Burnout Prophylaxe: Wie entgehe ich der Burnout-Falle?

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1 Burnout Prophylaxe: Wie entgehe ich der Burnout-Falle? Workshop am 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung an der TU Darmstadt 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 1

2 Burnout Prophylaxe 1. Was ist Burnout? 2. Was kann ich für mich verändern? 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 2

3 Aspekte der Work-Life-Balance Körper: körperliche Gesundheit und Fitness, Ernährung, Bewegung, Entspannung, Erholung, Lebenserwartung etc. Kontakt: Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, Kommunikation, Zuwendung Sinn: Philosophie, Religion, Erfüllung, Zukunftsfragen, Selbstverwirklichung, Lebenssinn Arbeit und Leistung: Anerkennung, Erfolg, Beruf, Karriere, Geld, Vermögen 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 3

4 Burnout-Syndrom nennt man die fehlende Ausgeglichenheit zwischen den vier Bereichen der Work-Life-Balance (Körper, Kontakt, Sinn, Arbeit + Leistung) gilt als ein Leiden ohne typische eigene Merkmale, nicht als eigenständige Krankheit Anzeichen für ein Burnout-Syndrom zeigen sich als seelische Symptome körperliche Symptome Verhaltenssymptome kognitive Symptome 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 4

5 Burnout-Symptome (1) Seelische Symptome, z.b. psychische Erschöpfung Niedergeschlagenheit Schuldgefühle Ängste Nervosität Körperliche Symptome, z.b. Körperliche Erschöpfung Große Müdigkeit (nach der Arbeit) Anspannung Schlafstörungen Erhöhter Blutdruck Häufige Kopfschmerzen 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 5

6 Burnout-Symptome (2) Verhaltenssymptome, z.b. Exzessiver Genuss von Tabak, Alkohol, Kaffee und/oder Drogen Vernachlässigung von Freizeitbeschäftigungen Hinausschieben von wichtigen Entscheidungen und Tätigkeiten Erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität Sozialer Rückzug Kognitive Symptome, z.b. Selbstzweifel Konzentrationsstörungen Entscheidungsunfähigkeit Gefühl der inneren Leere Motivationsverlust Langeweile 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 6

7 Burnout-Fallen konkret - Stressoren am Arbeitsplatz (1) zu große oder zu kleine Arbeitsmenge (Überlastung oder fehlende Auslastung) zu komplizierte oder zu wenig anspruchsvolle Aufgaben (Überforderung oder Unterforderung) unklare Erwartungen der Vorgesetzten unklare Verantwortungsbereiche geringer Handlungsspielraum 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 7

8 Burnout-Fallen konkret - Stressoren am Arbeitsplatz (2) Angst vor Arbeitsplatzverlust Konkurrenzdruck im Team keine oder häufige negative Rückmeldungen ungelöste Konflikte mit Kolleg/inn/en und Vorgesetzten zu lange Arbeitszeiten / zu viele Überstunden zu wenig Urlaub September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 8

9 Wer ist für Burnout besonders gefährdet? Vor allem sehr engagierte Menschen mit großer Verantwortungsbereitschaft mit besonders großem Engagement, hoher Motivation und Leistungsbereitschaft mit besonders großen kommunikativen Fähigkeiten, sehr engagiert im täglichen Umgang mit anderen Menschen mit großer Sensibilität für andere, auch für Kolleg/inn/en mit besonderer Kreativität in komplexen Situationen mit hohem Anspruch an sich selbst ( Das packe ich auch noch ) mit geringer Fähigkeit, sich selbst abzugrenzen 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 9

10 Wege aus der Burnout-Falle: Die Resilienz stärken! Resilienz (die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen unbeschadet zu überstehen) Optimismus: der Glaube an die gute Lösung Akzeptanz für das Geschehene Lösungsorientierung: aktiv für die Veränderung die Opferrolle aufgeben, die Passivität verlassen Verantwortung übernehmen und Aktivität wagen Netzwerkorientierung, soziale Unterstützung pflegen Zukunftsplanung: Krisen vorbeugen und Visionen entwerfen (Nach Micheline Rampe: Der R-Faktor) 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 10

11 Wege aus der Burnout-Falle Verantwortung für sich übernehmen (1) gut für sich selbst sorgen sich selbst wertschätzen und eigene Bedürfnisse ernst nehmen die eigenen Grenzen wahrnehmen den eigenen Verstand nutzen Zweifel zulassen Konflikte wagen Auseinandersetzungen nicht ausweichen schlechte Kompromisse ablehnen 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 11

12 Wege aus der Burnout-Falle Verantwortung für sich übernehmen (2) Entscheidungen dann treffen, wenn sie anstehen Verzicht um der eigenen Achtung willen - die eigene Würde schützen eigene Erfahrungen nicht außer Acht lassen Bewährtes schätzen und (trotzdem) Neues wagen professionelle Unterstützung suchen (Beratung, Coaching, Psychotherapie, medizinische Reha etc.) Verantwortung für sich selbst übernehmen - für die eigene Situation und die eigene Gesundheit September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 12

13 Erste Hilfe bei Überbelastung am Arbeitsplatz: Die Notbremse ziehen! offen mit Vorgesetzten über die Belastung sprechen andere Aufgabenverteilung verhandeln Aufgaben abgeben/ delegieren Termine absagen das Wochenende schützen keine Arbeit mit nach Hause nehmen früher Feierabend machen sich Zeit zum Reflektieren zu nehmen zwischenmenschliche Beziehungen wieder aktivieren für Körper und Seele sorgen: Sport, Meditation alles, was gut tut professionelle Hilfe in Anspruch nehmen 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 13

14 Burnout Prophylaxe Um eine Veränderung herbeizuführen muss man anfangen, etwas zu verändern Danke für Ihre Aufmerksamkeit. 26. September 2013 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung Technische Universität Darmstadt 14

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