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1 Supply Chain Milch 1 Inhalt Strukturveränderungen in der Milchwirtschaft und deren Auswirkungen auf das Transportgeschehen In den Quellregionen Milchsammelrouten In den Molkereien Werkverkehre In der Distribution Vertrieb, Export, Import Fazit Möglichkeiten der Verkehrsreduzierung und der Verlagerungsfähigkeit 2 1

2 Strukturveränderungen in der Quellregion / Erhebungsregion Ursachen für eine Mehrfachbefahrung von Straßenabschnitten mit Milchsammelfahrzeugen (Triebkräfte der Verkehrserzeugung) Liberalisierung des Milchmarktes Auswirkung: von den Molkereien umkämpfte Quellregionen Lieferverträge mit unterschiedlichen Molkereien Sammelfahrt immer nur auf eine Molkerei beschränkt Getrennte Sammlung von Biomilch Beschränkter Aktionsradius der Sammelfahrzeuge (Kapazität) Transit von Sammelfahrzeugen aus anderen Regionen 3 Milchsammelrouten in der Quellregion 4 2

3 Wichtigkeit bei der Entscheidung für bzw. gegen eine Molkerei 4,5 4 3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 Sicherheit der Abnahme Milchpreis Abholzeitpunkt Umgang Transparenz Verbundenheit mit der Molkerei Information Solidarität mit dem Nachbarn Zusatzleistungen Beratung Die Meinung von Familienmitgliedern Mitsprachemöglichkeiten Funktionärstätigkeit bei der Molkerei Angst vor Veränderung 5 Anteile der gelieferten Milchmenge im Vergleich zu den gefahrenen Lkw-Kilometer (in %) 100,0% 80,0% 17,5% 13,6% 37,7% HAAG 60,0% 40,0% 20,0% 0,0% 68,9% 14,1% 48,2% ROHRBACH BIO ROHRBACH Milchmenge Region Lkw-km 6 3

4 Lkw-Kilometer zur Molkerei Zurückgelegte Lkw-Kilometer vom Erzeuger zur Molkerei je 1 Tonne Milch 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0 0,0 22,5 7,3 10,8 10,1 ROHRBACH ROHRBACH BIO HAAG Durchschnitt Lkw-Km je 1 Tonne abgesaugter Milch 7 Strukturveränderungen in den Milchverarbeitenden Betrieben Triebkräfte der Verkehrserzeugung Fortschreitende Konzentrationsprozesse und Maßnahmen der Prozessoptimierung Arbeitsteilungsprozesse (komparative Kostenvorteile) Spezialisierung und Reduktion der Standorte Auftrennung der Produktionsprozesse (nach Fettgehalt, Bio, Gentechnikfreiheit, ) bei steigender Produktdiversität und kürzeren Produktlebenszyklen Horizontale und Vertikale Kooperationen Zunahme der Werksverkehre (Bulk-Ware-Transporte) Beauftragungsvariante 8 4

5 Die Milchwirtschaft im internationalen Vergleich Mrd. 18,0 16,0 14,0 12,0 10,0 8,0 6,0 4,0 2,0 0,692 Mrd. 0,373 Mrd. 0,0 Nestlé Danone Lactalis Frisland/Campina Dean Foods Fonterra Dairy Farmers of America Arla Foods Kraft Foods Unilever Saputo Parmalat Bongrain Meji Dairies Morinaga Milk Industry Land O`Lakes Schreiber Foods Mengniu Müller Milch Nordmilch Berglandmilch NÖM AG 9 Lieferziele einer oberösterreichischen Molkerei 10 5

6 Europäische Lieferziele 11 Strukturveränderungen in der Distribution Triebkräfte der Verkehrserzeugung Binnenmarktintegration Ausdehnung der Absatzmärkte Verlagerungen im Straßennetz auf mautfreie Strecken Steigende Sortimentsvielfalt (Produktdiversität) Ubiquitäre Verfügbarkeit Geforderte Flexibilität der Handelsunternehmen 12 6

7 Vergleich Export/ Import , , , , , , , , , ,0 0,0 Export Menge Export Wert Import Menge Import Wert Rohprodukt Milch Rahm Milch Rahm bearbeitet fermentierte Produkte* Molke Butter Käse 13 Anteile der Lkw-Kilometer in der Transportkette nach Teilsegmenten am Beispiel einer Molkerei Fertigprodukt- Transporte 66,9% Innerbetriebliche Transporte 0,2% Milchsammelfahrten 11,5% Rohmilch- Transporte ab Molkerei 21,1% Molke- Transporte 0,3% 14 7

8 Lkw-Kilometer und Emissionen in der Transportkette nach ausgewählten Teilsegmenten am Beispiel einer Molkerei Lkw-Kilometer und Emissionen (Anteile) 100% 50% 0% 21,1% 24,0% 22,0% 66,9% 53,2% 51,1% 11,5% 22,5% 26,2% Lkw-km NOx CO2 Rohmilch- Transporte ab Molkerei Fertigprodukt- Transporte Milchsammelfahrten 15 Fazit Konzentrationsprozesse werden weiter fortschreiten Gegenmaßnahmen für steigende Verkehrserzeugung: Plattform für Milch-Spotmärkte Abstimmung der Rohstofferfassung Reaktion des Marktes auf das veränderte Verbraucherverhalten (Regionalität) Verkehrspolitische Eingriffe (Maut) schwächen in erster Linie klein und mittelständische Unternehmen Inkompatibilität der einzelner Logistiksysteme (vgl. Bahn vs. LKW) Weitreichende Optimierungsprozesse (Planwirtschaft) wären Eingriffe in die freie Marktwirtschaft 16 8

9 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Siegfried Pöchtrager BOKU Wien, Andreas Fahrner BOKU Wien Bado Hörl TU Wien Heinz Dörr Regionalplaner 17 9

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