6-10 KONSUM GELD & SPAREN SACH INFORMATION SPARE IN DER ZEIT WIE SORGEN ELTERN FÜR DAS KIND VOR?

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1 SACH INFORMATION Bei Gesprächen zwischen Eltern,Verwandten und Bekannten hören und erleben Kinder, welch hohen Stellenwert Geld heute in der Welt der Erwachsenen einnimmt. Österreichische Kinder erhalten jährlich ca. 408 Millionen Euro Taschengeld. 65% des Taschengeldes werden verbraucht, 35% werden gespart (laut Verbraucheranalyse, ÖVA 2002 von IMAS). SPARE IN DER ZEIT Die erste Anlageform, mit der junge Menschen zu tun bekommen, ist das Sparschwein. Es lässt sich schütteln und schlachten. Größere Summen oder regelmäßige Zuwendungen von Taufpaten oder Großeltern lassen sich besser mit einem Sparbuch verwalten. 85% der Kinder besitzen eines. Der Sparefroh-Spruch der 60iger Jahre ist jedoch nur mehr bedingt aktuell ( Spare in der Zeit, so hast du in der Not ), denn heutzutage wird für die Vorsorge nicht mehr so viel eingezahlt wie früher. Kinder, die heute sparen, wissen meist ganz genau warum und wofür sie es tun. Kinder bis 7 Jahre gelten als nicht geschäftsfähig. WIE SORGEN ELTERN FÜR DAS KIND VOR? Kinder sind bis zum Alter von sieben Jahren nicht, von sieben bis 18 Jahren beschränkt geschäftsfähig. Für erstere Altersgruppe können nur die Erziehungsberechtigten Geld anlegen. Letztere können zwar ein Sparbuch ihr eigen nennen, aber auch da ist die Unterschrift des gesetzlichen Vertreters nötig. Aufgrund der eingeschränkten Rechtsfähigkeit von Kindern steht kaum eine andere Form als das Sparbuch offen. Eltern können aber für ihr Kind auf vielfältige Weise vorsorgen. Am bekanntesten sind Fonds und Anleihen, Bausparen und Versicherungen, Wertpapiere und Edelmetalle, vor allem Gold gilt als solide Anlage. Doch der Goldwert ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gefallen, und zwar um 40%. So gesehen eignet sich Gold am ehesten als Katastrophenschutz (Weltwirtschaftskrise usw.). Taschengeld ist Kauf- und Spargeld. Jugendliche legen ihr Geld oft auf die Bank. Bausparen: Alle Banken bieten verschiedene zeitgebundene Anlageformen ( Festgeld ) an. Am bekanntesten ist der Bausparvertrag, den man auch schon für Kinder abschließen kann. Relativ sicher sind auch Bundes-Anlageformen, bei denen wie beim Bausparen der Staat fördert bzw. Wertsicherungsgarantien abgibt. Bei anderen Festgeldkonti wie Pfand- oder Sparkassenbriefen verderben manchmal Abschluss- und Verwaltungsgebühren die Rendite. ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH

2 SACH INFORMATION Fonds: Allgemein ratsam ist es Anlage und Absicherung voneinander zu trennen. Beliebt sind Lebensversicherung inklusive ZUSAMMENFASSUNG: Geld ist auch schon in Kinderhänden beträchtlich vorhanden. Zwei Drittel vom Taschengeld geht in den Konsum, ein Drittel wird gespart. Das Sparbuch ist die Form, mit denen Kinder direkt Vorsorge betreiben können. Große Vorsorge wird von den Erwachsenen (vor allem Eltern) erledigt, wenn möglich mit Öko-Anlageformen. Der Goldwert ist in den letzten Jahren kontinuierlich gefallen. Unfallschutz als Absicherung und Fonds zur Geldanlage. Bei über Jahren Laufzeit versprechen Investmentfonds hohe Renditen, wenn das Geld in gut laufende Fonds investiert wurde. Diese Anlageart ist wie die Aktie für Leute geeignet, die den Wirtschaftsteil der Tageszeitung lesen, weil Fonds zwar mit geringerem Risiko auch vom Börsengeschehen abhängen. Ökologische Anlage: Was mit seinem Geld von der Bank unterstützt wird, kann der Bankkunde nicht beeinflussen. Öko-Fonds hingegen haben den Anspruch offen zu kommunizieren, was sie unterstützen und verstehen sich als ökologisch steuernde Anlageformen. Sie arbeiten mit Aktien von Ökofirmen, die auch sozial und allgemein ethisch zuverlässig agieren. Die Renditenvorhersagen sind bei den fairen Fonds niedriger als bei allgemeinen Fonds. Letztere können auch Aktien von Rüstungsbetrieben, Kernkraftwerken oder Firmen mit Kinderarbeit beinhalten. Wie viel Taschengeld in welchem Alter? 5-6 Jahre: 0,50 wöchentlich 6-7 Jahre: 1,50 wöchentlich 8-9 Jahre: 2,50 wöchentlich Jahre: 14,- monatlich Jahre: 20,- monatlich Jahre: 25,- monatlich

3 DIDAKTISCHE UMSETZUNG Geld wird zwar jeden Tag benötigt, den eigentlichen Hintergrund dieses Zahlungsmittels kennt aber fast kein Kind. Deshalb sollte bevor man über Vorsorge spricht, der Begriff Geld genauer unter die Lupe genommen werden. LERNZIELE: Die Kinder lernen die Vorfahren des heutigen Geldscheines und der Münzen kennen. Die SchülerInnen lernen die Merkmale von echten Banknoten kennen. Die Aufgabe der Banken wird verdeutlicht. ORT: Klasse. ZEITAUFWAND: ca. zwei Unterrichtseinheiten. MATERIALIEN: keine, ev. Geldscheine und Münzen. KOSTEN: keine. UMSETZUNG: Als Einstieg in den Unterricht bietet sich ein Brainstorming an, bei dem die SchülerInnen verschiedene Begriffe zum Thema Geld an die Tafel schreiben. Dazu gehören auch verschiedenste Synonyme, welche dafür verwendet werden wie z.b. Knete, Kies oder Kohle. Entweder in Gruppenarbeit oder in einem Sitzkreis werden nun die folgenden Unterpunkte zum Thema Geld besprochen: Wozu brauchen wir Geld? Die Kinder zählen auf, wozu man Geld benötigt. Ziel ist den Kindern zu verdeutlichen, dass durch Geld Vergleiche zwischen Dingen hergestellt werden können, wie beispielsweise der Preis eines Autos und eines Fahrrads. Gab es schon immer Geld? Wenn ja, in welcher Form? Dazu arbeiten die Kinder mit einem Lückentext (siehe Arbeitsblatt), durch den sie selbst herausfinden, wie es in der Vergangenheit war. Merkmale von Banknoten. Papiergeld muss viel aushalten, da es von Hand zu Hand geht. Einige Menschen versuchen Geld nachzumachen, was natürlich verboten ist. Wie erkenne ich echte Banknoten? Die Lehrperson stellt den Kindern einen Leitfaden zusammen, folgende Sicherheitsmerkmale sollten vertreten sein: Großeltern sorgen oft für ihre Enkel vor. Die Frage, warum andere Länder andere Münzen und Geldscheine haben, lässt sich gut in die Thematik einbeziehen. Ein Plakat, auf dem alle Euro- Scheine und Münzen zu sehen sind, hilft den Kindern das Gelernte einzuprägen. ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH

4 DIDAKTISCHE UMSETZUNG Die Ersparnisse eines Kindes stecken meist im Sparschwein. Ein Besuch bei der Bank macht den Kindern sicherlich Spaß. Dabei lernen sie den eigentlichen Sinn dieser Institution kennen. 1. Im Papier sind ein Wasserzeichen und ein Faden aus Metall eingearbeitet. 2. Hält man den Schein unter ultraviolettes Licht, leuchten einzelne Papierfasern und Teile des Bildes. 3. Damit auch Sehbehinderte mit den Scheinen bezahlen können, kann man Teile der Schrift und des Bildes ertasten. Mikroschrift ist bloß unter der Lupe lesbar. Die verschlungenen Linien und Schraffuren sind schwer nachzumachen. 4. Jeder einzelne Geldschein wird mit einer eigenen Nummer versehen. Dies hilft dabei, gestohlenes Geld wieder zu finden. 5. Die Banknoten werden auf sehr strapazierfähiges Papier und mit speziellen Farben gedruckt. Aufgabe der Bank: Banken verdienen mit dem Geld anderer Menschen Geld. Eine Bank leiht und verwaltet Geld. Wer Geld übrig hat und dies nicht für Ausgaben braucht, bringt es zur Bank und legt es für spätere Zeiten an. Die Bank kann mit diesem Geld arbeiten und verleiht es an andere, die es für größere Ausgaben brauchen. Dieses geliehene Geld muss natürlich mit Zinsen zurückgezahlt werden. Einen Teil der Zinsen behält die Bank, den Rest bekommt derjenige, der sein Geld zum Sparen angelegt hat. Wozu sparen? Damit man im Fall einer größeren Anschaffung oder in einer Notsituation Geld zur Verfügung hat. Man kann zwischen verschiedenen Formen des Sparens wählen: Bausparvertrag, Sparbuch, Pensionssparen etc. Hat man nun all diese Punkte besprochen, kann man gemeinsam mit den Kindern kleine Merkblätter erstellen, die in der Klasse oder in einem Schaukasten aufgehängt werden. Lassen Sie die SchülerInnen einen Geldschein genauer ansehen und die Echtheitsmerkmale finden. Auch Euro-Münzen aus verschiedenen Ländern sind ein gutes Anschauungsmaterial. ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH

5 ARBEITSBLATT Florian hat 450,- in seinem Sparschwein. Zu seinem Geburtstag hat er von Oma 37,- bekommen und von Tante Gertrud 20,-. Wie viel Geld hat er nun insgesamt? Franziska hat im Geschäft eine tolle Puppe gesehen. Diese kostet 58,-. Sie hat aber nur 43,-. Wie viel muss Franziska noch sparen um sich die Puppe kaufen zu können? Mama hat einen Bausparvertrag für Lena abgeschlossen und zahlt jedes Monat dafür 80,- ein. Wie viel zahlt sie also im Jahr für ihre Tochter? Tobias hilft seinen Eltern manchmal bei der Arbeit und verdient dadurch ein wenig Geld dazu. Für das Autowaschen bekam er 10,- und für das Rasenmähen 15,-. 40,- hat er schon vorher gespart. Nun hat er sich gestern ein neues Videospiel um 43,- gekauft. Wie viel Erspartes hatte Tobias vor dem Kauf und wie viel Geld ist ihm übrig geblieben? ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH

6 ARBEITSBLATT Früher war das anders! Setze die fehlenden Wörter ein! Die Menschen, die auf der Erde lebten, brauchten kein. Alles, was sie damals zum Fehlende Wörter: Bauern ersten Maschinen Geld tauschen Handwerker Münzen Leben brauchten, bekamen sie aus der Natur wie beispielsweise Nahrung, Kleidung oder Brennstoffe. Als die Menschen anfingen Dörfer zu bauen, bekam jeder eine andere Aufgabe manche waren nun Bauern, andere Handwerker usw. So fing der Tauschhandel an, denn die wollten Kleidung oder Werkzeuge von den Handwerkern, und die brauchten Nahrung von den Bauern. So mussten die Menschen untereinander. Bald lernten sie Metall zu verarbeiten und dies als Zahlungsmittel zu verwenden. Zunächst waren es nicht nur Münzen, sondern auch Ringe oder Barren, mit denen bezahlt wurde. Heute werden in mehreren Arbeitsgängen geschaffen. Zuerst muss ein Künstler einen Entwurf abgeben, daraus wird dann ein Modell angefertigt. Anschließend werden dann eigene gebaut, die unsere Münzen erzeugen.

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