Das Problem der Simulation am Beispiel der Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull und der Tagebücher Thomas Manns

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1 Das Problem der Simulation am Beispiel der Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull und der Tagebücher Thomas Manns Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Philosophie an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock vorgelegt von Uta Buttkewitz Rostock, November 2002

2 1. Gutachter: Prof. Dr. Helmut Lethen, Universität Rostock 2. Gutachter: Prof. Dr. Heinz-Jürgen Staszak, Universität Rostock 3. Gutachter: Prof. Dr. Heinrich Detering, Universität Kiel Tag der Verteidigung:

3 Prof. Dr. Helmut Lethen danke ich herzlich für die Anregung zu dieser Dissertation und die Unterstützung bei der erfolgreichen Bewerbung um ein Stipendium der Landesgraduiertenförderung Mecklenburg-Vorpommern. Während der Arbeit an der Dissertation erhielt ich von Prof. Dr. Lethen immer wieder entscheidende Hinweise und Denkanstöße, die für meine Forschungstätigkeit sehr hilfreich waren. 2

4 Inhalt Einleitung... 6 I. Zum wissenschaftlichen Gebrauch der Begriffe Fiktion, Mimesis und Simulation Panorama Mimesis und Fiktion Fiktionalität Fiktionalität als Begriff der allgemeinen Ästhetik Fiktionalität in der Literaturtheorie Simulation Die Simulation als rhetorische Figur im Verhältnis zur Ironie Roland Barthes Begriff des Simulakrums im Verhältnis zur Simulation von technischen Systemen Neue Forschungsergebnisse in der Diskussion über Simulation Die Simulation als Theatertheorie Die hyperreale Welt und der symbolische Tausch Simulation und Fiktion Neuer Blick auf das Fiktive und Imaginäre durch Wolfgang Iser Der Text aus Sicht des New Historicism Hypothesen II. Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull Die Gestalt des Felix Krull als Ergebnis mythologischer und philosophischer Überlegungen Neue Forschungsrichtungen Jacobs Über-Mythologisierung Die Simulation des Körpers Der Roman als Simulation? Verschiedene Ausprägungen der Simulation im Felix Krull Simulation einer Körperkatastrophe? Schulkrankheit Rhetorische Simulation Literarische Simulation Hotelszenen Das Hotel ein Leben im Schein Das Rollenspiel in der Hotelsozietät Episodische Simulation Literarische Inszenierung als Simulakrum Professor Kuckuck und Felix im Reich der Allsympathie und des Scheins

5 6. Ein Blick in die moralische Welt des Hochstaplers Felix Krull Autobiographie und Authentizität im Felix Krull Zusammenfassung III. Die Tagebücher Thomas Manns Theoretische Grundlagen zum Tagebuch Das Widerspiel von Authentizität und Simulation Das Geheimnis um das Blaubartzimmer Kurzer Forschungsbericht zu Thomas Manns Tagebüchern Das Logbuch als verdeckte Simulation Simulation als Notwendigkeit zur Aufhebung des körperlich-geistigen Dualismus Simulation und Dissimulation als Provokation eines authentischen Personalstils Die Gleichzeitigkeit von Simulation und Authentizität Zusammenfassung Schluß Thesen Literaturverzeichnis

6 Eine angenehme Erinnerung der gesellige Abend in unserem Garten, bei dem ich den»segensbetrug«vorlas und eine offenbar tiefe Wirkung damit hervorrief. Immer habe ich bei solchen Gelegenheiten das Gefühl, zu täuschen und zu blenden, weil ich nicht das Verfehlte, Teigig-Sitzengebliebene biete, sondern eine»schöne Stelle«und jenes verhehle, sodaß es scheint, das Ganze sei so. Das ist wohl das Betrügerische jeder Probe-Mitteilung. Aber auch das Präsentierte erweist sich dabei als viel besser und eindrucksvoller als ich schon längst hatte sehen und glauben können, und der Schluß ist erlaubt, daß auch das Verhehlte weniger schlecht, in entsprechendem Maße, ist, als ich es sehe. Thomas Mann: Tagebücher,

7 Einleitung Simulation als eine Kategorie, die als ein Kennzeichen der verstellten und undurchsichtigen gesellschaftlichen Zustände und Entwicklungen gilt, soll in der vorliegenden Studie an ausgewählten Texten von Thomas Mann untersucht werden. Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull und die Tagebücher sollen als Grundlage für die Beschreibung von Simulationsprozessen dienen und damit auch Antworten auf die Fragen geben, wie Täuschungsvorgänge in Texten und Texte als Simulationen funktionieren und wie die Leser das Spiel zwischen Authentizität und Simulation wahrnehmen. Im ersten Teil der Arbeit werde ich einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zum Begriff der Simulation sowie seine Position innerhalb des Begriffsfeldes von Fiktion und Mimesis geben. Ausgehend von antiken Konzepten von Mimesis und Fiktion als wesentliche Komponenten zur Charakterisierung von Dichtung führt der Weg über die Verwendung der Termini in aktuellen Literaturtheorien bis zu ihren Auswirkungen auf umfassendere Kulturtheorien. Da es in der bisherigen Forschung noch keine ausführlich angelegte theoretische Abhandlung über den Begriff der Simulation gibt, ist es notwendig, sich mit den unterschiedlichsten Ansätzen kritisch auseinanderzusetzen und sie einzuordnen. Diese Arbeit möchte einen Beitrag zur konkreten Bestimmung der Simulation leisten, indem sie versucht, die Kategorie in semantische Felder zu unterteilen und damit die Vermischung und daraus eventuell resultierende unscharfe Grenzziehungen zwischen einzelnen Auslegungen und Anwendungen des Begriffes zu markieren. Die Basis für meine theoretischen Erörterungen zur Simulation werden vor allem die Arbeiten von Roland Barthes, Jean Baudrillard und Wolfgang Iser bilden. An Manns Roman Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull werde ich die verschiedenen Facetten der Simulation erläutern. Der Roman nimmt im Gesamtwerk von Thomas Mann insofern eine Sonderstellung ein, als über ihn die unterschiedlichsten Deutungsversuche vorliegen. Die Ausnahmestellung des Felix Krull läßt sich auf mehreren Ebenen nachweisen. Der Roman provoziert nicht nur voneinander abweichende Interpretationen, sondern verfügt auch über eine außergewöhnliche Entstehungsgeschichte und einen für Manns Gesamtwerk ungewöhnlichen, durch eine gewisse Leichtigkeit gekennzeichneten Erzählstoff. Um einen möglichst umfassenden Überblick zur Forschungssituation zu gewinnen, ist es notwendig, auch alternative, unkonventionelle, d.h. von den Stan- 6

8 dardwerken abweichende Deutungsversuche kritisch miteinzubeziehen. Neben Hans Wyslings umfangreicher Studie Narzißmus und illusionäre Existenzform verwende ich die Untersuchungen von Jürgen Jacobs, Bernhard J. Dotzler und Gerhard Härle als Basisliteratur für meine Darstellungen, wobei letztere sich ausdrücklich mit dem Thema der Simulation befassen. Während sich Härles Untersuchung dem Gegenstand von der traditionellen, hermeneutischen Sichtweise nähert, kommt der Neo-Strukturalist Dotzler zu völlig anderen Ergebnissen. Ziel dieser Gegenüberstellung soll es sein, durch den Vergleich der Analysen, die unterschiedlichen Gewichtungen festzustellen und die Punkte herauszufinden, welche die meisten Differenzen aufweisen. Auf dieser Grundlage ist es dann möglich, die Hauptprobleme der Felix-Krull-Forschung differenziert darzustellen und damit die Konzentration auf die besonderen Merkmale des Romans zu lenken. Isers Darstellungen zum Fiktiven und Imaginären dienen mir als Schaltstelle zwischen den beiden Positionen, um das Problem als literarisches Phänomen von der anthropologischen Seite zu beleuchten. Die außergewöhnliche Anlage und Struktur von Manns Tagebüchern, die in starkem Gegensatz zu seiner Prosa stehen, haben mich dazu veranlaßt, nach Indizien zu suchen, die es ermöglichen, das Phänomen der Simulation als Element autobiographischen Schreibens zu begreifen. Ich folge Martin Lindners theoretischen Erörterungen zum Logbuchcharakter von Manns Tagebüchern, wobei ich nicht der Frage zur literarischen Qualität der Diarien nachgehe, sondern zu ergründen versuche, welche Effekte dazu verleiten, Manns Tagebücher wie Lindner als Fingerabdruck des Wirklichen zu lesen und welche Indizien Zweifel über die Authentizität des Dargestellten bei der Leserin aufkommen lassen. Unter den Thomas-Mann-Forschern herrscht Uneinigkeit darüber, ob wir den wahren Thomas Mann eher in seinen erzählerischen Texten oder in den Tagebüchern finden können bzw. ob er sich sowohl in der einen als auch in der anderen Gattung der Technik des Ausbalancierens von Öffentlichkeit und Privatheit bedient. Aus den widersprüchlichen Ansichten der Rezensenten kann man schließen, daß Manns Diarien einen besonderen Mechanismus entwickelt haben, der diese unterschiedlichen Lesarten zuläßt. Im Zuge der zunehmend medialisierten und computerisierten Gesellschaft im sogenannten Zeitalter der Postmoderne gewinnt das Moment des Verdachts ähnlich wie die Simulation eine Kraft, die scheinbar einen Automatismus in Gang gesetzt hat, der eine Differenzierung zwischen Aufrichtigkeit und Lüge verwehrt. Der Medientheoretiker Boris Groys untersucht in seiner Studie Unter Verdacht dieses Phänomen des aktuellen Zeitgeistes. In Kombination mit Helmuth 7

9 Plessners Theorien zur Künstlichkeit des Menschen versuche ich, den Ursachen des permanenten Zweifels näher zu kommen. Andreas Kriegenburg, Regisseur am Schauspielhaus Zürich, gibt in einem Gespräch über das von ihm inszenierte Ibsen-Drama Stützen der Gesellschaft 1 eine erstaunlich luzide Diagnose über die gegenwärtige Funktion des Theaters: Für uns ist ja das Problem, dass wir diese Läuterung für rundum unglaubwürdig halten. Wir können diese Läuterung nicht ohne Ironie denken, nicht ohne eine Theaterform, ob das das Musical ist oder die Farce. Wir können der Läuterung keine Wahrhaftigkeit mehr zugestehen, dafür sind wir vielleicht selber zu verdorben. Und das ist das Problem an diesem Schluss: Ibsen hat, glaube ich, diese Läuterung für den Konsul Bernick für nötig und auch für wahrscheinlich gedacht. [...] Das ist, auch durch die Übernahme der Dramaturgie durch Hollywood, für uns nicht mehr nacherlebbar und fast nur noch als Klischee vorstellbar. Aber wenn wir dem nachgeben, wird es, glaube ich, sehr unangenehm werden, weil man auch als Theater zu lügen anfängt und sich auf Schablonen und Bildbehauptungen zurückzuziehen beginnt. Damit würde man diesen Figuren auch dem Theater als lebendigem Apparat das Blut entziehen. Welche Lösung wir dafür finden, ist noch offen. 2 Kriegenburg lenkt mit seiner Einschätzung über das Theater die Aufmerksamkeit auf die größere Komplexität unserer Gesellschaft und die Verschiebung von moralischen Kategorien im Gegensatz zu Ibsens Zeit. Dieses Beispiel soll die Schwierigkeiten im Umgang mit dem Begriff der Simulation verdeutlichen. Einerseits ist vor seiner voreiligen Verwendung zu warnen nicht jeder Verdacht ist tatsächlich begründbar. Andererseits offenbart Kriegenburgs Gebrauch der Kellermetapher den Verdacht, daß es ein Leben unter der Oberfläche gäbe. Dieses Dilemma, dem Verdacht einerseits nicht zu entgehen und hinter jeder scheinbar vordergründigen Aufrichtigkeit ein simulierendes Element zu befürchten, andererseits je- 1 Die Hauptfigur des Stückes, Konsul Bernick, ist ein Verfechter der neuen Technik und initiiert einen Bahnbau. In seinem Haus hat sich eine frömmelnde, klatschsüchtige Damengesellschaft gebildet, die von einem Vorfall berichtet, der sich vor fünfzehn Jahren ereignet hat. Bernicks Schwager Johann mußte damals die Stadt verlassen, weil er eine Liebesbeziehung zu einer Schauspielerin unterhalten und Geld von der Mutter des Konsuls unterschlagen haben soll. Aufgrund von unrechtmäßigen Spekulationen gerät Bernicks Familenbetrieb in finanzielle Schwierigkeiten, für die er jedoch seinen Schwager verantwortlich macht. Nach familiären Verwirrungen, die schließlich mit der dramatischen Rettung seines Sohnes Olaf enden, gesteht der Konsul reumütig seine Schuld an den geschäftlichen Mißerfolgen ein und gibt zu, daß er derjenige war, der ein Verhältnis mit der Schauspielerin hatte und auch für das Verschwinden des Geldes verantwortlich war. Kriegenburg zeigt die durchrationalisierte Gesellschaft, deren Mitglieder auf ihrer moralischen Integrität und Stabilität beharren und damit auf ihre Funktion als Stützen der Gesellschaft verweisen. Mit der Verwendung der Kellermetapher gelingt es Kriegenburg, das verkrampfte Rollenverhalten ins Schwanken zu bringen und es als Simulation zu entlarven. 2 Gespräch mit dem Regisseur Andreas Kriegenburg am In: Programmheft zum Stück Stützen der Gesellschaft. Hrsg. von der Schauspielhaus Zürich AG. Das Gesellschaftsdrama Stützen der Gesellschaft von Henrik Ibsen feierte am im Schauspielhaus Zürich seine Premiere. 8

10 doch selbst diese unsichtbare Lenkung nicht mehr ernstzunehmen, blockiert den Blick hinter die realen Kulissen der Simulation, d. h. es geht nicht darum, die Simulation zu entzaubern, sondern den Ursachen für den Verdacht einer Täuschung auf den Grund zu gehen. Am Beispiel von Thomas Manns Texten möchte ich versuchen, einen Zusammenhang zwischen dem Simulanten, den Opfern sowie den Verdachtsmomenten herzustellen. 9

11 I. Zum wissenschaftlichen Gebrauch der Begriffe Fiktion, Mimesis und Simulation 1. Panorama Wenn man versucht, eine auch nur annähernd eindeutige Definition von Fiktion, Mimesis und Simulation zu erhalten, befindet man sich sehr schnell in einem diffusen Netzwerk von Theorien, die auf unterschiedlichsten Prämissen basieren. Das liegt zum einen daran, daß sich die einzelnen Literaturtheorien bewußt voneinander abgrenzen wollen, indem sie die Termini in verschiedene Bedeutungszusammenhänge setzen. Zum anderen beruht die Konfusion jedoch auch auf der Polysemie der Begriffe und ihren vielen Anwendungsmöglichkeiten außerhalb der Literaturwissenschaft. Es ist also nahezu unmöglich, die Kategorien scharf voneinander zu trennen, ohne daß dabei wichtige Aspekte aus dem Blickwinkel geraten. Da einige Literaturtheorien die Begriffstriade Fiktion, Mimesis und Simulation weitestgehend ignorieren, versuche ich durch Gegenüberstellung der Termini eine Verbindungslinie zwischen den einzelnen Elementen aufzuzeigen. Dabei müssen die verschiedenen Anwendungsbereiche vorerst unberücksichtigt bleiben, da sie einen strukturellen Überblick verwehren würden. Nur wenige Literaturtheorien beschäftigen sich explizit mit dem Zusammenhang von Fiktion und Simulation. Es wird also unabdingbar sein, kultur- und medienwissenschaftliche Theorien einzubeziehen, um zumindest einige Möglichkeiten des Begriffsverständnisses offenzulegen und davon ausgehend einen Zusammenhang mit den Literaturtheorien herzustellen. Da die Begriffe Mimesis und Fiktion schon in der Poetik der Antike eine Rolle spielten, sollen diese beiden Problembereiche im Zusammenhang betrachtet werden. Die Kategorie der Simulation war nur in dem Begriffspaar simulatio-dissimulatio gebräuchlich, d. h. lediglich auf der rhetorischen Ebene. Erst im Strukturalismus Roland Barthes fand die Simulation Eingang in die Literaturtheorie und entwickelte sich durch ihre Anwendung in der Computertechnologie zu einer eigenständigen und relevanten Kategorie in der Ästhetik. Seit den zugespitzten Thesen des französischen Theoretikers Jean Baudrillard wird die Simulation nicht mehr als unzulänglicher Abbildungsmodus aufgefaßt, sondern bezeichnet 10

12 die mit der Ausbreitung technischer Medien einhergehende überhandnehmende Macht verselbständigter Zeichenprozesse. In diesem Zusammenhang ist es möglich, Simulation und Fiktion gemeinsam zu beleuchten. Mit Hilfe verschiedener Konzepte, die im Rahmen der philosophischen Strömung entstanden, der man den Namen Postmoderne gab, ist es möglich, die Facetten der Problematik von Fiktion und Simulation herauszuarbeiten. Kompliziert ist die Anschlußfähigkeit des Simulationsbegriffs für die Literaturwissenschaft. Dieser Punkt ist noch nicht geklärt, denn in der Textanalyse spielt die Simulation nach wie vor kaum eine Rolle. Ich möchte versuchen, ausgehend von philosophischen, soziologischen sowie theatertheoretischen Konzepten, Anwendungsmöglichkeiten für die Kategorie der Simulation in der literarischen Textanalyse zu finden, um sie dann im Verlauf der Arbeit an ausgewählten Texten von Thomas Mann aufzuzeigen. 2. Mimesis und Fiktion Die theoretischen Bestimmungen von Mimesis und Fiktion bilden einen kontinuierlichen Problemzusammenhang, der sich schon in der Antike in den gegensätzlichen Auffassungen zur Dichtung von Platon und Aristoteles zeigt. Der antike Mimesisbegriff und der neuzeitliche Fiktionsbegriff, die historisch wichtigsten Kategorien zur Wesensbestimmung der Dichtung, dienen zur Bezeichnung des ästhetischen Weltbezugs der Dichtung und der ontologischen Differenz zur historischen Faktizität. 3 Beide Kategorien bezeichnen keine Opposition in der Hinsicht, daß Mimesis Wirklichkeit imitiert oder sogar nur eine Modifizierung zur Darstellung von Wirklichkeit bildet und auf der anderen Seite die Fiktionalität als ein Kennzeichen der radikalen Eigenständigkeit von Dichtung in bewußter Abkehr von der empirischen Wirklichkeit gelten kann. Die Signifikanz des Problems liegt in der Frage nach dem Spielraum künstlerischer Gestaltung und nach den Grenzen künstlerischer Freiheit. Platons Kritik an der Kunst richtet sich gegen ihren angeblichen Täuschungscharakter. Da die Mimesis an der Welt der Erscheinungen, nicht aber an ihren Ideen orientiert bleibe, gilt die Dichtung für Platon nur 3 Harth; Gebhardt: Erkenntnis der Literatur, S

13 als bloßer Schein. 4 Aristoteles verwendet zwar noch nicht den Begriff der Fiktion, liberalisiert aber den Gedanken der Mimesis, indem er auf das begrenzte Recht fiktionaler Konzepte der Dichter verweist. Weiterhin bleibt jedoch der Nachahmungsgrundsatz bestehen, und die Fiktion gilt lediglich als eine Transformation der Realität. 5 Aristoteles schreibt im 9. Kapitel seiner Poetik, der Dichter operiere philosophischer als der Historiker, weil er mehr auf das Allgemeine und den Zusammenhang hinarbeite. 6 Demzufolge komme dem Dichter eine höhere Kompetenz als dem Geschichtsschreiber zu, weil es seine Aufgabe sei, das Mögliche, was geschehen könnte, darzustellen. Die Idee einer Autonomie dichterischer Fiktion ist Aristoteles jedoch noch unbekannt. Die Norm der Wahrscheinlichkeit sowie die Faktizität als Orientierungspunkt bleiben in seinem Denken fest verankert. Er fordert, daß die dichterischen Wirklichkeiten mit der empirischen Lebenswirklichkeit vermittelt bleiben. Darum dürfe der Künstler das Allgemeine nur in Übereinstimmung mit der Wahrscheinlichkeit darstellen. Für Aristoteles existieren zwei positive Bedeutungen dichterischer Erfindungen, die beide im Zeichen der Rhetorik-Tradition stehen. Zum einen nennt er die häufig in der politischen Rede verwendete Gleichniserzählung als narrative Entfaltung einer Wahrheit oder Moral, die in der Tradition des rhetorisch-poetischen Beweisverfahrens steht. Die andere Bedeutung der dichterischen Erfindung sieht Aristoteles in den Erdichtungen von Fabeln und Gleichnissen, deren Stoffe Historien und Mythologien entstammen. Hierbei werden die starren Mimesisbestimmungen des Wahrscheinlichen und Angemessenen gelockert und die Dimension einer bedingten Wahrscheinlichkeit eingeführt. 7 Die Nachahmungspoetik hat im wesentlichen weiterhin ihren theoretischen Bezugspunkt bei den aristotelischen Prinzipien, wenn auch die Natur nun nicht mehr wie in der Antike als Entelechie [...], sondern meist teleologisch, d. h. als zweckmäßig und vollkommen erschaffene Natur 8 verstanden wird. Der Dichter hat sich an der vernunftgemäßen Gestaltung der Natur zu orientieren und unter diesem Gesichtspunkt eine nachvoll- 4 Platon: Der Staat. Zehntes Buch: Die Nachahmungskunst ist also von der Wahrheit weit entfernt. Und wenn sie alles mögliche zustande bringt, so offenbar deshalb, weil sie nur ein wenig von jeglichem erfaßt, nämlich sein (äußeres) Bild. (S. 429); Wir stellen also fest, daß von Homer an alle Dichter Nachahmer von Abbildern der menschlichen Tüchtigkeit sind und der anderen Dinge, von denen sie dichten, daß sie aber die Wahrheit nicht berühren. (S. 433) 5 Aristoteles: Die Poetik. Kap. 9: Aus dem Gesagten ergibt sich auch, daß es nicht Aufgabe des Dichters ist mitzuteilen, was wirklich geschehen ist, sondern vielmehr, was geschehen könnte, d. h. das nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit oder Notwendigkeit Mögliche. (S. 29) 6 Ebd. 7 Harth; Gebhardt: Erkenntnis der Literatur, S

14 ziehbare Fabel zu schreiben. In der Regelpoetik zeigt sich zunehmend die Tendenz, die Aufgabe der Dichtung in dem Endzweck moralischer Belehrung zu betrachten. 9 Auch noch in der Aufklärungspoetik wird die Legitimität der Fiktion an der moralischen Wahrheitsvermittlung durch das dichterische Bild gemessen. Erst in der Genieästhetik kommt es zu einer Aufwertung des Fiktionsbegriffs. Vor allem durch Gottfried Wilhelm Leibniz erhält die Vorstellung von der möglichen Existenz einer Vielzahl alternativer Welten Auftrieb, wodurch künstlerischen Fiktionen neue Spielräume eröffnet wurden. Während der Mimesisbegriff im realistisch-humanistischen Zweig der Literaturgeschichte und in realistisch geprägten Literaturtheorien wieder auflebte, fand der Fiktionsbegriff erst in der Literaturtheorie des 20. Jahrhunderts als Gegenstück zur traditionellen Kategorie der Mimesis wieder Beachtung. Roman Ingarden versucht, die Literatur als Fiktion aus phänomenologischer und ontologischer Sicht zu rechtfertigen, indem er einen Aussagesatz in einem literarischen Werk als Urteilssatz versteht, dessen dargestellter Sachverhalt nicht rein intentional, sondern als ein in einer dem Urteil gegenüber seinsunabhängigen Seinssphäre verwurzelter Sachverhalt zu begreifen ist, der tatsächlich besteht. 10 Gottfried Gabriel plädiert dagegen dafür, eine Unterscheidung nicht zwischen reinen Aussagesätzen und Behauptungssätzen vorzunehmen, sondern zwischen Sprechhandlungen oder Sprechakten zu differenzieren. 11 Heinrich Plett und Wolfgang Iser zufolge kann Fiktionalisierung nicht einseitig als eine Leistung des Autor-Subjekts begriffen werden, da der kommunikative Kontext die Referentialität eines Textzeichens verändern kann. 12 Aleida Assmann beklagt in der Diskussion zur Fiktionstheorie, die zum größten Teil von der analytischen Sprachphilosophie, der linguistischen Pragmatik und der Kommunikationstheorie geprägt ist, die mangelnde Berücksichtigung der Historizität bezüglich der Erscheinungsformen literarischer Fiktion. 13 Nach Ausführungen von Andreas Kablitz und Gerhard Neumann ist die Eigenschaft mimetischer Poetik, nämlich die historisch betrachtet [...] fortschreitende Emanzipation poetischer Wirklichkeitsdarstellung von der Frage nach ihrem Verhältnis zu dieser Wirk- 8 Ebd. 9 Ebd. 10 Ingarden: Das literarische Kunstwerk, S Gabriel: Fiktion und Wahrheit, S Plett: Textwissenschaft und Textanalyse, S Vgl. auch Iser: Der Akt des Lesens. Vor allem Kap. IV: Interaktion von Text und Leser, S Assmann: Die Legitimität der Fiktion, S

15 lichkeit 14 für die Beurteilung des Simulationsbegriffs, der im Blickfeld der sogenannten Postmoderne zu einer Parole der zeitgenössischen Wirklichkeitswahrnehmung wurde, von ausgesprochener Relevanz. Die Simulation hat in unserer Gegenwart beinahe schon den Status eines Kultbegriffs bekommen, der die gesamte derzeitige Gesellschaftssituation charakterisieren soll und alle Bereiche des Lebens tangiert. Kablitz und Neumann konstatieren, daß unserer Welt der Verlust von Wirklichkeit attestiert wird, an deren Stelle die Maschinerie einer Produktion von Simulakren getreten ist, wodurch der Unterschied zwischen der wahren und der künstlichen Welt verschwindet. 15 Rufe diese Erkenntnis bei den einen tiefe Bestürzung über den zunehmenden Mangel an Wirklichkeit hervor, so sehen die anderen die Entwicklung der Simulation als einen letzten Schritt zur Erhebung des Menschen über die Natur und zur Herstellung seiner eigenen Wirklichkeit an. Beide Positionen entspringen jedoch dem Horizont eines ontologischen Denkens, das die Mimesis begründet. Sie leiden unter dem Verdacht, daß Nachahmung eine bloße Kopie der Wirklichkeit und darum zweitrangig sei. Mimesis scheine minderwertig zu sein, wenn man sie mit origineller Schöpfung vergleicht. Simulation bedeute für die einen eine Perfektionierung der Mimesis, indem sie Bilder einer Welt kreiert, die sie selbst entwickelt hat. Diese Herstellung einer neuen Welt kann der Simulation aber nur gelingen, indem sie die Differenz zwischen Original und Abbild egalisiert. Für die anderen repräsentiere sie einfach die letzte Überwindung romantischer Ästhetik und den endgültigen Triumph über die Wirklichkeit. Neumann und Kablitz bewerten den gegenwärtigen Stellenwert der Simulation folgendermaßen: Der dramatische Gestus der Gegenwartsanalyse bezieht seinen Impetus bezeichnenderweise also aus einem Denken, dessen Zuständigkeit zum anderen gerade in Frage gestellt wird. So bestimmt sich das auch derzeit vieldiskutierte Konzept der Simulation zu wesentlichen Teilen noch immer aus den Differenzen gegenüber jener Kategorie der Mimesis, die dieses tradierte Denken repräsentiert. 16 Die enge Relation zwischen Mimesis und Simulation zeige sich vor allem, wenn man nach dem historischen Profil der Mimesiskategorie selbst fragt. Dann läßt sich nämlich feststellen, daß sich gerade die Aristotelische Poetik nicht auf die ontologischen Regularien zwischen der Wirklichkeit und ihren Abbildern beschränkt, sondern gerade die überlegene Art 14 Kablitz; Neumann: Mimesis und Simulation, S Ebd., S Ebd. 14

16 der Darstellung in der Dichtung, die eben nicht nur den Realitätsgehalt thematisiert, gegenüber der Geschichtsschreibung betont. Die Wirkung der Mimesis beruht laut Aristoteles auf einer im Menschen verankerten Antriebskraft, nachgeahmte Handlungen mitzuspielen und sich mit ihnen zu identifizieren, d. h. die Mimesis realisiert sich erst im Wirklichkeit. Nur durch die Kombination mit imaginativen Mitteln der Sprache wird das Vergnügen an der poetischen Darstellung erzeugt. Unter diesem Blickwinkel büßt der Terminus der Simulation etwas von seiner schillernden Aura ein, da nicht nur die Simulation, sondern bereits die Mimesis von einem komplizierten Verhältnis von Wahrheit und Zeichen ausgeht. 3. Fiktionalität 3.1. Fiktionalität als Begriff der allgemeinen Ästhetik Die Definition der Fiktion im Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft bezieht sich bezeichnenderweise nicht auf die Literatur im engeren Sinne: Auszugehen ist von dem traditionellen Gegensatz von Fiktion und Wirklichkeit (bzw. Wahrheit), von (ästhetischem) Schein und (außerästhetischem) Sein. Die Explikation hat also zunächst negativ zu bestimmen, was Fiktion fehlt, um der Wirklichkeit oder der Wahrheit gerecht zu werden. [...] Sofern fiktionale Rede keine Ansprüche erhebt, Referenz (Denotation) zu haben, wahr bzw. affirmativ zu sein, ist ihr Sprecher von der Erfüllung entsprechender Kommunikations-Bedingungen freigestellt. 17 Wie diese Definition bereits andeutet, finden wir Theorien, die sich explizit und grundlegend mit der Thematik um das Begriffsfeld der Fiktion auseinandersetzen, in erster Linie auf dem Gebiet der Philosophie und nur marginal im Bereich der Literaturtheorien. Im Zusammenhang mit der Fiktionalität spricht der amerikanische Sprachphilosoph J. R. Searle von Scheinbehauptungen, d. h. der Autor gibt lediglich vor, illokutionäre Akte zu vollziehen. Der Autor äußert demnach Behauptungssätze ohne Vollzug des Sprechaktes der Behauptung. Aus diesem Ergebnis schlußfolgert Searle, daß der fiktionale Text eine Erzählung ohne Wahrheitsanspruch ist Gabriel: Fiktion. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft, S Searle: Ausdruck und Bedeutung, S

17 Eine andere Art der Beschreibung von Fiktion nämlich aus philosophischer Sicht liefert Jürgen H. Petersen. Er spricht die Dichtung von jedem Schein frei, weil sie nicht vorgibt, Wirkliches als Wirkliches zu behaupten oder Wirklichkeitsaussagen nachzuahmen. Stattdessen liege einfach ein bestimmter Sprachstatus vor, der vom Rezipienten sofort als solcher erkannt und demzufolge als Fiktion anerkannt wird. Laut Petersen sind die Wirklichkeitsaussagen durch den Anspruch auf Richtigkeit gekennzeichnet, während die poetischen Aussagen das Moment der Unmittelbarkeit implizieren. Die Wahrheit der poetischen Aussagen schließe real Unmögliches ein bzw. übersteige es noch und präsentiere es als poetisch seiend, als (poetisch und unmittelbar) wahr. Die Fiktion sei außerdem kein konstitutives Element von Fiktionalaussagen und könne demzufolge nicht als Kriterium zur Abgrenzung von diesen gegenüber Realaussagen dienen. Petersen geht von einem doppelten Sprachbewußtsein aus, dem Fiktionalbewußtsein und dem Realbewußtsein, welches uns in die Lage versetzt, die gleiche Aussage situationsabhängig als real bzw. fiktional einzustufen. Die Wirklichkeitsaussage bedeutet: Das Ausgesagte ist wirklich und wirklich so, wie es gesagt wird. Im Gegensatz dazu meint die Fiktionalaussage: Das Ausgesagte ist. 19 Mit dem Einsatz des Imaginären versucht Wolfgang Iser in seinem Entwurf einer literarischen Anthropologie zum Fiktiven und Imaginären, eine Verbindung zwischen Realem und Fiktivem herzustellen, worauf im weiteren Verlauf dieser theoretischen Explikationen noch ausführlicher einzugehen sein wird. Jürgen H. Petersen vermeidet bei der Bestimmung der Fiktionalität innerhalb der Literatur die Unterscheidung zwischen Prosarede und Wortkunst. Wortkunst meint hier die reine Imagination, die im Gegensatz zur Fiktion wirklich das Charakteristikum der Nichtreferentialität besitzt; zu den nur auf Vorstellung beruhenden literarischen Texte zählen z. B. Märchen und Legenden. 20 Die Imagination beansprucht nicht die Merkmale fiktionalen Sprechens, wozu Petersen die reine Temporalität und reine Lokalität sowie das unmittelbare Sein und die unmittelbare Wahrheit rechnet. Auch Träume, wie sie beispielsweise Hans Castorp im Schneekapitel des Zauberbergs erlebt, gehören zu dieser Art von Fiktion. Gerade in Thomas-Mann-Texten sind häufig solche Imaginationen, wie z. B. Aschenbachs rauschhafter Traum in Venedig und Adrian Leverkühns Zwiegespräch mit Mephisto zu finden. 19 Petersen: Fiktionalität und Ästhetik, S Grübel; Grüttemeier; Lethen: Orientierung Literaturwissenschaft, S

18 Für Aleida Assmann, die die Fiktionalität aus kommunikationstheoretischer Sicht betrachtet, stellt die Fiktion ein System der Realität dar, wobei sie zwischen zwei Modellierungsebenen differenziert. Dem primären Modell, der verbalen Realität, weist sie einen kollektiven und impliziten Charakter zu, da es Gemeinbesitz einer Kulturgemeinschaft in einer bestimmten historischen Epoche ist und dieser Gemeinbesitz eine internalisierte und unbewußte Ausprägung besitzt. 21 Das sekundäre Modell, die Fiktion, ist zum einen individuell, indem es von einem bewußten und persönlichen Geist geschaffen wurde, und es ist explizit, da es das unbewußte Weltbild in einem Meta-Diskurs verarbeitet. Durch diese erklärenden Eigenschaften kann das sekundäre Modell auf das primäre Modell Einfluß nehmen, sei es bestätigend oder verfremdend, reflexiv oder verändernd. 22 In den beiden Sichtweisen von Fiktion offenbaren sich sowohl bei Petersen als auch bei Assmann gravierende Differenzen zwischen Fiktion und Simulation in der Hinsicht, daß in der Fiktion kein Element der Täuschung vorhanden ist, sondern nur ein bestimmter Redestatus vorliegt, dem keine Täuschungsabsicht zugrunde liegt. 3.2 Fiktionalität in der Literaturtheorie Es stellt sich jetzt die Frage, wie die Kategorie Fiktion von verschiedensten Literaturtheoretikern in ihr Konzept eingearbeitet wird. Im Unterschied zu hermeneutisch orientierten Literaturtheorien begreifen die Vertreter des Strukturalismus und Poststrukturalismus nicht nur die Handlung literarischer Werke als Fiktion, sondern auch die darin enthaltenen Themen, Ideen, Überzeugungen, d. h. die sogenannten Botschaften des Autors. Der russische Formalist Roman Jakobson zieht keine strenge Trennungslinie zwischen Literatur und Nicht-Literatur, sondern zwischen der poetischen und anderen Funktionen der Sprache. Die poetische Funktion lasse sich dadurch charakterisieren, daß das Prinzip der Äquivalenz von der Achse der Selektion auf die Achse der Kombination 23 übertragen werde, z. B. durch Wiederholungen von bestimmten Motiven und Strukturelementen. Er plädiert für die Autonomie der ästhetischen Funktion und verwirft den Separatismus der 21 Assmann: Die Legitimität der Fiktion, S Ebd., S Jakobson: Poetik, S

19 Kunst. 24 Jakobson spricht von der Poetizität eines Textes, wenn das Wort als Wort und nicht als bloßer Repräsentant von Gegenständen oder als Gefühlsausbruch verstanden wird, da sonst die kognitive bzw. emotive Funktion des Wortes im Vordergrund stehen würde. Wörter und ihre Bestandteile, ihre Bedeutung sowie ihre äußere und innere Form seien nicht nur ein indifferenter Hinweis auf die Wirklichkeit, sondern erreichten ein eigenes Gewicht und einen selbständigen Wert. 25 Die poetische Funktion richte ihre Aufmerksamkeit eher auf die Materialität der Zeichen als auf die Kommunikation, woraus die Unabhängigkeit des Zeichens als eigenständiges Wertobjekt resultiere. Explizit ausgedrückt heißt das, die Worte selbst stehen im Blickfeld unserer Aufmerksamkeit und nicht, was in welcher Situation von wem und zu welchem Zweck gesagt wird. Diese Auffassung hängt mit dem Einfluß Ferdinand de Saussures zusammen, der komplexe Bedeutungssysteme in Abhängigkeit von der Anerkennung bestimmter Regeln betrachtet, die ihre Rechtfertigung von den Bedürfnissen eines Systems und weniger von einem direkten oder motivierten Bezug zu einer außersystemischen Realität ableiten. 26 Das bedeutet in diesem Fall, daß die Strukturalisten das Zeichenmodell von de Saussure mit der der Arbitrarität unterworfenen Relation zwischen Zeichen und Material auf die Literatur anwenden. Einigen französischen Strukturalisten, wie z. B. Roland Barthes, ist dieses Modell jedoch zu einfach, und sie sehen deshalb das Material außerhalb der Realität und verstehen es als Komplex von Vorstellungen, der sich auf die Gedankenwelt bezieht. Die arbiträre Verbindung zwischen Signifikant und Signifikat führt zum erweiterten Fiktionsbegriff in der Hinsicht, daß die aus dieser Arbitrarität entstehenden Bedeutungen in literarischen Texten als Fiktion bezeichnet werden können, als Fiktion deshalb, weil das Zeichenmodell kein festes Gebilde darstellt, sondern die Vorstellung, die durch das Lautbild provoziert wird, immer wieder aktualisiert wird. Da in de Saussures Zeichenmodell das Objekt bzw. der Bezug zur außersprachlichen Realität fehlt, nutzen viele Literaturtheoretiker diese Tatsache, indem sie in literarischen Werken eine eigene Zeichenwelt erkennen, deren Bedeutungen losgelöst von der Außenwelt, also auch vom Autor, bestehen. Durch Julia Kristeva wird der erweiterte Fiktionsbegriff untermauert, weil sie noch einen Schritt weitergeht und den Zeichen erst in Kombination miteinander ihre Bedeutung 24 Ebd., S Ebd., S Vgl. de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft: Das Wort beliebig [...] soll besagen, daß es unmotiviert ist, d. h. beliebig im Verhältnis zum Bezeichneten, mit welchem es in Wirklichkeit keinerlei natürliche Zusammengehörigkeit hat. (S. 80) 18

20 zuweist ( Il est COMBINATOIRE et en cela CORRÉLATIF: son sens résulte de la combinatoire à laquelle il participe avec les autres signes.), 27 wodurch der literarische Text sozusagen einer doppelten Fiktionalität unterliegt. Wenn die Zeichen durch Abhängigkeit voneinander ihre Bedeutung erlangen, dann besitzt dementsprechend auch der üblicherweise nicht-fiktionale Text, der auf die Realität verweist, Merkmale von Fiktionalität. Bei der Kombination der Zeichen untereinander hat die Wirklichkeit keinen Einfluß, und somit entsteht auch in nicht-fiktionalen Texten eine Art von Fiktion. Bei Jacques Derrida, dem führenden Vertreter des Dekonstruktivismus, finden wir die radikalste Ausprägung des Fiktionsbegriffs. Derrida leugnet die Existenz eines Text- Äußeren und eines transzendentalen Signifikats, und somit konzentriert sich sein Erkenntnisinteresse auf die Geschlossenheit der Texte. 28 Alle anderen strukturalistischen Richtungen, mit Ausnahme des ontologischen Strukturalismus, bleiben einem Realitätsmodell verhaftet, das nicht durch eine völlige Beziehungslosigkeit zur objektiven Realität gekennzeichnet ist. Erst Derrida erklärt die Realitätsmodelle zu willkürlichen Fiktionen und widerspricht damit auch de Saussure, dessen Vorstellung von der Arbitrarität des Zeichens nie die Vorstellung einer fundamentalen Beziehungslosigkeit des Signifikanten zum transzendentalen Signifikat beinhaltete. Die Schlüsselkonzepte Derridas, Schrift und Differenz, wenden sich gegen die Illusion einer unmittelbar gegebenen und in Sprache vergegenwärtigten Wirklichkeit, gegen die Illusion der Identität zwischen Signifikant und Signifikat und des Subjekts mit sich selbst. Die Negierung einer extratextuellen Referenz und damit das Ende der mimetischen Relationen zwischen Texten und einer objektiven Realität, an deren Stelle ein fiktionales Weltmodell tritt, führt zu einer Loslösung von Zwangsstrukturen eines vereindeutigenden Systemdenkens und somit zur Rückkehr zum diffusen und vieldimensionierten Denken, 29 welches insofern als arbiträr gelten kann, als es sich nicht von objektiven Sinnzusammenhängen oder Wirklichkeitsmodellen überprüfen läßt, sondern diese als Fiktionen zu enthüllen sucht. Die Abkehr von der Realität führt in der Konsequenz dazu, daß Zeichen eines Textes immer nur auf andere Zeichen verweisen. Der Dekonstruktivismus kulminiert in einem vieldimensionalen Denken, das sich keinem Wahrheitsbegriff verschreibt und dessen Parole die Offenheit ist. Wenn in Zeichen 27 Kristeva: Le texte du roman, S Derrida: Grammatologie, S. 85; Ebd., S

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