Vordiplom Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre (Kostenrechnung und Controlling) 20. Februar 2006

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1 Otto-Friedrich-Universität Bamberg Univ.- Professor Dr. Wolfgang Becker Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre UnternehmensFührung&Controlling Wissen schafft Wert! Vordiplom Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre (Kostenrechnung und Controlling) 20. Februar 2006 Name Vorname Matrikelnummer Hinweise zur Bearbeitung: Tragen Sie auf jedem einzelnen der folgenden Aufgabenbögen Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer ein. Die Prüfung besteht aus fünf Teilaufgaben. Tragen Sie Ihre Berechnungen und die Lösungen auf diesem Aufgabenbogen in die dafür vorgesehenen Felder ein. Es werden nur die in diesem Aufgabenbogen eingetragenen Lösungen gewertet. Machen Sie Ihre Eintragungen bitte mit Füllfederhalter, Kugelschreiber oder Filzstift! Eintragungen mit Bleistift können nicht gewertet werden. Zulässiges Hilfsmittel ist ein Taschenrechner ohne vollständige alphanumerische Tastatur und ohne Grafikdisplay. Viel Erfolg! Seite 1 von 10

2 1. Kurzfragen zur Kosten-, Erlös- und Ergebnisrechnung (Zeitbedarf ca. 13 Minuten) a) Nennen Sie zwei Objekte der Kalkulation! 1.a) b) Nennen und beschreiben Sie kurz ein Prinzip der Kostenzurechnung! 1.b) Prinzip: Beschreibung: c) Definieren Sie kurz den Begriff der Zusatzkosten und nennen Sie ein Beispiel! 1.c) Definition: Beispiel: d) Begründen Sie kurz, warum in der Plankostenrechnung die Beschäftigungsabweichung seit den 50er Jahren bis heute an Bedeutung verloren hat! 1.d) Seite 2 von 10

3 e) Zeigen Sie die Unterschiede zwischen Voll- und Teilkostenrechnungen hinsichtlich der Behandlung von Gemeinkosten, der Kostenspaltung sowie der Berücksichtigung der Beschäftigungslage! 1.e) Seite 3 von 10

4 2. Kostenartenrechnung (Zeitbedarf ca. 9 Minuten) Ein Schreinerei-Betrieb kauft eine neue hochmoderne Fräsmaschine zur Bearbeitung besonderer Holzsorten. Der Kaufpreis der Anlage liegt bei Euro. Für die Anlieferung, den Aufbau und die Inbetriebnahme stellt der Hersteller zusätzlich insgesamt Euro in Rechnung. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird auf 5 Jahre geschätzt. Am Ende der Nutzungsdauer kann die Maschine nach Schätzungen für Euro verkauft werden. Die Maschine ist danach nicht zu ersetzen, da die Produktion am Ende der fünf Jahre eingestellt werden soll. a) Wie hoch sind die jährlichen kalkulatorischen Abschreibungen? 2.a) Kalkulatorische Abschreibungen EUR p.a. b) Ermitteln Sie die jährlichen kalkulatorischen Zinsen! Gehen Sie dabei von einem kalkulatorischen Zinssatz von 12,4 % p.a. aus. 2.b) Kalkulatorische Zinsen EUR p.a. c) Bei der Berechnung der kalkulatorischen Zinsen wird von einem kalkulatorischen Zinssatz von 12,4 % p.a. ausgegangen. Nennen Sie zwei verschiedene Möglichkeiten, woraus der Controller die Höhe dieses Zinssatzes ableiten kann! 2.c) Seite 4 von 10

5 3. Kalkulation (Zeitbedarf ca. 12 Minuten) Ein Motorenhersteller produziert in zwei unterschiedlichen Fertigungsstufen Antriebsaggregate. Es liegen folgende Informationen für die Produktion eines Aggregats vor: In der ersten Fertigungsstufe wird Material im Wert von Euro verbraucht. Zur Fertigung werden 3 Stunden benötigt, die mit je 12 Euro bezahlt werden. Im zweiten Fertigungsschritt betragen die Materialeinzelkosten Euro. Die Produktionszeit beträgt hier 4 Stunden. Pro Stunde fallen dabei 15 Euro Lohn an. Für die Konstruktionspläne des Aggregats fallen 110 Euro an. Der Versand zum Kunden wird pro Aggregat mit 75 Euro versichert. Außerdem sind folgende Gemeinkosten-Zuschlagssätze bekannt: Materialgemeinkosten 35%, Fertigungsgemeinkosten in der ersten Stufe 130%, Fertigungsgemeinkosten in der zweiten Stufe 240%. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten betragen zusammen 15%. a) Berechnen Sie die Selbstkosten eines Antriebsaggregats! Lassen Sie dabei steuerliche Aspekte unberücksichtigt. 3.a) Selbstkosten EUR b) Nennen Sie zwei wesentliche Kritikpunkte der Zuschlagskalkulation! Argumentieren Sie unter Zuhilfenahme der Angaben in der Ausgangslage. 3.b) Seite 5 von 10

6 4. Kostenstellenrechnung (Zeitbedarf ca. 13 Minuten) In der Controlling-Abteilung liegen über die vergangene Abrechnungsperiode folgende Informationen vor. Vorkostenstellen Endkostenstellen Kostenstellen Fuhrpark Energie Material Fertigung Verwaltung/ Vertrieb Primäre Gemeinkosten Abgegebene Leistungen EUR EUR EUR EUR EUR km kwh Empfangene km km km km Leistungen kwh kwh kwh kwh a) Ermitteln Sie die Summen der primären und sekundären Gemeinkosten der Endkostenstellen unter Anwendung des Stufenleiterverfahrens! 4.a) Material Fertigung Verwaltung/Vertrieb Gesamte Gemeinkosten EUR EUR EUR Seite 6 von 10

7 b) Wie lautet das Gleichungssystem zur Verrechnung der Kosten innerbetrieblicher Leistungen der Vorkostenstellen nach dem Gleichungsverfahren? 4.b) Energie (E) Fuhrpark (FP) c) Wie hoch sind bei Anwendung des Gleichungsverfahrens die innerbetrieblichen Verrechnungspreise für die Leistungen der Energie und des Fuhrparks? 4.c) Energie (E) EUR / kwh Fuhrpark (FP) EUR / km Seite 7 von 10

8 5. Ergebnisrechnung (Zeitbedarf ca. 13 Minuten) Ein Sportartikelhersteller fertigt Tennis- und Squashschläger in verschiedenen Ausführungen. In der abgelaufenen Periode liefert die Kostenrechnung nachfolgende Informationen zur Bestimmung des Unternehmenserfolges. Produktgruppe Tennisschläger Squashschläger Produkt Dim. Junior Pro Tour Sport Team Absatzmenge Stück Verkaufspreis EUR Materialeinzelkoste EUR/Stück 12, Fertigungslohn EUR/Stück Erzeugnisfixkosten EUR Erlösschmälerungen sind nicht zu berücksichtigen! Für die Fertigungsstraße der Tennisschläger entstanden Anlagenkosten in Höhe von Euro und für die der Squashschläger Euro. Die Verwaltungskosten des Unternehmens beliefen sich auf Euro. a) Definieren Sie den Begriff "Deckungsbeitrag"! 5.a) Seite 8 von 10

9 b) Ermitteln Sie die Deckungsbeiträge I und II der einzelnen Produkte sowie den Deckungsbeitrag III auf Produktgruppenebene! 5.b) Produktgruppe Tennisschläger Squashschläger Produkt Junior Pro Tour Sport Team DB I (in EUR) DB II (in EUR) DB III (in EUR) Seite 9 von 10

10 c) Um welchen Betrag würde sich das Betriebsergebnis des Unternehmens ändern, wenn der Squashschläger "Team" aus dem Sortiment eliminiert würde und die Erzeugnisfixkosten sofort abbaubar wären? 5.c) EUR d) Liefert die Division des Deckungsbeitrags II (DBII) durch die Absatzmenge eine aussagekräftige Kennzahl? Begründen Sie kurz Ihre Antwort! 5.d) e) Nennen Sie vier bedeutsame Analyseebenen für den Aufbau mehrdimensionaler Deckungsbeitragsrechnungen! 5.e) Seite 10 von 10

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