Von A wie Ausgangstext bis Z wie Zieltext

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1 Von A wie Ausgangstext bis Z wie Zieltext Methoden und Tools für die mehrsprachige Doku Prof. Dr. Petra Drewer Arbeitsablauf in der TD Wissen (firmenintern/-extern) Leser Kunde Recherche n Textsorten Zielgruppen Layout Textproduktion Datenpflege Archivierung Prozessmanagement Dokumentenmanagement Übersetzungsmanagement Sprach-, v.a. Terminologiemanagement Qualitätsmanagement n Sprachen Übersetzung Lokalisierung Publizieren n Medien Feedback, Änderungen Prof. Dr. P. Drewer Studiengang Technische Redaktion 2 HsKA tekom-frühjahrstagung

2 Arbeitsablauf in der TD Wissen (firmenintern/-extern) Leser Kunde Recherche Datenpflege Archivierung DTP TMS Term-DB CLC Publizieren Layout Textproduktion Übersetzung Lokalisierung Feedback, Änderungen Prof. Dr. P. Drewer Studiengang Technische Redaktion 3 HsKA Arbeitsablauf in der TD Wissen (firmenintern/-extern) Leser Kunde Recherche Datenpflege Archivierung TMS Term-DB CLC CMS AMS Publizieren Layout Textproduktion Übersetzung Lokalisierung Feedback, Änderungen Prof. Dr. P. Drewer Studiengang Technische Redaktion 4 HsKA tekom-frühjahrstagung

3 Optimierung der TR-Prozesse Ziele Qualität steigern Verständlichkeit Eindeutigkeit Kosten senken Weniger (neu) schreiben Weniger (neu) übersetzen Re-Use Single-Source-Publishing 1 2 Ebenen der sprachlichen Standardisierung Modul Modul Satz Satz Satz Satz Wort Wort Wort Wort Wort Wort Wort Wort tekom-frühjahrstagung

4 Ebenen der Standardisierung Standardisierung auf Text- bzw. Modulebene Information Mapping / Funktionsdesign Modularisierung und Wiederverwendung Maschinelle Unterstützung: Redaktionssystem / CMS Standardisierung auf Satzebene Redaktionsleitfaden / Style Guide Kontrollierte Sprache Maschinelle Unterstützung: Controlled-Language-Checker (CLC) Maschinelle Unterstützung: Authoring-Memory-System (AMS) Standardisierung auf Wortebene Terminologiemanagement (Erarbeitung, Erfassung, Verwaltung, Kontrolle) Maschinelle Unterstützung: Terminologiedatenbank, Controlled- Language-Checker Regelwerke zum Erreichen sprachlicher Konsistenz (Satzebene) Proskriptiver Ansatz Unzulässige Konstruktionen verbieten, z.b. Kein Passiv in Handlungsanweisungen verwenden Konsequenzen Alle Formulierungen, die nicht ausdrücklich verboten sind, gelten als zulässig. Geringere Einschränkung Mehr Formulierungsfreiheit, größere Akzeptanz Präskriptiver Ansatz Zulässige Konstruktionen vorgeben, z.b. Handlungsanweisungen immer mit imperativischem Infinitiv formulieren Konsequenzen Alle Formulierungen, die nicht ausdrücklich vorgegeben g sind, gelten als unzulässig. Starke Einschränkung Großer Schulungsaufwand Kaum Formulierungsfreiheit, geringere Akzeptanz tekom-frühjahrstagung

5 Maßnahmen zum Erreichen sprachlicher Konsistenz (Wort-/Terminologieebene) Terminologieprozess - Einzelschritte 1. Terminologie sammeln (Benennungsebene) 2. Definitionen recherchieren (Übergang von der Benennungs- zur Begriffsebene) 3. Synonyme erkennen 4. Vorzugsbenennung festlegen Schreibweisen festlegen HF Hydraulikfluid Pumpenaggregat Hydraulikmotor Fluid Hydroaggregat Hydroflüssigkeit Hydraulikflüssigkeit Hydromotor Hydraulikaggregat DF Druckflüssigkeit 10 tekom-frühjahrstagung

6 Ausgangssituation Schritt 1: Schreibregeln Terminologie- vorgaben Schritt 2: Lektorat inkonsistent schwerer verständlich nicht kombinierbar teure Übersetzung Ergebnis konsistent verständlich Kombinierbar gut übersetzbar tekom-frühjahrstagung

7 Fehlermeldung Sprachkontrolltool acrolinx Fehlermeldung Sprachkontrolltool acrolinx tekom-frühjahrstagung

8 Fehlermeldung Sprachkontrolltool acrolinx Übersetzungsgerechtes Schreiben von Technischer Dokumentation Translation-Memory-Systeme TD muss TMS-gerecht geschrieben/erstellt werden tekom-frühjahrstagung

9 Anforderungen an gut übersetzbare Texte Verständlichkeit Was man nicht versteht, kann man nicht übersetzen. Konsistenz Damit die Übersetzungswerkzeuge effizient arbeiten (v.a. Terminologiedatenbanken und Translation-Memory-Systeme) Kulturneutralität Sonst müssen zu viele (unnötige und kostspielige) Veränderungen vorgenommen werden. Translation Memory was ist das? TM = Übersetzungsspeicher Bereits angefertigte t Übersetzungen werden segmentweise, jeweils in AS und ZS, abgelegt (Satzdatenbank). TMS importiert und zerlegt einen neuen AT beim Einlesen in Informationseinheiten (Segmente) TMS vergleicht neue Segmente mit schon abgelegten Segmenten und zeigt Treffer an (Retrieval) Retrieval (Programmgesteuerte Suche nach Matches und Vorschlagen dieser Matches): 100 %-Matches: können im Prinzip unverändert übernommen werden Fuzzy Matches: Fuzzy Logic erkennt ähnliche Ausgangssegmente und bietet dem Übersetzer bereits gespeicherte, ähnliche Übersetzungen an. Diese Fuzzy Matches werden vom Übersetzer angepasst und in den neuen ZT übernommen. tekom-frühjahrstagung

10 Screenshot aus TMS (across) Was passiert im TMS? neuer Übersetzungsauftrag Layout: Segment 1 = Überschrift Segment 2 = Satz Segment 3 = Satz Segment 4 = Tabellenfeld Übersetzung AT: Segment 1 Segment 2 Segment 3 Segment 4 No Match: neu übersetzen Fuzzy Match: übernehmen + anpassen 100% Match: prüfen + übernehmen ZT: Segment 1 Segment 2 Segment 3 Segment 4 tekom-frühjahrstagung

11 Methoden/Werkzeuge zum Erreichen sprachlicher Qualität und Konsistenz 1. Regelwerke/Vorgaben Redaktionsleitfaden Terminologiedatenbank 2. Prüfung/Lektorat Menschlich (Lektoren) Maschinell (Controlled-Language-Checker) 3. Wiederverwendung CMS (Content-Management-System): Wiederverwendung auf Modulebene AMS (Authoring-Memory-System): Wiederverwendung auf Satzebene Wiederverwendung zum Erreichen sprachlicher Konsistenz CMS AMS (Content-Management- (Authoring-Memory- System): System): Wiederverwendung auf Modulebene Wiederverwendung auf Satzebene tekom-frühjahrstagung

12 Bisher AS Autor ZS Satz- bzw. Segmentdatenbank (Memory) Übersetzer Abgleich der neuen AS- Segmente mit den Segmenten des Memorys Jetzt AS Autor Abgleich der neuen AS- Segmente mit den Segmenten des Memorys ZS Satz- bzw. Segmentdatenbank (Memory) Übersetzer Abgleich der neuen AS- Segmente mit den Segmenten des Memorys tekom-frühjahrstagung

13 Wiederverwendung zum Erreichen sprachlicher Konsistenz: AMS Wiederverwendung zum Erreichen sprachlicher Konsistenz: AMS tekom-frühjahrstagung

14 Geschafft! Von A bis Z im Schnelldurchgang Abschied ohne Abschied mit Sprachkontrolle Sprachkontrolle tekom-frühjahrstagung

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