Lean Warehousing. Methoden und Werkzeuge für die Praxis. Prof. Dr.-Ing. Harald Augustin. LOGISTIK HEUTE Forum, CeMAT 2008, Hannover, 28.

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1 Lean Warehousing Methoden und Werkzeuge für die Praxis Prof. Dr.-Ing. Harald Augustin LOGISTIK HEUTE Forum, CeMAT 2008, Hannover, 28. Mai 2008 Steinbeis-Transferzentrum i t Prozessmanagement in Produktentwicklung, Produktion und Logistik Alteburgstr. 150, Reutlingen ( ) , Tannenstraße 10, Gomaringen ( ) , 1

2 Inhalte Methoden- und Werkzeugbaukasten für das Lean Warehousing Stolperfallen bei der Einführung Einführungsstrategien abhängig vom Reifegrad 2

3 Lean Warehousing Lean Warehousing Lean Thinking Six Sigma Lean Management 3

4 Six Sigma Six Sigma: Philospohie und Methode zugleich Statistische Kennzahlenauswertung Prozessanalyse, -gestaltung und -bewertung Untere Zielwert (T) Spezifikationsgrenze (USG) 4,5ϭ 1,5ϭ 1,5ϭ 4,5ϭ Obere Spezifikationsgrenze (OSG) 6ϭ 6ϭ 6 ϭ = 3,4 ppm 4

5 Six Sigma DMAIC: Vorgehen zur Prozessoptimierung C Control Konsequentes Nachhalten & Messen des Qualitätsniveaus Prozessmanagement Define Präzise Problem- & Zielformulierung Kundenanforderung methodisch ermitteln & operational machen M Measure Metriken auswählen Messkonzept und Messungen Statistische Auswertung Improve Systematische Suche & Auswahl geeigneter Lösungen Implementierung der besten Lösung Analyze Daten- und Prozessanalyse Ermitteln von Zusammenhängen Identifizierung und Verifizierung der Ursachen 5

6 Six Sigma Gängige Werkzeuge 6

7 Lean Thinking / Lean Management 1.Kundenorientierung 2.Identifikation des Wertschöpfungsstroms 3.Fluss-Prinzip 4.Pull-Prinzip 5.Streben nach Perfektion 7

8 Lean Warehousing Methoden und Werkzeuge Elemente ( Methoden - Pull-PrinzipPrinzip - Fehlervermeidung - Problemlösungsprozess - Rüstzeitoptimierung ti i - TPM (Total Productive Maintenance) - Wertstrom Design (Funktion innerhalb des Lean Warehousing, um die Unternehmensziele zu erreichen) - Mitarbeiterpartizipation ti i ti Lean - Materialversorgung Warehousing - Qualitätssystem - Visualisierung - Fließende Fertigung - Low Cost Intelligent Automation Werkzeuge - Standardisierte Behälter - KANBAN-Karte Karte - Stationsblatt - Problemkommunikationsbericht - Teilebahnhof / Supermarkt - - Lieferantenintegration und Konsignation - Neuanlaufmanagement - Design for Logistics - Balanced Scorecard - - 8

9 Six Sigma und Lean Management DMAIC und Wertstrom-Analyse Wertstrom- Mapping C Control Konsequentes Nachhalten & Messen des Qualitätsniveaus Prozessmanagement Improve Define Präzise Problem- & Zielformulierung Kundenanforderung methodisch ermitteln & operational machen Systematische Suche & Auswahl geeigneter Lösungen Implementierung der besten Lösung M Analyze Measure Wertstrom- Mapping Metriken auswählen Messkonzept und Messungen Statistische Auswertung Wertstrom- Design Wertstrom- t Mapping Daten- und Prozessanalyse Ermitteln von Zusammenhängen Identifizierung und Verifizierung der Ursachen 9

10 Lean Warehousing Werkzeug: Wertstrom-Analyse Lieferant 1 Lieferant 2 2x pro Woche Lagerverwaltungssystem täglich Kunde 1 Mittwoch Frei- tag Tägliche Planung täglich Wareneingang Qualitätssicherung Einlagen Kommissionieren Umlagern Verpacken Verladen Kom- HRL Lager Paletten 8 Paletten 2 Paletten 254 Paletten 9 Wagen 180 Paletten 1 Tage 4 Tage 0,5 Tage 52 Tage 5 Paletten 1 Tag 4 Tage 1 Tag Sperr- Lager Durchlaufzeit DLZ: 63,5 Tage 1 Tag 4 Tage 10 Stück 3 Days 0,5 Tage 52 Tage 1 Tag Arbeitszeit 1 Tag AZ: 59,5 Minuten 4 Tage DLZ 6 Min. 15 Min. 4 Min. 5 Min. 15 Min. 8 Min. 6,5 Min. AZ 10

11 Lean Warehousing Werkzeug: 5A / 5S Seiri Aussortieren unnötiger Dinge Aussortieren der nicht mehr benötigten Gegenstände am Arbeitsplatz sowie die Entsorgung g des nicht mehr benötigten Materials. Seiton Aufräumen Bereitstellen der erforderlichen Dinge am richtigen Platz (was, wie viel, wozu); Ablagen und Stellflächen genau kennzeichnen. Seiso Arbeitsplatz sauber halten Ein sauberer Arbeitsplatz fördert die Qualität (Fehler werden frühzeitig erkannt) und die Sicherheit. Seiketsu Anordnung zur Regel machen Regeln und Standards geben Sicherheit in der Durchführung; Regeln einüben und sie am Arbeitsplatz sichtbar machen. Shitsuke Alle Punkte einhalten und ständig verbessern Motivation zur Einhaltung der Regeln und zur kontinuierlichen Verbesserung aufbauen; Aktivitäten an Team-tafeln sichtbar machen und angemessen honorieren. 11

12 Lean Warehousing-Trendstudie 2008: Reifegrad der Lean Warehousing Implementierung Reifegrad 5 Reifegrad 4 Reifegrad 3 Reifegrad 2 Reifegrad 1 Reifegrad 0 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% Quelle: Augustin, H.: Lean Warehousing. Ergebnisse einer Unternehmensstudie, 2008, > Studien 12

13 Vorgehen zur Einführung von Lean Warehousing Initiierung und langfristige Begleitung durch das Management 1. Grundverständnis zu Basis-Philosophien Lean Thinking & Six Sigma festlegen 2. Ziel-Deployment-System aufbauen 3. Lean Warehousing Champion (Verantwortlichen) benennen 4. Change Management Prozess definieren und initiieren Einbindung der Mitarbeiter und Umsetzung 5. Informationsworkshop 6. Teams bilden, ggf. mit einer Pilotgruppe starten 7. Übergeordnete Ziele kommunizieren 8. Gruppenmanagement und Visualisierung definieren 9. Prozess analysieren und bewerten 10. Potenziale ermitteln 11. Schlüsselmaßnahmen identifizieren und Verbesserungsaktivitäten definieren 12. Umsetzung Proje ektmanag gement Chang ge Mana agement 13

14 Lean Warehousing-Trendstudie 2008: Relevanz des Lean Warehousing 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% ist ein absolutes Muss, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben könnte sich in Zukunft positiv entwickeln ist ein wichtiger Ansatz, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern unwichtig und irrelevant für die Zukunft Quelle: Augustin, H.: Lean Warehousing. Ergebnisse einer Unternehmensstudie, 2008, > Studien 14

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