Dr. Heiner Klein Arzt für Allgemeinmedizin Dudweiler

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1 Dr. Heiner Klein Arzt für Allgemeinmedizin Dudweiler

2 Gesetzliche Grundlagen Gesetzliche Vorschriften und Regeln -Arbeitsschutzgesetz -Arbeitsstättenverordnung -Biostoffverordnung -Gefahrstoffverordnung -Röntgenverordnung -TRG525 Humanmedizin

3 Berufsgenossenschaftliche Vorschriften und Regeln -BGV A1-Grundsätze der Prävention -BGV A2-Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit BGR 195 Benutzung von Schutzhandschuhen BGR 197 Benutzung von Hautschutz BGR 208 Reinigungsarbeiten mit Infektionsgefahr im Gesundheitswesen

4 Mutterschutzgesetz 3 Beschäftigungsverbot für werdende Mütter (1) werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist. 4 weiter Beschäftigungsverbote (2) werdende Mütter dürfen insbesondere nicht beschäftigt werden 6. mit Arbeiten, bei denen sie infolge der Schwangerschaft in besonderem Maße der Gefahr, an einer Berufskrankheit zu erkranken, ausgesetzt sind oder bei denen durch das Risiko der Entstehung einer Berufserkrankung eine erhöhte Gefahr für die werdende Mutter oder eine Gefahr für die Leibesfrucht besteht,

5 Aufgaben des Arbeitgebers Nach Kenntnis de Schwangerschaft muss der Arbeitgeber im Rahmen einer speziellen Arbeitsplatzbeurteilung überprüfen, Ob die jeweiligen Arbeitsbedingungen den Anforderungen der Mutterschutzvorschriften entsprechen( 1 MuSchArbV) dazu gehören: Gefahren nach Art,Dauer und Umfang zu ermitteln Ihre Auswirkung auf Schwangerschaft und Stillzeit abzuschätzen,sowie Geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen

6 Vorsorgeuntersuchungen und Gefährdungsbeurteilung Vorsorgeuntersuchung nach G42 (Pflichtuntersuchung) Untersuchung nach 16 GefStoffV Antikörperbestimmung U.a. Hepatitis A, B, C, HIV AK, Röteln, Masern Mumps, Parvovirus B19

7 Arbeitsschutz Gefährdungsbeurteilung Die Verantwortung für die Umsetzung und Durchführung des betrieblichen Arbeitsschutzes liegt beim Arbeitgeber-Arzt. Trifft die notwendigen Maßnahmen Überprüft die Maßnahmen auf Wirksamkeit Sorgt für geeignete Arbeitsschutzorganisation Trägt die Kosten der Maßnahmen Hat nach Maßgabe des Arbeitssicherheitsgesetzes Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen Diese beraten den Arbeitgeber

8 7 Schritte der Gefährdungsbeurteilung Vorbereiten der Gefährdungsbeurteilung Ermitteln der Gefährdungen Beurteilung der Gefährdungen Festlegen konkreter Arbeitsschutzmaßnahmen Durchführung der Maßnahmen Überprüfung der Durchführung und der Wirksamkeit Fortschreiben der Gefährdungbeurteilung

9 Praxisalltag Keine Blutabnahmen Keine Spritzen geben (auch nicht i.m.: s.c.) Keine Entsorgung und Reinigung kontaminierter Instrumente Keine Versorgung von infektiösen Wunden Keine Rasur von Patienten mit Rasierklingen Keinen Kontakt mit bekannt infektiösen Patienten Grundsätzlich: Werdende Mütter dürfen nicht mit Tätigkeiten beschäftigt werden, bei denen nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet ist

10 Beschäftigungseinschränkungen im Praxisalltag Kein direkter Kontakt mit potentiell infektiösem Materialkeine Umgang mit stechenden, schneidenden oder bohrenden Instrumenten bei gleichzeitiger Möglichkeit des Kontaktes zu infektiösem Material, weil die Wirksamkeit von persönlicher Schutzausrüstung (z.b. Handschuhe) nicht sicher gewährleist ist.

11 Verweisung auf andere Tätigkeiten Der Arbeitgeber kann Schwangere, die einem Beschäftigungsverbot unterliegen mit andern zumutbaren Arbeiten beschäftigen. Anhand der Gefährdungsbeurteilung kann eine Positiv Liste erstellt werden die die dazu dient, Gefährdungen für Schwangere MFA zu vermeiden.

12 Beschäftigungsverbote für schwangere Arbeitnehmerinnen in Arztpraxen Verbot der Mehrarbeit (>8,5 /Tag, bzw 90 Std/Woche) Verbot der Nachtarbeit ( ) Verbot der Sonntags- Feiertagsarbeit) Verbot Heben Tragen > 5kg regelmäßig, 10 kg gelegentlich Keine ständiges Stehen nach 5.Ssmonat, soweit tägliche Beschäftigung > 4 Stunden Kein Umgang mit radioaktiven Stoffen Keine Beschäftigung in NMR und CT während Betrieb Keine Tätigkeit in Bereichen mit krebserzeugenden, fruchtschädigenden, erbgut verändernden Gefahrstoffen( z.b. Zytostatika, Halothan) Verbot des Umgangs mit Stoffen, Zubereitungen, Erzeugnissen, die Krankheitserreger übertragen können

13 Empfehlungen und Maßnahmen bei beruflichem Umgang mit Kindern und Jugendlichen Es ist in jedem Einzelfall anhand der konkreten Arbeitsbedingungen unter Berücksichtigung der Gefährdungsmerkmale zu prüfen, welche Tätigkeiten in welchem Umfang weiterhin durchgeführt werden können. Die Umgestaltung der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsplatzes sowie die Änderung von Arbeitsabläufen haben Vorrang vor Beschäftigungsbeschränkung.

14 Empfehlung für Maßnahmen Röteln: Bis zur 20 SSW bei beruflichem Umgang mit Kindern/ Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr(RKIempfehlung) Ringelröteln Bei einer werdenden Mutter ohne sicheren Antikörperschutz muss ein Beschäftigungsverbot bis zur 20 SSW ausgesprochen werden dies gilt für den beruflichen Umgang mit Kindern bis 6. Lebensjahr. Jenseits dieser Altersgrenze ist bei Auftreten eines Erkrankungsfalles ein befristetes Beschäftigungsverbot auszusprechen

15 Beschäftigungsverbote

16 Beschäftigungsverbote

17 Stikoempfehlung Epidemiologisches Bulletin 8/2010

18 Arbeitshilfen Informationen im Internet

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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