Traditionelle und innovative Impfstoffentwicklung

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1 Traditionelle und innovative Impfstoffentwicklung

2 Traditionelle Impfstoffentwicklung

3 Traditionelle Impfstoffentwicklung Louis Pasteur in his laboratory, painting by A. Edelfeldt in 1885 Gaston-Theodore Melingue Edward Jenner performing the first vaccination against smallpox in

4 Impfungen als Vorsorge gegen infektiöse Krankheiten Bakterielle Infektionen: Cholera, Diphterie, Tetanus, Haemophilus influenzae, Typhus Virale Infektionen: Hepatitis A, Hepatitis B, Influenza, Masern, Mumps, Keuchhusten, Polio, Tollwut, Röteln, Gelbfieber, FSME

5 Traditionelle Impfstoffentwicklung Effektivste und kostengünstigste Strategie zur Bekämpfung und Kontrolle von Infektionskrankheiten Dient zur spezifischen Aktivierung des Immunsystems hinsichtlich eines bestimmten Erregers Durch Immunisierung angeregte B-Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) produzieren Antikörper, welche verhindern, dass der Erreger den Organismus schädigt

6 Ziel einer Impfung ist, B-Lymphozyten zur Produktion spezifisch wirksamer Antikörper anzuregen, die die Interaktion zwischen Erreger und Zelle verhindern.

7 Humorale Immunantwort B-Zelle Aktivierte B-Zelle Antigen AK produzierende Plasmazelle Virus

8 Viren dringen über Rezeptoren in die Zelle ein Virus Antikörper Rezeptoren an der Zelloberfläche

9 Ziel ist, dem Immunsystem den Erreger zu zeigen, ohne dabei eine Krankheit auszulösen Alle zur Zeit verfügbaren Impfstoffe basieren auf: Abgetöteten MO-Totimpfstoff Abgeschwächten lebenden MO-Lebendimpfstoff Gereinigten Untereinheiten

10 Totimpfstoff besteht aus abgetöteten Krankheitserregern Keuchhusten Grippe Cholera Erreger können keine Infektion mehr Fleckfieber auslösen, Immunantwort wird erzeugt Tollwut Ruhr Pneumokokkeninfektion Meningokokkeninfektion

11 Lebendimpfstoff besteht aus lebenden abgeschwächten Krankheitserregern Ziel ist, MO so zu verändern, dass sie zwar in die Zelle eindringen können, aber sich dort nicht vermehren können. Einführung von Mutationen durch Anpassung an einen Artfremden Wirt Gezielte gentechnische Veränderungen

12 Innovative Impfstoffentwicklung Ziel ist, die Möglichkeit von unvollständiger Abtötung oder Rückmutation abgeschwächter Krankheitserreger völlig auszuschließen Untereinheiten/Teile des Erregers in Form von Proteinen oder Proteinkomplexen (Rekombinante Impfstoffe) DNA Impfstoffe

13 Rekombinante Impfstoffe Oft reicht ein einziges markantes Merkmal ein Antigen von der Oberfläche eines Krankheitserregers aus, um das Immunsystem zu aktivieren und so den Organismus später vor der durch den Erreger verursachten Krankheit zu schützen.

14 Rekombinante Impfstoffe

15 Rekombinante Impfstoffe Langzeit-Immunität Kein infektiöses Material Human Papilloma Virus Virus like particles vaccine

16 DNA Impfstoffe Gen welches für die Bildung des Antigens verantwortlich ist Nur ein Antigen/Protein wird im Körper hergestellt

17 DNA-Impfstoffe Krankheitserreger Genegun oder Spritze Isolation des genetischen Materials Stabile ringförmige DNA Moleküle Virale Antigene Aktivierte B-Zelle Vermehrung/Produktion in Bakterien

18 DNA-Impfstoffe Langzeit-Immunität Kein infektiöses Material Gute Haltbarkeit ohne Kühlung Übertragung von Antibiotikaresistenzen Integration in chromosomale DNA Anti-DNA-Antikörper West Nile Virus-Impfstoff für Pferde Melanoma-Impfstoff für Hunde Hematopoetic necrosis virus-impfstoff für Fische

19 Herausforderungen der Impfstoffentwicklung Hohe Mutationsrate bei Viren (z.b. Grippe) Versteckte Antigene (z.b. HIV) Ruhende Viren (z.b. Herpes) Direktes Angreifen der Immunzellen (z.b. HIV)

20 Impfen als Vorsorge? Nach überstandener Infektionskrankheit besteht lebenslange Immunität, bei Impfungen meist nur ca 10 Jahre. Wann ist Impfen sinnvoll? Ist das Risiko einer Infektion ist vermeidbar? Löst eine Infektion eine unangenehme, gefährliche, tödliche Krankheit aus? Gehöre ich zu einer Risikogruppe (z.b. bei Immunschwäche) Gibt es sichere, verträgliche Impfstoffe?

21 Danke!

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