Vorrang der Arbeit vor dem Kapital Das christliche Arbeitsverständnis

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Vorrang der Arbeit vor dem Kapital Das christliche Arbeitsverständnis"

Transkript

1 Vorrang der Arbeit vor dem Kapital Das christliche Arbeitsverständnis und wesentliche Aussagen der Enzyklika Laborem Exercens Hubert Tintelott, Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes Eines steht für die Glaubenden fest: Das persönliche und gemeinsame menschliche Schaffen, dieses gewaltige Bemühen der Menschen im Lauf der Jahrzehnte, ihre Lebensbedingungen stets zu verbessern, entspricht als solches der Absicht Gottes. Der nach Gottes Bild geschaffene Mensch hat ja den Auftrag erhalten, sich die Erde mit allem, was zu ihr gehört, zu unterwerfen, die Welt in Gerechtigkeit und Heiligkeit zu regieren und durch die Anerkennung Gottes als des Schöpfers aller Dinge sich selbst und die Gesamtheit der Wirklichkeit auf Gott hinzuordnen, so dass alles den Menschen unterworfen und Gottes Name wunderbar sei auf der ganzen Erde. Mit diesen Worten wird in der Pastoralkonstitution des II. Vatikanischen Konzils Gaudium et Spes der Wert des menschlichen Schaffens, oder man könnte auch sagen, der Wert der menschlichen Arbeit beschrieben. Diese Beschreibung der Werte des menschlichen Schaffens und der Hinweis, dass die menschliche Arbeit in all ihren Formen der Absicht Gottes entspricht, steht schon in deutlichem Gegensatz zu dem Arbeitsverständnis, wie es beispielsweise in der Antike vorherrschte. Die Antike mit ihren Wertvorstellungen von der Arbeit teilte auch die Menschen nach der Art der von ihnen geleisteten Arbeit ein. So war es unvorstellbar, dass beispielsweise ein freier Bürger Athens schwere körperliche Arbeit verrichtet hätte. Schwere körperliche Arbeit war den Sklaven vorbehalten, und die freien Bürger Athens beschäftigten sich mit Philosophie, mit Wissenschaft, mit der Staatskunst, mit Arbeit, die man im heutigen Begriff der Gemeinwesenarbeit zuordnen könnte. Doch schon das Beispiel Jesu selbst macht deutlich, dass nach christlichem Verständnis die Art der Arbeit ob nun schwere körperliche Arbeit oder geistige Arbeit keinen Einfluss hat auf den Wert und die Würde der Person, die diese Arbeit leistet. Jesus selbst war wohl bis zu seinem 30. Lebensjahr ein Zimmermann, der gemeinsam mit seinem Vater, dem Hl. Josef, dieses Handwerk ausgeübt hat. Auch die Apostel waren als Fischer an schwere Arbeit gewöhnt, und der Apostel Paulus ist sogar stolz darauf, dass er als Zeltmacher sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen konnte und er nicht den Gemeinden zur Last fallen musste. Dies bleibt ein erster wichtiger Punkt, den es im Hinblick auf das christliche Verständnis der Arbeit festzuhalten gilt. Die Würde und der Wert des arbeitenden Menschen sind unabhängig von der Art der Arbeit, die er verrichtet. Arbeit als Teilhabe am Schöpfungswerk Gottes Menschliche Arbeit ist ein Kennzeichen, welches den Menschen von anderen Geschöpfen unterscheidet. Es ist auch nicht nur einfach eine Tätigkeit, sondern schon in den Schöpfungsberichten der Bibel wird den Menschen die Aufgabe gestellt, sich die Erde untertan zu machen. Der Mensch hat daher die ganz konkrete Aufgabe von seinem Schöpfer bekommen, die Güter der Erde zu nutzen. In der Enzyklika Laborem Exercens wird darauf verwiesen, dass dieser Auftrag Gottes zur gleichen Zeit bedeutet, dass der Mensch mit der Erfüllung dieses Auftrages am Schöpfungswerk Gottes teilhat, denn die Worte macht Euch die Erde untertan sind von großer Tragweite. Sie beziehen sich auf alle Reichtümer, welche die Erde in sich birgt und die durch bewusste Tätigkeit des Menschen entdeckt und in geeigneter Weise verwendet werden können (LE 4). Arbeit ist damit nicht ein Fluch nach dem Motto Im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein Brot essen, sondern eine Aufgabe, die dem Menschen gestellt ist und die ihn in ganz besonderer Weise mit Gott und seiner Schöpfung verbindet. Dies bedeutet nun jedoch nicht, dass Arbeit nicht mit Anstrengungen, mit Mühen und mit Schweiß verbunden ist. Selbst wenn heute in vielen Bereichen die wirklich stark belastende und körperliche Arbeit oft von Maschinen übernommen wird und damit der im wörtlichen Sinne zu vergießende Schweiß nicht mehr das Merkmal vieler menschlicher Arbeit ist, so ist doch auch diese Arbeit an Schreibtischen, an Kontrollschirmen in den Fabriken mit Spannungen, Konflikten und Krisen verbunden. Aus der Arbeit bezieht der Mensch daher auf der einen Seite Würde, sie ist aber zur gleichen Zeit auch Mühe und Last, manchmal auch Grund für Leid und erfahrenes Unrecht. Trotz dieser auch negativen Seite der Arbeit ist die Arbeit nicht etwas, dem man sich stellen oder auch entziehen könnte, sondern sie ist aus christlichem Verständnis auch eine Pflicht; dies nicht nur im Hinblick auf die Aussage des Apostels Paulus, dass wer nicht arbeitet auch nicht essen soll, sondern vielmehr unter dem Gesichtspunkt, dass wir von Gott den Auftrag erhalten haben, seine Schöpfung mit zu gestalten, und dies macht für uns die Arbeit zur Pflicht.

2 2 / 6 Der Hinweis auf die Aussage aus der Genesis Macht Euch die Erde untertan bedeutet auch, dass nach christlichem Verständnis menschliche Arbeit mehr ist als bloße Erwerbsarbeit, auch die Familienarbeit oder der Einsatz für das Gemeinwesen, das heute so genannte bürgerschaftliche Engagement, sind in diesen Auftrag mit einbezogen. Damit entspricht das vom Kolpingwerk Deutschland in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit vertretene EFG-Modell mit den Elementen Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Gemeinwesen-Arbeit voll dem christlichen Arbeitsverständnis. In den Leitlinien zur Berufs- und Arbeitswelt des Internationalen Kolpingwerkes ist der Versuch unternommen, das christliche Verständnis der Arbeit auf der Basis der biblischen Aussagen und den Texten der katholischen Soziallehre in kurzer und präziser Form wiederzugeben. Dort heißt es: Arbeit ist die Entfaltung der den Menschen von Gott geschenkten geistigen und körperlichen Kräfte, durch deren Betätigung auf ein ernsthaftes und ernstgemeintes Ziel. Mit seiner Arbeit nimmt der Mensch teil am Schöpfungsauftrag Gottes. Danach ist Arbeit weit mehr als Erwerbsarbeit. Das Kolpingwerk geht in seiner Arbeit und in Anknüpfung an die programmatischen Aussagen der katholischen Soziallehre von einem dreidimensionalen Arbeitsverständnis aus. Danach ist Arbeit zugleich Chance und Auftrag zur Entfaltung der menschlichen Person, Dienst an der Gemeinschaft und dem Gemeinwohl der verantwortete Umgang mit der Schöpfung.

3 3 / 6 Der Vorrang der Arbeit vor dem Kapital Diese christliche Sicht der Arbeit, die den Menschen zum Mitschöpfer am Schöpfungswerk Gottes macht, macht deutlich, dass der Mensch immer das Subjekt der Arbeit ist und damit die erste Grundlage für den Wert der Arbeit selbst ist. Diese vorrangige Stellung des Menschen bei der Gestaltung der Arbeitswelt wurde im Zuge der Industrialisierung immer mehr infrage gestellt. Im Zuge der Industrialisierung gewannen die Arbeitsgeräte, Maschinen und Produktionsmittel eine immer größere Bedeutung im Hinblick auf den wirtschaftlichen Erfolg der Arbeit. Damit gewann die objektive Sicht der Arbeit das Arbeitsergebnis eine immer größere Bedeutung, und der Subjektcharakter der Arbeit wurde in seiner Bedeutung immer weiter zurückgedrängt; der Mensch wird als bloßes Werkzeug behandelt (LE 7). Mit dieser Sichtweise war auch der bis heute andauernde Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital grundgelegt, der bis heute ganz wesentlich das Ringen um die Gestaltung und Umgestaltung der Arbeitswelt bestimmt. Im besten Fall wird in der heutigen Diskussion der Produktionsfaktor Arbeit dem Produktionsfaktor Kapital gleichgestellt und nicht nur als bloßes Werkzeug behandelt. Doch im Hinblick auf das Kapital im Rahmen des Wirtschaftsprozesses, also der Maschinen und Werkzeuge, muss man daran erinnern, dass dieses Kapital, dass diese Werkzeuge und Maschinen nur durch die Arbeit des Menschen hergestellt werden können und auch nur durch die Arbeit des Menschen nutzbar gemacht werden können. Hier deutet sich aber schon ein entscheidendes Problem an: Mit der Arbeit ist von Anfang an auch das Problem des Eigentums verbunden. Will der Mensch sich die Schätze der Natur untertan machen, muss er sich Teile der Naturschätze aneignen. Der Fischer, der als erster aus Fasern ein Netz knüpft, eignet sich die Naturschätze der Pflanzen an und stellt ein Werkzeug her, es entsteht ein Produktionsmittel, ein Werkzeug: das Netz. Oder als die Menschen entdeckten, dass man unter Einsatz von Feuer Metalle aus Erzen gewinnen konnte, und diese Metalle sich zu Werkzeugen bearbeiten ließen, stellte dies eine Aneignung von Naturschätzen dar, nämlich des Erzes. Bei all diesen Schritten geht es jedoch immer um die Beziehung des Menschen zu den Schätzen der Natur, der Mensch nutzt durch seine Arbeit die Schätze der Natur und damit die Schätze der Schöpfung Gottes. Erst der bewusste Arbeitseinsatz des Menschen schafft aus den Schätzen der Natur Arbeitsgeräte und später Maschinen und heute Computer und Automaten. Auf dem Hintergrund dieser Überlegungen stellt daher Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika Laborem Exercens fest, dass diese Gesamtheit der Mittel das geschichtlich gewachsene Erbe menschlicher Arbeit ist (LE 12). Alles, was zur Arbeit dient, alles, was beim heutigen Stand der Technik als Produktionsmittel eingesetzt wird, ist damit letztlich eine Frucht der Arbeit. Wenn der Mensch daher die heutigen modernen Produktionsmittel vom Computer über Roboter bis hin zu fertigen Produktionsstraßen nutzt, muss er sich zuerst geistig die Frucht der Arbeit jener Menschen aneignen, die diese Produktionsmittel entwickelt, konstruiert und immer weiter vervollkommnet haben. Der Mensch, seine Arbeit, sein Anteil als Subjekt der Arbeit auch an der Erstellung der Produktionsmittel steht damit immer am Anfang. Dies unterstreicht eindringlich den Vorrang der Arbeit vor dem Kapital, und die Kirche unterstreicht daher den Primat des Menschen gegenüber den Dingen, gegenüber dem Kapital. Diese Sicht macht aber auch deutlich, dass es keinen wirklichen Gegensatz gibt zwischen Arbeit und Kapital. Vielmehr wird deutlich, dass die Menschen zu allen Zeiten in ihrer Arbeit ein doppeltes Erbe antreten, zum einen das Verhältnis des Menschen zu den Naturschätzen und ihrer Nutzung, und zum anderen zu dem, was die vor ihnen lebenden Menschen aus diesen Naturschätzen erarbeitet haben. Arbeit und Kapital durchdringen sich somit. In Laborem Exercens wird dieses vollständige und Gott als den Schöpfer und den Menschen einbeziehende Bild als Grundlage für das Verständnis des Produktionsprozesses dargestellt und dem gegenüber darauf verwiesen, dass erst durch eine rein ökonomische Betrachtungsweise die zwei sich gegenüber stehenden Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital als miteinander konkurrierende und sich in der Bedeutung ihres Stellenwerts bekämpfende Faktoren erwiesen haben. Diese Entwicklung des Gegensatzes von Arbeit und Kapital ist zum einen in den Anfang des 18. Jahrhunderts entstandenen Wirtschaftstheorien zu sehen, zum anderen aber auch darin, dass in dieser Zeit durch den Einsatz von Maschinen eine starke Vermehrung der materiellen Reichtümer möglich wurde und damit das Ziel allen Wirtschaftens aus dem Blick geriet, dass alle materiellen Reichtümer, oder wie es in der Fachsprache heißt, alle Mittel des Arbeitsprozesses den Menschen dienen müssen. Bedeutung und Grenzen des Privateigentums Der im 19. Jahrhundert sich verschärfende Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit rückte erneut eine Frage in den Mittelpunkt, die auch bis heute ein weiter umkämpftes Thema im Zusammenhang mit dem Problem der Arbeit ist, die Frage nach dem Privateigentum. Schon der bereits dargestellte Produktionsprozess, der ja daraus bestand, dass sich Menschen Naturschätze aneignen und diese durch ihre menschliche Arbeit zu Werkzeugen oder Nahrungsmitteln verarbeiten, wirft ja die Frage nach dem Eigentum auf: Wer ist Eigentümer der Naturschätze, wer ist der Eigentümer der durch Arbeit aus den Naturschätzen hergestellten Pro-

4 4 / 6 dukte? Diese grundsätzliche Frage wurde umso schärfer gestellt, da am Anfang des 19. Jahrhunderts sich die Besitzer der Produktionsmittel einen immer größeren Anteil an den Ergebnissen der Produktionsprozesse aneigneten und dies dazu führte, dass selbst harte und qualifizierte Arbeit der Menschen innerhalb dieses Produktionsprozesses nicht mehr ausreichte, um mit dem erzielten Lohn den Lebensunterhalt für sich und noch viel weniger für die Familie zu erwirtschaften. Als Konsequenz dieser Entwicklung entstand das wirtschaftliche Gegenmodell des Kommunismus, das den Privatbesitz ganz ausschalten wollte und an die Stelle des Privatbesitzes, des Privateigentums das Volkseigentum, das Gemeinschaftseigentum stellen wollte. Die katholische Soziallehre greift dieses Problem schon in der ersten Sozialenzyklika 1891 in Rerum novarum auf und betont im Gegensatz zum Kollektivismus das Recht des Menschen auf Eigentum auch an den Produktionsmitteln, da dies der Würde des Menschen entspreche und auch dem Menschen Frei- und Mitgestaltungsräume eröffnet und damit seiner Stellung als Person die eigenverantwortlich handelt entspreche. Doch so wichtig diese Aussage der katholischen Soziallehre ist, und so sehr diese Sicht auch zur Abgrenzung gegen jede Form des Kollektivismus geeignet ist, so sehr muss man aber auch beachten, dass dieses Bekenntnis der katholischen Soziallehre zum Privateigentum auch an den Produktionsmitteln eine wesentliche Einschränkung hat. Die katholische Soziallehre hat das Recht auf Privateigentum immer dem gemeinsamen Recht auf Nutznießung untergeordnet. Privateigentum ist nicht unantastbar und ist der gemeinsamen Bestimmung der Güter (der Schöpfung) für alle untergeordnet. Die Kirche spricht daher von der Sozialpflichtigkeit des Eigentums. Der Privateigentümer muss das Eigentum so nutzen, dass es nicht zum Schaden für die Gemeinschaft wird. Wer also beispielsweise als Großgrundbesitzer Teile seines Landes brachliegen lässt, obwohl Menschen in der Region hungern und dieses Land bearbeiten könnten und wollten, der handelt gegen diese Sozialpflichtigkeit. Wer in Städten Wohneigentum leer stehen lässt, obwohl Wohnraum dringend benötigt wird und dieses Wohneigentum nur zu Spekulationszwecken nutzt, handelt gegen die Sozialpflichtigkeit des Eigentums. Die Kirche hat versucht, den starken Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit auch dadurch einzugrenzen, dass sie beispielsweise das Miteigentum an den Produktionsmitteln durch die Arbeiter fördert und fordert. Alle Formen der Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand, Gewinnbeteiligungen, Belegschafts-aktien etc. sind Ergebnisse dieses Denkens. Das Problem des Privateigentums und seiner Bewertung im Hinblick auf die gemeinsame Nutzung der Güter ist weiterhin sehr aktuell. In den weltweit diskutierten und beschlossenen Menschenrechts-katalogen bzw. in den Grundrechten der meisten nationalstaatlichen Verfassungen wird das Recht auf Privateigentum als Menschenrecht aufgefasst und damit als ein Recht, das dem Einzelnen nicht genommen werden kann. Nach christlicher Auffassung steht diesem auch von der Kirche anerkannten Menschenrecht jedoch ein anderes Menschenrecht gegenüber, und dieses Menschenrecht hat nach christlicher Auffassung einen höheren und übergeordneten Stellenwert, und dies ist das Recht auf Menschenwürde. Wenn eine Eigentumsordnung existiert, in denen wenige durch die Nutzung oder Nichtnutzung ihres Privateigentums die Menschenwürde von vielen gefährden oder gar zu einer Verletzung der Menschenwürde führen, dann darf und muss auch in diese Eigentumsordnung und in das Privateigentum eingegriffen werden. Dies geschieht ja auch in vielfältiger Weise, z.b. durch Einkommen- und Erbschaftssteuer, deren Aufkommen dann dazu genutzt werden kann, um Menschen zu helfen, die in ihrer Menschenwürde bedroht sind. Wie weit diese Eingriffe gehen dürfen und müssen, wo Menschenwürde wirklich durch egoistische und ausschließlich dem eigenen Wohl dienende Nutzung des Privateigentums vorliegt, das ist die jeweils zu lösende praktische, politische und ethische Frage. Das Recht auf Vereinigungen Die Lösung dieser Fragen hängt aber immer auch von Machtverhältnissen ab, und gerade in der Zeit, als diese Frage besonders im Mittelpunkt stand, im 19. Jahrhundert, zeigte sich sehr deutlich, dass das Kapital und damit die gesellschaftliche Gruppe, die die Produktionsmittel als Privateigentum besaß, ihre Macht so eindeutig ausnutzte, dass breite Bevölkerungsschichten in die absolute Armut und ins Elend gerieten und damit ihre Menschenwürde keinesfalls gewährleistet war. Jeder einzelne Arbeiter war jedoch zu schwach, um dieser Macht der Produktionsmittelbesitzer etwas entgegen stellen zu können. Nur wenn sich die schwachen Kräfte vereinigten, konnten sie etwas erreichen. Es entstand daher im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Arbeiterfrage ein ganz neues Solidaritätsbewusstsein der Arbeiter. Die Gemeinschaften, die aus diesem Solidaritätsgefühl der Arbeiter untereinander entstanden, waren eine Reaktion auf die Erniedrigung der Menschen und die Ausbeutung, die die damaligen Arbeitsverhältnisse in Europa und heute noch in vielen Teilen der Welt prägte und prägt. Diese Ausbeutung wurde begünstigt durch das System des Liberalismus, welches nach seinen ökonomischen Grundsätzen die wirt-

5 5 / 6 schaftliche Initiative ausschließlich der Kapitaleigentümer stärkte und die menschliche Arbeit lediglich als Produktionsmittel, das Kapital dagegen als Grundlage und Zweck der Produktion verstand (LE 8). In der ersten Sozialenzyklika Rerum novarum wurde den Arbeitern auf dem Hintergrund dieser wirtschaftlichen Situation ausdrücklich das Recht auf die Bildung von Vereinigungen zugesprochen und auch wirtschaftliche Kampfmittel wie Streik als berechtigte Instrumente zur Erreichung von mehr Gerechtigkeit und Menschenwürde zuerkannt. Doch auch hier setzt die katholische Soziallehre wieder einen kleinen Gegenakzent. Die berechtigte und notwendige Bildung von Arbeitnehmervereinigungen darf nicht zu einem Klassenkampf führen, sondern auch für diese notwendigen Auseinandersetzungen gilt das Prinzip des Dialogs. Keine der beiden Seiten darf sich dem Dialog und der Zusammenarbeit mit der anderen Seite verschließen. Dieses Prinzip des Dialogs ist auch das bestimmende Prinzip der ILO, die ja in ihrem Grundverständnis von einem Drei-Parteien- Dialog ausgeht, dem Dialog zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und den Vertretern des Staates. Mit diesem Prinzip des Drei-Parteien-Dialogs wird deutlich, dass es letztlich auch bei den Auseinandersetzungen in der Arbeitswelt immer um die Förderung des Gemeinwohls gehen muss. Die Rolle und die Bedeutung der Gewerkschaften Ein wichtiger Teil der Vereinigungen zur Vertretung der Arbeitnehmerrechte und Interessen sind die Gewerkschaften. Sie haben einen wesentlichen Anteil daran, dass in den traditionellen Industriestaaten viele soziale Probleme gelöst werden konnten, wie z.b. die Absicherung von Alltagsrisiken durch Sozialversicherungen, menschenwürdige und gerechte Löhne, menschenwürdige Arbeitsbedingungen etc. So verdienstvoll die Leistung der Gewerkschaften in der Vergangenheit war und heute noch ist, so sehr gilt es aber auch für die Arbeit der Gewerkschaften heute, einige Probleme aufzuzeigen. Auch gewerk-schaftliche Forderungen können einen Gruppen- oder Klassenegoismus widerspiegeln und damit dem Gemeinwohl und dem Wohl aller arbeitenden Menschen entgegenstehen. Dies gilt vor allen Dingen dann, wenn relativ kleine Berufsgruppen, die aber im Produktionsprozess eine Schlüsselrolle einnehmen, ihre Forderungen einseitig durchzusetzen suchen, wie dies z.b. bei Fluglotsen, Flugkapitänen und zuletzt bei den Lokführern in Deutschland geschah. Dies gilt aber vor allem auch für die einseitige Vertretung der in Arbeit stehenden Menschen zulasten der bereits von Arbeitslosigkeit Betroffenen. In ganz besonderer Weise ist dies natürlich ein Problem in den Ländern, wo mehr als 50 % der arbeitenden Menschen dem so genannten Informellen Sektor angehören und damit außerhalb der normalen Reichweite der Gewerkschaften stehen. Gerade in diesen Situationen müssten die Gewerkschaften die Interessen aller arbeitenden Menschen in den Blick nehmen, wenn dies auch wiederum ein Problem ist, da die Gewerkschaften von den Beiträgen ihrer Mitglieder leben, und diese für ihre Beiträge und für ihre durch die Zahlung der Beiträge unter Beweis gestellte Solidarität etwas erwarten. Gerade in diesem Bereich ist die Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und Selbsthilfeorganisationen im Umfeld der nicht gewerkschaftlich organisierten oder zu organisierenden Arbeitnehmer von Interesse. Mit Recht weist die Enzyklika Laborem Exercens (LE 20) den Gewerkschaften die Aufgabe zu, neben dem Schutz der berechtigten Ansprüche der Arbeitnehmer Angebote im Bereich der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu machen. Gerade auch durch ein breites Bildungs- und Erziehungsangebot lässt sich die Menschenwürde an den Rand gedrängter Arbeitnehmer steigern. Die Gewerkschaften stehen heute eigentlich vor ganz neuen Herausforderungen, die sich durch die wachsende Globalisierung ergeben. Die Wirtschaft ist immer stärker international organisiert und lässt sich durch nationalstaatliche Regeln oder durch auf nationaler Ebene getroffenen Tarifabschlüssen immer weniger eingrenzen. Sie entzieht sich vielmehr diesen Regelungen durch Ausweichung in Länder mit schwachen Gewerkschaften und mit niedrigen Sozialstandards. Dieses Verhalten der Wirtschaft ist nicht nur zu kritisieren, sondern müsste durch den Aufbau von Gegenmacht eingegrenzt werden. Dieser Versuch wird zwar einerseits durch entsprechende Konventionen der ILO unternommen, z.b. gegen ausbeuterische Kinderarbeit, Zwangsarbeit, für das Recht auf Vereinigungsfreiheit etc., doch die Durchsetzung und Umsetzung dieser Konventionen lässt sehr zu wünschen übrig. Dies könnte wohl nur durch ein Zusammenwirken von großen Teilen der Zivilgesellschaft, den Kirchen und den Gewerkschaften erreicht werden. Gemeinsame Verantwortung für eine gerechtere Arbeitswelt Der Blick auf die Rolle und Aufgaben der Gewerkschaften macht schon deutlich, dass es in unserer globalisierten Welt darauf ankommt, bei einem Bemühen um eine gerechte Gestaltung der Arbeitswelt die ganze Welt in den Blick zu nehmen. Stand früher bei der Sozialen Frage das Problem der Klasse im Mittelpunkt, so steht heute die Welt im Zentrum.

6 6 / 6 Doch nicht allein der Blick auf die internationale Wirtschaft macht deutlich, dass heute viele Kräfte an der Gestaltung von gerechten Beziehungen in der Arbeitswelt beteiligt sind. Da geht es nicht mehr nur um die Auseinandersetzungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, sondern die Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung der Wirtschaft werden von vielen Kräften mitbestimmt. Die Enzyklika Laborem Exercens spricht in diesem Zusammenhang von den indirekten Arbeitgebern (LE 17). Darunter sind die Elemente zu verstehen, die neben den direkten Arbeitgebern auf die Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse einwirken, wie z.b. der Staat, Wirtschaftskammern, Sozialversicherungen, Verbraucherverbände, Menschenrechtsorganisationen, politische Institutionen wie die EU, die Weltbank, der WHO etc. Da gerade diese indirekten Arbeitgeber in einer globalisierten Welt mit einer weltweit operierenden Wirtschaft, mit weltweit schnell sich verschiebenden Kapitalströmen, immer wichtiger für die Ausgestaltung einer gerechten Arbeitswelt werden, müssen sich auch die Kirche mit ihrer katholischen Soziallehre und die christlichen Organisationen, die diese katholische Soziallehre zum Orientierungspunkt ihres Handelns machen, an dieser neuen Situation ausrichten. So muss beispielsweise das Internationale Kolpingwerk als eine Organisation mit Konsultativstatus bei der ILO dort viel präsenter sein und mithelfen, die dort verabschiedeten Regeln für mehr soziale Gerechtigkeit, für eine Verbesserung und Durchsetzung der Arbeitsrechte, für die Überwindung von Arbeitslosigkeit und Ausbeutung umzusetzen. So kann die Enzyklika Laborem Exercens zwar ganz wichtige Impulse für den Wert der Arbeit und den Weg zu mehr Gerechtigkeit geben, doch bedarf sie einer Weiterführung. Seit dem Jahr 1981, seit dem Erscheinen der Enzyklika, hat sich die Arbeitswelt radikal verändert. Allein der Begriff Globalisierung war damals noch gar nicht im Gebrauch, und die damit zusammenhängenden Probleme in der Umgestaltung der Arbeitswelt weitgehend unbekannt. Das Problem der wachsenden Einkommenskluft zwischen den Menschen sowohl in den Nationalstaaten wie auch weltweit ist ebenfalls eine neue Herausforderung. Auch das Problem des so genannten share holder values und damit des Vorrangs des Kapitals vor allen anderen Interessen in der Arbeitswelt, sei es der Arbeitnehmer, der Standorte, der Nationalstaaten etc. verlangt nach neuen Antworten im Hinblick auf die Sozialpflichtigkeit des Eigentums. Die katholische Soziallehre und auch das Kolpingwerk als katholischer Sozialverband muss sich diesen Fragen stellen. Dies setzt eine grundlegende Bildungsarbeit in den Verbänden voraus. Das Kolpingwerk muss seine Mitglieder mit den Grundlagen des christlichen Arbeitsverständnisses vertraut machen und auch mithelfen, konkrete Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Auszug aus: DIALOG 01/2008: Die Würde der menschlichen Arbeit Christliches Arbeitsverständnis

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis Hessen Wie wir uns verstehen Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis 2 Selbstverständnis Diakonie Hessen Diakonie Hessen Selbstverständnis 3 Wie wir uns verstehen

Mehr

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Menschen wahrnehmen... 3 Offen für alle Menschen, die uns brauchen...

Mehr

Zum Schluss Unsere Vision Unser Grundverständnis: Gemeinsam ... mit Leidenschaft unterwegs... für Gott

Zum Schluss Unsere Vision Unser Grundverständnis: Gemeinsam ... mit Leidenschaft unterwegs... für Gott Gemeinsam unterwegs... ... mit Leidenschaft für Gott Gemeinsam unterwegs mit Leidenschaft für Gott Katholische Kirche für Esslingen Unsere Vision Unser Grundverständnis: Wir freuen uns, dass wir von Gott

Mehr

Globale Solidarität in Bewegung. Christliche Praxis in Solidaritätsgruppen

Globale Solidarität in Bewegung. Christliche Praxis in Solidaritätsgruppen Globale Solidarität in Bewegung Christliche Praxis in Solidaritätsgruppen 1. Was bedeutet Globalisierung? Die technischen Möglichkeiten weltweiter Kommunikation haben die Distanzen von Raum und Zeit zusammenschmelzen

Mehr

Das Youth Future Manifest

Das Youth Future Manifest Das Youth Future Manifest 1. Fassung, 18. September 2010 Präambel In den vergangenen drei Tagen haben wir, 120 Jugendliche aus Ländern aller Kontinente, uns mit dem Zustand unserer Welt befasst und erkannt,

Mehr

Evangelisch-Lutherisches Pfarramt St. Christophorus Siegen Dienst am Wort. vor zwei Wochen habe ich euch schon gepredigt, dass das

Evangelisch-Lutherisches Pfarramt St. Christophorus Siegen Dienst am Wort. vor zwei Wochen habe ich euch schon gepredigt, dass das Evangelisch-Lutherisches Pfarramt St. Christophorus Siegen Dienst am Wort Johannes 14,23-27 Wer mich liebt, der wird mein Wort halten. Liebe Gemeinde, 24. Mai 2015 Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes

Mehr

Predigt Mt 5,1-3 am 5.1.14

Predigt Mt 5,1-3 am 5.1.14 Predigt Mt 5,1-3 am 5.1.14 Zu Beginn des Jahres ist es ganz gut, auf einen Berg zu steigen und überblick zu gewinnen. Über unser bisheriges Leben und wohin es führen könnte. Da taucht oft die Suche nach

Mehr

1. Einführung Fairtrade. 2. Planspiel KiK. 3. Faire Kleidung

1. Einführung Fairtrade. 2. Planspiel KiK. 3. Faire Kleidung 1. Einführung Fairtrade Die erste Einheit diente dazu, allgemein in das Thema einzuführen, die Teilnehmenden dafür zu öffnen und ein Verständnis für die Strukturen des Welthandels zu ermöglichen. 1. Plenum:

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

BERUFEN UM IN DEINER HERRLICHKEIT ZU LEBEN

BERUFEN UM IN DEINER HERRLICHKEIT ZU LEBEN Seite 1 von 9 Stefan W Von: "Jesus is Love - JIL" An: Gesendet: Sonntag, 18. Juni 2006 10:26 Betreff: 2006-06-18 Berufen zum Leben in deiner Herrlichkeit Liebe Geschwister

Mehr

Warum braucht es Blutvergiessen für r die Sündenvergebung, wenn doch alles Gnade ist? wenn doch alles Gnade ist?

Warum braucht es Blutvergiessen für r die Sündenvergebung, wenn doch alles Gnade ist? wenn doch alles Gnade ist? Warum braucht es Blutvergiessen für r die ündenvergebung, Warum braucht es Blutvergiessen für r die ündenvergebung, Die Frage ergibt sich aus folgender telle: Auf was geht diese Aussage zurück? 1 Warum

Mehr

Leben 1. Was kannst Du tun, damit Dein Körper zu seinem Recht kommt?

Leben 1. Was kannst Du tun, damit Dein Körper zu seinem Recht kommt? Leben 1 1.Korinther / Kapitel 6 Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst. Dein Körper ist etwas

Mehr

Kinderarbeit im 19. Jahrhundert Lehrerinformation

Kinderarbeit im 19. Jahrhundert Lehrerinformation Lehrerinformation 1/7 Arbeitsauftrag Ziel Material Anhand einer Präsentation und Arbeitsblättern erarbeiten sich die Sch das Wissen zur Geschichte von Kinderarbeit in der Schweiz und der heutigen Situation

Mehr

TAUFE EIN WEG BEGINNT

TAUFE EIN WEG BEGINNT TAUFE EIN WEG BEGINNT DIE TAUFE GOTTES JA ZU DEN MENSCHEN Sie sind Eltern geworden. Wir gratulieren Ihnen von Herzen und wünschen Ihrem Kind und Ihnen Gottes Segen. In die Freude über die Geburt Ihres

Mehr

3. Die Grenzen des Hedonismus Bis heute hat ein hedonistisches Leben seine Grenzen. Jeder erkennt sie, wenn er weiter denkt.

3. Die Grenzen des Hedonismus Bis heute hat ein hedonistisches Leben seine Grenzen. Jeder erkennt sie, wenn er weiter denkt. Hedonismus und das wichtigste biblische Gebot Konfirmationspredigt Oberrieden 2008 Du sollst Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand und Du sollst

Mehr

Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung

Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung Andreas Schelten Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung In: Die berufsbildende Schule 57(2005)6, S. 127 128 Die Auseinandersetzung zwischen Allgemeinbildung und Berufsbildung

Mehr

Die Heilige Taufe. HERZ JESU Pfarrei Lenzburg Bahnhofstrasse 23 CH-5600 Lenzburg. Seelsorger:

Die Heilige Taufe. HERZ JESU Pfarrei Lenzburg Bahnhofstrasse 23 CH-5600 Lenzburg. Seelsorger: Seelsorger: HERZ JESU Pfarrei Lenzburg Bahnhofstrasse 23 CH-5600 Lenzburg Die Heilige Taufe Häfliger Roland, Pfarrer Telefon 062 885 05 60 Mail r.haefliger@pfarrei-lenzburg.ch Sekretariat: Telefon 062

Mehr

geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind und von Unterstützung- und Dienstleistungen ausgeschlossen sein können,

geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind und von Unterstützung- und Dienstleistungen ausgeschlossen sein können, Beschluss Nr. 110 des UNHCR-Exekutivkomitees über Flüchtlinge mit Behinderungen und andere Personen mit Behinderungen, die Schutz und Unterstützung von UNHCR erhalten verabschiedet auf seiner 61. Sitzung

Mehr

Ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut

Ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut Ökumenischer Rat Christlicher Kirchen Brasiliens CONIC Katholische Bischofskonferenz Brasiliens CNBB Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK Gemeinsamer Text 1 Ökumenische Erklärung zum Wasser als

Mehr

Globales Abkommen über die Einhaltung und Förderung der Internationalen Arbeitsnormen und der Rechte der Gewerkschaften

Globales Abkommen über die Einhaltung und Förderung der Internationalen Arbeitsnormen und der Rechte der Gewerkschaften UNI E-Landers Globales Abkommen über die Einhaltung und Förderung der Internationalen Arbeitsnormen 1 Globales Abkommen über die Einhaltung und Förderung der Internationalen Arbeitsnormen und der Rechte

Mehr

DIE SPENDUNG DER TAUFE

DIE SPENDUNG DER TAUFE DIE SPENDUNG DER TAUFE Im Rahmen der liturgischen Erneuerung ist auch der Taufritus verbessert worden. Ein Gedanke soll hier kurz erwähnt werden: die Aufgabe der Eltern und Paten wird in den Gebeten besonders

Mehr

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache Wir sind die Partei DIE LINKE Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit geschrieben in Leichter Sprache 1 Herausgeber: Bundes-Geschäfts-Führung von der Partei DIE LINKE Kleine Alexanderstraße 28 10178

Mehr

Studienkolleg Köthen. Name, Vorname: DSH-Aufnahmetest Sommersemester 2004. Studienkolleg Köthen. Name, Vorname: Lesen

Studienkolleg Köthen. Name, Vorname: DSH-Aufnahmetest Sommersemester 2004. Studienkolleg Köthen. Name, Vorname: Lesen DSH-Aufnahmetest Sommersemester 2004 Lesen Sind Männer und Frauen gleichberechtigt? Im Grundgesetz steht: Niemand darf wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand soll Vorteile

Mehr

«Eine Person ist funktional gesund, wenn sie möglichst kompetent mit einem möglichst gesunden Körper an möglichst normalisierten Lebensbereichen

«Eine Person ist funktional gesund, wenn sie möglichst kompetent mit einem möglichst gesunden Körper an möglichst normalisierten Lebensbereichen 18 «Eine Person ist funktional gesund, wenn sie möglichst kompetent mit einem möglichst gesunden Körper an möglichst normalisierten Lebensbereichen teilnimmt und teilhat.» 3Das Konzept der Funktionalen

Mehr

Wasser als Menschenrecht in der ecuadorianischen Verfassung und die Umsetzung dieses Menschenrechts in Ecuador

Wasser als Menschenrecht in der ecuadorianischen Verfassung und die Umsetzung dieses Menschenrechts in Ecuador Wasser als Menschenrecht in der ecuadorianischen Verfassung und die Umsetzung dieses Menschenrechts in Ecuador Symposium Das Menschenrecht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung

Mehr

Mission Ein Auftrag! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Joh 20,21)

Mission Ein Auftrag! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Joh 20,21) Mission Ein Auftrag! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Joh 20,21) 1 Mission ein Auftrag! Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich

Mehr

Ein und dieselbe Taufe

Ein und dieselbe Taufe 1 Ein und dieselbe Taufe Eph. 4,5 Nach V. 3 geht es um die Einheit des Geistes. In diesem Zusammenhang nennt Paulus sieben Aspekte der geistlichen Einheit: Ein [geistlicher] Leib Ein Geist Eine Hoffnung

Mehr

> Menschenrechte Elternrechte

> Menschenrechte Elternrechte Gutmann Menschenrechte Elternrechte Kinderrechte : DAKJ Symposium Kinderrechte stärken! Berlin 8. Oktober 2014 > Menschenrechte Elternrechte Kinderrechte: Prof. Dr. Thomas Gutmann Lehrstuhl für Bürgerliches

Mehr

GSE 10 Themenliste mündliche Prüfung

GSE 10 Themenliste mündliche Prüfung GSE 10 Themenliste mündliche Prüfung Thema 1: GESCHLECHTERROLLEN - Nenne Beispiele für Frauenrechtlerinnen und erläutere, wofür sie stehen! - Lege dar, wodurch wird unser menschliches Rollenverhalten geprägt!

Mehr

Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Präambel Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eines der wichtigsten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Anliegen, das sowohl die Familien als

Mehr

Erklärung von Alma-Ata

Erklärung von Alma-Ata Erklärung von Alma-Ata Die Internationale Konferenz über primäre Gesundheitsversorgung, die am zwölften Tag des Monats September neunzehnhundertachtundsiebzig in Alma-Ata stattfand, gibt angesichts des

Mehr

Grundsätze für das Bundesleben nach der Satzung der Marburger Burschenschaft Arminia e.v.

Grundsätze für das Bundesleben nach der Satzung der Marburger Burschenschaft Arminia e.v. Grundsätze für das Bundesleben nach der Satzung der Marburger Burschenschaft Arminia e.v. Die 1860 als eine deutsche Burschenschaft mit dem aus Liebe zum deutschen Vaterland entspringenden festen Vorsatz,

Mehr

Staat... 5. Wirtschaft... 37

Staat... 5. Wirtschaft... 37 Inhalt Staat.............................................. 5 1. Politik........................................... 7 2. Rechte und Pflichten................................ 10 3. Strukturen des Staates..............................

Mehr

Erläuterungen von Kurt Seidel und Gerhard Hörster, Dietzhölztal-Ewersbach

Erläuterungen von Kurt Seidel und Gerhard Hörster, Dietzhölztal-Ewersbach Erläuterungen von Kurt Seidel und Gerhard Hörster, Dietzhölztal-Ewersbach!"! # $ % &'( & )!! 1.1 Im NT gibt es keinen Abschnitt, in dem eine zusammenfassende Tauflehre dargelegt würde. Das heißt: Es gibt

Mehr

Insolvenz: Vergleich Kündigung der Arbeitnehmer aus wirtschaftlichen Gründen

Insolvenz: Vergleich Kündigung der Arbeitnehmer aus wirtschaftlichen Gründen Insolvenz: Vergleich Kündigung der Arbeitnehmer aus wirtschaftlichen Gründen Insolvenz: Vergleich Kündigung der Arbeitnehmer aus wirtschaftlichen Gründen Siehe nachstehende Vergleichstabelle Ansprechpartn

Mehr

Behindert ist, wer behindert wird

Behindert ist, wer behindert wird Behindert ist, wer behindert wird Alle Menschen müssen lernen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt sind Auf der ganzen Welt leben sehr viele Menschen mit Behinderungen: über 1 Milliarde Menschen

Mehr

Ist Gott eine Person?

Ist Gott eine Person? Lieferung 10 Hilfsgerüst zum Thema: Ist Gott eine Person? 1. Schwierigkeiten mit dem Begriff Person Karl Rahner: Die Aussage, daß Gott Person, daß er ein persönlicher Gott sei, gehört zu den grundlegenden

Mehr

Urheber- und Leistungsschutzrechte Teil II

Urheber- und Leistungsschutzrechte Teil II Der Urheber Nach 7 UrhG ist der Schöpfer des Werkes der Urheber. Als Urheber kommen nach dem deutschen Urheberrecht nur natürliche Personen in Betracht. Dies ist z. B. in den USA anders, dort können auch

Mehr

Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH

Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH RICHTLINIE ZUR NACHHALTIGKEIT - 1 - Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist ein langfristiger strategischer Erfolgsfaktor, nicht nur für die BOLL &

Mehr

Neue Technologien und Produktivität im Euro Währungsgebiet und USA

Neue Technologien und Produktivität im Euro Währungsgebiet und USA Neue Technologien und Produktivität im Euro Währungsgebiet und USA auf Grundlage des EZB Monatsberichtes Juli 2001 1. Was sind Neue Technologien (IuK)? Information:...das Wissen über Sachverhalte und Vorgänge

Mehr

Ich bin Caritas. Unser Leitbild

Ich bin Caritas. Unser Leitbild Ich bin Caritas. Unser Leitbild Was ist eigentlich ein Leitbild? Eine starke Persönlichkeit basiert auf Visionen, Werten und Prinzipien auch die Persönlichkeit eines Unternehmens oder einer Organisation

Mehr

ABKOMMEN USA - SCHWEIZ

ABKOMMEN USA - SCHWEIZ ABKOMMEN USA - SCHWEIZ ABKOMMEN ZWISCHEN DER SCHWEIZERISCHEN EIDGENOSSENSCHAFT UND DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA ZUR VERMEIDUNG DER DOPPELBESTEUERUNG AUF DEM GEBIETE DER STEUERN VOM EINKOMMEN, ABGESCHLOSSEN

Mehr

MITTEILUNG DER KOMMISSION. Ein verstärktes Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern Eine Frauen-Charta

MITTEILUNG DER KOMMISSION. Ein verstärktes Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern Eine Frauen-Charta EUROPÄISCHE KOMMISSION Brüssel, den 5.3.2010 KOM(2010)78 endgültig MITTEILUNG R KOMMISSION Ein verstärktes Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern Eine Frauen-Charta Erklärung der Europäischen

Mehr

T H E M E N S E R V I C E

T H E M E N S E R V I C E Interview Wichtig ist, was jemand weiß und kann Der DQR macht Aufstiegschancen sichtbar Anhand des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) lassen sich Bildungswege in Deutschland und europaweit leichter

Mehr

Berufsordnung und Rechtsfragen für angestellte Psychotherapeuten

Berufsordnung und Rechtsfragen für angestellte Psychotherapeuten Berufsordnung und Rechtsfragen für angestellte Psychotherapeuten Freiheit der Berufsausübung und Weisungsrecht des Arbeitgebers ein Spannungsverhältnis für Psychotherapie in Institutionen Samstag, den

Mehr

6WDWHPHQW 3URIHVVRU'U-RFKHQ7DXSLW],QVWLWXWI U'HXWVFKHV(XURSlLVFKHVXQG,QWHUQDWLRQDOHV 0HGL]LQUHFKW*HVXQGKHLWVUHFKWXQG%LRHWKLN 8QLYHUVLWlWHQ+HLGHOEHUJXQG0DQQKHLP 6FKORVV 0DQQKHLP )D[ (0DLOWDXSLW]#MXUDXQLPDQQKHLPGH

Mehr

Einführung 1. Einführung S. 14. Was versteht man unter dem Begriff Wirtschaft? Unter dem Begriff Wirtschaft verstehen wir

Einführung 1. Einführung S. 14. Was versteht man unter dem Begriff Wirtschaft? Unter dem Begriff Wirtschaft verstehen wir Einführung 1 Was versteht man unter dem Begriff Wirtschaft? Unter dem Begriff Wirtschaft verstehen wir alles, was Menschen unternehmen, um ihre Bedürfnisse zu decken z.b. Bedürfnisse nach Nahrung, Wohnraum,

Mehr

Thema? You-Tube Video. http://www.youtube.com/watch?v=zl8f0t9veve

Thema? You-Tube Video. http://www.youtube.com/watch?v=zl8f0t9veve Thema? You-Tube Video http://www.youtube.com/watch?v=zl8f0t9veve 1 TV-Werbung zu AMA Wofür steht AMA? 2 Quelle: AMA Marketing Agrarmarkt Austria Agrarmarkt? Agrarmarkt besteht

Mehr

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 Fairtrade als Erlebnis Um die 1000 Schülerinnen und Schüler haben am 5. Oktober 2009 das

Mehr

Ausgleich zwischen arm und reich. Bausteine zum sozialen Frieden

Ausgleich zwischen arm und reich. Bausteine zum sozialen Frieden Ausgleich zwischen arm und reich. Bausteine zum sozialen Frieden Dr. Manfred Böhm, Leiter der Arbeitnehmerpastoral im Erzbistum Bamberg Statistik und Realität Deutschland ist ein reiches Land. Von Jahr

Mehr

Wir danken für die Möglichkeit, zu Stellung nehmen zu dürfen und unterbreiten Ihnen dazu folgende Bemerkungen.

Wir danken für die Möglichkeit, zu Stellung nehmen zu dürfen und unterbreiten Ihnen dazu folgende Bemerkungen. Bundesamt für Sozialversicherungen Geschäftsfeld Alter- und Hinterlassenenvorsorge Effingerstrasse 20 3003 Bern Bern, 25. Juni 2004 Einführung von Ergänzungsleistungen für Familien; Vernehmlassung Sehr

Mehr

Über die Leistungen und die Bedeutung von Bibliotheken brauche ich in dieser Runde keine Worte zu verlieren - das hieße, Eulen nach Athen zu tragen.

Über die Leistungen und die Bedeutung von Bibliotheken brauche ich in dieser Runde keine Worte zu verlieren - das hieße, Eulen nach Athen zu tragen. IFLA-Konferenz Free Access and Digital Divide Herausforderungen für Wissenschaft und Gesellschaft im digitalen Zeitalter Sehr geehrter Herr Staatsminister, verehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten

Mehr

RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG. verabschiedet am 29. November 1959

RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG. verabschiedet am 29. November 1959 RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG verabschiedet am 29. November 1959 1386 (XIV). Erklärung der Rechte des Kindes Präambel Da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die Grundrechte

Mehr

Frage II: Wie kann die heilige Eucharistie Aufbruch und Erneuerung des kirchlichen Lebens stärken?

Frage II: Wie kann die heilige Eucharistie Aufbruch und Erneuerung des kirchlichen Lebens stärken? Frage II: Wie kann die heilige Eucharistie Aufbruch und Erneuerung des kirchlichen Lebens stärken? 1) Indem wir den Trägern der verschiedenen Dienste vertrauen, dass sie sich so einbringen, wie es ihren

Mehr

Managementhandbuch. und. Datei: QM- Handbuch erstellt: 15.02.13/MR Stand: 1307. Seite 1 von 10. s.r.o.

Managementhandbuch. und. Datei: QM- Handbuch erstellt: 15.02.13/MR Stand: 1307. Seite 1 von 10. s.r.o. und s.r.o. Seite 1 von 10 Anwendungsbereich Der Anwendungsbereich dieses QM-Systems bezieht sich auf das Unternehmen: LNT Automation GmbH Hans-Paul-Kaysser-Strasse 1 DE 71397 Nellmersbach und LNT Automation

Mehr

Inhaltsangabe. Papst Franziskus Enzyklika Laudato si Über die Sorge für das gemeinsame Haus

Inhaltsangabe. Papst Franziskus Enzyklika Laudato si Über die Sorge für das gemeinsame Haus 18.06.2015 PRESSEMITTEILUNGEN DER DEUTSCHEN Inhaltsangabe Papst Franziskus Enzyklika Laudato si Über die Sorge für das gemeinsame Haus Einleitung Schon in der Einleitung der Enzyklika, die mit Bezug auf

Mehr

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR KOMMUNIKATION, INFORMATIONSVERARBEITUNG UND ERGONOMIE FKIE UNSER FÜHRUNGSLEITBILD

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR KOMMUNIKATION, INFORMATIONSVERARBEITUNG UND ERGONOMIE FKIE UNSER FÜHRUNGSLEITBILD FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR KOMMUNIKATION, INFORMATIONSVERARBEITUNG UND ERGONOMIE FKIE UNSER FÜHRUNGSLEITBILD FÜHRUNG BEI FRAUNHOFER VISION UND STRATEGIE»Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will, muss

Mehr

Rechtsanwalt Dr. Martin Theben Fachanwalt für Arbeitsrecht. Arbeitsrecht und Menschenrechte in der anwaltlichen Praxis

Rechtsanwalt Dr. Martin Theben Fachanwalt für Arbeitsrecht. Arbeitsrecht und Menschenrechte in der anwaltlichen Praxis Rechtsanwalt Dr. Martin Theben Fachanwalt für Arbeitsrecht Arbeitsrecht und Menschenrechte in der anwaltlichen Praxis I. Einleitende Bemerkungen zur Praxisrelevanz der Menschenrechte jenseits des Arbeitsrecht

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de SCHOOL-SCOUT Die Pendlerpauschale ganz einfach

Mehr

Familienpolitik in Schweden

Familienpolitik in Schweden Familienpolitik in Schweden 1) Allgemeine Informationen über Schweden Fläche: Hauptstadt: Bevölkerung: Sprache: Religion: Staatsform: 450.000 km² (drittgrößtes Land Europas) Stockholm ca. 9 Mio. Einwohner

Mehr

Was Familien heil(ig) macht

Was Familien heil(ig) macht SOZIALREFERAT DER DI ÖZESE LINZ Sozialpredigthilfe 347/14 Was Familien heil(ig) macht Familien zwischen vielfältigen Ansprüchen und Realitäten Predigt zum Fest der Heiligen Familie Im Jahreskreis A ( 28.12.2014)

Mehr

Sehr geehrter Herr Erzbischof, sehr geehrter Herr Nuntius, meine sehr geehrten Damen und Herren,

Sehr geehrter Herr Erzbischof, sehr geehrter Herr Nuntius, meine sehr geehrten Damen und Herren, Bischofsweihe und Amtseinführung von Erzbischof Dr. Stefan Heße am 14. März 2015 Sehr geehrter Herr Erzbischof, sehr geehrter Herr Nuntius, meine sehr geehrten Damen und Herren, heute bekommen die Katholiken

Mehr

Partnerschaft oder Patenschaft. Problemfelder Globalen Lernens im Rahmen von Schulpartnerschaften

Partnerschaft oder Patenschaft. Problemfelder Globalen Lernens im Rahmen von Schulpartnerschaften Partnerschaft oder Patenschaft Problemfelder Globalen Lernens im Rahmen von Schulpartnerschaften Fragestellung 1. Problemfelder weltkirchlicher Partnerschaftsarbeit 2. Auswirkungen auf weltkirchliches

Mehr

Die UN- Behindertenrechtskonvention: Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Die UN- Behindertenrechtskonvention: Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe Die UN- Behindertenrechtskonvention: Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe 18.07.2014 in Allensbach anlässlich der Fachtagung Integration und Inklusion als kommunale Gemeinschaftsaufgaben Dr. Valentin

Mehr

gegen Armut durch Pflege pflegende Angehörige kommen zu Wort

gegen Armut durch Pflege pflegende Angehörige kommen zu Wort gegen Armut durch Pflege pflegende Angehörige kommen zu Wort Ich pflege mit all den Ungewissheiten und Risiken für meine Zukunft. Pflegende Mutter Frau F., 58 Jahre, Baden-Württemberg, pflegt seit 16 Jahren

Mehr

Die große Frage: Wozu bin ich auf der Welt?

Die große Frage: Wozu bin ich auf der Welt? Die große Frage: Wozu bin ich auf der Welt? LB 1/2.9 Über mich und mein Leben nachdenken Aufgabe Aufgabe Teil 1 Stellt eure Gedanken so vor, dass eure Mitschülerinnen und Mitschüler nachvollziehen können,

Mehr

Inhalt. Ausdruck vom 4.6.2008

Inhalt. Ausdruck vom 4.6.2008 Inhalt Vorwort 1 I. Dramatische Ethik was ist das? 5 II. Menschliches Handeln in seiner dramatischen Wirkungsgeschichte 11 1. Von der Grundspannung im Wesen der Freiheit 11 2. Der Kampf ums Dasein 14 3.

Mehr

L Familiennachzug zu Flüchtlingen

L Familiennachzug zu Flüchtlingen L Familiennachzug zu Flüchtlingen Siehe hierzu auch: Teil O (Allg. AuslR) III) Nr. 6) Die Regelungen über den Familiennachzug hängen vom Status des hier lebenden Ausländers ab. I) Ehegatten und Kinder

Mehr

Christliches Zentrum Brig. CZBnews MAI / JUNI 2014. Krisen als Chancen annehmen...

Christliches Zentrum Brig. CZBnews MAI / JUNI 2014. Krisen als Chancen annehmen... Christliches Zentrum Brig CZBnews MAI / JUNI 2014 Krisen als Chancen annehmen... Seite Inhalt 3 Persönliches Wort 5 6 7 11 Rückblicke - Augenblicke Mitgliederaufnahme und Einsetzungen Programm MAI Programm

Mehr

From the Working Class Issue to the Welfare State: A Short Historical Review

From the Working Class Issue to the Welfare State: A Short Historical Review Von der Arbeiterfrage zur Sozialen Sicherheit. Ein historischer Rückblick From the Working Class Issue to the Welfare State: A Short Historical Review Brigitte Studer Universität Bern/University of Berne

Mehr

WOFÜR WIR STEHEN. Fraktion der Progressiven Allianz der. Sozialdemokraten im Europäischen Parlament

WOFÜR WIR STEHEN. Fraktion der Progressiven Allianz der. Sozialdemokraten im Europäischen Parlament WOFÜR WIR STEHEN. Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament Für soziale Gerechtigkeit kämpfen, neue Arbeitsplätze schaffen, die Wirtschaft ankurbeln, die Finanzmärkte

Mehr

Bericht der Enquete-Kommission "Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements" Stellungnahme der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands

Bericht der Enquete-Kommission Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements Stellungnahme der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands Bericht der Enquete-Kommission "Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements" Stellungnahme der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands Aufwertung des ehrenamtlichen Engagements als politische Querschnittsaufgabe

Mehr

Verantwortung unternehmen

Verantwortung unternehmen Der Ablauf von Verantwortung Der Ablauf von Verantwortung Sie sind in einen Jahrgang von Verantwortung aufgenommen. Vorab haben Sie und ein weiterer Vertreter Ihres Unternehmens die Initiative in einem

Mehr

Die vorliegenden Verhaltensmaßregeln dürfen allerdings auch höhere Anforderungen als die bestehenden Gesetze eines Landes enthalten.

Die vorliegenden Verhaltensmaßregeln dürfen allerdings auch höhere Anforderungen als die bestehenden Gesetze eines Landes enthalten. Verhaltensmaßregeln 1 Einführung Die folgenden Verhaltensmaßregeln sind der Mindeststandard zur Erreichung unserer Ziele, der ständigen Verbesserung unseres Produktionsumfelds und der Arbeitsbedingungen

Mehr

Teilzeitarbeit bietet auch Vorteile - Elternzeit hält Chancen bereit

Teilzeitarbeit bietet auch Vorteile - Elternzeit hält Chancen bereit Teilzeitarbeit bietet auch Vorteile - Elternzeit hält Chancen bereit An der Elternzeit sind Väter bisher nur mit einem geringen Anteil von 1,5 Prozent gegenüber 98,5 Prozent Frauen beteiligt. Durch die

Mehr

Musterbriefe für die Caritas-Sammlung 2015 Hier und jetzt helfen

Musterbriefe für die Caritas-Sammlung 2015 Hier und jetzt helfen Musterbriefe für die Caritas-Sammlung 2015 Hier und jetzt helfen In jeder Kirchengemeinde und Seelsorgeeinheit ist der Stil verschieden; jeder Autor hat seine eigene Schreibe. Hier finden Sie Briefvorschläge

Mehr

Kapitel 1: Stile im Nachhaltigen Investment Definitionen wie Sand am Meer?

Kapitel 1: Stile im Nachhaltigen Investment Definitionen wie Sand am Meer? Kapitel 1: Stile im Nachhaltigen Investment Definitionen wie Sand am Meer? Hintergrund Nachhaltigkeit ist ein Begriff, bei dem die eindeutige Definition fehlt. Dies führt im Zusammenhang mit nachhaltigen

Mehr

Weiterbildung/Lernen: Wo stehen wir? Herausforderungen für das Personalmanagement. Personalentwicklung und Lernen

Weiterbildung/Lernen: Wo stehen wir? Herausforderungen für das Personalmanagement. Personalentwicklung und Lernen Beschäftigungsfähigkeit in Krisenzeiten: Wie halten wir es mit dem Lernen und Qualifizieren? Innovation jetzt! Besser durch die Krise dank Mitarbeiterorientierung Berlin, 13. Mai 2009 André Schleiter Project

Mehr

Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick...

Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick... Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick... Sozialpsychiatrie ist ein Fachbegriff für eine bestimmte Art, Menschen bei seelischen Krisen und psychischen Erkrankungen professionell zu helfen. Besonders

Mehr

DIE SOZIALVERSICHERUNG

DIE SOZIALVERSICHERUNG EINLEITUNG So können Sie sicher starten DIE SOZIALVERSICHERUNG BBK VBU-Schulung zum Thema Sozialversicherung EINLEITUNG Jetzt einsteigen und los! Ein neuer Lebensabschnitt hat für Sie begonnen: die berufliche

Mehr

«Wir wollen keine Subventionen, wir wollen einen funktionierenden Markt»

«Wir wollen keine Subventionen, wir wollen einen funktionierenden Markt» «Wir wollen keine Subventionen, wir wollen einen funktionierenden Markt» Interview: Lukas Meyer-Marsilius. Ist die Schweiz ein «Urheberrechts-Guantánamo»? Das behauptet der Verein Musikschaffende Schweiz.

Mehr

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Meine sehr geehrten Damen und Herren, Ehrende Ansprache des CDU-Fraktionsvorsitzenden Mike Mohring zur feierlichen Auszeichnung Ehrenamtlicher durch den CDU-KV Suhl Suhl 20. Mai 2009, 17:00 Uhr sehr geehrte Frau Ann Brück, sehr geehrter Mario

Mehr

TAUFE. Häufig gestellte Fragen zur Taufe. Sie erhalten die Antwort, indem Sie auf die gewünschte Frage klicken.

TAUFE. Häufig gestellte Fragen zur Taufe. Sie erhalten die Antwort, indem Sie auf die gewünschte Frage klicken. TAUFE Häufig gestellte Fragen zur Taufe Sie erhalten die Antwort, indem Sie auf die gewünschte Frage klicken. Was muss ich tun, wenn ich mich oder mein Kind taufen lassen will? Was bedeutet die Taufe?

Mehr

Zentrale Inhalte der Studie Mit Geldanlagen die Welt verändern?

Zentrale Inhalte der Studie Mit Geldanlagen die Welt verändern? 17.02.2010 PRESSEMITTEILUNGEN DER DEUTSCHEN BISCHOFSKONFERENZ Zentrale Inhalte der Studie Mit Geldanlagen die Welt verändern? Statement von Prof. Dr. Bernhard Emunds, Professor für Christliche Gesellschaftsethik

Mehr

Gib mir zu trinken! (Joh 4,7) Meditation und Andacht für Tag 7 der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2015: Gib mir zu trinken

Gib mir zu trinken! (Joh 4,7) Meditation und Andacht für Tag 7 der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2015: Gib mir zu trinken Gib mir zu trinken! (Joh 4,7) Meditation und Andacht für Tag 7 der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2015: Gib mir zu trinken 7. Tag Das Zeugnis: Gib mir zu trinken (Johannes 4,7-15) Meditationen

Mehr

BG Ingénieurs Conseil, Genf

BG Ingénieurs Conseil, Genf BG Ingénieurs Conseil, Genf Arbeitgeber Diego Salamon Cadschool hat uns im Auftrag der IV angefragt ob wir für drei Monate einen Praktikanten aufnehmen könnten. Cadschool ist ein Ausbildungsinstitut im

Mehr

b) Erklären Sie den Begriff Immissionsschutzfunktion! 1

b) Erklären Sie den Begriff Immissionsschutzfunktion! 1 -- Name, Vorname - - Klasse lich... Der Wald ist für den Menschen lebensnotwendig. a) Nennen Sie drei Nutzfunktionen des Waldes. b) Erklären Sie den Begriff Immissionsschutzfunktion! c) Um welche Schutzfunktion

Mehr

Ich bin der Weinstock ihr seid die Flaschen? Von der Freiheit der Abhängigkeit

Ich bin der Weinstock ihr seid die Flaschen? Von der Freiheit der Abhängigkeit FrauenPredigthilfe 112/12 5. Sonntag in der Osterzeit, Lesejahr B Ich bin der Weinstock ihr seid die Flaschen? Von der Freiheit der Abhängigkeit Apg 9,26-31; 1 Joh 3,18-24; Joh 15,1-8 Autorin: Mag. a Angelika

Mehr

Wenn ein Ungetaufter sehr krank ist und zu sterben droht wird eine Nottaufe vorgenommen. Diese Taufe kann jeder Christ und jede Christin ausführen.

Wenn ein Ungetaufter sehr krank ist und zu sterben droht wird eine Nottaufe vorgenommen. Diese Taufe kann jeder Christ und jede Christin ausführen. In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?meistens werden die Kinder im ersten Lebensjahr getauft. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich, wenn das Kind schon bewusst wahrnimmt was geschieht. Was

Mehr

Vorsorgen, aber richtig! Wenn aus genug mehr wird...

Vorsorgen, aber richtig! Wenn aus genug mehr wird... SOZIALREFERAT DER DI ÖZESE LINZ Sozialpredigthilfe 263/10 Vorsorgen, aber richtig! Wenn aus genug mehr wird... Predigt zu Lk 12,13-21 Autor: Mag. Fritz Käferböck-Stelzer EINLEITUNG Rede an die Reichen

Mehr

1 Grundsätzlich gilt jedes Entgelt für in unselbständiger

1 Grundsätzlich gilt jedes Entgelt für in unselbständiger 2.05 Stand am 1. Januar 2009 Entgelte bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses AHV-Beitragspflicht 1 Grundsätzlich gilt jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit als beitragspflichtiger

Mehr

Für ein modernes Streikrecht

Für ein modernes Streikrecht Für ein modernes Streikrecht Koalitionsfreiheit achten - Daseinsvorsorge sicherstellen Beschluss des Parteivorstandes am 26. Januar 2015, München Für ein modernes Streikrecht Koalitionsfreiheit achten

Mehr

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu.

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. Seite 2 7 Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt, dann stellen sich unweigerlich viele Fragen:

Mehr

Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group

Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group Präambel Die fortschreitende Globalisierung der Waren- und Kapitalmärkte ermöglicht es transnationalen Konzernen, globale

Mehr

Bienen, Hummeln und Rosskastanien: systemische Sichtweise fu r die Primarschule

Bienen, Hummeln und Rosskastanien: systemische Sichtweise fu r die Primarschule Bienen, Hummeln und Rosskastanien: systemische Sichtweise fu r die Primarschule Begleitkommentar für Lehrpersonen Die systemische Sichtweise für diese Unterrichtssequenz basiert auf dem Lehrmittel von

Mehr

Konsequenzen der Anerkennung des GdB s - Nachteilsausgleich - Welche Vorteile haben Menschen mit einer Behinderung durch einen Ausweis?

Konsequenzen der Anerkennung des GdB s - Nachteilsausgleich - Welche Vorteile haben Menschen mit einer Behinderung durch einen Ausweis? Welche Vorteile haben Menschen mit einer Behinderung durch einen Ausweis? Eigentlich sollte man nicht von Vorteilen sprechen. Dem schwerbehinderten Menschen werden lediglich Hilfen zum Ausgleich behinderungsbedingter

Mehr

Ziele der Vorlesung. Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen. Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008

Ziele der Vorlesung. Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen. Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008 Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008 Frühjahrssemester 2008 Prof. Christine Kaufmann Ziele der Vorlesung Einblick in verschiedene Themen des Wirtschaftsvölkerrechts

Mehr

Minijobs bis 450 Euro monatlich. Wissen Sie eigentlich,

Minijobs bis 450 Euro monatlich. Wissen Sie eigentlich, Trennung, Scheidung Finanzielle und rechtliche Konsequenzen dass keine Trennung oder Scheidung wie die andere ist, so dass Sie nicht auf alle Erfahrungen aus Ihrem Familien- und Freundeskreis zurückgreifen

Mehr

26. November 2014 Universität Zürich. Dr.med. Timo Rimner Christen an den Hochschulen

26. November 2014 Universität Zürich. Dr.med. Timo Rimner Christen an den Hochschulen 26. November 2014 Universität Zürich Dr.med. Timo Rimner Christen an den Hochschulen Aktuelle Lage und Hintergrund Gott eine Person oder eine Energie? Gottes Weg zum Menschen Der Weg des Menschen zu Gott

Mehr