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1 I N F O R M A T I O N zur Pressekonferenz mit Landesrat Dr. Josef Stockinger am 21. April 2010 zum Thema "Halbzeitbilanz zur landwirtschaftlichen Investitionsförderung Landwirtschaft ist Wirtschaftsmotor auch in schwierigen Zeiten" Weitere Gesprächsteilnehmer: Hofrat Mag. Hubert Huber, Leiter Abteilung Land- und Forstwirtschaft, Land OÖ Hofrat DI Johann Gruber, Leiter Arbeitsgruppe Regionalförderung, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, Land OÖ

2 LR Dr. Stockinger Seite 2 Bauern als Motor für die Wirtschaft: Landwirtschaft investiert gerade in der Krise Oberösterreichs Landwirtschaft wendet jährlich rund 1,244 Mrd. Euro für die Produktion pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse sowie für Investitionen in Bauten, technische Anlagen und den Kauf von Landmaschinen auf. Gerechnet auf 'Invekos'- Betriebe sind das mehr als Euro pro Betrieb und Jahr. "Eine funktionierende und flächendeckende Landwirtschaft ist daher verlässlicher Wirtschaftspartner und Arbeitsplatzgarant. Die Investitionen der Landwirtschaft sind ein unverzichtbarer regionaler Konjunkturmotor", betont Agrar- Landesrat Dr. Josef Stockinger und verweist auf umfangreiche Maßnahmen. Als Begleitschutz zur Modernisierung der Bauernhöfe wurde für die Förderperiode daher die Förderung für einzelbetriebliche Investitionen auf mindestens 20 % erhöht. Mit Erfolg, wie die Bilanz zur Halbzeit der Förderperiode deutlich macht: In der vergangenen Periode wurden in Oberösterreich für die geförderten einzelbetrieblichen Investitionen in die landwirtschaftlichen Betriebe insgesamt 61,8 Mio. Euro im Rahmen des von EU, Bund und Land kofinanzierten Investitionsprogrammes zur Verfügung gestellt. In der laufenden Periode stehen dafür sogar insgesamt 111,5 Mio. Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit den ergänzenden nationalen Mitteln werden bis 2013 etwa 140 Mio. Euro für Investitionen in moderne

3 LR Dr. Stockinger Seite 3 Betriebsanlagen an Oberösterreichs Bauernhöfen bereit gestellt werden. Knapp 95 Mio. Euro davon wurden bereits ausbezahlt. Auch für die kommende Förderperiode von ist Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger zuversichtlich. "Schon jetzt zeichnet sich ab, dass es auch in der nächsten Periode ein Investitionsförderprogramm geben wird. Denn es ist EU-weit unumstritten, dass die Investitionsförderung die beste Möglichkeit ist, um Betriebe zukunftsfähig zu halten", sagt Landesrat Stockinger und betont gleichzeitig die Notwendigkeit von Übergangsbestimmungen: "Derzeit ist damit zu rechnen, dass spätestens 2011 der verfügbare Rahmen bei den Fördermitteln ausgeschöpft sein wird. Für den Schnitt zwischen der laufenden und der neuen Förderperiode wird es daher Übergangsbestimmungen brauchen." So war dies auch zuletzt 2007 der Fall, wo 11 Mio. Euro in die neue Periode übertragen wurden. Deutlich mehr Anträge: Landwirtschaft beweist Mut zu Investitionen Aufgrund der wesentlich verbesserten Förderungsmöglichkeiten ist in der laufenden Periode gegenüber der vergangenen bisher ein rund 60 Prozent höheres Antragsaufkommen zu verzeichnen. Viele Betriebe haben zu Beginn der Periode bereits auf die neuen verbesserten Förderungen gewartet, sodass es insbesondere 2007 zu einem extremen Anstieg der Anträge gekommen ist, der sich ab 2008 wieder stabilisiert hat, allerdings auf einem wesentlich höheren Niveau als in der Vorperiode.

4 LR Dr. Stockinger Seite 4 "Dieser Zuwachs an Anträgen zeugt nach wie vor von einer hohen Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft. Landwirte, die in der Landwirtschaft bleiben wollen, investieren auch in die Zukunftsfähigkeit ihres Betriebes und sind damit ein wichtiger Motor für die regionale Wirtschaft. Hat der Bauer Geld, haben somit alle was davon", so Landesrat Stockinger. Antragsentwicklung in der einzelbetrieblichen Investitionsförderung ø Förderanträge Investitionen /10 größere Wirtschaftsge bäude, Ställe kleine Bauprojekte, DSA, Silo Innenmechanisierung Summen % ø Biomasseheizungen Landwirte Niederlassungsprämien Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung Abteilung Land- und Forstwirtschaft Die verbesserten Förderungsbedingungen, insbesondere bei den einkommenswirksamen Investitionen wie Stallbauten, stellen einen klaren Anreiz zur Modernisierung der Betriebe dar. Das gilt speziell für Maßnahmen zur Verbesserung der arbeitswirtschaftlichen Bedingungen, der Einkommenssituation und auch der Tierhaltungssituation.

5 LR Dr. Stockinger Seite 5 Agrarinvestitionskredite nachgefragt: Zinszuschüsse erleichtern Investitionen Eine besonders bewährte und insbesondere für die Finanzierung größerer einzelbetrieblicher Investitionen unverzichtbare Förderung neben den Investitionszuschüssen ist die Gewährung von Agrarinvestitionskrediten (AIK). AIK sind geförderte Kredite mit einer Laufzeit zwischen 5 und 20 Jahren, bei denen mit Bundes- und Landesmitteln Zinsenzuschüsse bezahlt werden. In der laufenden Periode von 2007 bis 2009 wurden in OÖ insgesamt AIK-Fälle bewilligt, die ein Kreditvolumen von insgesamt 119,808 Mio. Euro ausgelöst haben. Die durchschnittliche AIK-Summe pro Fall beträgt daher Euro. Für 2010 wurde vom Landwirtschaftsministerium für OÖ ein AIK-Volumen von 37,62 Mio. Euro bereitgestellt. Derzeit sind weitere AIK-Anträge vorgemerkt, da auch hier die Antragstellung vor Investitionsbeginn erfolgen muss und die Bewilligung erst nach Vorliegen der Abrechnung erfolgen darf. "Dieses Geld ist in Oberösterreich immer gut angelegt", sagt Landesrat Stockinger und unterstreicht den gezielten Einsatz der Agrarinvestitionskredite. "Die Landwirtschaft ist so ein regionaler Wirtschaftsfaktor. Bauernhöfe investieren vor Ort und die Wertschöpfung bleibt in der Region." Quelle: Land OÖ

6 LR Dr. Stockinger Seite 6 Schwerpunkt Innenmechanisierung: "Gendern" bei der Agrarförderung bringt Arbeitserleichterung Jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb in Oberösterreich wird von einer Frau bewirtschaftet. Knapp ein Viertel wird von einer Ehegemeinschaft geführt. Insgesamt ist damit auf mindestens jedem zweiten Bauernhof eine Frau zumindest maßgeblich an der Bewirtschaftung beteiligt. "Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wird die Innenmechanisierung seit der laufenden Förderperiode vor allem auch als Arbeitserleichterung für Bäuerinnen im Sinne des 'Genderns' besonders gefördert", betont Landesrat Stockinger und verweist auf bisher Förderfälle. Seit 2007 wurden damit 10,1 Mio. Euro an Förderungen ausbezahlt und damit Investitionen in der Höhe von 52,5 Mio. Euro ausgelöst. In der Förderperiode 2000 bis 2006 wurden für Förderfälle für die Innenmechanisierung 5,8 Mio. Euro ausbezahlt. Das Investitionsvolumen betrug insgesamt 41,9 Mio. Euro. Niederlassungsprämie: Hofübernahme für Jungbauern erleichtern Einen weiterer Schwerpunkt der einzelbetrieblichen Investitionsförderung liegt in der Niederlassungsprämie für Hofübernehmer/innen. "Junglandwirtinnen/-wirte soll der Einstieg und die Modernisierung des Betriebes damit erleichtert werden", so Stockinger. Die Anzahl der Hofübernahmen ist im Wesentlichen

7 LR Dr. Stockinger Seite 7 konstant, wie aus den Anträgen um Niederlassungsprämie ersichtlich ist. Seit 2007 haben Junglandwirte/innen einen Antrag auf Niederlassungsprämie gestellt. 13,8 Mio. Euro wurden an Förderungen ausbezahlt. In den Jahren 2000 bis 2006 waren es insgesamt Anträge mit einer Fördersumme von insgesamt 27,1 Mio. Euro. Die Niederlassungsprämien bei Hofübernahme betragen je nach Arbeitsaufwand am Betrieb bzw Euro und es wird zusätzlich ein Meisterbonus von Euro gewährt. Jährlich beantragen rund 400 Hofübernehmer/innen in Oberösterreich eine Niederlassungsprämie. W I C H T I G!!! Anträge rechtzeitig vor der Investition stellen! Für alle landwirtschaftlichen Investitionsförderungen gilt: rechtzeitig vor einer Investition den Antrag an die abwickelnde Abteilung Land- und Forstwirtschaft stellen. Kosten, die vor der Antragsstellung anfallen, können in der Förderung nicht berücksichtigt werden. Antragsformulare und weitere Informationen stehen auf der Homepage des Landes OÖ zum Download bereit: und Forstwirtschaft

8 Einzelbetriebliche Investitionsförderung in Oberösterreich 2007 bis 2013 GESAMT Förderfälle Investitionen Förderung in Mio. Euro Investitionsvolumen in Mio. Euro Rinderställe 34, , Schweineställe 8,861 89, Geflügelställe 3,057 17, Pferde- / Schaf- / Ziegenställe 2,892 16, Lager- und Einstellräume 18, , Siloanlagen 1,791 10, Düngersammelanlagen 4,757 27, Obst- und Gartenbau 1,669 7, Innenmechanisierung 10,156 52, Biomasseheizungen Landwirte 8,432 39, , ,751 davon LE - Mittel 76, ,084 Nationale Bundes- u. Landesmittel 18, , Biomasseheizungen Private 27, , Niederlassungsprämien 13,838 Abteilung Land- und Forstwirtschaft Stand: 6. April 2010

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