kurses unterstützen können. Diskutieren Sie auch darüber, wie gegenseitige Unterstützung im Kurs ermöglicht werden kann. Wir schlagen vor, dass die Gruppenregeln an einem gut sichtbaren Platz im Kursraum aufgehängt werden und in jeder Trainingseinheit darüber gesprochen wird, wie weit die Umsetzung gelingt. Vorgeschlagene Zeit: 30 Minuten

7 Mich selbst unterstützen Die vereinbarten Gruppenregeln legen fest, wie die Gruppe zusammenarbeitet und unterstützen den Lernprozess. Es ist wichtig, die KursteilnehmerInnen auch zu ermutigen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und sich selbst während des Kurses zu unterstützen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die KursteilnehmerInnen zu bitten, sich Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, was sie persönlich brauchen, um ihr Engagement im Kurs zu gewährleisten und festzulegen, welche Unterstützung sie brauchen und wie sie diese bekommen. Diese Übung stärkt die persönliche Verantwortung und soll sicherstellen, dass jede/r die notwendige Unterstützung bekommt. Meine positive Lernatmosphäre Verteilen Sie das Arbeitsblatt Meine positive Lernatmosphäre. Die KursteilnehmerInnen sollen überlegen: was sie während des gesamten Kurses brauchen werden, wie sie diese Bedürfnisse erfüllt bekommen. Reflexion Beenden Sie jede Trainingseinheit mit einer Reflexion über das neu Gelernte; dies verstärkt die positive Lernatmosphäre und fokussiert auf die persönliche Verantwortung für das eigene Wohlergehen. Dies ist auch eine Gelegenheit, das Konzept des Reflexionstagebuch vorzustellen. Ermutigen Sie die KursteilnehmerInnen ein solches Reflexionstagebuch zu führen. Das ist für die Lernergebnisse höchst hilfreich und auch für die abschließende Beurteilung. 25 Reflexion über das heute Gelernte Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um über die folgenden Fragen nachzudenken und notieren Sie Ihre Gedanken. Wie habe ich mich heute gefühlt? Was nehme ich mir heute mit? Eine Sache, die ich heute tun werde, um mein persönliches Wohlgefühl zu verbessern. Bitten Sie die TeilnehmerInnen in der Großgruppe, einige ihrer Antworten vorzulesen.

8 Peer2Peer Eine Ausbildung Informationen für die KursteilnehmerInnen Kursbeschreibung Richtlinien für die Beurteilung Meine positive Lernatmosphäre Meine Reflexion über das heute Gelernte 26

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