Verabschiedung Oberin Schlusnus am 17. Januar 2008

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1 Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.v. Verabschiedung Oberin Schlusnus am 17. Januar 2008 Sehr geehrte Frau Oberin Schlusnus, liebe Schwester Kirsten, sehr geehrte Frau Schnieber-Jastram, sehr geehrter Herr Dr. Klimant, sehr geehrter Herr Präsident Dr. Seiters, sehr geehrte Vorstandsmitglieder, sehr geehrte Frau Schäfer, liebe Mitglieder und Mitarbeiter der Schwesternschaft Hamburg, meine sehr verehrten Damen und Herren, Der Verstand ruft Achtung und Hochschätzung hervor, Witz und Humor erweckt Liebe und Zuneigung Diese kleine Weisheit von David Hume (David Hume, schott. Philosoph u. Historiker, ) ist mir in Vorbereitung auf diese Rede sofort aufgefallen. Ich finde liebe Schwester Kirsten diese Aussage charakterisiert Sie auf wunderbare Weise. Der Verstand ruft Achtung und Hochschätzung hervor, Witz und Humor erweckt Liebe und Zuneigung Was könnte das besser demonstrieren, als die vielen Menschen, die heute hier nach Hamburg gekommen sind. Es ist Ihr Tag. Ihre Verabschiedung in den Ruhestand. Und die Botschaft ist klar: Ab morgen beginnt Ihr neues Leben! Und ich weiß, darauf freuen Sie sich. Aber trotzdem: irgendwie ich kann Sie mir so gar nicht als Rentnerin vorstellen. Soll Ihr Einsatz, Ihre Aktivität und Ihre Leidenschaft für den

2 2 Beruf tatsächlich mit dem heutigen Tag enden? Diese Idee erscheint mir geradezu absurd. Ich glaube an dieser Stelle darf ich auch einmal darauf hinweisen, dass die Altersgrenze, die deutsches Rentenrecht versicherungsmathematisch festlegt, noch gar nicht erreicht ist. Fast möchte man sagen: Sie ist noch gar nicht dran! Aber gut ich weiß es ja: Sie, liebe Schwester Kirsten, haben diese Entscheidung für sich getroffen. Sie haben Ihr Haus die Hamburger DRK- Schwesternschaft - bestellt und erfüllen sich jetzt Ihren persönlichen Wunsch. Und das wiederum ist stimmig. Auch das zeichnet Sie aus: Eine klare Vorstellung, was Sie vom Leben erwarten, eine ungeheure Entschlusskraft und das Wissen, dass es - wie Mahatma Ghandi es formuliert hat - : Wichtigeres im Leben gibt, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. Sie haben viel erreicht, unzählige Herausforderungen gemeistert und viele Klippen umschifft. Ich vermute, jetzt wollen Sie einfach mal ein wenig Freiheit genießen. Auch, wenn ich mir im Moment noch gar nicht ausmalen kann, wie es ist künftig auf Ihre Kompetenz und Ihren unvergleichlichen Humor verzichten zu müssen. Sie waren für uns in Berlin, für den Verband der Schwesternschaften vom DRK, aber auch für mich ganz persönlich, immer eine verlässliche Größe. Und genau das wird mir einfach fehlen! Sie alle werden gleich verstehen, was ich meine, wenn ich mich gleich beispielhaft auf ein paar besondere Aktivitäten in unserem Verband beziehen werde.

3 3 Liebe Schwester Kirsten, Sie wissen es, die Führungskräfteentwicklung und die Besetzung unserer DRK-Schwesternschaften ist für uns im Verband der Schwesternschaften immer ein wichtiges Thema. Der Grund ist klar: je stärker unsere DRK-Schwesternschaften sind, umso stärker sind wir bundesweit als Verband. Als Präsidentin bin ich natürlich froh, dass wir in diesem Punkt nicht klagen können. Aber vor allem schwingt natürlich Dankbarkeit mit, wenn jemand wie Sie zeitweise bereit ist den Vorsitz von zwei Schwesternschaften zu übernehmen. Von bis waren Sie, liebe Schwester Kirsten Oberin der DRK- Augusta-Schwesternschaft e.v. in Lüneburg und von 1998 bis heute Oberin der DRK- Schwesternschaft Hamburg. Sie waren bereit drei Jahre lang eine wirkliche Doppel-Verantwortung zu tragen, die bei zunehmendem Wettbewerb im Gesundheitswesen durchaus auch als Doppel-Belastung interpretiert werden darf. Heute, liebe Frau Oberin Schlusnus, ist Ihr Erfolg sichtbar und zwar in beiden Schwesternschaften: Sowohl die DRK-Augusta-Schwesternschaft, die heute von Frau Oberin Börner-Gleiß erfolgreich weitergeführt wird, als auch die DRK- Schwesternschaft Hamburg gehören zu unseren innovativsten Schwesternschaften im Verband. Aber abgesehen davon, es sagt natürlich auch viel über den Menschen Kirsten Schlusnus aus. Sie, liebe Schwester Kirsten, stecken immer voller Pläne und Sie stecken voller Energie, Ihre Pläne umzusetzen. Dabei hilft Ihnen Ihr Durchsetzungsvermögen, Ihre Beharrlichkeit und Ihr Charme, aber natürlich auch Ihre Fähigkeit gute Leute an Ihrer Seite zu finden und sie weiter zu

4 4 entwickeln. Wenn mich jemand nach Ihren Markenzeichen fragen würde, dann würde ich ohne Zögern antworten: Lebenslust, klare Ziele, Schlagfertigkeit, Witz und vor allem viel Herz. Wer sich in Verbänden auskennt, der weiß, dass solche Talente gesucht sind. Sie, liebe Schwester Kirsten, haben sich ganz bewusst für einen Bereich entschieden, der gerade heute für die 34 DRK-Schwesternschaften von ganz besonderer Bedeutung ist: die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das Marketing. Über 4 Jahre lang (seit 2003) waren Sie mit all Ihrer Kreativität in unserer AG Ö&K aktiv. Denken Sie an unser Verbandsmagazin Die Rotkreuzschwester viele Jahre haben Sie es redaktionell mitgestaltet. Oder denken Sie an den Bundeskongress 2005 in Hamburg. Ihre feste Gemeinschaft und Ihre Identität als Hamburger Rotkreuzschwestern hätte nicht deutlicher werden können. Wissen Vertrauen Stärke war das Verbandsmotto und doch war es auch das Motto Ihrer Hamburger Schwesternschaft. Die Präsentation der Rotkreuzgrundsätze, sie ist uns allen noch in Erinnerung. Ein starkes Gefühl der Verbundenheit war zu spüren. Auch das ist Ihr Impuls, liebe Schwester Kirsten. Diese Leidenschaft für die Kommunikation und dieses starke Identitätsgefühl in Ihrer Schwesternschaft auch das sagt viel über Sie als Persönlichkeit aus. Wer sich für die Kommunikation entscheidet, der hat ein Ohr am Puls der Zeit, dem geht es ihm nicht um Macht, sondern ums Machen! Sie beziehen Position und stehen ein, für die Ideale des Roten Kreuzes. Meine sehr verehrten Damen und Herren,

5 5 Ich glaube, meine Beispiele haben gezeigt, dass Sie, liebe Frau Oberin Schlusnus zu den wenigen Menschen gehören, die Persönlichkeit und beruflichen Werdegang stets in Einklang gebracht haben. Wie sonst wäre eine solche berufliche Leistung nicht möglich gewesen. Liebe Frau Oberin Schlusnus, liebe Schwester Kirsten, ich möchte Ihnen im Namen des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK und seinen 34 Schwesternschaften - aber vor allem auch ganz persönlich - meinen von Herzen kommenden Dank aussprechen. Ich bin sicher, morgen wenn Ihr neues Leben beginnt - warten auch neue Aufgaben auf Sie und viele neue Pläne. Wir alle wünschen Ihnen eine erfüllte Zeit. Genießen Sie Ihre neu gewonnene Freiheit! Jeden einzelnen Tag! Liebe Frau Schäfer, ich glaube wir alle hier sind uns sehr bewusst darüber, dass Frau Oberin Schlusnus Sie mit Bedacht für die Nachfolge ausgewählt hat. Im Namen des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK danke ich Ihnen deshalb, dass Sie diese Herausforderung annehmen und das Amt der Oberin ausfüllen wollen. Als Nachfolgerin von Frau Oberin Schlusnus im Amt der Vorsitzenden wünsche ich Ihnen viel Glück, Mut und Kraft, um Ihre gemeinsame erfolgreiche Arbeit nun auf anderer Position fortsetzen zu können. Die Schwesternschaft verfügt über qualifizierte, leistungsfähige und motivier-

6 6 te Mitglieder und Mitarbeiter, die Sie nach Kräften unterstützen werden. Ich bin davon überzeugt, dass Sie mit Ihrer Persönlichkeit, Ihrer Kompetenz und Ihrer klaren Linie dieses Amt hervorragend meistern werden. Die Zukunft der DRK-Schwesternschaft Hamburg liegt nunmehr ganz wesentlich in Ihrer Hand.

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