Einführung in die Marinen Umweltwissenschaften

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Einführung in die Marinen Umweltwissenschaften"

Transkript

1 Einführung in die Marinen Umweltwissenschaften Mikrobiologische Grundlagen - Rolle der Mikroorganismen in der Natur - Beispiel Meer - Biogeochemie, Mikrobielle Ökologie, Umweltmikrobiologie - Dogma der biologischen Unfehlbarkeit 1

2 Das Meer 362 Mio km 2 mittlere Tiefe 3700 m: cm 3 1 cm 3 Meer Wasser: 1/ Moleküle Salze: ~3.5 %, Na, Cl, Mg, SO 2-4, Silikat,... Temperatur: -1.7 bis 27 C Gase: N 2, O 2, CO 2,... Organismen: Diatomeen, (Dino-)flagellaten, Bakterien,... Organische Substanzen: Partikel, Gel, Gelöste Stoffe Das Meer 1 cm 3 Organismen Organismen: Diatomeen, (Dino-)flagellaten, Bakterien Wo erfahren Sie etwas über die Mikroorganismen im Meer? 2

3 Homepage mikrobiologischer-garten.de www. mikrobiologischer-garten.de 3

4 Bücher: Bücher (1) (auch auf Deutsch) Bücher (2) 4

5 Das Meer 1 cm 3 Meerwasser 1 cm 3 Meer Organismengruppe: Phytoplankton in der Nordsee Primärproduktion: CO 2 + H 2 O <CH 2 O> + H 2 O Fiktive Biomasse-Einheit Wovon hängt ab, wieviel Primärproduktion es gibt? 1 cm 3 Meer Licht, Temperatur, limitierende chemische Verbindungen Was sind limitierende Faktoren? N, P, Fe, Si, CO 2 Entscheidend sind Substanzen, die (fast) nicht da sind! Liebig's Gesetz vom Minimum... Redfield-Verhältnis im Plankton: C:N:P = 106:16:1 Verbesserte Formel für Biomasse <CH 2 O> : <C 106 H 263 O 110 N 16 P 1 > Neben N und P ist Fe im offenen Ozean oft limitierender Faktor. 5

6 Bakterien in der Nordsee 1 cm 3 Meer Wovon hängt die Anzahl der Bakterien ab? Z - V : Zuwachs - Verbrauch Befinden wir uns im Fließgleichgewicht (steady state)? steady state: Z = V Sehe ich die Bakterien im Mikroskop? Abstand 10 6 pro ml, 10 4 pro 10 µl, Deckglas 20 x 20 mm 2 = 400 mm 2 Gesichtsfeld 0.2 x 0.2 = 0.04 mm 2, => 1 Zelle pro Gesichtsfeld 1 mm 10 6 Bakterien cm -3 = 10 3 Bakerien mm -3 1 mm 1 mm Abstand der Bakterien voneinander Bei gleichmäßiger Verteilung >100 µm Oft aggregiert auf Flocken => dichter bzw. noch weiter auseinander 6

7 Vergleich: Phytoplankton Bakterien (Nordsee) 1 cm 3 Meer Bakterien haben 1/3 der Biomasse und eine Produktion von etwa 1/6 der Primärproduktion. 1 cm 3 Meer Simon et al.: Bacteria in Lakes and Oceans Je weniger Phytoplankton desto größer der Anteil der Bakterien an der Biomasse und an der Produktion. 7

8 DOC Meerwasser ist für Bakterien wie ein Gel. In 1 cm 3 befinden sich mehr als 1000 km polymere Verbindungen. z.b.: 1mm DNA pro Bakterium = 1 km pro 10 6 Bakterien DNA macht nur 1 % der Bakterien-Trockenmasse aus, das meiste sind Protein und Polysaccharide Bakterien haben nur einen Bruchteil des C im Vergleich mit gelösten und partikulären organischen Substanzen (DOC, POC) Nordsee 8

9 Was tun die Bakterien? Nahrungskette Nahrungskette? Lineares Denken... Wie kann es dazu kommen, das der Anteil der Bakterien an der Produktion und Biomasse bei sinkender Produktion zunimmt? Nahrungsnetz Nahrungsnetz Mafia oder die heimlichen Chefs Microbial Loop: Die Bakterien stehen nicht am Ende der Nahrungskette sondern sind aktiv als Konkurrenten um Nährstoffe (N, P, Fe) und Verwerter gelöster organischer Substanzen. 9

10 Lineares Denken... Eisen Eisen im Meer Primärproduktion Primärproduktion im Meer marin: t CO 2 a -1 terrestrisch: t CO 2 a -1 Euphotische Zone Mittlere Produktion der Ozeane: 69 g C m -2 a -1 Merke: 1 Tafel Schokolade pro Jahr und m 2 10

11 Sedimentation Meyer-Reil u. Köster: Mikrobiologie des Meeresbodens Prozesse in einem Sediment 11

12 Abbau Biologische Umwege... Nur die Hälfte der organischen Substanz wird direkt mit Sauerstoff als Elektronenakzeptor oxidiert Die andere Hälfte wird vergoren und mit Hilfe von Sulfatreduktion oxidiert Das gebildete Sulfid wird mit der Hälfte des verbrauchten Sauerstoffs (durch lithotrophe Bakterien) reoxidiert 12

13 Wieviele Prokaryoten gibt es auf der Erde und wo sind sie zu finden? Prokaryoten global Wieviel Atome gibt es im 80 Prokaryoten auf der Erde 4-6 * davon Zellen in offenen Ozean 1.2 * in marinen Sedimenten 3.5 * im Boden und sub-terrestrisch * Biomasse der Prokaryoten: g Kohlenstoff = % des Kohlenstoffs der Pflanzen auf der Erde Whitman, W.B., Coleman, D.C. and Wiebe, W.J. (1998) Prokaryotes: The unseen majority. Proc Nat Acad Sci USA 95: Forschergruppe "BioGeoChemie des Watts" 13

14 Forschungsschiff 'JOIDES Resolution' (Integrated Ocean Drilling Program) Bakterienzählung durch Epifluoreszenz-Mikroskopie nach Anfärbung mit DAPI 14

15 Populationen sulfatreduzierender Bakterien im obersten Zentimeter eines Sediments Watt Vergleich von amplifizierten 16 S rrna-banden von Reinkulturen und Sediment (0-10 mm) aus Schiermonnikoog durch Denaturierende Gradienten-Gel- Elektrophorese (DGGE) Elze Wieringa Mit molekularbiologischen Methoden lassen sich lassen sich verschiedene Bakterien einer eng verwandten Gruppe nachweisen. Mikrokolonie Wachstum von Bakterien in einer Eisensulfid-Flocke 15

16 16

Einführung in die Umweltwissenschaften

Einführung in die Umweltwissenschaften Einführung in die Umweltwissenschaften Heribert Cypionka Mikrobiologische Grundlagen - Rolle der Mikroorganismen in der Natur - Beispiel Meer - Biogeochemie, Mikrobielle Ökologie, Umweltmikrobiologie -

Mehr

fi Mikrobiologie > Teaching Vorlesung Allgemeine Biologie 21., 23., : Heribert Cypionka

fi Mikrobiologie > Teaching Vorlesung Allgemeine Biologie 21., 23., : Heribert Cypionka Vorlesung Allgemeine Biologie fi Mikrobiologie 21., 23., 29.11.: Heribert Cypionka 30.11.: Meinhard Simon Institut für Chemie und Biologie des Meeres Anreicherungskultur aus dem Watt vor Borkum weitere

Mehr

Einführung in die Mikrobielle Ökologie

Einführung in die Mikrobielle Ökologie Einführung in die Mikrobielle Ökologie Größenverhältnisse, 2 Gesamtzellzahl, Lebendzellzahl www.icbm.de/pmbio Milliarden-Quiz Wieviele Atome enthält das Weltall? 10 80 Wieviele Bakterien enthält ein Liter

Mehr

Biologische Meereskunde

Biologische Meereskunde Ulrich Sommer Biologische Meereskunde 2. iiberarbeitete Auflage Mit 138 Abbildungen 4y Springer Inhaltsverzeichnis 1 Einfuhrung ^^/^^^^^^^^i^^g^^gg/^^^^g^^^g^^ggg^ 1.1 Biologische Meereskunde - Meeresokologie

Mehr

[Grundlagen der] Physiologie der [Mikro-]organismen

[Grundlagen der] Physiologie der [Mikro-]organismen [Grundlagen der] Physiologie der [Mikro-]organismen Heribert Cypionka Folien: www.icbm.de/pmbio... Teaching... Was ist Physiologie? Vgl. Morphologie, Taxonomie... Themen der Vorlesung: Gundlegende physiologische

Mehr

Mikrobielle Ökologie: Standorte und Prozesse

Mikrobielle Ökologie: Standorte und Prozesse WS 2004/2005 Mikrobielle Ökologie: Standorte und Prozesse Di. 13 15-14 00, Raum W 4-1-162 Bert Engelen engelen@icbm.de www.icbm.de/pmbio Termine 19.10.04 VL 01 Einleitung 26.10.04 VL 02 Allg. Mikrobielle

Mehr

Einführung in die Mikrobielle Ökologie

Einführung in die Mikrobielle Ökologie Einführung in die Mikrobielle Ökologie Biogeochemische Kreisläufe www.pmbio.icbm.de 5 Alle Kreisläufe Dogma der biologischen Unfehlbarkeit Was auf biologischem Wege gebildet wurde, kann auch biologisch

Mehr

Vorlesung Allgemeine Mikrobiologie

Vorlesung Allgemeine Mikrobiologie Vorlesung Allgemeine Mikrobiologie Mi 12 14, W3-1- 161 Was ist Mikrobiologie? Was ist Mikrobiologie 1 Terminplan Mittwoch 12-14, W3 1-161 Terminplan 13.4.: H. Cypionka: Einführung 20.4.: E. Rhiel: Zellen

Mehr

Biofilme & Mikrobenmatten

Biofilme & Mikrobenmatten Biofilme & Mikrobenmatten Mikrobenmatten am Hoover Damm Entstehung und Aufbau von Biofilmen I Anlagerung von Mikroorganismen an Grenzflächen Bestehen aus: Mikroorganismen Extrazelluläre Polymere Substanzen

Mehr

Einführung in die Mikrobielle Ökologie

Einführung in die Mikrobielle Ökologie Einführung in die Mikrobielle Ökologie Biogeochemische Kreisläufe www.pmbio.icbm.de 5 Alle Kreisläufe Dogma der biologischen Unfehlbarkeit Was auf biologischem Wege gebildet wurde, kann auch biologisch

Mehr

Vorlesung Allgemeine Mikrobiologie

Vorlesung Allgemeine Mikrobiologie Vorlesung Allgemeine Mikrobiologie Fr 8 10, W3-1-156 Terminplan Terminplan 21.10.05 Einführung, Wachstum, H. Cypionka 28.10.05 Zellen der Pro- und Eukaryoten, E. Rhiel 04.11.05 Zellwände, E. Rhiel 11.11.05

Mehr

Mikrobielle Ökologie: Standorte und Prozesse

Mikrobielle Ökologie: Standorte und Prozesse Vorlesung Mikrobielle Ökologie: Standorte und Prozesse Henrik Sass Bert Engelen h.sass@icbm.de b.engelen@icbm.de www.icbm.de/pmbio WS 2003/2004 Di. 13 15-14 00, Raum W 4-1-162 Termine: 14.10.03 Einleitung

Mehr

Mikrobielle Diversität

Mikrobielle Diversität Mikrobielle Diversität (c) Henrik Sass Heribert Cypionka Ist Diversität gleich Artenvielfalt? Morphologie Physiologie und Ökologie Taxonomie Phylogenie Purves: Kapitel 27 u. 28 1 http://www.dfg.de/aktuelles_presse/publikationen/verzeichnis/download/biodiversitaet_dt.pdf

Mehr

Geochemie I B.Geo.109 GZG. Kohlenstoff. Masse t 1/ stabil stabil a <10-9

Geochemie I B.Geo.109 GZG. Kohlenstoff. Masse t 1/ stabil stabil a <10-9 Kohlenstoff % Masse t 1/2 12 C 98.892 12.011 stabil 13 C 1.108 13.003 stabil 14 C

Mehr

Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf

Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf Dynamik der Biosphäre Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf Wintersemester 2005/2006 Wolfgang Cramer Lehrstuhl "Globale Ökologie" http://portal.pik-potsdam.de/members/cramer -> "Teaching" Heute...

Mehr

Einführung in die Mikrobielle Ökologie

Einführung in die Mikrobielle Ökologie Einführung in die Mikrobielle Ökologie 1 www.icbm.de/pmbio Nevskia ramosa, gefärbt mit Toluidinblau (links) oder im UV-Licht nach Anfärbung mit einer Artspezifischen RNA- Sonde Einführung, Ökologie, Größe,

Mehr

VL 03 Biogeochemische Kreisläufe von C, N, S, Abbau organischer Substanz

VL 03 Biogeochemische Kreisläufe von C, N, S, Abbau organischer Substanz 02.11.04 VL 03 Biogeochemische Kreisläufe von C, N, S, Abbau organischer Substanz Bakterien haben keine Zähne Abbau organischer Substanz? Aber: Organisches Material im Ökosystem liegt meist in polymerer

Mehr

Dynamik der Biosphäre. Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf

Dynamik der Biosphäre. Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf Dynamik der Biosphäre Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf Wintersemester 2006/2007 Wolfgang Cramer Lehrstuhl "Globale Ökologie" http://www.pik-potsdam.de/~cramer -> "Teaching" Heute... Biosphäre

Mehr

Natürliche ökologische Energie- und Stoffkreisläufe

Natürliche ökologische Energie- und Stoffkreisläufe Informationsmaterialien über den ökologischen Landbau für den Unterricht an allgemein bildenden Schulen. Initiiert durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen

Mehr

Fach Ökologische Mikrobiologie

Fach Ökologische Mikrobiologie Vorstellung der Fächer für das Hauptstudium Biologie BSc Fach Ökologische Mikrobiologie Koordinator Prof. Dr. Jean Charles MUNCH LS für Bodenökologie am WZW zugleich Institut für Bodenökologie Helmholtzzentrum

Mehr

Gradienten und Aktivitäten

Gradienten und Aktivitäten Mikrobielle Ökologie VL 4 Gradienten und Aktivitäten Bert Engelen engelen@icbm.de www.icbm.de/pmbio Aerobe Atmung + O 2 CO 2 + H 2 O Glucose 2 Pyruvat CO 2, Reduktionsäquivalente NAD + 2 e - e

Mehr

Prof. Dr. Antje Boetius. Abenteuer Tiefsee. Was wir von extremen Lebensräumen lernen können

Prof. Dr. Antje Boetius. Abenteuer Tiefsee. Was wir von extremen Lebensräumen lernen können Prof. Dr. Antje Boetius Abenteuer Tiefsee Was wir von extremen Lebensräumen lernen können Abenteuer Tiefsee: Was können wir von extremen Lebensräumen lernen Prof. Dr. Antje Boetius Alfred Wegener Institut

Mehr

Neuer Filter Neues Glück?

Neuer Filter Neues Glück? Neuer Filter Neues Glück? Methoden um sein Becken schnell zu ruinieren Jens Kallmeyer Das alte Problem... Das Aquarium sieht nicht so toll aus wie es eigentlich sollte Die Lösung... Eine neue Filtertechnik

Mehr

Dynamik der Biosphäre. Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf

Dynamik der Biosphäre. Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf Dynamik der Biosphäre Definition Biosphäre, Kohlenstoffkreislauf Wintersemester 2008/2009 Wolfgang Cramer Lehrstuhl "Globale Ökologie" Heute: Christoph Müller http://www.pik-potsdam.de/members/cramer ->

Mehr

S Primärproduktion >> Watt für Fortgeschrittene Naturschule Wattenmeer

S Primärproduktion >> Watt für Fortgeschrittene Naturschule Wattenmeer Wie funktioniert Primärproduktion im Meer? Aufgabe 1: Beschäftigen Sie sich mit den Steuerungsfaktoren der marinen Primärproduktion. Es gibt fünf Stationen, die Sie in beliebiger Reihenfolge durchlaufen

Mehr

1) Redoxverhältnisse an einer Sediment-Wasser-Grenzfläche in einem Fluss

1) Redoxverhältnisse an einer Sediment-Wasser-Grenzfläche in einem Fluss 1 Uebungen zur Prüfungsvorbereitung 4.12.14 1) Redoxverhältnisse an einer Sediment-Wasser-Grenzfläche in einem Fluss Die folgenden Tiefenprofile von gelöstem Mangan, Eisen und Sulfid (S 2- ) sowie die

Mehr

Mikrobielle Ökologie. Mikrobielle Ökologie. Terrestrische Mikrobiologie. SS 2006 Martin Könneke

Mikrobielle Ökologie. Mikrobielle Ökologie. Terrestrische Mikrobiologie. SS 2006 Martin Könneke Mikrobielle Ökologie Terrestrische Mikrobiologie Interaktion mit Pflanzen Rhizosphäre & Phyllosphäre Abbau von organischem Material in Böden Saprophytische Mikrooganismen SS 2006 Martin Könneke www.icbm.de/pmbio

Mehr

Bodenbiologische Erhebungen auf der Dauerbeobachtungsfläche «Oberacker»

Bodenbiologische Erhebungen auf der Dauerbeobachtungsfläche «Oberacker» Bodenbiologische Erhebungen auf der Dauerbeobachtungsfläche «Oberacker» Claudia Maurer-Troxler Bedeutung der Bodenlebewesen für wichtige Bodenfunktionen Regenwürmer Mikrobiologie (Bakterien und Pilze)

Mehr

Mikrobielle Ökologie. Mikrobielle Ökologie

Mikrobielle Ökologie. Mikrobielle Ökologie Mikrobielle Ökologie SS 2006 Martin Könneke www.icbm.de/pmbio Mikrobielle Ökologie Marine Habitate (10.Mai) Limnische Habitate (12.Mai) Terrestrische Habitate (15. Mai) Mikroorganismen in Mensch & Tier

Mehr

ist die Vorlesung MIKROBIOLOGIE 2 (SS 2 SWS)

ist die Vorlesung MIKROBIOLOGIE 2 (SS 2 SWS) Die unmittelbare Fortsetzung der Vorlesung MIKROBIOLOGIE 1 (WS 1 SWS) ist die Vorlesung MIKROBIOLOGIE 2 (SS 2 SWS) 1. Block (Henrich) ab 19.04. montags 09:00-09:45 mittwochs 19:00-20:30 2. Block (Frankenberg-Dinkel)

Mehr

Die tiefe Biosphäre Mikrobiologie der Erdkruste

Die tiefe Biosphäre Mikrobiologie der Erdkruste Die tiefe Biosphäre Mikrobiologie der Erdkruste Henrik Sass, Bert Engelen und Heribert Cypionka Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg 1 Im Laufe der letzen Jahre hat sich unser

Mehr

Grundlagen der Physiologie

Grundlagen der Physiologie Grundlagen der Physiologie Lithotrophie - Verwertung anorganischer Elektronendonatoren www.icbm.de/pmbio Dogma der biologischen Unfehlbarkeit Was auf biologische Weise gebildet wurde, lässt sich auch biologisch

Mehr

Trinkwassermikrobiologie: Ökologisches Verständnis treibt praktische Anwendungen

Trinkwassermikrobiologie: Ökologisches Verständnis treibt praktische Anwendungen Trinkwassermikrobiologie: Ökologisches Verständnis treibt praktische Anwendungen Dr. Frederik Hammes Eawag: Das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs Es gibt Bakterien im Trinkwasser 2 3 Es gibt relativ

Mehr

Kontext: Die Rolle des Phytoplankton und der Menschen im ozeanischen Lebensraum

Kontext: Die Rolle des Phytoplankton und der Menschen im ozeanischen Lebensraum www.atmosphere.mpg.de/enid/accentde > Nr. 5 Januar 2006 > C: Context Marine Nahrungsnetze Kontext: Die Rolle des Phytoplankton und der Menschen im ozeanischen Lebensraum Schlüsselwörter: Phytoplankton,

Mehr

Robert Koch-Gymnasium Deggendorf GRUNDWISSENKARTEN. Biologie. 10. Jahrgangsstufe

Robert Koch-Gymnasium Deggendorf GRUNDWISSENKARTEN. Biologie. 10. Jahrgangsstufe Robert Koch-Gymnasium Deggendorf GRUNDWISSENKARTEN Biologie 10. Jahrgangsstufe Es sind insgesamt 32 Karten für die 10. Jahrgangsstufe erarbeitet, die als ständiges Grundwissen für alle Jahrgangsstufen

Mehr

Molekulargenetische Charakterisierung von SO 4. -reduzierenden Bakterien (SRB) aus Bergbaustandorten

Molekulargenetische Charakterisierung von SO 4. -reduzierenden Bakterien (SRB) aus Bergbaustandorten Institut für Biowissenschaften, AG Umweltmikrobiologie Innovationsforum GEOBIOTECHNOLOGIE GeoBio2011: Workshop 2 Sulfatreduktionsprozesse im Bergbau Molekulargenetische Charakterisierung von SO 4 2- -reduzierenden

Mehr

Grundwasser: chemische Vorgänge bei der Infiltration. Redoxprozesse im Grundwasser Transport reaktiver Spezies

Grundwasser: chemische Vorgänge bei der Infiltration. Redoxprozesse im Grundwasser Transport reaktiver Spezies Grundwasser: chemische Vorgänge bei der Infiltration Redoxprozesse im Grundwasser Transport reaktiver Spezies Belastungsquellen für Grundwasser Problematische Stoffe im Grundwasser für Trinkwassernutzung

Mehr

Gas im wässrigen Medium

Gas im wässrigen Medium Gas im wässrigen Medium Einfache schwerlösliche Gase Henrysches Gesetz und Abweichungen Beispiel Sauerstoff Rückkopplungen im Meer Kohlenstoffkreislauf CO 2 Kohlenstoffpumpen im Meer Gasfreisetzungen im

Mehr

Mikrobielle Ökologie

Mikrobielle Ökologie Mikrobielle Ökologie Marine Habitate (10.Mai) Limnische Habitate (12.Mai) Terrestrische Habitate (15. Mai) Mikroorganismen in Mensch & Tier (17. Mai) Anthropogene Habitate (19. Mai) Anthropogene Habitate

Mehr

Der Nationalpark Unteres Odertal - ein Schutzgebiet auch für Mikroben

Der Nationalpark Unteres Odertal - ein Schutzgebiet auch für Mikroben ULRICH SZEWZYK UND REGINE SZEWZYK Der Nationalpark Unteres Odertal - ein Schutzgebiet auch für Mikroben Erschienen in: Nationalpark-Jahrbuch Unteres Odertal (4), 8-14 1. Einleitung Ein Nationalpark wird

Mehr

Übung zu den Vorlesungen Organische und Anorganische Chemie

Übung zu den Vorlesungen Organische und Anorganische Chemie Übung zu den Vorlesungen Organische und Anorganische Chemie für Biologen und Humanbiologen 12.11.08 1. Stellen sie die Reaktionsgleichung für die Herstellung von Natriumsulfid aus den Elementen auf. Wieviel

Mehr

Arbeitsgemeinschaft Badeseen und Schwimmteiche - ABS

Arbeitsgemeinschaft Badeseen und Schwimmteiche - ABS Biofilme und Fadenalgen EAWAG News 60d/12 2005 Die Verlustzone am Tagliamento Der längste Bodenfilter Europas Was Sie erwartet! Definition Biofilme Gute Biofilme Böse Biofilme Biofilme im Naturbad Fadenalgen

Mehr

Der Hitzetod der Erde

Der Hitzetod der Erde Der Hitzetod der Erde Der natürliche Treibhauseffekt In der Erdatmosphäre gibt es neben dem für uns lebenswichtigen Sauerstoff einige hoch wirksame Treibhausgase. Dies sind vor allem:! Kohlendioxid! Wasserdampf!

Mehr

Chemische Evolution Biologische Evolution

Chemische Evolution Biologische Evolution 11. Chemische Evolution Biologische Evolution 1.5 Milliarde Jahre Frühe Vorstellungen Primitives Leben: Spontan gebildet Hochentwickeltes Leben: Von Gott geschöpft 2. Der Versuch von L. 3. Pasteur 1860-as

Mehr

Fact Sheet Beurteilung der Wasserqualität

Fact Sheet Beurteilung der Wasserqualität bericht 2008 Fact Sheet Beurteilung der Wasserqualität Inhalt Entwicklung der Wasserqualität 1984-2008 Gesamtbeurteilung der Wasserqualität 2004-2008 Beurteilung BSB 5 2004-2008 Beurteilung DOC 2004-2008

Mehr

4 Eukaryotische Mikroorganismen...37 Algen... 37 Pilze... 39 Protozoen... 42

4 Eukaryotische Mikroorganismen...37 Algen... 37 Pilze... 39 Protozoen... 42 1 Mikrobiologie -Wissenschaft von unsichtbaren Lebewesen... 1 Mikroorganismen und Viren...2 Wissenschaftliche Basis der Mikrobiologie... 2 Teilgebiete... 2 Auswirkungen auf andere Disziplinen... 4 Kleine

Mehr

ph-wert Berechnung starke Säuren z.b. HCl, HNO 3, H 2 SO 4 vollständige Dissoziation c(h 3 O + ) = c(säure)

ph-wert Berechnung starke Säuren z.b. HCl, HNO 3, H 2 SO 4 vollständige Dissoziation c(h 3 O + ) = c(säure) ph-wert Berehnung starke Säuren z.b. HCl, HNO 3, H 2 SO 4 vollständige Dissoziation (H 3 O + ) = (Säure) ph lg H 3 O Beispiel H 2 SO 4 (H 2 SO 4 ) = 0,1 mol/l (H 3 O + ) = 0,2 mol/l ph = -lg 0,2 = -(-0,699)

Mehr

Metabolismus Umwandlung von Stoffen und Energie nach den Gesetzen der Thermodynamik

Metabolismus Umwandlung von Stoffen und Energie nach den Gesetzen der Thermodynamik Metabolismus Umwandlung von Stoffen und Energie nach den Gesetzen der Thermodynamik Der Metabolismus oder Stoffwechsel ist die Gesamtheit der in einem Organismus ablaufenden (bio)chemischen Prozesse Der

Mehr

Abschlussklausur Allgemeine und Anorganische Chemie Teil 2 (Geologie, Geophysik und Mineralogie)

Abschlussklausur Allgemeine und Anorganische Chemie Teil 2 (Geologie, Geophysik und Mineralogie) Abschlussklausur Allgemeine und Anorganische Chemie Teil 2 (Geologie, Geophysik und Mineralogie) Teilnehmer/in:... Matrikel-Nr.:... - 1. Sie sollen aus NaCl und Wasser 500 ml einer Lösung herstellen, die

Mehr

3.1.2 Oberflächenwasser

3.1.2 Oberflächenwasser 3.1.2 Oberflächenwasser - Die chemische Zusammensetzung hängt vom Untergrund des Einzugsgebietes, von der Zusammensetzung und der Menge des Niederschlages sowie von Zu- und Abfluss ab. - Flusswasser hat

Mehr

Grundlagen des Stoffwechsels

Grundlagen des Stoffwechsels Vorlesung Allgemeine Mikrobiologie Grundlagen des Stoffwechsels www.icbm.de/pmbio Was ist Stoffwechsel? Stoffwechsel fi Chemische Umsetzungen, (Bio-)Chemie fi Umwandlung von Nahrung in Biomasse fi Umwandlung

Mehr

6. Reaktionsgleichungen 6.1 Chemisches Reaktionsschema Wortschema Reaktionsschema Beispiel 1: Kupfer und Schwefel Vorzahlen

6. Reaktionsgleichungen 6.1 Chemisches Reaktionsschema Wortschema Reaktionsschema Beispiel 1: Kupfer und Schwefel Vorzahlen 6. Reaktionsgleichungen 6.1 Chemisches Reaktionsschema Das Wortschema benennt die Ausgangsstoffe und die Reaktionsprodukte einer chemischen Reaktion. Das Reaktionsschema sagt zusätzlich etwas über das

Mehr

Vorwort zur 3. Auflage

Vorwort zur 3. Auflage Vorwort zur 3. Auflage Für die dritte Auflage wurden Text und Abbildungen überarbeitet. Es sind zahlreiche Fotos hinzugekommen. Viele davon kann man in Farbe und mit Kontext im virtuellen mikrobiologischen

Mehr

Innovationen für die quantitative Charakterisierung von verkehrsbedingten Partikeln:

Innovationen für die quantitative Charakterisierung von verkehrsbedingten Partikeln: Innovationen für die quantitative Charakterisierung von verkehrsbedingten Partikeln: von Reifen/Strassenabrieb bis hin zu Russpartikeln Juanita Rausch, Mario Meier und Thomas Zünd Einleitung: verkehrsbedingte

Mehr

Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie

Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Riffe aus Bakterien entdeckt Presse Archiv der Pressemitteilungen Pressemitteilungen 2002 Riffe aus Bakterien entdeckt 09.08.2002 Meereswissenschaftler finden

Mehr

Bakterienformen. Stäbchen. Zellgröße: 0,1 5 µm

Bakterienformen. Stäbchen. Zellgröße: 0,1 5 µm Bakterienformen Bakterienformen Kugel Coccus Stäbchen Bacillus Gekrümmtes Stäbchen Vibrio Korkenzieher Spirillum Zellgröße: 0,1 5 µm Das größte Bakterium: Thiomargarita namibiensis (750 µm) Das kleinste

Mehr

DOWNLOAD. Vertretungsstunde Biologie 9. 7./8. Klasse: Wechselbeziehungen von Pflanzen und Tieren. Corinna Grün/Cathrin Spellner

DOWNLOAD. Vertretungsstunde Biologie 9. 7./8. Klasse: Wechselbeziehungen von Pflanzen und Tieren. Corinna Grün/Cathrin Spellner DOWNLOAD Corinna Grün/Cathrin Spellner Vertretungsstunde Biologie 9 7./8. Klasse: Wechselbeziehungen von Pflanzen und Tieren auszug aus dem Originaltitel: Die Pflanzen Lebensgrundlage aller Organismen

Mehr

Geplanter Verlauf. Einführung Beurteilung nach abiotischen Faktoren Pause Beurteilung nach biotischen Faktoren Auswertung und Diskussion

Geplanter Verlauf. Einführung Beurteilung nach abiotischen Faktoren Pause Beurteilung nach biotischen Faktoren Auswertung und Diskussion Ökosystem See Geplanter Verlauf Einführung Beurteilung nach abiotischen Faktoren Pause Beurteilung nach biotischen Faktoren Auswertung und Diskussion Schulbiologiezentrum Hannover - Ökologie stehender

Mehr

Grundlagen der Physiologie

Grundlagen der Physiologie (2) Grundlagen der Physiologie Klassifizierung und Stammbaum aller Lebewesen www.icbm.de/pmbio Taxonomie Ziel: System mit Übereinstimmung zur natürlichen Verwandtschaft, der Phylogenie 1 Taxonomie 2 Was

Mehr

3.3 Populationswachstum des Menschen

3.3 Populationswachstum des Menschen 3.3 Populationswachstum des Menschen Die Art Homo sapiens zeigt ein superexponentielles Wachstum: Die Verdopplung der Individuenzahl erfolgt nicht in gleichen, sondern in immer kürzen Abständen. Gründe:

Mehr

Chemie aquatischer Systeme. Herbstsemester 2013

Chemie aquatischer Systeme. Herbstsemester 2013 Chemie aquatischer Systeme Herbstsemester 2013 Ziele der Vorlesung Verständnis der chemischen Zusammensetzung der Gewässer aufgrund chemischer Prozesse Verknüpfung chemischer Prozesse mit biologischen

Mehr

Mikroplastik in Seen und Flüssen - Eine bisher

Mikroplastik in Seen und Flüssen - Eine bisher Mikroplastik in Seen und Flüssen - Eine bisher S. Roch P - die Belastung von Fischen baden-württembergischer Gewässer mit Mikroplastik untersucht und Was ist Mikroplastik Plastik ist aus unserem heutigen

Mehr

Nachweis aktiver mikrobieller Abbauzonen im Grundwasserabstrom von Abfallablagerungen

Nachweis aktiver mikrobieller Abbauzonen im Grundwasserabstrom von Abfallablagerungen Nachweis aktiver mikrobieller Abbauzonen im Grundwasserabstrom von Abfallablagerungen von T. Struppe, S. Kühn, C. Charle Im BMBF-Verbundvorhaben KORA wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem man mikrobielle

Mehr

Geografie, D. Langhamer. Klimarisiken. Beschreibung des Klimas eines bestimmten Ortes. Räumliche Voraussetzungen erklären Klimaverlauf.

Geografie, D. Langhamer. Klimarisiken. Beschreibung des Klimas eines bestimmten Ortes. Räumliche Voraussetzungen erklären Klimaverlauf. Klimarisiken Klimaelemente Klimafaktoren Beschreibung des Klimas eines bestimmten Ortes Räumliche Voraussetzungen erklären Klimaverlauf Definitionen Wetter Witterung Klima 1 Abb. 1 Temperaturprofil der

Mehr

Weniger CO 2 dem Klima zuliebe Lehrerinformation

Weniger CO 2 dem Klima zuliebe Lehrerinformation Lehrerinformation 1/8 Arbeitsauftrag Der CO 2- Kreislauf wird behandelt und die Beeinflussung des Menschen erarbeitet. Die Schülerberichte (Aufgabe 3) dienen als Grundlage zur Diskussion im Plenum. Ziel

Mehr

KZU Bio. KZU Bio. KZU Bio. KZU Bio

KZU Bio. KZU Bio. KZU Bio. KZU Bio Was wollte van Helmont mit "Weidenzweig-Versuch" herausfinden? Weshalb nahm van Helmont Regenwasser und nicht Leitungswasser? Was war das Resultat des Experimentes von van Helmont? Was konnte er aus seinem

Mehr

Interaktionen unter- und oberirdischer Biodiversität

Interaktionen unter- und oberirdischer Biodiversität Interaktionen unter- und oberirdischer Biodiversität Eva Knop Synökologie Universität Bern, Schweiz Terrestrisches Ökosystem Oberirdisches System: Produktion von Biomasse Stofffluss: Organismen, Nahrungsnetze

Mehr

Chemie für Biologen SS 2007. Georg Jansen AG Theoretische Organische Chemie Universität Duisburg Essen. (Teil 1: Einleitung/Atome)

Chemie für Biologen SS 2007. Georg Jansen AG Theoretische Organische Chemie Universität Duisburg Essen. (Teil 1: Einleitung/Atome) ChemiefürBiologen SS2007 GeorgJansen AGTheoretischeOrganischeChemie UniversitätDuisburg Essen (Teil1:Einleitung/Atome) Lehrbücher B.Keppler,A.Ding H.P.Latscha,U.Kazmaier,H.A.Klein ChemiefürBiologen 2.Aufl.,Springer

Mehr

Abbau organischer Verbindungen. Lara Hamzehpour Windthorststraße 1a Mainz

Abbau organischer Verbindungen. Lara Hamzehpour Windthorststraße 1a Mainz Abbau organischer Verbindungen Lara Hamzehpour Windthorststraße 1a 55131 Mainz lhamzehp@students.uni-mainz.de Inhalt - Einleitung - Abbaumechanismen - Beispiele Makromoleküle > Polysaccharide, Lignin >

Mehr

A. Wieviel molar ist eine 30 % Wasserstoffperoxidlösung (d = 1.11, M = 34)

A. Wieviel molar ist eine 30 % Wasserstoffperoxidlösung (d = 1.11, M = 34) Grundlagen der Biochemie 29. 2. 2008 Einfache Rechenfragen: A. Wieviel molar ist eine 30 % Wasserstoffperoxidlösung (d = 1.11, M = 34) B. Welche Stoffmenge enthalten 2 µl einer 5 µm Lösung? Richtige Einheit

Mehr

Übung zu den Vorlesungen Organische und Anorganische Chemie

Übung zu den Vorlesungen Organische und Anorganische Chemie Übung zu den Vorlesungen Organische und Anorganische Chemie für Biologen und Humanbiologen 07.11.08 - Lösungen - 1. Vervollständigen Sie die Reaktionsgleichungen und benennen Sie alle Verbindungen und

Mehr

Vorlesungsthemen Mikrobiologie

Vorlesungsthemen Mikrobiologie Vorlesungsthemen Mikrobiologie 1. Einführung in die Mikrobiologie B. Bukau 2. Zellaufbau von Prokaryoten B. Bukau 3. Bakterielles Wachstum und Differenzierung B. Bukau 4. Bakterielle Genetik und Evolution

Mehr

Grundlagen der Umweltwissenschaften I

Grundlagen der Umweltwissenschaften I Grundlagen der Umweltwissenschaften I WS 06/07 Ralf Schulz Inselbiogeographie: Gleichgewichtstheorie Ökologie und Nachhaltigkeit - Biogeographie MacArthur & Wilson 1976 Globale Verteilung der NPP auf dem

Mehr

Bakterielle Sekundärproduktion in Augewässern Peter Peduzzi

Bakterielle Sekundärproduktion in Augewässern Peter Peduzzi Bakterielle Sekundärproduktion in Augewässern Peter Peduzzi Institute of Ecology & Conservation Biology University of Vienna Austria Aufteilung der Primärproduktion Bakterien Primärproduktion Protisten

Mehr

Vorlesungsthemen Mikrobiologie

Vorlesungsthemen Mikrobiologie Vorlesungsthemen Mikrobiologie 1. Einführung in die Mikrobiologie B. Bukau 2. Zellaufbau von Prokaryoten B. Bukau 3. Bakterielles Wachstum und Differenzierung B. Bukau 4. Bakterielle Genetik und Evolution

Mehr

Mikrobiologie Wissenschaft von unsichtbaren Lebewesen Aufbau der Zelle der Grundbedarf des Lebendigen

Mikrobiologie Wissenschaft von unsichtbaren Lebewesen Aufbau der Zelle der Grundbedarf des Lebendigen Inhaltsverzeichnis 1 Mikrobiologie Wissenschaft von unsichtbaren Lebewesen... 1 1.1 Welt der Mikroben... 1 1.2 Mikrobiologie... 2 1.3 Mikroorganismen und Viren... 4 1.4 Wissenschaftliche Basis der Mikrobiologie...

Mehr

7) Anwendungen radioaktiver Strahlung in Wissenschaft und Technik (1) Analytische Anwendungen (Radiometrische Titration)

7) Anwendungen radioaktiver Strahlung in Wissenschaft und Technik (1) Analytische Anwendungen (Radiometrische Titration) 7) Anwendungen radioaktiver Strahlung in Wissenschaft und Technik (1) (Radiometrische Titration) Der radioaktive Stoff dient als Indikator Fällungsreaktionen Komplexbildungsreaktionen Prinzip einer Fällungstitration:

Mehr

Grundlagen der Mikrobiologie

Grundlagen der Mikrobiologie Heribert Cypionka 2008 AGI-Information Management Consultants May be used for personal purporses only or by libraries associated to dandelon.com network. Grundlagen der Mikrobiologie Mit 87 Abbildungen

Mehr

Dynamik der Biosphäre. Endogene Dynamik II

Dynamik der Biosphäre. Endogene Dynamik II Dynamik der Biosphäre Endogene Dynamik II Wintersemester 2004/2005 Wolfgang Cramer Lehrstuhl "Globale Ökologie" http://www.pik-potsdam.de/~cramer -> "Teaching" Heute... Bodenprozesse mit globaler Bedeutung

Mehr

Cytologie. Dr. Ilse Zündorf Institut für Pharmazeutische Biologie N Tel.:

Cytologie. Dr. Ilse Zündorf Institut für Pharmazeutische Biologie N Tel.: Cytologie Dr. Ilse Zündorf Institut für Pharmazeutische Biologie N230 3.04 Tel.: 069-79829648 zuendorf@em.uni-frankfurt.de Empfohlene Lehrbücher Cytologie = Lehre von den Zellen Def.: Zelle Kleinste noch

Mehr

Nährstoffe. Enzyme. Essentiell bedeutet, dass der Körper diese Stoffe nicht selbst herstellen kann.

Nährstoffe. Enzyme. Essentiell bedeutet, dass der Körper diese Stoffe nicht selbst herstellen kann. 2 Kohlenhydrate (z.b. Nudeln, Brot) sind Makromoleküle aus verschiedenen Einfachzuckern (Monosacchariden). Sie dienen als Energieträger. 2 Nährstoffe Fette (z.b. Butter, Olivenöl) sind Verbindungen aus

Mehr

Posten 1a. Wie sieht das Kugelwolkenmodell aus von einem Sauerstoffatom? Antworten: a) (=> Posten 9o) b) (=> Posten 16l) c) (=> Posten 8k)

Posten 1a. Wie sieht das Kugelwolkenmodell aus von einem Sauerstoffatom? Antworten: a) (=> Posten 9o) b) (=> Posten 16l) c) (=> Posten 8k) Posten 1a Wie sieht das Kugelwolkenmodell aus von einem Sauerstoffatom? a) (=> Posten 9o) b) (=> Posten 16l) c) (=> Posten 8k) d) (=> Posten 13f) Posten 1d Welcher der beiden Stoffe hat den tieferen Siedepunkt?

Mehr

Dieter Piepenburg. Institut für Polarökologie der Universität Kiel Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Jacques-Yves Cousteau

Dieter Piepenburg. Institut für Polarökologie der Universität Kiel Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Jacques-Yves Cousteau Dieter Piepenburg Institut für Polarökologie der Universität Kiel Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz dpiepenburg@ipoe.uni-kiel.de Hans Hass Jacques-Yves Cousteau Dieter Piepenburg Institut

Mehr

SwissChO 2016 Erste Runde

SwissChO 2016 Erste Runde Erste Runde Information Die Prüfung sollte innerhalb von einer Stunde gelöst werden. Die einzigen erlaubten Hilfsmittel sind Bücher und ein Taschenrechner. Übertrage die Antworten auf das separate Antwortblatt.

Mehr

1.4.2 Die Algengemeinschaften von Seen Zusammensetzung der Algengemeinschaften Ökologische Relevanz der Individuengröße 105

1.4.2 Die Algengemeinschaften von Seen Zusammensetzung der Algengemeinschaften Ökologische Relevanz der Individuengröße 105 Inhaltsverzeichnis 1. Ökosystem See 17 1.1 Stehende Gewässer und ihre Einzugsgebiete 19 1.1.1 Verteilung der Seen auf der Erde 20 1.1.2 Seetypen 23 1.1.3 Morphometrie 29 1.1.4 Einzugsgebiet 31 1.1.5 Gliederung

Mehr

L Primärproduktion >> Watt für Fortgeschrittene Naturschule Wattenmeer

L Primärproduktion >> Watt für Fortgeschrittene Naturschule Wattenmeer LEHRERINFORMATION Thema Wie funktioniert Primärproduktion im Meer? Material 5 Stationen mit kurzen Informationstexten, Bildern, Daten, Filmen Laufzettel für SchülerInnen Vorbereitung Ausdrucken und vorbereiten

Mehr

Mikrobiologie des Abwassers

Mikrobiologie des Abwassers Mikrobiologie des Abwassers Kläranlage (Belebtschlamm und Faulturm) www.klaeranlage-online.de Aufbau einer Kläranlage Kläranlage Schwerte Abbildung aus Mudrack, 1988 Daten zur Kläranlage Oldenburg (Wehdestraße

Mehr

LICHTENERGIE SOLARZELLE BASIEREND AUF KÜNSTLICHER FOTOSYNTHESE

LICHTENERGIE SOLARZELLE BASIEREND AUF KÜNSTLICHER FOTOSYNTHESE LICHTENERGIE SOLARZELLE BASIEREND AUF KÜNSTLICHER FOTOSYNTHESE 15. MAI 2008 - ANTWORTBOGEN 1-1. Land und Team:.. Name: Name:. Name:. Page 1 of 13 EXPERIMENT 1: Vorgehensweise zur Herstellung nanokristalliner

Mehr

SS Thomas Schrader. der Universität Duisburg-Essen. (Teil 8: Redoxprozesse, Elektrochemie)

SS Thomas Schrader. der Universität Duisburg-Essen. (Teil 8: Redoxprozesse, Elektrochemie) Chemie für Biologen SS 2010 Thomas Schrader Institut t für Organische Chemie der Universität Duisburg-Essen (Teil 8: Redoxprozesse, Elektrochemie) Oxidation und Reduktion Redoxreaktionen: Ein Atom oder

Mehr

CHEMIE WIEDERHOLUNG: KAPITEL 5 REAKTIONEN DER ANORGANISCHEN CHEMIE. Timm Wilke. Georg-August-Universität Göttingen. Wintersemester 2013 / 2014

CHEMIE WIEDERHOLUNG: KAPITEL 5 REAKTIONEN DER ANORGANISCHEN CHEMIE. Timm Wilke. Georg-August-Universität Göttingen. Wintersemester 2013 / 2014 CHEMIE WIEDERHOLUNG: KAPITEL 5 REAKTIONEN DER ANORGANISCHEN CHEMIE Timm Wilke Georg-August-Universität Göttingen Wintersemester 2013 / 2014 Folie 2 Einführung Brennendes Magnesiumband reagiert mit Sauerstoff

Mehr

Einführung in die. Mikrobielle Ökologie

Einführung in die. Mikrobielle Ökologie Einführung in die 6 Mikrobielle Ökologie Anpassungen Wechselwirkungen www.pmbio.icbm.de Anpassungen Anpassungen Liebig's Gesetz vom Minimum: eine Komponente wird limitierend (Pflanzenertrag) Ökosystem:

Mehr

S Eutrophierung >> Watt für Fortgeschrittene Naturschule Wattenmeer

S Eutrophierung >> Watt für Fortgeschrittene Naturschule Wattenmeer Eutrophierung des Wattenmeeres EUTROPHIERUNG ist die Anreicherung von Nährstoffen in einem Gewässer, die meist von menschlichen Aktivitäten verursacht wird. Das Wort eutroph stammt aus dem Griechischen

Mehr

Wasser à. Nachweis: Wasser ist

Wasser à. Nachweis: Wasser ist Arbeitsblatt zu Kap. 5. Atome Bausteine der Stoffe 5.1 Elemente und Verbindungen Elektrolyse des Reinstoffes Wasser Wasser à Nachweis: Wasser ist Stoffeinteilung 5.2 Von den Elementen zu den Atomen Synthese

Mehr

Stoffplan GLF Chemie 4Mb

Stoffplan GLF Chemie 4Mb Organische Chemie Stoffplan GLF Chemie 4Mb Theorie: Organische Chemie: -Kohlenwasserstoffe -Aromatische Kohlenwasserstoffe: z.b. Benzol -Organische Sauerstoffverbindungen: z.b. Ethanol -Von der Organik

Mehr

2 Bodenentwicklung 3 Lebensraum Boden Fauna. 4 Stoffkreislauf 5 Bodeneigenschaften

2 Bodenentwicklung 3 Lebensraum Boden Fauna. 4 Stoffkreislauf 5 Bodeneigenschaften Gliederung 1 Definition iti Boden 2 3 Lebensraum Boden Fauna Flora 4 5 Bodeneigenschaften 6 Boden im Unterricht Fauna- Lebensraum -Flora 1 Definition Unter Boden versteht man die obere, lockere, belebte

Mehr

Einführung in die. Mikrobielle Ökologie

Einführung in die. Mikrobielle Ökologie Einführung in die 6 Mikrobielle Ökologie Anpassungen Wechselwirkungen www.pmbio.icbm.de Ohne Formel - zum Nachdenken... 1 Anpassungen Anpassungen Liebig's Gesetz vom Minimum: eine Komponente wird limitierend

Mehr

Einführung in die Mikrobielle Ökologie

Einführung in die Mikrobielle Ökologie Einführung in die Mikrobielle Ökologie 3 Artenvielfalt www.pmbio.icbm.de Who is there? How many? What are they doing? 1 Bakterien im obersten Zentimeter von Sandwatt Isolates Sediment depth (mm) Isolates

Mehr

Der Nukleationsmode im Größenbereich von einigen 10 nm sind die durch homogene Kondensation produzierten Aerosolpartikel angesiedelt.

Der Nukleationsmode im Größenbereich von einigen 10 nm sind die durch homogene Kondensation produzierten Aerosolpartikel angesiedelt. Feinstaub Feinstaub Feinstaub (Aerosol) wird betrachtet in Hinblick auf Partikelanzahl pro Luftvolumen ("Anzahlkonzentration") Partikelmasse pro Luftvolumen ("Massenkonzentration") Größenverteilung Chemische

Mehr

2

2 1 2 3 4 5 6 Atmosphärischer Eintrag zwischen 0,07 und 1,7 kgha 1 a 1. Der Großteil des Eintrages entfällt auf die trockenen Partikel. Lt. Newman (1995) etwa 89%. Quellen für den Atmosphärischen P sind

Mehr

Chemische Bindung. Chemische Bindung

Chemische Bindung. Chemische Bindung Chemische Bindung Atome verbinden sich zu Molekülen oder Gittern, um eine Edelgaskonfiguration zu erreichen. Es gibt drei verschiedene Arten der chemischen Bindung: Atombindung Chemische Bindung Gesetz

Mehr