Armut (in Deutschland)

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2 Armut (in Deutschland) Armut wird häufig sichtbar und öffentlich diskutiert an Phänomenen wie: Obdachlosigkeit, Alleinerziehende in heruntergekommenen Plattenbauten, Alkoholmissbrauch, Langzeitarbeitslose, usw. Aber: Wer ist arm? Was ist Armut (in Deutschland)? Wie vergleicht man Armut in Deutschland mit anderen Ländern, und was sind Ursachen der Armut im Jahr 2012? 2

3 Armutsdefinition 1: Absolut Absolute Armut: Rand der Existenz: < $1.25 pro Tag Armut auf absolutem Niveau ist Leben am äußersten Rand der Existenz. Die absolut Armen sind Menschen, die unter schlimmen Entbehrungen und in einem Zustand von Verwahrlosung und Entwürdigung ums Überleben kämpfen, der unsere durch intellektuelle Phantasie und privilegierte Verhältnisse geprägte Vorstellungskraft übersteigt. (Robert Strange McNamara, Ehemaliger Präsident der Weltbank) 3

4 Absolute Armut zwischen Ländern vergleichen Wie unterscheiden sich die Einkommen zwischen verschiedenen Ländern? Was für Entwicklungen werden im Laufe der Zeit deutlich? Was bedeutet das, zum Beispiel für Gesundheit in verschiedenen Ländern? Daten aus verschieden Ländern kann man z.b. hier vergleichen: 4

5 Armutsdefinition 2: Relativ Relative Armut: Armut im Vergleich zum jeweiligen sozialen (staatlichen / sozialgeographischen) Umfeld eines Menschen. Relative Armut bezieht sich auf verschiedene statistische ti ti Maßzahlen für eine Gesellschaft (zum Beispiel auf den Median des gewichteten t Nettoäquivalenzeinkommens). 5

6 Kann man Einkommen vergleichen? OECD Skala (1) Die OECD-Skala ist ein von der Organisation for Economic Co-operation and Development eingeführter Wichtungsfaktor zur internationalen Vergleichbarkeit von Einkommensberechnungen. Für die Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens einer Bedarfsgemeinschaft, zum Beispiel einer Familie, wird die Summe aller Einkünfte nicht durch die Anzahl der Mitglieder, sondern durch eine gewichtete Summe der Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft geteilt. 6

7 OECD-Skala (2) Nach der OECD-Skala geht der Hauptbezieher des Einkommens mit dem Faktor 1,0 in die Gewichtung ein, alle anderen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft über 14 Jahre mit 0,5 und alle anderen mit 0,3. Diese sind auch die Gewichtungsfaktoren, die das Statistische Bundesamt derzeit verwendet. 7

8 Beispiel In einer fünfköpfigen Familie erzielt der Ehemann 5000 Euro Einkommen, die Ehefrau geht keiner Erwerbsarbeit nach, zwei Kinder sind 6 bzw. 8 Jahre alt, ein weiteres 15. Das Nettoäquivalenzeinkommen beträgt 5000/(1 + 0,5 + 0,5 + 0,3 + 0,3) = 1923 EUR. Quelle: 8

9 Nettoäquivalezeinkommen und relative Armut Das Nettoäquivalenzeinkommen wird beispielsweise für die Berechnung der Armutsrisikogrenze ik herangezogen. In der EU gelten Personen, die weniger als 60 % des Medians des Nettoäquivalenzeinkommens zur Verfügung haben, als relativ arm (Richtlinie i seit 2001). Quelle: 9

10 Armut und Ungleichheit 10

11 Einkommensungleichheit steigt 11

12 Geografische Unterschiede 12

13 Aber: Geht es wirklich nur um Geld? In Indien haben Kinder die gleiche Überlebensrate b wie in Eritrea, aber ein dreimahl höheres Durchschnittseinkommen, so Soziokulturelles Existenzminimum ist relativ - Armut ist mehr-dimensional Materielle, soziale und kulturelle Ressourcen 13

14 Mehrdimensionalität von Armut: Zwei Perspektiven Ressourcen-Ansatz Capability-Ansatz 14

15 Ressourcen-Ansatz Einkommen / Vermögen sind nicht die einzigen Ressourcen Nicht nur Einkommensarmut: auch nicht-materielle t i Ressourcen (z.b. Bildung, Gesundheit, soziale Kompetenzen) haben Einfluss auf die individuellen Verwirklichungschancen Gesellschaftlich bedingte Chancen 15

16 Ressourcen-Ansatz (2) Resourcen sind beispielweise: Bildung Erwerbsstatus Gesundheit Wohnsituation / Wohnumfeld Familie Soziale Netze 16

17 Einkommen und Ressourcen (Berlin 2009) 34,4% der Personen unter 25 Jahre sind armutsgefährdet (siehe 1) 56.8% der Erwerbslosen sind armutsgefährdet 34,2% der Haushalte mit mehr als drei Kindern sind armutsgefährdet 43,8% der Personen mit niedrigem Qualifikationsniveau sind armutsgefährdet 38% der Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit sind armutsgefährdet Risiko: Verfestigung von Armut 1) Als armutsgefährdet gelten Personen/Haushalte mit weniger als 60% des Medians der Äquivalenmzeinkommen der Bervölkerung in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung 17

18 Was bedeutet die Verfestigung von Armut: Armutsphasen halten länger an und sind zunehmend durch mehrfache Notlagen in verschiedenen Lebensbereichen (Wohnungsprobleme, Konsumdefizite, Arbeitslosigkeit oder fehlende Rücklagen) geprägt. Gleichzeitig konzentriert sich die Armut bei bestimmten Bevölkerungsgruppen, vor allem bei den Arbeitern, während ein Ausgreifen der Armut auf die breite Mitte der Gesellschaft bislang nicht beobachtet werden kann. Quelle: Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 12/

19 Verfestigte Armut ungleich verteilt und entwickelt 19

20 Capability Ansatz (Amartya Sen) Armut und Reichtum sind Pole einer Bandbreite von Teilhabe- und Verwirklichungschancen Gesellschafliche Phänomene sind untrennbar mit Werturteilen verbunden: Armut betrifft deshalb nicht nur die Frage nach Existenzminimum, i i sondern auch nach Selbstachtung und Anerkennung Zusätzlich soll man nicht nur nach verfügbaren Ressourcen fragen, sondern vor allem danach, was Menschen damit und daraus machen können Diese Perspektive ist hilfreich um Verstetigung von Armut zu verstehen 20

21 Verwirklichungschancen Die Möglichkeiten oder umfassenden Fähigkeiten ( capabilities ) von Menschen, ein Leben führen zu können, für welches sie sich mit guten Gründen entscheiden konnen und das die Grundlagen der Selbstachtung nicht in Frage stellt. Armut ist dann gleichbedeutend mit einem Mangel an Verwirklichungschancen. 21

22 Armut in Deutschland 22

23 Ausgrenzung als Analysemodell Kein Zustand (wie Armut), sondern ein Prozess Dimensionen: ökonomisch, institutionell, sozial, kulturell, ll subjektiv, räumliche Ausschluß von Arbeit (Viele) Soziologen interessieren sich für Prozesse und Mechanismen, die Ungleichheit (re)produzieren Zussammengefasst als Ausgrenzung g 23

24 Armut und Ausgrenzung im Vergleich Armut Distributiv Mangel an Ressourcen Ausgrenzung Relational Mangel an Teilhabe Existenz Zugehörigkeit / Anerkennung Materielle Bedeutung von Gütern Symbolische Bedeutung von Gutern 24

25 Ursachen der Armut in Deutschland 25

26 Ursachen Achtung!! Armut ist natürlich nicht neu, aber hat sich verändert Strukturwandel von Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft (Arbeitslosigkeit) Globalisierung, Migration (Lohndruck) Um- und Abbau des Sozialstaates Individualisierung, Erosion informeller Hilfssysteme (Familie, Vereine, etc.) Matrix of Oppression (Klasse, Rasse, Gender) 26

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