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1 SQL Tutorial SQL - Tutorial SS 06 Hubert Baumgartner INSO - Industrial Software Institut für Rechnergestützte Automation Fakultät für Informatik Technische Universität Wien

2 Inhalt des Tutorials Grundlagen Das Relationenmodell Die Datenbanksprache SQL Übungsbeispiel 2

3 Gründe für die Verwendung einer Datenbank Redundanz Konsistenz Sicherheit Mehrbenutzerfähig Integritätsüberprüfung 3

4 Inhalt des Tutorials Grundlagen Das Relationenmodell Die Datenbanksprache SQL Übungsbeispiel 4

5 Wichtige Begriffe Entität (Entity) Attribut Relation Schlüssel Integritätsbedingungen Relationales Datenbanksystem Index 5

6 Grundlegende EER-Konstrukte Entitäten Attribute 6

7 Grundlegende EER-Konstrukte Relationen Weak Entity 7

8 Komplexität einer Beziehung 1:1-Relation 1:n-Relation m:n-relation 8

9 Generalisierung 9

10 Existenz einer Entity in einer Beziehung Zwingende (obligatorische) Relation Optionale Relation 10

11 Beispiel-EER 11

12 Inhalt des Tutorials Grundlagen Das Relationenmodell Die Datenbanksprache SQL Übungsbeispiel 12

13 Die Datenbanksprache SQL Allgemeines Datentypen CHAR(n) VARCHAR(n) INTEGER SMALLINT FLOAT DOUBLE DATE 13

14 Datendefinition Erzeugen von Tabellen CREATE TABLE tabellenname ( attribut1 typ {Optionen} {, attributn typ {Optionen} } {, Zusatzoptionen } ); Beispiel: CREATE TABLE Person (Vorname VARCHAR(20) NOT NULL, Nachname VARCHAR(30) NOT NULL, Adresse VARCHAR(60) NOT NULL, Geburtsdatum DATE NOT NULL, Telefonnummer VARCHAR(30), Geschlecht INTEGER NOT NULL, PRIMARY KEY (Vorname, Nachname, Adresse, Geburtsdatum), CHECK((Geschlecht >= 1) AND (Geschlecht <= 2))); 14

15 Datendefinition Ändern von Tabellen ALTER TABLE tabellenname ADD attributname1 typ1 DROP attributname1 CHANGE attributname1_alt attributname1_neu typ1_neu MODIFY attributname1 typ1_neu {, ADD attributnamen typn DROP attributnamen CHANGE attributnamen_alt attributnamen_neu typn_neu MODIFY attributnamen typn_neu }; Beispiel: ALTER TABLE Person ADD VARCHAR(20), MODIFY Telefonnummer VARCHAR(40) NOT NULL, DROP Geschlecht; 15

16 Datendefinition Löschen von Tabellen DROP TABLE tabellenname1 {, tabellennamen}; Beispiel: DROP TABLE Person; 16

17 Datenmanipulation Einfügen von Daten INSERT INTO tabellenname [(attribut1, attribut2,... attributn)] VALUES (wert1, wert2,... wertn); Beispiel: INSERT INTO Person (Vorname, Nachname, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer, Geschlecht) VALUES ( Hans, Meier, Waldweg 2, , 01/ ,1); 17

18 Datenmanipulation Ändern von Daten UPDATE tabellenname SET attributname = value {, attributname = value} [ WHERE Bedingung ]; Beispiel: UPDATE Person SET Vorname = Hans, Nachname = Huber WHERE Adresse = Waldweg 2 ; 18

19 Datenmanipulation Löschen von Daten DELETE FROM tabellenname [ WHERE Bedingung ]; Beispiel: DELETE FROM Person WHERE Vorname = Hans AND Nachname = Huber ; 19

20 Datenabfragen Grundkonstruktion einer Abfrage SELECT attributname {, attributname} FROM tabellenname {, tabellenname } [ WHERE Bedingung ] [ ORDER BY [ ASC DESC ] attributname ]; Beispiele: SELECT * FROM Person; SELECT Vorname, Nachname FROM Person; SELECT * FROM Person ORDER BY Vorname; 20

21 Datenabfragen Die Selektion Realisiert durch die WHERE-Klausel Beispiel: SELECT * FROM Person WHERE Geschlecht = 1 AND Geburtsdatum> ; 21

22 Datenabfragen Die Projektion Realisiert durch Angabe von Attributen Beispiel: SELECT Vorname, Nachname, Geburtsdatum FROM Person; 22

23 Datenabfragen Aggregatfunktionen COUNT (attributname) SUM (attributname) AVG (attributname) MAX (attributname) MIN (attributname) Beispiel: SELECT COUNT(*) FROM Spieler WHERE Verein_Name = Tennis 2005 ; 23

24 Datenabfragen Gruppierung SELECT [ ALL DISTINCT ] [Alias.] attributname {, [Alias.] attributname } FROM tabellenname [Alias] {, tabellenname [Alias] } [ WHERE Bedingung ] [ GROUP BY [Alias.] attributname {, [Alias.] attributname } [ HAVING Bedingung] ] [ ORDER BY [ASC DESC] attributname]; Beispiel: SELECT Spieler_SpielerNr, COUNT(Spieler_SpielerNr) FROM Teilnahme GROUP BY Spieler_SpielerNr; 24

25 Datenabfragen Mengenoperationen SQL-Query [ UNION SQL-Query ]; Beispiel: (SELECT Adresse FROM Person) UNION (SELECT Adresse FROM Verein); 25

26 Datenabfragen Teilabfragen Innerhalb der WHERE-Klausel kann an jeder Stelle, an der ein Wert erwartet wird, dieser auch durch eine SQL-Abfrage berechnet werden. Vergleichsoperatoren für Teilabfragen: EXISTS, ALL, ANY, IN, NOT IN Beispiel: SELECT * FROM Spieler WHERE Preisgeld > (SELECT Preisgeld FROM Spieler WHERE Person_Vorname = Christian AND Person_Nachname = Lang ); 26

27 Datenabfragen Der Verbund (Join) Wenn benötigte Daten in getrennten Tabellen liegen können diese bei Bedarf über ihre Schlüssel in Zusammenhang gebracht werden. Beispiel: SELECT s.spielernr, t.bezeichnung FROM Spieler s,turnier t, Teilnahme tn WHERE s.spielernr = tn.spieler_spielernr AND t.bezeichnung = tn.turnier_bezeichnung; entspricht SELECT s.spielernr, t.bezeichnung FROM (Spieler s JOIN Teilnahme tn ON s.spielernr = tn.spieler_spielernr ) JOIN Turnier t ON tn.turnier_bezeichnung = t.bezeichnung; 27

28 Benutzersichten SQL-Views CREATE VIEW Name AS Select-Anweisung; Jede zulässige SELECT-Anweisung kann als View definiert werden. 28

29 Inhalt des Tutorials Grundlagen Das Relationenmodell Die Datenbanksprache SQL Übungsbeispiel 29

30 Ünungsbeispiel - Aufgabenstellung Erstellen Sie ein EER-Datenbankmodell das alle notwendigen Entitäten und Beziehungen des Systems abbildet. Redundante Informationen sollen vermieden werden. Erstellen Sie ein SQL Statement zum Erzeugen der Tabelle AUFTRAG aus der in Punkt a modellierten Datenbank. Fügen Sie einen beispielhaften Datensatz durch ein SQL Statement ein. 30

31 Ünungsbeispiel - Angabetext Verwaltung eines Versanddienstes Für die Verwaltung des Versanddienstes SendIT soll ein System erstellt werden. Im System werden Auftraggeber erfasst. Diese erhalten eine eindeutige ID und werden zusätzlich noch mit einem Namen, Adresse und einer -adresse im System gespeichert. Ein Auftrag setzt sich aus mehreren Einzelsendungen zusammen. Weiters wird für jeden Auftrag das Erstellungsdatum, das geplante Durchführungsdatum, der Preis und eine Zahlungsfrist (in Wochen) gespeichert. Ein Auftrag erhält eine eindeutige Auftragsnummer (ID). Die maximale Zahlungsfrist ergibt sich aus der Anzahl der Einzelsendungen. Wenn diese unter 100 liegt, kann eine maximale Zahlungsfrist von 2 Wochen eingetragen werden. Sonst von 4 Wochen. Eine Einzelsendung besteht aus mehreren Komponenten. Diese sind einerseits die Ware und der Mitarbeiter der die Ware ausliefert und andererseits der Empfänger. Weiters ist die Information verfügbar, wann die Einzelsendung durchgeführt werden konnte und der Empfänger die Ware erhalten hat. Die Ware erhält eine eindeutige ID, eine Beschreibung und einen Lagerort. Vom Boten werden die überlichen Mitarbeiterdaten gespeichert. Mitarbeiter werden ausser mit Namen, Adresse und einer -adresse auch mit einer SVNR im System gespeichert. 31

32 Ünungsbeispiel - Lösung ACHTUNG: Es gibt nie nur eine gültige Lösung! 32

33 Ünungsbeispiel - Lösung create table AUFTRAG (ID integer not null primary key, Erstellung date not null, Durchfuehrung date, Preis integer not null, Frist integer not null, check (Frist <= 4), PersonID integer not null, foreign key(personid) references PERSON(ID)); insert into AUFTRAG values (0, , null, 100, 2, 78); 33

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