Delmenhorst - Migranten und Wohnungsmarktstrategie

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1 Delmenhorst - Migranten und Wohnungsmarktstrategie Stadt Delmenhorst Geschäftsbereich Wirtschaft Fachdienst Stadtentwicklung und Statistik Niedersachsenforum am 23. September 2010, Veranstaltungszentrum Delmenhorst

2 Gliederung des Referates 1. Daten zu Ausländern in Delmenhorst 2. Wohnungsmarktstrategie Zielgruppenorientierung Sinus-Milieus 2

3 Gliederung des Referates 1. Daten zu Ausländern in Delmenhorst 3

4 Anzahl der Ausländer/Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung: Einwohner in Delmenhorst gesamt (Stand 2010): ca Ausländer in Delmenhorst (Stand Juni 2010): ca Anteil der Ausländer an den Einwohnern ca. 8% zum Vergleich: 6% Landesdurchschnitt, 14 % Hannover, 10 % Salzgitter vermuteter Wert für Einwohner mit Migrationshintergrund in Delmenhorst: rund 25% ca davon Deutsche mit Migrationshintergrund - davon ca Einwohner ohne deutsches Staatsbürgerrecht Hinweis: nachfolgende Statistiken beziehen sich immer auf die Daten des Ausländerzentralregisters und den Daten der Einwohnerzahl vom Bürgerservice der Stadt Delmenhorst 4

5 Nationalität der Ausländer (im Vergleich zum Landesdurchschnitt): Delmenhorst Niedersachsen 23% 30% Türkei Polen 1% 3% 46% 51% 8% 5% Griechenland Ukraine Russland Serbien Italien Sonstige 3% 4% 4% 9% 2% 3% 4% 4% Überdurchschnittlicher Anteil von Türken wegen großer aramäischen Bevölkerungsgruppe (christliche Minderheit der Türkei) in Delmenhorst (ca Personen) 5

6 Altersstruktur Deutsche/Ausländer (2009) (Gesamtstadt): Deutsche Ausländer 80 und älter Altersgruppe in Prozent der Gesamtgruppe 6

7 Altersstruktur Deutsche/Ausländer (2009) (Gesamtstadt): Die Gruppe der Ausländer ist deutlich jünger strukturiert, als die der Deutschen in Delmenhorst Dies betrifft nicht die Kinder und Jugendlichen In der Gruppe der 26 bis 40 Jährigen haben Ausländer einen deutlich höheren Anteil (fast 35%) gegenüber Deutsche (etwa 17%) Stattdessen ist der Anteil der deutschen Bevölkerung im Bereich der Senioren (über 65 Jahre) deutlich überrepräsentiert (ca. 21%) zu 8% bei den Ausländern 7

8 Ausländeranteil nach Altersgruppen (Entwicklung) Gesamt 80 und älter Altersgruppe in % der Einwohner 8

9 Ausländeranteil nach Altersgruppen (Entwicklung) Deutlicher Rückgang des Ausländeranteils in der jüngeren Bevölkerung (bis ca. 25 Jahre) Gründe: - vermutlich wegen Änderung des Staatsbürgerrechts (Kinder) - vermehrte Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit (junge Erwachsene) Deutlicher Anstieg in der älteren Bevölkerung (über 25 Jahre) Gründe: - Verbleib und Integration in Deutschland - Allgemeiner Demografischer Wandel (höherer Anteil Ältere) 9

10 Entwicklung der Altersgruppen: Deutsche/Ausländer (in absoluten Werten, Veränderung Anzahl der EW 2004 bis 2009) Infolge des demografischen Wandels nimmt die Gruppe der Deutschen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren deutlich ab (in viel geringerem Umfang gilt dies auch für die Ausländer) Eine Zunahme der deutschen Bevölkerung erfolgt bei den 19 bis 25 Jährigen und allen Personen, die älter als 41 Jahre sind Dies gilt in absoluten Zahlen (über Personen) besonders für die Gruppe der Senioren über 65 Jahren. Hier nimmt die Zahl der älteren Ausländer in absoluten Zahlen ( ca. 190) nur gering ab Allerdings stellt dieser Anstieg einen enormen prozentualen Zuwachs dar (über 40%) 10

11 Entwicklung der Altersgruppen: Deutsche/Ausländer (in absoluten Werten, Veränderung Anzahl der EW 2004 bis 2009) Deutsche Ausländer und älter 11

12 Entwicklung der Altersgruppen: Deutsche/Ausländer (in Prozent, Veränderung Anzahl der EW 2004 bis 2009) Deutsche Ausländer und älter 12

13 Alterstruktur der Ausländer - Senioren Anteil der Ausländer an den Senioren ist noch sehr gering Alter 65 bis 80 (2009): Gesamt: EW, Ausländer: 507 EW (4 %) Alter über 80 (2009): Gesamt: EW, Ausländer: 60 EW (2 %) Entwicklung der ausländischen Senioren wächst stark an Alter 65 bis 80 (2009): Gesamt: EW (+ 11 %), Ausländer: EW (+ 50 %) Alter über 80 (2009): Gesamt: EW (+ 20 %), Ausländer: + 40 EW (+ 40 %) 13

14 Wohnorte der Ausländer: Legende Anteil älterer Ausländer (41 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil 14

15 494 Wohnorte der Ausländer: 495 Legende Ausländeranteil Überdurchschnittlich Durchschnittlich Unterdurchschnittlich

16 494 Wohnorte der Ausländer: 495 Legende Ausländeranteil Überdurchschnittlich Durchschnittlich Unterdurchschnittlich Anteil älterer Ausländer (41 Jahre und älter) Überdurchschnittlich

17 494 Wohnorte der Ausländer: 495 Legende Ausländeranteil Überdurchschnittlich Durchschnittlich Unterdurchschnittlich Entwicklung von 2004 bis 2009 Starker Anstieg Leichter Anstieg

18 494 Wohnorte der Ausländer: 495 Legende Ausländeranteil Überdurchschnittlich Durchschnittlich Unterdurchschnittlich Entwicklung von 2004 bis 2009 Leichter Rückgang Starker Rückgang

19 494 Wohnorte der Ausländer: 495 Legende Ausländeranteil Überdurchschnittlich Durchschnittlich Unterdurchschnittlich Entwicklung von 2004 bis 2009 Starker Anstieg Leichter Anstieg Leichter Rückgang Starker Rückgang

20 494 Wohnorte der Alten: Legende 495 Hoher Bevölkerungsanteil Älterer Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1956 (in 2020: 65 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1941 (in 2020: 80 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1950 (in 2020: 60 Jahre und älter) und mit Geburtsjahr vor 1941 (in 2020: 80 Jahre und älter)

21 494 Wohnorte der Alten: 495 Legende Hoher Bevölkerungsanteil Älterer Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1956 (in 2020: 65 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1941 (in 2020: 80 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1950 (in 2020: 60 Jahre und älter) und mit Geburtsjahr vor 1941 (in 2020: 80 Jahre und älter) Standort Altenheime

22 494 Wohnorte der Alten: 495 Legende Hoher Bevölkerungsanteil Älterer Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1956 (in 2020: 65 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1941 (in 2020: 80 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1950 (in 2020: 60 Jahre und älter) und mit Geburtsjahr vor 1941 (in 2020: 80 Jahre und älter) Standort Altenheime Hoher Anteil Traditionalisten Überdurchschnittlicher Anteil (18 bis 30% der Bevölkerung) Sehr hoher Anteil (über 30% der Bevölkerung) 22

23 494 Wohnorte der Alten: 495 Legende Hoher Bevölkerungsanteil Älterer Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1956 (in 2020: 65 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1941 (in 2020: 80 Jahre und älter) Überdurchschnittlicher Anteil von EW mit Geburtsjahr vor 1950 (in 2020: 60 Jahre und älter) und mit Geburtsjahr vor 1941 (in 2020: 80 Jahre und älter) Standort Altenheime Hoher Anteil Traditionalisten Überdurchschnittlicher Anteil (18 bis 30% der Bevölkerung) Sehr hoher Anteil (über 30% der Bevölkerung) Überdurchschnittlicher Anteil älterer Ausländer (41 Jahre und älter) Überdurchschnittlich 23

24 494 Wohnorte der Alten: 495 Legende Statistische Unterbezirke, in denen in den nächsten Jahren verstärkt ein Generationswechsel ansteht Hoher Anteil Traditionalisten Überdurchschnittlicher Anteil (18 bis 30% der Bevölkerung) Sehr hoher Anteil (über 30% der Bevölkerung)

25 Gliederung des Referates 2. Wohnungsmarktstrategie Zielgruppenorientierung Sinus-Milieus 25

26 2. Wohnungsmarktstrategie Zielgruppenorientierung Entspannter Wohnungsmarkt Nachfrager hat freie Auswahl, insbesondere im mittleren und höherem Preissegment. Wohnungsmarkt beeinflusst die Sozialstruktur der Bevölkerung stark Einflussnahme der Fluktuation auf dem Wohnungsmarkt 26

27 2. Wohnungsmarktstrategie Sinus-Milieus Warum beschäftigt sich die Stadtentwicklung damit? Soziale Milieus haben unterschiedliche Präferenzen bei der Wahl des Wohnortes und der Immobilien Auf einem entspannten Wohnungsmarkt ist für eine erfolgreiche Vermarktung ein der Zielgruppe entsprechendes Angebot erforderlich Delmenhorst muss die Wohnbauflächenpolitik auf bestimmte Zielgruppen ausrichten, um einen sozialen Strukturwandel zu erreichen 27

28 2. Wohnungsmarktstrategie Gesamt Sinus-Milieus in Delmenhorst 28

29 2. Wohnungsmarktstrategie Wohnpräferenzen der Milieus und Akzeptanz der Nachbarschaft zu Ausländern Postmaterielle und Experimentalisten: - führen weitgehend problemlose Nachbarschaft mit Migranten - Aktionsradius ist weit über das Wohnquartier hinaus gespannt 29

30 2. Wohnungsmarktstrategie Wohnpräferenzen der Milieus und Akzeptanz der Nachbarschaft zu Ausländern Konsum-Materialisten: - sind aus wirtschaftlichen Gründen auf preiswerte Wohnungen angewiesen - Nachbarschaft zu Migranten erfolgt zwangsläufig aus ökonomischen Gründen 30

31 2. Wohnungsmarktstrategie Wohnpräferenzen der Milieus und Akzeptanz der Nachbarschaft zu Ausländern Bürgerliche Mitte: - suchen bevorzugt homogene Nachbarschaften - weichen Nachbarschaften mit Migranten möglichst aus 31

32 2. Wohnungsmarktstrategie Wohnpräferenzen der Milieus und Akzeptanz der Nachbarschaft zu Ausländern Traditionsverwurzelte: - sind ihrem Wohnstandort sehr lange treu - wegen räumlicher Beharrung wird Nachbarschaft zu Migranten weitgehend toleriert 32

33 2. Wohnungsmarktstrategie In welche Sinus-Milieus sind Ausländer einzuordnen? Überwiegend untere und mittlere Mittelschicht wegen geringerem Einkommen und sozialer Lage Bei der/dem Grundorientierung/Wertesystem gibt es eine Auffächerung von traditionellen Werten, Konsum- Hedonismus bis zum Patchworking Seit 2008 gibt es auch Sinus-Milieu-Aufteilungen für Migranten in Deutschland (nächste Folie) 33

34 2. Wohnungsmarktstrategie Sinus-Milieus der Migranten in Deutschland 34

35 2. Wohnungsmarktstrategie Sinus-Milieus der Migranten in Deutschland und Delmenhorst (in Klammern) (9,8 %) (10,9 %) (9,5 %) (12,9 %) (10,4 %) (19,8 %) (10,6 %) (17,1 %) 35

36 2. Wohnungsmarktstrategie Zusammenfassung der Wohnungsmarktstrategie Zielgruppenorientierung im Wettbewerb um Einwohner Differenzierte Angebote auf dem Wohnungsmarkt: - Vom klassischen EFH im Grünen - über town-house innenstadtnah - zum Stadtumbau im Geschosswohnungsbau - und neuen Formen des altengerechten Wohnens Thesen: - Migranten benötigen keine speziellen Angebote. Die Gruppe der Migranten ist so stark differenziert, dass diese, wie die Deutschen, sehr unterschiedliche Wohnwünsche haben - Auf einem entspannten Wohnungsmarkt ( Nachfragermarkt ) ist die Befriedigung der Wohnvorstellungen der Migranten einfacher 36

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