Kapitel 5. Umsatzsteuer

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Kapitel 5. Umsatzsteuer"

Transkript

1 Kapitel 5 Umsatzsteuer Kap. 5 / 1 / 27 Der Aufbau der Umsatzsteuer - Übersicht RECHNUNG Netto 2.000,-- 20 % USt 400,-- Brutto 2.400,-- stellt aus erhält Verkäufer Lieferung, Leistung Zahlt Bruttopreis ( 2.400,-) Käufer USt an das Finanzamt ( 400,-) Vorsteuerrückvergütung vom Finanzamt, wenn vorsteuerabzugsberechtigt ( 400,-) Kap. 5.1 (USt. - Konstruktion) F I N A N Z A M T Kap. 5 / 2 / 27 1

2 Umsatzsteuer und Vorsteuer in der Finanzbuchhaltung UMSATZSTEUER o erhält der Verkäufer ( der Leistungsersteller ) vom Käufer mit dem Kaufpreis und o muss an das Finanzamt abgeführt werden (der Verkäufer hat eine Umsatzsteuerschuld gegenüber dem Finanzamt) VORSTEUER o zahlt der Käufer ( Leistungsempfänger ) an den Verkäufer mit dem Kaufpreis o Vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen erhalten die Vorsteuer vom Finanzamt zurück (sie haben eine Vorsteuerforderung gegenüber dem Finanzamt) Kap. 5 / 3 / 27 Der Aufbau der Umsatzsteuer - Begriffe NETTOUMSATZSTEUER D. h. die USt wird vom Nettoentgelt (Preis ohne USt) berechnet. ALLPHASENUMSATZSTEUER D. h. in jeder Phase des Warendurchlaufes (Produktion, Vertrieb) fällt sie an. VORSTEUERABZUG Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer können in der Regel die von ihren Vorlieferanten in Rechnung gestellte USt abziehen. Kap. 5.1 (USt. - Konstruktion) Kap. 5 / 4 / 27 2

3 Der Aufbau der USt - Allphasenumsatzsteuer ERZEUGER GROSS- HÄNDLER EINZEL- HÄNDLER KONSUMENT Nettoentgelt (Preis ohne USt) + 20 % USt Verkaufspreis 1.000,- 200, , ,- 300, , ,- 500, ,- Zahlt 3.000,- Umsatzsteuer - Vorsteuer Zahllast 200,- 0,- 200,- 300,- 200,- 100,- 500,- 300,- 200,- Trägt die USt mit dem Kaufpreis = 500,- abzuführen an das Finanzamt Der Konsument zahlt 3.000,- und trägt die gesamte Umsatzsteuer. Kap. 5.1 (USt. - Konstruktion) Kap. 5 / 5 / 27 Umsatzsteuer und Vorsteuer - Buchungen Rechnung (Ausschnitt): Nettopreis 1.000, % USt 200,-- Bruttopreis 1.200,-- VERKÄUFER Ware Leistung KÄUFER Forderungen bzw. Zahlungsmittelkonto Nettopreis USt 200 Erlöse Nettopreis Umsatzsteuerschuld (Finanzamt) USt 200 Anlagen, Waren bzw. Aufwand Nettopreis 1000 Vorsteuerforderung (Finanzamt) VSt 200 Verbindlichkeiten bzw. Zahlungsmittelkonto Nettopreis VSt 200 Kap. 5 / 6 / 27 3

4 Umsatzsteuer - Übersicht (ER, AR) ER 1.000, % 200, ,- VORSTEUER AR 2.000, % 400, ,- UMSATZSTEUER Reparatur Maschinen Aufwendungen ER Waren Differenz = Z A H L L A S T in der Praxis nicht einzeln sondern monatlich AR ER = Vorsteuer eines Monats AR = Umsatzsteuer eines Monats Differenz = Z A H L L A S T des M O N A T S Kap. 5 / 7 / 27 USt-pflichtige Umsätze L I E F E R U N G E N und L E I S T U N G E N -vom Unternehmer - im Rahmen des Unternehmens - gegen Entgelt - im Inland E I G E N V E R B R A U C H des Unternehmers E I N F U H R aus einem Drittland (= K E I N z.b. Schweiz aus einem EU-Mitgliedsstaat z.b. Deutschland EU-Mitgliedsstaat) I N N E R G E M E I N S C H A F T L I C H E R E R W E R B (A N Z A H L U N G E N!! ) Kap. 5 / 8 / 27 4

5 Umsatzsteuer bei der EINFUHR Aus einem EU-Land Anderes Land Drittland innergemeinschaftlicher Erwerb Privater Zahlt USt im Land des Erwerbs keine Erwerbsteuer bei Einfuhr Berechnet selbst Erwerbsteuer Unternehmer USt-Identifikationsnummer Vorsteuerabzug, wenn berechtigt Einfuhr-USt an der Grenze Vorsteuerabzug, wenn berechtigt Ausnahme: Kauf im Versandhandel Ausfuhrlieferung USt-frei Kap. 5 / 9 / 27 Steuersätze Ermäßigter Satz 10 % Normalsatz 20 % Z.B.: Lebensmittel Bücher, Zeitungen, Zeitschriften Fahrten im Inland (z.b.: Zug, Flugzeug, Straßenbahn, Taxi) Mieten nur f. Wohnzwecke!!! Hotel, Camping Ausnahme: 12 % - Wein und gegorene Getränke ab Hof 16 % - Umsätze im kleinen Walsertal Z.B.: Kleidung Getränke Friseur, Kosmetik Mieten NICHT für Wohnzwecke (z.b.: Garage, Geschäftslokal) => Option 0% möglich Kap. 5 / 10 / 27 5

6 Befreiung von der USt E C H T E Befreiungen U N E C H T E Befreiungen - Vorsteuerabzug voll möglich - Umsatz ist befreit - K E I N Vorsteuerabzug möglich - Umsatz ist befreit EXPORT- UMSÄTZE u.a. - Kreditinstitute - Versicherungen -Ärzte - Privatschulen Kap. 5 / 11 / 27 Vermietung / Verpachtung - Sonderbestimmungen Steuerpflichtig O P T I O N Privater Mieter (Wohnung) 10 % Betrieblicher Mieter (z. B. Handel) 20 % (Hotel, Camping immer 10 %) Unecht befreit Günstig wenn: - M i e t e r nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist - V e r m i e t e r nicht umsatzsteuerpflichtig ist (Umsatz unter ) Kap. 5 / 12 / 27 6

7 Rechnungen lt. USt-Gesetz ÜBER 150,- (0) Ausstellungsdatum, fortlaufende eindeutig identifizierbare Nummer (1) Lieferant (2) Kunde (3) Menge und Art der Leistung (4) Tag der Leistungserbringung (5) Entgelt ohne USt (6) Umsatzsteuerbetrag (bei Befreiung: Hinweis) UNTER 150,- (0) Ausstellungsdatum, Nummer (1) Lieferant kann entfallen (3) Menge und Art der Leistung (4) Tag der Leisungserb. kann entfallen (7) Gesamtbetrag (8) USt-Satz (7) UID des Lieferanten kann entfallen Kap. 5 / 13 / 27 Umsatzsteuersysteme Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von MEHR als p. Jahr (Ausnahme: freie Berufe) Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von WENIGER als in einem der beiden vorangegangenen Kalenderjahre; Angehörige der freien Berufe Unternehmen der Energieerzeugung und Abfallbeseitigung zwingend auf Antrag soweit kein Antrag zwingend Sollbesteuerung = Besteuerung nach VEREINBARTEN Entgelten (Normalfall) Istbesteuerung = Besteuerung nach VEREINNAHMTEN Entgelten (Ausnahme) AUSNAHME: Bei Vorauszahlungen, Anzahlungen und Teilzahlungen VOR Lieferung bzw. Fertigstellung gilt für alle oben angeführten Unternehmensgruppen ZWINGEND die ISTBESTEUERUNG! Kap. 5 / 14 / 27 7

8 Entstehung der USt-Schuld Sollbesteuerung Istbesteuerung am Ende des Liefermonats wird nicht im selben Monat fakturiert - Ende des nächsten Monats bei Zahlungseingang (Ende des Monats) FÄLLIGKEIT DER USt (und Voranmeldung ) 45 Tage nach Entstehung der Schuld (am 15. des übernächsten Monats) Kap. 5 / 15 / 27 Entstehung der USt-Schuld - Beispiel Entstehung der Steuerschuld Fälligkeit der Steuerschuld Lieferung Zahlung Rechnungslegung SOLLsystem (= vereinbart) ISTsystem (= vereinnahmt) SOLLsystem (= vereinbart) ISTsystem (= vereinnahmt) Anz / 28.2./ 15.4./ 15.4./ Rest Kap. 5 / 16 / 27 8

9 Umsatzsteuer - Konten Vorsteuer 3500 Umsatzsteuer 2500 Vorsteuer 3500 Umsatzsteuer VSt Saldo Saldo USt VSt Saldo Saldo USt 3520 Zahllast VSt USt Saldo 3520 Zahllast USt VSt Saldo ZAHLUNG an das Finanzamt FORDERUNG an das Finanzamt Kap. 5 / 17 / 27 Umsatzsteuer - Konten 2 (2500) Vorsteuer (3500) Umsatzsteuer VSt eines Monats SALDO (3520) Zahllast SALDO USt. eines Monats VSt USt. Zahllast Zahlung 45 Tage nach Entstehung der Steuerschuld Zahlungsmittelkonto AB Zahllast Kap. 5 / 18 / 27 9

10 Vorsteuer bei Eingangsrechnung NETTOmethode (Einkauf, Aufwand) N E T T O methode: Bestands- oder Aufwandkonto Nettoentgelt Zahlungsmittel- oder Verbindlichkeitskonto BRUTTO Vorsteuer Vorsteuer Kap. 5 / 19 / 27 Vorsteuer bei Eingangsrechnung - BRUTTOmethode (Einkauf, Aufwand) B R U T T O methode: Bestands- oder Aufwandkonto BRUTTO Vorsteuer am Monatsende Zahlungsmittel- oder Verbindlichkeitskonto BRUTTO Vorsteuer Vorsteuer Kap. 5 / 20 / 27 10

11 Umsatzsteuer bei Ausgangsrechnung - NETTOmethode ( Verkauf ) N E T T O methode: Zahlungsmittel- oder Forderungskonto BRUTTO Erlöskonto NETTOentgelt Umsatzsteuer Umsatzst. Kap. 5 / 21 / 27 Umsatzsteuer bei Ausgangsrechnung - BRUTTOmethode ( Verkauf ) B R U T T O methode: Zahlungsmittel- oder Forderungskonto Erlöskonto BRUTTO Umsatzst. am Monatsende BRUTTO Umsatzsteuer Umsatzst. Kap. 5 / 22 / 27 11

12 Einkauf bar, auf Ziel inkl. Umsatzsteuer Warenbestand, Anlagevermögen Kassa, Bank oder Vorsteuer Verbindlichkeiten Kap. 5 / 23 / 27 Aufwand bar, auf Ziel inkl. Umsatzsteuer Aufwand Kassa, Bank oder Vorsteuer Verbindlichkeiten Kap. 5 / 24 / 27 12

13 Verkauf bar, auf Ziel inkl. Umsatzsteuer Kassa, Bank Erlöse oder Forderungen Umsatzsteuer Kap. 5 / 25 / 27 Schulden bezahlen Kassa Verbindlichkeiten Bank oder Kap. 5 / 26 / 27 13

14 Forderungen kassieren Forderungen Kassa oder Bank Kap. 5 / 27 / 27 14

Buchhaltung und Bilanzierung Rechtliche Grundlagen I

Buchhaltung und Bilanzierung Rechtliche Grundlagen I Buchhaltung und Bilanzierung Rechtliche Grundlagen I Rechtliche Grundlagen Gläubigerschutz Unternehmensrechtliche Bestimmungen Unternehmensgesetzbuch (UGB) Aktiengesetz (AktG) GmbH-Recht (GmbHG) gleichmäßige

Mehr

HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT

HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT 02.10.2018 Organisatorisches Umsatzsteuer (Band 1 S. 99-120) Belegarten (Band 1 S. 88-98) Wareneinkauf (Band 1 S. 44 56) Warenverkauf (Band 1 S. 44 56) Private Warenentnahme

Mehr

HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT ORGANISATORISCHES

HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT ORGANISATORISCHES HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT 03.10.2017 Organisatorisches Umsatzsteuer (Band 1 S. 99-120) Belegarten (Band 1 S. 88-98) Wareneinkauf (Band 1 S. 44 56) Warenverkauf (Band 1 S. 44 56) Private Warenentnahme

Mehr

HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT

HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT HERZLICH WILLKOMMEN ABLAUF EINHEIT 03.10.2017 Organisatorisches Umsatzsteuer (Band 1 S. 99-120) Belegarten (Band 1 S. 88-98) Wareneinkauf (Band 1 S. 44 56) Warenverkauf (Band 1 S. 44 56) Private Warenentnahme

Mehr

Umsatzsteuer im Unternehmen

Umsatzsteuer im Unternehmen Umsatzsteuer im Unternehmen Umsatzsteuer Gesetzliche Grundlage: UStG, UStDV, UStAE Steuersätze: 0 (USt-Befreiung), 7 % (ermäßigter Steuersatz), 19 % (Regelsteuersatz) Umsatzsteuerpflicht: Steuerschuldner

Mehr

Umsatzsteuer: Was muss ich wissen? 12./

Umsatzsteuer: Was muss ich wissen? 12./ Umsatzsteuer: Was muss ich wissen? 12./13.10.2018 1 2 Die Umsatzsteuer (USt) ist eine Verbrauchsteuer, die grundsätzlich den Endabnehmer (private Haushalte und öffentliche Hand) belastet Besteuert werden

Mehr

Umsatzsteuer und richtige Rechnung

Umsatzsteuer und richtige Rechnung Eine gemeinsame Initiative aller Berliner und Brandenburger SteuerberaterInnen Umsatzsteuer und richtige Rechnung Steuerforum II am 8. Mai 2019 1 2 Die Umsatzsteuer (USt) ist eine Verbrauchsteuer, die

Mehr

Die Umsatzsteuervoranmeldung der Möbelwerke Werner Kurz e.k. Weist zum 31. März folgende Zahlen aus:

Die Umsatzsteuervoranmeldung der Möbelwerke Werner Kurz e.k. Weist zum 31. März folgende Zahlen aus: - 17 - XII. Die Umsatzsteuer - ein durchlaufender Posten der Unternehmen Der Umsatzsteuer unterliegen nach 1 UStG alle Lieferungen und Leistungen, die im Inland gegen Entgelt von einem Unternehmen erbracht

Mehr

CD Ausgabe " Umsatzsteuer im Ein- und Verkaufsbereich

CD Ausgabe  Umsatzsteuer im Ein- und Verkaufsbereich CD Ausgabe " Umsatzsteuer im Ein- und Verkaufsbereich 1. Welche Rechtsgrundlagen regeln die Besteuerung des Umsatzes? Das Umsatzsteuergesetz regelt die Besteuerung Inhalt: 1. von Lieferungen und sonstigen

Mehr

Buchführung und Bilanzsteuerrecht für Einsteiger

Buchführung und Bilanzsteuerrecht für Einsteiger Buchführung und Bilanzsteuerrecht für Einsteiger Bearbeitet von Prof. Günter Maus erweitert, überarbeitet 2017. Taschenbuch. ca. 260 S. Paperback ISBN 978 3 95554 329 7 Format (B x L): 17 x 24 cm Wirtschaft

Mehr

Eine gemeinsame Initiative aller Berliner und Brandenburger SteuerberaterInnen. Umsatzsteuer und die richtige Rechnung. Steuerforum am 11.

Eine gemeinsame Initiative aller Berliner und Brandenburger SteuerberaterInnen. Umsatzsteuer und die richtige Rechnung. Steuerforum am 11. Eine gemeinsame Initiative aller Berliner und Brandenburger SteuerberaterInnen Umsatzsteuer und die richtige Rechnung Steuerforum am 11. Mai 2017 1 2 } Die Umsatzsteuer (USt) ist eine Steuer, die den Austausch

Mehr

MERKBLATT Recht und Steuern Dienstleistung und Warenlieferung Unternehmer Inland gegen Entgelt Rahmen seines Unternehmens Umsatzsteuer

MERKBLATT Recht und Steuern Dienstleistung und Warenlieferung Unternehmer Inland gegen Entgelt Rahmen seines Unternehmens Umsatzsteuer Seite 1 von 8 MERKBLATT Recht und Steuern Entstehung und Fälligkeit der Umsatzsteuer Jede Dienstleistung und Warenlieferung, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt,

Mehr

Umsatzsteuer von A bis Z 13./

Umsatzsteuer von A bis Z 13./ Umsatzsteuer von A bis Z 13./14.10.2017 Der Umsatzsteuer unterliegen Die Lieferungen oder sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. Das Umsatzsteuersystem

Mehr

Soll- und Istbesteuerung

Soll- und Istbesteuerung Soll- und Istbesteuerung Grundsätzliches Die Fälligkeit der Umsatzsteuer für Lieferungen und sonstige Leistungen richtet sich nach dem Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld: die Umsätze sind in die

Mehr

Lernsoftware Steuerrecht und betriebliche Steuerlehre

Lernsoftware Steuerrecht und betriebliche Steuerlehre Lernsoftware Steuerrecht und betriebliche Steuerlehre Kurzfassung des fachlichen Inhalts (Skript) 4. Umsatzsteuer 4.1 System der Umsatzsteuer! Begriffsbestimmungen, Rechtsgrundlagen Die Umsatzsteuer -

Mehr

Umsatzsteuer. 1. Steuersubjekte sind Unternehmer. Selbständige, gewerbliche oder berufliche Tätigkeit (Nachhaltigkeit, Einnahmenerzielung)

Umsatzsteuer. 1. Steuersubjekte sind Unternehmer. Selbständige, gewerbliche oder berufliche Tätigkeit (Nachhaltigkeit, Einnahmenerzielung) Überblick Grundsätze Umsatzsteuer 1. Steuersubjekte sind Unternehmer. Selbständige, gewerbliche oder berufliche Tätigkeit (Nachhaltigkeit, Einnahmenerzielung) 2. Steuerobjekt ist Umsatzsteuer als Steuer

Mehr

Mehrwertsteuer. Umsatzsteuer. Vorsteuer. Die Umsatzsteuer Was fällt auf! Als das Wünschen noch geholfen hat????

Mehrwertsteuer. Umsatzsteuer. Vorsteuer. Die Umsatzsteuer Was fällt auf! Als das Wünschen noch geholfen hat???? Mehrwertsteuer Vorsteuer Umsatzsteuer Die Umsatzsteuer Was fällt auf! In Deutschland führte der gewaltige Finanzbedarf im Ersten Weltkrieg 1916 zu einer reichseinheitlichen Stempelsteuer auf Warenlieferungen

Mehr

Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer

Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer Jede Warenlieferung und Dienstleistung, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt, unterliegt der Umsatzsteuer. Ebenso sind die Einfuhr

Mehr

Umsatzsteuer von A - Z

Umsatzsteuer von A - Z Umsatzsteuer von A - Z Der Umsatzsteuer unterliegen Die Lieferungen oder sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. Das Umsatzsteuersystem

Mehr

Die Umsatzsteuervoranmeldung (UVA)

Die Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) Die Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) Voranmeldungszeitraum Unter Voranmeldungszeitraum versteht man jenen Zeitraum, für den Sie die Umsatzsteuer selbst berechnen eine Umsatzsteuervoranmeldung erstellen und

Mehr

Aufgabe 1: Buchen Sie die Geschäftsfälle im Grundbuch! Verwenden Sie als Ertragskonto das Konto Provisionserträge.

Aufgabe 1: Buchen Sie die Geschäftsfälle im Grundbuch! Verwenden Sie als Ertragskonto das Konto Provisionserträge. Aufgabe 1: Buchen Sie die Geschäftsfälle im Grundbuch! Verwenden Sie als Ertragskonto das Konto Provisionserträge. 1. Einem Kunden werden Aktien von der Depotabteilung ausgeliefert. Die Provision 80,00

Mehr

Berechnung in. x ,50% bis ,00%

Berechnung in. x ,50% bis ,00% DIE HÖHE DER EINKOMMENSTEUER KAPITEL 7 KAPITEL 7 DIE HÖHE DER EINKOMMENSTEUER Die Einkommensteuer ist eine progressiv gestaltete Steuer. Das bedeutet, mit steigendem Einkommen soll auch prozentuell mehr

Mehr

7. Kapitel. Grundlegende Buchungen beim Verkauf und beim Einkauf mit Umsatzsteuer. 7.1 Umsatzsteuer beim Verkauf

7. Kapitel. Grundlegende Buchungen beim Verkauf und beim Einkauf mit Umsatzsteuer. 7.1 Umsatzsteuer beim Verkauf 7. Kapitel Grundlegende Buchungen beim Verkauf und beim Einkauf mit Umsatzsteuer Der Staat verlangt, dass der Unternehmer bei Verkäufen eine Steuer auf den getätigten Umsatz berechnet und ans Finanzamt

Mehr

Hinweise zur Erfüllung steuerlicher Pflichten

Hinweise zur Erfüllung steuerlicher Pflichten Hinweise zur Erfüllung steuerlicher Pflichten 1. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung Für die Erfassung neuer unternehmerischer Tätigkeiten sieht die Finanzverwaltung den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Mehr

Repetitorium Finanzrecht Gunter Mayr / Thomas Ecker

Repetitorium Finanzrecht Gunter Mayr / Thomas Ecker Repetitorium Finanzrecht Gunter Mayr / Thomas Ecker Umsatzsteuer MMag. Dr. Thomas Ecker Doralt, Steuerrecht, 142 ff 1 Merkmale der USt Aufkommensmäßig bedeutende Steuer Indirekte Steuer Objektsteuer Verbrauchsteuer

Mehr

Einkommen und Umsatzsteuer Steuerberatungstag am 18. Juni 2012

Einkommen und Umsatzsteuer Steuerberatungstag am 18. Juni 2012 Einkommen und Umsatzsteuer Steuerberatungstag am 18. Juni 2012 1 Die Einkommensteuer ist eine Steuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde

Mehr

Handelswaren. Handelswaren. Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Dr. Alfred Brink

Handelswaren. Handelswaren. Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Dr. Alfred Brink Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Dr. Alfred Brink Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Dr. Alfred Brink Vorlesung Buchführung & Abschluss Handelswaren Vorlesung Buchführung

Mehr

Externes Rechnungswesen. Buchhaltung Teil 2

Externes Rechnungswesen. Buchhaltung Teil 2 Externes Rechnungswesen - Buchhaltung Teil 1. Grundlagen der Finanzbuchhaltung Seite 1.1 Übersicht: Rechnungswesen 3 1.2 Die Finanzbuchhaltung 4 1.3 Informationsadressaten 5 1.4 handelsrechtliche Buchführungspflicht

Mehr

Repetitorium Finanzrecht Gunter Mayr / Sebastian Pfeiffer

Repetitorium Finanzrecht Gunter Mayr / Sebastian Pfeiffer Repetitorium Finanzrecht Gunter Mayr / Sebastian Pfeiffer Umsatzsteuer Dr. Sebastian Pfeiffer, LL.M. Doralt, Steuerrecht, 142 ff Merkmale der USt Aufkommensmäßig bedeutende Steuer Indirekte Steuer Objektsteuer

Mehr

Handelswaren. Handelswaren. Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Dr. Alfred Brink

Handelswaren. Handelswaren. Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Dr. Alfred Brink Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Dr. Alfred Brink Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Dr. Alfred Brink Vorlesung Buchführung & Abschluss Handelswaren Vorlesung Buchführung

Mehr

1. Was unterliegt der Umsatzsteuer und wie wird sie berechnet?

1. Was unterliegt der Umsatzsteuer und wie wird sie berechnet? 1. Was unterliegt der Umsatzsteuer und wie wird sie berechnet? Der Umsatzsteuer unterliegen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. Sie sind Unternehmer,

Mehr

VO Steuerrecht ( ) Univ. Ass. Mag. Thomas Bieber

VO Steuerrecht ( ) Univ. Ass. Mag. Thomas Bieber VO Steuerrecht (19-10-10) Univ. Ass. Mag. Thomas Bieber 1 Rechnung ( 11 UStG) [1] Leistender Unternehmer hat Rechnung auszustellen Voraussetzung für den Vorsteuerabzug nach 12 Abs 1 UStG ist eine Rechnung,

Mehr

Der Güterverkehr im Gemeinschaftsgebiet der Europäische Gemeinschaft

Der Güterverkehr im Gemeinschaftsgebiet der Europäische Gemeinschaft Der Güterverkehr im Gemeinschaftsgebiet der Europäische Gemeinschaft 1 Die Mitgliedsländer der Europäischen Union bilden eine so genannte Innergemeinschaft. Umsatzsteuerlich ist die Europäische Union ein

Mehr

HERZLICH WILLKOMMEN

HERZLICH WILLKOMMEN HERZLICH WILLKOMMEN 1 ABLAUF EINHEIT 19.02.2019 Organisatorisches Auslandsgeschäfte (Band 1 S. 233 246) Innergemeinschaftliche Geschäfte, Drittlandgeschäfte (Band 1 S. 247 270) Kostenrechnung (Band 2 S.

Mehr

USt-Rechnung Grundsätze

USt-Rechnung Grundsätze USt-Rechnung Grundsätze Pflicht zur Rechnungsausstellung? Leistungen an Unternehmer (Voraussetzung für Vorsteuerabzug) Leistungen an juristische Personen Werklieferung oder Werkleistung izm Grundstücken

Mehr

Vortrag beim Arbeitskreis Online-Handel der IHK Lippe zu Detmold am in Detmold. Thema:

Vortrag beim Arbeitskreis Online-Handel der IHK Lippe zu Detmold am in Detmold. Thema: Vortrag beim Arbeitskreis Online-Handel der IHK Lippe zu Detmold am 05.05.2015 in Detmold Thema: Der Handel über die Grenze und seine umsatzsteuerliche Behandlung Referent : Steuerberater Dipl.-Kfm. Bernd

Mehr

Umsatzsteuer Wegweiser für Existenzgründer

Umsatzsteuer Wegweiser für Existenzgründer Dieses Dokument finden Sie unter www.ihk-berlin.de unter der Dok-Nr. 86518 Umsatzsteuer Wegweiser für Existenzgründer Existenzgründer betreten in der Startphase ihrer Unternehmung Neuland in vielfacher

Mehr

Buchungen im Beschaffungsund Absatzbereich

Buchungen im Beschaffungsund Absatzbereich Buchhaltung und Bilanzierung Buchungen im Beschaffungsund Absatzbereich Beschaffung - Absatz Käufer Verkäufer Ware VSt Verbindlichkeiten Skonto, Rabatt Anzahlung Retourwaren Erlöse USt Forderungen Skonto,

Mehr

Ab durch den Steuerjungel - Steuerinformation für Neugründer. Mag. Martina Schrittwieser Wirtschaftskammer Wien

Ab durch den Steuerjungel - Steuerinformation für Neugründer. Mag. Martina Schrittwieser Wirtschaftskammer Wien Ab durch den Steuerjungel - Steuerinformation für Neugründer Mag. Martina Schrittwieser Wirtschaftskammer Wien Erste Schritte als UnternehmerIn Was ist zu tun? 1.) Meldepflicht beim Finanzamt innerhalb

Mehr

18 Die Umsatzsteuer beim Wareneinkauf und -verkauf

18 Die Umsatzsteuer beim Wareneinkauf und -verkauf 18 Die Umsatzsteuer beim Wareneinkauf und -verkauf 18.1 Buchungen beim Wareneingang Ein Großhändler bezieht von einem Fabrikanten Waren auf Ziel. E INGANGSRECHNUNG Warenwert (netto)... 3.000,00 Umsatzsteuer...

Mehr

Dies bedeutet einen Umsatzsteuersatz bezogen auf den sondern auch die Vorleistung samt der darauf lastenden

Dies bedeutet einen Umsatzsteuersatz bezogen auf den sondern auch die Vorleistung samt der darauf lastenden Die Umsatzsteuer Was fällt auf! Vorsteuer Mehrwertsteuer Umsatzsteuer In Deutschland führte der gewaltige Finanzbedarf im Ersten Weltkrieg 1916 zu einer reichseinheitlichen Stempelsteuer auf Warenlieferungen

Mehr

Dies bedeutet einen Umsatzsteuersatz bezogen auf den sondern auch die Vorleistung samt der darauf lastenden

Dies bedeutet einen Umsatzsteuersatz bezogen auf den sondern auch die Vorleistung samt der darauf lastenden Die Umsatzsteuer Was fällt auf! Vorsteuer Mehrwertsteuer Umsatzsteuer In Deutschland führte der gewaltige Finanzbedarf im Ersten Weltkrieg 1916 zu einer reichseinheitlichen Stempelsteuer auf Warenlieferungen

Mehr

Kapitel 9. Anzahlungen

Kapitel 9. Anzahlungen Kapitel 9 en Abteilung für Wirtschaftspädagogik, WU-Wien 1 bei en und Vorauszahlungen : Vorauszahlung: Bezahlung eines Teilbetrages VOR Lieferung/Leistung Der wird vorweg bezahlt Seit 1995 unterliegen

Mehr

11 Umsatzsteuer beim Ein- und Verkauf

11 Umsatzsteuer beim Ein- und Verkauf 11 Umsatzsteuer beim Ein- und Verkauf 11.1 Wesen der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) Fast alle Einkäufe und Verkäufe eines Unternehmens sind mit Umsatzsteuer belegt. Bis die Waren dem Endverbraucher zum

Mehr

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.v Vortrag zum Thema Rechnungswesen

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.v Vortrag zum Thema Rechnungswesen Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.v Vortrag zum Thema Rechnungswesen Inhalt Wer wir sind Organisation der Buchhaltung Turnus der Belegverbuchung Ordnungsgemäße Rechnung Umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer

Mehr

Von der Anfangs- bis zur Schlussbilanz: ein integratives Fallbeispiel. Die Bilanz zum X1 eines Unternehmens hat folgendes Aussehen:

Von der Anfangs- bis zur Schlussbilanz: ein integratives Fallbeispiel. Die Bilanz zum X1 eines Unternehmens hat folgendes Aussehen: Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre / Rechnungslegung Prof. Dr. Bernd Hüfner Diana Hertig, M.Sc. BM Buchführung Von der Anfangs- bis zur Schlussbilanz:

Mehr

Inhalte Modul 3: Verbuchung von Geschäftsvorfällen I

Inhalte Modul 3: Verbuchung von Geschäftsvorfällen I Inhalte Modul 3: Verbuchung von Geschäftsvorfällen I Folie 1. Übersicht 2 2. Privatkonten 3-5 3. Umsatzsteuer 6-9 4. Wareneinkauf und Warenverkauf 10-14 5. Löhne und Gehälter 15-18 Prof. Dr. Robert Ott

Mehr

Business Software für KMU. Anzahlungsrechnung und Schlussrechnung

Business Software für KMU. Anzahlungsrechnung und Schlussrechnung Business Software für KMU Anzahlungsrechnung und Schlussrechnung Inhalt Grundlage... 2 Einstellungen im System... 2 Belegablauf... 5 Steuergesetz Schweiz... 9 myfactory Software Schweiz AG www.myfactoryschweiz.ch

Mehr

Merkblatt Nr. 3: Umsatzsteuer - Versteuerung von Anzahlungen, Abschlagsrechnungen Stand: Juni 2006

Merkblatt Nr. 3: Umsatzsteuer - Versteuerung von Anzahlungen, Abschlagsrechnungen Stand: Juni 2006 Merkblatt Nr. 3: Umsatzsteuer - Versteuerung von Anzahlungen, Abschlagsrechnungen Stand: Juni 2006 I. Versteuerung von Anzahlungen 1. Was sind Anzahlungen? Anzahlungen (auch: Abschlagzahlungen, Vorauszahlungen)

Mehr

Leseprobe aus "Typische Fehler in der Umsatzsteuer" 3. Auflage Mai 2018

Leseprobe aus Typische Fehler in der Umsatzsteuer 3. Auflage Mai 2018 2.1.2 Rechnungen Die Ausstellung einer ordnungsgemäßen Rechnung gehört zu den vertraglichen Nebenpflichten des leistenden Unternehmers. In Zweifelsfällen empfiehlt es sich aber, genaue Anforderungen an

Mehr

Modul 2: Rechnungswesen. Herzlich willkommen zur Ausbildung zum geprüften Kundendienstberater Modul 2 Mehrwertsteuer / Leasing

Modul 2: Rechnungswesen. Herzlich willkommen zur Ausbildung zum geprüften Kundendienstberater Modul 2 Mehrwertsteuer / Leasing Herzlich willkommen zur Ausbildung zum geprüften Kundendienstberater Modul 2 Mehrwertsteuer / Leasing Lernziele Die Absolventen kennen und berechnen die MWSt-Sätze im Autogewerbe Erstellen Offerten (unter

Mehr

EXISTENZGRÜNDUNG RECHNUNG ABER RICHTIG!

EXISTENZGRÜNDUNG RECHNUNG ABER RICHTIG! 02.06.2016 Eugen-Belz-Straße 13 83043 Bad Aibling 08061/4904-0 Orleansstraße 6 81669 München 089/41129777 kanzlei@haubner-stb.de EXISTENZGRÜNDUNG RECHNUNG ABER RICHTIG! Vorstellung Ralph Kammermeier Steuerberater,

Mehr

Umsatzsteuer RICHARD BOORBERG VERLAG STUTTGART MÜNCHEN HANNOVER BERLIN WEIMAR

Umsatzsteuer RICHARD BOORBERG VERLAG STUTTGART MÜNCHEN HANNOVER BERLIN WEIMAR Umsatzsteuer begründet von Dr. Werner Lierow, Richter am Niedersächsischen Finanzgericht a. D., ab der 9. Auflage fortgeführt von Holger Meyer, Oberregierungsrat beim Finanzamt Mannheim-Stadt RICHARD BOORBERG

Mehr

Business Software für KMU. Anzahlungsrechnung und Schlussrechnung

Business Software für KMU. Anzahlungsrechnung und Schlussrechnung Business Software für KMU Anzahlungsrechnung und Schlussrechnung Inhalt Grundlage... 2 Einstellungen im System... 2 Belegablauf... 5 Steuergesetz Schweiz... 10 myfactory Software Schweiz AG www.myfactoryschweiz.ch

Mehr

Nemačka evidencije PDV

Nemačka evidencije PDV Nemačka evidencije PDV Zakon o PDV član 2 Umsatzsteuergesetz (UStG) 22 Aufzeichnungspflichten (1) Der Unternehmer ist verpflichtet, zur Feststellung der Steuer und der Grundlagen ihrer Berechnung Aufzeichnungen

Mehr

13b UStG Leistungsempfänger als Steuerschuldner

13b UStG Leistungsempfänger als Steuerschuldner 13b UStG Leistungsempfänger als Steuerschuldner Bereich: FIBU Info für Anwender Nr. 1202 Inhaltsverzeichnis 1. Ziel 2. Vorgehensweise Leistungserbringer 2.1. Automatikkonto verwenden 2.2. Steuerschlüssel

Mehr

Steuerliche Grundsatzfragen zur Rechnungsschreibung

Steuerliche Grundsatzfragen zur Rechnungsschreibung Spranger und Kollegen Steuerliche Grundsatzfragen zur Rechnungsschreibung Birgit Hopf, StB 30.06.2007 1 Bedeutung der korrekten Rechnung i.s.d USt-Rechts: Eingangsrechnung Voraussetzung für den Vorsteuer-

Mehr

Steuerbarkeit von Umsätzen

Steuerbarkeit von Umsätzen Umsatzsteuer Steuerbarkeit von Umsätzen isd. 1 I Nr. 1 UStG: 5 Tatbestandsmerkmale 1. Lieferung oder sonstige Leistung 3 I, IX UStG 2. Unternehmer 2 I UStG 3. Im Inland 1 II UStG 4. Gegen Entgelt (Leistungsaustausch)

Mehr

StB Dipl.-Kfm. S. Gubanov

StB Dipl.-Kfm. S. Gubanov 3 Abs. 6 UStG bewegte Lieferungen Ort der Lieferung 3 Abs. 7 UStG unbewegte Lieferungen Beförderung Versendung Abholung Lieferung dort ausgeführt wird, wo sich der Reihengeschäfte 3 Abs. 7 S. 2 UStG Gegenstand

Mehr

Zuordnung der Konten und Buchungsschlüssel zu den Kennziffern der Umsatzsteuer-Voranmeldung. Kontenrahmen 13

Zuordnung der Konten und Buchungsschlüssel zu den Kennziffern der Umsatzsteuer-Voranmeldung. Kontenrahmen 13 Zuordnung der Konten und Buchungsschlüssel zu den Kennziffern der Umsatzsteuer-Voranmeldung Kontenrahmen 13 Inhaltsverzeichnis 1. Zuordnung der Konten... 1 2. Zuordnung der Buchungsschlüssel (Standarderfassung)...

Mehr

Rechnungsanforderungen

Rechnungsanforderungen D ip lo m- Kau f ma nn Lars Franke Uhlandstrasse 158 S t e u e r b e r a t e r 10719 Berlin Tel. 030-859 56 730 Fax. 030-859 56 739 Stand: 01/2007 Rechnungsanforderungen 1. Rechnungen müssen folgende Pflichtangaben

Mehr

Überblick der aktuellen Gesetzesänderungen. des Umsatzsteuergesetzes. anhand von Beispielen

Überblick der aktuellen Gesetzesänderungen. des Umsatzsteuergesetzes. anhand von Beispielen Überblick der aktuellen Gesetzesänderungen des Umsatzsteuergesetzes anhand von Beispielen Soll- oder Istbesteuerung Unternehmer A hat im Jahre 2005 einen Gesamtumsatz i. S. des 19 Abs. 3 UStG i. H. von

Mehr

Mehrwertsteuer (MWST) System der MWST, Allgemeine Informationen zur MWST

Mehrwertsteuer (MWST) System der MWST, Allgemeine Informationen zur MWST Modul C 1 System der, Allgemeine Informationen zur Theorie-andout 1/5 System der Die belastet den Endverbrauch (Konsum) im Inland. Sie ist eine indirekte Bundessteuer (wichtigste Einnahmequelle des Bundes)

Mehr

Modul 2: Rechnungswesen. Herzlich willkommen zur Ausbildung zum geprüften Kundendienstberater Modul 2 Mehrwertsteuer / Leasing

Modul 2: Rechnungswesen. Herzlich willkommen zur Ausbildung zum geprüften Kundendienstberater Modul 2 Mehrwertsteuer / Leasing Herzlich willkommen zur Ausbildung zum geprüften Kundendienstberater Modul 2 Mehrwertsteuer / Leasing Lernziele Die Absolventen kennen und berechnen die MWSt-Sätze im Autogewerbe Erstellen Offerten (unter

Mehr

Checkliste: Erhöhung der Umsatzsteuer ab 2007

Checkliste: Erhöhung der Umsatzsteuer ab 2007 Seite 1 Checkliste: Erhöhung der Umsatzsteuer ab 2007 Check 1 - Erhöhung des allgemeinen Steuersatzes ab 2007 von 16 % auf 19 % Ab 2007 wird der allgemeine Steuersatz bei der Umsatzsteuer (sogenannter

Mehr

Erfordernisse einer Rechnung

Erfordernisse einer Rechnung Erfordernisse einer Rechnung Wann muss ein Unternehmer Rechnungen ausstellen? Der Unternehmer ist nach dem Umsatzsteuergesetz verpflichtet Rechnungen auszustellen, wenn er Umsätze an andere Unternehmer

Mehr

Erfolgreich Gründen im Nebenerwerb Steuerrecht

Erfolgreich Gründen im Nebenerwerb Steuerrecht Erfolgreich Gründen im Nebenerwerb Steuerrecht Referent: WP/StB Karsten Röhrich IHK Ostwestfalen zu Bielefeld 19. Januar 2016 1 2 Gliederung 1. Steuerarten und Gewinnermittlung 2. Umsatzsteuer: Kleinunternehmerregelung

Mehr

Mehrwertsteuer (MWST) System der MWST, Allgemeine Informationen zur MWST

Mehrwertsteuer (MWST) System der MWST, Allgemeine Informationen zur MWST Modul C 1 System der, Allgemeine Informationen zur Theorie-andout 1/5 System der Die belastet den Endverbrauch (Konsum) im Inland. Sie ist eine indirekte Bundessteuer (wichtigste Einnahmequelle des Bundes)

Mehr

acconomy Software GmbH Krottenbachstr. 255, 1190 Wien

acconomy Software GmbH Krottenbachstr. 255, 1190 Wien Leitfaden ZM 2010 acconomy Software GmbH Krottenbachstr. 255, 1190 Wien E-Mail: office@acconomy.at www.acconomy.at Inhaltsverzeichnis Zusammenfassende Meldung 2010...2 Ausgangsseite:...2 Einstellungen

Mehr

Lektion 10 Bezugskosten

Lektion 10 Bezugskosten Lektion 10 Bezugskosten Aufgabe 1 1. Definieren Sie den Begriff Bezugskosten. 2. Nennen Sie Beispiele für Bezugskosten. 3. Sind Bezugskosten steuerpflichtig? Begründung. 4. Wie werden die Bezugskosten

Mehr

SEITE 6 UMSATZSTEUER ÜBERGANG DER STEUERSCHULD. 1 Einleitung

SEITE 6 UMSATZSTEUER ÜBERGANG DER STEUERSCHULD. 1 Einleitung SEITE 6 1 Einleitung Ein Unternehmer, der eine steuerpflichtige Lieferung durchgeführt bzw. eine steuerpflichtige Leistung erbracht hat, schuldet im Normalfall die auf das Entgelt entfallende Umsatzsteuer

Mehr

Fach CRW. 1. Ich kenne alle Begriffe und Zusammenhänge zum Thema Umsatzsteuer.

Fach CRW. 1. Ich kenne alle Begriffe und Zusammenhänge zum Thema Umsatzsteuer. Auftrag Ausgabetermin 20.10.2015 Klasse 1ALW Fach CRW Abgabetermin Thema Umsatzsteuer und Umsatzsteuervoranmeldung lfd. Nr. 01 Name Kontrolle Lernziele Wurde das Lernziel erreicht? = zur Gänze = weitgehend

Mehr

Ermittlung der USt Steuerschuldner, Steuersicherung

Ermittlung der USt Steuerschuldner, Steuersicherung Ermittlung der USt Steuerschuldner, Steuersicherung Abfuhr der USt Umsatzsteuer Leistender Unternehmer Als Grundregel bei Lieferungen und sonstigen Leistungen Mögliche Erstattung der VSt Wenn leistender

Mehr

Gliederung der Belegakte Finanzbuchhaltung

Gliederung der Belegakte Finanzbuchhaltung Anlage 1 Gliederung der Belegakte Finanzbuchhaltung Fach Bezeichnung Inhalt Belegnummern 1 Bank Bankauszüge entfällt Belegnummern /Belege zu Zahlungsvorgängen 2 Kasse Kassenbuch 11,12 Belege zu 21,22 Barausgaben

Mehr

Kleinunternehmer und Umsatzsteuer. HR Mag Alexandra GRAF Finanzamt Hollabrunn Korneuburg Tulln

Kleinunternehmer und Umsatzsteuer. HR Mag Alexandra GRAF Finanzamt Hollabrunn Korneuburg Tulln Kleinunternehmer und Umsatzsteuer HR Mag Alexandra GRAF Finanzamt Hollabrunn Korneuburg Tulln Gesetzliche Grundlagen Art. 281-294 MwSt-RL 2006/112/EG 2 UStG 6 Abs. 1 Z 27 UStG 6 Abs. 3 UStG 11 UStG. 2

Mehr

3.1 Ausfuhrlieferungen mit inländischem Abholer

3.1 Ausfuhrlieferungen mit inländischem Abholer Kap 3 Lieferungen 3.1 Ausfuhrlieferungen mit inländischem Abholer Eine Ausfuhrlieferung ist steuerfrei ( 7 Abs 1 UStG), wenn der Unternehmer den Gegenstand der Lieferung ins Drittland befördert oder versendet

Mehr

86.000, , , ,00

86.000, , , ,00 Aufgabe 1 Folgende Anfangsbestände sind gegeben: Bankguthaben...120.000,00 EUR Darlehen Deutsche Bank... 50.000,00 EUR Eigenkapital...?,?? EUR Kasse... 10.000,00 EUR BGA... 80.000,00 EUR Gebäude...400.000,00

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Besteuerung von Leistungsumsätzen. Inhaltsverzeichnis Umsatzsteuer Basiswissen für das Rechnungswesen 5. Seite

Inhaltsverzeichnis. Besteuerung von Leistungsumsätzen. Inhaltsverzeichnis Umsatzsteuer Basiswissen für das Rechnungswesen 5. Seite Inhaltsverzeichnis Umsatzsteuer Basiswissen für das Rechnungswesen 5 Inhaltsverzeichnis Kapitel 1 Einleitung 1,1 Das österreichische Umsatzsteuerrecht... 13 1,1.1 Umsatzsteuergesetz 1994... 13 1,1.2 Verordnungen

Mehr

Checkliste Schnittstellenfunktionsplan (SSFP) zum SKR04 für das Jahr 2016 Umsatzsteuer- Ermittlung auf Basis der Kontenwerte

Checkliste Schnittstellenfunktionsplan (SSFP) zum SKR04 für das Jahr 2016 Umsatzsteuer- Ermittlung auf Basis der Kontenwerte Checkliste Schnittstellenfunktionsplan (SSFP) zum SKR04 für das Jahr 2016 Umsatzsteuer- Ermittlung auf Basis der Kontenwerte USt 2A 4185 Umsatz als Kleinunternehmer i. S. d. 19 Abs.1 UStG 1008 20300 34

Mehr

GRUNDLAGEN DER DOPPELTEN BUCHHALTUNG

GRUNDLAGEN DER DOPPELTEN BUCHHALTUNG GRUNDLAGEN DER DOPPELTEN BUCHHALTUNG BUCHHALTUNG Eine der wichtigsten Aufgaben des Rechnungswesens ist die Erfassung sämtlicher Geschäftsvorfälle eines Geschäftsjahres. Diese Erfassung erfolgt mithilfe

Mehr

Checkliste Schnittstellenfunktionsplan (SSFP) zum SKR03 für das Jahr 2016 Umsatzsteuer- Ermittlung auf Basis der Kontenwerte

Checkliste Schnittstellenfunktionsplan (SSFP) zum SKR03 für das Jahr 2016 Umsatzsteuer- Ermittlung auf Basis der Kontenwerte Checkliste Schnittstellenfunktionsplan (SSFP) zum SKR03 für das Jahr 2016 Umsatzsteuer- Ermittlung auf Basis der Kontenwerte USt 2A 8195 Umsatz als Kleinunternehmer i. S. d. 19 Abs.1 UStG 1008 20300 34

Mehr

UMSATZSTEUER 2016 FALL 1: GRUNDSTÜCKSKAUF IN MÜNCHEN

UMSATZSTEUER 2016 FALL 1: GRUNDSTÜCKSKAUF IN MÜNCHEN UMSATZSTEUER 2016 : GRUNDSTÜCKSKAUF IN MÜNCHEN Stand: 16. Februar 2016 Verfasser: Klaus Koch Steuerberater Fachanwalt für Steuerrecht Vereidigter Buchprüfer Klaus Koch Kaiser-Wilhelm-Straße 23 76530 Baden-Baden

Mehr

Sonderinfo April 2012

Sonderinfo April 2012 Fuchshuber Steuerberatung GmbH Wirtschaftstreuhänder Steuerberater Zauneggerstraße 8, 4710 Grieskirchen Tel.: 07248/647 48, Fax: 07248/647 48-730 office@stb-fuchshuber.at www.stb-fuchshuber.at Firmenbuchnummer:

Mehr

Aktuelle Hinweise. Einnahmen- Überschussrechnung. Lehrbuch. zum Titel. Änderungen zur Druckversion 9.0

Aktuelle Hinweise. Einnahmen- Überschussrechnung. Lehrbuch. zum Titel. Änderungen zur Druckversion 9.0 Aktuelle Hinweise zum Titel Einnahmen- Überschussrechnung Lehrbuch Änderungen zur Druckversion 9.0 Aktualisierungen und Änderungen werden in unseren Fachbüchern schnellstmöglich umgesetzt. Durch eine flexible

Mehr

Steuerberaterin München zum Kleinunternehmer in der Umsatzsteuer

Steuerberaterin München zum Kleinunternehmer in der Umsatzsteuer Steuerberaterin München zum Kleinunternehmer in der Umsatzsteuer Kleinunternehmer in der Umsatzsteuer Rechtsgrundlage für die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerschaft ist 19 UStG. Bitte beachten Sie, dass

Mehr

Kapitel 18. Verbuchung von Zugängen im Anlagevermögen

Kapitel 18. Verbuchung von Zugängen im Anlagevermögen Kapitel 18 Verbuchung von Zugängen im Anlagevermögen Abteilung für Wirtschaftspädagogik, WU-Wien 1 Der Zugang kann erfolgen durch Kauf Selbsterstellung Miete (Leasing) Anschaffungs/ Herstellungs HÖHER

Mehr

E-Journals und Umsatzsteuer ein ungelöstes Problem? 92. Deutscher Bibliothekartag in Augsburg Forum Zeitschriften/GeSIG e.v

E-Journals und Umsatzsteuer ein ungelöstes Problem? 92. Deutscher Bibliothekartag in Augsburg Forum Zeitschriften/GeSIG e.v ein ungelöstes Problem? 92. Deutscher Bibliothekartag in Augsburg Forum Zeitschriften/GeSIG e.v. 09.04.02 Sind E-Journals umsatzsteuerpflichtig? Aber: Auf alle Umsätze, die mit E-Journals getätigt werden,

Mehr

2. Welche rechtlichen Grundlagen hat das Rechnungs-

2. Welche rechtlichen Grundlagen hat das Rechnungs- 21 2. Welche rechtlichen Grundlagen hat das Rechnungs- 2.1. Lernziele - 2.2.1. Anwendungsgebiete - - - in internationale supranationale nationale Rechtsgrundlagen eingebettet. 22 International: IFRS/IAS

Mehr

Worum geht es in der Buchhaltung? 5

Worum geht es in der Buchhaltung? 5 2 Inhalt Worum geht es in der Buchhaltung? 5 Auf Erfolgskonten buchen 11 Die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren 12 Wie Sie Umsatzerlöse buchen 14 Bestandsveränderungen buchen 27

Mehr

Wann lohnt ein Verzicht auf die Differenzbesteuerung?

Wann lohnt ein Verzicht auf die Differenzbesteuerung? UMSATZSTEUER Wann lohnt ein Verzicht auf die Differenzbesteuerung? von Dipl.-Finw. Rüdiger Weimann, Dozent, Lehrbeauftragter und Partner der kmk Steuerberatungsgesellschaft mbh, Dortmund Der Umsatz mit

Mehr

Steuern im Forstbetrieb: was muss ich als Waldbesitzer beachten?

Steuern im Forstbetrieb: was muss ich als Waldbesitzer beachten? Steuern im Forstbetrieb: was muss ich als Waldbesitzer beachten? Referent: Dipl.-Ing. agr. (FH) Hans Laimer, StB Ecovis BLB Landau Steuerberatungsgesellschaft mbh 06.02.2013 à Steuerberatung à Wirtschaftsprüfung

Mehr

Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht

Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht 1. Allgemeines 2. Wer ist Kleinunternehmer 3. Ermittlung der Umsatzgrenzen 4. Folgen der Kleinunternehmerregelung 5. Folgen des Überschreitens der Umsatzschwelle 6.

Mehr

13b UStG Leistungsempfänger als Steuerschuldner

13b UStG Leistungsempfänger als Steuerschuldner 13b UStG Leistungsempfänger als Steuerschuldner Bereich: FIBU Info für Anwender Nr. 1202 Inhaltsverzeichnis 1. Ziel 2. Vorgehensweise Leistungserbringer 2.1. Automatikkonto verwenden 2.2. Steuerschlüssel

Mehr

Nebenberufliche Selbständigkeit

Nebenberufliche Selbständigkeit Nebenberufliche Selbständigkeit Steuerliches Basiswissen und angemessene Buchführung Mühlacker, 23.03.2018 StB Carmen Riekert Agenda Gewinnermittlungsarten Einnahmenüberschussrechnung Rechnungen Steuern

Mehr